Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

DIE ZUKUNFT DER TECHNIK: DIE TECHNOLOGIE DER VERBINDUNG ERLERNEN

Unser Alltag steht unter dem ständigen Einfluss einiger weniger IT-Giganten. Die Informationen, denen wir ausgesetzt sind, was wir konsumieren und unsere virtuellen Interaktionen hängen größtenteils von den Online-Plattformen ab, deren Führungskräfte hinsichtlich ihrer Geschäftsmethoden auf dem Capitol Hill Rede und Antwort stehen mussten. Die Generaldirektoren von Amazon, Google, Facebook und Apple versuchten, die Vorwürfe hinsichtlich manipulierter Inhalte, Verletzung der Privatsphäre und Kartellgebaren zu widerlegen. Unbeantwortet bleib auch die Frage, welchen Beitrag sie leisten, Menschen einander näher zu bringen. Jede Anhörung, die nicht eine solche Veränderung der sozialen Netzwerke fordert, wird oberflächlich und bedeutungslos bleiben.

Wie tief das Misstrauen der Amerikaner solchen Technologie-Riesen gegenüber ist, zeigt eine im Juni vom Pew Research Center durchgeführte Studie. 72% der Befragten waren der Meinung, dass die großen Technologiefirmen zu viel Macht und Einfluss in der Politik hätten. Anfang dieses Jahres ergab eine andere Umfrage, dass 65% der Befragten die Expansion grosser Unternehmen auf Kosten kleinerer Konkurrenten nicht als für den Konsumenten vorteilhaft ansehen. 

Umstritten ist auch die Art und Weise, wie die sozialen Medien mit den als unzuverlässig und schädlich angesehenen Informationen umgehen. Aus Protest über die Untätigkeit der Medienplattform in Bezug auf Hassreden  haben über tausend Unternehmen ihre Anzeigen von Facebook zurückgezogen. 

Eine verbindende Rolle übernehmen

Die amerikanische Öffentlichkeit wird in vielen Bereichen von Hass und mangelndem gesellschaftlichen Zusammenhalt beherrscht. Die ausufernden Unruhen in Portland und anderen Großstädten und die schwere politische Spaltung, die Amerika in den letzten Jahren bestimmt, gewinnt immer mehr an Raum, und wir nicht gelöst werden ehe alle Beteiligten eine gemeinsame Basis finden, auf der sie sich über ihre Unterschiede erheben und gegenseitiges Vertrauen und Verständnis aufbauen können. Gerade diese Turbulenzen bietet eine Gelegenheit, die Augen zu öffnen für das dringende Bedürfnis der Welt nach Einheit über alles hinweg, was trennt. 

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Der Sinn globaler Anarchie

Betrachten wir heute die Welt, sehen wir überall Anarchie. Vielerorts sind die Regierungen machtlos den Ereignissen gegenüber. 

Amerika ist in einen Wahlkampf verwickelt, der so voller Hass ist, dass man nur hoffen kann, dass er nicht in einem Bürgerkrieg endet. Bei der Unterzeichnung des gigantischen Post-COVID-Wiederherstellungspakets der EU, haben die Streitigkeiten die gegenseitige Abneigung der Mitgliedsstaaten sehr deutlich gemacht. Auch im Nahen Osten, in dieser vom Krieg betroffenen Region – die heute noch weniger ein Vorbild für Stabilität ist als zuvor – gibt es kein einziges Land, das sich nicht von innen her auflöst oder dessen Wirtschaft zerstört ist und dessen Bürger hungern oder beides. Des weiteren sehen wir die nur fast unterzeichnete Handels- und Militärpartnerschaft zwischen China und dem Iran, die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea  das Atomprogramm betreffend, die sich verschlechternden Beziehungen zwischen Moskau und Washington…Tatsächlich war die globale Situation schon vor dem Ausbruch des COVID19 so schlecht, dass die verursachte globale Lähmung eine Zuspitzung der Situation in Richtung eines Weltkrieges auslösen könnte. In letzter Zeit beweisen die globalen Ausbrüche der Anarchie, dass sich Hass sogar schneller ausbreitet als das Virus.

Wir sollten aber nicht pessimistisch sein. Betrachten wir das aktuelle Chaos aus der Sicht des Endes eines Entwicklungsprozesses, durch den wir alle ein Ganzes werden sollen, ist klar, dass der einzige Grund für die wachsende Anarchie darin besteht, uns zu zwingen, Verbundenheit statt Zwietracht und Antagonismus zu wählen. Anarchie ist der einzige Weg, um uns davon zu überzeugen, dass sich Hass nicht auszahlt. Momentan scheint gegeneinander zu kämpfen, um andere Ansichten als unsere eigenen auszulöschen, der einzige Weg zu sein, den wir kennen. Solange wir davon überzeugt sind, wird sich Anarchie weiter verbreiten und der Menschheit noch mehr Qualen bringen. Wenn dann das Chaos überhand nimmt und wir nichts mehr zu essen und niemanden mehr haben dem wir vertrauen, werden wir einsehen, dass wir den Kurs ändern müssen. 

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Wandel der universellen Bewertung

Wie kann ein normaler Mensch, der bis März 2020 einen Job, eine Karriere, ein Einkommen und eine Zukunftsperspektive hatte, jetzt akzeptieren, dass all dies in der Vergangenheit liegt und das Leben eine völlig andere Richtung einschlägt? Er will nicht damit einverstanden sein, er ist noch nicht bereit für dieses Bild, also muss man auf eine neue Art zu leben lernen.

Wir haben keine andere Wahl, denn es wird so kommen. Diese Veränderung hat bereits begonnen und wird immer mehr zur Realität in unserer Welt. Wir müssen die Bedeutung klären und in allen Massenmedien darüber diskutieren. Wenn wir diesen Wandel jetzt nicht akzeptieren, müssen wir ihn später unter viel härteren, kritischeren Bedingungen vollziehen, denn dieser Prozess setzt sich von selbst fort.

Wir sind alle unterschiedlich und viele sind nicht in der Lage, Veränderungen in diesem Tempo zu akzeptieren, weshalb so viele Konflikte entstehen. Man muss allen beibringen, einander mit Liebe und Verständnis zu begegnen. Wir sind mit einem gemeinsamen, nationalen und weltumfassenden Problem konfrontiert. Man kann sagen, dass dies nicht einmal ein Weltproblem ist, sondern eine globale Revolution mit universellem Maßstab.

Die Menschheit hat heute ihre größte Entwicklung erreicht und befindet sich in einem Wandel, den die Geschichte noch nicht gekannt hat. Bislang ist dies nur die erste Etappe. Von diesem materiellen Leben, das der Mensch vor Tausenden von Jahren mit der Jagd nach dem Mammut begann, bewegen wir uns auf ein neues Leben zu – kollektiv, sozial. Die Verbindung zwischen den Menschen wird die neue Struktur der Gesellschaft bestimmen.

Wir müssen dieses neue Leben verstehen lernen, aber auch unser altes Leben studieren, um zu begreifen, warum es uns zu dieser Grenze geführt hat. Es ist kein Zufall, sondern die Naturgesetze bestimmen die Entwicklungen die uns beeinflussen – es hängt nicht von uns ab. Es hängt aber von uns ab, wie wir diesen Zustand akzeptieren. Um weniger zu leiden, müssen wir uns bewusst darüber sein, was geschieht und müssen Hand in Hand mit der Natur zusammenarbeiten.

Dann kommen wir zu dem guten Leben, welches für uns vorgesehen ist. Schließlich führt uns die Natur ausschließlich zum Guten- allerdings nicht nach unseren üblichen Vorstellungen, wie dem Wohlbefinden von Reichtum und Macht, sondern zu einem ruhigen Leben, einem Leben voller Sinn, Inhalt und Erfüllung in der spirituellen, inneren Form.

Davon werden alle profitieren. Außerdem sollten wir verstehen, dass die Natur stärker ist als wir und uns auch weiterhin durch diesen Prozess führen wird. Leisten wir also lieber keinen Widerstand, sondern gehen zusammen mit der Natur.

Aus der Sendung „Globale Perspektiven“, 14.05.2020

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Covid 19 und das vergebliche Wettrennen um einen Impfstoff

Auf der ganzen Welt veranstalten Konzerne ein Wettrennen um einen Impfstoff für COVID-19. Sie möchten die Pandemie bekämpfen, die kapitalistische, konsumorientierte Lebensweise wieder herstellen und dabei Milliarden von Dollar verdienen. Das ist ein sinnloses Unterfangen. Es wird vermutlich gar keinen Impfstoff und keine Heilung geben, wenn doch, dann steht uns eine andere noch schlimmere Seuche bevor. 

Wenn wir das Coronavirus wirklich heilen wollen, können wir es nur an seiner Wurzel. Sein Erscheinen ist ein Symptom und die Erkrankung sind unsere schlechten Beziehungen zueinander. Das zeigt sich in den Scheidungsraten, Depressionen, Drogenmissbrauch, Fettleibigkeit, Gewalt und seit neuestem eben auch als Pandemie.

Wir können das Virus nicht als eine eigenständige Krise betrachten, weil in Wirklichkeit alles mit allem zusammenhängt und verbunden ist. Wir wissen das bereits über die Natur und sogar über unseren eigenen Körper, aber wir schließen unsere Psyche trotzdem von dieser Regel aus. Das sollten wir nicht tun. Das zerstört unser Leben, unsere Lebensgrundlagen und nun unsere gesamte Zivilisation.

Es macht keinen Sinn zu glauben, dass unser schlechter seelischer Zustand, unsere Missgunst füreinander, keinen Einfluss auf unseren Körper hat. Wenn wir Depressionen mit Antidepressiva behandeln oder Pillen nehmen können, die uns freundlich gesinnt machen, warum glauben wir dann, dass sich eine schlechte Grundeinstellung nicht negativ auf unsere Gesundheit auswirkt?

Unser Körper, unser Geist und unsere Seele sind ein System. Alles in der Natur ist ein System. Und da wir ein Teil von ihr sind, wirkt sich unsere schlechte Gemütsverfassung auch negativ auf sie aus. Und wenn die gesamte Menschheit unter schlechten Gedanken leidet, werden die Auswirkungen auf den Rest der Welt massiv sein.

Die Natur ist ein ausgewogenes, harmonisches System. Auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Ebene ernähren sich Tiere und Pflanzen voneinander und erhalten so die Gesundheit und das Gleichgewicht des Ökosystems. Auch unser Körper erhält selbst dieses Gleichgewicht. Er bildet ständig neue, gesunde Zellen und tötet alte und schwache ab. Das hält uns gesund und stark.

Unsere Psyche ist der einzige Teil, in dem die Natur nicht auf Autopilot läuft. Unser Geist kann frei wählen ob er als ein System vereint, oder allein agiert. Bisher entschieden wir uns für den Alleingang und sehen jetzt die Folgen. Wir richten uns gegen die gesamte Schöpfung, erheben Anspruch auf etwas, worauf wir kein Anrecht haben und fühlen uns beraubt, wenn wir nicht das bekommen, was wir von vornherein nicht bekommen sollten.

Wenn wir gesund, stark und glücklich sein wollen, müssen wir zuerst lernen, wie die gesamte Natur funktioniert. Wir müssen erkennen, dass das gesamte System integral und miteinander verbunden ist. Alle Teile unterstützen sich gegenseitig in einem voneinander abhängigen System und fördern das Wohlergehen des anderen. Der vermeintliche Wettbewerb in der Natur ist nur eine Fehlinterpretation unserer egoistischen Denkweise. 

Durch dieses Wissen werden wir verstehen, wie wir der Natur ähnlich und damit glücklich werden können. Unsere Mitmenschen sind nicht unsere Feinde, nur weil sie andere Ansichten vertreten. Durch sie können wir uns selbst, unsere Ansichten, unsere Gedanken erkennen. Genau diese Konflikte, Widersprüche und Dinge, mit denen wir nicht einverstanden sind, lassen uns denken, wachsen, uns ausdrücken und zu vollkommenen Menschen werden.

Schließlich sollte das menschliche Ökosystem sich der Natur angleichen. Es soll ein Verbund von verschiedenen und gegensätzlichen Ansichten, Farben, Rassen, Religionen, Nationen, Persönlichkeiten und Kulturen schaffen, die zusammen ein wundervolles Ganzes bilden. Wir sind alle gleich wichtige Teile und so vielfältig wie die Natur selbst. Wir alle lieben und schätzen die Vielfalt der Natur, warum also nicht auch unsere eigene? 

Wie man unvernünftige Teenager erzieht

Teenager sind schon groß und stark, doch auch unvernünftig. Wenn Sie Kinder in diesem Alter hätten, wie würden Sie sie erziehen?

Hier ist ein Gleichnis: Eines Tages verlässt du das Haus und überlässt deinen beiden Teenager die Verantwortung für das Haus und ihre jüngeren Geschwister. Bei deiner Rückkehr stellst du fest, dass sie das ganze Haus verwüstet haben. Der antike Bücherschrank ist zu Feuerholz für ein Lagerfeuer geworden und ein Miniauto wurde gebaut. Der Motor und Drähte wurden der Waschmaschine entnommen, Teile vom Esstisch dienen als Gestell, die Räder kamen vom Rasenmäher, für das Getriebe und das Lenkrad musste des Bruders Spielzeugauto leiden und für den Fahrersitz der Schreibtischstuhl der Schwester. 

Du öffnest die Haustür und siehst wie deine Großen mit dem Miniauto alles rammen was noch steht, während sie über ihr eigenes Chaos lachen und das Weinen der Kleinen übertönen.

Unser Gleichnis könnte ein schlechter Witz sein, wenn es nicht wahr wäre. Die Eltern sind die Mutter Natur, wir, die Menschheit, sind die widerspenstigen Teenager, die kleinen Geschwister sind natürlich Pflanzen und Tiere, und das Haus ist unsere gemeinsame Heimat, die Erde.

Aber die Natur hat einen Weg gefunden, uns zu erziehen: das neuartige Coronavirus. Sie schickte uns getrennt in unsere Zimmer, damit wir aufhörten, unser Haus niederzureißen und den Rest der Lebewesen zu quälen. In ihrer Weisheit hat sie eine Möglichkeit gewählt, uns zu erziehen, ohne uns zu sehr zu schaden. Sie ist barmherzig. Ihre Warnung ist sehr milde im Vergleich zu dem Schaden, den wir angerichtet haben.

Aber wir unvernünftigen Teenager werden nicht hören und ignorieren ihre Warnung. Wir fahren die Wirtschaft wieder hoch, ärgern die kleinen Geschwister und reißen das Haus nieder, um zu nutzen, was in ihm ist.

Doch das wird nicht funktionieren. Sie ist stärker als wir, klüger als wir und hat alle Karten in der Hand. Wenn wir ihr keine Wahl lassen, wird sie uns ohne Abendessen auf unsere Zimmer schicken. Und wenn wir weiterhin stur bleiben, verweigert sie uns Nahrung und Wasser, die Kommunikation mit unseren Freunden und alles, was sie sonst noch für notwendig hält, um uns zu erziehen. 

Wenn wir aber jetzt die Lektion lernen und anfangen rücksichtsvoll miteinander und mit der ganzen Natur umzugehen, wird sie so liebevoll sein, wie es nur Mutter Natur sein kann. Und wir werden in Fülle leben!

Bild von Erik Karits auf Pixabay

Hass verursacht Viren

Wir verstehen nicht wirklich, wieso COVID aufgetaucht ist. Die Leute suchen nach verschiedene Schuldigen. Sie geben die Schuld China, den Juden, Fledermäusen, Pelz Trägern, der Rodung von Regenwäldern, korrupten Pharma-Unternehmen usw. Niemand gibt sich selbst die Schuld. Niemand schreibt den Ausbruch von COVID-19 unserer eigenen Geringschätzung von allem und jedem anderen um uns herum  zu.

Dies ist verständlich, denn wir erkennen den Gesamtzusammenhang nicht. Obwohl die Wissenschaftler seit mindestens einem Jahrhundert wissen, dass die Welt untereinander vernetzt und alles aus den gleichen paar Teilchen aufgebaut ist, merken wir das in unserem täglichen Leben nicht und verhalten uns, als ob es nicht wahr wäre. Aber sich so zu verhalten, als ob wir nicht miteinander verbunden sind, ist genauso verantwortungslos, wie Wasser zu trinken, von dem uns gesagt wird, dass es mit Listerien verseucht sei, wir dies aber nicht glauben, weil wir die Bakterien nicht sehen können. Es ist nicht nur so, dass alle Teile der Realität miteinander verbunden sind, sind sie auch perfekt miteinander verbunden. Mineralien, Pflanzen und Tiere in unserer Welt funktionieren nach den in sie eingeprägten Naturgesetzen und haben keine Wahlfreiheit. Wölfe sind nicht böse, weil sie andere Tiere fressen, und Rehe nicht gut, weil sie sich von Pflanzen und nicht von anderen Tieren ernähren. Gäbe es keine Fleischfresser, würden sich Pflanzenfresser ungehemmt vermehren, kranke Tiere Viren verbreiten und die Pflanzen, von denen sie leben, ausrotten. Möglicherweise würden sie aussterben, da die Natur einen anderen Weg finden würde, ihre Population in Balance zu halten. Denn, betrachten wir die Natur ist erkennbar, dass sie sich in einem perfekten Gleichgewicht befindet, wo jedes Element die Integrität des gesamten Systems garantiert.

Ein einziger Teil in der gesamten Natur hält sich nicht an dieses Naturgesetz: der Mensch. Er ist das einzige Element, das sich so verhält, als ob er in keiner Beziehung zu irgendetwas stünde. Bis anhin haben wir gegen die Natur gekämpft, sind stärker geworden, und in den letzten zwei Jahrhunderten scheint es fast, als ob wir sie besiegt haben. Schlimmer noch, wir haben auch gegeneinander gekämpft, und unser Hass aufeinander hat uns dazu gebracht, in unserer Verlangen die Konkurrenten zu übertrumpfen, die Natur noch mehr auszubeuten.

Durch unseren Hass und unser Verlangen zu herrschen, auszubeuten und andere zu erniedrigen, haben wir der Natur so viel Schaden zugefügt, dass sie ein natürliches Heilmittel für die menschliche Natur hervorbrachte: das Coronavirus. COVID-19 stoppte uns auf unserem Vormarsch, brachte dies alles zum Stillstand. Es stoppte das Wettrüsten und einen Großteil der Feindseligkeiten zwischen Ländern und hat uns sogar von anderen Menschen distanziert, damit wir uns nicht mehr im Spannungsfeld lebensunwürdiger Arbeitssituationen oder den vom Konkurrenzdenken geprägten Schulsystemen aufhalten müssen.

Weil wir dieses allumfassende System nicht erkennen, begreifen wir nicht, dass es unser Hass ist, der das Virus ausgelöst hat. Wir denken, dass etwas oder jemand anderes den wir hassen es verursacht hat. Darin liegen wir falsch. Unsere persönliche Einstellung zueinander hat diese und andere Seuchen, die uns noch bevorstehen wenn wir den Kurs nicht ändern, hervorgerufen.

“E pur si muove” (Und sie bewegt sich doch) sagte Galileo Galilei, als er gezwungen war, seine Behauptung zu widerrufen, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Heute wissen wir, dass er Recht hatte. In Bezug auf die Wahrheit, was unseren Hass aufeinander betrifft, sind wir jedoch genauso uneinsichtig und hartnäckig wie damals die Gegner von Galileo Galilei. Die Erkenntnis, dass sich die Erde um die Sonne dreht ist zwar wichtig, jedoch nicht so wichtig ist wie die Tatsache, dass Hass Krankheiten und unzählige andere Schwierigkeiten hervorruft. Die Ignoranz erstgenannter Tatsache ist aus heutiger Sicht etwas peinlich; die Ignoranz letzterer Tatsache aber, kann uns allen das Leben kosten.

Wann bekommt der Mensch die Rechnung

Veröffentlicht in ML.com

Semion Vinokur: Ein Mensch wählt nicht aus, wann und in welcher Familie er geboren wird, ob er krank oder gesund, reich oder arm sein soll… Dies geschieht einer höheren Absicht entsprechend, der Mensch hat keinen freien Willen.

Jonathan Swift sagte: “Für all die Freude und Unterhaltung werden wir mit Leid und Sehnsucht belohnt.”

M. Laitman: Aus kabbalistischer Sicht ist es nicht so. Denn wenn ein Mensch nicht aus freiem Willen geboren wird, seine Familie nicht aussucht, eine wunderbare Erziehung genießt, alles hat, was er benötigt, weil seine Familie wohlhabend ist, und so weiter und so fort, kann man nichts von ihm verlangen. Er wurde so nach der höheren Absicht erschaffen.

Frage: Hat er keine Freiheit?

M. Laitman: Nein, natürlich nicht. Er ist für nichts verantwortlich. Erst wenn der Mensch die Gelegenheit bekommt, sich neu zu orientieren, wird man ihn danach fragen. Aber auch nur in dem Maße, wie ihm diese Möglichkeit tatsächlich gegeben wurde.
Alle Menschen, die es in unserer Welt gibt, ob reich oder arm, gesund oder krank, so wie sie existieren, so existieren sie.  Es dürfen keine Anforderungen an sie gestellt werden. [Rest des Beitrags lesen →]

Bildung, die uns glücklich macht

Warum genau schicken wir unsere Kinder zur Schule? Damit sie erfolgreich Karriere machen, viel Geld verdienen und sich dadurch Respekt verdienen? In Wirklichkeit möchten wir doch nur, dass sie glücklich sind, nicht wahr? Wir glauben nicht wirklich, dass Schule den Menschen glücklich macht. Doch ohne Schulbildung, denken wir, kann heute niemand mehr überleben. 

Was ist heute das Resultat dieses Dilemmas? Sehr wenige Menschen sind wirklich glücklich und viele versagen sogar in diesem System. In den vielen Schuljahren eignen sich die Kinder, abgesehen von einigen Lernmethoden oder Vermeidungsstrategien, keine Fähigkeiten an, um damit ein glückliches Leben führen zu können. Sie lernen nicht, wie man ehrliche Beziehungen aufbaut, erlangen kein Verständnis für die menschliche Natur und haben nach all den Jahren keine Vorstellung von der Welt in der wir leben, geschweige denn davon, wohin das alles führen soll. Mit wenigen Ausnahmen erhalten die heutigen Schulen deshalb also keine Bestnote in “Bildung für Lebenstauglichkeit”.

Um das zu ändern, müssen wir Bildung neu definieren. 

Betrachten wir uns, sind wir, wenn wir geboren werden, wie hilflose Tiere. Ohne elterliche Fürsorge wären wir nur sehr kurze Zeit überlebensfähig. Kein Tier ist so hilflos wie ein neugeborener Mensch. Doch genau aus diesem Grund können wir uns auch am weitesten entwickeln. Diese Voraussetzungen ermöglichen es uns, jeden Aspekt unserer Existenz zu erlernen, vom grundlegendsten bis zum erhabensten. Dadurch können wir eine tiefere Bewusstseinsebene erlangen, als nur tierische Instinkte. 

Erkennen wir dieses Potenzial, können wir uns vom niedrigsten, zum erhabensten Wesen entwickeln. Das ist das Ziel integraler Bildung. Integrale Bildung lehrt uns, dass die Natur eine unteilbare Einheit ist. Weil wir uns als abgetrennte Individuen sehen, erscheint uns die Welt in verschiedene Elemente aufgeteilt. Bildung sollte uns helfen, die Welt als integrales Ganzes zu sehen und uns als darin enthalten zu fühlen. Dies ist kein intellektuelles Wissen, sondern eine greifbare Erfahrung die wir machen, wenn wir uns ernsthaft damit beschäftigen.

Aus diesem Grund ist diese Art von Bildung nicht für Kinder und Jugendliche geeignet. Sie sollte die Erwachsenen zu integral fühlenden Menschen ausbilden, die dann als Vorbilder ihre Kinder dementsprechend erziehen können. Integrale Bildung findet in Gruppen statt, die an ihrer Verbindung arbeiten, bis sie zu einem Ganzen werden. Durch die Arbeit an der Bildung einer Entität entwickelt sich die integrale Wahrnehmung und ermöglicht es, damit auch die Realität als integral wahrzunehmen. 

Ohne unsere Verbundenheit zu verstehen und zu erfahren, werden wir nicht wissen, wie wir mit den mit zunehmender Häufigkeit und Schwere auftretenden globalen Krisen umgehen sollen. Wenn wir nicht begreifen, dass wir Eins sind und daher füreinander verantwortlich, werden wir in der integralen Realität, die sich uns zukünftig immer stärker zeigen wird, nicht überleben können. In Zukunft gilt deshalb jemand als eine gebildete Person, der innerlich mit der Menschheit, mit dem Planeten, mit allem verbunden ist. Dies ist die einzige Bildung, die uns durch Krisen führen kann und uns glücklich machen wird.

Bild von Vidhyarthi Darpan auf Pixabay

Covid als Fahrer – Wohin bringt er uns?

Der Höhepunkt des Sommers ist erreicht und die Ausbreitung von Covid steigt immer noch rasant. Sobald sich die Temperaturen, in ein paar Monaten, abkühlen, wird es sich noch schneller ausbreiten. Das wird keine neue Welle sein. Das wird uns erschöpfen.

Zur Rettung der Wirtschaft bieten Regierungen aktuell noch Hilfsprogramme an, doch diese Geldquelle wird versiegen. Und wir erkennen, dass das Geld für Unternehmer verschwendet wurde, deren Existenz längst hoffnungslos auf der Kippe stand. So wie diese Unternehmen verschwinden, so wird auch das Geld verschwinden. Und dann beginnt die Zeit, sich auf das Wesentliche zu besinnen. 

Aktuell produzieren wir immer noch mehr als wir wirklich brauchen, woanders hungern immer noch Menschen und Hersteller gehen bankrott. Doch COVID wird uns lehren, nur das herzustellen, was wir zum Leben brauchen. Und wenn alle Menschen, dem integralen Naturgesetz entsprechend, versorgt sind, wird alles reibungslos funktionieren. 

Der einzige Weg zu Überleben ist, sich dem integralen System der Natur anzunähern. Diese Art zu leben wird lohnenswerter sein. Maschinen werden die meiste Arbeit übernehmen und wir werden uns endlich frei fühlen und uns versammeln. Wir werden erkennen, dass der Grund für unsere Leiden und Krankheiten in unseren negativen Verbindungen liegt. 

All die schlechten Absichten und Gedanken hinderten uns daran eine nachhaltige Zivilisation aufzubauen. Doch das Virus kam und zwang uns das System neu zu starten. Es gibt kein zurück. Auch wenn wir es nicht wollen, müssen wir die Situation akzeptieren und der Covid-Führung folgen. Wenn wir unsere Zeit der Verbindung untereinander widmen und wenn die Grundbedürfnisse jedes Menschen sichergestellt sind, dann wird das Virus uns nicht mehr bedrohen. 

Der Impfstoff, den wir brauchen, ist sozialer Zusammenhalt. Ein medizinischer Impfstoff könnte zwar eine Weile wirken, aber es wird ein anderes Virus kommen. Es wird gewaltiger sein und sich noch schneller ausbreiten. Warum also nicht gleich die ultimative Lösung anstreben? 

Ein Kabbalist versteht, dass die menschliche Natur sich einer Lösung widersetzt, die die Sorge um andere Menschen in sich birgt. Aber wenn wir uns um andere kümmern, entdecken wir die Welt, in der wir leben. Wir enthüllen die unermessliche Realität, in der alles miteinander verbunden ist, und lernen, harmonisch in ihr zu wirken. Nur wenn wir uns um andere kümmern, können wir wahres Glück finden und im Einklang mit allem leben.

Die spirituelle Rolle der Frau, Teil 9

Wie bewirkt das Schicksal, dass zwei Menschen heiraten?

Frage: Wer ist im Spirituellen die richtige Frau für einen bestimmten Mann und umgekehrt der richtige Mann für eine bestimmte Frau? Wie erkennen sie sich gegenseitig? Gibt es irgendwelche Strukturen im Familien- und im spirituellen Leben?

Antwort: Darüber braucht man sich keine Gedanken zu machen. Es gibt bestimmte spirituelle Zustände zwischen Mann und Frau, aber mehr nicht und es ist nicht notwendig, über alle anderen nachzudenken.

Frage: Gibt es dennoch gewisse aktive Interaktionen, die  zwischen den Eheleuten vorgesehen sind?

Antwort: Ja, natürlich. Wir treffen uns nicht einfach nur und heiraten. Wir machen zwar manchmal viele Fehler aller Art, aber wenn wir Kinder bekommen, dann handelt es sich bereits um eine Familie. Und dann relativiert sich  die Bewertung zwischen Mann und Frau unter diesen Voraussetzungen bereits.

Frage: Wenn es keine Zufälle gibt, wie hängt dann die Verbindung von Seelen mit ihrem Korrekturbedarf damit zusammen, wie das Schicksal zwei Menschen in den Bund der Ehe zusammenführt?

Antwort: Offensichtlich lenkt einem das Schicksal mit verbundenen Augen, fischt sich den einen und den anderen aus der Menge heraus und führt sie zusammen. So etwas gibt es nicht!

Das sind alles spirituelle Kräfte, die in Übereinstimmung mit dem Anfangszustand des Zerbrechens der Seele und mit dem Endzustand des Zusammenfügens aller zerbrochenen Teile handeln. Zwischen diesen beiden Zuständen durchlaufen alle Seelen ihre Neuordnung, verbinden, vereinen sich und bringen Kinder zur Welt usw. All dies geschieht allmählich, bis wir zur allgemeinen Korrektur gelangen.

 

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Aus Kab TV´s „Grundlagen der Kabbala“ der Kabbala 08.03.2020