Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Licht aus der Zukunft

Frage: Was sollte unsere Einstellung zu den negativen Manifestationen des Schöpfers sein, wenn es uns unglaublich erscheint, dass danach etwas Positives passiert- oder umgekehrt?

Antwort: Ein Beispiel, ich muss im Moment hart arbeiten und es sind noch zwei Stunden bis zum Feierabend, ich weiß, dass mich ein herrlicher Abend erwartet: ich komme nach Hause, dusche, ziehe mich schick an und gehe zu einer Verabredung mit einer schönen jungen Frau – ist die Zeit, die ich unter harter Arbeit leide dann tatsächlich so schlimm für mich? 

Nein. Die Zeit tönt sich bereits in das Licht des Vergnügens, welches mich am Abend erwartet. Es ist das Licht „Or Makif“ (das umgebende Licht), das für mich aus der Zukunft strahlt. Aus diesem Grund spüre ich heute nicht das Leid. Das Leiden wird nicht gespürt, weil ich kein „heute“ habe, sondern weil ich kein „morgen“ habe.

Frage: Was, wenn ich die Zukunft, die nächste Stufe, auf dem sich etwas Positives offenbaren wird, nicht sehen kann?

Antwort: Das ist eine andere Sache. Wie kann ich sichergehen, obwohl ich diese Stufe nicht sehe, dass sie existiert- richtig und gut für mich ist? Nur durch die Gruppe, die dich dabei unterstützt. Umarme deine Freunde und mache weiter.

Aus dem russischen Unterricht, 24.02.2019

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Zur Liebe

Die Liebe wird durch das Geben charakterisiert. „Ich liebe“ bedeutet, „ich gebe“; Ich genieße es, den anderen zu erfreuen. Wie kann es sein, dass ich den anderen erfreue? Womit erfreue ich ihn?

Mit meiner Haltung ihm gegenüber. Wie kann er Freude von mir erhalten? Nur wenn er mich liebt. In diesem Fall, wenn ich mich ihm gegenüber liebevoll verhalte, erhält er Freude dadurch. Jedoch, wenn ich ihn nicht liebe, werde ich seine positive Haltung mir gegenüber als Hass empfinden, und das wird mich noch weiter von ihm entfernen.

Der Schöpfer verkehrt von Anbeginn an mit uns in Liebe, und darum drücken wir unsere Liebe nur Ihm gegenüber aus und in der Beziehung zu Ihm – Ihn zu erfüllen, Ihn zu erfreuen – weil er uns von Anbeginn an liebt.

Das kann zwischen Menschen nicht so sein. Nur wenn wir die Verbindungen zwischen uns und dem Schöpfer enthüllen, so dass das Gefühl der Liebe zu Ihm in uns enthüllt wird, können wir lieben und zwischen uns entsteht Einheit.

Die Einheit entspringt Seiner Liebe – das bedeutet, dass drei Kräfte zusammen wirken müssen: „Ich – ein Zweiter – der Schöpfer“, sonst gibt es keine Basis für Liebe. Es ist primär jemand notwendig, der für alle, die es wünschen, grundsätzlich einmal die Liebe zur Verfügung stellt! Darum werden wir nur Liebe erhalten, wenn wir den Schöpfer in die Verbindung zwischen uns mit einbeziehen. [Rest des Beitrags lesen →]

Die Struktur der Seele aufbauen

Bemerkung: Als Baal HaSulam bei seinem Lehrer, dem Rabbiner aus Pursov, das  Buch „Der Baum des Lebens“  von Ari fand, war er sehr glücklich und voller Hoffnung: „Ich habe es endlich gefunden! Wie sein Lehrer Rabash sagte, wusste er noch nicht, dass er erst in 20 Jahren in der Lage sein würde, das zu verstehen was er gefunden hatte.

Für einen Menschen ist es nicht leicht zu hören, dass er all dies erst in 15-20 Jahren verstehen wird.

Antwort: Nein, es ist kein Problem. Es ist eine natürliche und notwendige Voraussetzung für das Verständnis der höheren Welt, denn man muss in sich selbst die Elemente ihrer Empfindung, ihres Bewusstseins und Verständnisses aufbauen.

Das ist nicht einfach, da es in uns in kleinen Portionen gesammelt und dann geboren wird. So funktioniert unser sinnlicher und konzeptueller Apparat, d.h. das Herz, welches fühlt und der Verstand, der Definitionen und Begriffe hervorbringt. Deshalb verstehen wir diese Kombination zweier Systeme – Sinnlichkeit und Denken – nicht. So etwas kommt in unserer Welt nicht vor.

In unserer Welt gibt es keinen klaren Zusammenhang zwischen der sinnlichen und der begrifflichen Empfindung und wie das eine vom anderen abhängt, weder in der Musik, der Kunst oder in irgendetwas anderem. Das Zusammenspiel zwischen ihnen entsteht erst in der Kabbala. Aus diesem Grund nimmt das so viel Zeit in Anspruch.

Das spielt keine Rolle. Es ist wichtig, dass ihr diese richtige Verbindung zwischen Gefühl und Verstand aufbaut, damit ihr aus dem Gefühl den Verstand und aus dem Verstand das Gefühl beeinflussen könnt. Das ist die Konstruktion der Seele, die ihr in euch selbst aufbauen müsst.

Es wird allmählich in euch entstehen, nimmt aber etwas Zeit in Anspruch. Na und? Ihr seid fast alle jung. Selbst wenn es ältere Menschen unter uns gibt, versichere ich euch, dass sie in diesem Leben Zeit haben werden, auf die Stufe der Höheren Welt, der Ewigkeit und Vollkommenheit aufzusteigen.

Niemand wird einfach so mit der Kabbala in Berührung gebracht, um an diesem Punkt stehen zu bleiben. Wenn ein Mensch zur Kabbala gekommen ist, wenn er davon gehört hat, so heißt das, dass er eine Chance hat, es in diesem Leben umzusetzen. Es hängt alles nur von seinen Anstrengungen ab.

Aus dem Unterricht vom 10.03.2019

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“Jitro-Schule” Teil 1

Frage: Warum musste Moses 40 Jahre mit Jitro, König Midian, verbringen? Was bedeutet das spirituell? 

Antwort: Jitro war wie Abrahams Vater Terach ein Priester, ein Kenner aller Religionen und Götzen. Das heißt, er arbeitete in seinem Egoismus.

Im Prinzip, wenn Abrahams Vater, Terach, auf seinen Sohn gehört hätte, hätten sie zusammengearbeitet, und vielleicht hätten sie von da an bereits begonnen, die Welt zu korrigieren – aber das ist unmöglich ohne das ägyptische Exil, den Ausgang daraus und den Empfang der Tora. Denn der Mensch muss in den Egoismus voll eintauchen. Deshalb war Terach gegen Abraham, und dieser musste vor ihm fliehen, Babylon verlassen.

Und nun wird auf der nächsten Stufe das gleiche Bild beobachtet:

die gleiche Rückkehr, aber eine andere egoistische Ebene. Moses kommt zu Jitro. Er verbringt mit ihm 40 Jahre, in denen er dessen Tochter Zippora heiratet.

Moses ist eine ganz andere Stufe als Abraham: Er war bereits im Egoismus, ging durch diese ganze Phase und kam aus Ägypten. Die 40 Jahre, die er bei Jitro verbrachte, waren wie eine Vereinigung, eine Vereinigung durch dessen Tochter, Zippora, Jitros Egoismus. Sie brachte die Söhne zur Welt, die nächste Stufe. All dies ist eine Kombination aus dem Egoistischen, Jitro, und dem selbstlosen Anfang, Moses, im Menschen. 

Moses durchläuft eine Art Abhärtung kombiniert mit Egoismus, um nach Ägypten zurückkehren zu können – in den tiefen Egoismus. Nur Jitro kann Moses und das Volk Israel lehren, mit dem Egoismus umzugehen, der sich nun zu manifestieren beginnt. Deshalb beginnt das Kapitel „Jitro“: nachdem er Ägypten verlassen hat, ist es notwendig, Ägypten zu korrigieren, den ganzen Egoismus des Menschen zu korrigieren, bringt Jitro seine Tochter Zippora und seine Enkelkinder, von Moses, zu Moses.

Das heißt, die Zeit ist gekommen, wo diese Eigenschaften beginnen, im Menschen aufzusteigen und zeigen, wie es weitergehen soll. Denn jetzt beginnt allmählich der gesamte Egoismus, der aus Ägypten herausgenommen wurde (aus Ägypten herausgenommene Gefäße), im Volk allmählich, stufenweise, aufzusteigen. Und das bedeutet, dass Moses über das Volk richten muss.

Zu richten bedeutet zu klären, wo die Eigenschaft des Gebens ist, wo die Eigenschaft des Empfangens ist, mit welcher Perspektive es notwendig ist zu handeln, indem man sich oberhalb seiner selbst vereint und den nächsten Schritt, den Schöpfer, in dieser Einheit offenbart. Das heißt: hier ist das richtige Zusammenspiel notwendig. Aber wo ist die Hierarchie in diesem Egoismus? 

Die Eigenschaft des Gebens ist eine Eigenschaft, die weit reicht: eine weite Seele, ein offenes Herz. Sie breitet sich auf einer Ebene aus wie Wasser. Und Egoismus wirkt immer vertikal. Und diese beiden Parameter scheinen sich nicht zu kombinieren. Deshalb sagt Jitro zu Moses: „Man muss ein anderes System aufbauen – ein pyramidenförmiges, um denen gesamten Egoismus einzuordnen: Zehner, Hunderter, Tausender, Zehntausender. Du musst zu dem Zustand zurückkehren, als ihr nach Ägypten gekommen seid – zwölf Brüder. Also kommt ihr genauso da raus – die gleichen zwölf Stämme, wie zwölf Ströme, Reihen. Aber in jeder von ihnen solltet ihr euch nach den egoistischen Ebenen justieren. Deshalb sollte jede Ebene ihre eigene Hierarchie haben: ihre eigenen Gesetze, Leitern, Untergebenen. Ihr arbeitet jetzt nicht nur für Liebe und Hingabe, ihr arbeitet mit dem Egoismus, der allmählich, so weit wie möglich, von Mal zu Mal korrigiert werden sollte. Hätte Moses diese Schule mit Jitro nicht absolviert, wäre er nicht mit dem Egoismus verbunden gewesen und hätte nicht anfangen können, mit ihm zu arbeiten. Er hätte dem Pharao bei seiner Rückkehr nach Ägypten nicht widerstehen können, und er hätte keinen Kontakt zu ihm gehabt. Denn vorher war Moses nach dem Konflikt mit dem Pharao einfach davongelaufen. 

Und jetzt kehrt er nach Ägypten zurück, d.h. er wendet sich wieder seinem Egoismus zu und sagt zum Pharao: „Ich muss mein Volk (die Eigenschaft des Gebens) da heraus holen“. Außerdem nimmt Moses ihm auch den riesigen Egoismus ab, der innerhalb der 40 Jahre in der Wüste korrigiert werden muss. Aber er wäre dazu nicht in der Lage, wenn die Eigenschaft des Gebens im Menschen nicht zuvor mit dem egoistischen System, namens Jitro, verbunden gewesen wäre. 

Und Jitro übernimmt  von Moses die Technik der Arbeit mit dem Egoismus  und kehrt zu seinem Volk zurück, um es zu unterrichten. Wir sehen, wie eine Person mit beiden Eigenschaften ständig verbunden ist. Dies ist das System der Korrektur.

Aus dem TV Programm “Die Geheimnisse des ewigen Buches”

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Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst – Das ist Deine Belohnung!


Frage: Was denken Sie über die Verbreitung der Kabbala unter den Massen des Christentums und des Islam? Die Anwendung der Methode der Kabbala auf das Studium des Evangeliums bringt enorme Erfolge. Der Mensch beginnt zu verstehen, dass er nicht nur Märchen über Zaubertricks liest, sondern über das Bestreben, etwas in der spirituellen Welt zu verändern. Man will das jedem erklären, der es noch nicht weiß oder versteht. Ich denke, Sie sollten das Ihren christlichen Studenten erklären, besonders da das Alte Testament einen Großteil der Bibel ausmacht. Wenn sie das erst mal verstehen, wenn sie erst mal das Glück von wahrer Erlangung spüren, ohne von ihrer Kultur und Religion losgelöst zu sein, dann werden sie es wohl noch mehr unterstützen.

Antwort: Religion steht in keinster Weise mit Kabbala in Verbindung, sondern steht ihr sogar gegenüber. Religion wurde der Menschheit vor der Enthüllung der Kabbala als Rahmenbedingung fürs Leben in der Zeit der Dunkelheit gegeben. Und deshalb stirbt Religion in unserer Zeit aus, obwohl dieser Prozess ein langer ist und es möglich ist, dass es in der Zukunft dennoch Religionskriege geben wird.

Wir sprechen keine religiösen Juden an und wir verbreiten Kabbala nur unter dem säkularen Volk. Es ist nichts Neues, dem religiösen Volk zu zeigen, dass die Tora eine tiefere Bedeutung enthält. Doch sie sind nicht daran interessiert, weil das an den Fundamenten ihres Glaubens rüttelt – dem egoistischen Prinzip unserer Welt: „Mach bestimmte Handlungen und du wirst eine Belohnung dafür bekommen“.

Die Kabbala andererseits, widerspricht dem Egoismus und sagt einem, dass man überhaupt nicht s für seine Handlungen bekommen wird (man wird nichts in seinen Egoismus bekommen, natürlich nicht). Ihre ganze Belohnung besteht darin, von dem Höheren Licht zu „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ korrigiert zu werden.

Dies ist etwas, das Sie nur zu Leuten sagen können, die schon durch alle ihre egoistischen Verlangen hindurchgegangen sind und einen „Punkt im Herzen“ haben – das Verlangen nach dem Schöpfer oder der Bedeutung des Lebens. Menschen, die immer noch durch Glauben befriedigt werden, haben noch keinen „Punkt im Herzen“ und darum können wir jetzt nicht zu ihnen sprechen. Die Kabbala enthüllt einem Menschen das Gesetz der spirituellen Entwicklung. Diese Entwicklung kann nur stattfinden, wenn sie frei und ungezwungen ist – und dies ist ein weiterer Aspekt, der fundamental entgegengesetzt zur Religion steht.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wo ist in Kabbala Jesus Christus zu finden?
Blog-post: Religion und Kabbala sind Gegensätze
 
Kabbala Akademie

Gedankenkraft und Problemlösung

Frage: Kann man, wenn man seine Gedanken ändert, von Krebs und anderen Krankheiten geheilt werden?

Antwort: Ich möchte keine spezifischen Fragen zu Krankheiten und dergleichen beantworten. Alles ist machbar. Ob wir heute in der Lage sind, es zu tun, kann ich nicht sagen. Ich denke nicht, aber in naher Zukunft werden wir es können.

Es hängt lediglich davon ab, inwieweit unsere Gedanken richtig miteinander verbunden sind. Wir werden dann in der Lage sein, die tiefsten negativen Phänomene unserer Natur zu beeinflussen. Alles hängt nur von uns ab.

Es gibt viele interessante Geschichten über Kabbalisten und ihre angeblichen Wundertaten. Es sind keine Wundertaten. Es ist nur eine kleine Korrektur – kein Eingriff, sondern eine Korrektur der Naturgesetze auf einer bestimmten Stufe, die wir dann durchführen können, wenn wir richtig handeln.

Unter der Voraussetzung, dass ich einige positive Kräfte zu diesem System hinzufüge, kann ich in jedes System, auf allen Stufen- von mir bis in die Welt der Unendlichkeit eintreten

Ich denke, wir werden einen Zustand erreichen, in dem wir uns selbst, die ganze Menschheit, die Erde, die Ökologie, das Universum von allen Problemen heilen können.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie negativ wir unser Universum beeinflussen. Was auf der Erde geschieht, ist ein kleiner Bruchteil dessen, was wir aufgrund unseres Übels, im Universum verursachen. Auf der Erde berücksichtigen wir nur menschliche Einflüsse.

Im Universum haben die negativen Einflüsse unserer Gedanken und Gefühle schreckliche Folgen. Hoffen wir, dass wir schnell zu einer Korrektur kommen können.

 

Aus dem Unterricht, 03.02.2019

(247556)

 

 

Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst


Zwei Fragen, die ich über das Geben an den Nächsten erhielt

Frage: Ich habe mit Ihnen studiert und mir fehlen einfach die Worte, Ihnen meinen Dank auszusprechen. Es ist, als ob Sie jeden von uns an die Hand nehmen und uns dort hin führen, wo wir erkennen, wer wir sind. Mit Ihrer Hilfe habe ich mir ein kleines, aber unverkennbares Leuchten und das gemeinsame Arbeiten mit Ihnen verdient.

Ich würde Sie gerne Folgendes fragen: Angenommen, ich empfange, um zu geben und je mehr ich mich freue, desto mehr gebe ich. Oder anders gesagt, je mehr Licht ich mit der Absicht enthülle, desto mehr gebe ich. Wenn ich das Licht meinem Nächsten weitergeben möchte und das Licht durch mich hindurch zu meinem Nächsten gehen muss, durch den Guf meines Parzufs, damit mehr Licht in ihm als in mir enthüllt werden kann, muss ich, damit dies geschehen kann, mehr Licht im Guf meines Parzufs enthüllen oder kann dies auch geschehen, ohne dass ich es enthülle, denn außer der Korrektur will ich nichts für mich selbst?

Antwort: Alles wird automatisch geschehen, wenn Sie an die Vereinigung eines jeden in einen Parzuf denken (und danach handeln) und Sie es sich wünschen und so handeln, dass es gefüllt wird – wie der Schöpfer. In diesem Fall wird dieser Parzuf mit Licht gefüllt. Dann nehmen Sie nicht nur das Licht der Erfüllung wahr, sondern auch die Freude derjenigen, die Sie gefüllt haben. Letzteres ist eine andere Art von Licht. So wie eine Mutter, die die Erfüllung ihrer Kinder erlebt, anstelle dessen, womit sie sie füllt. Das Licht jedoch, das Sie ihnen weitergeben, erfüllt Sie ebenfalls, so wie es geschrieben steht: „Jeder Mensch, der für den Nächsten bittet, erhält selbst zuerst.“

Frage: Angenommen ein Mensch hat begonnen, den Einfluss des Höheren Lichtes zu spüren und seinem Freund mit Hilfe einfacher Worte und Begriffe zur gleichen Wahrnehmung zu verhelfen – ist das möglich? Wenn ja, stiehlt der dann nicht das individuelle Erlangen seines Freundes? Immerhin macht er ihm seine Aufgabe leichter, denn die Hauptsache ist, mit der Wahrnehmung zu beginnen?

Antwort: In der Tora steht geschrieben: „Geht und lernt von einander“ – wir alle müssen zusammen die Harmonie des gemeinsamen Mechanismus von Adam nachempfinden, der gemeinsamen Seele. Allein kann ein Mensch niemals auch nur einen einzigen spirituellen Zustand erreichen. Das ist so, weil sie alle im Wesentlichen eine größere Verbindung unter den Seelen sind, die Wiederherstellung unserer Zersplitterung der Urseele Adams in Milliarden von Teilchen oder Seelen. Und das alles wurde von den Kabbalisten und von Ihren Freunden für Sie vorbereitet. Sie sind angekommen, als bereits alles für Sie vorbereitet war. Wahrscheinlich spüren Sie es noch nicht, aber die gesamte Welt wurde von allen vorherigen Generationen für Sie vorbereitet und dann erschienen Sie darin als Baby. Es steht geschrieben: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“; und danach sollten Sie handeln, um anderen auf die gleiche Weise zu helfen, wie Sie es sich für sich wünschen. Sie sollten es jedoch nie aus Zwang tun, sondern so wie Sie sich an ein Kind wenden würden – zeigen Sie ihnen die Quellen, führen Sie sie in die Grundlagen ein und überlassen Sie es dann ihnen, sich selbst, ihren Weg und die Kabbala zu verstehen.

Kabbala Akademie

Verwandtes Material:
Blog-post: Liebe zu Freunden, Liebe zum Schöpfer
Blog-post: Liebe unter Freunden in Bnei Baruch
Blog-post: Ein Freund ist jemand, der…
Blog-post: Enthüllung der Göttlichkeit (Baal HaSulam)

Der Schöpfer- eine namenlose Kraft

Frage: Was bedeuten die Namen des Schöpfers?
Antwort: Es gibt einen Schöpfer, Er hat viele Namen. Warum so viele? Wer hat ihm diese Namen gegeben?
Normalerweise werden Namen von Mutter und Vater vergeben. Hier geht es um die Namen des Schöpfers. Haben sie irgendeine Bedeutung oder nicht? In dieser Welt geben wir unseren Kindern aktuelle Namen, je nachdem, welche Namen beliebt sind. Ich erinnere mich daran, als Juri Gagarin in den Weltraum flog, war es sehr in, Jungs den Namen Juri zu geben.
Was bedeuten „die Namen des Schöpfers“?
Der Schöpfer ist einer. Warum braucht Er dann so viele Namen? Anscheinend hat Er eine Menge Dinge zu tun. Vielleicht ist Er eine sehr vielseitige Persönlichkeit, deshalb geben wir Ihm verschiedene Namen.
Aus diesem Grund sollten wir verstehen, woher das alles kommt.
In Wahrheit ist der Schöpfer eine namenlose Kraft, die keine Eigenschaften, Nuancen, nichts hat! Er ist Er selbst, der in der Abgeschiedenheit von allem existiert. Wir können nicht einmal sagen, ob und wie Er existiert, da wir Ihn überhaupt nicht fassen können.
Wenn Er sich in einer Materie manifestiert und eine Handlung von Ihm kommt, dann nennen wir Ihn nach der Essenz dieser Handlung: Gut, Gutes tuend, groß, düster, grausam, etc. – mit anderen Worten, durch Seine spezifischen Manifestationen, die uns betreffen.
Wenn es nicht in Bezug zu uns geschieht, können wir überhaupt nichts sagen. Wir kennen Ihn in der Art und Weise, wie wir Ihn in unseren Gefühlen wahrnehmen und nicht anders. Ihn selbst, wie Er wirklich ist, können wir nicht wahrnehmen. Alles was ich im Moment empfinde- egal was, kommt vom Schöpfer zu mir.

Aus dem Unterricht, 24.02.2019

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Wie reagiere ich auf den Antrieb des Schöpfers?

Frage: Wie kann ich richtig, auf den vom Schöpfer geweckten inneren Antrieb reagieren? Soll ich nicht mit dem, was er mir schickt, einverstanden sein? Er ist doch gut und Gutes tuend. Wie kann ich gegen das sein, was er in mir weckt?

Antwort: Auf keinen Fall. Du sollst zwischen uns mit einer noch stärkeren Kommunikation reagieren. Nur so kannst du seinen Einfluss auf uns, positiver und gütiger zu sein, erzwingen. Wir beeinflussen Ihn in der Kommunikation zwischen uns so, dass wir seine Führung auf eine gute Weise ändern.

Frage: Woher weiß ich, dass Er mich dazu drängt? Ist es das, was Er korrigiert?

Antwort: Dazu muss man den Kabbalisten zuhören. Bis du das System enthüllt hast, erkennst du nichts.

 

Aus dem Unterricht 17.03.2019

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Die höchste Fülle in die Welt bringen

Frage: Damit wir wie der Schöpfer werden können, erhalten wir eine Gesellschaft. Um mich herum befinden sich mehrere Milliarden Menschen und alles was ich tun muss ist, mich ihnen gegenüber altruistisch zu verhalten? Werde ich mich dann diesem höheren Wesen angleichen können?

Antwort: Es gibt kein höheres Wesen! Es gibt die höhere Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Es ist die Kraft der Emanation, die Kraft der Entwicklung, die Kraft des Gebens, die Kraft des positiven Einflusses.

Frage: Ist es eine Kraft wie die Schwerkraft – ein allgemeines Gesetz, das für jeden gilt, ob wir das wollen oder nicht?

Antwort: Es gibt keine Kraft in unserer Natur, von der wir sprechen. Die spirituelle Natur ist der Wunsch, ausschließlich etwas für jemanden zu seinem vollständigen Wohl, ohne jegliche Verbindung zu sich selbst, zu tun. Wenn ich mich von mir selbst löse (dieser Zustand wird „Zimzum“ genannt – die Einschränkung des eigenen Verlangens) und alles einem anderen zum seinem Wohle geben möchte ohne Rücksicht auf mich – dann führe ich eine spirituelle Handlung aus.

Frage: Bedeutet es, dass es um mich Menschen gibt und ich muss ihnen etwas geben? Was kann ich denn geben? Ich habe ja nichts.

Antwort: Du hast nichts zu geben und sie haben nichts zu empfangen. Alles was wir tun müssen, ist unsere Wünsche richtig auszurichten. Wenn ich alle meine Wünsche auf die anderen ausrichte, werde ich mich in einen Sender, in ein Rohr verwandeln, durch welches sie die höchste Fülle, das höchste Licht erhalten werden. Meine Ausrichtung auf sie muss absolut uneigennützig sein.

Frage: Geht es also um die Absicht, nicht um die Handlungen?

Antwort: Selbstverständlich.

Frage: Ich bin derzeit in jeder Sekunde, auf allen Stufen auf mich ausgerichtet. Ich denke automatisch darüber nach, wie ich meinen Zustand verbessern kann. Wird sich der Mensch sich jemals um die anderen kümmern?

Antwort: Ja, in diesem Fall spricht man von einem Menschen der sich in der spirituellen Welt, in der spirituellen Handlung befindet. Er wird dann die ganze Welt anderes wahrnehmen.

Aus der TV Sendung „Grundlagen der Kabbala“

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