Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Dem integralen System beitreten

Frage: Wenn mir ein Mensch einen Gefallen  erweist, kann ich dadurch seine sinnliche, moralische Haltung mir gegenüber spüren. Wenn ich aber hingegen ein Produkt bekomme, das von Menschen hergestellt wird, die ich weder sehe noch kenne, werde ich dann in der Lage sein, sie wahrzunehmen?

Antwort: Das hängt von unserer Einigung ab. Es muss ein klares Konzept, eine klare Haltung, eine klare soziale Vereinbarung in der Gesellschaft geben, dass die Menschen nur das produzieren, was sie brauchen und damit jeden versorgen. Deshalb muss es gemeinsame Orte geben, an denen die notwendigen Lebensmittel, Kleidungsstücke, Maschinen und so weiter produziert werden.

Das Wichtigste wird auf gegenseitiges Lernen ausgerichtet sein, darauf, die inneren Kräfte des integralen Systems der Natur in der richtigen Verbindung zwischen uns zu offenbaren. Dies wird uns helfen, unser eigenes integrales System menschlicher Beziehungen zu schaffen, welches der Natur entspricht. Dann werden wir „Adam“ genannt, abgeleitet vom Wort „naturgetreu“.

Frage: Was ist aus der Sicht der inneren Gesetze der Natur besser: für sich selbst, für unseren Herrn oder für den Staat zu arbeiten?

Antwort: Aus der Sicht der Kabbala spielt es keine Rolle, für wen man arbeitet. Der Mensch, die Gesellschaft, der Staat, die Erde und die gesamte Natur sind ein integrales System. Wir müssen uns diesem System anschließen, zunächst aus der Notwendigkeit heraus, dann freiwillig, mit Liebe und einem inneren Verlangen danach.

Es gibt verschiedene Phasen unserer Einbindung in das Gesamtsystem. Alles beginnt mit der Nächstenliebe und erstreckt sich bis zu einer universellen Liebe zur ganzen Natur, zum ganzen System der integralen Verbindung.

Aus der TV-Sendung „Die Ära des Postkoronavirus“, 04.06.2020

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Neues Leben 1261 – Virtuelle Verbindungen

Neues Leben 1261 – Virtuelle Verbindungen

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Im Vergleich zu anderen Begegnungsformen bietet die virtuelle Plattform eine nützlichere, praktischere, zugänglichere, bequemere und greifbarere Gemeinschaftserfahrung. Sie kostet weniger und belastet die Umwelt weniger. Auch Emotionen lassen sich virtuell besser ausdrücken, da die Menschen besser geschützt und dadurch engagierter sind. Wir können uns virtuell wie in einer Familie treffen, spielen, singen, agieren und sogar gemeinsam essen. Es gibt keinerlei Einschränkungen, wie wir online unsere Herzen miteinander verbinden können.

Während sich Kinder weiterhin für kurze Zeit physisch versammeln, um gemeinsam Sport zu treiben, werden die innigen Gedanken und Gefühle, die wir virtuell füreinander entwickeln, im Großen und Ganzen alle physischen Interaktionen, die wir hätten haben können, kompensieren. Wir werden in eine neue, klare, unverdorbene Dimension des Lebens ohne Grenzen oder Begrenzungen eintreten, wo wir einander durch eine „innere Sicht“ spüren und das Wesen der anderen in einer absolut perfekten Welt kennen lernen.

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Aus KabTVs „New Life 1261 – Virtual Connections“, 06/06/2020

Vom Hunger zur Revolution

Schon vor dem Ausbruch von Covid-19 waren Millionen von Menschen von Hunger betroffen. Lebensmittelmarken sind keine Lösung, ebenso wenig wie Sozialwohnungen.

Das Coronavirus hat die Dinge weitaus schlimmer gemacht, und von Tag zu Tag wird die Situation immer prekärer. Die Gesellschaft steht am Rande eines Abgrunds, und keine Verwaltung wird in der Lage sein, die Ordnung auf den Straßen wiederherzustellen, wenn es so weiter geht.

Es hat auch keinen Sinn, nach einem Sündenbock zu suchen; wenn wir wirklich jemandem die Schuld geben wollen, sollten wir in den Spiegel schauen. Wir und unsere Eltern sind dafür verantwortlich, wie die Welt für unsere Kinder heute aussieht. Sehen Sie uns an: Die Hälfte der Welt ist übergewichtig, die andere Hälfte verhungert. Das ist ein genaues Spiegelbild unseres Egoismus, unserer Entfremdung und unseres rücksichtslosen Anspruchsdenkens.

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Es schmerzt mich, dass die ganze Welt leidet

Das Wichtigste ist das Gefühl, dass die heutige Krise unser gemeinsames Problem ist. Es eint uns und hilft uns zu verstehen, dass wir miteinander verbunden sind.

Lassen wir uns von nun an verpflichten, dass wir, wenn wir an das Coronavirus in Verbindung mit unserer Familie, unserer Stadt, der Schule, die unsere Kinder besuchen, unserer Arbeit denken, wir uns um die ganze Menschheit sorgen werden.

Wir wollen, dass die ganze Menschheit vom Coronavirus geheilt wird, dessen Ursache unserer Egoismus ist, der sich Tag für Tag mehr und mehr offenbart. Wenn wir uns einander nah fühlen, uns verbinden und uns umarmen können, werden alle Viren verschwinden.

Sobald wir über unser persönliches Unglück nachdenken, sollten wir es ein wenig ausweiten und über unser gemeinsames, globales Problem nachdenken.

Gewöhnlich freuen sich Egoisten darüber, dass die ganze Welt leidet, denn dann scheint ihr eigenes Unglück nicht mehr so ​​schrecklich zu sein. Es heißt, dass „das Leiden vieler bereits ein halber Trost ist“. Aber hier leide ich im Gegenteil für die ganze Welt. Mein Leiden ist viel größer, wenn ich sehe, dass nicht nur meine Kinder, meine Familie, Verwandten und Bekannten leiden, sondern die ganze Menschheit.

Ich  muss anfangen, mich anders zu verhalten: Ich fühle mich nicht besser, weil alle mit mir leiden, sondern im Gegenteil, ich fühle viel mehr Schmerz, weil die ganze Welt leidet.

Aus einer Lektion für die Frauen, 29.08.2020

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Neues Leben 1260 – Eine Welt ohne Grenzen

Neues Leben 1260 – Eine Welt ohne Grenzen

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Grenzen sind dynamisch und relativ. Wir verschieben sie von Generation zu Generation und wollen möglichst wenige gegenseitige Verpflichtungen. Schon bald werden sich die Grenzen zwischen den einzelnen Nationen auflösen. Der Mensch will sich, so wie er ist, akzeptiert fühlen, ohne jeglichen Druck oder Erwartungen von außen. Der heutige Mensch möchte spüren, dass er nicht durch seinen Körper begrenzt ist. Wir wollen uns keiner Begrenzung oder Form der Kontrolle unterwerfen, die unsere Freiheit einschränkt.

Die Menschheit hat eine Stufe der Entwicklung erreicht, auf der sie die Grenzen der Materie und des materiellen Begehrens überwinden und wahre, spirituelle Freiheit in einer grenzenlosen Dimension empfinden muss.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1260 – Eine Welt ohne Grenzen“, 06.7.2020

Neues Leben 1259 – Eine Welt ganz ohne Geld

Neues Leben 1259 – Eine Welt ganz ohne Geld

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Wenn Geld seinen Wert verliert, wird die Natur selbst für jede Anstrengung, die zur Gesellschaft beiträgt, mit “ emotionalen Münzen“ bezahlen. Der Lohn der Natur sind unvergängliche Münzen der Seele. Die Seele bezeichnet die innere Anstrengung, die ein Mensch zugunsten der Gesellschaft investiert. Über die Erfüllung der Bedürfnisse der physischen Existenz hinaus hat ein Mensch das Verlangen, die Seele durch eine Beziehung zur Gesellschaft und zur Natur zu entwickeln. Die Natur „führt darüber Buch“, wie viel jeder Bürger gegeben und was er erhalten hat. Erst später offenbart sich ein höherer Lohn, und der Mensch wird noch mehr geben wollen. Sozialvermögen wird für einen Menschen wertvoll sein, und er wird es aufrechterhalten, um die Zugehörigkeit zur ewigen Natur zu erwerben. Vor der Natur kann man nichts verbergen oder sie belügen. Entsprechend der Aufrichtigkeit unserer Herzen, liegt ein Leben im Paradies vor uns!

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Aus KabTVs „Neues Leben 1259 – Eine Welt ohne Geld“, 01.07.2020

Neues Leben 1258 – Ost, West und die integrale Welt

Neues Leben 1258 – Ost, West und die integrale Welt

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Entsprechend der Wurzel der Seele jeder Nation ist die Welt in Ost und West geteilt. Die Nation Israel ist eine dritte Komponente, eine besondere, die weder Ost noch West ist; sie gleicht keiner anderen Nation. Der Westen kann vom Osten nicht lernen, da sie nicht miteinander verglichen werden können. Während in kollektiven Gesellschaften die Menschen bereit und willens sind, Gesetze zu akzeptieren und zu befolgen, ist die westliche Kultur rational. Sowohl Westen als auch Osten brauchen nicht voneinander zu lernen.

Jede Seite muss sich entsprechend der Wurzel ihrer Seele selbst korrigieren. Wir müssen den Menschen im Westen erklären, dass die Natur uns heute dazu verpflichtet, eine integrale Verbindung zwischen verschiedenen Individuen zum Wohle einer besseren Zukunft für alle aufzubauen. Die Verwirklichung der Freiheit des Individuums drückt sich in der Selbstverwirklichung in den Verbindungen mit anderen aus. Genau darin liegt die Formel für eine perfekte Welt.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1258 – Ost, West und die integrale Welt“, 01.07.2020

Der Trend zur globalen Kommunikation

Frage: Welche internen Veränderungen haben sich in unserer Kommunikation seit den 90er Jahren ergeben?

Antwort: Wir haben untereinander einen völlig anderen Kommunikationsraum betreten und fühlen uns wie andere Menschen. Während früher die Kommunikation über Telefon, Funkgeräte usw. erfolgte, erlebt man die heutige Verbindung nicht zwischen Menschen, sondern zwischen digitalen Medien und das ist ein ganz anderes Gefühl. Mir ist es aus diesem Grund egal, welche Person mir schreibt, wichtig ist nur, wie ich sie wahrnehme.

Frage: Früher hat man sein Dorf praktisch nicht verlassen und nur mit ein paar Menschen kommuniziert, heute ist man im Laufe seines Lebens mit Tausenden von Menschen in Kontakt. Warum gibt es diesen Trend?

Antwort: Es ist der Prozess dazu, dass wir uns als eine Familie spüren müssen, als eine miteinander verbundene Gesellschaft, die nicht anders existieren kann. Das ist ein Prozess der vollständigen Interaktion zwischen uns. Obwohl diese Interaktion immer noch egoistisch ist, führt sie uns zu der Erkenntnis, dass wir eine andere Art der Kommunikation finden müssen.

Frage: Ich werde also mit Milliarden von Menschen in Kontakt treten? Werde ich sie persönlich kennen?

Antwort: Es wird eine globale Kommunikation sein. Sie muss gut sein, sonst bringen wir uns gegenseitig um. Wir beginnen zu verstehen, wie sehr die Lüge uns alle in diesem System schadet.

Aus dem TV-Programm „Die Zeit des Post-Coronavirus“, 21.05.2020.

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Die Welt mit den Augen anderer sehen

Frage: Gibt es aus Ihrer Sicht solch einen Begriff wie die objektive Meinung, oder ist sie immer subjektiv?

Antwort: Die Meinung ist immer subjektiv. Wenn wir uns selbst verändern, werden wir auf diese Weise unsere Meinung und die Welt, in der wir leben, verändern.

Frage: Kennen Sie Methoden, mit denen man menschliche Gedanken lesen kann? Halten Sie das für möglich?

Antwort: Das ist nur dann möglich, wenn ich wirklich so an mir arbeiten kann, dass ich ein anderer Mensch werde. Das heißt, wenn ich mit ihm in Kontakt komme, versetze ich mich in seine Lage, so als würde ich ihn auf mich selbst kopieren, auf diese Weise kann ich seine Gedanken und Wünsche identifizieren.

Das ist keine leichte Aufgabe. Um das zu tun, muss ich versuchen mich ihm gegenüber ständig zu annullieren und mich in ihn hineinzuversetzen. In diesem Fall lese ich nicht mehr ihn, sondern meine Gedanken.

Indem ich mich in einen anderen versetze, ihn als etwas Besseres als mich selbst akzeptiere, beginne ich, die Welt durch ihn zu fühlen.

Aus dem TV Programm „ Die Zeit nach dem Coronavirus“ 07.05.2020

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Kann man durch Wissen zum Verständnis der Kabbala gelangen?

Frage: Wenn ich nicht daran interessiert bin, zuzuhören, was andere Seminarteilnehmer sagen- sie erzählen manchmal wirklich Unsinn- was habe ich dann von solchen Seminaren? Ich bin gekommen, um einem höheren Kabbalisten zuzuhören und muss dann Menschen wie mir oder noch Schlimmeren zuhören.

Antwort: Was die Kabbala betrifft, müssen Sie mir natürlich zuhören, die Bücher der großen Kabbalisten lesen, und sie von Anfang bis Ende studieren. Wenn Sie ein gutes Gedächtnis haben, werden Sie sich den Inhalt merken.

Davon werden Sie aber kein Kabbalist werden, denn Sie werden keinen Platz haben, kein so genanntes Kli, ein Gefäß, in dem Sie die höhere Welt empfinden können. Die höhere Welt wird gerade in der Verbindung zwischen den einfachen, sogar unerfahrenen Kabbalisten, die versuchen sich zu verbinden, enthüllt. Anstrengung und Verlangen ist das Wichtigste.

Es geht hier also nicht um Wissen. Das Wissen durchdringt nicht den Menschen. Es ist nur durch seine Gefühle und Absichten möglich.

Die kabbalistischen Parameter sind zwischen den Menschen spürbar. Wenn ich zu dir strebe und du zu mir und wir versuchen, ein gewisses Feld gegenseitiger Anziehung zwischen uns zu schaffen, dann beginnen wir zwischen uns und dem Schöpfer das Licht von NARANHAI zu offenbaren.

Wenn Sie also daran interessiert sind, die höhere Welt zu verstehen, dann müssen Sie Kabbalisten treffen. Wenn Sie nur an Wissen interessiert sind- wie man Kräfte und ihre Wirkungen in der Kabbala nennt- dann brauchen Sie lediglich die Bücher und sonst nichts.

Aus dem Unterricht, 01.03.2020

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