Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Was heisst „Tora“

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet „Tora“?

Meine Antwort: Die Kraft, die uns korrigiert und verbindet, kommt zu uns in verschiedenen Erscheinungsformen.

Diese Kraft, die uns eine Erkenntnis des Bösen, seine Korrektur, eine Verbindung mit dem Guten und Beispiele von Vereinigung geben kann, also das ganze System unserer Korrektur, heißt Tora.

SA von der Welt Azilut wird als „Tora“ betrachtet, denn es ist ein Bild oder ein System. Ich trachte danach, mich nach diesem Bild zu formen. Das tue ich, indem ich alle Seelen in Malchut der Welt von Azilut sammle, sodass die Verbindung zwischen ihnen jener von Seir Anpin von der Welt Azilut gleich wird.

In diesem Fall verbinden sich alle Seelen, die in Malchut der Welt Azilut eingeschlossen sind, und gehen eine Verschmelzung (Siwug) mit SA der Welt Azilut mit dem Schöpfer ein. So enthüllen wir die Verbindung und die Verschmelzung zwischen uns.

Alles passiert, beginnt und endet in SON der Welt Azilut; Malchut der Welt Azilut geht sieben Zustände durch, bis sie die Stufe von SA erreicht, eine vollkommene Ähnlichkeit mit Ihm. Am Ende werden beide wie zwei grosse Leuchten.

Deshalb ist SA der Welt Azilut, auch „Tora“ oder „Schöpfer“ genannt, uns als Beispiel, je nach Aufbau, Stärke und Wirkung.

Und wir müssen uns vor allem bemühen, uns miteinander in dieser Dunkelheit zu verbinden, wobei wir enthuellen, dass wir dafuer Seine Hilfe benoetigen.

Wenn wir in allen unseren Bemühungen, uns zu verbinden, herausfinden, dass wir dazu nicht fähig sind, dann sind wir wie kleine Kinder, beginnen zu schreien und fordern ein Beispiel für eine Korrektur.

Dann zeigt uns der Höchste ein Beispiel, gibt uns die Kraft, sich zu verbinden, aber unsere Bitte, unsere Forderung, muss nur aus unseren Mühen, sich miteinander zu verbinden, herauskommen. Sonst werden wir einer Antwort nicht würdig.

Denn sonst befinden wir uns nicht in einem Zustand der Verbindung zwischen Malchut und SA der Welt Azilut, Malchut spürt nur die Verbindung.

Und wir befinden uns unten in den Welten BEA. In Malchut steigen nur unsere Wünsche, sich miteinander zu verbinden, hinauf, damit wir den Schöpfer enthüllen und die Eigenschaft des Gebens erreichen.

Aus einem Soharunterricht, 14.09.2010

Kabbala Akademie

Strebt nach dem Licht!

Eine Frage, die ich erhielt: Sie haben gesagt, dass wir beim Lesen vom Sohar versuchen sollten, die Kraft hinter der Erzählung zu erkennen.

Ist es richtig, wenn ich mir vorstelle, dass irgendeine Kraft in einer unbekannten Sprache mit mir sprechen würde, und ich versuchen würde, diese Sprache zu verstehen, wie ein Säugling, der hört, wie man mit ihm spricht, und so die Sprache lernt?

Meine Antwort: Das ist falsch. Mit meinem irdischen Verstand und meinem Empfinden werde ich niemals das Bild, hinter welchem der Schöpfer steht, erkennen.

Ich kann nur während des Studiums eine besondere Handlung, genannt das „Licht, das zur Quelle zurückführt“, hervorrufen, und dieses Licht erschafft in mir eine neue Eigenschaft, dank welcher ich das Bild einer anderen Welt wahrnehmen werde.

Im Moment habe ich diese Eigenschaft nicht, um den Schöpfer durch den Text des Sohar hindurch sehen zu können. Diese Eigenschaft muss sich in mir nach und nach durch meine Anstrengungen entwickeln.

Das bedeutet, dass das Licht auf mich einwirkt und in mir ein zusätzliches Wahrnehmungsorgan – die Eigenschaft des Gebens – entstehen lässt, und in ihm werde ich den Schöpfer wahrnehmen.

Keine anderen Anstrengungen oder Ziele werden beim Studieren von „heiligen“ (von der höheren Welt und dem Schöpfer handelnden) Büchern helfen.

Deshalb müssen meine ganzen Anstrengungen nur darauf gerichtet sein, das umgebende Licht anzuziehen. Denn der Schöpfer kann erst enthüllt werden, wenn ich Ihm in Seinen Eigenschaften ähnlich bin.

Er ist vollkommen Gebend. Ich aber verfüge über keine Eigenschaft des Gebens, über kein Wahrnehmungsorgan, in dem ich Ihn enthüllen kann.

Ich erlange dieses Wahrnehmungsorgan nur durch die Einwirkung des verborgenen Lichts, das zur Quelle zurückführt. Das Licht erschafft in mir die Eigenschaft des Gebens – und dann erkenne ich den Schöpfer.

Darum muss ich während des Lesens des Buches Sohar danach streben, dieses Licht anzuziehen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 20.09.2010

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Liebe aus höherer Berechnung

Eine Frage, die ich erhielt: Was zwingt mich, das Bündnis mit dem Schöpfer einzuhalten?

Meine Antwort: Gar nichts! Ich habe mich beispielsweise in eine junge Frau verliebt. Einen Monat später will ich sie nicht mehr. Was tun? Ich bekomme zu hören: „Du musst dein ganzes Leben an ihrer Seite verbringen“. Warum denn das?! Das ist doch eine Lüge und keine Stimme des Herzens.

Wenn ich sie jetzt schon hasse, wie werde ich mein Leben lang mit ihr zusammen leben können?!… Wie gehen wir dann ein Ehebündnis ein? Denn es ist klar, dass man nicht ein Leben lang in Liebe leben kann, die Liebe ist eine absolute Lüge!

Das Ehebündnis stammt von der höheren Wurzel ab – von dem Bündnis der Schöpfung mit dem Schöpfer, das nicht auf körperlicher Liebe, sondern auf dem höheren Ziel basiert. Und als Liebe wird die gegenseitige Unterstützung bei der Erreichung dieses Ziels bezeichnet.

Weil ich dieses Prinzip verstehe, muss ich mich über das Verlangen zu genießen erheben und das ganze Leben lang im Geben gehen. Ich verpflichte mich nicht, das Geben an sich ein Leben lang zu lieben – das ist unmöglich und hängt überhaupt nicht von mir ab, darum geht es gar nicht -, ich verpflichte mich, mich dem Schöpfer gegenüber stets als gegenüber einem Großen zu verhalten, den ich mittels des eingegangenen Bündnisses enthüllen will. Darum steht geschrieben: Mann und Frau und der Schöpfer zwischen ihnen. Sonst funktioniert die Ehe nicht!

Für mich ist der Gastgeber und nicht der Tisch mit Köstlichkeiten zwischen uns am wichtigsten. Das Mahl dient lediglich der ersten Verbindung zwischen uns, solange ich noch keine höhere Verbindung zum Gastgeber aufgebaut habe, um anschließend diese höhere Verbindung zu erreichen.

Das heißt, wir gehen das Bündnis mit dem Gastgeber nicht auf der Ebene der Liebe zueinander aufgrund von Köstlichkeiten auf dem Tisch ein, wie ein junges Pärchen aufgrund der tierischen Liebe zueinander, heiratet. Im Gegenteil, wir schätzen einander, weil wir aufgrund der Verbindung zwischen uns die höhere Wurzel – das höhere spirituelle Ziel – erreichen.

Nun kommt die Frage auf, wie man dieses hohe Ziel halten kann. Dafür existiert die Gruppe – der Ort deiner Bürgschaft -, die in der Lage ist, dir die Kraft des Glaubens zu geben, welche dir stets als „Kraftstoff“ dienen wird. Du selbst bist dazu nicht im Stande. Und der Schöpfer wird dich nicht halten können, wenn du keine Anstrengungen unternimmst.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 17.09.2010

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 7

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M.Laitman].

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Jede niedere Welt (die in dem Verlangen zu empfangen wahrgenommen wird) ist ein (umgekehrter) Abdruck der verhältnismäßig höheren Welt (die in dem Verlangen zu geben wahrgenommen wird).

Baal haSulam „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“

Die Wirklichkeit, die wir (durch unsere Wahrnehmungsorgane) auf dieser Welt (in unseren Ausgangseigenschaften) in der Führung durch die Natur (unseres Egoismus) erkennen, beruht nur auf den Gesetzen und der Führung durch die Höheren spirituellen Welten (die bis zur Stufe der Einkleidung in die ihnen entgegengesetzte Eigenschaft des Empfangens statt des Gebens hinabsteigen).

Baal haSulam „Die Freiheit“

Die Gebote der Kabbala sind nichts anderes als die in den höheren Welten verankerten Gesetze und Anleitungen (der Natur), die die Wurzel (die Grundlage) aller Gesetze der Natur in unserer Welt (die einen zu der höheren Welt umgekehrten Abdruck bildet) darstellen. Aus diesem Grund entsprechen die Gesetze der Kabbala (die Gesetze der höheren Welt) und die Gesetze der Natur in dieser Welt einander wie zwei Wassertropfen.

Baal haSulam „Die Freiheit“

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 6

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Die Wissenschaft der Kabbala spricht nicht von unserer materiellen Welt.

Es existiert allerdings eine strenge Bedingung für die Beschäftigung mit dieser Wissenschaft (Kabbala): die Begriffe (die in der Tora und besonders in der Kabbala verwendet werden) nicht durch eingebildete und materielle Dinge (Begriffe unserer Welt) zu verbildlichen, weil die Menschen dabei (indem sie sich das in der Tora Geschriebene als das in unserer Welt Existierende vorstellen) gegen das Gebot verstoßen: „Du sollst dir kein Bildnis machen in irgendeiner Gestalt“. Mehr als das – dann bringt es (ein solches Studium der Tora) Schaden (Entfernung von der Spiritualität) statt Nutzen (darum steht sogar geschrieben: „Es ist besser, zu sitzen und nichts zu tun“).

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„Anmut ist trügerisch und Schönheit vergeht…“

Die Seelen, die sich vereinen wollen, müssen auf dem spirituellen Weg ständig arbeiten, Verbindung untereinander aufbauen. Dann wirken sie stets auf Malchut der Welt von Azilut (die Braut) ein, und sie erweckt in Seir Anpin (S“A) die Verbindung auf der Ebene des Glaubens und nicht des empfangens von Genuss.

Dann existiert dieses Bündnis, weil wir unterschrieben haben, dass wir uns aneinander nur wegen der Wichtigkeit des Ziels festhalten, unabhängig davon, wer wie viel bezahlt.

Zum Beispiel, wenn deine Freundin schön ist, dann bereitet sie dir Genuss – du hast dich ihr quasi verkauft. Wenn du mit einer Frau lebst, weil sie schön ist, kann man dich als „käuflich“ bezeichnen – denn du genießt ihre Schönheit, mit der sie dich bezahlt.

Deshalb gehen wir ein Bündnis ein, dass wir im Glauben über dem Verstand gehen, dass das Geben für uns wichtiger als das Empfangen ist, darum suche ich ständig nach Möglichkeiten, unsere Verbindung im gegenseitigen Geben noch mehr zu stärken.

Und in dem Maße, in dem ich die Verbindung im gegenseitigen Geben eingehe, fange ich an zu erkennen, dass meine „Braut“ (die Gruppe, die spirituelle Welt) immer hässlicher wird und mein Partner (der Schöpfer) ein Lügner ist. Mit wem bin ich dann das Bündnis eingegangen, wem habe ich mich verpflichtet?!… Und dann hast du die Möglichkeit, im größeren Glauben über dem Verstand (im Geben über der Berechnung des Empfangens) zu gehen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 17.09.2010

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Durch den Sohar den Schöpfer enthüllen

Wir lesen den Sohar. Was ist wichtig für mich – den Text in allen Einzelheiten zu kennen oder den Schöpfer zu erkennen, denn hier handelt es sich um Ihn, um Seine Handlungen?

Will ich wissen, was über die Handlungen selbst geschrieben steht, oder woher, von Wem diese Handlungen kommen?

Hier steht ein Wendepunkt dahinter, der entweder zum Erfolg oder zum Scheitern führt, zum Licht oder zum Dunkel, zur Enthüllung des Schöpfers oder zum Auswendiglernen des Textes, zum Studium der Tora oder Demjenigen, der die Tora schenkt.

Das Ziel ist, den Schöpfer, der hinter dem Text steht, zu enthüllen und zu erkennen. Gerade Er ist wichtig für mich. Deshalb denke ich daran, wie ich die Kraft enthüllen kann, von deren Handlungen hier die Rede ist.

Das ist damit zu vergleichen, als ob ich mit dem Gastgeber an Seinem Tisch sitzen würde und Er für mich die erlesenen Gerichte vorbereitet hätte.

Doch ich schaue das Essen nicht an, ich achte auf gar nichts um mich herum. Ich verschmähe das alles nicht, doch benutze es nur, um Ihn zu enthüllen, die Verbindung mit Ihm herzustellen.

Vor allem: wozu bin ich an diesen Tisch gekommen? – Für den Gastgeber, um Ihn kennenzulernen, und nicht um des Essens willen.

Ich vollziehe alle möglichen Handlungen, um Ihn zu erkennen. Dann ist es mir erlaubt, alles vom Tisch zu nehmen, zu probieren und zu genießen, alles Beliebige zu tun, wenn Er für mich wichtig und alles andere nur ein Mittel ist.

Beim Lesen des Sohar studieren wir die Handlungen des Schöpfers – und nur, um Ihn zu enthüllen. Darum muss man sich darauf konzentrieren, was hinter dem Text steht, durch ihn hindurchgehen.

Einerseits ist es so, als ob das Buch mich verwirren würde. Andererseits fange ich an, gerade durch meine Anstrengungen, durch den Text hindurchzugehen, hinter dem Text plötzlich den Schöpfer zu sehen.

Es gibt keine andere Möglichkeit, Ihn zu enthüllen. Es gibt keine andere Verbindung mit dem Gastgeber, ich verstehe Ihn nicht, Er ist verhüllt hinter dem Tisch.

Ich kann Ihn nur durch die Speisen verstehen: „Ich esse gerne Süßigkeiten – Er hat sie für mich vorbereitet. Er hat mich so erschaffen, dass ich Süßes mag, und hat es mir gegeben. Was will Er damit erreichen? Ich mag nicht besonders Saures. Doch Er gibt es mir. Warum?“ Ich muss Ihn aus mir selbst heraus enthüllen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 20.09.2010

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Sich vor dem tosenden Ozean retten

Zu Jom Kipur lesen wir die Erzählung „Jona“. Über den Propheten Jona, den der Schöpfer beauftragt hat, in die Stadt Ninwe zu gehen, um deren Bewohner zu gute Taten zu erwecken.

Aber Jona hat sich entschieden, vor dem Schöpfer wegzulaufen, er suchte das Schiff auf, um wegzuschwimmen… Der Schöpfer aber hat den Sturm hervorgerufen, und als die Seeleute verstanden haben, dass der Jona daran schuld war, haben sie ihn in die Welt hinausgeworfen, in der der Wal Jona verschluckt hatte und ihn dann an die Küste … in die Stadt Ninwe gebracht hat. Jona kam in die Stadt ein und nach seinen Predigten verzichteten die Bewohner auf die Feindschaft, und erreichten die Nächstenliebe. So hat Jona notgedrungen die Verordnung des Schöpfers erfüllt.

Jona, der an Bord des Schiffes ging, ist eine Seele, die sich in den Körper des Menschen herabließ. Denn der Mensch in dieser Welt ist dem Schiff im tosenden Meer ähnlich.

Die Seele kommt in den Körper, um ihre Korrektur in Zusammenhang mit anderen Seelen zu erreichen. Gerade aufgrund des egoistischen Wunsches kann die Seele korrigiert werden – auch wenn sie dabei die Selbstsucht und die Trennung von den Anderen verwendet, entwickelt sie trotzdem aus „dem Punkt des Gebens“ die Größe und die Stufe des Schöpfers (die Eigenschaft des Gebens und der Liebe).

Dieser „Punkt des Gebens“ bindet an sich die immer größeren egoistischen Wünsche. Dabei werden solche Wünsche, die noch nicht für das Geben geeignet sind, nicht verwendet (die Beschränkung). Folglich verlegt man 125 Mal den ganzen Wunsch zu genießen, bis das Geben erreicht ist.

Der Schöpfer schickt „den Punkt des Gebens“, die Wurzel der Seele in diese Welt – den Propheten Jona, in die Wünsche der Menschen, aufs Schiff. Die Matrosen und der Kapitän sind die Engel, d.h. die Umgebung des Menschen, die Beauftragten des Schöpfers.

Jona soll seine Wünsche erwecken, um korrigiert zu werden, sich mit allen Seelen zu verbinden, die Stadt Ninwe zur Korrektur anzuregen, deren Übel ins Gute, in die gegenseitige Liebe umzuwandeln. Andersfalls fallen sie in die Selbstsucht und den Hass herab, die sie folglich zum Tod führen können.

Dazu müssen wir zur Hilfe das Licht heranziehen. Das heißt, zu bitten, bzw. über die Hilfe zu schreien. Und in jenem Maß, in dem wir schreien erhebt das Licht den Teil des Wunsches zu genießen, und schließt ihn an die Handlung des Gebens an.

So verlegen wir alle Wünsche aus unserer Welt (die Wünsche „für sich“), – in die zukünftige Welt (die Wünsche „für die anderen“). Dadurch gehen wir in die Welt des Schöpfers ein, zur Empfindung der Welt in der Eigenschaft des Gebens, die als die ewige und vollkommene Existenz empfunden wird.

Die Geschichte des Propheten Jona besagt, dass der Schöpfer uns zwingen wird, uns entweder auf dem guten Weg oder durch Leiden mit der Verbreitung der Kabbala zu beschäftigen, mit der Methode der Korrektur der ganzen Welt. Deshalb ist es gesagt: „So wähle das Leben“ – und darin ist das Wesen des Jom Kipur eingeschlossen.

Aus dem Unterricht nach gewählten Ausschnitten über Jom Kipur, 17.09.2010

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Die Welt zur Korrektur anstoßen

Eine Frage, die ich erhielt: Halten Sie eine noch breitere Verbreitung der Kabbala für notwendig, sogar ohne sie zu erwähnen und nur mit der Erklärung ihrer Idee, den Gründen für die Krise, der Notwendigkeiten der Vereinigung in der globalen Welt usw.?

Meine Antwort: Ich bin vollständig mit dem einverstanden, was Sie über die Notwendigkeit einer größeren Offenheit in unserem Vertrieb draußen berichten. Ich bin damit einverstanden, dass man die Programme der breiten Verbreitung entwickeln muss und hierfür die Fachkräfte vorbereiten soll.

Aber vor allem müssen wir klären, ob wir im Meer von Informationen und Aufrufe zur Vereinigung, die bereits existieren und mithilfe der schönen Worte schon beschrieben sind, versinken können. Denn es gibt schon so viele solcher Organisationen! Obwohl das Internet damit überfüllt ist – niemand hört zu. Warum?

Weil die ganze Natur den Wunsch darstellt, den Wunsch zu genießen, den Selbstgenuss. Der Mensch kann nur im Radius seines Wunsches hören, und nicht breiter, und so wurde die Schöpfung erschaffen. Deshalb schreit man vergeblich.

Rabasch sagte einst, dass der Wunsch nicht in der Apotheke verkauft wird und man nur „den Kranken“ ansprechen kann. Deshalb ist den Menschen alles gleichgültig, was sie selbst nicht betrifft. Und man darf sie dafür nicht tadeln.

Was können wir dann machen? Uns bleibt nur Folgendes übrig:

1. Unsere Idee zu verbreiten und die Menschen mit dem „Punkt im Herzen“ zu verbinden.

2. Unsere Idee unter den Menschen zu verbreiten, die zur Offenbarung „des Punktes im Herzen“ am nahsten sind. Möglicherweise sprechen Sie gerade über diesen Kreis der Bevölkerung?

3. Wir beobachten, dass die allgemeine Krise von der Menschheit nicht anerkannt wird, da diese versucht, die Krise zu verbergen. Das Einzige, was unmöglich ist, zu verbergen und was von jedem unmittelbar empfunden wird ist die Krise der Erziehung (nicht der Ausbildung!) – die Situation in den Schulen, in der Familie, im Privatleben.

Wenn wir zeigen, dass man die junge Generation physisch gesund großziehen kann, wobei sie moralisch den Sinn und das Ziel des Lebens in ihrer ganzen Breite und der Tiefe verstehen wird – dann werden wir gewiss die Aufmerksamkeit aller Menschen heranziehen.

Somit werden wir in der Lage sein, durch unsere Erziehung (Gruppen, die Heranziehung des O`M“, die Kinder großzuziehen – d.h. die neue Generation, die in einigen Jahren den Platz ihrer Eltern belegen wird.

Wobei wir die Erziehung und unsere Schulen weltweit organisieren können. Durch das Internet, die sog. offene Schule für alle, einschließlich die Erziehung und die Bildung, die Fakultäten, den Netzwerk usw., wonach sich die junge Generation so sehnt. Dadurch wird sie aus der materiellen Ebene in die Ebene der virtuellen Welt erhoben, in die geistige Welt hinauf.

Dafür müssen wir eine virtuelle Schule erschaffen, selbst wenn wir beginnen, uns nur mit den Kindern unserer Freunde in der ganzen Welt zu beschäftigen – es sind aber Tausenden von Kinder, die das Ergebnis zeigen können und zu aktiven und gebildeten Teilnehmer unserer Bewegung werden können. Je nach der physischen Größe, wird das Kind auch geistig wachsen!

Diesen Punkt 3 können wir verwirklichen und dadurch die Welt zur Korrektur anstoßen, wie es in der Bibel gesagt ist: „Die Herzen der Väter an die Söhne, und die Herzen der Söhne an die Väter zurückzugeben“.

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In Malchut der Unendlichkeit zurückkehren

Eine Frage, die ich erhielt: Gestern haben Sie auf dem Blog geschrieben: „In der Geisteswelt gibt es keine Quelle des Lichtes und das Licht füllt das ganze Weltall aus, seine Einwirkung ist identisch, egal wo du bist“. Deswegen können wir nur in der Verbindung zwischen uns bewerten, inwiefern wir uns der Quelle des Lichtes, dem Schöpfer nähern?

Meine Antwort: Richtig. Es gibt keine andere Stelle, außer die, wo wir uns jetzt befinden. Diese einzige geschaffene Stelle ist die Malchut der Welt der Unendlichkeit.

Aber infolge der allmählichen 125stufigen Einschränkung des Lichtes und der Anwesenheit des Schöpfers darin, halten wir uns hinter den 125 Filtern auf, hinter der letzten Stufe der Verhüllung, auf der wir nicht mehr empfinden, wo wir bezüglich aller Stufen sind.

Um Malchut der Unendlichkeit durch die Verhüllung enthüllen zu beginnen, sollen wir uns vorstellen, dass wir uns in ihr jedoch befinden, aber wir empfinden das nicht, weil wir voneinander egoistisch abgesondert sind.

Wenn wir beginnen, uns im Maß der Vereinigung nach 125 Stufen der Enthüllung zu verbinden, werden wir in die Empfindung von der Malchut der Unendlichkeit zurückkehren. Eigentlich kehren wir ins Begreifen zurück, wir entfernen die Vorhänge, die Verhüllungen.

Aber alles wird gemäß der Kraft der Vereinigung zwischen uns enthüllt. Bei der Bestrebung zur Einigkeit werden eben die Kräfte, die gegen die Einigkeit wirken, als „böser Anfang“ bezeichnet und keine andere.

Wenn wir wünschen, uns in der Bestrebung zu verbinden, dem Schöpfer ähnlich zu werden, werden wir ein ganzes System der falschen Verbindung zwischen uns entdecken, die der Vereinigung widerstehen. Wir werden das System der unreinen Welten der BEA (BEA de Pruda der Welten der Teilung) entdecken.

Wenn wir jedoch unsere Absichten von „bekommen“ auf „geben“ ändern, schaffen wir aus unreinen Welten der BEA das System der reinen Welten der BEA (BEA de Kduscha der Heiligkeit und des Gebens).

In Wirklichkeit ist ja nichts zerbrochen worden, sondern nur die Verbindung ist verdorben worden. Sie wurde egoistisch und nun wurde sie in Form des Gebens wieder hergestellt!

Wir sind nicht zerstückelt, sondern falsch miteinander verbunden. Anstatt dir das Gute zu geben, möchte ich es von dir herausziehen und dir das Böse geben. Und so ist jeder von uns.

Das heißt Zerbrechung (Zerbruch?) des Systems. Aber in Wirklichkeit ist in ihm nichts zerbrochen worden. Es ist dasselbe System, wo wir miteinander verbunden sind, allerdings mit der falschen Verbindung.

Wenn wir entdecken, dass die Verbindung zwischen uns falsch ist, dann bedeutet das, dass wir uns bereits in den unreinen Welten der BEA befinden und das ist schon eine geistige Enthüllung. Zur Zeit sind wir hinter den 125 Schichten der Verhüllung dieser Verbindung verborgen. Das ist aber nur der Mangel unseres Begreifens.

Deswegen hängt alles nur von unseren Bemühungen ab, das System der richtigen Verbindung zwischen uns zu enthüllen. Durch diese Verbindung enthüllen wir ja die Kraft, die die Schöpfung verwaltet – den Schöpfer. Eine andere Möglichkeit, den Schöpfer zu enthüllen, gibt es nicht.

Wir reproduzieren eigentlich unser Kli (der allgemeine Behälter der Seele) aus dem Zustand der Zerbrechung, in dem alle seine Teile, wie die Organe des kranken Menschen, falsch arbeiten, bis die Harmonie und die richtige Verbindung erreicht wird.

Der gesunde Zustand, zu dem wir zurückkehren, unser richtiges Funktionieren, die innere Kraft, die uns verwaltet, die Notwendigkeit und das Ziel unserer Existenz – das alles heißt „der Schöpfer“.

Aus dem Sohar Unterricht vom 14.09.2010

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