Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Religion der Liebe

Baal HaSulam, „Bürgschaft“: Rabbi Eljazar, Sohn Rashbis, sagte, dass nicht nur die Söhne Israels Bürgschafter füreinander sind, sondern allen Völker dieser Welt. Allerdings bestreitet niemand, dass am Anfang zur Realisierung der Tora, d.h. zur Korrektur der Welt, nur eine Nation genügte, da es unmöglich ist, mit der Korrektur aller Völker der Welt gleichzeitig zu beginnen.

Somit ist die Umsetzung der Tora – die Korrektur der Welt -, ein Aufruf an alle, vom Hass zur Liebe zu gelangen. Wie Baal HaSulam in seinem Artikel schreibt: „Das Wesen der Religion und ihr Sinn und Zweck ‘als wahre Religion‘ ist die Wissenschaft der Kabbala. Der Sinn und Zweck ist, die Welt zur Liebe zu führen. Das wichtigste Gebot der Tora ist das Gebot der Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst. Mehr gibt es nicht.

Nach der Zerstörung des Tempels und Loslösung von der Wahrheit, als Folge von Verschleierung und Verderben, begann eine Vielzahl von Religionen sich, im wahrsten Sinne des Wortes, zu entwickeln. Sie haben alle ihre Anfänge in der Kabbala, der gemeinsamen „Religion“ der Welt, sie bauten eine egoistische Haltung zum Schöpfer und dem Leben auf, basierend auf dem Handelskauf-Prinzip: „Lasst uns mit irgend etwas ein Paradies in der jenseitigen Welt verdienen.“

Es ist völlig unerheblich für die Wahrheit, welche hier und jetzt offen gelegt werden muss. Wie gesagt: „Deine Welt wirst du in diesem Leben sehen“. Per Definition ist die Wissenschaft der Kabbala im Wesentlichen die Offenbarung des Schöpfers durch die Geschöpfe in dieser Welt, weil wir es nicht brauchen, an etwas zu glauben und physische rituale Handlungen zu machen, um irgendeine Art von Belohnung nach dem Tod des tierischen Körpers zu bekommen. Schließlich ist die Welt der Zukunft Bina, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. In ihr herrscht die Absicht, die an die Eigenschaft des Gebens, auf das Wohl des Nächsten gerichtet ist. Sind Sie bereit dafür? Wollen Sie noch in diesem Leben in solch eine zukünftige Welt gelangen?

Man muss die Unterschiede zwischen den „Religionen“, der Wissenschaft der Kabbala und den traditionellen Religionen aufzeigen, zwischen echter Handlung aus Liebe zum Nächsten als „ein einziges Gebot“ und allen Arten von Handlungen, welche der Mensch sich selbst ausgedacht hat in der Hoffnung auf eine Belohnung nach dem Tod des Körpers. Insgesamt gesehen teilen die Religionen, mit ihren Methoden die Menschen in Glaubensrichtungen auf und erzeugen Hass zwischen ihnen. Die Wissenschaft der Kabbala dagegen spricht über die Vereinigung und über alle Unterschiede.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“, 06.04.2012

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Was ist Religion?


Folgender Kommentar erreichte mich zu meinem Post „Religionen sind Ausdrücke der Kultur, jedoch nicht absolutes höheres Wissen“: Alle Religionen, die in unserer Welt existieren, sind nicht real. Sie sind nichts mehr als kulturelle Traditionen. Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ über wahre Religion. Dort beantwortet er drei Fragen: Worin besteht das Wesen der Religion? Wird das Ziel der Religion in dieser Welt oder in der zukünftigen Welt erreicht? Ist das Ziel der Religion das Wohl des Schöpfers oder das Wohl der Geschöpfe?“ Weiterhin erklärt er, was wahre Religion ist und es ist eindeutig, dass er mit dem Wort „Religion“ die Kabbala meint. Wo soll diese Religion hinführen? Sie sollte zur Korrektur des Menschen führen. Und wie wird diese Korrektur realisiert? Sie wird durch das Licht realisiert, das uns zur Quelle zurück bringt, genannt „Tora“.

Meine Antwort:
Aber dennoch bleibt die Frage:
Welche Religion ist allen gemeinsam?
Was ist Ihre Meinung?

 

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Abstieg als Fortbewegungsmittel

Frage: Sagen Sie, dass wir versuchen sollen, die Abstiege gemeinsam zu spüren?

Antwort: Manche Abstiege und Aufstiege fühlen wir gemeinsam, manche auch individuell.

Frage: Was bedeutet es, wenn die ganze Gruppe den Abstiegszustand empfindet?

Antwort: Hängt davon ab, wie man den Abstieg interpretiert.

Ich betrachte den Abstieg als eine Trennung vom Schöpfer oder von der Gruppe, d.h. von der Fortbewegung. Zum Beispiel, ich spüre eine gewisse Schwere, aber kann noch nicht feststellen, dass sie mir gegeben wird, um voranzukommen und stehe einfach unter ihrem Einfluss.

Und wenn ich anfange, diese Schwere als Instrument für den Fortschritt wahrzunehmen, dann wird sie für mich zu einem Fortbewegungsmittel. Und jetzt arbeite ich damit mit Freude und weiß, dass ich dadurch vorankommen werde. 

Wenn wir ein allgemeines Ziel, allgemeine Handlungen, allgemeines Leben haben, kommen wir gewissermaßen zum gemeinsamen Aufstieg und gemeinsamen Abstieg, aber in gewisser Weise sind sie auch individuell. Wir müssen die Gelegenheit nutzen, dass wir zusammenarbeiten und dadurch ein gemeinsames Ergebnis erzielen können.

Hier verstehe ich mehr oder weniger den Zustand meiner Freunde, und ich muss ihnen helfen und mich daran beteiligen. Zum Beispiel ist es vor dem Kongress sehr wichtig, dass wir uns gegenseitig inspirieren lassen, die Wichtigkeit des Ziels, unseres Treffens erheben, über die Bedeutung des Kongresses und die Notwendigkeit des Lernens sprechen. All dies müssen wir zusammenbringen und uns gegenseitig ermutigen.

Dadurch werden wir ein gemeinsames Feld haben: der Schöpfer offenbart sich nicht im persönlichen Empfinden, sondern in einem gemeinsamen Feld. Dies ist sehr wichtig, denn Seine Offenbarung kann nur dann geschehen, wenn wir bereits zu einem Zehner verbunden sind, zu einem gewissen Ebenbild des gemeinsamen Klis (Gefäß).

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Aus dem russischen Unterricht, 13.02.2019

 

Wir werden alle Juden sein.

Aussage: Albert Einstein verblüffte das Publikum einst als er ausrief: „Leider wurde ich als Jude geboren!“ Die Leute waren schockiert. Wie konnte ein so großer Mann eine so wilde Aussage machen?

Dann fuhr Einstein mit einem Lächeln fort: „Weil diese Tatsache mir das Privileg genommen hat, Jude zu werden“. 

Antwort: Es gibt zwei Stufen, um als Jude bezeichnet werden zu können: entweder wird man als Jude geboren oder man wird Jude. Und jeder kann es werden: Franzose, Italiener, egal wer, denn ein Jude weist im Prinzip nicht auf die Herkunft hin.

Es bedeutet, die Denkweise, die Einstellung zum Leben, den Sinn des Lebens zu akzeptieren, wenn ich verstehe, was es wirklich heißt, Jude zu sein – die Methode der Korrektur in die Welt zu bringen, der Welt zu helfen, ein Ganzes zu werden.

Frage: Stammt das Wort „Jude“ vom Wort „Übergang“?

Antwort: Es ist der Übergang von der egoistischen Einstellung zu der Welt zur altruistischen Umgebung. 

Frage: Dadurch wird der Mensch zum Juden?

Antwort: Ja.

Frage: Im Prinzip sagen Sie jetzt vorsichtig, dass die ganze Welt jüdisch werden kann? 

Antwort: Nicht vorsichtig, es ist tatsächlich so.

Dies ist ein ernsthafter Übergang vom Egoismus zum Altruismus, der nur durch den Klick in jedem von uns geschehen kann, wenn wir diese Veränderung von der höheren Macht verlangen.

Frage: Sie meinen auch, dass diejenigen, die geborene Juden sind, es quasi nicht sind?  

Antwort: Nein. Das sind nicht die Juden, von denen die Tora spricht. Denn Jude ist ein Geist. Man lässt sich also nur von der Herzensneigung leiten.

Frage: Besteht das ultimative Ziel des menschlichen Lebens darin, Jude zu werden?

Antwort: Jude zu werden bedeutet, alle Menschen zu vereinigen, um sie zur Eigenschaft des Gebens, der gegenseitigen Liebe, der Vereinigung zu erheben, damit ein solches Maß an Kommunikation zwischen allen Menschen der Welt entsteht, dass sie wie Eins werden. 

Und es geht keineswegs darum, dass jemand nach dem Herkunftsprinzip als Jude betrachtet wird.

Frage: Werden Menschen verschiedener Nationalitäten plötzlich erkennen, dass die Aufgabe eines jeglichen Menschen darin besteht, ohnehin Jude zu werden?

Antwort: Ja.

Frage: Und Sie behaupten ruhig, dass es so ist?

Antwort: Natürlich. Das heißt, von einer egoistischen Einstellung zur Welt zu einer altruistischen überzugehen – das ist das, was man „laavor“ nennt, einen Übergang durch eine egoistische Barriere.

Also lass sie rüber.

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Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 30.07.2019

Wie kann man kein Götzendiener werden?

Bemerkung: Es gibt eine gewisse Dualität. Auf der einen Seite die Verschmelzung mit dem Schöpfer, auf der anderen Seite die Verbindung mit den Freunden.

Ich schaffe es nicht, diese beiden Ansätze gleichzusetzten. Wie auch immer, bleibt das Gefühl, entweder ich bin mit den Freunden verbunden oder mit dem Schöpfer. Das ist eine Art Götzendienst, und gleichzeitig bringt Er einen dorthin.

Antwort: Das stimmt. In der Tat, wenn das Ego dich nicht zum Schöpfer bringt, ist es ein Götzendienst. Dem Ego scheint, dass es sich dort auffüllen kann. Er will, dass du den Schöpfer genau so behandelst, ich will den Schöpfer, ich liebe Ihn, Er wird mich erfüllen, ich werde mit Ihm verbunden sein, ich mache alles für den Schöpfer, wir werden in allem erfolgreich sein. 

Bemerkung: Ja, aber der Schöpfer ist in meinen Freunden, Er ist hinter ihnen her, Er ist diese Verbindung, ich verstehe das, aber fühle es sehr selten.

Antwort: Das ist dein Problem.

Bemerkung: Lasst es uns gemeinsam lösen.

Antwort: Nein, dieses Problem wirst du mit deinem Zehner und mit dem Schöpfer lösen. Es gibt keinen anderen Weg.

Frage: Was muss ich persönlich zu meinem Zehner hinzufügen, um mich endlich auf diese „mythische Figur“ zu konzentrieren?

Antwort: Erkläre Ihnen, dass der Schöpfer nur innerhalb der Zehner verstanden wird. Sonst wirst du Ihn nicht finden, und das wird Götzendienst heißen. Das nennt man “ein Idol zu schaffen“, eine Statue. 

Nur innerhalb der Zehner, nur in richtigen Beziehungen offenbart sich das allgemeine Bild der Hingabe zwischen den Freunden, das man als Schöpfer bezeichnet. Deshalb sagt der Schöpfer “ihr habt mich erschaffen“. Schließlich schaffen wir mit Hilfe der richtigen gegenseitigen Einstellung zueinander das Bild des Schöpfers. Und vorher gibt es Ihn nicht. Deswegen heißt der Schöpfer Bore. „Bo u Re“ komm und sieh.

 

Aus dem dritten Unterricht des Moldawien Kongresses 06.09.2019

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RAV BARUCH SHALOM HALEVI ASHLAG (RABASH), 1906-1991

 

Rav Baruch Ashlag ist der älteste Sohn von Baal HaSulam. Er stellt das letzte Glied in der Kette großer Kabbalisten dar. Noch als Jugendlicher emigrierte er gemeinsam mit seinem Vater aus Polen nach Jerusalem und studierte sein Leben lang bei ihm.

Nach dem Tod von Baal HaSulam setzte Rabash sein Lebenswerk fort: Er gab den vollständigen Kommentar Sulam sowie andere Schriften des Vaters heraus und begann anschließend, Artikel zu verfassen. Darin legte er die exakte Methodik der spirituellen Arbeit eines Menschen dar, der danach strebt, die innere Realität zu erkennen – etwas, was noch kein Kabbalist vor ihm tat. 

In seinen Artikeln liefert er eine exakte Beschreibung aller Etappen des spirituellen Weges eines Menschen – von dessen Anfang bis zum Ende. Aus den Artikeln entstand ein fünfbändiger Sammelband – Shlavei HaSulam (Etappen der Leiter). Zusätzlich hinterließ uns Rabash seine einzigartigen Mitschriften der Erklärungen spiritueller Zustände eines Menschen, die er von seinem Vater erhielt und die er mit einem entsprechenden Titel versah – Shamati  (Hebräisch: „Ich hörte“).

Rabash starb 1991. Seine Bücher stellen neben den Werken von Baal HaSulam die wichtigste Literatur zur Wissenschaft der Kabbala dar, deren Studium dem Menschen das wahre Bild der ihn umgebenden Wirklichkeit enthüllt. Das Studium der Kabbala vermag den Menschen auf eine bewusstere Stufe einer vernünftigen Existenz zu führen – in Harmonie mit der Natur und bei voller Verwirklichung der höchsten Bestimmung des Menschen – der Erkenntnis des Planes der Schöpfung.

Die wichtigste Botschaft, die Rabash an seine Schüler zu übermitteln suchte, war die Notwendigkeit des Studiums und der Arbeit in der Gruppe. Schon immer lernten Kabbalisten in Gruppen. Die Gruppe erlaubt den Mitgliedern, durch das Geben an den Schöpfer im Spirituellen fortzuschreiten, indem sie ihre Wünsche vereinen und auf dasselbe Ziel ausrichten.

 

Zu den Artikeln von Rabash…

Sich auf Kosten der Wünsche anderer bereichern.

Frage: Wie soll ich meinen Wunsch nach Spiritualität wachsen lassen? Stimmt es, dass man durch spirituelle Wünsche Andere an sich binden kann? Gibt es so einen Mechanismus, wie funktioniert das?

Antwort: Nur in Form von Annullierung. Du kannst nichts bestimmen, wenn du nicht annulliert bist. Durch diese Handlung kann man neue Gefühle erlangen.

Frage: Woran erkennt man den Unterschied von Wünschen?

Antwort: Angenommen, du bist mit dem Verhalten deines Freundes nicht zufrieden. Annulliere dich! Kooperiere mit seinem Verhalten und mit seinen Handlungen. Benimm dich so, als ob du mit allem von ihm einverstanden wärst, gehe gemeinsam mit ihm. Versuche so an dir selbst zu arbeiten! Dann erhältst du für dich, völlig neue und unbekannte Empfindungen. Das nennt man, die Verbindung mit deinen Freunden.

Schau dir die anderen an, dir gefällt bei einem das, bei dem nächsten etwas anderes nicht. Versuche dich zu annullieren, sei mit dem Freund und seinen Handlungen einverstanden. Du wirst sehen, wie es dich bereichert und wie du dich mit ihm verbinden kannst. So entsteht ein gemeinsames Kli (Gefäß), in dem sich der Schöpfer nach und nach offenbart.

 

Aus dem Kongress in Moldawien 05.09.2019

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Das Kommen des Messias


Zwei Fragen, die ich über den Messias erhielt:

Frage: Das Buch Sohar sagt, dass vor dem Kommen des Mashiach Ben David (Messias, Sohn Davids), der Mashiach Ben Yoseph (Messias, Sohn Josefs) kommen wird. Es wird eine Vorbereitung vor der Ankunft des Mashiach geben. Ist der gegenwärtige Zustand der Welt (die Krise) diese Vorbereitung? Und was für eine Art von Kraft ist der Mashiach Ben Yoseph?

Meine Antwort: Der Mashiach Ben Yoseph ist die Enthüllung der modernen Methode der Korrektur des ARI im 16. Jahrhundert. Der gegenwärtige Zustand der Welt ist der Beginn der Enthüllung des Schöpfers oder die Vorbereitung auf Seine Enthüllung. Die Geschwindigkeit dieses Prozesses hängt von uns ab.

Frage: Ist der Messias der Name des Lichts, das stark genug ist sowohl die Gerechten als auch die Bösen zum Schöpfer empor zu heben – alle zusammen – als Antwort auf das Gebet der Menschheit, nachdem sie erkannt hat, dass es unmöglich ist, weiter in dieser Welt zu leben? Oder handelt es sich um einen in diese Welt gesandten Menschen, mit der Kraft, das „Messias“ genannte Licht anzuziehen?

Meine Antwort: Der Messias ist die Enthüllung des Schöpfers. Diese Handlung (Enthüllung) des Höheren Lichts findet zusammen mit der Enthüllung des Wissens über die Natur der Schöpfung, ihrem Plan, dem Prozess und dem Ziel statt. Dies wird durch die Verbreitung dieses Wissens („dem Ruf des Messias“) durch jene, die zum Schöpfungsziel streben, erreicht. In dem Maße, in dem Menschen diesem Prozess widerstreben, werden ihre Absichten und Handlungen – die Kräfte des Widerstands – Leiden auslösen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Dritte Tempel und das Kommen des Messias
 
 interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >  Kabbala Akademie
 

Die Verbindung ist die Quelle der richtigen Lösungen

Frage: Eine Gruppe von Menschen möchte die richtige Lösung für ihre Probleme finden. Sie haben bereits erste Kenntnisse in der Kabbala erlangt und verstehen, dass der Workshop die Vorbereitung für die Lösung eines Problems ist. Es gibt bestimmte Regeln für diese Arbeit. Woher kommen sie?

Antwort: Wir befinden uns in einer Welt, in der praktisch keine Probleme gelöst werden. Wenn wir den Eindruck haben, dass wir heute einen Ausweg gefunden haben, stellen wir am nächsten Tag fest das es doch nicht die Lösung ist.  Wir stoßen die Lösung ständig von uns ab, denken aber, dass wir zu einem Ergebnis kommen.

Die Kabbala sagt, solange wir uns nicht verbinden, werden wir keinen gemeinsamen Nenner finden. 

Alle Probleme der Menschen, die im Großen oder Kleinen auftreten, entstehen aus der Unverbundenheit, sonst gäbe es keine Probleme. Sie alle entstehen durch unsere Spaltung, Trennung und gegenseitige Entfremdung.

Wenn wir sie lösen wollen, müssen wir uns in erste Linie zu einer Einheit verbinden.

Frage: Lösen Kabbalisten keine Probleme?

Antwort: Nein. Welche Probleme, abgesehen davon, dass wir nicht verbunden sind, haben wir? Wenn wir uns verbinden, verschwindet das Problem.

Frage: Die Kabbala löst nur das eine Problem: Wie kann man sich verbinden?

Antwort: Es gibt auf der Welt keine weiteren Probleme.

Frage: Verschwinden folglich alle anderen Schwierigkeiten?

Antwort: Ja.

Frage: Wie steht es mit der Gesundheit, der Familie usw.?

Antwort: Probleme treten in unterschiedlichen Stufen auf: unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich. Um ein Ergebnis zu erzielen, muss man sich zusammensetzen, sich verbinden und in dieser Verbindung nach einer Lösung suchen. 

Die Lösung kann man nur dann finden, wenn Menschen miteinander verbunden sind, da sie sich verstehen und gegenseitig ergänzen. Erst dann wird klar, wie die Lösung aussehen muss.

Auf dieser Basis wird die Entscheidung immer richtig und gut sein, damit alles von einer niedrigeren Stufe auf die menschliche Stufe umgesetzt wird.

Aus der TV Sendung „ Grundlagen der Kabbala“ vom 25.12.2018 

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Was ist die Seele?

Frage: Was ist diese Seele, die uns verbindet?

Antwort: Sie ist eine gemeinsame Kraft, die alles zusammenhält und unser ewiges Dasein sichert. Wir müssen aus unserer individuellen Existenz herauskommen, aus dem Gefühl eines persönlichen Lebens, welches mit dem Tod des Körpers endet. Wir müssen zur Existenz eines gemeinsamen Lebens kommen. Wir spüren das als Zirkulation zwischen uns.

Es sterben zum Beispiel täglich Millionen Zellen im menschlichen Organismus und gleichzeitig werden neue geboren. Wenn wir sterben, sind wir dieser Zelle im gemeinsamen Körper der Menschheit ähnlich. Sie stirbt und entweicht dem Körper.

Um nicht spurlos mit dem Tod unseres tierischen Körpers zu verschwinden, müssen wir mit dem Leben eines gemeinsamen Körpers in Verbindung treten.  Wir müssen durch unsere Verbindung nach dem Schöpfer streben. Damit beschäftigt sich die Kabbala

Aus dem Unterricht, 21.07.2019

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