Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Bildung&Erziehung'

Influencers und Generation Z

Früher waren es Autoren, Denker, Philosophen und hochgebildete Menschen, die uns inspiriert haben. Heute sind Vlogger, Reality-Show-Stars, spärlich bekleidete Instagram-Models und YouTube-Promis die Vorbilder der Menschen. Wir lesen inzwischen auch weniger. Menschen werden zu den Beeinflussern, je nachdem, wie viele Abonnenten und Anhänger sie in den sozialen Medien haben. Sie gewinnen sie nicht mit Worten, sondern mit Bildern, die in der Regel provokativ und anregend sind und einen Hauch von Anspruch ausstrahlen.

Doch bei aller Oberflächlichkeit der Generation Z ist es nicht unbedingt von Nachteil, dass sie weniger lesen. Dafür gibt es einen guten Grund: sie sind weit weniger naiv, als wir es waren. Sie glauben nicht an den guten Willen der Menschen, wollen klare Antworten, und betrachten das Leben, das vor ihnen liegt, sehr nüchtern. Sie sind desillusioniert, und das ist gut so. Sie nehmen, was ihnen hilft, und lehnen ab, was keine Hilfe ist.

Junge Menschen haben heute wenig Respekt vor Akademikern, Politikern oder mächtigen und superreichen Personen. In den meisten Fällen verspüren sie auch nicht den Wunsch, wie einer von denen zu sein. Sie wollen heute Spaß haben, und glauben nicht, dass ein Titel oder sozialer Status glücklich machen. Sie haben Recht, sie sind klug. 

[Rest des Beitrags lesen →]

Spirituelle Kriegsführung für den Frieden

Frauen des 21. Jahrhunderts

Nur Frauen, die sich verbunden haben, können die Situation in der Welt verändern und in Ordnung bringen. Leider sind Frauen in dieser Hinsicht nicht aktiv genug. Jedes Land hat Gesetze, die es Frauen erlauben, Zugang zu Führungspositionen zu fordern, um das Leben in diesen Ländern richtig organisieren zu können. 

Normalerweise kämpfen Frauen für ihre Rechte, wie Gleichberechtigung. Es ist wie bei einem Familienstreit in der Küche. Ich spreche jedoch von einem spirituellen Krieg. Eine Frau muss begreifen, dass dies im Moment das Wichtigste ist. Sie muss sich in Bezug auf die Welt wie eine Mutter verhalten, die ihre Kinder zum Lernen, Aufräumen und Waschen zwingt. Das ist die Rolle der Frauen- als Mutter der Menschheit.

Die Welt wartet darauf, dass die Frau ihre Rolle richtig wahrnimmt und jeden dazu verpflichtet den spirituellen Zweck der Existenz zu erkennen und verständlich zu machen. Wenn wir uns in der richtigen Form verbinden, lassen wir das höhere Licht, die höhere Kraft der Natur in uns eindringen und beginnen, an uns zu arbeiten. Das ist die Rolle der Frau, die Rolle der Mutter.

Es zeigt sich, dass der Kampf nicht für die Rechte der Frauen selbst geführt werden sollte, sondern für ihre Fähigkeit, die Gesellschaft zu beeinflussen. Frauen fehlt es an Wissen, Verbindung und Organisation.  Wenn sie vorankommen wollen, müssen sie viel lernen, sich entsprechend verbinden, ihre Mission erkennen, mit der richtigen Weisheit und dem richtigen Gefühl ihre Bestimmung verwirklichen. Es gibt keinen anderen Ausweg, so wie bei einem Kind, das nicht lernen will.

Es ist nicht leicht für eine Frau, das zu tun, denn im Laufe der Geschichte war sie es gewohnt im Schatten zu stehen. Es wird ihr hier nur die richtige Ausbildung helfen. Wir müssen mit kleinen Aufgaben beginnen, und daraus wird sich eine seriöse Organisation entwickeln.

Eine Frau muss das Programm und den Zweck der Schöpfung kennen, die Phasen, die wir durchlaufen und wie wir dabei voranschreiten. Frauen die heute mit diesem Lernprozess beginnen, bereiten sich für Führungspositionen in der Gesellschaft vor.

Sie müssen erkennen, dass sie eine besondere Mission erfüllen und müssen immer wieder die Bereitschaft entwickeln, alles zu tun, um die Menschheit bei den schwierigen Herausforderungen zu unterstützen. Ich bin sicher, dass Frauen dazu in der Lage sind und bereit sind, auf jede erdenkliche Weise zu helfen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Aus dem TV-Programm „Frauen in der neuen Welt“, 30.06.2020

(267672)

Bilden wir unsere eigene Umgebung?

Frage: Die Gesellschaft beeinflusst uns gänzlich. Erstens fördert sie zügellosen Konsum, der Mensch hat dabei keine freie Wahl. Es muss nur noch gekauft werden.

Zweitens beeinflusst die öffentliche Meinung das Bewusstsein der Menschen. Es gab zum Beispiel Experimente bei denen den Leuten billiger Wein gegeben und ihnen gesagt wurde, der Wein sei teuer und mehrere hundert Dollar wert. Sie haben ihn genossen.

Stimmen Sie der Aussage zu, dass wir zuerst unsere Umgebung bilden und dann formt sie uns?

Antwort: Die Frage ist, ob wir unsere Umwelt gestalten? Es gibt noch viele andere Faktoren um uns herum: Familie, Freunde, Gesellschaft, Zeit. Alles ohne Ausnahme  drängt einen Menschen zu einer bestimmten Wahl. 

Wenn es eine freie Wahl gibt, dann nur in der Wahl der Umgebung. Deshalb müssen wir einen Menschen so erziehen, dass er versteht, wie er diese Wahlmöglichkeit nutzt.

Frage: In unserem Leben bestimmt alles die Skala, der von der Gesellschaft akzeptierten Werte. Diese Werte werden wiederum durch unsere Wünsche diktiert.

Wie lassen sich gesellschaftliche Werte verändern, wenn alles vom Wunsch und Begehren abhängt- von der Natur und der Zeit in der wir leben?

Antwort: Ich kann mir eine bestimmte Gesellschaft aussuchen, eine Gruppe, in der ich mich entwickeln werde und die sich von anderen Gruppen unterscheiden wird.

Es gibt zum Beispiel Menschen die einen Beruf ergreifen und nach einem bestimmten Programm das sich von anderen unterscheidet arbeiten. Eine Gesellschaft besteht schließlich aus vielen fraktalen Mini-Gesellschaften, die manchmal überhaupt nicht miteinander verbunden sind.

Aus dem TV-Programm „Die Zeit nach dem Coronavirus“, 07.05.2020

(268829)

New Life 1247 – Wie man sich in der zweiten Welle des Coronavirus schützt

New Life 1247 – Wie man sich in der zweiten Welle des Coronavirus schützt 

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Die Natur erhebt uns durch das Coronavirus auf die zweite Stufe der menschlichen Evolution, in welcher wir Rücksicht auf andere statt auf uns selbst nehmen werden. Wenn wir Liebe für andere entwickeln, werden wir keine schlechten Gedanken über sie haben, und das ist der beste Schutz gegen das Coronavirus. Ich muss untersuchen, wie ich mit anderen umgehe, nicht nur körperlich, sondern auch innerlich. Ist meine Einstellung gut oder schlecht? Am Anfang haben wir die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten, um uns nicht mit dem Coronavirus zu infizieren. Nunmehr ist es jedoch notwendig, die allgemeinen Regeln einzuhalten, um andere nicht anzustecken oder zu schädigen. Gute Gedanken können uns Gesundheit bringen, wenn mein Nachbar und ich wie ein einziges integrales System miteinander verbunden werden. Wenn wir gute und fürsorgliche Gedanken für andere vermitteln und uns gegenseitig im Herzen segnen, wird alles gut werden.

[265781]

Aus KabTVs „Neues Leben 1247 – Wie man sich in der zweiten Coronavirus Welle schützt“, 01.06.2020

New Life 1246 – Vorbereitung auf die zweite Coronavirus Welle

New Life 1246 – Vorbereitung auf die zweite Coronavirus Welle 

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Das Virus lehrt uns, dass es an uns liegt, an die Gesundheit anderer zu denken und niemandem zu schaden. Das Problem ist, dass wir nicht verstehen, dass der ganze Ärger nur deshalb gekommen ist, damit wir mehr Verantwortung füreinander übernehmen. Unser Verhängnis ist die mangelnde Rücksichtnahme aufeinander. Die erste Welle überstanden wir durch Vorsichtsmaßnahmen, die wir anschließend jedoch wieder verworfen haben, und so ist es kein Wunder, dass eine zweite Welle gekommen ist. Bald wird die Welt davon sprechen, dass Israel hinter der Ausbreitung der Seuche steckt. Die Welt braucht ein mentales und kein chemisches Heilmittel, nämlich die richtige Verbindung zwischen uns, und diese wird sich auf die ganze Welt ausdehnen. Es liegt an uns, das Gefühl, dass wir alle eine einzige Seele sind, zu entwickeln.

[265691]

Aus KabTVs „Neues Leben 1246 – Vorbereitung auf die zweite Welle des Coronavirus“, 01.06.2020

Covid wird die Änderung unserer Bildungssysteme auslösen

Einerseits möchten wir, dass unsere Kinder wieder zur Schule gehen, damit wir arbeiten und zur Normalität zurückkehren können. Andererseits können Schulen zu Orten der Masseninfektion werden, da es für Kinder unnatürlich ist, soziale Distanz einzuhalten. Es ist emotional schädlich für sie, physisch getrennt zu sein. 

Das Ergebnis der Diskrepanz zwischen dem Fortführen des Schulbetriebs und dem wieder Ankurbeln der Wirtschaft, und der Schließung der Schulen zum Schutz der Kinder und ihrer Familien ohne Rücksicht auf die Wirtschaft, wird die längst überfällige Änderung des uns bekannten Bildungssystems sein.

Wir alle wissen oder ahnen, dass die Schulsysteme, wie wir sie bis heute kennen, nicht weiter tragbar sind. Doch ein Umgestalten dieses Systems ist, während es weiter in Betrieb ist, nur sehr umständlich und langsam möglich. Covid-19 hat uns deshalb einen großen Gefallen damit getan, dass wir das „Bildungssystem“ schliessen mussten, und es gibt uns die Gelegenheit – wenn es uns weiter davon abhalten wird, es weiter zu führen – ein neues Bildungssystem zu entwickeln.

[Rest des Beitrags lesen →]

New Life 1245 – Der verbundene Mensch

New Life 1245 – Der verbundene Mensch

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Das Leben eines Menschen, der über soziale Intelligenz verfügt, ist viel besser, da er die Korrektur der Welt bewirken kann, und das erfüllt ihn innerlich. Ein Mensch, der soziale Intelligenz besitzt, greift andere nicht an und ist nicht unhöflich. Er ist unbefangen, bescheiden und versucht, jedem zu helfen. Mit gutem Beispiel geht er voran und erklärt anderen, wie sie leben sollten. Er begreift, dass es für die Menschheit, die Natur und für die gesamte Realität gut ist, in gegenseitiger, integraler Ergänzung zu sein. Erfolg bedeutet, Menschen zusammenzubringen und Frieden zu schaffen. Soziale Intelligenz ist die Verbindung von Weisheit und Gefühl, sowie von Geben und Nehmen. Wenn wir lernen, uns richtig miteinander zu verbinden, werden wir die allgemeine Kraft kennen lernen, die in der gesamten Wirklichkeit steckt und die die Stufen der unbelebten, der pflanzlichen und belebten Ebene in der Natur verbindet. Das ist Ganzheit. Wir werden die Höhere Kraft oder Göttlichkeit in den Verbindungen offenbaren, die wir zwischen uns weben werden.

[265428]

Aus KabTVs „New Life 1245 – “Der verbundene Mensch”, 25.05.2020

Neues Leben 1244 – Soziale Intelligenz

Neues Leben 1244 – Soziale Intelligenz

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Das Coronavirus war ein genereller Schlag für die gesamte Menschheit und hat in uns das Gefühl geschaffen, dass wir alle voneinander abhängig sind. Menschen mit sozialer Intelligenz achten darauf, wie sie anderen in jeder Situation Gutes tun können. Soziale Intelligenz ist die Erkenntnis, wie sehr wir eine integrale Umwelt brauchen. Die Hauptsache ist, dass wir uns gegenseitig helfen, zu lernen, wie wir die richtige Verbindung zwischen uns herstellen können, damit wir mit der Natur übereinstimmen. Menschen mit sozialer Intelligenz wissen, wie sie sich richtig an die Gesellschaft anhaften können, damit sowohl sie als auch andere sie genießen können. Wir müssen Herz und Verstand ins Gleichgewicht bringen und darauf abzielen, beides zu fühlen und anderen zu nutzen. Unser Erfolg im Leben hängt von unseren guten Beziehungen ab.

[265371]

Aus KabTVs „Neues Leben 1244 – Soziale Intelligenz“, 25.5.2020

Sich mit dieser Welt auseinandersetzen

Kommentar: Hunderte von Philosophen und Wissenschaftlern schrieben, dass die gesamte Menschheit eine Familie, ein Organismus ist. Das heißt, sie haben irgendwie unsere Gemeinsamkeit gespürt.

Antwort: Viele Menschen spüren diese Gemeinsamkeit auch heute noch. Dafür muss man kein Kabbalist oder Wissenschaftler sein. Es genügt, ein Mensch zu sein, der sich mit der Welt auseinandersetzt. Dann sieht man, dass alles in ihr miteinander verbunden ist. Die unbelebte, die pflanzliche, die belebte und die menschliche Ebene der Natur sind ein gemeinsamer Organismus, ein gemeinsames System. 

Doch wie beginnt man dies zu fühlen, wie kann man mit diesem System arbeiten, um die Kraft zu spüren, von der sie kontrolliert wird? Dies lehrt einzig und allein die Kabbala.

Abraham, der vor dreieinhalb Jahrtausenden lebte, war der erste, der diese Gemeinsamkeit fühlte. Er begann, die sich manifestierenden oberen Kräfte als den Schöpfer zu bezeichnen.

[269655]

Aus KabTVs „Systematische Analyse der Entwicklung des israelischen Volkes“ 09.12.2019

Einfach protestieren hilft nicht

Moderator: Zurzeit gibt es in vielen Ländern Massenproteste gegen die von den Behörden wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Restriktionen. Die Menschen haben genug! Sie haben beschlossen aufzuhören, diszipliniert zu sein. Sie tragen keine Masken mehr, bleiben nicht mehr zu Hause und betreiben ihre Geschäfte weiter. Sie sagen: “Wir müssen an unsere wirtschaftliche Situation denken, deshalb können wir nicht zu Hause bleiben!“ Aber protestieren und sich nicht mehr an die Verordnungen halten wird nicht helfen. 

Laitman: Ja, wir müssen mehr tun. Wir müssen das Wirtschaftssystem neu erfinden, unser Verhalten, unsere zwischenmenschlichen Beziehungen in der Schule, auf der Straße, und in der Familie ändern. Wir müssen diesen Wettlauf stoppen, immer nur Arbeit, Arbeit, Arbeit. Wir verbringen unser Leben mit arbeiten, produzieren Sachen um sie zu verkaufen und dann wegzuwerfen, um wieder andere Dinge zu kaufen und wieder wegzuwerfen. So kann es nicht weitergehen! Aber egal wie oft ich darüber rede, niemand will es hören. Wir haben immer noch nicht erkannt, dass wir uns zusammen in einem einzigen integralen System befinden. 

Ratz: Und woher sollen die Menschen wissen, dass sie sich in einem einzigen, integralen System befinden?

Laitman: Durch richtige Bildung. Die Menschen müssen unterrichtet werden, Vorträge müssen gehalten, Lektionen erteilt, Filme gemacht werden. In der Schule, zu Hause, überall muss den Menschen erklärt werden, in was für einer Welt wir leben und wie sie sich richtig zu ihr verhalten sollen. Wir müssen das lernen. Der Mensch ist im Bezug darauf völlig unwissend. Es ist notwendig zu erklären, was eine integrale, globale, vernetzte Welt wirklich bedeutet. Das alles von unseren Gedanken und von unseren Taten abhängt.

Schauen Sie, was wir mit unserem Wirtschaftssystem der Natur antun! Wir müssen Geschäfte, welche nicht notwendig sind, um lebensnotwendige Bedürfnisse abzudecken, abschaffen. Wir dürfen nicht damit warten, bis sie von selbst eingehen, sondern wir müssen jetzt selber handeln. Gleichzeitig müssen die Menschen lernen, sich um einander zu sorgen, weil es für unser Überleben notwendig ist. Nicht nur, um zu Hause, mit den Nachbarn oder auf der Straße eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, sondern als grundlegendes Konzept für eine gute Zukunft für die ganze Menschheit.

Bild von PlanetMallika auf Pixabay