Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Um der Gesellschaft Willen

Frage: Es gibt verschiedene humanitäre Gruppen, deren Mitglieder zum Wohle anderer sich verbinden. Sie wollen z. B. bedürftigen Kindern helfen und wenigstens einen kleinen Beitrag zur Linderung des Leids leisten. Wie unterscheiden sie sich von den anderen Menschen?

Meine Antwort: In der Welt existieren tatsächlich eine ganze Menge derartiger Organisationen, die sich zum Wohle anderer Menschen verbinden. Aber man sieht wenig gute Ergebnisse in ihren Handlungen. Es spielt keine Rolle, wie viel  Essen oder Kleidung  man den Menschen gibt, trotzdem herrscht in der Welt Hunger, Not und Leid, und das verschlimmert sich von Tag zu Tag. Wir sehen, dass dies nicht  der Weg zur Korrektur der Welt ist.

Die Kabbalah bietet eine Methode, unsere Welt durch das System der Höheren Lenkung zu korrigieren. Nicht durch einzelne Taten, sondern durch radikale Korrektur durch die Höhere Lenkung, damit die Menschen Güte, Wohlstand, Gesundheit erlangen. Und das ist möglich! Man muss nur erkennen, wie man das realisiert und es gemeinsam anzupacken. Jene Menschen, die das Verlangen haben, der ganzen Menschheit  zu helfen, täten besser daran, eine neue, korrigierte Verbindung zu den anderen aufbauen. Erst dann wird die gute Kraft in der Welt entstehen, die uns allen hilft.

Aus der russischen Lektion

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Die Leere ist eine Gelegenheit zur Füllung

Frage: Warum beginnen die Menschen gemeinsam mit dem Durst nach Spiritualität die Leere zu fühlen?

Meine Antwort: Dieses Gefühl von Leere ist eine Gelegenheit für die Erfüllung. Alles was wir dafür tun sollen ist, sie zu entwickeln und in ein Gefühl umzuwandeln, welches das höhere Wissen anzieht und von außen gespürt wird. In dieser Leere wird ein Gefäß geformt, ein Sensor, als Mittel für die Empfindung der höheren Welt. Leere ist das anfängliche Empfinden, welches notwendig ist, um die nächste Welt zu erreichen.

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Von der Bedeutung des Leids zur Bedeutung des Lebens

Frage: Warum leiden Kinder? Schließlich sind sie hilflose, unschuldige Geschöpfe. Wenn es einen Gott gibt, wie kann es dann soviel Leid geben und wie kann Er soviel Leid auf der Welt zulassen?

Meine Antwort: Die Welt ist voller Leiden und wir können nicht die Tatsache rechtfertigen, dass  jemand tötet, stiehlt oder andere mit Leiden quält. Aber wenn der Mensch fühlt, dass ihn die Leiden auf der körperlichen Ebene zu einer Korrektur bewegen, zur Akzeptanz der Gerechtigkeit, zu dem Gefühl von Vergnügen und Heilung, dann beginnt er, diese Leiden zu rechtfertigen. Alles in allem verstehen wir nicht, dass Leiden nicht als Antwort auf irgendeine Überschreitung auftreten, wie zum Beispiel die Leiden kleiner Kinder, die noch nichts Unrechtes getan haben. Sie treten nur deshalb auf, um uns zu zwingen, die Bedeutung dahinter zu sehen. Sie sind der „Stock“, der uns dazu anspornt.

Das Problem besteht darin, dass wir nicht fühlen oder verstehen, warum wir geschlagen werden, doch die Schläge können sehr schwer sein. Wir sehen, was auf den Kinderstationen in den Krankenhäusern und was auf der ganzen Welt passiert. Es gibt ein enormes Leiden, das uns schließlich zu einem gemeinsamen Wunsch verbindet, der den Menschen dazu bringt, klüger zu sein und sich darüber klar zu werden, dass er geboren wurde, um eine bestimmte Aufgabe zu verrichten.

Es ist tatsächlich das Gefühl von Ungerechtigkeit, von sinnlosem Leiden und dem Mangel am Verständnis der Quelle – dem Grund, warum solche Dinge geschehen, was zu der Frage führt: „Woher kommt das alles“? Schließlich muss es einen Grund dafür geben!

Die Leiden hinterlassen in uns ein Fragezeichen, das uns zu der Suche nach dem wahren Grund führt, den wir schließlich finden, wenn wir von der Suche nach der Bedeutung des Leides zu der Suche nach der Bedeutung des Lebens wechseln. Im Grunde gibt es nicht den kleinsten Fingerzeig in unserem Leid, der uns zeigen könnte, dass das Leid aus einem bestimmten Grund existiert. Aber nur aus diesem Grund fühlen wir sie.

Aus der Kabbalalektion in Russisch vom 1/3/16

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Blitz Fragen-Antworten

Frage: Ist es denn notwendig, wenn man eine Beziehung angeht, dem Partner zu sagen, dass man sich mit der Kabbalah beschäftigt?

Meine Antwort: Ja, natürlich. Sogar, wenn man jemanden erst kennenlernt, sollte man wissen uns spüren, wie derjenige dazu steht. Am besten sollte man nicht vergessen, dass in der Regel ein Mensch „von außen“ nicht unbedingt als geeigneter  Partner passen wird. Es ist besser, jemanden aus unserer Gruppe auf der ganzen Welt zu wählen.

Frage: Warum muss ein Mann eine Frau versorgen?

Meine Antwort: So war es in jeder Kultur. Die Frau-bedeutet „Haus“, sie bekommt Kinder, zieht sie groß, kümmert sich um den Haushalt. Und der Mann muss „auf die Jagd gehen und das Mammut nach Hause bringen“

Frage: Hindert Sex die spirituelle Entwicklung?

Meine Antwort: Nein.

Frage: Viele Menschen stellen fest, besonders im hohen Alter, dass sie sich ihr ganzes Leben lang mit sinnlosen Sachen beschäftigt haben. Warum ist es so?

Meine Antwort: Es hängt davon ab, womit sie ihr Leben füllen. Sie können es wie „Tiere“ leben, oder aber auch als „Engel“.

Frage: Kann ein Ehepaar ohne Gruppe sich verbinden?

Meine Antwort: Ja, kann es. Aber es ist nicht einfach.

Frage: Nach welchen Kriterien sollte eine Frau einen Kabbalisten-Partner aussuchen?

Meine Antwort: Maximale Zielstrebigkeit, Gruppe, Unterrichte, usw. Wenn, dann nur so jemanden auswählen.

Frage: Wenn ein Mann seine Frau materiell nicht versorgen kann, er sich aber mit der Spiritualität beschäftigt – ist das normal? Heißt das, die Frau muss sich selbst versorgen?

Meine Antwort: In unserer Zeit kann ein  Mann in der Regel nicht alleine für die Familie sorgen. Wir haben solche Umstände, wo wir, um die Familie zu versorgen,  zwei Gehälter brauchen. Das ist nichts Neues. Daher sollte die Frau keine derartigen solche Bedingung stellen: “Du wirst dich erst dann mit Kabbalah beschäftigen, nachdem du mich versorgt hast“. Wenn der Mann eine Arbeit hat, ein Gehalt bekommt, ist das in Ordnung – mehr darf man von ihm nicht  verlangen.

Frage: Wenn ein Mann für seine spirituelle Entwicklung eine Frau braucht, wird der Schöpfer ihn zu einer Verbindung führen oder ist es die Wahl des Menschen?

Meine Antwort: Nein, der Mann muss sich selbst darum kümmern, eine Frau an seiner Seite zu haben. Man braucht das Gefühl der Verpflichtung, Verantwortung, Fürsorge, dass man zusammen ein Paar bildet. Es ist sehr wünschenswert für die spirituelle Entwicklung.

Aus der russischen Lektion.

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Erleuchtung durch Leid

Frage: Ist es möglich, Gott zu offenbaren, ohne dass man etwas über ihn liest, hört, oder an irgendwelche Erzählungen und Andeutungen glaubt?

Meine Antwort: Es ist möglich, aber schwierig. In der Geschichte gab es Kabbalisten, die sehr hohe spirituelle Stufen erlangt haben, ohne zu studieren. Ich weiß von einem Menschen, der in einem sowjetischen Konzentrationslager war und die Höhere Welt offenbart hatte. Dort begann er auf Hebräisch zu schreiben, ohne einen einzigen Buchstaben der Sprache zu kennen.

In Jahre 1980 zog er nach Israel und gab mir das Buch, das er im Lager schrieb und welches hier veröffentlicht wurde. Dieses Buch wurde auf Hebräisch geschrieben. Ich zeigte das Buch meinem Lehrer Rabash, und er sagte, dass dies eine sehr hohe spirituelle Errungenschaft sei. Aber es sei so individuell wie z. B. die Psalmen König Davids.

Ich fragte Rabash: „Wie konnte jemand, der die Sprache nicht kennt, so etwas schreiben?“. Er antwortete: „Es spielt keine Rolle. Gerade durch das große Leid, das er spürte, wurde ihm die Höhere Welt offenbart. Und seine Gefühle schrieb er auf Papier nieder“. So geschaht es. Wir existieren in der Höheren Welt, aber wir haben nicht das Verlangen danach! Doch dieser Mann erzielte den Durchbruch.

Das gleiche geschah mit einem Menschen Namens Vudka. Er war ebenfalls Insasse in einem Konzentrationslager und erlitt große Angst und Leiden. Er begann die Höhere Welt zu spüren, wenn auch nicht explizit, als würde er von einer Wolke umhüllt und gehalten. In der Tat ist es die erste Wahrnehmung der Höheren Welt, was er in seinem Buch beschrieb.

Ein paar Jahre später, als er nach Israel kam, trafen wir uns, aber zu dem Zeitpunkt verlor er jeglichen Bezug zur Spiritualität. Wenn er in der Haft geblieben wäre, hätte er vielleicht mehr erlangt. Er hatte die Erleuchtung und die Möglichkeit, gerade durch das Leid die Höhere Welt zu offenbaren.

Meinung: Viele Menschen leiden und kommen nicht zu solchen Offenbarungen.

Meine Antwort: Es hängt davon ab, woran sie leiden! Wenn ein Mensch leidet, weil er nach dem Sinn des Lebens sucht, und nicht, weil er eine Revolution, oder etwas anderes machen will, dann ist es möglich, zur Offenbarung zu gelangen. Schließlich befinden wir uns im Ozean des Höheren Lichts. Aber wir haben nicht das richtige Verlangen. Doch wenn das Verlangen wächst und die richtige Form annimmt, wird es auch mit Licht erfüllt. Es gibt keinen Gott, der oben sitzt und das Licht „verteilt“. Wir sind ja umgeben von dem Höheren Licht. Und wenn man ein starkes Verlangen nach dem Licht hat, spürt man es auch.

Frage: Wenn man die Erleuchtung durch Leid bekommt, bedeutet dies, wir werden geboren, um zu leiden?

Meine Antwort: Nein, wir werden geboren, um zur Ewigkeit, Vollkommenheit, Liebe und Harmonie zu gelangen. Leid ist der falsche Weg, um die Spiritualität zu erreichen. Außerdem birgt es nur einen vorübergehenden Kontakt mit der Höheren Welt. Dieser Zustand  dauert nicht lange, weil derjenige kein dauerhaftes Verlangen nach der Spiritualität hat, deswegen verschwindet so ein Zustand wieder.

Ich rate Ihnen, sich kein Beispiel daran zu nehmen. Zu so einer vorübergehenden Erleuchtung kommt man im Zustand vollkommener Frustration, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit – absoluter Dunkelheit! Die so genannte „leuchtende Malchut“ ist dann der Abgrund! Es ist ein Zustand, in welchem die ganze Materie einfriert. Das heißt, man kehrt zur Quelle der Schöpfung zurück. Immerhin bewegen wir uns alle wie auf einer Skala aufwärts.

Also man braucht nicht auf solche Zustände neidisch zu sein. Wenn man den richtigen und schnelleren Weg gehen möchte, um zur Spiritualität zu gelangen, ist es nur durch die Verbindung in einer kabbalistischen Gruppe möglich. Alles andere wäre nicht richtig.

In den Augenblicken großen Leides kann ein Mensch eine gewisse Trennung vom Egoismus erleben, weil die Qualen des Körpers ihn dazu zwingen. Sein ganzes Wesen leidet und er möchte einfach aus seinem Körper fliehen. In so einem Zustand kann man ein wenig diese Trennung fühlen. Und obwohl dies ein nicht materieller Zustand ist, ist es bei weitem kein spiritueller Zustand.

Aus der Lektion inrussischer Sprache, 20.12.2015

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Die Wahrheit über die Wirklichkeit

Im Hebräischen bedeutet Kabbala „Empfangen“. Doch Kabbala ist nicht nur empfangen. Es ist eine Methode, die uns lehrt, wie wir „richtig“ empfangen. Kabbala hilft Ihnen dabei, herauszufinden, wo Sie sich tatsächlich befinden. Sie zeigt die Grenzen der fünf Sinne und eröffnet Ihnen die Möglichkeit, einen „Sechsten Sinn“ zu entwickeln.

Dieser Sechste Sinn bereichert nicht nur Ihr Leben, sondern öffnet ebenfalls die Tür zu einer „schönen neuen Welt“. Darin gibt es weder Tod, noch Leid oder Schmerz. Und das Beste daran ist, dass Sie dafür nichts aufgeben müssen: man muss nicht sterben, um dorthin zu  gelangen; man muss weder fasten noch sich sonst irgendwie einschränken. Kurz gesagt entfernt Sie die Kabbala nicht von Ihrem normalen Leben; sie fügt allem, was geschieht, eine neue Bedeutung und Kraft hinzu. Ja, es stimmt, Kabbalisten genießen ihr Leben in vollen Zügen.

In seinem Essay „Das Wesen der Weisheit der Kabbala“ definiert Baal HaSulam die Kabbala wie folgt: Die Kabbala ist nicht mehr oder weniger als eine Folge von Wurzeln, die durch Ursache und Wirkung nach festgelegten Regeln absteigen und ein einziges erhabenes Ziel formen, das als „die Enthüllung Seiner Göttlichkeit an Seine Geschöpfe in dieser Welt“ beschrieben wird.

Empfangen – Entdeckung der Kraft des Gebens

Um die Art des Genusses zu verstehen, den ein Kabbalist empfängt, muss man zunächst die kabbalistischen Konzepte kennen: In der gesamten Wirklichkeit gibt es nur eine einzige Kraft – die Kraft des Gebens. Sie erzeugt „etwas“, das ihre Geschenke zu empfangen vermag. Die gebende Kraft wird in der Kabbala „Schöpfer“ genannt und das Erschaffene „Schöpfung“ oder „Geschöpf“. Das Geschöpf sind wir, die Menschheit als Gesamtes und jeder von uns persönlich.

Dieses Geschöpf durchläuft einen Prozess des Lernens und der Entwicklung und entdeckt am Ende seiner Reise die volle Pracht und Größe seines Erschaffers. Baal HaSulam erklärt, dass diese Enthüllung des Schöpfers an Seine Geschöpfe das Wesen und der Sinn der gesamten Schöpfung sind.

Aus dem Buch „Die verborgene Weisheit der Kabbala“.

Die Kabbala ist die Wissenschaft über die Liebe

„Ich schuf den bösen Trieb und die Tora zu dessen Korrektur“ – in diesem Ausspruch über die Tora liegt das ganze Vorhaben der Schöpfung. Und deswegen ist die Nächstenliebe das Hauptvorhaben und das Ziel der Tora. Und das Ziel der Schöpfung besteht darin, alle zur Verbindung, die Liebe heißt, zu bringen. Deshalb entwickelt der Schöpfer den Egoismus bei den Menschen ständig, damit sie die Notwendigkeit der Vereinigung zuerst für das eigene Überleben begreifen und den Kontakt mit Ihm suchen sollen, und erst dann für den höheren Sinn.

Die Kabbala ist als eine Lehre aus unserer Welt verschwunden, um den Egoismus 2000 Jahre lang wachsen lassen, damit es etwas zu korrigieren gibt. Es wurde vorausgesagt, dass das für die Korrektur notwendige Niveau der Selbstsucht Ende des 20. Jahrhundert (1995) erreicht sein wird.

„Liebe den Nächsten“ bedeutet die Vereinigung mit dem Nächsten, wenn jeder gegenseitig den anderen erfüllt. Das heißt, unter Liebe wird nicht der Genuss aus der „Nutzung“ des anderen, sondern die Erfüllung der erhabensten Wünsche des anderen Menschen verstanden. In diesem Fall erweckt die Liebe eine volle Vereinigung aller Menschen in einem System namens „Adam“.

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Über das Bedürfnis, andere zu kritisieren

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz, Neues Leben #684

Zusammenfassung

Es ist ganz natürlich, andere zu kritisieren, weil wir alle Egoisten sind. Jeder will der King sein und herrschen und sogar in der Schule können wir bereits sehen, wer die kritisierenden und schlauen Kinder sind. Diese Qualitäten begleiten sie in wichtige Positionen tw. von internationalem Niveau. Je stärker das Ego eines Menschen wächst, umso größer empfindet er den Unterschied zu anderen und umso größer ist seine Kritik an anderen.

Heute erlauben uns die sozialen Netzwerke und das Internet, alles zu kritisieren und alles zu äußern, was uns durch den Kopf geht, um Dampf abzulassen. In Zukunft wird das Ego sogar noch komplexer sein, der Stolz wird wachsen, und nur sehr wenige Menschen auf der Welt werden sich normal verhalten. In den ersten Tagen der Menschheit war das Ego kollektiv, aber da sich das Ego immer weiter entwickelt hat, fühlte jedes Stammesmitglied die Trennung voneinander. Der kritische Geist entwickelte sich weiter, um die Menschen voneinander zu trennen, bis zu unserem gegenwärtigen Zustand, wo jeder jeden hasst.

Ein Mensch attackiert denjenigen, der ihn kritisiert, während er sich selbst herausnimmt, jeden zu kritisieren, da er sich für den Schlaueren hält. Auf der nächsten Stufe der egoistischen Entwicklung wird sich der Mensch so weit entfernt von anderen fühlen, dass er mit ihnen nichts zu tun haben möchte, weder in wirtschaftlichen noch irgendwelchen anderen Belangen. Jeder von uns wird alleine zuhause sitzen und Maschinen werden die Arbeit für uns erledigen. Die Menschen werden sich noch nicht einmal sportlich betätigen, alles wird einfrieren.

Konstruktive Kritik kann es nur bei einem Menschen geben, den wir lieben, aber heutzutage hasst jeder jeden. Wenn sich jeder isoliert und einsam fühlt, und die Frage „Wofür lebe ich?“ in ihm erwacht, dann wird es zur Korrektur des Egos kommen.

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Kabbala – weil wir sie jetzt brauchen


Kabbala – weil wir sie jetzt brauchen

Die Kabbala verfolgt nur einen einzigen Zweck: Sie bietet einen Ansatz, der dem Menschen hilft, den Sinn seines Daseins zu verstehen. Heute fragen sich mehr Menschen als je zuvor nach dem Sinn des Lebens. Kabbala ist eine Lehre, die Einblicke und neue Perspektiven in das Leben bringt. Dies wiederum führt zu spiritueller Erfüllung und scheint der Grund für die heutige Beliebtheit der Kabbala zu sein. In Die Lehre der Zehn Sefirot, einem ausführlichen Kommentar zu den Schriften des ARI, schrieb Baal HaSulam, dass man dann bereit für die Kabbala sei, wenn man

  • sich manchmal fragt, wozu das Leben dient
  • sich wundert, warum man selbst und alles andere existiert
  • nicht weiß, warum das Leben zeitweise so schwierig ist.

Die passende Weisheit für die heutige Zeit

Im Kreislauf des Lebens hat jedes Teilchen seine spezielle Funktion. Kein Teil der Schöpfung kann tun und lassen, was er will, denn das Wohlergehen des Individuums hängt vom Wohlergehen des Kollektivs ab. Das Gesetz der wechselseitigen Abhängigkeit bedingt, dass kein Geschöpf ein anderes übervorteilt, denn jeder zugefügte Schaden fällt auf es selbst zurück.

Der Mensch ist die Ausnahme von dieser Regel, obwohl natürlich nicht alle Menschen rücksichtslos handeln und sich dadurch auch selbst Schaden zufügen. Wir versuchen, unsere Umgebung oder unsere Mitmenschen zu beherrschen und glauben, dass wir sie in die Form zwingen können, die uns gefällt. Doch ein kurzer Blick auf die Nachrichten zeigt uns das Ergebnis solcher Versuche; alles, was wir dadurch erreichen, ist Unglück für uns selbst und andere. Wie wir in Teil Drei zeigen werden, wurde nichts ohne Grund erschaffen, nicht einmal die menschliche Zerstörungswut.

Diese scheint eine große Bedrohung für unsere Umwelt zu sein. Daher verwundert es nicht, dass sich die Menschen heute mehr denn je die Sinnfrage stellen. Die Weisheit der Kabbala kann uns zwar nicht dabei helfen, diese Frage bis ins Letzte zu beantworten, sie bietet aber Mittel zu einer tiefergehenden Untersuchung.

Wenn Menschen begreifen, dass Reichtum, Sex und Macht sie nicht zufriedener machen, fragen sie sich nicht länger nach dem Wie sondern mehr nach dem Warum. In solchen Zeiten haben daher viele Lehren, die Antworten auf das Warum geben, gute Chancen auf Popularität. Da Kabbala sich speziell mit der Frage nach dem Sinn des Lebens befasst, überrascht es nicht, dass viele Menschen sie attraktiv finden. Ihre Beliebtheit bei Prominenten trägt zusätzlich zu ihrer Verbreitung bei.

Aus dem Buch: „Die verborgene Weisheit der Kabbala“

Wie man ein guter Mensch sein kann

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levy und Tal Mandelbaum Ben Moshe

Zusammenfassung

Wenn die Menschen sehen werden, dass es unmöglich ist, so weiter zu leben wie wir es heute tun, wird sich die Situation zum Besseren verändern. Die Erkenntnis des Bösen in unserer Situation kann durch das Leben selbst kommen, und das wird schmerzhaft sein, oder durch die Entwicklung unseres Bewusstseins. Ein gutes Beispiel für die Entwicklung des Bewusstseins durch Leiden kann man schon in der globalen Kampagne gegen das Rauchen sehen. Verborgen in der Natur gibt es eine versteckte, positive Kraft, die den bösen Trieb in uns ausgleichen kann, und die Weisheit der Kabbala ist ein Mittel, um sie zu entdecken. Die positive Kraft wird Licht genannt, und dieses Licht macht es möglich, dass ein Mensch seine bösartige Natur kontrollieren lernt und das Gleichgewicht erreicht. Wenn wir die verborgene positive Kraft in unser Leben bringen wollen, ist es sinnvoll, sich der Weisheit der Kabbala anzunähern.

In den Gesprächskreisen, die nach der Methode der Kabbala durchgeführt werden, werden 10 Menschen zusammen zu einem Detektor der positiven Kraft. Die Gesprächskreise der Kabbala sind ein Mittel, um die verborgene gute Kraft in der Natur in uns zu wecken und das Gleichgewicht zu erreichen. Wenn wir Verbindung und Liebe in Israel aufbauen, wird niemand uns schaden wollen; es wird wahre Sicherheit für uns bringen. Warum? Das ist wie ein Körper in Homöostase, in der Krankheiten kaum Chancen haben, da das Immunsystem im Ausgleich ist. Wenn wir untereinander im Gleichgewicht sind, werden die Kritiker von heute unsere Freunde werden; sie werden fühlen, dass es gut ist, mit uns zu sein.

Ein Mensch, der einen Gesprächskreis im Fernsehen oder im Internet zusieht oder der unseren Gesprächen zuhört, kommt dem Gleichgewicht näher. Die gute Kraft gleicht das Böse in uns aus und bringt Gesundheit, Ruhe, Schutz, eine gute Einstellung und Weisheit auf allen Ebenen. Doch letztendlich stehen wir vor schwierigen Situationen; wir müssen lernen, das Böse in uns auszugleichen. Kabbala ist die Methode, mit der wir dies erlangen können.

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