Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Wenn die Zeit verschwindet

„Vorwort zum Buch Panim Meirot“, Punkt 12: Das ist die geheime Bedeutung der Existenz von Zeit in unserer Welt.

Zunächst teilten sich die zwei oben genannten Gegensätze in zwei voneinander getrennte Wesen auf, also in ein System von reinen Welten und Sitra Achra, was der verborgene Sinn des Gesagten ist: „Eines gegenüber dem Anderen erschuf der Schöpfer“, in denen sich immer noch keine Korrektur verwirklichen kann, da sie sich in einem Träger befinden müssen – dem Menschen.

Somit brauchen wir die Existenz von Zeit, damit diese zwei Gegensätze im Menschen einer nach dem Anderen entstehen.

Es ist unmöglich, die zwei Gegensätze – die Eigenschaften des Schöpfers und der Schöpfung – sofort direkt miteinander zu verbinden.

Aus diesem Grund müssen wir uns schrittweise fortbewegen, indem wir zuerst in ein leeres Verlangen eintauchen und dann die Korrektur vornehmen und uns mit dem Licht erfüllen, und darauf folgen wieder die Leere, die Korrektur und das Licht.

Während wir auf diese Weise ab- und aufsteigen, kommen wir von unten nach oben voran, indem wir unser Verlangen vergrößern und es durch die Absicht zum Geben korrigieren.

Nur diese Veränderungen geben uns das Zeitempfinden. Und wenn sich das Verlangen und die Absicht in uns nicht verändern würden, hätten wir die Zeit nicht wahrgenommen und würden in einem unveränderlichen Zustand bleiben. Deshalb gibt es in der Welt der Unendlichkeit, wenn alles bereits korrigiert ist, keine Zeit.

Sich in dem spirituellen Raum zu befinden bedeutet, sich an einen Zustand, an ein Prinzip, das über allen Dimensionen liegt, anzuheften. Deshalb empfinden wir dort keine Zeit.

Dieser Zustand ist uns sogar aus dem alltäglichen Leben bekannt: wenn wir mit Spielen oder Arbeiten beschäftigt sind, merken wir nicht, wie die Zeit vergeht.

Wahrscheinlich durchlaufen wir eine Menge Zustände, doch darüber hinaus sind wir auf einen einzigen Punkt fixiert – dann nehmen wir die Zeit nicht wahr.

Das heißt, die Zeit hängt nicht davon ab, wie wir uns durch Auf- und Abstiege, durch Zustände des Klein- und Großseins bewegen, sondern inwieweit wir dieser einen Richtung, dem einzigen Punkt der Verschmelzung, trotz aller Schwankungen ergeben sind. Dann empfinden wir die Zeit nicht.

Deshalb erheben wir uns in der spirituellen Welt über die Zeit. Denn den Machsom zu durchqueren bedeutet, sich an dieses Prinzip zu halten. Dann fängst du an, wahrzunehmen, was es bedeutet, über der Zeit zu sein.

Hier gibt es nichts Mystisches – wir erheben uns in unseren Empfindungen über die Dimensionen, und aus diesem Grund verschwindet die Zeit.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 07.07.2010

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Zur Frage über die Wahrnehmung der Realität

Die Frage: Wie stellt man sich die Prozesse vor, die in den Geisteswelten geschehen, die wir in der Wissenschaft der Kabbala studieren? Wo und wann geschieht alles oder ist es schon geschehen?

Meine Antwort: Diese Prozesse sind schon in unseren Wurzeln geschehen, und wir erkennen sie, wenn wir von unten nach oben hinaufsteigen. Aber das alles kam „bereits“ zustande.

Die Zeit in der Spiritualität – ist die Reihenfolge der kausalen Handlungen. Der Schöpfer hat den Wunsch zu genießen geschaffen, dann bekam dieser Wunsch das Licht, und späterer probte er die Scham und zog sich folglich zusammen, er hat die Entscheidung über das anti-egoistische Erhalten (der Bildschirm-Absicht) getroffen und hat begonnen, im Maß seiner Fähigkeit zu bekommen, um weiterhin zu geben, usw.

Das heißt wir studieren die aufeinanderfolgende Handlungkette, die noch davor geschah, ehe wir begonnen haben, uns zu empfinden.

Ich werde also geboren – und ab diesem Augenblick beginne ich, mich zu empfinden. Man sagt mir, dass auch vor meiner Geburt die Menschen lebten – aber ich weiß nicht genau, was „vor mir“ bedeutet. – Ich beginne die Realität wahrzunehmen, nur mit dem Zeitpunkt meiner Geburt. Dann kann ich wohl sagen, dass „laut meiner Wahrnehmung der Realität“ es hier noch die anderen Menschen gibt, die früher als ich geboren sind, oder die früher lebten und schon gestorben sind.
Aber das alles existiert nur in meiner Realität, in der ich geboren bin und lebe. Sie existieren in Form der Gestalten in meinem Kopf. Wir arbeiten nur mit dem inneren Wunsch – ihn muss man aufklären.

Deshalb, fängt meine Realität mit meiner Geburt an. Und alles, was angeblich davor geschah, halte ich für die Vorbereitung auf meine Empfindung – das heißt, es geht um den Schöpfer, um Seine Handlungen, die Er in mir als Vorbereitung tat, damit ich von Anfang an beginne, solche Welt und solche Realität zu empfinden.

Aber wer sind der Vater und die Mutter und alle übrigen mich umgebenden Menschen, und warum handeln sie auf diese Weise? Der Schöpfer hat für mich ein solches System vorbereitet, das sich um mich sorgt. Die ganze Welt, die ich vor mir sehe, ist vom Schöpfer für meine Arbeit vorbereitet.
Deshalb ist unser ganzes Leben mit diesen geistigen Prozessen verbunden, es soll uns zum geistigen Erwachen und der Enthüllung der neuen Empfindungen bringen. Und du dachtest, dass es in deinem Leben einen ziellosen Augenblick gibt?

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 08.07.2010

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Die Welt der Unendlichkeit – hier und jetzt!

Während wir das Buch Sohar lesen, muss man daran denken, dass wir uns gleichzeitig in zwei Zuständen befinden:

1. Im wahrhaften Zustand, den wir nicht empfinden,

2. In unserer vorgestellten Welt, wo wir uns „ohne Bewusstsein“ in den vorgestellten Bildern aufhalten.

Wenn wir den Sohar lesen, strengen wir uns an, die Einwirkung der Kräfte des vollkommenen Zustands hervorzurufen.

Diese Kräfte wirken auf uns im Maß unserer Bemühungen ein, mit dem vollkommenen Zustand  in den gegenseitigen Beziehungen verglichen zu werden.

Deshalb sollen wir die Beziehungen in der Gruppe „wie ein Mensch mit einem Herzen“ wie im vollkommenen Zustand erschaffen. Es ist nur dann möglich, wenn dieselben Kräfte herangezogen sind.

Wenn wir aber aus dem „nebeligen“ Zustand in den korrigierten zurückkehren, dann verlieren wir unseren jetzigen Zustand nicht – der Unterschied dieser zwei Zustände öffnet uns die Vollkommenheit, die 620 Mal größer ist als die frühere, bevor wir in unsere Welt abgestiegen sind.

Wir kehren in diesen Zustand zurück als Menschen, die dem Schöpfer ähnlich sind.

Deshalb sollen wir gerade aus unserer Welt  heraus die Welt der Unendlichkeit empfinden, wie es gesagt wurde: „Wir werden essen, was seit langem zurückgelegt ist“ und „die Finsternis wird leuchten“.

Wir sollen die endgültige Korrektur in dieser Welt erreichen, und eine liebevolle Beziehung zueinander aufbauen, wie es sie in der Welt der Unendlichkeit gibt.

Und deshalb sind wir verpflichtet, die Übungen zu machen „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, „wie ein Mensch mit einem Herzen“, in der Verbindung zwischen uns.

Dann wird hier das Licht der Unendlichkeit, der Schöpfer offenbart, wie es gesagt wurde: „Sein Wunsch – wird in den Unteren offenbart“.

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Aufgewacht in der wahrhaften Realität

Wenn man den Sohar liest, ist es hilfsreich, sich vorzustellen, dass man sich in zwei Systemen befindet. Ein System, das vom Schöpfer geschaffen wurde, heißt unveränderliche, einzig und allein existierende „Welt der Unendlichkeit“.

Baal haSulam schreibt im „Vorwort zum Buche Sohar“, dass dieser Zustand – worin wir in Seinem Vorhaben „den Geschöpfen Genuss zu bereiten“ existieren – konstant ist, weil der Schöpfer mittels der Kraft eines einzelnen Gedankens die Schöpfung in ihrem Endzustand erschuf.

Baal haSulam erklärt auch im ersten Teil des TES, im Kapitel „Innere Betrachtung“, dass dem Schöpfer eben nur der Schöpfungsgedanke alleine für die Erschaffung genügt.

Diese Realität ist vollkommen und unveränderlich, es gibt keine Zwischenschritte auf dem Weg zur Erreichung des gewünschten Zustandes. Der Schöpfer verwirklicht alles durch eine einzige Handlung.

Wir existieren in diesem vollkommenen Zustand, in der ganzen Vollkommenheit, welche der Schöpfer von vornherein beabsichtigt hat.

Aber, außer in diesem vollkommenen Zustand existieren wir noch in einer anderen Realität – dort sind wir uns nicht bewusst, für welche Harmonie und Vollkommenheit uns der Schöpfer geschaffen hat.

Diese zwei Zustände existieren parallel zueinander, und wir sollen mittels eigener Bemühungen und der Umgebung (Bücher, Lehrer, Gruppe) die Empfindung der wahrhaften Realität erreichen.

Wir müssen aufwachen, zur Besinnung kommen, und zu jenem wahrhaften Zustand zurückkehren, in dem wir bereits existieren, ihn aber aufgrund der unsensiblen Sinnesorgane nicht empfinden.

Die Wissenschaft der Kabbala ist uns gegeben, damit wir aus dieser Bewusstlosigkeit, die „diese Welt“ genannt wird, erwachen und gemeinsam jene vollkommene Realität erkennen, die schon längst existiert, um sich ihr folglich anzugleichen und daraus die Kraft schoepfen – „das Licht, das zur Quelle zurückführt“.

Diese Kraft wird uns allmählich heilen und unsere Selbstsucht korrigieren, sodass wir aus der Bewusstlosigkeit heraus das wahrhafte Leben empfinden werden und uns bewusst werden, dass „wir früher, wie im Traum“ gelebt haben.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 07.07.2010

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Der Sohar – unsere mächtigste Waffe

Es wurde gesagt, dass es verboten ist, die Tora ohne Absicht zu studieren. Denn du ziehst dadurch kein Licht heran, das zur Quelle zurückführt, sondern wandelst sofort „das Elixier des Lebens“ „in tödliches Gift“ um. Dieser Punkt ist deine einzige Auswahl im Leben. Da wir aber mit der einzigen Waffe gegen das Übel, gegen den Egoismus mit dem Buch Der Sohar zu tun haben, so sollen wir uns bemühen, es richtig zu verwenden. Es ist klar, dass wir nicht auf „den roten Knopf“ drücken können, um die Welt an die schädlichen, unvermeidlichen Folgen zu führen, aber dennoch gibt es die Möglichkeit, auf die Zustände der Leiden einzugehen, was schon in der Vergangenheit geschah (siehe „die Einführung in das Buch Sohar“, Punkt 70,71).Und deshalb soll der Mensch, vor dem Lesen des Sohars, einzelne „Metapher“ vorbereiten, die ihn beeindrucken, und mit deren Hilfe er von der tierischen Stufe (dem Wunsch für sich selbst) – zur Stufe des Menschen hinaufsteigen kann (zum Streben nach der Einheit, dem Geben und der Liebe). Die Stufe des Menschen ist der Wunsch, sich mit anderen zu verbinden. Denn das korrigierte System der Seelen heißt auch „Adam“ (der Mensch).

Sowie dieses System abstürzt und sich in eine große Menge Scherben verstreut, so verwandelt sich jeder einzelne ausschließlich in den tierischen Teil. Das menschliche Niveau (die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, Adam – „dem Schöpfer ähnlich“) erscheint in uns dann, wenn die zerbrochenen Teile (die Seelen) sich gemeinsam zu einem einheitlichen Wunsch verbinden.

Folglich existieren die Seelen nur in der gegenseitigen Verbindung. Es heißt: das Leben „über dem Verstand“ – in den Beziehungen zwischen den Seelen, im gegenseitigen Geben. Die Gesamtheit dieser Beziehungen ist der Schöpfer, der uns untereinander verbindet, und die Kraft, die uns zum Leben erweckt,, heißt „das umgebende Licht“. Das heißt, der Schöpfer ist eine Kraft, die uns wirklich untereinander verbindet, und das umgebende Licht ist Seine höhere Erscheinungsform. Es gibt hier nichts anderes, außer dem Licht und dem Wunsch (Kli). Auch wenn wir ihnen eine Menge anderer Namen geben, gibt es letztendlich nur sie beide.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 06.07.2010

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Die Beunruhigende Sprache Von Parzufim und Sefirot


Wenn ich den Sohar erkläre, zeichne ich oft Formeln und Zeichnungen, und manche Leute möchten mehr sinnliche Erklärungen. Jedoch, wenn ich auf diese Zeichnungen sehe, stellen sie mir Gefühle dar, so wie Bina, Malchut, Yesod oder Joseph in der Mitte, Jacob oder Tifferet, Abraham, Isaak und so weiter. Dies sind unglaublich starke Mächte- eine ganze Welt mit einer Vielzahl von Details. Du verstehst es nur noch nicht.

Es ist so ähnlich wie bei einem Musiker der auf einige Linien und Kreise sieht, die auf einem Stück Papier gezeichnet sind und er Musik hört, oder wie bei einem Arzt der auf ein Röntgenbild schaut und über das bösartige Bild das er sieht, entsetzt ist. Einstweilen reagieren wir nicht auf die selben Bilder gleich, da wir nicht wissen wie diese Sprache zu interpretieren ist. Wie auch immer, Schritt für Schritt kommen wir dem Gefühl der spirituellen Welt näher, während wir studieren.

Baal HaSulam fügte zum Orginaltext des Sohar eine Erklärung mittels der Sprache der Kabbala hinzu. Er erklärt es mit Begriffen von Parzufim und Sefirot und allmählich beginnen wir zu spüren, dass es das selbe aussagt wie der Orginaltext im Sohar. Wir werden diese Sprache zu verstehen beginnen, bis wir „Spezialisten“ darin werden, wie Musiker oder Ärzte ihre Sprache verstehen. Die Sprache der Kabbala wird es uns ermöglichen eine klare Empfindung zu haben und dann werden wir beeindruckt sein über das was wir lesen.

Zum Beispiel nehmen wir den Satz, „Und Joseph ging durch das ganze Land Ägypten“. Weisst du wie viele Gefühle in diesem Satz enthalten sind? Es sollte dich zu Tränen rühren. Wir müssen lernen zu fühlen wie der Wunsch zu geben, den Wunsch zu bekommen übertönt, wenn es sich einschwingt und wie sie zusammen arbeiten und so weiter. Letzendlich wird jedes Wort des Sohar in dir mitschwingen und große innerliche Veränderungen hervorrufen.

Wir brauchen nur erwarten das es in uns geschieht.

Das letzte Mittel

Die gesamte Korrektur beginnt mit der Erkenntnis des Bösen, wie geschrieben steht: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf die Tora als Mittel zu seiner Korrektur“.

Wäre das von dem Schöpfer extra erschaffene Böse nicht enthüllt worden, wer würde sich dann korrigieren wollen?

Doch das Empfinden des Bösen, das Leiden, treibt uns sogar zur eigenen Korrektur! Obwohl wir anfangs alles, die ganze Welt von außen verändern wollen, stimmen wir später dennoch zu, dass wir uns selbst verändern müssen!

Diese Veränderung muss jeder Mensch, jedes Volk, jede Gesellschaft, unsere gesamte Zivilisation durchlaufen.

Die Korrektur kann nicht beginnen, ohne dass ich eine Notwendigkeit darin sehe, d.h. ich muss spüren, dass es mir gerade ohne die Korrektur schlecht geht!

Deshalb müssen wir uns entwickeln, unseren Egoismus wachsen lassen und in ihm verschiedene Schläge und Probleme, Leere, Verlust von Erfüllung und Hoffnung sowie vollkommene Unfähigkeit, dies auch nur im Geringsten zu ändern, enthüllen.

Und wir suchen danach, wie wir die Welt verändern können, bis wir feststellen, dass das Böse in uns an allem schuld ist. Und dann entdecken wir, scheinbar zufällig, die Kabbala für uns…

Doch jemand musste sie für mich in Form von Büchern und Internetseiten vorbereitet haben, denn meine eigene Natur, die in der Eigenschaft zu empfangen und sich zu füllen gefangen ist, ist nicht in der Lage, einen Kontakt mit der äußeren Welt herzustellen, um den Schöpfer unmittelbar wahrzunehmen. Dazu brauche ich anfangs äußere Mittel: den Lehrer und die Bücher.

Für gewöhnlich wird dieses Wissen von Mensch zu Mensch überliefert – von denjenigen, die die Verbindung zur spirituellen Welt bereits erlangt haben.

Diese Verbindung zur spirituellen Welt muss bereits vor mir in der Welt existieren, sonst werde ich als totaler Egoist niemals eine Ahnung von der Spiritualität bekommen können. Ich werde versuchen, mich nur auf der Ebene dieser Welt von den Leiden zu befreien.

Aus diesem Grund ist die Verbreitung des Wissens über die Wissenschaft der Kabbala notwendig. Und die Menschen, die sich in dieser Welt bereits innerlich leer fühlen, werden sie als Methode zu ihrer absoluten Erfüllung entdecken.

Dann werden sich die zwei Bedingungen für den Anfang der Korrektur erfüllen: 1. einerseits geht es dem Menschen schlecht, 2. andererseits hat sich ihm eröffnet, dass es ein Mittel gibt, damit es ihm besser geht. Und er wird allmählich damit anfangen, sich zu korrigieren und das Ziel seiner Schöpfung in sich zu realisieren.

In unserer Generation wird noch die erste Bedingung geklärt. Der Mensch versucht verschiedene Mittel und Methoden, um sich nur irgendwie füllen zu können, manchmal sogar durch Alkohol und Drogen, doch auch das vergeht allmählich.

Bald wird selbst die Neigung zu Drogen, Gewalt und Fanatismus verschwinden – die Menschen werden aus ihrem Inneren heraus verstehen, fühlen, dass sie damit ihre innere Leere nicht füllen können.

Das Verlangen zu genießen verändert sich, steigt zur nächsten Stufe auf. Es ist nicht mehr möglich, so weiter zu machen.

Der Mensch kann keine Beruhigung mehr in Drogen finden, er sucht nach einer tieferen Entscheidung. Doch die Menschen müssen sich bis zu einem solchen Zustand entwickeln, bis sie keinen anderen Ausweg als in der Wissenschaft der Kabbala sehen.

Man kann ihre Suche durch die Verbreitung dieser Methode verkürzen, damit alle schnell verstehen: Wir müssen die höhere, uns lenkende Kraft enthüllen – nur das kann uns helfen!

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HaWaYaH – Elokim

Sohar, Abschnitt „Wajetze“, P.176: „Die Schlüssel zu den Schätzen sind in ihrer rechten Hand“ – es ist die dritte Eigenschaft, die sie mit sich nimmt, von Ima in den Garten Eden – das Licht Chassadim, dessen Platz in ihrer rechten Hand ist, eingekleidet in Chochma und genannt „die Schlüssel zu den Schätzen“, denn sie enthüllen die Schätze Chochma.

Und ohne Schlüssel bleiben die Schätze Chochma geschlossen, wie unter Verschluss.

Was erklärt uns schließlich die Wissenschaft der Kabbala? Mit Hilfe welcher Veränderungen innerhalb unserer Wünsche, die uns schon in kleinerem Maß unterstellt sind, können wir mit dem Schöpfer verglichen werden?

In allen Wünschen ist die ursprüngliche Struktur „HaWaYaH“ vorhanden, und wir können sie nicht verändern.

Das ganze Material der Schöpfung hat den primären Abdruck, das ursprüngliche Modell bekommen, das „jud-hej-waw-hej“ genannt wird. Andernfalls empfindet dieses Material nicht, dass das Licht vom Schöpfer stammt.

Und deshalb ist dieser Abdruck verpflichtet, sich im Material aufzuhalten, andernfalls gäbe es keine Schöpfung, d.h. es gäbe nicht diejenigen, die sich als 1. empfangend, 2. vom Schöpfer empfinden würden.

Deshalb spricht man von HaWaYaH, im Sinne von Minimum, unterhalb dessen es keine Schöpfung gibt. Das Licht ist verpflichtet, sich entlang der vier vollen Stadien innerhalb eines Wunsches zu erstrecken. Das Material soll unbedingt diese Form annehmen.

Nachdem es in der Schöpfung diesen primären Abdruck des Schöpfers – HaWaYaH gibt, sprechen wir darüber, welche Formen das Geschöpf vom Schöpfer übernimmt bzw. wie es beginnt, Ihm verglichen zu werden.

HaWaYaH ist eine vollkommene Struktur. Sie ist deswegen vollkommen, weil entweder das rohe Material der Schöpfung der primäre Abdruck des Schöpfers ist, oder weil das Geschöpf sich selbständig macht, indem es sich dem Schöpfer angleichen möchte.

Sich vollkommen in HaWAYaH aufhalten, bzw. dem Schöpfer ähnlich zu sein – bedeutet, Ihm in zehn Sefirot des widergespiegelten Lichtes zurückzugeben, ähnlich den zehn Sefirot des direkten Lichtes seitens des Schöpfers.

Wie ist es möglich? Nur dann, wenn das Geschöpf die Kraft des Gebens haben wird, die es von Malchut bis Keter hinaushebt.

Diese Form des Gebens, die das Geschöpf von Malchut bis Keter annimmt, heißt „Elokim“.

Dann entsteht die Kombination zwischen HaWAYA und Elokim – die Vollkommenheit der Schöpfung bezüglich des Schöpfers.

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Fragen zu „Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 2“ (5)

Was ist das Ziel der Schöpfung?

Eine Frage, die ich erhielt: Wir sind also ein gemeinsames, vereintes Verlangen und werden alles, was uns der Schöpfer bereitet hat, empfangen müssen! Müssen wir uns dafür auf das höhere Mahl vorbereiten? Eine höhere Verbindung in uns entwickeln, damit wir gemeinsam dem Schöpfer widerstehen können? Und das, nachdem wir „Nein“ zu Ihm gesagt haben und dadurch selbständig geworden sind und unsere Scham besiegt haben? – Das ist ein Widerspruch! Der ewige Tisch und zwei Gleichgestellte – wie soll man das verstehen? Wie eine Art Reinkarnation? Es ist schwer, sich dieses Zweiteilige auch nur einen Augenblick lang vorzustellen!

Meine Antwort: Der Grund dafür ist, dass Sie, mein Lieber, einfach noch Egoist sind, d.h., Sie befinden sich nur in einer Natur. Und wenn eine andere, eine altruistische Natur beginnt, sich in Ihnen zu offenbaren, dann entsteht in Ihnen keine Schizophrenie, sondern es bietet sich Ihnen eine großartige Gelegenheit, zu verstehen, wie sich diese Gegensätze vereinen. Übrigens stellt bereits die Quantenphysik solche Naturerscheinungen fest.

Eine Frage, die ich erhielt: Kann man es so verstehen, dass meine vorläufige Sklavennatur sich nur in meinen Empfindungen, allein durch die Wahl eines Herrn, selbst bei einem Unterschied in ihren Funktionsrollen oder wahrscheinlich sogar in ihrem Wesen, verändert?

Wo soll dann das Verhältnis eingeordnet werden, bei dem ich mich frei für die Arbeit bei einem Herrn für einen guten Lohn entscheide? Wer ist er dann für mich? Ein gleichnamiger Partner?

Warum wird in der Tora das Wort „Knecht“ sowohl seitens des Schöpfers: „Fürchte dich nicht, Jakob, mein Knecht, sprach der Schöpfer“ als auch seitens der handelnden Personen: „Knecht des Schöpfers“ etc. benutzt?

Meine Antwort: Es gibt mehrere Arten der Verbindung mit dem Schöpfer: Sohn, Knecht, Ehefrau, Freund etc. Mit „Knecht“ ist der völlige Vorzug der Eigenschaft des Gebens vor der Eigenschaft des Empfangens gemeint.

Eine Frage zu „Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 3“

Eine Frage, die ich erhielt: Zitat: „Außer Dir wird niemand den Schöpfer erblicken“. Und was ist mit den anderen?

Meine Antwort: Das wird mit jedem geschehen, doch nur in seinen persönlichen korrigierten Eigenschaften.

Antworten auf Ihre Fragen zu „Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung“, Teil 1

Eine Frage, die ich erhielt: „… Keinesfalls kann Er jemandem auch nur einen winzigen Schaden zufügen oder mit Verdruss betrüben“. Doch sehe ich das Leiden der Menschen!?
 
Meine Antwort: Alles Gute, das vom Schöpfer kommt, wird von den Menschen umgekehrt, also als das Böse wahrgenommen, und zwar entsprechend dem Maß der Gegensätzlichkeit zu der Eigenschaft des Schöpfers – dem Geben und dem Lieben.
 
Eine Frage, die ich erhielt: Soll man es so verstehen, dass alle Ereignisse vom Schöpfer vorbereitet und entsprechend der EIGENHEITEN der Seele ausgelöst werden?

Meine Antwort: Alle Ereignisse sind durch den Anfangs- und Endzustand jeder Seele vordefiniert. Diese Ereignisse werden von den Seelen in einem Spektrum ihrer Zustände von  äußerstem Leiden bis zum riesigen Genuss, je nach Ähnlichkeit der Seelen dem Schöpfer wahrgenommen.

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