Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Neues Leben 1233 – Die Menschheit als globale Familie

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Alles in der Natur ist vollkommen rund, lediglich die menschliche Spezies ist es, die nicht dementsprechend agiert.

 Die Natur hat uns mit dem Coronavirus eine kollektive „Strafe“ auferlegt und zwingt uns dazu, die Notwendigkeit der Zusammenarbeit als eine einzige globale Familie zu erkennen. Wir müssen gleichberechtigt werden und uns gegenseitig unterstützen und nicht länger auf Kosten der anderen profitieren. Die Welt braucht entsprechende globale Planung, Bildung und Verwaltung. Wenn die internationalen Beziehungen nicht ausgewogener werden, drohen stärkere Schläge zu kommen. Die Menschheit hat Einfluss auf das gesamte System der Natur. Wir haben keine andere Wahl, als uns spirituell zu entwickeln.

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Aus KabTV´s > „Neues Leben 1233 – Die Menschheit als globale Familie“, 05.05.2020

Neues Leben1232 – Auf dem Weg zu einem neuen Lebensstil

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Durch das Coronavirus zeigt die Natur uns, dass wir die Zukunft des jeweils anderen sind und dass wir keine andere Wahl haben, als auf eine neue, gegenseitige Verbindung zuzusteuern.

 In der Natur gibt es einen Antrieb, der uns ständig auf einen Zustand hin entwickelt, in dem wir die Menschheit als einen einzigen, ganzheitlichen Organismus sehen, den wir verbessern wollen. Wir haben uns fälschlicherweise in einer egoistischen und konkurrierenden Weise entwickelt. Wir haben die Natur besudelt, verschmutzt und zerstört. Lasst uns von dem Leben, das wir uns für unsere Kinder wünschen würden, träumen und damit beginnen, es jetzt unter uns aufzubauen.

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Aus KabTV´s >„Neues Leben 1232 – Auf dem Weg zu einem neuen Lebensstil“, 05.05.2020

Drei Naturgesetze, die jeder kennen sollte

Die Encyclopedia Britannica definiert Bildung als „Vermittlung der Werte und des angesammelten Wissens einer Gesellschaft“ (Encyclopedia Britannica). …Bildung soll [die Kinder] beim Erlernen einer Kultur anleiten, ihr Verhalten im Erwachsenenalter formen und sie auf ihre spätere Rolle in der Gesellschaft ausrichten“. Aber um diese Definition zu finden, müsstest du die Seite nach unten scrollen. Das Lexikon beginnt den Eintrag über Bildung, indem es erklärt, dass es sich um eine „Disziplin handelt, die sich mit Lehr- und Lernmethoden in Schulen oder Schul ähnlichen Umgebungen befasst“. Dies ist die vorherrschende Interpretation von Bildung, und es ist sehr bedauerlich für jeden von uns, dass wir die wahre Bedeutung des Wortes vergessen haben.

Deshalb möchte ich eine Definition anbieten, die sowohl prägnant ist, als auch viel mehr bietet als eine Anhäufung von Begriffen, die heute hier und morgen weg sind. Die Erziehung, von der ich spreche, wird „Integrale Erziehung“ (IE) genannt. Wobei „integral“ ganzheitlich, vollkommen bedeutet. Nach der Definition der IE ist „Bildung der Prozess der Anpassung des Menschen an die Naturgesetze“. [Rest des Beitrags lesen →]

Neues Leben 1230 – Das Individuum gegen nationale Institutionen

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Die Vertrauenskrise zwischen den nationalen Institutionen und den Bürgern wird nur durch ein neues, allgemeines, soziales Bildungsprogramm gelöst werden können.

Die Coronavirus-Epidemie gibt uns das Gefühl, in einer globalen Welt zu leben, und wenn wir nicht lernen, rücksichtsvoll miteinander umzugehen, werden wir alle sterben. Der Staat ist nicht verpflichtet, allen Unternehmern zu helfen, aber es lohnt sich, dafür zu sorgen, dass jeder Bürger ein Grundeinkommen hat. Jeder Mensch und der Staat müssen sich durch die Kraft der Liebe verbinden und wie ein einziger Körper werden.

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Aus KabTV´s > „Neues Leben 1230 – Das Individuum gegen die nationale Institution“, 30.04.2020

Fünf Dinge, die wir zu Zeiten von COVID-19 wissen müssen

Niemand versteht es. Niemand weiß wirklich genau, wo es hergekommen, wie es entstanden oder was sein Zweck ist. Wie und warum es uns so beeinflusst, oder wie man es loswerden kann, wenn es überhaupt einen Weg dafür gibt. COVID-19 hat uns in die Enge getrieben, seiner Gnade ausgeliefert, und wir warten nur darauf, dass die Glocke uns rettet.

Aber in Wahrheit haben wir ein weit größeres Problem, als die Beantwortung dieser bereits erwähnten Fragen. Unser Problem ist unsere Haltung gegenüber dem Virus, denn, wenn wir unsere Haltung ändern, werden wir die Bedrohung in einen Segen verwandeln. Im Folgenden sind fünf Dinge angeführt, die wir wissen müssen, um unsere Einstellung zu ändern und den Verderb in einen Vorteil zu verwandeln.

  1. Das erste, das wir wissen müssen, ist, dass das Virus mehr als nur unseren Körper beeinflusst. Neben seinen offensichtlichen physischen Auswirkungen beeinflusst es uns auch emotional und mental. Das Virus verändert unsere Psychologie. Es hat uns in einen Lockdown gezwungen und uns dazu gebracht, viele Werte, die wir für selbstverständlich hielten, neu zu überdenken. Es hat uns gezeigt, dass es in Ordnung ist, nicht jeden Augenblick zu kaufen oder nach Einkaufsmöglichkeiten zu suchen. Es hat uns die Augen für die Menschen um uns herum geöffnet, für unsere Eltern, Kinder, Ehepartner und Freunde. Es hat uns gezeigt, wie ungeduldig wir sind, wie fürsorglich wir sind oder nicht, und wie fürsorglich unsere Angehörigen. 
  1. COVID-19 ist ein Lehrer für gegenseitige Verantwortung. Selbst wenn ich mich nicht krank fühle und jung, stark und gesund bin, könnte ich ein Überträger sein und das Virus auf meine nicht so jungen, starken und gesunden Eltern oder Großeltern übertragen. Deshalb muss ich es vermeiden, sie zu umarmen und zu küssen oder die Kinder zu ihnen zu schicken, wenn ich eine Arbeit zu erledigen habe. Und ich muss das nicht deshalb tun, weil ich mir das Virus nicht einfangen will, sondern um es nicht auf sie zu übertragen. Außerdem befehlen die Behörden mir, dass ich mich so verhalten muss, wenn ich nach draußen gehe, um das Virus nicht auf andere, völlig Fremde zu übertragen! Dies ist ein völlig neuartiger sozialer Ansatz, der jedoch in der heutigen Zeit der extrem ansteckenden Bakterien unerlässlich ist.
  2. Eine weitere sehr wesentliche Erkenntnis ist, dass das Virus die Wirtschaft umstrukturiert. Egal ob es einem gefällt oder nicht. Es zerstört das Konsumdenken, bezwingt den Kapitalismus und erschafft – wie der Kolumnist der NY Times Thomas Friedman es nannte – Arbeitsplätze, die „mit dem Herzen und zwischen den Herzen mehr Wert schaffen“. Das ist kein Kommunismus oder Sozialismus des 20. Jahrhunderts. Es ist keine Wirtschaft, die alle Menschen als gleich sieht. Im Gegenteil, sie betrachtet jeden als einzigartig und strebt danach, von den einzigartigen Fähigkeiten und Fertigkeiten jedes Einzelnen zu profitieren. Dementsprechend unterstützt sie die Entwicklung des individuellen Gespürs und der Talente jedes Einzelnen. Die setzt man dann gerne ein, um die Gesellschaft als Ganzes zu verbesser. Wobei die Gesellschaft den Beitrag jedes Einzelnen anerkennt und jeden Einzelnen für seine Bemühungen, die Gesellschaft zu einem besseren Ort zum Leben zu machen, lobt. Einerseits profitiert auf diese Weise die Gesellschaft von den Beiträgen der Menschen und andererseits tragen die Menschen mit Freude dazu bei, weil sie dadurch befähigt werden, ihre Träume zu verwirklichen und sich als Menschen würdig und wertvoll fühlen.
  1. Das Coronavirus wird uns zu radikalen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt antreiben. Auf der materiellen Ebene wird die Gesellschaft für die Grundversorgung der Menschen aufkommen. Sie werden sich keine Sorgen mehr um Nahrung, Wasser, Unterkunft, Gesundheitsversorgung, Bildung und sogar Erholung machen müssen. Es wird Menschen geben, deren Beitrag zur Gesellschaft die Her- und Bereitstellung von Grundbedarf für alle sein wird. Der Rest der Menschen wird nicht untätig herumsitzen; sie werden damit beschäftigt sein, „mit ihrem Herzen Werte zu schaffen“, wie Friedman es ausdrückte, um die soziale Solidarität und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.
  1. Das Endergebnis der neuartigen Coronavirus-Pandemie wird eine Gesellschaft sein, in der die Grundbedürfnisse der Menschen mühelos sichergestellt werden können, in der sie den ganzen Tag über miteinander kommunizieren und in Frieden miteinander und mit der Natur leben können. Da exzessives Einkaufen den Menschen nicht mehr gefallen wird, werden sie nicht mehr im Übermaß konsumieren und den Planeten nicht seiner Ressourcen berauben. Die Natur erholt sich, das Klima kommt wieder ins Gleichgewicht, und die Menschen werden sich untereinander und mit der gesamten Natur vereint fühlen.
Bild – [Reuters: Zur Zeit von COVID-19; eine maskentragende Frau marschiert an Umzugskartons vorbei, die vor einem Sandstein der Upper West Side gestapelt sind, und darauf warten, dass Umzugshelfer die Habseligkeiten von ehemaligen Mietern zusammenpacken, die bereits aus dem Bundesstaat New York abgewandert sind. NY, 13. Juli 2020.  Erschwert durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, der monatelangen „Obdachlosigkeit“, der täglichen Proteste, der sozialen Zusammenstöße und der schleppenden Wiederbelebung der Wirtschaft sind viele New Yorker gezwungen, eine Stadt, in der die Mieten hoch und die künftigen Beschäftigungsmöglichkeiten schwer vorhersehbar sind, zu verlassen. (Anthony Behar/Sipa USA)]

 

Die Evolution der Erwerbstätigkeit

Welchen Beruf sollte man wählen, um die Zukunft in einer Post-Coronavirus-Welt zu sichern?

Die weltweiten Beschäftigungszahlen befinden sich im freien Fall. Die durch die COVID-19-Pandemie verursachten Entlassungen haben verheerende Folgen für die ohnehin schon gefährdeten Arbeitsplätze in Gebieten, die ohnehin früher oder später durch die KI “Künstliche Intelligenz” ersetzt worden wären. Sowie auch für Unternehmen und Branchen, die nicht mehr relevant sind. Auch wenn die US-Arbeitslosenquote im Mai auf 13,3% gesunken ist, ist sie immer noch die höchste seit der Großen Krise. Diese jetzige Krise könnte jedoch zu einem positiven Wendepunkt werden, wenn die Menschen die Möglichkeiten, welche die Pandemie bietet nutzen, um ihre Sicht auf die Gesellschaft zu verändern.

Die Menschheit wird die Kunst der Verbindung studieren müssen, und Experten auf diesem Gebiet werden sehr gefragt sein. In der Welt nach dem Coronavirus werden Investitionen in Verbindungen eine gute Zukunft haben. Für die, welche sich um ihre Lieben und die Welt kümmern, wird sich eine grenzenlose Perspektive einer hellen, neuen Realität öffnen.

Als Folge des Coronavirus könnten nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen, fast die Hälfte der weltweit Beschäftigten, „massive Einbrüche“ in ihrer Existenz erleben. Die Arbeitswelt entwickelt sich ständig weiter, und nicht alle Berufe von heute werden morgen noch vorhanden sein. Werden wir in einem Jahr unsere Arbeitsplätze von heute noch haben? Welche Berufe können uns eine gesicherte Zukunft garantieren?

Schon vor dem Ausbruch der Pandemie schätzte die Universität Oxford, dass etwa die Hälfte der Arbeitsplätze in den USA in naher Zukunft durch die Einführung neuer Technologien gefährdet sein wird. Das Tempo des wirtschaftlichen Wandels wird sich nun schneller als erwartet beschleunigen, weil die Pandemie in weiter anhaltenden Wellen Schaden anrichten wird. Nicht lebensnotwendige Unternehmen werden schnell von der Landkarte verschwinden und mit ihnen viele Berufe. 

Die Bereiche, in denen die größte Nachfrage bestehen wird, sind jene, der zwischenmenschlichen Beziehungen. Experten für die Schaffung von Verbindungen zwischen Menschen, werden auf dem Arbeitsmarkt am meisten gefragt sein. [Rest des Beitrags lesen →]

Neues Leben 1203 – Verstand und Emotionen im Gleichgewicht

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Der Verstand hilft uns, unsere Emotionen oder Verlangen zu managen und zu verwirklichen. Verlangen ist die Grundlage der gesamten Schöpfung

 Emotion ist ein Phänomen innerhalb des Verlangens, das entweder gefüllt oder leer ist. Verstand ohne Emotion fehlt der Lebenssinn, der den Verstand zu einem vollständigen Geschehen macht. So gewinnt beispielsweise das Ziel, Millionär zu werden, durch Emotionen an Wert. Emotionen ohne Verstand sind ebenfalls unausgeglichen. Die Weisheit der Kabbala lehrt uns, wie wir Verstand und Emotionen, indem wir die richtige Umgebung schaffen, ausbalancieren können.

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Aus KabTV´s „Neues Leben 1203 – Balance zwischen Verstand und Emotion“, 30.01.20

Was Laitman von Sting unterscheidet?

Der berühmte englische Sänger Sting sagte: wir alle, die ganze Menschheit, ist eine Familie, ein Ganzes. Und ich wurde gefragt, inwiefern es sich von dem unterscheidet, was die Kabbalisten sagen.

Kabbalisten sind Wissenschaftler, die seit Tausenden von Jahren dieses Naturgesetze erforschen und heraus fanden, dass unsere Welt miteinander verbunden ist, dass wir alle ein Ganzes darstellen. Obwohl wir es äußerlich nicht spüren, sind wir innerlich miteinander verbunden. Wir können uns nicht einmal vorstellen, wie stark. Und allmählich manifestiert sich diese Verbindung. Seit Tausenden von Jahren nähern wir uns ihr langsam an.

In unserer Generation beginnen sich unsere Verbindung, unsere gegenseitige Abhängigkeit, zu manifestieren. Das ist der Grund, warum gewöhnliche Menschen, d.h. diejenigen, die die Natur nicht in ihren Tiefen erforschen, wie dieser Sänger und andere, plötzlich anfangen, sie zu entdecken und zu verstehen. Sie beginnen, es von innen heraus zu verstehen, weil wir älter geworden, reifer geworden sind. Während unserer Evolution, diesen Tausenden von Jahren, sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass wir wirklich auf eine gewisse Art und Weise verbunden sind.

Die Kabbalisten haben es vor langer Zeit entdeckt. Was spielt das für eine Rolle, ob die Kabbalisten das Gesetz der Verbindung vor langer Zeit entdeckt haben oder es heutzutage alle Menschen offenbaren?

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Neues Leben 1201 – Verhaltensänderung

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Die Menschen werden von Vergnügen und Leiden beeinflusst, wodurch unterschiedlicher Druck ausgeübt wird, der das eigene Verhalten prägt.

Wenn einem Menschen eine gewisse Freiheit gelassen wird, kann er sich von innen heraus entwickeln, indem er etwas über sich selbst, seine Umgebung und die Harmonie des gesamten Systems, in dem er lebt, lernt. Wenn er auf die Stufe eines Tieres absteigt, kann sein Verhalten entsprechend dem Druck von Lust und Leid geformt werden; er kann durch Belohnung und Bestrafung oder durch positive und negative Beeinflussung gelenkt werden. Um sich spirituell entwickeln zu können, muss ein Erziehungssystem dem Menschen helfen, sich mit der Umwelt in einer sich gegenseitig ergänzenden Weise zu verbinden. Die Natur verlangt, dass wir ein richtiges inneres Muster der Außenwelt aufbauen, damit wir wissen, wie wir in liebevoller Weise mit der Umwelt in Beziehung treten können.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1201 – Verhaltensmodifikation“, 28.01.2020

Durch unsichtbare Fäden verbunden

Alles im Universum ist wie durch unsichtbare Fäden verbunden. Betrachten wir zum Beispiel das Element Eisen. Unser Planet besteht zu einem grossen Teil aus diesem Element. Es hilft uns, Sauerstoff in unserem Blut zu transportieren und ermöglicht es uns dadurch zu leben. Bakterien wiederum, machten – indem sie vor etwa 2,5 Milliarden Jahren gelernt haben, durch Photosynthese Sauerstoff zu erzeugen – die Evolution der Menschheit möglich. Diese hat sich über Zehntausende von Jahren entwickelt und Kinder, die heute geboren werden, sind unbewusst mit dem Wissen aller vorangegangenen Generationen ausgestattet.

Ganzheitlich betrachtet gibt es weder Geburt noch Tod, sondern nur den Wechsel von Zuständen. Ein ständiger Entwicklungsprozess derselben Entität, die aus der gesamten Realität besteht. Diese Entität, die in der Wissenschaft der Kabbala als „eine Seele“ bezeichnet wird, enthält all unsere Eigenschaften, Empfindungen, Erfahrungen und Gedanken. Alles ist in Allem vereint. Nichts von dem, was wir als „ich“ betrachten, ist wirklich persönlich. Anstatt verkrampft auf unserer Einzigartigkeit zu beharren, sollten wir deshalb versuchen uns mit unserer ganzen “Seele” zu verbinden, um das System dieser Verbindung fühlen zu können. Sonst wird sich dieses immer häufiger auftretende Gefühl, dass wir getrennte und einsame Wesen sind verstärken. Schlimm am Gefühl des Alleinseins ist, dass es genau die entgegengesetzte Wahrnehmung unseres wahren Zustands der ganzheitlichen Verbundenheit darstellt. Denn in Wahrheit gibt es keine einzige Zelle, keinen Gedanken, kein Verlangen oder Motivation, die nicht von unserer Umgebung zu uns kommt und von uns zur Menschheit und zum gesamten Universum weitergegeben wird. Durch unseren Egoismus, der in uns das Gefühl von Anspruch, Trennung und Entfremdung anderen gegenüber bewirkt, werden wir daran gehindert, diese ganzheitliche Verbundenheit zu spüren. Anstelle des absoluten Bewusstseins unserer Zusammengehörigkeit, empfinden wir eine durch die Mauern unseres Egos verursachte Dunkelheit.

Doch das ist nicht der Sinn unseres Daseins. Wir sind dazu bestimmt, diese Mauern zu durchbrechen. Aus diesem Grund können wir nur in Gesellschaft leben. So müssen wir lernen, uns miteinander zu verbinden. Die Fähigkeit, andere zu lieben wird es uns ermöglichen das gesamte Wissen über die Welt in unseren Herzen und Gedanken zu erlangen. Denn wahre Weisheit entsteht nicht durch Anhäufung von Wissen, sondern durch den Aufbau und die Pflege der Verbindungen zu anderen. Die Lösung all unserer Probleme liegt in der Fürsorge und gegenseitigen Verantwortung für alle Menschen. Dies wird uns nicht nur soziale Sicherheit, sondern ein uns derzeit noch unvorstellbares Wissen und Bewusstsein geben.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay