Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Bildung&Erziehung'

Einfach protestieren hilft nicht

Moderator: Zurzeit gibt es in vielen Ländern Massenproteste gegen die von den Behörden wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Restriktionen. Die Menschen haben genug! Sie haben beschlossen aufzuhören, diszipliniert zu sein. Sie tragen keine Masken mehr, bleiben nicht mehr zu Hause und betreiben ihre Geschäfte weiter. Sie sagen: “Wir müssen an unsere wirtschaftliche Situation denken, deshalb können wir nicht zu Hause bleiben!“ Aber protestieren und sich nicht mehr an die Verordnungen halten wird nicht helfen. 

Laitman: Ja, wir müssen mehr tun. Wir müssen das Wirtschaftssystem neu erfinden, unser Verhalten, unsere zwischenmenschlichen Beziehungen in der Schule, auf der Straße, und in der Familie ändern. Wir müssen diesen Wettlauf stoppen, immer nur Arbeit, Arbeit, Arbeit. Wir verbringen unser Leben mit arbeiten, produzieren Sachen um sie zu verkaufen und dann wegzuwerfen, um wieder andere Dinge zu kaufen und wieder wegzuwerfen. So kann es nicht weitergehen! Aber egal wie oft ich darüber rede, niemand will es hören. Wir haben immer noch nicht erkannt, dass wir uns zusammen in einem einzigen integralen System befinden. 

Ratz: Und woher sollen die Menschen wissen, dass sie sich in einem einzigen, integralen System befinden?

Laitman: Durch richtige Bildung. Die Menschen müssen unterrichtet werden, Vorträge müssen gehalten, Lektionen erteilt, Filme gemacht werden. In der Schule, zu Hause, überall muss den Menschen erklärt werden, in was für einer Welt wir leben und wie sie sich richtig zu ihr verhalten sollen. Wir müssen das lernen. Der Mensch ist im Bezug darauf völlig unwissend. Es ist notwendig zu erklären, was eine integrale, globale, vernetzte Welt wirklich bedeutet. Das alles von unseren Gedanken und von unseren Taten abhängt.

Schauen Sie, was wir mit unserem Wirtschaftssystem der Natur antun! Wir müssen Geschäfte, welche nicht notwendig sind, um lebensnotwendige Bedürfnisse abzudecken, abschaffen. Wir dürfen nicht damit warten, bis sie von selbst eingehen, sondern wir müssen jetzt selber handeln. Gleichzeitig müssen die Menschen lernen, sich um einander zu sorgen, weil es für unser Überleben notwendig ist. Nicht nur, um zu Hause, mit den Nachbarn oder auf der Straße eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, sondern als grundlegendes Konzept für eine gute Zukunft für die ganze Menschheit.

Bild von PlanetMallika auf Pixabay

Unsere Kindheit ist vorüber

Auch wenn uns beim Gedanken daran Tränen in die Augen treten, wird uns das nicht helfen, denn die Welt, die wir bis Anfang dieses Jahres kannten, existiert nicht mehr und wird auch nie mehr zurückkommen. Es ist, als ob unsere Kindheit vorbei ist. Vor Covid-19 waren wir wie Kinder, die, während ihre Eltern unterwegs waren, im “Haus” herum tobten und machten, was sie wollten. Aber Covid hat uns gezeigt, dass wir nicht ohne Aufsicht sind. Diese ist einfach unsichtbar. Und anstatt uns zu schelten, schickt die Aufsicht eine unsichtbare Truppe, auch bekannt als das neuartige Coronavirus, die uns Hausarrest auferlegt und bestimmt, dass wir uns voneinander fernhalten sollen. Und jedes Mal, wenn wir versuchen dem Hausarrest zu entkommen, erwischt uns diese Aufsicht und setzt weitere Einschränkungen durch, bis wir lernen, dass wir gehorchen müssen.

Natürlich passt uns das nicht. Wir wollen das Virus loswerden, aber wir erkennen allmählich, dass das so nicht funktioniert und auch nie funktionieren wird. Wir können der höheren Aufsicht nicht entwischen. 

Wir wissen bereits, dass Covid-19 unser Gehirn beeinflusst, aber wir haben noch nicht bemerkt, dass es auch unser Herz weiterentwickelt. Es wird unser Herz von Abstoßung hin zu Verbindung führen. Im Moment erhöht es unsere Isoliertheit, aber irgendwann werden wir erkennen, dass bevor wir uns wieder mit unseren Körpern verbinden dürfen, wir uns in unseren Herzen verbinden müssen, um nicht einsam zu sein. Dann werden wir die negativen Gefühle, die wir zueinander haben umkehren, und dies wird die Genesung der Welt sein.

Das Virus lehrt uns, was erwachsen zu sein bedeutet, nämlich für unser gemeinsames Zuhause verantwortlich zu sein und gegenseitig füreinander zu sorgen. Das Virus ist gekommen, uns von widerspenstigen Kindern zu fürsorglichen Erwachsenen zu machen, die sich umeinander und damit um die ganze Welt kümmern. So wie Kinder nicht bemerken wie sie sich entwickeln, bis sie dann erwachsen sind, werden auch wir erst nachträglich erkennen, wie wir uns verändert haben. Und erst dann werden wir dem Virus dankbar sein. Ohne es könnten wir uns nie von unserem egozentrischen, kindlichen Zustand verabschieden und hätten nicht die Chance erhalten, reif, verantwortungsbewusst und fürsorglich zu werden.

Bild von Tri Le auf Pixabay

New Life 1243 – Der Platz der Menschheit im ökologischen Gleichgewicht

New Life 1243 – Der Platz der Menschheit im ökologischen Gleichgewicht

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Die Menschheit muss die gesamte Natur wie eine weise, gutherzige Mutter steuern. Entsprechend unserem Potenzial sind wir die höchsten Geschöpfe, allerdings sind alle schlechten Phänomene, die wir heute in der Welt sehen, ein Ergebnis des menschlichen Egos. Jedes Phänomen in der Natur, ob gut oder schlecht, ist das Ergebnis der Gedanken und Einstellungen der Menschen. Das Böse drückt sich dann aus, wenn wir mehr für uns nehmen, als wir brauchen, um alle zu beherrschen. Wenn wir gelernt hätten, gut mit anderen Menschen umzugehen, wären auch die unbewegten, pflanzlichen und belebten Stufen der Natur ausgeglichen. 

Die Menschen müssen verstehen, dass die Natur global und integral ist und dass sie die Macht haben, alles zu korrigieren. Gleichgewicht bedeutet, der Natur nur das zu entnehmen, was unser Körper zum Leben braucht, und sich der spirituellen Entwicklung zuzuwenden. Spirituelles Leben bedeutet zu lernen, wie man sich mit Liebe und gegenseitiger Fürsorge verbindet, bis wir alle wie ein Mensch mit einem Herzen sein werden. Dies wird uns zu einem Bewusstsein eines ewigen und vollkommenen Lebens auf der Stufe einer globalen, unendlichen und göttlichen Natur führen.

[265251]

 

Aus KabTVs „Neues Leben 1243 – Der Platz der Menschheit im ökologischen Gleichgewicht“, 20.05.2020

New Life 1242 – Die ökologischen Auswirkungen des Coronavirus

New Life 1242 – Die ökologischen Auswirkungen des Coronavirus

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Die Menschheit ist der einzige Faktor in der Natur, der auf der Erdoberfläche Schaden anrichtet. Wir leben nicht entsprechend der Vorsehung der Natur, weil unser Egoismus ständig auf Kosten anderer wächst. In unserer gesamten Kultur dreht sich alles um Überfluss; alles zu verschlingen, der Größte, der Stärkste zu sein, zu wachsen, zu erobern und zu genießen, aber das macht uns nicht glücklich. Zerstörerische Beziehungen zwischen Menschen wirken sich zerstörerisch auf die Natur aus. Die Menschheit muss sich in Bezug auf das natürliche System richtig positionieren. Unsere gesamte gute Zukunft hängt von unserem Einklang mit der Natur ab. Wenn wir mit der Natur in einem integralen Verhältnis stünden, würde nicht einer von uns den anderen zerstören.

[265203]

Aus KabTVs „Neues Leben 1242 – Die ökologischen Auswirkungen des Coronavirus“, 20.05.2020

New Life 1241 – Globale Gemeinschaft

New Life 1241 – Globale Gemeinschaft

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Der Einzelne soll von der Gemeinschaft ein Gefühl von Sicherheit bekommen, das mit Geld nicht gekauft werden kann. Geld wird einem Menschen nicht helfen, sich vor schädlichen Erregern wie dem Coronavirus zu schützen, wohl aber das Gemeinschaftsleben. Das Coronavirus zeigt uns, dass unsere egoistischen Beziehungen im Gegensatz zur Ganzheitlichkeit der Natur stehen. Wenn die gesamte Menschheit nicht zu einer Gemeinschaft wird, werden wir das 21. Jahrhundert nicht überleben. Aus Perspektive unserer egoistischen menschlichen Natur will jeder von uns König der Welt sein. Deshalb müssen wir die Menschen dazu erziehen, in einer Gemeinschaft zu leben. Wir sind Teil einer globalen Natur. Wir werden lernen, uns untereinander und mit der Natur ganzheitlich zu verbinden, und dann wird alles gut werden.

[265141]

Aus KabTVs „Neues Leben 1241 – Globale Gemeinschaft“, 18.05.2020

Neues Leben 1240 – Mentale Stärke in der Ära des Coronavirus

Neues Leben 1240 – Mentale Stärke in der Ära des Coronavirus

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Wir haben die Welt, die wir kannten, verloren und treten in ein kreisförmig aufgebautes System ein, in dem jeder mit jedem verbunden ist. Die Coronavirus Krise entsteht aufgrund unserer egoistischen Haltungen zueinander. Wir haben einen Mangel an Rücksicht gegenüber anderen und gegenüber der Natur. Unsere Beziehungen und Gedanken übereinander beeinflussen das gesamte System der Natur. Positives Denken und Hobbys können helfen, aber wir dürfen die negativen Phänomene nicht ignorieren, da wir diejenigen sind, die sie verursacht haben. Wir brauchen eine bewusste Geisteshaltung, um ein Gleichgewicht in unserem Leben zu erreichen. Gute Beziehungen zwischen uns erzeugen mentale Stärke und Heilung für alle.

[265051]

Aus KabTVs „Neues Leben 1240 – Mentale Stärke in der Ära des Coronavirus“, 18.05.2020

Neues Leben 1239 – Das Coronavirus und die menschliche Evolution

Neues Leben 1239 – Das Coronavirus und die menschliche Evolution

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Die Natur erschafft den Menschen als gut, aber unser egoistisches Verlangen, andere zu beherrschen, macht uns schlecht. Menschen, die andere beherrschen, sind stark und reich und haben keine Unterstützung durch die integrale Kraft, die in der Natur zu finden ist. Sie werden nicht überleben. In der zukünftigen Welt werden Menschen, die es verstehen, ihr Ego zu überwinden, an andere denken und die Gesellschaft zur Einheit zu führen, als stark erachtet werden. Liebe ist das wichtigste Element zum Überleben, weil wir in einer globalen und integralen Welt leben. Verbindung mit der allgemeinen Kraft der Natur hängt vom Geben von Gutem an andere ab. Ein Mensch, der sich auf diese Weise entwickelt hat, wird sich als König der Welt fühlen.

[264939]

Aus KabTVs „Neues Leben 1239 – Das Coronavirus und die menschliche Evolution“, 14.05.2020

Was ist das Ziel von akademischen Ausbildungen?

Seit der Zeit, als Wissen noch isolierten Mönchen, die ihr Leben der Erforschung geheimer antiker Texte in Klöstern widmeten vorbehalten war, ist die Wissenschaft heute zu einem Werkzeug in den Händen der Reichen und Mächtigen geworden, um alle anderen zu beherrschen, auszubeuten, zu manipulieren und einzuschüchtern. Universitäten waren einst ein Ort, an dem man als Mensch wachsen konnte, um seinen Horizont zu erweitern, etwas über die Welt zu lernen, in der wir leben und sich mit den Ideen, die die Gesellschaft beschäftigen auseinanderzusetzen und dadurch eigenen Ansichten bilden zu können. Aber seit die Universitäten von privater Finanzierung abhängig geworden sind, ist ihr intellektuelle Image nichts anderes als eine Fassade. Tritt jemand heute in eine Universität ein, kann davon ausgegangen werden, dass seine Weltanschauung und politische Zugehörigkeit zu einem großen Teil vorbestimmt ist. 

Die Geistes- und Sozialwissenschaften, in denen einst Gelehrte über die Verdienste und Schwächen der menschlichen Natur und der Menschheit diskutierten, werden heute als Werkzeuge genutzt, um jungen und noch formbaren Geistern Dogmen einzupflanzen. Sie sollten von den “exakten Wissenschaften” abgekoppelt und als das anerkannt werden, was sie sind: persönliche Interpretationen der Wirklichkeit auf Grundlage des persönlichen Hintergrunds und persönlichen Wissens. Man kann etwas nicht als „harte Wissenschaft“ bezeichnen, wenn es nicht auf Messungen und Ergebnissen beruht. Würde mit Zahlen wie mit Worten gespielt, wären die Zahlen bedeutungslos, ebenso wie die Wissenschaft, die sie repräsentieren. Geistes- und Sozialwissenschaften sollten deshalb überhaupt nicht als Wissenschaften betrachtet werden, da sie keine sind. Betrachten wir z.B. das Gebiet Geschichte, ein Gebiet, das eigentlich “nur” das Studium der Vergangenheit sein sollte, beinhaltet so viele Interpretationen, sodass man sich nicht über Fakten einig werden kann. Fragen Sie tausend Historiker, und Sie werden tausend oft völlig widersprüchliche Ansichten über dasselbe Ereignis, auf der Grundlage derselben Beweise hören. 

[Rest des Beitrags lesen →]

Der Anfang einer neuen Phase

Die aktuelle Lebenssituation verwirrt uns. Wir wissen nicht mehr, was wir denken sollen. Doch das alles geschieht nicht zufällig: Wir befinden uns mitten in einer vollständigen Umkrempelung unserer Werte, unserer Sicht auf die Welt und uns selbst.

Die Zukunft wird nicht mehr den wenigen gehören, welche schamlos ihre Macht ausüben, die Welt ausbeuten und anschließend dafür Ruhm einheimsen. Die Werte in der Gesellschaft, verändern sich. In Zukunft werden jene das Vertrauen und die Wertschätzung der Gesellschaft gewinnen, welche der Öffentlichkeit den größten Nutzen bringen und sie zu einer fürsorglichen Gemeinschaft machen.

Wir stehen am Anfang einer Phase, in der der Einfluss der Natur unsere Welt umgestalten wird. Das Coronavirus bildet nur den Anfang. Von einer individualistischen Welt, in der jeder für sich ums Überleben kämpft, zu einer integralen Welt, in der alle zusammenarbeiten, um die menschliche Gesellschaft in der wir leben für alle positiv weiterzuentwickeln. 

Schon in der Vergangenheit gab es Pandemien, die sogar tödlicher waren als Covid-19. Einzigartig an Covid-19 ist, dass die Krise erstmals die Menschheit weltweit betrifft. Diese Krise wird nicht abebben und uns nicht zu unserem früheren Leben zurückkehren lassen.

Weil wir Abstand voneinander halten müssen, werden zahlreiche Unternehmen nicht mehr wie bisher weiterarbeiten können, oder rentabel sein und deshalb insolvent werden. Die Wirtschaft wird infolgedessen auf eine nachhaltige Größe schrumpfen, die der ganzen Menschheit das Überleben sichern kann, ohne gleichzeitig den ganzen Planeten zu zerstören.

[Rest des Beitrags lesen →]

Jetzt ist die Zeit für Freiheit!

Ich habe viele Briefe erhalten, in denen die Menschen ihre Zukunftsängste ausdrücken…

Unsere Wahrnehmung der Welt hängt von unserem Verständnis darüber ab, was hier geschieht. Wenn wir den Plan des Schöpfers verstünden, würden wir Glück, Sicherheit und Perfektion entdecken.

Vor dem 21sten Jahrhundert hatte die Menschheit keinen freien Willen! Wir hatten keinen freien Willen in unserer Entwicklung, da diese automatisch von unserer ständig anwachsenden egoistischen Motivation vorangetrieben wurde, bis diese schließlich ihre Spitze erreichte.

[Rest des Beitrags lesen →]