Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Gleichgewicht im neuen sozialen Netzwerk

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Zusammenfassung

Wie können wir Wohlstand anstatt Notstand fühlen? Wie können gegenseitige Verantwortung und Verbindung zwischen uns dies fördern, und wie bewegen wir uns auf die Werte der Liebe, Unterstützung und gegenseitigen Garantie zu?

Das neue soziale Netzwerk wird durch Bildung, Medien und Workshops aufgebaut werden. Das Netzwerk-Gleichgewicht wird gemessen, indem man testet, ob Menschen von der Verbindung erfüllt werden, vom spirituellen Teil. Die Menschen werden an der integralen Bildung teilnehmen und darin investieren, bis diese sich auf der ganzen Welt ausbreitet.

Aus KabTVs „Neues Leben # 54 – Gleichgewicht im neuen sozialen Netzwerk“  8/9/12

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Gemäß den Gesetzen unserer Welt

Frage: Wenn jemand mich in unserer Welt verletzt, ist es notwendig, den Konflikt mit Liebe zu lösen?

Meine Antwort:  Nein. In dieser Welt handeln wir nach deren Gesetzen. Die Handlung ist der Gegenwirkung gleich. Eine Person muss erzogen werden, andere nicht zu verletzen. Die Tora sagt: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“.

Viele Menschen hatten Schwierigkeiten während der Wanderung durch die Sinaiwüste, und Moses bestrafte sie immer. Die Korrektur durch Bestrafung dauerte 40 Jahre, bis die Generation vollständig durch eine Neue ersetzt wurde, bereit, in das Land Israels einzutreten. Die Tora spricht nicht von Vergebung. Und wir sehen das nirgendwo auf der Welt! Das sind alles nur schöne Worte und Lügen! Weshalb sollten wir uns so verhalten, wenn unsere Natur es überhaupt nicht akzeptiert?

Frage: Was bedeutet dann der Satz: „Das Gute lieben und das Böse hassen“?

Meine Antwort:  Genau, wir müssen das Gute lieben und das Böse hassen. Aber das bedeutet nicht, dass, wenn man auf eine Wange geschlagen wird, die andere hinhalten soll. Dies wird ein Individuum niemals zu einer Person machen. Man selbst schadet ihm. Er wird sehen, dass er eine Belohnung für schlechte Taten erhält und genauso weiter handeln.

 

Aus dem Kabbala-Unterricht auf Russisch 12/10/17

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Dunkelheit vor der Morgendämmerung

Wir müssen nach solchen Veränderungen suchen, die uns zur Erkenntnis des Bösen, der Dunkelheit zwischen uns führen. Was bedeutet es, „die Morgendämmerung selbst zu erwecken (Dunkelheit vor der Morgendämmerung)“? Ich enthülle das Schwarze, die Dunkelheit, den Mangel in unseren Beziehungen, den ich wegen meiner Gewohnheiten zuvor noch nicht gesehen habe.
Aufgrund der vorgenommenen Änderungen wird es für mich unbequem, aber das bedeutet nicht, dass ich alles hinschmeiße und nicht mehr komme. Wenn wir die Morgendämmerung erwecken, schaffen wir einen Ort für das Gebet, wir lernen, den Schöpfer zu bitten. Denn das ist das Einzige, was wir brauchen: Mängel zum Vorschein zu bringen, die mit dem Weg zusammenhängen, deren Korrektur wir vom Schöpfer fordern, erbitten, damit Er uns voranbringt.
Wir werden uns in solchen Zuständen befinden, die wir alleine weder ändern noch korrigieren können. Aber wir werden herausfinden, was genau korrigiert werden muss, was mit uns passiert. Auf dem Weg der „Beschleunigung der Zeit“ (Achishena) muss man selbst nach der Dunkelheit suchen, wie ein gebückter alter Mann, der geht und nach etwas sucht, als ob er etwas verloren hätte. Wir müssen den Sonnenaufgang selbst erwecken, wir müssen lernen, selbstständig zu gehen, wie ein Baby, welches die ersten Schritte macht.
Das Ziel ist ein Gebet, um Hilfe vom Schöpfer zu bekommen. Wir können das beschleunigen, wenn wir den Sonnenaufgang selbst herbeiführen, indem wir die Dunkelheit vor dem Sonnenaufgang, den Mangel, enthüllen. Die Wahrnehmung des Mangels ist bereits ein Gebet, und vielleicht wird es so stark, dass wir eine Antwort vom Schöpfer erhalten und zu einem Dialog mit Ihm kommen, wie geschrieben steht: „Ich komme zum Geliebten und der Geliebte zu mir“.
Dies ist eine neue, sehr wichtige Phase: uns die richtige Einstellung gegenüber dem Schicksal, die richtige Anwendung der höheren Kraft beizubringen. Auf diese Weise tritt man in die Arbeit „Achishena“ ein, wenn wir nicht mehr einfach nach vorne gezogen oder von hinten geschoben werden, sondern unsere Schritte selbst initiieren und bestimmen.
Veränderungen zeigen Probleme auf, die im Inneren verborgen waren. Denn die gewohnten Mängel werden unauffällig und haben daher keine Chance auf eine Korrektur. Wenn aber diese Hindernisse plötzlich aufgedeckt werden, rufen sie ein Gebet zum Schöpfer um Hilfe wach, auf welches es eine Reaktion von oben gibt. Wir erheben MAN zum Schöpfer und empfangen von Ihm MAD. Dies sind bereits Handlungen, die uns mit dem Schöpfer verbinden und den Kontakt mit Ihm offenbaren.

 

Aus der Morgenlektion 06/26/2018

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Gematria – Die Sprache für die Beschreibung der höheren Welt

Frage: Ist die Logik unserer Welt in der Spiritualität enthalten? Zum Beispiel, sind zwei plus zwei auch gleich vier?

Antwort: In der Spiritualität ist die Logik unserer Welt nicht enthalten. Dort gibt es keine Arithmetik, aber es gibt viele andere Berechnungen, abhängig davon, womit man arbeitet. Wir werden auf verschiedenen Stufen eine unterschiedliche Mathematik haben.

Frage: Ist die spirituelle Arithmetik die Gematria der Worte? Ist sie mit dem Wunsch verbunden?

Antwort: Natürlich, weil jeder Buchstabe an sich die Kombination verschiedener Proportionen der Kräfte des Gebens und Empfangens darstellt. Jeder Buchstabe schafft die eine oder andere besondere Grundform. Deshalb sind die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets die Grundlage.

Die ersten neun Buchstaben entsprechen den neun Sefirot von Bina, die zweiten neun Buchstaben sind die neun Sefirot von Seir Anpin und die vier letzten Buchstaben sind die vier Sefirot von Malchut. Es gibt noch fünf zusätzliche Buchstaben, die aus dem Parssa gebildet werden.

Frage: Alle Elemente der Buchstaben: Punkt, horizontale Linie, vertikale Linie – sind alle diese Kräfte?

Antwort: Ja. Buchstaben repräsentieren eine bestimmte Kombination von Kräften des Gebens und des Empfangens. Es gibt keine andere Kombination.

Der Schöpfer schuf den Wunsch zu empfangen (der schwarze Punkt). Während des Entwicklungsprozesses der Verlangen hat Er ständig Einfluss darauf genommen und alle möglichen Kombinationen Seines Einflusses gesammelt. Deshalb, wenn der schwarze Punkt auf dem Hintergrund des weißen Lichts reflektiert wird, zeigt er die Korrelation zwischen dem höheren Licht und sich selbst, seinen Wünschen. Dies erzeugt die 22 Muster.

Die Gesetze der Gematria sind überall gleich, die zehn Sefirot verändern sich nicht. Aber das spiegelt sich nicht in der Mathematik unserer Welt wider. Die Gematria ist eine der Sprachen, die die höhere Welt und ihre Prozesse beschreibt. Sie ist die Sprache der Kabbala.

Aus der Kabbala-Lektion, 25.2.18

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Blitz Antworten vom Kabbalisten

Frage: Welche Charakteristika besitzt die Seele? Beziehen sich die unterschiedlichen Charakterzüge und Eigenschaften eines Menschen auf die Seele?

Meine Antwort: Nein. Die Seele ist nur die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Sie steht in keinem Verhältnis zu dem, was wir unter der Liebe und dem Geben in unserer Welt verstehen: Der Peter liebt die Elke, die Elke liebt den Peter, oder der Manfred schenkt Lena ein Geschenk. Das ist nicht dieselbe Liebe und nicht dasselbe Geschenk, worum es hier geht.

Frage: Wie kann es sein, dass eine höhere Seele, die bedeutsamer und stärker ist, in keiner Weise auf das niedrigere und schwache weltliche Niveau Einfluss nimmt?

Meine Antwort: Sie wirkt, und wie! Sie wirkt aber so, dass diese niederen, schwachen Seelen sie nicht wahrnehmen. Mehr noch, sie nimmt an ihrer Entwicklung teil.

Frage: Gibt es im Weltall so einen Planeten, wo Adam mit einer vollkommener Seele erschaffen wurde, die nicht zerbrochen wurde und nicht solchen Kreisläufen der Körper durch Geburt und Tod ausgesetzt ist?

Meine Antwort: Sie werden nirgendwo, außer auf der Erde, solch ein Leben wie hier antreffen, ein Leben, welches in der spirituellen Welt seine Fortsetzung hat. Darin ist unser Planet einzigartig.

Frage: Welches sind die Gesetze der Seele?

Meine Antwort: Die Gesetze der höheren Welt: die Eigenschaft des Gebens, die Abhängigkeit von dem Massach (Schirm), Awiut (die Tiefe des Verlangens), Reshimot (Daten spiritueller Informationen). Alles, was wir in der Kabbala studieren, sind die Gesetze der Entwicklung der Seele.

Frage: Was die Reife der Seelen betrifft, kann es sein, dass in unserer jetzigen Manifestation einige Seelen bereits höher aufgestiegen sind, und andere haben keine Hoffnung und sind dazu bestimmt wiedergeboren zu werden?

Meine Antwort: Ja. Im Prinzip ist das so.

Frage: Wie wirkt die Religion auf die Entwicklung der Seele?

Meine Antwort: Gar nicht. Die Religion hat überhaupt keinen Einfluss auf die Entwicklung der Seele. Studieren Sie deswegen lieber die Kabbala.

Frage: Kann man sagen, dass ich zu Lebzeiten in die höheren Welten aufsteigen kann, indem ich eine Seele erlange und die höheren Kräfte anziehe? Kann ich selber weiter aufsteigen und die Menschheit erheben? Ist das der Sinn der Kabbala?

Meine Antwort: Ja. Das ist sehr gut formuliert.

Frage: Können sie auf unserer Erde bleiben, für Ihre Schüler und alle, die zu Schülern werden,  bis zu vollen Vereinigung der Seele von Adam?

Meine Antwort: Wir sind in jedem Fall verbunden. Wenn es nötig wird, werde ich verschwinden; wenn es nötig wird, werde ich zurückkehren.

Frage: Wenn der Mensch seine nächste fehlerhafte Wahl trifft, die der Entwicklung seiner Seele nicht hilft, lenken ihn dann die höheren Kräfte zur richtigen Wahl?

Meine Antwort: Nein. Die höheren Kräfte geben Ihnen nur die Möglichkeit, damit Sie mithilfe der Freiheit der Wahl wählen können, ob Sie voranschreiten wollen oder nicht.

Frage: Kann ein Verbrecher oder ein Dieb ein spiritueller Mensch sein?

Meine Antwort: Nein. Der spirituelle Mensch ist nicht fähig zu klauen. Er kann eine Handlung ausüben, die in unseren Augen wie das Böse aussieht, aber in Wirklichkeit dient das dem höheren Ziel.

Frage: Wieso sind genau wir für die Wissenschaft der Kabbala auserwählt und nicht jemand anderer?

Meine Antwort: Eure Seelen sind schon reif. Ihr seid die größten Egoisten, deswegen seid ihr reif für die Kabbala.

Frage: Gibt es besondere, auserwählte Seelen, und spüren sie ihre Einmaligkeit?

Meine Antwort: Die Einmaligkeit spürt jeder Mensch, weil seine Seele individuell ist. Die Einmaligkeit wird nur durch die Realisation überprüft. Deswegen muss man sich zur spirituellen Verwirklichung seriös vorbereiten, daran teilnehmen, sie initiieren.

 

Aus der täglichen Kabbalalektion in Russisch 1/14/18

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Auf der letzten Etappe der menschlichen Entwicklung

Frage: Wenn die Offenbarung der Spiritualität individuell ist, wie können dann die Resultate der Verbindung mit den anderen darauf Einfluss nehmen, dass ich alles, was ich in der Vergangenheit durchgemacht habe, nicht mehr wiederholen muss?

Meine Antwort: Wir sind die ersten auf der letzten Etappe der Entwicklung der Menschheit und wir müssen sie komplett durchlaufen.  

Weil die Kabbala verhüllt wurde, verborgen vor Millionen von Menschen über 2000 Jahre lang, müssen wir sie heute wieder beleben und beginnen sie zu verbreiten. Deswegen sind wir Wegbereiter, Pioniere in ihrer Verbreitung.

Die Frage lautet: Sind irgendwelche Korrekturen in der Vergangenheit gemacht worden, die wir jetzt nicht mehr durchmachen müssen? Man kann sagen, dass auf dem unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveau die Korrekturen der Seele praktisch abgeschlossen sind. Die letzte Stufe muss noch korrigiert werden.

 

Aus der Kabbala Lektion in Russisch 2/18/18

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Das Höhere Licht korrigiert alles

Frage: Ist es möglich, das Höhere Licht in so einem Ausmaß wahrzunehmen, dass ich beginne, in dieser Welt geheilt zu werden?

Antwort: Es ist möglich, aber das kann niemand versprechen. Es ist nicht einfach.
Das Höchste Licht korrigiert absolut alles auf allen Ebenen: der physischen, der moralischen, der psychologischen Ebene usw. Aber wir können das noch nicht gezielt beeinflussen. Es wird die Zeit kommen, ihr werdet ein wenig Erfahrungen sammeln und sehen, dass die Kabbala wirklich zu allem fähig ist.

Frage: Andererseits sagen Sie, dass man für sich selbst nicht beten darf. Oder gibt es dennoch Dinge,  wonach man für sich selbst bitten darf?

Antwort: Wenn ein Mensch nicht in der Lage ist, die höhere spirituelle Arbeit zu verrichten, weil ihn etwas hindert, dann kann er darum bitten, dass er sich über diese Störungen erheben kann.

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 18.02.2018

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Sehnsucht nach dem Schöpfer

Frage: Wird meine Sehnsucht nach der Wahrnehmung des Spirituellen, des Schöpfers, mit der Zeit ab- oder zunehmen?

Antwort: Die Sehnsucht nach dem Schöpfer wächst. Bis ich die Spiritualität erreicht habe, befinde ich mich ständig in einem zunehmenden Verlangen danach, in Verwirrung und in Missverständnissen.

Frage: Wenn die Sehnsucht wächst, nehme ich das mit Freude wahr?

Antwort: Hier gibt es verschiedene Nuancen, von denen du keine Notiz mehr nehmen wirst, du wirst aufhören, darauf zu achten.
Natürlich gibt es in der Gruppe alle möglichen Momente: traurige, lustige, nervige usw. aber Freunde müssen verstehen, dass sie sich in einem angespannten inneren Zustand befinden, sie müssen all dies durchmachen, und auf sie kommt noch vieles zu.

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 18.02.2018

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Zusammen die Morgendämmerung erwecken

Wir bringen uns absichtlich selbst aus dem Gleichgewicht, damit wir spüren können, wie sehr wir den Schöpfer brauchen. Es steht geschrieben: „Israel beschleunigt die Zeit“. Deshalb können wir nicht da sitzen und darauf warten, dass etwas von allein geschieht. Wir müssen selbst handeln.

Wenn sich derselbe Zustand immer wieder wiederholt, nennt man das Tod. Das muss ich versuchen zu ändern. Es liegt in meiner Macht, mich Tag und Nacht zu verändern. All dies dient nur dazu, ein Bedürfnis nach dem Schöpfer aufzubauen. Wir wollen uns mit Kraft in Zustände versetzen, in denen wir ohne die Hilfe des Schöpfers nicht zurechtkommen.

Es geht nicht darum, Leid über uns selbst zu bringen. Dies sind aber keine schlechten Zustände. Das Böse ist das, was ohne unsere vorausgegangene Vorbereitung kommt, das, was vom Weg des Leidens kommt. Aber ich gehe auf dem Weg der Beschleunigung des Lichtes –Achishena – und erwecke mich selbst: „Ich wecke die Morgendämmerung.“ Ich möchte selber die Dunkelheit und die Dämmerung fühlen, weil ich dadurch einen Geschmack dafür entwickle. Und ohnedem habe ich keinen Geschmack, wie geschmackloses Essen ohne Salz und Pfeffer.

Das ist ein positiver Zustand, kein negativer, wo es sich anfühlt, als würde der Boden unter deinen Füßen verschwinden, Angst ergreift dich, dein Kopf ist vernebelt und deine ganze Grundlage ist weg. Zusammen mit diesem Zustand verstehe ich, irgendwo in einer weit entfernten Ecke des Geistes, dass dies nur geschieht, um mich voranzubringen, und deshalb freue ich mich. Das ist nicht der Weg des Leidens – zusammen erwecken wir die Morgendämmerung. Wir müssen den Raum frei machen, den der Schöpfer füllen wird. Und im nächsten Moment verschlingt mich wieder die Angst.

Wenn die Angst vor der Zukunft in mir erwacht und ich gleichzeitig verstehe, dass all dies vom Schöpfer so eingerichtet wird, um mich näher zu Ihm zu bringen, und ich an Ihm festhalte, dann rechtfertige ich meinen Zustand und meine Angst, wie kurz der Augenblick auch sein mag. Die Hauptsache ist, dass ich die Verbindung mit dem Schöpfer erreicht habe, und ich sehe, dass der Ausgangspunkt von allem, was passierte, in Ihm lag.

Ich verliere schnell wieder die Verbindung mit dem Schöpfer, und wieder bin ich ein Neugeborenes, das seine Mutter verloren hat, das sich umschaut und sie nirgendwo sieht. Dies ist ein egoistischer Ansatz, aber es ist bereits das richtige Verlangen nach dem Schöpfer.

 

Aus dem 1. Teil der täglichen Kabbala-Lektion am 24.6.18
Vorbereitung auf den Kongress in Italien 2018

Die Nationalität resultiert aus den Eigenschaften der Seele


Drei Fragen, die ich über die Vorstellung von Nationalität und Israel erhielt

Frage: Wenn ein Mensch als Jude geboren wird, bedeutet das, dass er immer als Jude wiedergeboren wird?

Antwort: Ja, denn seine Seele stammt aus Babylon und nahm den Weg der Korrektur, stieg dann während der Zeit der Tempel zur Stufe der vollständigen, persönlichen Korrektur auf und fiel dann von diesem Level auf die Stufe aller Seelen in dieser Welt, um 2000 Jahre zusammen mit ihnen zu verbringen (und sogar schlechter dran als sie), während sie sich im Exil vom spirituellen Leben befinden. Genau diese Seele muss aufsteigen und allen anderen helfen, dasselbe zu tun – allen Seele helfen die vollständige Korrektur zu erreichen.

Frage: Wenn die Antwort ja ist, ist es dann deswegen, weil die Nation Israel auserwählt wurde, den Plan des Schöpfers zu überbringen? Dies würde bedeuten, dass alle anderen Menschen auch weiter in der gleichen Nationalität geboren werden, in der sie begonnen haben?

Antwort: Ja. Jedoch wissen wir nichts über die anderen zehn Stämme, wo sie sind und wer sie heute sind. Es ist möglich, dass sie heute einige Milliarden Menschen sind – die, die auf dem spirituellen Level waren und während der Zeit des ersten Tempels herunterfielen. Wir lernen über diesen Fall und seine Korrektur aus dem Zerbrechen von zwei Partzufim, DACHGAT und NHY, in der Welt Nekudim, ihrem gemeinsamen Fall und ihrer gemeinsamen Korrektur. Nachzulesen im Teil 6 und 7 des Talmud Esser Sefirot.

Frage: Was passiert, wenn ein Mensch zum Judentum konvertiert und sehr hart an dem Versuch arbeitet, den Schöpfer zu erreichen? Wird er auch ein Teil der Nation Israel (physisch und spirituell)?

Antwort: Es gibt keine solche Nation. Diese Menschen sind antike Babylonier, welche damals anfingen, sich selbst zu korrigieren. Die anderen, die sich weiterhin egoistisch entwickelten, gingen dazu über, sich aus den 70 Kräften von Seir Anpin der Welt Atzilut zu entwickeln und deswegen werden sie Nationen genannt – jede hat ihre eigene Form von Egoismus.

Die früheren hießen „Hebräer“, was vom Wort Ever kommt, „drüben“ (über dem Machsom), „Juden“ – weil sie auf die Korrektur oder den Messias warten und Yehudi (Jude), was vom Wort Yehud stammt und Einigkeit (mit dem Schöpfer) bedeutet. Das ist es, was sie von ihren Brüdern trennt, den anderen Babyloniern. Niemand konvertiert einfach nur zum Judentum, auf die Art, wie wir es in unserer Welt sehen, sondern spirituelles Judentum ist vielmehr, wenn sich jemand selbst auf die Stufe des Schöpfers korrigiert, wenn jemand durch das Studium der Kabbala den Schöpfer erreicht. Genau wie in früheren Zeiten wurden die, die heute die Nation Israel sind, von den anderen Babyloniern getrennt, da sie anfingen, ihren Egoismus zu korrigieren.

Man sollte die Welt als die gleiche babylonische Zivilisation ansehen, als einen Teil, der sich zeitweise selbst korrigiert – und heute muss jeder korrigiert und wie der Schöpfer werden. Es gibt so etwas wie physisches Judentum nicht, genauso wie es keine Religionen, Glauben und so weiter gibt. Alle diese Dinge sind falsch und egoistisch im Verständnis der Kabbala. Woher haben Menschen genau solche Vorstellungen, auch wenn sie falsch liegen? Sie hatten diese Ideen entweder weil ihre Seelen verborgen waren vor ihrem Inneren oder vom Fall der Kabbala auf das egoistische Level. Wer waren die früheren Nationen? Sie waren Heiden oder Gläubige wie Römer oder Griechen. Alles andere rührte vom spirituellen Fall her, um die Entwicklung der Babylonier zu beschleunigen und sie von der Notwendigkeit zu überzeugen, dem Schöpfer gleich zu werden.

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