Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Die Beunruhigende Sprache Von Parzufim und Sefirot


Wenn ich den Sohar erkläre, zeichne ich oft Formeln und Zeichnungen, und manche Leute möchten mehr sinnliche Erklärungen. Jedoch, wenn ich auf diese Zeichnungen sehe, stellen sie mir Gefühle dar, so wie Bina, Malchut, Yesod oder Joseph in der Mitte, Jacob oder Tifferet, Abraham, Isaak und so weiter. Dies sind unglaublich starke Mächte- eine ganze Welt mit einer Vielzahl von Details. Du verstehst es nur noch nicht.

Es ist so ähnlich wie bei einem Musiker der auf einige Linien und Kreise sieht, die auf einem Stück Papier gezeichnet sind und er Musik hört, oder wie bei einem Arzt der auf ein Röntgenbild schaut und über das bösartige Bild das er sieht, entsetzt ist. Einstweilen reagieren wir nicht auf die selben Bilder gleich, da wir nicht wissen wie diese Sprache zu interpretieren ist. Wie auch immer, Schritt für Schritt kommen wir dem Gefühl der spirituellen Welt näher, während wir studieren.

Baal HaSulam fügte zum Orginaltext des Sohar eine Erklärung mittels der Sprache der Kabbala hinzu. Er erklärt es mit Begriffen von Parzufim und Sefirot und allmählich beginnen wir zu spüren, dass es das selbe aussagt wie der Orginaltext im Sohar. Wir werden diese Sprache zu verstehen beginnen, bis wir „Spezialisten“ darin werden, wie Musiker oder Ärzte ihre Sprache verstehen. Die Sprache der Kabbala wird es uns ermöglichen eine klare Empfindung zu haben und dann werden wir beeindruckt sein über das was wir lesen.

Zum Beispiel nehmen wir den Satz, „Und Joseph ging durch das ganze Land Ägypten“. Weisst du wie viele Gefühle in diesem Satz enthalten sind? Es sollte dich zu Tränen rühren. Wir müssen lernen zu fühlen wie der Wunsch zu geben, den Wunsch zu bekommen übertönt, wenn es sich einschwingt und wie sie zusammen arbeiten und so weiter. Letzendlich wird jedes Wort des Sohar in dir mitschwingen und große innerliche Veränderungen hervorrufen.

Wir brauchen nur erwarten das es in uns geschieht.

Das letzte Mittel

Die gesamte Korrektur beginnt mit der Erkenntnis des Bösen, wie geschrieben steht: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf die Tora als Mittel zu seiner Korrektur“.

Wäre das von dem Schöpfer extra erschaffene Böse nicht enthüllt worden, wer würde sich dann korrigieren wollen?

Doch das Empfinden des Bösen, das Leiden, treibt uns sogar zur eigenen Korrektur! Obwohl wir anfangs alles, die ganze Welt von außen verändern wollen, stimmen wir später dennoch zu, dass wir uns selbst verändern müssen!

Diese Veränderung muss jeder Mensch, jedes Volk, jede Gesellschaft, unsere gesamte Zivilisation durchlaufen.

Die Korrektur kann nicht beginnen, ohne dass ich eine Notwendigkeit darin sehe, d.h. ich muss spüren, dass es mir gerade ohne die Korrektur schlecht geht!

Deshalb müssen wir uns entwickeln, unseren Egoismus wachsen lassen und in ihm verschiedene Schläge und Probleme, Leere, Verlust von Erfüllung und Hoffnung sowie vollkommene Unfähigkeit, dies auch nur im Geringsten zu ändern, enthüllen.

Und wir suchen danach, wie wir die Welt verändern können, bis wir feststellen, dass das Böse in uns an allem schuld ist. Und dann entdecken wir, scheinbar zufällig, die Kabbala für uns…

Doch jemand musste sie für mich in Form von Büchern und Internetseiten vorbereitet haben, denn meine eigene Natur, die in der Eigenschaft zu empfangen und sich zu füllen gefangen ist, ist nicht in der Lage, einen Kontakt mit der äußeren Welt herzustellen, um den Schöpfer unmittelbar wahrzunehmen. Dazu brauche ich anfangs äußere Mittel: den Lehrer und die Bücher.

Für gewöhnlich wird dieses Wissen von Mensch zu Mensch überliefert – von denjenigen, die die Verbindung zur spirituellen Welt bereits erlangt haben.

Diese Verbindung zur spirituellen Welt muss bereits vor mir in der Welt existieren, sonst werde ich als totaler Egoist niemals eine Ahnung von der Spiritualität bekommen können. Ich werde versuchen, mich nur auf der Ebene dieser Welt von den Leiden zu befreien.

Aus diesem Grund ist die Verbreitung des Wissens über die Wissenschaft der Kabbala notwendig. Und die Menschen, die sich in dieser Welt bereits innerlich leer fühlen, werden sie als Methode zu ihrer absoluten Erfüllung entdecken.

Dann werden sich die zwei Bedingungen für den Anfang der Korrektur erfüllen: 1. einerseits geht es dem Menschen schlecht, 2. andererseits hat sich ihm eröffnet, dass es ein Mittel gibt, damit es ihm besser geht. Und er wird allmählich damit anfangen, sich zu korrigieren und das Ziel seiner Schöpfung in sich zu realisieren.

In unserer Generation wird noch die erste Bedingung geklärt. Der Mensch versucht verschiedene Mittel und Methoden, um sich nur irgendwie füllen zu können, manchmal sogar durch Alkohol und Drogen, doch auch das vergeht allmählich.

Bald wird selbst die Neigung zu Drogen, Gewalt und Fanatismus verschwinden – die Menschen werden aus ihrem Inneren heraus verstehen, fühlen, dass sie damit ihre innere Leere nicht füllen können.

Das Verlangen zu genießen verändert sich, steigt zur nächsten Stufe auf. Es ist nicht mehr möglich, so weiter zu machen.

Der Mensch kann keine Beruhigung mehr in Drogen finden, er sucht nach einer tieferen Entscheidung. Doch die Menschen müssen sich bis zu einem solchen Zustand entwickeln, bis sie keinen anderen Ausweg als in der Wissenschaft der Kabbala sehen.

Man kann ihre Suche durch die Verbreitung dieser Methode verkürzen, damit alle schnell verstehen: Wir müssen die höhere, uns lenkende Kraft enthüllen – nur das kann uns helfen!

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HaWaYaH – Elokim

Sohar, Abschnitt „Wajetze“, P.176: „Die Schlüssel zu den Schätzen sind in ihrer rechten Hand“ – es ist die dritte Eigenschaft, die sie mit sich nimmt, von Ima in den Garten Eden – das Licht Chassadim, dessen Platz in ihrer rechten Hand ist, eingekleidet in Chochma und genannt „die Schlüssel zu den Schätzen“, denn sie enthüllen die Schätze Chochma.

Und ohne Schlüssel bleiben die Schätze Chochma geschlossen, wie unter Verschluss.

Was erklärt uns schließlich die Wissenschaft der Kabbala? Mit Hilfe welcher Veränderungen innerhalb unserer Wünsche, die uns schon in kleinerem Maß unterstellt sind, können wir mit dem Schöpfer verglichen werden?

In allen Wünschen ist die ursprüngliche Struktur „HaWaYaH“ vorhanden, und wir können sie nicht verändern.

Das ganze Material der Schöpfung hat den primären Abdruck, das ursprüngliche Modell bekommen, das „jud-hej-waw-hej“ genannt wird. Andernfalls empfindet dieses Material nicht, dass das Licht vom Schöpfer stammt.

Und deshalb ist dieser Abdruck verpflichtet, sich im Material aufzuhalten, andernfalls gäbe es keine Schöpfung, d.h. es gäbe nicht diejenigen, die sich als 1. empfangend, 2. vom Schöpfer empfinden würden.

Deshalb spricht man von HaWaYaH, im Sinne von Minimum, unterhalb dessen es keine Schöpfung gibt. Das Licht ist verpflichtet, sich entlang der vier vollen Stadien innerhalb eines Wunsches zu erstrecken. Das Material soll unbedingt diese Form annehmen.

Nachdem es in der Schöpfung diesen primären Abdruck des Schöpfers – HaWaYaH gibt, sprechen wir darüber, welche Formen das Geschöpf vom Schöpfer übernimmt bzw. wie es beginnt, Ihm verglichen zu werden.

HaWaYaH ist eine vollkommene Struktur. Sie ist deswegen vollkommen, weil entweder das rohe Material der Schöpfung der primäre Abdruck des Schöpfers ist, oder weil das Geschöpf sich selbständig macht, indem es sich dem Schöpfer angleichen möchte.

Sich vollkommen in HaWAYaH aufhalten, bzw. dem Schöpfer ähnlich zu sein – bedeutet, Ihm in zehn Sefirot des widergespiegelten Lichtes zurückzugeben, ähnlich den zehn Sefirot des direkten Lichtes seitens des Schöpfers.

Wie ist es möglich? Nur dann, wenn das Geschöpf die Kraft des Gebens haben wird, die es von Malchut bis Keter hinaushebt.

Diese Form des Gebens, die das Geschöpf von Malchut bis Keter annimmt, heißt „Elokim“.

Dann entsteht die Kombination zwischen HaWAYA und Elokim – die Vollkommenheit der Schöpfung bezüglich des Schöpfers.

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Fragen zu „Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 2“ (5)

Was ist das Ziel der Schöpfung?

Eine Frage, die ich erhielt: Wir sind also ein gemeinsames, vereintes Verlangen und werden alles, was uns der Schöpfer bereitet hat, empfangen müssen! Müssen wir uns dafür auf das höhere Mahl vorbereiten? Eine höhere Verbindung in uns entwickeln, damit wir gemeinsam dem Schöpfer widerstehen können? Und das, nachdem wir „Nein“ zu Ihm gesagt haben und dadurch selbständig geworden sind und unsere Scham besiegt haben? – Das ist ein Widerspruch! Der ewige Tisch und zwei Gleichgestellte – wie soll man das verstehen? Wie eine Art Reinkarnation? Es ist schwer, sich dieses Zweiteilige auch nur einen Augenblick lang vorzustellen!

Meine Antwort: Der Grund dafür ist, dass Sie, mein Lieber, einfach noch Egoist sind, d.h., Sie befinden sich nur in einer Natur. Und wenn eine andere, eine altruistische Natur beginnt, sich in Ihnen zu offenbaren, dann entsteht in Ihnen keine Schizophrenie, sondern es bietet sich Ihnen eine großartige Gelegenheit, zu verstehen, wie sich diese Gegensätze vereinen. Übrigens stellt bereits die Quantenphysik solche Naturerscheinungen fest.

Eine Frage, die ich erhielt: Kann man es so verstehen, dass meine vorläufige Sklavennatur sich nur in meinen Empfindungen, allein durch die Wahl eines Herrn, selbst bei einem Unterschied in ihren Funktionsrollen oder wahrscheinlich sogar in ihrem Wesen, verändert?

Wo soll dann das Verhältnis eingeordnet werden, bei dem ich mich frei für die Arbeit bei einem Herrn für einen guten Lohn entscheide? Wer ist er dann für mich? Ein gleichnamiger Partner?

Warum wird in der Tora das Wort „Knecht“ sowohl seitens des Schöpfers: „Fürchte dich nicht, Jakob, mein Knecht, sprach der Schöpfer“ als auch seitens der handelnden Personen: „Knecht des Schöpfers“ etc. benutzt?

Meine Antwort: Es gibt mehrere Arten der Verbindung mit dem Schöpfer: Sohn, Knecht, Ehefrau, Freund etc. Mit „Knecht“ ist der völlige Vorzug der Eigenschaft des Gebens vor der Eigenschaft des Empfangens gemeint.

Eine Frage zu „Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 3“

Eine Frage, die ich erhielt: Zitat: „Außer Dir wird niemand den Schöpfer erblicken“. Und was ist mit den anderen?

Meine Antwort: Das wird mit jedem geschehen, doch nur in seinen persönlichen korrigierten Eigenschaften.

Antworten auf Ihre Fragen zu „Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung“, Teil 1

Eine Frage, die ich erhielt: „… Keinesfalls kann Er jemandem auch nur einen winzigen Schaden zufügen oder mit Verdruss betrüben“. Doch sehe ich das Leiden der Menschen!?
 
Meine Antwort: Alles Gute, das vom Schöpfer kommt, wird von den Menschen umgekehrt, also als das Böse wahrgenommen, und zwar entsprechend dem Maß der Gegensätzlichkeit zu der Eigenschaft des Schöpfers – dem Geben und dem Lieben.
 
Eine Frage, die ich erhielt: Soll man es so verstehen, dass alle Ereignisse vom Schöpfer vorbereitet und entsprechend der EIGENHEITEN der Seele ausgelöst werden?

Meine Antwort: Alle Ereignisse sind durch den Anfangs- und Endzustand jeder Seele vordefiniert. Diese Ereignisse werden von den Seelen in einem Spektrum ihrer Zustände von  äußerstem Leiden bis zum riesigen Genuss, je nach Ähnlichkeit der Seelen dem Schöpfer wahrgenommen.

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Die Religion ist eine Rückverbindung zur Spiritualität

Die Religion wurde dem Volk Israels im Laufe der Verbannung gegeben, um das Begreifen des Übels „Egoismus“ und das Bedürfnis nach dem Licht, das zur Quelle zurückführt, zu entwickeln.

Alle übrigen Völker sollten sich auch mittels der Religionen und des Glaubens entwickeln.

Abraham teilte noch in Babylon „die Geschenke (Glauben) an die Kinder der Konkubinen aus und schickte sie nach Osten“.

Die Völker, die sich in der Nähe befanden, haben diese „Geschenke“ in Form der weltweiten Religionen bekommen: Christentum und Islam. Diese sind auch dazu bestimmt, den Menschen zum Begreifen des Übels seiner Selbstsucht zu bringen.

Diese Geschenke stammen vom Schöpfer und sollen die Menschen dem Schöpfer näher bringen.

Alle Religionen sind die „Rückverbindung“ zur Spiritualität, die im Endeffekt dem Menschen zeigen sollen, dass er sich dem Geistigen entgegengesetzt verhält.

Allmählich wird uns offenbart, dass wir an der Grenze der Entwicklung des Egoismus angekommen sind, dass unser Ego wie eine Krebsgeschwulst ist, die uns langsam auffrisst. Und dies wird uns mit Hilfe des Lichtes eröffnet.

Unsere ganze historische Entwicklung geschah unter Einwirkung des Höheren Lichtes. Das Licht macht alles – sei es direkt, oder auf Umwegen.

Das Licht entwickelt unsere Selbstsucht, und erklärt uns allmählich unsere Natur, dass wir im Übel des Egoismus existieren, wie die Fledermaus in der Finsternis, die nur die Finsternis (das, was für uns vorteilhaft ist) sieht. Dann werden wir uns dessen bewusst, was dem ganzen Übel in der Welt zugrunde liegt und richten uns in der Zukunft auf das Gute aus.

Dies sind die notwendigen Etappen unserer Entwicklung.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „, 29.06.2010

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Zwischen zwei großen Lichtern

Wir sind noch nicht in der Lage, die Arbeit von Rabash, der zum ersten Mal in der Geschichte die gesamte Methode der spirituellen Arbeit des Menschen auf konsequente und konkrete Weise beschrieben hat, richtig zu bewerten.

Es gibt kein anderes Hilfsmittel zur inneren Arbeit an der Erreichung des Schöpfers, welches mit seinem Werk vergleichbar wäre.

Es existieren verschiedene Bücher, die das leicht ansprechen, doch keins davon beschreibt den gesamten Weg der inneren Veränderung des Menschen auf eine systematische Weise.

Doch Rabash gibt klare und exakte Erläuterungen mit deutlichen Beispielen.

Er hat der Methode von Baal haSulam alles hinzugefügt, was für die praktische Umsetzung der Korrektur der gesamten Menschheit gefehlt hat.

Wir nehmen die Werke von Baal haSulam und die Artikel von Rabash und passen sie an den modernen Menschen an, indem wir alles weglassen, was ihn verwirren könnte.

Diese großen Kabbalisten haben zwei Teile der Korrekturmethode erschaffen, die heutzutage jeder Mensch braucht, um das Ziel der Schöpfung zu erreichen.

Baal haSulam verbindet uns mit der Quelle des Lichtes Or Makif, und Rabash lehrt uns, wie wir uns vorbereiten müssen, um uns mit dieser Quelle zu verbinden.

Er erzählt, wie ich mich Schritt für Schritt organisieren und meine Gedanken, meine Absichten konzentrieren muss.

Und wenn ich bereit bin, dann öffne ich ein Buch von Baal haSulam.

Baal haSulam kommt zu mir, wie Licht, von oben nach unten, und Rabash bereitet mich durch die Arbeit von unten nach oben, in Richtung Quelle, vor.

Und wenn ich diese beiden Kräfte nutze, ist mir der Erfolg garantiert.

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Und die Erde wird sich mit dem Himmel vereinen…

Sohar, Abschnitt „Wajetze“, P.60: …In der Tat ist es so in Merkawa – Abraham und Isaak sind die Rechte und Linke, und Jakob ist in der Mitte. Es steht geschrieben, „Das Land,“ Nukwa, „Auf dem du liegst.“ Daher sind sie alle zusammen eine heilige Merkawa, die drei Linien mit Nukwa.
Und hier sah Jakob, dass er der Ranghöchste/Älteste unter den Patriarchen sein würde.

Im Sohar wird viel über Linien erzählt, insbesondere über die von Abraham und Isaak, die sich in einem Gegensatz zu einander befinden. Denn wir fühlen noch nicht, wie schwer es für einen Menschen ist, mit Absichten, die gegensätzlich sind, zu arbeiten. In unserer Welt arbeitet alles in eine Richtung. Wenn ich jemandem etwas mit einer Absicht gebe, dass es mir gut tut, bedeutet das eigentlich nicht, dass ich gebe oder dass ich in zwei Richtungen arbeite. Das ist eine Handlung, die nur in eine Richtung ausgerichtet ist: Für mich selbst. Wenn wir beginnen, außerhalb des Verlangens zu empfangen zu arbeiten, schließt sich jedes Element in zwei gegenteilige Aspekte ein, in die Absicht oder in die Handlung.

Deshalb gibt es hier immer solche Berechnungen, auf die der Sohar nicht umsonst die ganze Zeit hinweist, als ob er immer wieder sagen müsste, wo Abraham, Isaak oder Jakob sind, wo sich die rechte Linie oder die linke Linie befinden. Denn auf jeder Stufe ist die Arbeit in den drei Linien sehr schwierig. Das ist das Vereinen des Verlangens zu genießen, das keinen Bezug zum Spirituellen hat, mit der Absicht des Gebens, und das Verlangen, dass dieser Wunsch zu einer aktiven, grundlegenden spirituellen Handlung wird.

Aus einem Soharunterricht , 14.06.2010

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Sich aus der Macht der Täuschung befreien

Eine Frage, die ich erhielt: Was für ein Spiel ist das, die Freunde als  herausragende Persönlichkeiten zu spüren?

Meine Antwort: Das ist kein Spiel, sondern eine Überwältigung der Verhüllung. Mein Egoismus versteckt vor mir die anderen, und mich vor den anderen, und lässt mich die Welt der Unendlichkeit nicht sehen.
Ich befinde mich auch jetzt in der Unendlichkeit, aber ich sehe vor mir  ein relativ freudloses Bild…

So malt mir mein Egoismus die andere Menschen: einer ist hässlich, der andere dumm, der dritte faul, der vierte ein Lügner. Aber in der Tat ist alles anders. Das hier ist das Bild in mir, in meinem Egoismus.

Wenn vor mir meine Kinder, die ich liebe, wären, wie würde ich sie sehen? Sie würden mir als vollkommen erscheinen, denn „Liebe deckt alle Übertretungen zu.“ (Sprüche 10:12). Ich würde sie mit allen ihren Mängeln lieben.

Deshalb ist mein Ego an allem schuld, ich sehe nichts außer ihm! In dem hinteren Bereich des Gehirnes habe ich einen Schirm.

Es ist, als würde ich die Welt mit meinen Augen sehen, aber sie kommt durch die Prismen meines Egoismus hindurch und wird auf diesen Schirm im Gehirn projiziert.

Alles hängt nur von meiner Einstellung ab, von dem, wie ich mich einstelle, um die Welt zu sehen.

Also ich muss mich auf die Gruppe so ausrichten, dass ich alle Freunde wie große, herausragende Persönlichkeiten unserer Generation sehe, die vollkommen korrigiert sind.

Ist das ein Spiel? Das ist einfach eine Abschaffung der egoistischen Täuschung! Das ist eine rationale Handlung. Außerhalb von mir befindet sich die Welt der Unendlichkeit, und ich befinde mich schon jetzt in ihr.

Ziehe die ganze Schale (Klipa), die dir die Welt der Unendlichkeit in so einem ärmlichen, entgegengesetzten Zustand verzerrt zeigt ab, und du wirst die Unendlichkeit spüren!

Versuche erst einmal zu spielen, gib dir Mühe. Versuche zu sehen, als ob wir schon korrigiert, groß und miteinander verbunden  wären.

So können wir ein sehr starkes umgebendes Licht anziehen, und es korrigiert unsere Natur. Anstelle des Egoismus kommen wir zum Geben.

Das ist ein sehr einfaches Prinzip, es ist ganz reell, verwirklichbar, umsetzbar, ganz ohne Mystik.

Wir versuchen mit allen unseren Kräften, uns in einem korrigierten Zustand zu sehen und dementsprechend bekommen wir die innere Kraft, die in diesem korrigiertem Zustand enthalten ist.

Wir regen das System durch unser Verlangen zum Handeln an. Das sind die praktischen Maßnahmen der Korrektur.

Aus einem Unterricht über Artikel von Rabash, „Wichtigkeit der Freunde I“, 10.06.2010

Kabbala Akademie

Alles beginnt mit einem Geheimnis

Es steht geschrieben: „Die ganze Tora beginnt beim Geheimnis (Sod)“. PaRDeS (schrittweise Erkenntnis der spirituellen Wirklichkeit) beginnt mit Sod (Geheimnis) und endet mit Pshat (Wissen, einfache Deutung).

Im Moment spüren wir nicht, dass wir vor einem Geheimnis stehen, dass alles dicht verschlossen ist. Pshat bedeutet, dass alles einfach, verständlich und enthüllt ist – das ist die letzte Stufe der Erkenntnis.

Wenn wir mit der Erkenntnis der Spiritualität beginnen, steigen wir von unserer Welt in die Welt Assija auf, wo wir Sod (das Geheimnis) enthüllen, dass alles für uns ein Geheimnis, alles vor uns verborgen ist. Auf diese Weise enthüllen wir in der Welt Assija.

Wenn wir in die Welt Yezira aufsteigen, enthüllen wir Drush (Klärung), und wenn wir die Welt Brija erreichen, enthüllen wir dort Remes (Andeutung).

Wenn wir aber die Welt Azilut erreichen, wird sich uns Pshat (das Wissen) enthüllen, und alles wird vor uns offen sein – das einfache höhere Licht, das die gesamte Realität füllt.

Aus einem Soharunterricht, 25.06.2010