Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

„Schlucke kein Maror ohne es zu kauen“

„Schlucke kein Maror ohne es zu kauen“ bedeutet, dass trotz unserer Unfähigkeit, an unserer Einheit zu arbeiten, wir uns dennoch mit größerer Ausdauer darum bemühen müssen.

Wenn wir in der Gruppe der Notwendigkeit uns zu verbinden zustimmen, dann sind wir nach Ägypten gekommen. Zuvor haben wir nicht darüber gesprochen oder waren damit einverstanden. Zuerst vernachlässigen die Brüder Joseph und werfen ihn hinaus. Dann gibt es eine Hungersnot und sie stimmen zu, sich zu verbinden und betreten im Anschluss Ägypten.

Sie leben gut in Ägypten, erkennen aber dann, dass sie nicht in der Lage sind, sich zu verbinden. „Und die Kinder Israel seufzten von der Arbeit“, da sie nichts erreichen konnten. „Ihr Schrei über die Arbeit stieg auf zu Gott“. Dies ist die Bedeutung von „schlucke kein Maror ohne es zu kauen“. Wir sind verpflichtet, dieses Werk zu „kauen“, und all seine Bitterkeit und Schwere, um den bitteren und harten Meerrettich, aus dem der Maror gemacht ist, zu spüren. Wir wenden uns von der harten Arbeit und unserem Versagen ab und wenden uns aus Verzweiflung an den Schöpfer.

Erst nach der harten Arbeit und der Notwendigkeit dort heraus zu kommen, spüren wir, dass es eine Kraft gibt, die uns helfen kann.

 

Aus dem 1. Teil des täglichen Kabbalaunterrichts, Schriften von Rabash  20/3/18

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Zum Wohle anderer handeln

In der spirituellen Arbeit ist es wichtig, auf all seine Gedanken, Handlungen, Wünsche und Reden einen Filter zu setzen. Ein Filter (Einschränkung), der klar in einer Richtung funktioniert. Die Gedanken im Kopf, die Wünsche im Herzen, die Sprache im Mund und die Handlungen der Hände sollen nur zum Wohle anderer funktionieren.

Das bedeutet nicht, in Krankenhäusern umherzulaufen, Bedürftigen zu helfen oder alte Frauen über die Straße zu begleiten. Nichts dergleichen! Wir sehen, dass dies nichts bringt.

Es bleibt nur eines übrig – das höhere Licht durch dich hindurch auf die ganze Welt zu leiten indem man zu einem einzigen Volk wird, wie es in der Tora heißt: „Und ihr werdet ein Volk von Cohens für Mich sein“. Wenn wir das tun und Vermittler zwischen der Welt und dem Schöpfer werden: um des Gebens Willen an den Schöpfer und um des Gebens Willen an die Welt, aber keinesfalls an uns selbst, denn „die Cohens haben kein Schicksal in dieser Welt“ – dann werden wir die ganze Welt in Einklang, zur Harmonie bringen und werden unsere Mission erfüllen.

Das ist das Wesen des Kapitels „Shoftim“ – die Richter, die stets richtig messen, abwiegen, faire Urteile fällen und sich beherrschen müssen.

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Sind Träume das Leben der Seele?


Zwei Fragen, die ich über Träume erhielt:

Frage: Haben unsere Träume eine spirituelle Wurzel?

Meine Antwort: Träume sind alle unsere täglichen Eindrücke, die unkontrollierbar durch unseren Verstand rauschen und in ihm auf- und abtauchen während wir schlafen. Deshalb verursachen sie verschiedene Verbindungen und Szenen.

Frage: Was passiert mit der Seele eines Menschen in folgenden Zuständen: Verlust des Bewusstseins, Koma, ein „Dahinvegetierender“ zu sein und Halluzinationen? Realisiert jemand, wo er ist? Gibt es eine andere Realität, in der ein Mensch eine Wirklichkeit wie unsere wahrnimmt, während er bewusstlos ist?

Meine Antwort: Diese Zustände sind rein physisch und haben keinen Bezug zu spirituellen Zuständen, weil man sie nicht durch den Masach (Schirm) wahrnimmt, durch Eigenschaften, die dem Schöpfer ähnlich sind.

hl

Kabbala Akademie 

Die Gesetze für die Verbindung der Seelen

Alles, was wir in der Kabbala studieren, sind die Gesetze für die Vereinigung der Seelen. Weil wir die Seele noch nicht sehen können, nehmen wir sie in Form der materiellen Menschen wahr. Und in diesen Gesetzen der Vereinigung kann einer höher als der andere, niedriger oder gleich dem anderen sein. Aber alle diese drei Bedingungen sollen in jedem von uns anwesend sein. Wenn diese drei nicht zusammen vereint werden, dann wird zwischen uns keine richtige Verbindung entstehen.

Denn jeder soll von anderen empfangen sowie ihnen geben und mit ihnen auf der gleichen Ebene verbunden sein. Solche Verbindung soll sich in jedem beliebigen Menschen verwirklichen.

Nach dem Zerbrechen hat keiner von uns die Kraft für die Handlung des Geben. Und wenn ein Mensch das wahre Verlangen des Geben empfindet, dann beginnt er folglich zu begreifen, dass er sich mit den anderen Menschen verbinden muss. Und wenn er nicht nach der Vereinigung strebt, dann hat er noch kein wahres Verlangen des Geben. Das eine ist eben ohne das andere nicht möglich.

Und nachdem sich der Mensch mit den anderen Menschen verbindet, bekommt er um so mehr Kräfte, je größer die Anzahl seiner gelungenen Beziehungen ist. Keiner von uns hat die Kraft für das Geben, aber dank der Verbindung mit den anderen Menschen findet er die eigene Kraft dazu.

Und diese persönliche Kraft wird schon zur allgemeinen. Aber sie wird jenem Menschen angerechnet, der die Vereinigung angestrebt hat. In dem Maß, in welchem er vorankommt, verbindet er sich immer stärker mit seinen Freunden, um ihnen zu geben, weil er eben fühlt, dass er in einigen Fragen erfahrener, stärker als sie ist. Und es gibt auch solche Fragen, in denen er sich schwächer, niedriger als sie fühlt und deshalb von ihnen die Kraft und die Unterstützung bekommt; er ist von ihrem Verlangen begeistert.

Aber zugleich sollen sie sich als gleichberechtigte Freunde fühlen, denn die Liebe ist nur unter den Gleichgesinnten möglich. Auf diese Weise kommt der Mensch voran und schafft sich dank dieser Vereinigung das spirituelle Gefäß. Wenn sich zehn Freunde verbinden, dann bekommt er zehn Mal mehr Kräfte, und wenn sich 100 Freunde verbinden, dann bekommt er 100 Mal mehr Kräfte für die Verbindung. Wobei dies sogar eine noch kompliziertere und größere Rechnung ist.

So arbeitet der Mensch innerhalb einer kleinen Gruppe, und genauso muss man alles in den Maßstäben der ganzen Menschheit organisieren. In dieser „großen Gruppe“ gelten dieselben Gesetze. Auf diese Weise erreichen wir das Ziel der Schöpfung.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 02.02.2012

 

Kabbala Akademie

 

Warum der Weg zur spirituellen Offenbarung so lang ist?


Frage: Warum dauert die Vorbereitung auf die spirituelle Offenbarung so lang?

Antwort: Die Vorbereitungszeit ist sehr lang. Es kann 20 und 30 Jahre dauern, bevor Sie die Antworten erhalten und bekommen.

Tatsache ist jedoch, dass dies nicht nur eine Erwartung ist, als ob Sie in der Bahnhofshalle auf einen Zug warten würden, sondern ihre ständige Anpassung an den Zustand, wenn Sie beginnen, die verborgene Höhere Welt zu verstehen.

Daher hängt Ihr gesamter Weg von der Tiefe Ihrer Seele ab. Je höher es ist, desto größer wird die Reise sein, bevor es die erste Entdeckung der geistigen Welt gibt.

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Einheitliche Erziehungsmethode für Kinder

Frage: Die Universitäten der ganzen Welt betreiben alle Arten von Forschung im Bereich der Erziehung. In North Carolina sind Wissenschaftler zu dem Schluss gekommen, dass alles vom Geburtsort des Kindes abhängt. In Kenia wird zum Beispiel jeder Schritt eines Kindes bewacht während das in Europa als gewalttätig betrachtet wird.

Gibt es eine einheitliche Methode, nach der die Kinder erzogen werden könnten?

Antwort: Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Kind groß zu ziehen. Das Wichtigste für ein Kind ist das Gefühl einer starken Schulter, die es von einem nahestehendem Menschen bekommt.

Die psychologische Grundlage der Menschen kann unterschiedlich sein. Die Menschen müssen begreifen, dass sich ihr Gemeinwesen, ihr gegenseitiges Verständnis, ihre Annäherung zueinander, entwickeln mussen. Es geht dabei nicht um die körperliche, sondern um die innere Entwicklung, es würde vielleicht sonst nicht viel von der Menschheit übrig bleiben.

Wir müssen verstehen, dass wir in einem integralem Umfeld leben, in dem alles zusammenhängt. Dies sollte einem Kind von Anfang an beigebracht werden. Es sollte wissen, dass die Menschen nur auf diese Weise ein Existenzrecht haben, deshalb soll es die anderen mit Achtung behandeln und umgekehrt.

Gegenseitige Hilfe, Verbindung, Verständnis – diese Begriffe müssen von Geburt an im Kind entwickelt werden! Damit sich der kleine Mensch auf die Zusammenarbeit mit anderen ausrichten kann, braucht es die richtige Erziehung. Selbst wenn er das nicht mag, wird die Gewohnheit zur zweiten Natur.

Die ganze Menschheit muss begreifen, dass wir uns selbst in eine Katastrophe führen!

Sieht man sich die Zeichentrickfilme von heute an, so prügelt man sich dort gegenseitig und lacht dabei! Was für ein grausames Spiel! All das ist sehr hart, schrecklich und böse. Es sollte doch genau das Gegenteil davon geben! Es tut mir sehr leid, dass die Menschen nicht hören, aber es überrascht mich auch nicht, da darin unsere ganze Natur liegt. Die Tatsache, dass man diese Natur korrigieren und sich darüber erheben muss, wird die Menschheit letztendlich doch verstehen müssen. In der Zwischenzeit wird es leider nicht erkannt.

Es ist ein weltweites, organisiertes Team erforderlich, dass alle Menschen zur Vereinigung bewegt. Die Welt wird sonst nicht überleben. 

Aus dem TV Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 24.08.2016

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Die Welt der Unendlichkeit in sich aufnehmen

Frage: Sie sagten, dass das Gehirn unsere Sinneswahrnehmungen steuert. Gemäß der Kabbala werden wir und unsere Gedanken vom Schöpfer gesteuert. Ist das Gehirn ein Adapter zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen?

Antwort: Nein. Das System der globalen Verbindung ist unser höchster Zustand. Mein spirituelles Potential wird dadurch bestimmt, inwieweit ich aus mir heraus- und in meine Freunde eintreten kann.

Ich erbaue ein Kräftefeld (grüne Farbe auf dem Bild) und nehme darin den Schöpfer wahr. Das ist meine Höhere Welt.

Das weitet sich aus, bis ich das ganze System übernehme.

Ich studiere und werde dieses System durch mein Geben anziehen.

Meine Welten werden: Assija, Yezira, Brija, Azilut und Adam Kadmon sein. In dieser Reihenfolge werde ich „aus mir“ heraustreten und wenn ich diesen Lauf vollendet habe, wird sich in mir die Welt der Unendlichkeit befinden.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 18.11.2018

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Die Offenbarungen des Schöpfers hören

Frage: Sie sagen oft: „Der Schöpfer sagte“. Was meinen Sie damit? Wem hat Er das gesagt? Wann hat Er das gesagt?

Antwort: Natürlich, der Schöpfer hat weder einen Mund noch eine Zunge noch Stimmbänder. Wir drücken uns in der irdischen Sprache aus. Der Schöpfer ist eine Kraft. Kraft nicht einmal im physischen Sinne des Wortes, sondern Gedanke. Es gibt nichts außer dem Gedanken. Wir befinden uns ständig darin. Es ist eine Tatsache, dass es uns vorkommt, als hätten wir physische Körper und Eigenschaften – es gibt nichts davon. Es gibt nur einen Gedanken.

Frage: Wenn ich von jemandem etwas höre, kann ich dann sagen, dass der Schöpfer durch ihn zu mir spricht?

Antwort: Ja, das ist etwas anderes. Auf diese Weise kommuniziert Er mit uns.

Dafür musst du ein Meldegerät in dir haben. Wenn du einem Menschen zuhörst verstehst du dann, was der Schöpfer dir sagen will. Du musst seine Sprache in die spirituelle Sprache übersetzen. Du kannst dann göttliche Worte von allen möglichen Menschen hören. Sie werden nicht wissen was sie sagen, doch du wirst durch sie die Offenbarungen des Schöpfers hören.

Aus dem russischsprachigen Unterricht 14.10.2018

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Der schwarze Punkt im Ozean der Liebe

Frage: Wie kann ich die Ähnlichkeit der Eigenschaften mit dem Schöpfer erreichen, wenn Er doch sowohl die Absicht als auch die Handlung des Gebens besitzt, und ich nur die Absicht korrigieren kann. Wie kann ich denn, im wahrsten Sinne des Wortes, diese Gleichheit erreichen ?

Antwort : In der Handlung kannst du Ihm gleich werden. Du gibst Ihm etwas zurück ? – Ja, du gibst. Er gibt dir wieder etwas ? – Ja, das tut Er. Du tust alles was in deiner Macht steht um Ihm deine Liebe zu zeigen ? – Er tut dasselbe !

Wenn das kleine Kind alles tut um seine Mutter zu erfreuen, spielt es keine Rolle, ob es dabei etwas von seiner Mutter bekommt, weil einzig die Qualität der Handlung zählt.

Ebenso bei den Erwachsenen : du siehst nur die Ausrichtung der Füllung, aber hier geschieht auch die Klärung der Beziehungen und es ist möglich das der Bekommende auch gibt.

Unsere Welt existiert ohne Verbindung –  dank dem Funken des Lichtes, welcher sich in ihr befindet und die Welt belebt. Und die gesamte spirituelle Welt handelt ausschließlich im Einverständnis mit der Absicht. Wenn wir also sagen, dass uns die Lichter NaRaNChaJ ausfüllen, was sind diese Lichter dann eigentlich? Sie sind die gegenseitige Beziehung und nichts anderes.

Was bedeutet : „Ich empfange von Ihm“? ich bekomme und empfinde Seine Einstellung mir gegenüber. Und was gebe ich Ihm ? – Auch einzig meine Beziehung zu Ihm. Und genau dadurch füllen wir einander an.

Und was geben wir uns dabei ? Das spielt keine Rolle ! Wir achten gar nicht darauf. Ich kann auch nichts bekommen, es ist wie „Chafez Chessed“ (nichts für sich selbst empfangen) und auf diese Weise bauen wir unsere Beziehung auf.

Der Wunsch/Kli, der vom Schöpfer geschaffen wurde, ist der schwarze Punkt im Ozean des Lichtes. Was bedeutet „Ozean des Lichtes“? Der Ozean des Lichtes zeigt uns die Beziehung des Schöpfers zum gleichen Punkt an.

Dieser Punkt soll auch, in seiner Beziehung zum Licht, bis ins Unendliche ausgedehnt werden – wodurch er zum Gefäß des Empfangens für das Licht wird. Und was bekommt er ? Die Einstellung des Schöpfers.

Wir verstehen nicht, dass die Genüsse hier, nur in den Beziehungen untereinander empfunden werden, ohne Beziehung gibt es keine Genüsse.

Die Genüsse ohne Beziehung gibt es ausschließlich in unserer Welt. Sie existiert eigentlich nicht, sie ist eine illusorische Welt, aus welcher wir hinaufsteigen können in die Spiritualität, worin alles nur von der Absicht bestimmt wird.

Aus dem Unterricht „Die Lehre der Zehn Sefirot“, 30.11.2010 

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Kabbalisten über die Seele und die Gebote, Teil 4

Die gesamte Tora (zur Korrektur unseres Egoismus) wurde gegeben, um sich mit dem Schöpfer zu verbinden. Alle Gebote (248 Gebote ) sind zur Verschmelzung mit dem Schöpfer bestimmt. Und alle Verbote (365 Verbote) sprechen das an, was uns vom Schöpfer trennt.
(Das Buch „Awodat Israel“, „Pirkej аwot“, Abschnitt 3)

Es steht geschrieben: (Tora, Schemot, 27:20): „Du sollst befehlen …“. „Befehlen“ (tezawe) stammt vom Wort „Ganzheit“ (zawta). Wenn ihr euch verbindet, dann werdet ihr zum Kopf, und in euch wird das Licht des Verstandes offenbart. (Das Buch „Pninej Paam“)

 

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