Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Leben und Tod, Teil 8

Leben nach dem Tod

Anmerkung: Verschiedene mystische Lehren erklären das Leben nach dem Tod sehr detailliert. In den Religionen ist es einfach. Sie beschreiben das gleiche Leben wie hier, mit den gleichen Problemen. Das heißt, alles was einem Menschen hier gewöhnlich erscheint, wird er dorthin übertragen.

Wenn man die kabbalistischen Quellen liest, ist es schwierig zu verstehen, was da vor sich geht. Es gibt kaum eine Erklärung für die beschriebenen Kreisläufe.

Antwort: Es lieg nicht daran, dass die Kabbalisten es nicht erklären wollen, sondern das es unmöglich ist, dies zu tun.

Nach und nach kommt der Mensch selbst darauf und beginnt einige Bewegungsabfolgen in sich spüren, da sich in ihm, Teilchen, Gefühle, Wissen und alle möglichen Erklärungen sammeln.

Aber auch hier gilt, wenn es wirklich in ihm auftaucht, wird er es niemandem richtig vermitteln können. So heißt es: „Und was euch offenbart wird, werdet nur ihr sehen und sonst niemand“

Frage: Es ist also unmöglich, einem Menschen etwas über das Leben nach dem Tod zu erzählen?

Antwort: Nein. Es gibt eine Erklärung.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV Sendung“Grundlagen der Kabbala“, 14.01.2019

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Immer mit mir – Teil 35

 

Das Zauberbuch

Ich springe  jetzt über die Jahre und beende die Geschichte von „Shamati“.

RABASH war gestorben. Das Notizbuch blieb bei mir, mit meiner Angst – wie kann dieser unschätzbare Schatz, der für die Welt so wichtig ist, ein Geheimnis blieb?!

Ich hatte meine Zweifel, bis ich entschied, dass ich es nicht verbergen kann – die Welt musste anfangen sich zu ändern!

RABASH wollte, dass die Wissenschaft der Kabbala der Welt offenbart wird, damit die Menschen damit beginnen können, sie zu studieren, mit Hilfe der Artikel von Baal HaSulam. Also entschied ich mich, es zu drucken, ohne einen einzigen Buchstaben zu ändern.

Diese Artikel sind Licht ohne Kli[1], das sind die Offenbarungen und das Verständnis von Baal HaSulam, und der Leser betrachtet diese Artikel immer auf eine neue Weise, immer anders. Jedes Mal scheint es dem Menschen, dass dies nicht der Artikel ist, den er vorher gelesen hatte.

Es weckt ihn, verändert ihn, enthüllt plötzlich einige neue Schichten in ihm, und er beginnt zu fühlen und neu zu denken. Sowohl in seinem Geiste als auch in seinem Herzen. Er wird zu einem ganz anderen Menschen.

Es ist ein magisches Buch, dass das höhere Licht anzieht, dank dem sich ein Mensch verändert. Das Buch ändert ihn. Baut eine Seele auf, um die Spiritualität im Inneren zu enthüllen. Darin beginnt der Mensch die höhere Realität wahrzunehmen.

 

[1]  Kli („Gefäß“) – bilden die korrigierte, für das Empfangen des Lichtes geeignete Verlangen zu empfangen. das heißt die Verlangen, die einen Schirm haben (die Kraft des Widerstands gegen den Egoismus), der Egoismus in Altruismus verwandelt.

 

[# 244003]

Fortsetzung folgt…

Neues Leben #279 – Verbesserung der Beziehungen Teil 1

Neues Leben # 279 – Verbesserung der Beziehungen, Teil 1
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Wir leben in einem kleinen, voneinander abhängigen globalen Dorf und müssen gute wechselseitige Verbindungen erschaffen. Wir hatten gedacht, dass wir auf dem Weg zur Verwirklichung des amerikanischen Traums vorankommen könnten und dass alle Menschen gut leben würden, doch die sozialen Unterschiede werden immer größer. Die Mittelschicht ist sehr geschwächt und nur einige wenige steigen aus ihr auf. Die grundlegende Ursache ist die soziale Verwahrlosung. Die Menschen behandeln einander abweisend und sind darauf auch noch stolz. Die Schwachen kämpfen ums Überleben, Hi-Tech-Arbeiter sind verunsichert, hohe Führungskräfte stehen unter dem Druck der Markt-Instabilität, und die Eliten fürchten sogar, dass die weltweite Unsicherheit zunimmt. Besonders beschämend und unangemessen ist jedoch, dass ausgerechnet Juden die Schwachen in Israel so sehr vernachlässigen, wo sie doch eigentlich ein Vorbild für eine korrigierte menschliche Gesellschaft schaffen und ein Licht für die Nationen sein müssten. Sie sollten der Menschheit helfen, einen neuen Weg einzuschlagen, der auf einer Erziehung basiert, die auf Nächstenliebe und gegenseitiger Bürgschaft aufbaut. Den Menschen muss vermittelt werden, dass die Natur ein zusammenhängendes System ist und dass wir uns miteinander verbinden müssen, um mit diesem System in Harmonie zu sein.

Aus Kab-TV  “Neues Leben #279 – Verbesserung der Beziehungen Teil 1

Ein Virus mit Methode

Das Coronavirus ist eine intelligente Kreatur. Listig wandert es zwischen uns umher und denkt sich: “Wie kann ich diese armen Menschen lehren, den alten Zustand zu verlassen und eine neue, richtige Art der Kommunikation miteinander zu beginnen?“ So denkt es im Stillen, reibt sich die Hände und tut sein Werk. Das ist nicht weit von der Wirklichkeit entfernt.

Immer mehr enthüllt sich der einzigartige und vielschichtige Einfluss des Virus auf uns alle. Als wäre es nur aus China bestellt worden, um alle unrichtigen Arten der Verbindungen zwischen uns aufzuzeigen. In allen Bereichen, in denen Menschen miteinander in Verbindung stehen, seien sie nahe Stehende oder Fremde, ist diese Verbindung voller Makel.

Aus Unwissenheit suchen wir die Gründe für die Naturkatastrophen auf der biologischen Ebene. Doch sie sind ganz woanders zu finden: auf der zwischenmenschlichen Ebene. Die Verbindung zwischen uns ist nicht in Ordnung. Sie ist es, die die Seuche anzieht. Diese ist nicht schlecht an sich. Man muss nur wissen, wie man sie richtig nutzt. Zwar enthüllt sie sich als Krankheit, doch kann sie unseren vom tödlichen Egoismus befallenen Körper mit den Antikörpern der Liebe immunisieren. Wo auf der Welt gibt es eine Medizin, die nicht aus Gift besteht?

Und in der Zwischenzeit entdecken wir auch Vorteile: Weniger Luftverschmutzung, weniger Lärm auf den Straßen, vielleicht weniger Diebstähle und möglicherweise sinkt auch die Scheidungsrate. Alles kommt zur Ruhe. Ein äußerlicher, vorerst kleiner, Druck wird auf uns ausgeübt, in vielfacher Weise geringer als ein Krieg. Kein Vergleich. Und dennoch ordnet er alles neu! Das System der Natur wacht über uns und wir alle beginnen, ein neues Spiel zu spielen.

Die Natur steuert alles durch ein äußeres Ereignis. Im Grunde jedoch steuert sie etwas im Inneren eines Jeden von uns. Wir verringern plötzlich unsere Jagd nach dem Nichts und beginnen zu überlegen: „Was ist hier los? Was soll diese Pandemie?“

Und wenn der Mensch beginnt, sich Fragen über das Leben zu stellen, dann isoliert er sich ein wenig von den Anderen, verbringt mehr Zeit allein, vielleicht mit Büchern. Der Drang, das Leben zu begreifen, es von innen heraus zu verstehen, führt den Menschen ins Alleinsein. Gegenwärtig geschieht dies nun auf erzwungene Weise. Anscheinend möchte die Natur, dass wir Menschen ein wenig über den Sinn und Zweck des Lebens nachdenken und was in unserem Lebenswandel, das verursacht hat, was gerade geschieht. Das ist eine gute, Wachstum bringende Entwicklung.

Denn, wenn der Mensch darüber nachdenkt, wozu er lebt, was der Sinn des Lebens ist, dann beeinflusst das seine Verbindung zu anderen Menschen. Nichts ist mehr selbstverständlich. Er beginnt, sich zu fragen, was wichtig ist und was nicht. Wofür er seine Zeit und sein noch verbleibendes Geld nutzen soll. Er entdeckt, dass nur die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Verbindung zu anderen wirklich wichtig sind.

Und auch, dass Verbindung sich nicht durch Händedruck oder Umarmungen äußert. Er versteht, dass echte Verbindung zwischen den Herzen geschieht. Denn Verbindung bedeutet, dass Menschen einander helfen wollen, fühlen wollen, dass sie einen gemeinsamen Willen teilen. Das hat nichts mit den physischen Körpern zu tun. Gerade die physische Trennung, die zu mehr innerlichen Verbindungen führt, stellt einen großen Teil der Heilung des Zustandes dar.

Die Kabbalisten sagen, dass alles, was in der irdischen und dann in der spirituellen Wirklichkeit erscheint, nur ein Zeichen dafür ist, dass wir uns miteinander verbinden sollen, bis es uns gelingt, wie ein einziges Ganzes zu sein. Im Augenblick wissen wir nicht, woher diese Epidemie kommt. Wir haben noch keinen Impfstoff dagegen. Aber wir wissen nun, dass es darum geht, die richtige Verbindung zwischen uns Menschen, mehr und mehr zu erlernen. Lasst uns dies tun. Das ist die sicherste und wirksamste Handlung gegen alles, was auf der Welt ausbricht. Ganz gleich, ob Epidemie oder eine Krise anderer Art.

Das Leben ist (fast) schön!

Times of Israel veröffentlichte meinen neuen Artikel : Syrischer Vater verbreitete im Internet, dass er seiner Tochter beibrachte, über fallende Raketen zu lachen

Bumm! Schallendes Gelächter eines kleinen Mädchens, in den Armen ihres Vaters. Bumm! 

Um den Augenblick strahlender Freude mit dem erschütternden Kontext in Einklang bringen zu können, muss man sich nun aus der Szene heraus zoomen:

Abdullah Al-Mohammad bringt seiner dreijährigen Tochter Salwa bei, über das Geräusch jeder Granate, die in der Nähe einschlägt und explodiert, zu lachen.

Denn was bleibt einem syrischen Flüchtling, der im Herzen des Kriegs lebt, nirgendwo flüchten kann und  versucht den Krieg zu überleben, noch anderes übrig? Um das durch den Raketenbeschuss verursachte Trauma zu verringern oder ganz auszuschalten, erklärt er der kleinen Salwa, dass der Geräusch der fallenden Raketen lustig und der Lärm des Beschusses lediglich ein Spiel ist. Das Leben ist (fast) schön.

Abdullahs ergreifendes Video wurde in den sozialen Netzwerken verbreitet und machte aus ihm einen unmittelbaren Internet-Helden. Das brachte ihm mehr als zwei Millionen Likes und positive Kommentare. Darunter auch Vorschläge, dass man diese Methode  anwenden könnte, um den Kindern in Gaza zu helfen.

In der chaotischen Realität des vom Krieg zerrütteten Syriens sind die verzweifelten Taktiken dieses Vaters ein verständlicher Versuch, seinem Kind psychologischen Schutz vor den Angriffen traumatisierender Bombardements zu bieten. Er hat weder die Zeit noch den Luxus, die optimale Erziehungsmaßnahme  zu recherchieren, wenn Granaten in den Hof fallen. Offensichtlich gibt es keine bewährte Lösung oder ein Praxismodell zur Linderung des Schreckens, sondern nur erste Hilfe.

Welche Lehre wäre in solch dramatischen Situationen wohl am hilfreichsten?

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Immer mit mir – Teil 34

 

Das Gebet

„Und wenn es keine linke Linie gibt, kann es kein echtes Gebet geben“, sagte RABASH.

Die Mittlere Linie ist nicht aus einer einfachen Addition von linken und rechten entstanden. Hier brauchen wir das höhere Licht. Es kommt als Antwort auf das Gebet. „So stellt sich heraus, dass jeder Artikel in „Shamati“ ein Gebet ist. Deshalb hatte RABASH sein blaues Notizbuch immer bei sich. Es war auf allen Reisen immer bei uns. Es lag immer auf dem Tisch neben seinem Bett.

Oft sah ich ihn wie er es öffnete, da anzufangen wo es sich ihm öffnete, ein paar Zeilen zu lesen und inne zuhalten, als ob er zuhören würde.

Dieses Buch war ein Teil von ihm. Es war sein Herz, seine Seele. Es war eine untrennbare Verbindung mit seinem Vater und damit mit der ganzen Kette der großen Kabbalisten. Auch so, als er es mir am späten Abend des Jahres 1991 im Krankenhaus mit den Worten: „Nimm es dir und arbeite daran“ gab. Mir wurde klar, dass etwas Schreckliches bevorsteht.

Er hatte sich von diesem Buch getrennt, er übergab es mir, er ging.

 

[# 243973]

Fortsetzung folgt…

„Die tiefere Ursache des Coronavirus und die Lösung entsprechend der Kabbala“ (Times Of Israel)

Times of Israel veröffentlichte meinen neuen Artikel „ Die tiefere Ursache des Coronavirus und die Lösung entsprechend der Kabbala“

Aus Wuhan, jener Stadt in China, in der sich das Coronavirus zu verbreiten begann, sind Berichte über das totale Chaos aufgetaucht. 60 Millionen Bürger stehen unter Hausarrest, Schulen der gesamten Region sind bis auf weiteres geschlossen und die Behörden empfehlen, jeden unnötigen Kontakt mit Menschen, einschließlich des Händeschüttelns, zu vermeiden. Die außergewöhnliche Seuche breitete sich auch schnell über die Grenzen Chinas hinaus aus und löste weltweite Panik aus. 

Betrachten wir diese Entwicklung aus dem Blickwinkel der Weisheit der Kabbala, dann gibt es hier nichts Neues. Alles entwickelt sich ganz natürlich. Durch die in uns verankerte egoistische Denkweise erscheint uns die Welt unveränderbar und wir Menschen bewegen uns nur in unserer eigenen Realität. Folglich stellen wir uns selbst in den Mittelpunkt der Welt und bilden uns aus unserer kurzsichtigen egoistischen Natur ein, Kontrolle über das System der Natur zu haben. Aber genau solche Ausbrüche wie das Coronavirus zeigen uns, dass genaus dies nicht der Fall ist.

Mit unseren fünf Sinnen der Wahrnehmung sind wir unfähig, die Veränderungen zu erkennen, die sich in unserer ständig wandelnden Welt entwickeln und sich gegenwärtig negativ gegen uns auswirken. Durch unsere Ignoranz haben wir uns gegen die Natur gestellt.

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Immer mit mir – Teil 33

 

Sie werden nicht erhören!

Ich brauchte Monate, um herauszufinden, was bedeutet „sie haben keine linke Linie“, wie RABASH sagte. Ich verstand, warum er mir, demjenigen, der an nichts glaubt, viele Fragen hat, ständig unzufrieden ist mit sich selbst und dem Schöpfer, diese Artikel gezeigt hat. Für mich erschien plötzlich mit besonderer Klarheit (ich sah es früher nicht), diese Zeilen aus dem ersten Artikel „Es gibt niemanden außer Ihm“:

„Und nur diejenigen, die dem Schöpfer wirklich näher kommen wollen, erhalten von oben Hilfe, ohne sich mit dem Kleinen zufrieden zu geben und auf dem Weg eines kleinen, unvernünftigen Kindes zu bleiben, damit er keine Chance hat zu sagen, dass er Gott sei Dank die Tora und die Gebote und die guten Taten hat – was fehlt ihm also noch? Und nur wenn ein Mensch wirklich einen wahren Wunsch hat, bekommt er Hilfe von oben und man zeigt ihm immer, wie schlecht er im gegenwärtigen Zustand ist, das heißt es werden ihm Gedanken und Argumente gesendet, die gegen der spirituellen Arbeit gerichtet sind. Und alles, damit er sieht, dass er keine vollständige Einheit mit dem Schöpfer hat”.

Ich hatte es mit jeder Zeile gelesen und mit jedem Wort die Höhe von RABASH enthüllt. Er ist der einzige!, der nach Baal HaSulam „das Gehörte“ aufgeschrieben hat.

Und niemand außer ihm hat es getan! Welche Art von Kraft musste er dabei haben, geistige, innere Kraft, um seinen Vater zu hören, alles zu fühlen, sich zu erinnern (weil er nicht erlaubt hat, im Unterricht aufzuschreiben), und dann hinauszugehen und jedes Wort ins Heft zu schreiben. Manchmal musste er nicht nur ein Dutzend Worte aufschreiben, nicht hundert, sondern tausend.

Die Tatsache, dass er Wort für Wort auswendig lernte, daran habe ich keinen Zweifel.

Denn sie standen sich nicht nur als Vater und Sohn nahe, sondern auch als zwei Stufen der spirituellen Leiter. Einer übergab dem anderen das, was keiner der anderen Schüler hörte. Sie konnten nicht hören.

Denn, wie RABASH sagte, hatten sie keine linke Linie – sie hatten keine Zweifel. Denn auf die Frage „Habe ich Liebe zum Schöpfer oder nicht?“, antworteten sie ohne Zweifel: „Natürlich haben wir das!”

RABASH sagte, dass sie zu 100% in sich selbst verliebt sind, aber immer noch über die Liebe zum Schöpfer sprechen. Deshalb gibt es für sie nichts zu beheben. Sie haben keine linke Linie. Baal HaSulam sprach nicht zu ihnen „Shamati“. Sie werden nicht erhören!

 

[# 243889]

Fortsetzung folgt…

Der Sinn des Lebens, Teil 7

Die Pflicht, den Schöpfer zu offenbaren

Frage: Ich habe eine Gruppe von Gleichgesinnten gefunden, die wie ich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist. Das zeigt sich in der Offenbarung des Schöpfers. Wird sich der Schöpfer zwischen uns enthüllen, wenn ich den Freunden helfe, den Schöpfer zu offenbaren, und es für mich nichts Wichtigeres gibt, als Ihn zu erkennen?

Antwort: Zwischen euch wird sich eine Eigenschaft genannt „Schöpfer“, d.h. die Eigenschaft der absoluten Hingabe und Liebe, offenbaren. Diese Eigenschaft, das Gefühl dessen, in sich selbst zu erreichen, ist der höchste Genuss.

Ich denke, es ist nicht nur ein Versuch – unser ganzes Leben drängt uns heute dazu hin, wir können nicht davor weglaufen, sondern werden gezwungen sein, den Schöpfer zu offenbaren. Die Offenbarung basiert auf der Grundlage von Abstiegen, der Leere und von allem was wir jetzt durchmachen.

Bemerkung: Es scheint, nicht so kompliziert zu sein: man findet Menschen, die auch nach dem Sinn im Leben suchen. Man versammelt sie in einer Gruppe und dort versucht man sicherzustellen, dass sie immer den Sinn dessen erkennen.

Antwort: Jetzt machen wir genau das. Wir versuchen praktisch, solch eine Gruppe zu bilden, die als Referent, als ein Labor dient und in der jeder dasselbe machen könnte.

Baal HaSulam schreibt dazu, dass wir zuerst die richtige Gesellschaft als Beispiel für alle anderen aufbauen müssen. Anschließend könnten alle anderen so handeln wie diese Gesellschaft. Das möchten wir erreichen.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV-Sendung „ Grundlagen der Kabbala“ von 14.01.2019

[255784]

Immer mit mir – Teil 32

 

„Sie haben keine linke Linie.“

Ich hatte den ganzen Tag und fast die ganze Nacht gelesen, ich war  mit „runden Augen“, aufgeregt zum Morgen Unterricht, gekommen. RABASH wusste, was los war, aber er sagte nichts. Ich gab ihm das Notizbuch, gestand, es abfotografiert zu haben, und er schwieg. Ich verstand, dass ich es richtig gemacht hatte. Aber warum hat er es mir gegeben? Es wurde mir bald klar, warum.

Einen Tag später wollten wir ans Meer gehen, ich saß da, wartete auf RABASH und las „Shamati“.

Ich konnte nicht mehr von diesen Schriften wegkommen. Ich nutzte jede freie Zeit, um in sie einzutauchen. Ich sah und hörte nichts, als ich in ihnen gelesen hatte – so wirkten sie auf mich.

Weil ich sofort spürte, dass alles, was geschrieben stand, über mich geschrieben wurde. Ich war mit jedem Wort, jeder Zeile, die geschrieben stand, verbunden.

Nun wartete ich auf Rav, las und merke nicht, wie Hillel sich mir näherte. Er stand hinter mir, sah die Handschrift von Rabash und bleibt stehen und seine Augen liefen durch die Linien.

Ich drehte mich erst um, als ich seine Stimme hörte. Er rief Menachem, RABASHs ältesten Schüler, der noch bei Baal HaSulam studierte, und zeigte auf das Notizbuch in meinen Händen.

Sie sprachen Jiddisch.

Hillel fragte ihn: ”Hast du diese Aufzeichnungen gesehen?”

– Nein, aber es ist RABASHs Handschrift, antwortete Menachem.

– Genau, antwortete Hillel und fragte mich: „Woher hast du das Buch?“

Ich antwortete naiv: “ Der Rabbi hat es mir gegeben.”

 „Komm schon, gib her“, Hillel nahm mein Notizbuch, und sie fingen an, es zusammen durchzusehen und tauschten kurze Bemerkungen in Jiddisch aus.

Ich wusste nicht mehr, worüber sie sprachen…

Aber sie waren aufgeregt. Hillel veränderte sogar sein Gesicht, seine Bewegungen wurden nervös…

Plötzlich bemerkte ich, wie schnell RABASH die Treppe herunterkam. Er kam sofort zu uns und direkt aus seinen Händen nahm er das Notizbuch, ohne mit ihnen zu sprechen, nahm mich an die Hand und führte mich nach draußen. Als wir raus kamen, drehte er sich zu mir um und fragte mich scharf: „Warum zeigst du ihnen das? Wer hat dich gefragt es ihnen zu zeigen?!“

Das sagt er über die Menschen, die mit ihm bei Baal HaSulam studierten!

Meine verlegen Antwort:

– Hillel nahm es selbst. Er sah Ihre Handschrift und nahm es.

“Denke daran, ich habe es nur dir gegeben und das bedeutet, behalte es für dich, verstecke es und zeige es niemandem”, sagte RABASH hart.

“ Ich wusste es nicht“, antwortete ich.

Plötzlich erhob sich ein solcher Stolz, natürlich, er hatte es nur mir gegeben! Nicht ihnen, sondern mir!

Aber ich war immer noch neugierig, und ich hielt mich nicht zurück und frage: “Warum können diese Schriften ihnen nicht gezeigt werden?”

„Weil sie keine linke Linie haben“, antwortete RABASH, „Also, diese Artikel sind nicht für sie“.

Wieder einmal war ich von seiner Antwort begeistert, weil ich logischerweise feststellte, dass diese Schriften für Leute wie mich bestimmt waren, also gab RABASH sie mir.

Das bedeutet, dass Baal HaSulam sie an Leute wie mich weiterleitete… Was ist mit uns, was ist anders?! In mir?! Was?

 

[# 243672]

Fortsetzung folgt…