Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Wer kann heute eine Führungspersönlichkeit werden?

Frage: Früher wurde eine Führungspersönlichkeit danach ausgewählt, wie wahrheitsgetreu sie ihre Versprechen hält, wie charismatisch, männlich und entschieden sie ist und wie sie den Staat führt, wie sie sich mit Arbeitslosigkeit, dem Einkommen der Menschen usw. beschäftigt.

Wirtschaftspsychologen stellen die Frage: Was wird in der Zeit nach dem Coronavirus geschehen? Wird unsere Vision von Führungstalenten, die auf der Sorge um das Wohl der Menschen basieren, reifen?

Was wird Ihrer Meinung nach die Führungspersönlichkeit der Zukunft sein?

Antwort: Die zukünftige Führung übernimmt eine Person, die versteht, Menschen zusammenzubringen. Das war’s. Mehr gibt es nicht. Hier braucht es eine kleine Anmerkung: Es ist nicht wie bei Mao, Lenin oder Trotzki, die Menschen durch einen Panzer beeindruckt haben.

Es geht darum, dass man einen Menschen braucht, der nicht das Ziel hat, jemanden zu besiegen, sondern der alle verbindet. Das ist ein Problem, da wir immer mit jemandem gegen jemanden sind.

Das ist hier nicht möglich. Wir sind alle gegen unsere Natur, unseren geliebten Egoismus.

Die Führung muss die gesamte Natur der Welt kennen und wissen, wie wir mit dieser Natur richtig umgehen können.

Wie kann es eine Führung geben, wenn sie nicht versteht, womit sie es zu tun hat?

Sie versteht und spürt die Natur, ihre Selbstlosigkeit, ihre Isolation, ihre Endlichkeit und ihren Wert. Sie versteht, dass der Mensch in Verbindung miteinander zu einer absoluten Ähnlichkeit mit der Natur, zu einer sogenannten Verschmelzung mit ihr kommen muss. Welche Möglichkeiten gibt es, welche Kräfte, Verbindungen der Natur müssen dabei helfen?

Meine Natur ist egoistisch und meine Umgebung altruistisch. Ich muss mich also im Umgang mit anderen Menschen von einem Egoisten zu einem Altruisten entwickeln. Wenn wir uns alle zusammen auf solche Weise verändern, werden wir, wie die gemeinsame Natur der Welt- altruistisch werden. Dazu müssen wir kommen.

Es ist kein hoher Plan, es ist die Natur, die uns diese Messlatte vorgibt. So wird es sein! Sie werden sehen, in einigen Monaten, wird sich die Welt darauf zubewegen.

Die Führungspersönlichkeit muss der Welt eine Methode anbieten, um die gesamte Menschheit zu verbinden. Sie wird danach streben. Es kann nicht anders sein.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 13.07.2020

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Sobald sich Terror vor der eigenen Tür abspielt

Eduard (Edi) Yusupov ist ein langjähriger Student und Freund von mir. Wir studieren bereits seit fast 20 Jahren zusammen. 2005 habe ich ihn und die dort ansässige Studentengruppe unserer großen weltweiten Gemeinschaft, in ihrem Lerninstitut, in Wien besucht. Nicht weit von dort, befindet sich auch Edi’s Geschäftslokal. Es ist eine große Schönheitspraxis in der Innenstadt. Edi lebte noch bis vor zwei Jahren in Wien und ist mit seiner Familie nach Israel gezogen. Sein dortiges Geschäft läuft noch weiter.

Am Abend des Montags vor einer Woche klingelte unerwartet Edis Telefon; es war eine seiner Angestellten. Mit zitternder Stimme flüsterte sie, dass sie allein in der Praxis sei und die Einzige gewesen ist, die nicht rechtzeitig vom Geschäft wegkommen konnte, als die Schießerei begonnen hat. Sie hatte panische Angst. Eine Serie von Schüssen schlugen in das Schaufenster der Praxis ein, und sie wusste nicht, wo sie sich verstecken sollte. Sie sagte, dass die anderen Angestellten bereits früher gegangen seien und als Schüsse fielen, allesamt vom Ort des Geschehens geflohen sind. Glücklicherweise ist niemand zu Schaden gekommen. 

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Der Kapitalismus ist vorbei, was kommt als nächstes?

Er ist schon vor langer Zeit gestorben, aber wir wussten es nicht. Wir dachten, wir würden ihn praktizieren; wir dachten, er sei das fortschrittlichste Wirtschaftssystem, das die Menschheit je erdacht hat, während er in Wahrheit längst kaputt ist oder, wie es im Webster’s Dictionary definiert wird, „völlig fertig, besiegt, zerstört, unfähig zu funktionieren“. In der Tat wurde der Kapitalismus durch genau die Kraft zerstört, mit der er kapitalisieren wollte: das menschliche Ego.

In den Anfängen war der Kapitalismus das Richtige zur rechten Zeit. Er ermöglichte Fortschritt, gesunden Wettbewerb und in vielen Fällen die Chance, sich ein gutes Leben aufzubauen, das auf der Bereitschaft zu harter Arbeit beruht. Aber in den letzten Jahrzehnten ist die Verbindung zwischen Arbeit und Einkommen zerbrochen und zerstört worden, ersetzt durch finanzielle Zauberei und Ausbeutung der finanziellen Macht für politische Vorteile und umgekehrt. Zur Veranschaulichung dieser Diskrepanz stellen Sie sich diese Frage: Wenn die ganze Wirtschaft und der gesamte Dienstleistungssektor des Landes gerade jetzt Rekordtiefs verzeichnet, wie kommt es dann, dass die Wall Street Rekordhöhen erreicht? So sieht eine zerbrochene Verbindung zwischen Arbeit und Einkommen aus.  Es profitieren nur sehr wenige davon.

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Das zeichnet Empathie aus

In dieser Minute sind etwa 10.000 Menschen damit beschäftigt, die Welt vor einer weiteren Naturkatastrophe zu retten. Gleichzeitig berichtet Amnesty International, dass in den 28 Jahren zwischen 1989 und 2017 fast 2,5 Millionen Menschen in bewaffneten Konflikten ums Leben gekommen sind. 

Wenn wir uns auf persönliches Leid konzentrieren, wie z.B. ein Kind, das aus den Trümmern eines durch eine Bombe oder ein Erdbeben zerstörten Gebäudes gerettet wird, erschaudern unsere Herzen vor Mitgefühl. Tatsächlich muss es nicht unbedingt ein Mensch sein, der leidet. Es gibt viele herzzerreißende Videos in sozialen Medien, die Tiere zeigen, die verzweifelt versuchen, eine Straße zu überqueren oder sich gemeinsam gegen Raubtiere zu verteidigen, auch da haben wir tiefes Mitgefühl mit ihnen. Aber wenn Millionen durch Krieg, Hunger oder Krankheit sterben, wenn Zehnmillionen durch Sklaverei, Tyrannei und zahllose andere Formen der Ausbeutung missbraucht werden, sind wir meist gefühllos und apathisch.

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Wer immer Präsident in Amerika ist, nur Israel selbst ist für die eigene Sicherheit verantwortlich

Egal ob Joe Biden oder Donald Trump Präsident ist,  Israel  ist das einzige Land, das sein Schicksal selbst bestimmen kann. Wenn wir, Israel, unsere Aufgabe erfüllen, wird dies sowohl uns als auch dem Rest der Welt zugute kommen.

Präsident Trump war sehr großzügig zu Israel. Er hat uns mehr gegeben als jeder andere US-Präsident in der Geschichte. Er hat uns sogar mehr gegeben, als wir von ihm erbeten oder erwartet hatten. 

Biden hat eine andere Agenda, und die Unterstützung seiner Regierung für Israel wird nicht selbstverständlich sein.

Wenn sich das israelische Volk jedoch in Einheit und gegenseitiger Verantwortung wahrhaftig wie „Israel“ verhält, dann ist nicht nur seine Sicherheit gewährleistet, sondern es wird sogar von allen geliebt werden. Wenn wir das nämlich tun, dann wirken wir als Vorbild und Beweis dafür, dass die Überwindung von jeglichen Differenzen und Hass möglich ist und sich die Mühe dafür lohnt. Allein dieses Vorbild müssen wir sein, um in unserem Land sicher und wohlbehalten und in guten Beziehungen zu allen zu sein, vor allem  aber zu unseren Nachbarn.

Doch wann haben wir uns so verhalten? Waren wir jemals vereint? 

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COVID – Die erschaffene Menschheit 2.0

Fragen Sie einen Babyboomer, wo er war, als er zum ersten Mal von dem Attentat auf JFK hörte, und er wird es Ihnen sagen. Sie werden diesen tragischen Moment in der amerikanischen Geschichte nie vergessen. In vielerlei Hinsicht war so ein Moment auch der 11. September 2001, als die Türme des World Trade Center nach dem Einschlag entführter Passagierflugzeuge einstürzten. Es gibt Augenblicke im Leben der Menschen, die sie für immer verändern.

Der Ausbruch von COVID-19 war weder so plötzlich noch so dramatisch wie dieses Ereignis, aber seine Auswirkungen werden die jedes anderen Ereignisses in der Geschichte der Menschheit in den Schatten stellen.

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Russisches Roulette mit unseren Kindern

Trotz aller Bemühungen, seine Schwere zu leugnen, Covid-19 ist eine ernste Krankheit, die zunehmend ernster wird. Dachte man anfangs, dass sie nur ältere und kranke Menschen betrifft, so wissen wir nun, dass sie Menschen jeden Alters treffen kann. Auch Kinder. Während die meisten infizierten Kinder nach wie vor symptomlos sind, entwickeln einige von ihnen eine sehr schwere Erkrankung, die als Pädiatrisches Multisystem-Entzündungssyndrom (PIMS) bezeichnet wird, das das Gehirn befällt und sogar zum Tod führen kann. Ignoriert man diese Risiken von Covid-19 kommt es Russischem Roulette gleich. Die Chancen zu sterben, sind geringer, aber der Kopf in der Schusslinie ist der unserer Kinder. Sind wir bereit, das Risiko einzugehen?

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Die Satire des Antisemitismus

Allein auf Twitter und Facebook wurden in diesem Jahr erstaunliche 1,7 Millionen antisemitische Posts veröffentlicht, sagte Elan Carr, US-Sonderbeauftragter für die Überwachung und Bekämpfung von Antisemitismus. Das ist keine spaßige Angelegenheit. Aber was wäre, wenn wir Hass mit Satire bekämpfen würden, wie es die Comedians versuchen? Könnte dies ein wirksamer Weg sein, um Verschwörungstheorien gegen Juden anzugehen?

Ich denke: „Ja.“ Unabhängig davon, ob dies auf direkte, einfache Weise oder von der anderen, indirekten Seite aus geschieht, es ist am wichtigsten, die Frage aufzuwerfen, warum der endlose Judenhass existiert, als ein wichtiger Schritt, das Problem endgültig zu lösen.

Das Coronavirus stammt von „einem Ort namens Wuhan in Israel“, scherzte der jüdische Komiker Sasha Baron Cohen in einer beliebten US-Fernsehsendung und wurde in einigen Medien veröffentlicht. Die Leute nehmen ihn sicherlich nicht ernst und es ist klar, dass seine Absicht nicht darin besteht, Provokationen zu schüren, sondern um Sarkasmus als wirksames Mittel gegen Antisemitismus einzusetzen.  Warum könnte dies eine großartige Strategie sein?

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Wo ist der dafür „Verantwortliche“, wenn die Welt auf einen Abgrund zusteuert?

Die verheerenden Waldbrände der sog. August Complex South Zone haben bereits mehr Land als alle registrierten Brände in Kalifornien zwischen 1932 und 1999 zusammengenommen verbrannt! Es brennt immer noch. Seit der Jahrhundertwende hat es mehr als 7.000 gewaltige Naturkatastrophen gegeben, von denen vier Milliarden Menschen betroffen waren.

In den zwanzig Jahren vor der Jahrhundertwende gab es nur halb so viele Katastrophen. Es ist klar, dass der Planet Erde auf inen Abgrund zusteuert, und niemand will dafür verantwortlich sein.

Ursprünglich hat uns das Coronavirus gebremst, aber jetzt ist auch es zu einer eigenen globalen Katastrophe geworden. Schlimmer noch, da wir die Entwicklung bereits kennen, ist uns klar, dass es auf lange Sicht nicht besser werden wird. Gibt es denn nichts, was wir tun können?

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Neid – Ein Freund, von dem wir nicht wussten, dass wir ihn hatten

Einer der merkwürdigsten Artikel, den der Vater meines Lehrers, der große Kabbalist des 20. Jahrhunderts, Baal HaSulam, verfasst hat, ist ein kurzes Stück mit dem Titel „Der Gedanke ist ein Auftakt der Begierde“. Als ich es zum ersten und zum zweiten Mal las, hat es tief in mir eine Saite angeschlagen. In nur 200 Worten erklärte Baal HaSulam, wie die Realität aufgebaut ist, wie sie funktioniert, was repariert werden muss und wie wir sie reparieren können. Ich war von Ehrfurcht ergriffen und sehr neidisch auf seine Weisheit.

Die Logik in dem Artikel ist sehr einfach, wie alle Wahrheiten. Sie besagt, dass wir, wenn wir etwas wollen, darüber nachdenken, und nachdem wir darüber nachgedacht haben, entsprechend handeln. Mit anderen Worten: Die Welt, in der wir leben, ist ein Ergebnis unserer Wünsche. Oder noch prägnanter: Unsere Wünsche erschaffen unsere Welt. Wenn uns die Welt, in der wir leben, nicht gefällt, gibt es einen sicheren Weg, sie zu reparieren: Wir können unsere Sehnsüchte ändern, was unsere Welt verändern wird.

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