Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Alles geschieht in uns

Frage: Wieso können wir nicht offenbaren, auf welche Weise der Schöpfer Seine Handlungen durchführt, sondern nur verstehen wie diese Handlungen von uns wahrgenommen werden?

Meine Antwort: Weil diese Handlungen in uns geschehen. Oben gibt es keinen Plan, der dann zu uns absteigt.

Wir können über so eine Entwicklung der Geschehnisse sprechen, weil uns das näher ist, verständlicher, aber in Wirklichkeit geschieht alles in uns.

Alles geht nur von unseren inneren, von uns nicht wahrnehmbaren Zuständen aus und nähert sich immer mehr den äußeren Zuständen.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 2/18/18

[#229213]

Zwischen einem Menschen und der höheren Kraft

Gruppe = 10 + Menschheit

Die Gruppe befindet sich zwischen einem Mensch und der höheren Kraft. Ein Mensch hat keine Chance, mit der höheren Kraft zu arbeiten, sie zu empfangen oder ihr zu geben, wenn er die Gruppe umgeht. Auch wenn es scheint, dass er vor zehn Jahren allein war, gehörte er immer noch zur Gruppe, es  war nur vor ihm verborgen. Wenn er jetzt in einer zufälligen Gruppe sitzt, dann tauchen verschiedene Gelegenheiten auf, um eine Verbindung mit dem Schöpfer herzustellen.

Die Gruppe ist immer da. Sie heißt Adam (Mensch). Die Gruppe ist das gesamte System: ein Zehner und die gesamte Menschheit. Wenn also jemand vom Schöpfer für sich selbst bitten möchte, unter Umgehung der Gruppe, dann liegt er falsch. Nichts Ernsthaftes wird daraus entstehen, wie bei einem Anfänger. Wenn ein Mensch wirklich eine Verbindung mit dem Schöpfer herstellen möchte, muss sie sich der Gruppe anschließen und den Schöpfer darin offenbaren.

Wir werden nie in der Lage sein, irgendeinen Bereich oberhalb der Gruppe zu fühlen, denn der Schöpfer befindet sich in ihr. Eine Gruppe ist eine permanente Struktur, aber sie ist verborgen und der Schöpfer ist auch ein permanentes Element, und Er ist verborgen. Die Gruppe hat angeblich eine körperliche Manifestation, als ob wir Freunde sehen. Aber in dem Moment, in dem sich die wahre Gruppe – der spirituelle Bereich, die spirituelle Qualität und die höhere Kraft – uns offenbart, wird der Schöpfer auch in ihr offenbart werden. Das Eine kann ohne das Andere nicht existieren.

 

Aus dem 1. Teil der täglichen Kabbala Lektion 6/29/18,
Thema: „Von der Hilflosigkeit zum Schrei zum Schöpfer“

Durch die Verlangen der Anderen leben

Frage: Wenn wir nichts von der wahren Schöpfung wahrnehmen, was nehmen wir dann wahr, wenn wir lieben, Essen zu uns nehmen oder die Sterne anschauen?

Meine Antwort:  Wir nehmen war, wie unser winzig kleiner Egoismus genießt. In ihm befindet sich unserer Meinung nach die ganze Welt, das ganze Leben. Außerhalb seiner Grenzen spüren wir nichts.

Frage: Bedeutet das, dass es nichts Poetisches gibt beim Sterne anschauen, bei Leid oder Liebe? Gibt es keine Poesie, keine Romantik?

Meine Antwort: So lebt die irdische Materie: die Tiere und die Menschen. Das sind aber keine spirituellen Erlebnisse. Die spirituellen Erlebnisse entstehen aus anderen Zuständen: außerhalb von mir, wenn ich jemanden außerhalb von mir wahrnehme und seine Gedanken lebe, seine Gefühle. Ich lebe in der Möglichkeit, ihn zu füllen.

Dabei beginne ich mich dem Schöpfer, der die Materie erschuf und sie belebt und ständig in noch höhere Niveaus transformiert, ähnlich zu fühlen. Wenn ich spüre, dass ich den anderen erfüllen kann, ihn sättigen kann, zum Guten ändern kann, nicht nach meiner Meinung, sondern nach seiner Meinung, dann nehme ich mich wie den Schöpfer wahr und ich spüre das, was der Schöpfer spürt. Das nennt man das spirituelle Leben.

Frage: Wie lautet das zentrale Gesetz des spirituellen Lebens?

Antwort: Die Verlangen der Anderen zu leben.

Frage: Wieso nehme ich die spirituelle Welt nicht wahr?

Meine Antwort: Weil du noch keine Absicht, kein Verlagen, kein Streben hast, um die anderen anstatt dich selber zu fühlen.
Was bedeutet „anstatt dich selber“? Das heißt, andere wie ein Objekt zu fühlen, und dich selbst wie ein Instrument, um dieses Objekt in einen richtigen, guten Zustand zu bringen.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 2/25/18

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Wo überschneiden sich Materie und spirituelle Intelligenz?

Frage: Wie überschneiden sich die beiden Realitäten: Materie und spirituelle Intelligenz?

Antwort: Auf jeder Stufe der spirituellen Leiter bilden Materie und spirituelle Intelligenz zwei sich gegenseitig ergänzende Systeme und sie bilden ein gemeinsames Ganzes.
Deshalb werden sie drei Linien genannt: eine von ihnen ist das Licht, die zweite ist das Verlangen, und zwischen ihnen gibt es die dritte Linie, die sie verbindet.

 

Aus der Kabbala-Lektion in Russisch, 18.3.18

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Was geht mich mein Nachbar an?

Frage: Wenn ich mich mit der spirituellen Arbeit beschäftige, was hat dies mit den Verlangen und Kümmernissen des anderen zu tun? Was geht mich an, was mein Hund oder mein Nachbar empfinden?

Antwort: Wenn ich einem anderen gebe, wenn ich ihn erfülle, dann fühle ich mich dabei wie der Schöpfer und ich befinde mich in der Höheren Welt, und der andere befindet sich hingegen in unserer Welt. Es spielt für mich keine Rolle, wer dieser andere ist.
Wenn ich aus meinem Verlangen heraus kommen und den anderen erfüllen kann, dabei seine Verlangen als grundlegend und meine eigenen als sekundär, helfend und erfüllend empfinde, dann fühle ich mich genauso wie der Schöpfer.

Frage: Wie muss dabei meine Absicht sein?

Antwort: Das Verlangen einen anderen Menschen zu erfüllen – um sich dem Schöpfer anzugleichen, weil ich dadurch dem Schöpfer Genuss bereite.

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 25.02.2018
[# 228323]

9. Av – In der Zwinge zwischen Plus und Minus

Frage: Wieso wird der 9. Av zu dem schrecklichsten Tag des Jahres?

Antwort: Wir befinden uns unter der Leitung eines Systems der Kräfte das auf uns mal günstig, mal ungünstig wirkt, um uns aufzuwecken und uns die Möglichkeit zu geben, diese Kräfte richtig zu vereinigen um zur mittleren Linie zu kommen. Wenn wir diese Kräfte ausgleichen, kommen wir zur Harmonie. Das ist möglich! Das ganze Jahr gibt es dann die angenehme Temperatur von 25 Grad und alles im Leben wird gut, egal in welchem Aspekt. Der Mensch ist in der Lage, alle Kräfte der Natur zu balancieren, indem er sie ins Gleichgewicht bringt. Am 9. Av wirken die Kräfte des Gerichts am stärksten. In Wirklichkeit aber sind sie gar nicht negativ. Sie versuchen uns zum Gleichgewicht zu bringen, die ganze Natur zu balancieren.

Frage: Sind diese Kräfte stärker als der Mensch?

Antwort: Natürlich sind sie stärker – sie zwingen den Menschen das zu tun, was er tun muss. Die Naturkräfte wirken auf uns und zwingen uns, uns zu ändern. Wir sehen, was für ein Chaos in der Welt herrscht. Die Welt verfällt und rutscht tiefer und tiefer  –  das zwingt uns zu handeln. Genau jetzt ist es möglich, die Wissenschaft der Kabbala für alle aufzudecken und zu zeigen, dass sie uns Möglichkeiten gibt, unser Leben zu erleichtern, da alles in unseren Händen liegt.

Lasst uns ruhig und rational alle Aspekte anschauen und gemeinsam entscheiden, wie wir unser Leben ins Gleichgewicht bringen können. Die Kräfte des Gerichtes scheinen uns nur am Anfang als böse Kräfte. In Wirklichkeit aber gibt es nichts besseres als sie, da sie uns zur Korrektur drängeln. Das Gleichgewicht kann man nur mit Hilfe der Kabbala erlangen – wir alleine haben keine Kraft dazu. Wir brauchen eine zusätzliche Kraft von oben, die  höher als unsere Natur ist –  die Kraft des Geben, der Liebe und der Einheit. Diese Kraft ist in der Lage, die positiven und die negativen Kräfte auszugleichen. Unser Problem besteht darin, dass wir uns zwischen den beiden entgegengesetzten Kräften befinden: plus und minus. Unter ihrer Herrschaft. Deswegen müssen wir sie richtig benutzen. Darauf basiert der gesamte technische Progress: Jedes Triebwerk arbeitet nur unter dem richtigen Einschluss von plus und minus, damit die beiden Kräfte es einschalten können, damit es für uns die richtige Arbeit erledigt.

Wir befinden uns inmitten der Natur, in der positive und negative Kräfte herrschen. Das einziges Problem liegt daran, dass wir in der Mitte nicht wissen, wie wir sie richtig benutzen können, damit daraus ein Kraftwerk entsteht, das aus beiden das Beste für uns herausholt. Genau das lehrt uns die Kabbala: Wie wir diese entgegengesetzten Kräfte benutzen können. Diese Kräfte heißen: „Die böse und die gute  Ursache, Egoismus und Altruismus, Hass und Liebe. Nichts sollen wir vernichten! Wenn wir diese beiden Kräfte richtig verbinden und benutzen, erreichen wir die besten Ergebnisse überhaupt.

Aber dafür brauchen wir eine spezielle Wissenschaft, da wir im einfachen Leben nicht wissen, wie wir plus und minus ausbalancieren können. Wir lieben oder hassen. Wir müssen aber beide Gefühle vereinen. Wir sollen über Liebe und Hass aufsteigen. Dann können wir diese Kräfte lenken und mit ihrer Hilfe unser ganzes Leben harmonisieren. Stellt euch vor, wir machen das in der Familie, mit den Kindern, an der Arbeit, mit den Freunden. Im Rahmen unserer materiellen Welt. Wir würden glücklich sein. Liebe und Hass müssen zusammen existieren und sich gegenseitig ausbalancieren. Es gibt nichts überflüssiges in dieser Welt, man sollte aber diese Kräfte zum Ausgleich bringen. Das lehrt und die Wissenschaft der Kabbala.

[#163364]
 

Kabbala Akademie

Die Liebe Gottes und die Liebe des Menschen

Wenn wir die Einheit anstreben, um den Gedanken des Schöpfers zu erfüllen und die Schöpfung zur Korrektur zu bringen, dann werden wir sehen, dass wir das nicht alleine tun können. Deshalb wenden wir uns mit einem Gebet an die höhere Kraft, wir erheben MAN, und dann erhalten wir als Antwort auf MAN die Kraft für die Einheit.

In dieser Einheit, die mit Hilfe des reformierenden Lichts namens Tora erreicht wird, beginnen wir, das spirituelle Leben, die höhere Stufe, den Schöpfer zu offenbaren. Das heißt, die höhere Kraft des Gebens und der Liebe wird in der richtigen Verbindung zwischen den Teilen der kollektiven Seele enthüllt. Und wir enthüllen eine Kraft der Einheit und des Lichts, die 620 mal größer ist. Mit anderen Worten: Der Schöpfer wird uns 620 Mal kraftvoller offenbart als vorher und deshalb können wir ihn endlich bemerken, fühlen und uns mit Ihm verbinden.

Wenn wir kein großes Bedürfnis nach Korrektur haben und unsere Nähe zueinander nicht die notwendige Stärke erreicht, um das reformierende Licht anzuziehen, dann werden wir die Tora nicht erhalten. Die Tora ist eine besondere Kraft des Lichts, die auf unser Streben nach Einheit einwirkt, wenn wir es sehr wünschen, aber immer noch entdecken, dass wir es nicht erreichen können.

Der Unterschied zwischen dem Verlangen und der Realität, die Schmerz auslöst und ein enormes Korrekturbedürfnis in uns hat, heißt MAN (weibliche Gewässer). Mit anderen Worten, der große Unterschied zwischen Malchut (der weiblichen Eigenschaft) und Bina (Wasser) wird offenbart. Wir wollen uns sehr vereinen, auf die Ebene von Bina aufsteigen, aber wir befinden uns auf der Ebene von Malchut. Und diese Kluft löst eine Reaktion des Schöpfers aus, die höhere Kraft, das sich reformierende Licht, das auf die Kluft einwirkt, die wir zwischen Malchut und Bina entdeckt haben, zwischen unserem natürlichen Verlangen zu empfangen und unserem Verlangen zu geben.

Wenn wir diese Kluft zwischen uns entdecken, können wir das höhere Licht enthüllen, das darauf wirken wird. Das Licht korrigiert die Kluft und füllt sie mit dem Licht der Einheit. Unsere Wünsche vereinen sich und der Schöpfer offenbart Sich in ihnen.

Wenn wir diese Kluft nicht mit genug Kraft entdecken können, dann bedeutet das, dass wir uns auf der Ebene der „Patriarchen“ befinden, denen die Tora noch nicht gegeben wurde, d.h. in dem Zustand vor der Korrektur. Wir existieren nur dank der Unterstützung der höheren Kraft, die die Zeit erwartet, wo wir aus eigener Kraft Fortschritte machen können. Dies ist eine kurze Phase auf dem Weg zur Korrektur, die so schnell wie möglich abgeschlossen werden muss.

 

Aus dem 3. Teil der täglichen Kabbala Lektion, Thema „Die Liebe Gottes und die Liebe des Menschen“ 6/26/18

Was ist der Unterschied zwischen einem Kabbalisten und einem Wissenschaftler?

Frage: Was ist der Unterschied zwischen einem Wissenschaftler unserer Welt und einem Wissenschaftler bei den Kabbalisten?

Antwort: Der Kabbalist ist ebenso ein Forscher wie der Wissenschaftler unserer Welt, er hat einfach universellere Werkzeuge der Erkenntnis in seinen Händen. Er steigt über seine tierische Natur auf und erforscht die sogenannte spirituelle Natur.
Die Wissenschaftler unserer Welt beschäftigen sich hingegen damit, was sie von Geburt an besitzen, und deshalb nehmen sie alles in den Grenzen unserer Welt wahr. Der Unterschied zwischen einem Kabbalisten und einem Wissenschaftler unserer Welt liegt ausschließlich im Bereich ihrer Erkenntnis. Daher ist der Kabbalist  derselbe Wissenschaftler, der sich hingegen mit der nächsten, der Höheren Welt beschäftigt.
Der Wissenschaftler in unserer Welt muss seine irdische Wahrnehmungen und den Verstand qualitativ sowie quantitativ entwickeln. Der Kabbalist muss dagegen in sich selbst absolut neue Verlangen, neue Gedanken und einen neuen Verstand entwickeln, die nicht im geringsten etwas mit der Materie zu tun haben. Ausschließlich in ihnen wird die Höhere Welt wahrgenommen und erforscht, und dementsprechend erscheint die Wissenschaft der Kabbala.

Frage: Um diese Welt zu studieren, werden verschiedene Werkzeuge, Mikroskope, Teleskope usw. gebaut. Welche Werkzeuge hat ein Kabbalist?

Antwort: Das Werkzeug der Erkenntnis für den Kabbalisten ist er selbst. Einzig und allein! Die Erweiterung seiner inneren Wahrnehmung ist nämlich sein Werkzeug.

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 11/03/2018
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Wohin geht die Seele des Menschen nach dem Tod?

Frage vom Facebook an Dr. Laitman: Wenn ein Mensch stirbt, wohin geht dann seine Seele?

Meine Antwort: Die Seele geht nirgendwohin, weil es sie nie gab. Die Seele ist die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer. Also die Verlangen in mir, die ich so formen kann, dass sie in einem gewissen Ausmaß dem Schöpfer ähnlich werden, nennt man die Seele. Das ist die Eigenschaft des Geben und der Liebe zu allem, was sich außerhalb von mir befindet.
Mit anderen Worten: wenn du aus dem Rahmen deines Egoismus hin zum Geben und zur Liebe austrittst und hin zur Anteilnahme gegenüber denjenigen, die in dein Ego überhaupt nicht eingraviert sind, dann nennen sich deine Eigenschaften, die sich in diesem besonderen Moment zusammen organisiert haben (weil sie sich ständig verändern), „die Seele“.

Bemerkung: Wenn man das hört, dann werden die Menschen, die sich der Existenz ihrer Seele sicher sind und die meinen, solch ein Verhältnis zu ihrer Umgebung zu haben, betrübt sein. 

Meine Antwort: Bei dem einfachen Menschen gibt es keine Seele. Der Mensch an sich ist einfach ein Tier. Er hat einen vitalen Bestandteil, der zusammen mit den Zellen seines tierischen Körpers stirbt.
Die Seele aber muss man innerhalb eines Lebens erlangen. Uns wird dieses Leben oder andere Zustände (also die nächsten Leben) dazu gegeben, damit wir unsere Seele erlangen.

Frage: Ist das der Sinn des Lebens eines Menschen?

Meine Antwort: Der Sinn des Lebens eines Menschen besteht nur darin, aus seinen egoistischen Verlangen altruistischen Verlangen zu erschaffen, die sich dann die Seele nennen werden.

 

Aus dem TV Programm “Neuigkeiten von Dr. Michael Laitman” 4/17/18

[228903]

Von der Hilflosigkeit zum Schrei zum Schöpfer

Es gibt ein paar Übungen, um ein Gebet zum Schöpfer zu erreichen. Zuallererst ist es notwendig zu erkennen, dass wir wirklich eine Verbindung mit der höheren Kraft haben, und wir uns im Bereich ihrer Wirkung befinden. Ansonsten sind wir wie Kinder, die aus Naivität nicht einmal vermuten, dass die Mutter sie ständig beobachtet und denken, dass sie sich selbst überlassen sind. Die Gruppe muss uns immer das Gefühl geben, dass wir uns im Kraftfeld des Schöpfers befinden.
In Wirklichkeit füllt der Schöpfer die ganze Welt aus, aber dieses Gefühl ist vor uns verborgen. Dennoch sind Freunde und die Gruppe fähig, uns ein solches Gefühl zu geben. Und obwohl ich selbst meine Abhängigkeit vom Schöpfer nicht fühle, seine ununterbrochene Wirkung, wodurch er meine Existenz sichert, die mich lenkt und führt, kann die Gruppe diese Empfindungen in mir erwecken.
Wir müssen dem Freund zeigen, dass er eine Verbindung zum Schöpfer hat – und das ist das Wichtigste, alles andere ist lediglich ein Hilfsmittel. Dies führt zum Gefühl der eigenen Abhängigkeit von der höheren Kraft, zunächst noch egoistisch, für sich selbst, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Danach fange ich an zu denken, um für „uns“ etwas besser zu machen, denn allein ist es unmöglich, den Schöpfer zu erwecken, sondern nur im Zehner.
Je mehr Zehner daran arbeiten, desto größer ist unsere Wirkung, unsere Chancen, die höhere Kraft zu erwecken. Wir fühlen, wie der Schöpfer sich uns nähert. So entwickeln wir nach und nach unsere Empfindungen, darin ist unser ganzes Leben, ganze spirituelle Entwicklung.

Aus der Morgenlektion 06/26/2018

[#229072]