Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Das holographische Bild der Seele

Der Schöpfer fordert von unseren Seelen die Vereinigung. Unsere Unkorrigiertheit kommt davon, dass wir uns seelisch voneinander entfernt haben und uns als Fremde wahrnehmen.

Unsere Korrektur besteht also darin, sich als Teile eines Körpers zu fühlen. Und sogar viel mehr als einfach nur Körperteile, die aufeinander abgestimmt sind – das alleine genügt eben nicht.

Es soll meine Verbindung zu jedem aufgebaut werden, und jeder soll sich mit allen anderen verbinden -bis die Unendlichkeit erreicht wird! Dies gleicht einem holographischen Bild, worin jeder Teil auch alle Übrigen einschließt.

Wir sind noch nicht in der Lage, uns dieses Bild sinnlich vorzustellen, weil wir diesem Bild vollkommen entgegengesetzt sind.

Der Zerbruch der Seelen geschah mit dem Ziel, dass wir uns abgesondert voneinander empfinden und einander nicht verstehen, denn wie kann man sich mit anderen verbinden, wenn es das eigene „Ich“ nicht gibt – es vereinigt sich mit allen und bildet das einheitliche Ganze.

Wenn sich also unsere Punkte im Herzen verbinden, dann geht diese illusorische Realität der physischen Körper verloren – und es bleiben nur unsere Wünsche.

Und je mehr sich jeder von uns bemüht, sich unsere Vereinigung vorzustellen, desto eher wird er sich dem wahrhaften Blick an die echte und einzig existierende Realität nähern.

Wir müssen uns nur ihr annähern und sie enthüllen. Und somit werden wir von diesen materiellen Illusionen geheilt, die uns heute umgeben.

Aus dem Unterricht zum Buch Sohar, 30.05.2010

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Ich bitte dich, sei menschlicher!

Eine Frage, die ich erhielt: Hört der Schöpfer mein Gebet? Wird Er Seine Einstellung zu mir ändern?
Meine Antwort: Nein! Er ist unveränderlich und du bittest Ihn, Sich zu ändern…Es ist als ob du Ihm sagen würdest: „Weiß Du, gestern hast Du mich ziemlich schlecht behandelt. Ich bitte Dich, sei heute menschlicher zu mir!“ Aber wie kann Er Sich ändern?
Wenn du betest, bittest du den Schöpfer, dich selbst zu ändern, und dann wirst du eine andere Haltung von Ihm spüren.
Wie ein kleines Kind, das denkt, dass seine Eltern ihre Einstellung zu ihm ändern sollten. Sie behandeln das Kind immer mit Liebe, es aber sagt: „die Mutter ist böse!“

Wie kann man nun machen, dass die Mutter „gut“ ist? Sich selbst ändern!
Aus einem Unterricht nach dem Artikel „Unterschied zwischen dem Schatten der Heiligkeit und dem Schatten der Anderen Seite“, „Shamati“, 04.06.2010

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Die gesamte Arbeit besteht in der Klärung

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man nach dem Unterricht überprüfen, wieweit man vorangekommen ist?

Meine Antwort: Das Wichtigste ist die Klärung: was will ich, will ich das um meiner selbst oder um des Gebens willen, habe ich dabei eine Verbindung mit Freunden, brauche ich sie oder nicht, handle ich aus dem egoistischen Verlangen heraus oder mit der Absicht zu geben, von Seiten des Schöpfers oder der Schöpfung, über meinem Egoismus oder in ihm drin? Das gesamte Vorankommen basiert auf einer solchen Selbstanalyse.

Es ist möglich, dass diese Klärungen nach einem guten Unterricht mir meinen schlechten Zustand enthüllen, doch sie werden in jedem Fall genauer sein, und das bedeutet, dass ich vorankomme!

Jeder Tag muss ein einfaches Ergebnis mit sich bringen: morgen bzw. zum nächsten Unterricht muss ich mit einem klareren Verlangen kommen.

Ungeachtet dessen, ob ich will oder nicht – das wird ohnehin von oben gegeben. Doch wird dieser Zustand präziser?

Es kann durchaus sein, dass die Klärung dazu führt, dass ich in einer Sackgasse lande und sich alles in Nebel hüllt. Doch das bedeutet ebenfalls eine größere Klarheit und Klärung!

Das Licht, das ich während des Unterrichts empfange, liefert mir Begriffsklärungen. Ungeachtet dessen, ob sie positiv oder negativ sind, lässt mich das eine genauere Analyse durchführen, um mich selbst, meinen Zustand in bezug auf den Schöpfer und das Ziel – in alle Richtungen – einschätzen zu können.

Auf diese Weise wirkt das Licht auf das Verlangen – wenn es dieses für mich ausleuchtet, sehe ich mehr darin.

Selbst wenn ich plötzlich ganz aufhöre, auch nur irgendetwas darin unterscheiden zu können, und völliges Chaos und Nebel, die vorher nie da gewesen sind, sich breit machen, bedeutet das auch, „mehr“ zu sehen. Das sind auch Stufen der Erkenntnis.

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Wie aus Licht und Finsternis Buchstaben geboren werden

Sohar, Kap. „Tezaveh„, Punkt 18: Als das Licht von „Buzina“ im Buchstaben „Yud“ zu leuchten begann, weiteten sich aus einem Teil des Leuchtens drei Punkte vom Yud aus… und die mittlere Linie wurde zu zwei Linien…

Diese vier Punkte weiteten sich aus und wurden zu einem Palast… Und in jedem der beiden Buchstaben „Hej“ gibt es aber nur vier Punkte und nicht alle neun, so wie im „Yud„. Der Grund dafür ist, dass jeder nur eine Eigenschaft von „Yud“ hat, der eine hat Toch und der andere Sof.

Baal HaSulam erklärt, dass im Buchstaben „Yud„, in seinem Punkt, der vom Schöpfer „aus dem Nichts“ erschaffen wurde, alles enthalten ist.

Das Licht und dieser Punkt, der aus dem Nichts erschaffen wurde, sind zwei absolute Gegensätze, das runde Licht und die gleiche runde Finsternis ihm gegenüber.

Wie lässt das Licht, indem es innerhalb des Verlangens arbeitet, unterschiedliche Formen in diesem Verlangen entstehen? Warum wirkt das Licht nicht gleichmäßig auf das Verlangen, wenn sie sich gegenüberstehen?…

Das Geheimnis liegt darin, dass das Licht auf das Verlangen nicht einfach wie das Gute auf das Böse oder wie das Licht auf das Dunkel einwirkt, denn in diesem Fall wäre der kleine schwarze Punkt „Jesh mi Ajn“ (aus dem Nichts erschaffen) einfach nur größer geworden.

Doch in dem Licht ist das Ziel der Schöpfung, den Geschöpfen Genuss zu schenken, verborgen, das Verlangen des Schöpfers, der Schöpfung nicht nur Erfüllung, sondern auch das innere Wesen zu schenken, d.h. die Schöpfung Sich selbst ähnlich werden zu lassen.

Das heißt, das Licht trägt zwei Eigenschaften in sich, während es auf den Punkt der Finsternis einwirkt. Deshalb vergrößert sich dieser dunkle Punkt nicht nur, sondern weitet sich noch aus. Dadurch entstehen solche Formen, die sich Buchstaben nennen.
Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 31.5.2010

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Das stärkste Heilmittel

Baal HaSulam erklärt, wodurch sich die Beschäftigung mit Kabbala von allen anderen Beschäftigungen des Menschen in dieser Welt unterscheidet.

Hier nützen dem Menschen keine besonderen Eigenschaften, die ihm in dieser Welt eigen sind: Verstand, Weisheit, schnelles Denken, Intelligenz, Wissen – nichts davon.

Nur das Licht, das auf ihn einwirkt, wird ihm helfen, weiterzukommen – nicht durch Wissen, sondern durch Korrektur!

Darum ist das Studium der Tora eine Art Heilbehandlung, der wir uns unterziehen (während des Kabbala-Unterrichts), wie ein Mensch, der ärztliche Hilfe in Anspruch nimmt.

Wenn er konsequent die Behandlung durchläuft, weil er weiß, dass er gesund werden muss, wenn er das will und die Heilung auch erwartet, wenn er sich jedes Mal darauf vorbereitet, dass der Heilungsprozess erfolgreich verläuft, dann wird das – nach mehreren Behandlungen – eintreten.

Aus diesem Grund müssen wir uns selbst prüfen, mit welcher Absicht wir an das Studium, besonders an das Lesen des Buches Sohar, herantreten, denn das ist das stärkste und effektivste Mittel gegen unsere Natur.

Außerdem muss ich mich auch nach dem Unterricht – nach dieser „Heilbehandlung“ – prüfen und einschätzen, ob ich dem Ziel, dem Geben und der Liebe, der Bereitschaft, mich mit der Gruppe zu verbinden, der Größe des Ziels auf irgendeine Weise nähergekommen bin.

Dann nehme ich die Wichtigkeit des Ziels, die Bedeutsamkeit der Spiritualität, des Schöpfers stärker wahr, und das gibt mir die Energie und das Verlangen, weiterzukommen.

Darum ist es nicht wichtig, wie viel wir von dem, was im Buch Sohar steht, verstehen. Keiner kann hier Ansprüche erheben, selbst wenn er die Sprache, in der der Sohar gelesen wird, nicht versteht oder alles, worüber der Sohar erzählt, ihm fremd und unbekannt vorkommt.

Selbst diejenigen, die ihr Leben lang die Tora in ihrer einfachen Deutung studiert haben, wissen nicht, worum das Geschriebene im Buch Sohar handelt, sie sind noch verwirrter als diejenigen, die die Tora niemals studiert haben.

Deshalb müssen wir nur unser Herz (und nicht unser Gehör oder Verstand) öffnen, um das Heilmittel zu bekommen, damit unser egoistisches Herz sich unter Einwirkung des „Wundermittels“ (Sgula), das das Lesen des Buches Sohar mit sich bringt, in ein altruistisches verwandelt.

Jedes Wort, das wir im Sohar lesen, müssen wir als eine Tropfinfusion annehmen. Denn die Lichter kommen tropfenweise zu uns. Aus diesem Grund nennen sie sich „Tropfen des Glücks“ („Masalot“ stammt von „Nosel“ – heruntertropfen).

Daher müssen wir nur geduldig darauf warten, dass dieses Heilmittel, Tröpfchen für Tröpfchen, zu wirken anfängt, bis wir das „absolute Glück“ erreicht haben.

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Beharrlichkeit ist der Schlüssel zum Heilungsprozess


Wir werden vom Höheren Licht beeinflusst, das uns über unser egoistisches Verlangen erhebt. Dennoch werden wir später aus eigener Kraft aus diesem Verlangen herauskommen müssen. Wenn das Licht uns erhebt, erscheint es uns, als würden wir aus Ägypten fliehen. Können wir jedoch wirklich aus Ägypten fliehen, wenn es sich in uns befindet, wenn es unsere wirkliche Natur ist?

Dies bringt uns zur Frage: Was bedeutet es, dass wir uns in der Wüste befinden? Es ist, wenn Ägypten zu mir zurückkehrt und ich habe aus jedem Teil von ihm herauszutreten. Dies wird die 40 jährige Reise durch die Wüste genannt. Dies geschieht, wenn ich folgend mein Verlangen vermehre und wahrnehme, wie ein Embryo seine Organe der Reihe nach entwickelt, eins nach dem anderen. Zuerst entwickelt sich ein Teil, dann ein anderer und die Entwicklung bewegt sich in eine (bestimmte) Richtung gefolgt von einer anderen, wobei sie verschiedene Hürden und Probleme bewältigt. Der Prozess des Seelenwachstums und der Seelenentwicklung ist gleich einem Embryo im Mutterleib.

Wir müssen dankbar dafür sein, das Buch Sohar zu haben, denn es ist das Mittel zur Erlösung, das uns von einem Tag zum nächsten ändert. Dennoch werden wir das Resultat nicht verspüren, bevor dieses Hilfsmittel in vollem Maße zu funktionieren beginnt. Es wirkt schrittweise, wie Medizin, die für einen kranken Menschen verschrieben wurde, der es täglich einzunehmen hat, jedoch erst nach einigen Wochen beginnen wird, sich besser zu fühlen.

Einstweilen fährt er damit fort, die Medizin täglich einzunehmen, jedoch fühlt er sich noch elender. Das gleiche geschieht mit unserer spirituellen Entwicklung. Deshalb müssen wir beharrlich sein und beständig mehr Bemühungen hinzufügen, selbst wenn es scheint als würde die Medizin nicht wirken – bis unser Kelch überläuft.

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Korrektur in drei Linien

Vorwort zum Sulam Kommentar: Die Rechte Linie kämpft gegen die Linke und will das Licht Chochma der Linken Linie aufheben, um allein das Licht Chassadim herrschen zu lassen. Umgekehrt will die Linke Linie das Licht Chassadim der Rechten Linie aufheben und allein das Licht Chochma herrschen lassen. Aufgrund dieses Streites leuchtet keine von beiden, da dem Licht Chassadim der Rechten Linie das Licht Chochma fehlt, und es ist wie ein Körper ohne Kopf. Und das Licht Chochma der linken Linie ist völlige Dunkelheit, weil es ohne das Licht Chassadim nicht leuchten kann. Für diesen Streit gibt es keine Korrektur, außer durch die Mittlere Linie, die durch den Menschen geschaffen wird, welcher mittels des Gebets dorthin aufsteigt und sich mit dem höheren Licht verbindet… und die Linke Linie zwingt, sich mit der Rechten zu verbinden.

Zwei Linien, die rechte und die linke, werden uns von oben gegeben, doch die Mittlere Linie ist unsere Arbeit. Wir erheben eine Bitte (MaN) um den Schirm und gelangen dadurch zu Korrektur: die Rechte und die Linke Linie verbinden sich, indem sie einander ergänzen und einen Kompromiss erreichen. Es handelt sich um den freien Willen eines Menschen, der sich in ein bereits fertiges mechanisches System der Rechten und der Linken Linie einordnet und dort eine neue Eigenschaft erschafft, die es vorher nicht gab, das Verlangen, dem Schöpfer ähnlich zu sein.

Ich handle durch den Glauben über dem Verstand, durch das Verlangen, das von nichts abhängt, was auch immer geschehen mag. Mich interessiert weder die Rechte noch die Linke Linie, weder Chassadim noch Chochma. Für mich ist nur wichtig, mich mit dem Schöpfer zu verbinden. Deshalb empfinde ich das nicht als Kompromiss (denn die eine Linie kann sich vor der anderen nicht annullieren), sondern lediglich als ein Mittel die Einheit zu erreichen. Deshalb ist dieser Kompromiss auch möglich!

Das ist so, als ob ich zu zwei Menschen kommen würde, die sich wild streiten, und keiner von beiden ist auch nur im Geringsten bereit, von seiner Meinung abzulassen. Doch ich habe nicht vor, sie zu vereinigen und zu versöhnen. Ich habe ein höheres Ziel, ich will etwas Höheres erreichen. Gleichzeitig möchte ich die Kräfte dieser beiden Linien nutzen.

Ich setze ein Ziel, das höher ist als alles andere – ich will mich dem Schöpfer angleichen und mit Ihm verschmelzen. Dann können sich die beiden Linien verbinden und einander ergänzen. In Bezug auf dieses Ziel empfinden sie sich als vollkommen.

Keine der beiden erreicht, was sie will, doch sie geben sich aufgrund ihrer Teilnahme an der Erreichung des Ziels zufrieden. Es leuchtet ihnen die Mittlere Linie, sie ist klein im Vergleich zu den beiden anderen, doch ergründet sie die Vollkommenheit des Schöpfers. Und diese ist eine höhere Vollkommenheit, als die, die jede von ihnen von selbst erreichen könnte, denn sie kommt von der Verschmelzung mit dem Schöpfer.

Aus dem Unterricht am 30.05.2010

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Was bedeutet „Befehl“ in der Spiritualität?

Eine Frage, die ich erhielt: Das Kapitel aus dem Sohar, das wir jetzt lesen, heißt „Und du befehle mir“ (Tezaveh). Was bedeutet eigentlich „Befehl“ in der Spiritualität?

Meine Antwort: Dies ist ein Befehl, der auf uns auferlegt ist. Und obwohl wir uns in die Arbeit des Schöpfers einreihen, vor allem sollen wir uns ständig bemühen, unseres Wunsches und des Grundes unserer Erschaffung bewusst zu sein.

Denn wir sind ohne diesen Gedanken keine Geschöpfe. Als ein Geschöpf wird derjenige bezeichnet, der auch empfindet, dass er sich in einem dem Schöpfer entgegengesetzten Zustand befindet.

Aber dieses Verständnis genügt immer noch nicht. Es ist nur das erste Begreifen der eigenen Natur. Danach soll der Mensch versuchen, sich dem Schöpfer anzugleichen. Erst dann enthüllt er, dass er dazu überhaupt nicht in der Lage ist.

Wenn er aber weiterhin danach strebt, das nächste Niveau des Begreifens seiner Natur zu erreichen, enthüllt er noch, dass er sich dem Schöpfer gar nicht angleichen WILL.

Somit ist er nicht nur dem Schöpfer entgegengesetzt und nicht dazu fähig, Ihm ähnlich zu werden, sondern er WILL es auch nicht.

Gleichzeitig erhöht der Mensch in seinen Augen jedes Mal die Wichtigkeit des Schöpfers, die Wichtigkeit des Ziels und sieht den eigenen Zustand als erniedrigend und winzig.

Er setzt fort, weiter zu suchen und nur dann versteht, dass zwischen den Seelen ein System der Verbindung existiert, woraus er die zusätzlichen Kräfte bekommen kann. Dann wird er sich wirklich wünschen und es auch schaffen, sein Gegenteil zum Schöpfer zu enthüllen sowie entdecken, dass er keine Möglichkeit und auch kein Verlangen danach hat, sich dem Schöpfer anzugleichen

Zugleich wird er die dringende Notwendigkeit in der Korrektur, in der Möglichkeit, dem Schöpfer zu geben, empfinden – die viel größer ist, als seine anfängliche Notwendigkeit.

Folglich wendet sich der Mensch an Ihn, mit solch „schwerer Ausrüstung“, die er mit der Kraft der Gruppe erworben hat, mit der Eigenschaft der Bürgschaft, innerhalb welcher der Schöpfer existiert und dieses System unterstützt, weil er die nötige Bitte ausformuliert hat. Und davor kann er keine richtige Bitte empfinden.

Auf diesem Wege erreicht der Mensch die Einwirkung des Lichtes, die ihn zur Quelle zurückführt. Somit verwirklicht er seine Wahlfreiheit und kommt zu einem Zustand, in welchem der Schöpfer ihm die Kräfte gibt.

Dann beginnt er zu sehen, was er innerhalb dieses Lichtes korrigieren soll, wie es auch geschrieben steht: „In Deinem Licht werden wir das Licht sehen“. Der Mensch beginnt, den Befehl des Schöpfers zu verstehen – was genau korrigiert werden soll, nämlich seine 613 nicht korrigierten Eigenschaften, eine nach der anderen.

Er versteht, worin jede Eigenschaft, jede Kraft und jeder Wunsch verdorben ist, wie diese zu korrigieren sind und was er aufgrund der Korrektur erwirbt, wie er auf das gesamte System einwirkt und dadurch auf den Schöpfer, indem er Ihm die Möglichkeit sich zu enthüllen gibt.

Auf diese Weise geht er schrittweise den gesamten Prozess der Tora und der Gebote durch, korrigiert alle Wünsche durch die Absicht zu geben um des Gebens willen und sogar zu empfangen um des Gebens willen, das heißt wenn man nicht für den eigenen Genuss, sondern um des Schöpfers willen das Licht empfängt.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 31.05.2010

Wer bist du: Der Reiche oder der Arme?

Sohar, Kap. „Wajikra, P.129: … Die Opferung der Armen ist die Leichteste: zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben. Und falls nicht, bringt er ein bisschen Mehl und findet daher Vergebung. Zu dieser Zeit, ist es verkündet und gesagt, „Denn er hat nicht verachtet noch verabscheut das Flehen [Gebet, Bitte] des Armen,“ da die Opferung des Armen die am höchsten gepriesene ist.

Es geht hier um einen Menschen, mit welcher Dichte des Wunsches (Awijut) er um des Gebens willen arbeiten kann. In dem Maß, wie sich ihm sein Wunsch zu empfangen enthüllt, nimmt er daraus Teile von der linken Seite, die immer grober und größer sind, und wenn er mit ihnen um des Gebens willen arbeiten kann, wird er ein Reicher genannt.

Und wenn er von seinem Wunsch nur kleinere, schwächere Teile um sie zum Opfer zu bringen (das heißt sie dem Schöpfer näher bringen) nehmen kann, wird er ein Armer genannt. Das Wort „Opfer“ („KuRBan“ auf Hebräischen) kommt vom Wort „leKaReV„, etwas näher bringen.

Je nach welchem Teil des Verlangens zu empfangen der Mensch dem Schöpfer jeweils näher bringt, indem er diesen Teil um des Gebens willen benutzt, wird er Armer oder Reicher genannt. Der Reiche bringt mehr, der Arme weniger, je nachdem, wie groß der Anteil des Wunsches ist, mit dem er um des Gebens willen schon arbeiten kann.

Das „Opfer“ wird der Wunsch genannt, den ich früher für reinen Selbstgenuss verwendet habe, und jetzt bringe ich ihn dem Schöpfer näher, indem ich diesen Wunsch aus Empfangenden zum Gebenden verwandle. Denn durch diesen neuen Wunsche habe ich mich dem Schöpfer angenähert, einen Schritt nach vorne auf dem Leiter der Stufen gemacht.

Aus einem Unterricht nach dem Buch Sohar, 21.05.2010

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Der Sohar ist für diejenigen bestimmt, die nach Licht streben

Das Buch Sohar ist für die Menschen geschrieben, die das Ziel der Schöpfung erreichen wollen und nach dem Licht streben, das zum Ziel der Schöpfung, zur Quelle, zurückführt.
Denn ohne das Licht ist es nicht möglich, unsere Verlangen zu korrigieren und in ihnen den Schöpfer zu enthüllen.
Deshalb kann das Buch Sohar, wie auch die ganze Tora, entweder zu einem „Lebenselixier“ oder zu einem „tödlichen Gift“ werden.

Der Mensch muss überprüfen, mit welcher Absicht er an das Studium des Buches Sohar und der Tora allgemein herangeht.
Wenn er mit Hilfe des Studiums das Licht, das zur Quelle zurückführt, erlangen will, wird die Tora für ihn zu einem Lebenselixier, wie geschrieben steht: „Ich erschuf den bösen Trieb und gab die Tora zu seiner Korrektur, weil das Licht, welches sich in ihr verbirgt, zur Quelle zurückführt“.

Wenn der Mensch aber nicht nach Geben, d.h. zurück zur Quelle strebt, sondern den Sohar studiert, von dem Verlangen getragen zu genießen, sich zu erfüllen und andere Ziele verfolgt, was „Götzendienst“ bedeutet, dann wird sein Studium zu einem „tödlichen Gift“ und entfernt ihn von dem Ziel der Schöpfung.

Deshalb müssen wir uns vorsehen und daran denken, dass wir während unseres ganzen Studiums, besonders während des Lesens des Buches Sohar, unsere Verlangen vorbereiten, damit sie vom Schöpfer die Kraft zu geben erhalten und Er sich in dieser Kraft enthüllen kann.

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