Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Wohin lenkt uns die Korrektur?

Frage: Wie und warum versammelt ihr euch, um euch selbst zu korrigieren?

Meine Antwort: Wenn ich „wir“ sage, meine ich viele Menschen. Zusammen bilden wir die Bnei-Baruch-Gruppe auf der ganzen Welt.

Unsere Organisation setzt sich dafür ein, den Menschen aufzuzeigen, wie sehr unser Egoismus uns selbst und alles um uns herum zerstört. Wenn wir unseren Egoismus korrigieren, werden wir uns über uns selbst erheben und beginnen die nächste Welt zu fühlen: die höhere, ewige und vollkommene Welt.

Es ist eine besondere Welt, in der wir nur existieren können, wenn wir von egoistischen zu altruistischen Beziehungen gelangen. Und die Natur drängt uns dazu.

Die Weisheit der Kabbala erklärt, wie wir es schaffen ohne, dass uns irgendwelche Viren dazu zwingen. Wir können diesen Übergang leicht, bequem und angenehm gestalten.

Aus diesem Grund wurde uns diese Weisheit gegeben. Lasst sie uns nutzen und die nächste Stufe der menschlichen Entwicklung erlangen. Sie muss sowieso erreicht werden. Doch bisher gehen wir den falschen Weg. Es ist aber möglich den richtigen Weg zu gehen.

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Immer mit mir – Teil 87

Rabbanit Jochewed

Rebbe liebte seine Frau sehr. Er lebte 64 Jahre lang mit ihr zusammen. Sie war ein oder zwei Jahre älter als er und kam aus einer sehr berühmten Familie aus Jerusalem. Sie waren die Alteingesessene von Jerusalem, die so genannte „edle Aristokratie“. Ihre Familie lebte seit sieben Generationen in dieser Stadt.

Rabbanit Jochewed war groß, schön und statisch. Ich kannte sie sehr gut. Wir hatten eine Art innere Verbindung. Vielleicht lag es daran, dass sie fühlte, wie ich RABASH behandelte, als die am nächsten stehende Person, wie ein Sohn zu seinem Vater. Und sie nahm mich als Sohn wahr. Jeden Shabbat schickte sie uns Fisch, niemand sonst bekam ihn, nur meine Familie.

Sie hatte einen starken Charakter als wahre Eingeborene aus Jerusalem. Der Rabbi liebte sie, respektierte sie und beugte sich ein wenig vor ihr.

Ich wusste, wie sehr sie miteinander verbunden waren, obwohl so unterschiedlich, aber was ich im Krankenhaus sah, war erstaunlich.

 

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Fortsetzung folgt…

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Frage: Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Meine Antwort: Gerade nach dem Tod gibt es ein Leben. Und solange wir uns nicht von unserem Egoismus befreien, gibt es auch kein Leben. Wir spüren unsere Existenz im Innern des Egos. Sie ist nichtig, gemein und sehr begrenzt.

Auch wenn wir uns von unserem Egoismus befreien, ist es nur eine Befreiung auf der ersten egoistischen Stufe. Sogar der physische Tod ist nur eine sehr kleine Erlösung und eine sehr kleine Stufe des Aufstiegs. Dadurch können wir verstehen, dass die Natur und die Welt tatsächlich auf einer anderen Ebene, nämlich über dem Egoismus, existiert.

Frage: Menschen, die nur in ihrem kleinen Umfeld leben, haben keine Zeit über etwas anderes nachzudenken. Sie sind damit beschäftigt sich selbst und ihre Familien zu ernähren. Vielleicht ist das der Grund warum der Egoismus uns heutzutage wahrlich auffrisst. Wie können wir aus diesem Kreislauf entkommen?

Meine Antwort: Das muss erklärt und unterrichtet werden. Deswegen habe ich die Kabbala-Akademie gegründet. Mehrere Millionen Menschen studieren praktisch auf jedem Kontinent und in allen Sprachen der Welt. Wir halten Unterrichte und Vorträge, treffen uns, organisieren internationale Kongresse und weitere Veranstaltungen.

Aber das aktuelle Virus, dieses letzte System der Wahrnehmung der Natur, das jetzt allmählich in unser Bewusstsein dringt, drängt den Menschen dazu, zu erkennen, wo er lebt und warum er existiert. Und hier hat er keinen Ausweg.

Wir müssen das Gesamtbild der integralen Natur, entweder auf richtige oder auf falsche Weise, verstehen. Wir müssen verstehen, wie wir in ihr existieren können und zur richtigen ganzheitlichen Beziehung mit ihr gelangen. Wir müssen einfach selbst integral werden.

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Die Roboter kommen

Müssen wir uns wirklich davon überzeugen lassen, dass uns Roboter ein perfektes Leben ermöglichen? Können wir es nicht selbst tun?

Einerseits wird vermutet, dass Roboter die ganze Welt erobern werden. Auf der anderen Seite gibt es die Meinung, dass sie uns helfen werden. Sie kochen für uns, bauen und fahren Geländewagen. Sie sind hoch intelligent. Und wir glauben, dass sie unser Leben perfektionieren werden.

Roboter sind unfähig zu geben und zu lieben. Es ist vollkommen egal welche Software wir ihnen laden. Es wird nicht geschehen. Ein Mensch ist dazu genauso unfähig. Doch er wird in sich selbst einen neuen Menschen erschaffen müssen und zwar einen spirituellen. 

Denn im Gegensatz zum Roboter hat der Mensch einen zusätzlichen, höheren Anteil, nämlich die Seele. Sie zieht ihn vorwärts, damit er die höhere Welt erreichen kann. Dorthin können wir keinen Roboter bewegen. Sie werden nie fähig sein, sich statt des Menschen zu entwickeln und seine höhere Aufgabe in der Natur zu erfüllen. Ein Mensch kann nicht ersetzt werden.

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Immer mit mir – Teil 86

Das Unerwartete

Dann geschah das Unerwartete. Wir kamen aus Tiberias zurück, und am Ende der Woche wollten wir wieder hinfahren. Es gab eine kleine Mahlzeit, ich kann mich nicht erinnern, worum es ging. Meine Frau Olga und unsere Töchter waren oben im zweiten Stock mit den Frauen und mit der Frau von Rabash, Jochewed.

Plötzlich sehe ich Olga und weiß, dass etwas nicht stimmt. Sie rief mir aus dem zweiten Stock auf Russisch zu: „Mischa, komm nach oben! Schneller!“ Alle sahen mich an – niemand verstand auf Russisch. Ich sagte: „ich muss nach oben kommen“ und rannte sofort nach oben.

Ich gehe nach oben, Rabbanit[1] liegt ohne Bewegung auf dem Boden. Aber sie schaut mit offenen Augen, atmet. Sie kann sich einfach nicht bewegen. Wie sich später herausstellte, hatte sie einen Schlaganfall!

Die Gruppe hatte einen Arzt, und ich rief ihn sofort, ohne es jemandem zu sagen. Ich habe geschrien: „Doktor, komm hier hoch!“ Der Arzt ging nach oben und verstand sofort die Lage.

Und dann haben wir einen Fehler gemacht. Der Arzt sagte: „Lass es uns sie auf die Couch legen.“ In diesem Fall darf man eine Person nicht berühren. Wir haben sie auf die Couch gebracht, und ich wollte RABASH rufen, aber er tauchte von selbst auf.

Er sah alles und…verstummte. Er hielt inne, ging vorsichtig in die Ecke des Raumes, setzte sich hin und behielt sie im Auge. Er beobachtete schweigend, was wir taten. Sehr vorsichtig, respektvoll, ohne ein Wort zu sagen. Ich werde nie vergessen, wie er sie ansah. Und sie hat ihn angesehen… Sie schien ihn zu beruhigen, und er verstand bereits alles.

Ein Krankenwagen kam und brachte sie ins Krankenhaus.

[1] Rabbanit: so nennt man die Ehefrau von Rav

 

[# 246663]

Fortsetzung folgt…

Sich nicht den allgemeinen Maßstäbe anpassen

Frage: Ist es für eine Verbindung unter Freunden notwendig, dass sie die selbe Auffassung und Wahrnehmung wie ich haben und dabei das Gleiche empfinden?

Antwort: Nein, nicht unbedingt. In der Gruppe kann man sich auf absolut unterschiedlichen Stufen befinden. Das hat aber noch keine Aussagekraft. Versucht nicht, dass ihr euch den allgemeinen Maßstäben anpasst.

Jeder muss so weit wie möglich einen positiven Einfluss auf die anderen ausüben, sie verbinden, sie durch sich selbst erfüllen und – was am wichtigsten ist – MAN zum Schöpfer erheben, so bewegen wir uns vorwärts.

Wir dürfen uns nicht vergleichen- wer ist größer und wer ist kleiner. Wenn wir uns nach und nach einander annähern, werden wir uns in einem einheitlichen System spüren. Dort gibt es eine gegenseitige Ansammlung von Kräften – der Zehner. Darin ist alles zusammen: die Offenbarung des Schöpfers, das Licht, die Spannung.

Obwohl sich jeder vom anderen unterscheidet – der Eine besitzt eine höhere Sensibilität für Gefühle, der Andere eine höhere Sensibilität für Wissen usw., gibt es dort alle möglichen Arten von Beifügungen und Berechnungen. Sie finden sowohl sinnlich als auch physikalisch statt. Im Zehner wird alles ausgeglichen. Es geht in die gleiche Richtung und es enthüllt sich für alle der Schöpfer.

Aus dem Unterricht, 01.0.3.2020

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Sich als ein integraler Bestandteil in die Natur einfügen

Die Verletzung der Gesundheit aller erzeugt ein Ungleichgewicht im Gesamtsystem. Das System wird „Adam“ genannt, weil es nach dem Ebenbild des Menschen aufgebaut ist.

Was bedeutet das? Es gibt auf der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Ebene der Natur Systeme, die miteinander interagieren.

Sie sind absolut integral, sich gegenseitig ergänzend und außerordentlich ganzheitlich. Ihre Aufgabe ist es, dass der Mensch sie richtig anwendet und sie durch seine sinngemäße Anwendung in der Arbeit, sich dem Schöpfer anzugleichen, verbessert. Dann wird er durch all diese Systeme eine gigantische Höhere Welt wahrnehmen können, die absolut alles umfasst.

In unserer Welt sehen wir Integrität auf der Ebene der unbelebten, pflanzlichen und teilweise tierischen Natur. In der menschlichen Natur nehmen wir das nicht wahr, weil wir uns auf dieser Ebene befinden.

Wir sehen zum Beispiel, wie wir das Gleichgewicht der unbelebten Natur aus dem Gleichgewicht bringen: Emission von Gasen, Erwärmung der Atmosphäre, Blockierung von Flüssen, Unterbrechung von natürlichen Vorgängen. Am Ende geht das alles auf die unangenehmste Art und Weise nach hinten los.

Die Natur wurde jedoch bewusst absolut harmonisch erschaffen, damit wir uns in sie als die höchste Stufe der Harmonie einfügen. Aber wenn der Mensch anfängt, mit seinen schmutzigen, ungeschickten Händen in die Natur einzugreifen, verkrüppelt er sie nur. Er verstümmelt sie ständig nach der Vorstellung seines Egoismus und glaubt, dass er richtig handelt, dass die Natur kein gigantischer, ganzheitlicher, lebender Organismus ist.

Dabei sind seine unbelebte, pflanzliche und tierische Ebene miteinander verbunden und nehmen an einer gemeinsamen integralen Interaktion teil. Der Mensch wurde erschaffen, um sich nach und nach selbständig in diese Natur als integralen Bestandteil einzufügen und sie zu studieren und durch bewussten Teilnahme zu ergänzen.

Doch leider geschieht dies nicht, denn wir sind Egoisten, wir sind von vornherein der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur entgegengesetzt. Deshalb passen wir mit unserem menschlichen Egoismus, der über diesem Niveau liegt, nicht in die Natur, sondern wir beginnen im Gegenteil, sie kaputt zu machen, um sie uns anzupassen.

Seit vielen tausend Jahren macht der Mensch mit der Natur was er will. Und sie bestraft uns als strenger Richter. Oder genauer gesagt, sie bestraft uns nicht einmal, sie kompensiert unsere groben, unklugen Verzerrungen, die wir ihr zufügen.

Deshalb werden wir nur dann von Gesundheit sprechen können, wenn wir den gesamten unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Organismus, d.h. die gesamte Natur, berücksichtigen und wenn wir mehr oder weniger begriffen haben, wie er im richtigen Zusammenspiel aller seiner Teile sein muss, wie er all seine Ebenen kompensieren und ergänzen kann.

Dann werden wir in der Lage sein, gesund zu bleiben und zu höheren Ebenen der Erkenntnis, der Verbundenheit mit der riesigen integralen Natur aufzusteigen.

Aus dem Unterricht von 15.03.2020

[#263013]

Liebe auf den ersten Blick

Es gibt keine Liebe auf den ersten Blick, so amerikanische Wissenschaftler.

Amerikanische Wissenschaftler behaupten, es gäbe keine Liebe auf den ersten Blick, aber es gäbe Liebe auf den vierten Blick. Oft wird die Wirkung von Hormonen für Liebe gehalten .

Amerikanische Psychologen haben nachgewiesen, dass es keine Liebe auf den ersten Blick gibt, sondern Liebe auf den vierten Blick. Sie sagen, man braucht nicht mehr als drei Dates, um das Gedächtnis aufzubauen und im Laufe des vierten Dates kann die Liebe schon entstehen.

Ich weiss nicht, was sie unter dem Begriff „Liebe“ verstehen. Was versteht man darunter? Einen Sinnesreiz, hormonelle Schwankungen, intellektuelle Abhängigkeit oder Nähe?

Sie sagen, dass wahre Liebe nur durch angenehme Erinnerungen an einen Partner verstärkt wird, was bedeutet, dass ein richtiger Eindruck vom Menschen entstehen muss. Daher seien vier Dates notwendig.

Das ist der heutige Stand. Morgen sagt jemand etwas anderes. Ich glaube, es ist müssig zu versuchen, dies zu verstehen, weil menschliche Gefühle rein chemische Vorgänge sind, die sich unserem Verständnis entziehen, da sie sehr tief in unserem Unterbewußtsein verankert sind. Es gibt verschiedene Bedingungen und Gründe, wie und warum ein Mensch von einem anderen angezogen wird. 

Daher würde ich nicht versuchen, eine ernsthafte wissenschaftliche Basis für dieses Thema zu schaffen. Ich kann nur sagen, dass Liebe Pflicht, Abhängigkeit und Dankbarkeit ist, ein Zustand, in dem die Menschen verstehen, wie sehr sie miteinander verbunden sind, wie viel sie für einander getan haben und wie viel sie noch für einander tun können. Genau diese sehr enge Abhängigkeit,in welcher beide sich als Fortsetzung von einander fühlen, heißt „Liebe“. Und das hat weder mit Sex, noch mit gegenseitiger Anziehung, noch mit dem ersten Blick zu tun. Es ist das, was wir viele Monate oder sogar Jahre lang nähren. Liebe ist, wenn ein Mensch die Wünsche seines Geliebten statt seiner eigenen akzeptiert und sie mehr als die eigenen erfüllt. Absolute Liebe ist es dann, wenn er das gegen den eigenen Wunsch tut. Aber das ist eine ganz andere Ebene von Beziehung.

Veröffentlicht in ML MichaelLaitmam.com

Immer mit mir – Teil 85

RABASH und die Angst

Bald sah ich, dass ich ihn überhaupt nicht kannte. Wir verließen Tiberias früh, wir hatten es eilig, rechtzeitig zum Unterricht zukommen, die Jungs warteten in Bnei-Brak. Und ich bin wahrscheinlich in die falsche Richtung gefahren, habe mit Rebbe geplaudert.

Ich schaue auf die Straße, sehe neue Schilder, ich bin überrascht, aber ich fahre weiter. Und plötzlich öffnet sich uns eine arabische Stadt, mit Straßen, Geschäften… und Araber.

Überall um uns herum nur Araber. Die Zeit damals war turbulent, die Intifada wurde vorbereitet. Und hier sind wir in ihrer Stadt, zwei bärtige, in schwarzen Gewändern, mit Hüten, so wie es sich gehört.

Und ich sehe, wie sie sich plötzlich zu uns wenden, anhalten und mit dem Finger auf uns zeigen.

Jemand rennt bereits hinter dem Auto her, jemand parallel zum Auto, und ich begreife, dass sie uns jetzt einfach anhalten können, uns irgendwo in die Gasse hinschleppen können und töten, oder sie steinigen uns einfach hier auf der Stelle.

Ich wusste, dass dies leicht passieren konnte, ich war im Shechem[1], als ich in der Armee war. Wir wagten es nicht, ohne Waffen da rein zugehen.

Ich höre sie schon einander anschreien, und ihre Augen sind wie… bei Tieren… Und dann dachte ich: „Rabbi ist mit mir, was soll ich tun?!“

Ich sehe ihn an und sehe, er ist ruhig. Nicht ein Hauch von Aufregung auf seinem Gesicht. Und er sagt noch dazu:

– Interessanter Ort, ich war noch nie hier. Lass dir Zeit. Fahre ruhig.

Und ich verlangsame mich, wie auf einen Befehl. Sie laufen neben dem Auto… Rebbe übermittelt mir solch eine Ruhe, als ob er sie nicht sieht. Ich sehe sie aber! Ich sehe, wie sich die Menge vor mir versammelt. Und ich verstehe, dass wir jetzt aufgehalten werden… Was ist zu tun?

Plötzlich erscheint ein Bus um die Ecke und es entpuppt sich als unser „Aged“-Bus[2]. Ich „klebe“ sofort daran. Er schlängelt sich – ich auch, er geht den Hügel hinauf – ich folge ihm… Und so verlassen wir die Stadt.

Als wir dann rausgefahren waren, hielt ich das Auto an, lehnte mich zurück auf den Sitz und rauchte. Ich zitterte, meine Hände zitterten. Und ich sagte ehrlich.

– Rabbi, ich hatte Angst!

– Und ich nicht“, sagte Rebbe.

– Wie nicht?! – frage ich.

– Ich war mir sicher, dass nichts passieren würde, sagte er.Wie kann das sein? Ich schaue Rebbe an, er ist ruhig, er lächelt sogar.

– Nun, stell dir vor, was sie dachten, als sie uns sahen? – sagt er.

– Dass sie uns fertig machen müssen! – sage ich.

– Nein, sie dachten, wenn zwei Leute wie wir zu ihnen kommen, bedeutet das, dass sie geschäftlich unterwegs sind, vielleicht um mit einem unserer Weisen zu sprechen, vielleicht wurden sie von unserem Imam [3] eingeladen, – sagt er ernsthaft, nickt mir zu, – ja, ja.

Dann wurde mir klar, dass er das nicht dachte, dass er mich so beruhigte. Er hatte einfach eine ganz andere Einstellung zur Angst.

Wenn du eine Verbindung zum Schöpfer hast, hast du keine Angst. Ich habe an RABASH gesehen, wie es funktioniert. Wie er alles sofort mit dem Schöpfer, mit sich selbst, mit der ganzen Welt verband, so dass es keinen Unterschied gab. Und alle Zweifel und Ängste vergingen in dieser Einheit. Wenn alles vom Schöpfer kommt. Wenn du erkennst, dass der Grund für all das darin besteht, dich zur Verschmelzung mit Ihm zu bringen, von welcher Angst ist dann die Rede?

Dann nahm RABASH im Auto sein blaues Notizbuch „Shamati“ heraus und öffnete es genau auf der richtigen Seite. Es war die Aufzeichnung „Wenn die Angst einen Menschen überführt.“ Und es war nicht das erste Mal, dass ich die Worte von Baal haSulam las: „Wenn Angst zu einem Menschen kommt, muss er wissen, dass der einzige Grund dafür der Schöpfer selbst ist[4]… “

So lebte RABASH. Nicht in Angst, in Ehrfurcht vor dem Schöpfer. Und ich war ständig überrascht, dass diese Verbindung dauerhaft sein kann. Ich wollte genauso leben.

[1] Stadt Shechem. Eine Stadt im Westjordanland, Palästinensische Autonomiebehörde.
[2] “Aged” Bus Cooperative (Hebräisch: אגד – das größte Busunternehmen in Israel.)
[3] Prediger des Islam
[4] „Shamati“ (ich hörte), 2012, Artikel 206.

 

[# 246640]

Fortsetzung folgt…

Woher weiß ich, was mein Egoismus ist?

Frage: Sie sagen, jemand hat einen großen, jemand einen kleinen Egoismus, und je nachdem werden ihm vom Schöpfer unterschiedliche Bedingungen für seine Korrektur gegeben. Und woher weiß ich, ob ich einen großen oder einen kleinen Egoismus habe?

Antwort: Und warum willst du das wissen? Das musst du nicht. Es ist, was es ist. Es heißt: „Der Schöpfer gibt der bockigen Kuh keine Hörner“.

Jeder Mensch hat bestimmte Eigenschaften, und er arbeitet mit ihnen. Beneiden Sie also niemanden. Jeder Mensch hat seine individuellen und spirituellen Qualitäten, die ihm helfen werden, die Wurzel seiner Seele zu erreichen.

Aus dem Unterricht, 08.03.2020

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