Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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„Und Gott schuf den Menschen nach Seinem eigenen (Ab)Bild“


Eine Frage, die ich erhielt: Können Sie mehr über die Bedeutung der Aussage machen, dass der Mensch nach dem Bildnis seines Schöpfers geschaffen wurde? Die Kabbala erklärt den Begriff Bild als Abdruck, wie wenn ein Abdruck durch eine Form gemacht wird, um eine Maske herzustellen, oder wie bei einem Siegelring, wo die Höhere Kraft das Design des Ringes darstellt, und die Menschheit ist der Wachsabdruck, welcher gegensätzlich zur Form (oder Essenz) des Schöpfers ist. In meiner Kultur wird uns üblicherweise gelehrt, dass wir nach dem Bild Gottes geschaffen wurden, und zwar im positiven Sinn, wie in dem Ausspruch „er ist seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten“. Die ganze Kabbala scheint mir auf dieser Definition des Wortes „Bild“ zu gründen, insofern halte ich es für notwendig, die Definition des hebräischen Wortes für „Bild“ in Begriffen, die aus den Quellentexten stammen, welche die Genesis beinhaltet, zu erklären.

Meine Antwort: Das Licht (der Genuss) prägte sich in das Verlangen ein, wodurch ein entsprechendes Verlangen geschaffen wurde, welches durch dieses Licht gefüllt werden wollte. Danach enthüllte das Licht seine „gebende“ Essenz gegenüber diesem „Verlangen, welches gefüllt werden wollte“, und zeigte dem Verlangen dadurch dessen gegensätzliche Natur. Dies zwang das Verlangen, sich dem Licht anzugleichen – also „gebend“ zu werden.

Wir sind diejenigen, die durch diesen Prozess gehen, entweder unfreiwillig oder freiwillig. Wir gehen solange unfreiwillig, bis in uns ein Wunsch erwacht, es freiwillig zu tun. Wir kommen dann unfreiwillig zur Kabbala, welche die Methode ist, sich dem Schöpfer aus freien Stücken anzugleichen.

Sobald jemand freiwillig beginnt, sich dem Schöpfer anzugleichen, erhält er Kontrolle über sich und seine Welt. Jeder wird dies erreichen, egal ob durch Leiden oder die Erkenntnis der Notwendigkeit, gefolgt durch die Realisierung und die Liebe.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Kabbala leht Liebe und Schenken – und sonst nichts!
Artikel von Baal HaSulam: Materie und Form in der Wissenschaft Kabbala
Shamati 4: Der Grund für die Schwierigkeit, sich vor dem Schöpfer zu annulieren

Ein reicher Mensch ist jemand mit einem Reichtum an Wissen über den Schöpfer


Ich erhielt Fragen über die Empfindung der Natur, Berge und arme Menschen:

Frage: Fühlen Tiere und die Natur „sich selbst“? Empfinden sie die Realität anders als wir, oder empfinden sie eine begrenzte Realität wie wir?

Meine Antwort: Sie leben, aber sie fühlen nicht, dass sie leben. Sie haben keine Empfindung von „sich selbst“ oder „ihrem Leben“. Sie fühlen auch keine Eifersucht, sondern sind nur mit Überleben beschäftigt.

Frage: Wenn wir in einer imaginären Realität existieren, die wir mit unserem Bewusstsein erschaffen, wohin entwickeln wir uns dann eigentlich?

Meine Antwort: Dadurch, dass wir allmählich entdecken, dass unsere Realität verzerrt ist, bereiten wir uns selbst unwissentlich darauf vor, die wahre Realität zu erreichen. Die Wissenschaft findet heraus, dass Materie und Wellen ein und dasselbe ist. Durch das Studium unserer Empfindungen haben wir entdeckt, dass sich Festes in Flüssiges umwandeln kann und sich dann Flüssiges in Gasförmiges umwandeln kann – eine Substanz, die für unsere Sinne nicht wahrnehmbar ist. Aber dann wird das nicht wahrnehmbare Gas wieder flüssig, und die Flüssigkeit wird wieder fest. Zum Beispiel schmilzt ein Stück Eis und verdampft und dann kondensiert es wieder zu Wasser und wird wieder festes Eis.

Realität ist subjektiv und ist von unseren Sinnen abhängig. Wir schaffen sie in uns. Alle Entwicklung zielt darauf ab uns zur richtigen Stufe zu bringen – „Es gibt nichts außer Ihm.“

Frage: Was sind Berge aus der Sicht der Kabbala – zum Beispiel der Berg Miron und der Berg Sinai?

Meine Antwort: Ein Berg ist eine Masse an Egoismus, weil die Erde Verlangen ist (Aretz bedeutet Erde und kommt vom Wort Ratzon – Verlangen). Ein Berg ist ein „herausragendes“ Verlangen. Durch die Erklimmung des Gipfels – durch das Steigen über den Egoismus zum Schöpfer, zur Gleichheit mit dem Schöpfer, erreicht man Ihn.

Frage: Die Bibel spricht oft über arme Menschen. Was ist ein „armer Mensch“ in der Spiritualität)?

Meine Antwort: In der Kabbala (der Tora) ist ein armer Mensch jemand, der keinerlei Wissen über den Schöpfer besitzt (Ani Be Daat). Das ist so, weil Wissen über das Universum und die Erreichung des Schöpfers (der einzigen Kraft des Lebens, der Quelle von Allem und des Einzigen, der alles beherrscht) – dasselbe ist. Ein reicher Mensch in der Kabbala (der Tora) ist jemand, mit einem Reichtum an Wissen (über den Schöpfer).

Verwandtes Material:
Shamati 1: Es gibt niemanden außer Ihm
Blog-Post: Wir haben Zivilisationen in uns
Blog-Post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation von Baal HaSulam

In Command & Conquer: Großalarm Stufe 3, Russland ist bewaffnet mit der unsichtbaren Waffe – meinen Büchern


Teil Drei des super populären Spiels Command & Conquer ist dabei, veröffentlicht zu werden und Russlands neue Geheimwaffe wurde bereits entdeckt.

Im Promo – Clip des Spiels ist Varenka, die sowjetische Konsiliarärztin, mit etlichen Ausgaben meiner Bücher bewaffnet (Siehe linke Ecke unten im Foto).

(Aus Live-Journal, drittes Bild von oben.)

Warum gibt es so viele Worte in der Tora?


Eine Frage, die ich erhielt: Wenn jedes Wort in der Tora als „der Wille zu empfangen“ oder „der Wille zu geben“ erklärt werden kann, warum gibt es dann so viele verschiedene Worte in der Tora?

Meine Antwort:

Der Schöpfer – Der Schöpfer ist „der Wille zu geben“ (Gut, Gutes tuend, Liebend, usw.). Deshalb wollte Er das Geschöpf erschaffen – um ihm zu geben.

Das Geschöpf – Der Schöpfer erschuf nur ein Geschöpf – „den Willen sich zu erfreuen“ (den Willen, Genuss zu empfangen). „Der Wille zu empfangen“ wurde im exakten Gegensatz zum „Willen zu geben“ erschaffen. Es ist ein Abdruck des Schöpfers, damit man in der Lage zu ist, alles zu empfangen, was einem der Schöpfer geben möchte.

Der Schöpfungsplan – Genuss kommt direkt (erkennbar) vom Schöpfer zum Geschöpf und erfüllt es. Doch außerdem beeinflusst der Schöpfer das Geschöpf indirekt (verschleiert) dadurch, dass Er in ihm ein „Verlangen Ihm ähnlich zu werden, ein Verlangen zu geben“ anregt. Daher entdeckt das Geschöpf innerhalb seiner Erfüllung ein zusätzliches Verlangen – „dem Schöpfer ähnlich zu werden“ und dann entscheidet es, diesen Zustand zu erlangen, indem es den Prozess der Korrektur wählt. Ein Teil des Korrekturprozesses geschieht für das Geschöpf unbewusst (von oben nach unten) und ein Teil geschieht bewusst (durch den freien Willen, von unten nach oben).

Anleitungen – Alle kabbalistischen Quellen bilden eine Beschreibung beider Teile des Korrekturprozesses und sie sind in vier Sprachen geschrieben: die Thora, Halacha, Haggada und Kabbala. Sie sind Empfehlungen dafür, wie man den bewussten Teil dieses Prozesses auf die bestmögliche Weise ausführen kann (Die Tora stammt von dem Wort Oraa, Anleitungen).

Korrektur– Die Anfangsbedingungen und das endgültige Ziel bilden zusammen eine Abfolge von Handlungen, die dazu bestimmt sind, den anfänglichen „Willen zu empfangen“ zum „Willen zu empfangen mit der Absicht zu geben“ zu bringen. Der Prozess der Korrektur des geschaffenen „Willen zu empfangen“ zerbricht in Teile und Folgen von Handlungen. Das ist es, was alle kabbalistischen Quellen beschreiben.

 
Verwandtes Material:
Blog-Post: So lesen sie die Thora richtig!
Artikel von Baal HaSulam: Matan Torah (Gabe der Tora)

Leben aus der Kabbala


Ich hatte ein aufgezeichnetes Gespräch mit dem Titel „Kabbalisten Schreiben.“ Wir diskutierten mein viertes Buch, Leben aus der Kabbala. Ich sprach mit Ben-Tzion Gertz, einem Schriftsteller und Herausgeber einiger meiner hebräischen Bücher.

Gleich nachdem mein Lehrer verschieden war (September 1991), musste ich in Toronto meinen sterbenden Vater besuchen. Ich habe dieses Buch nach seinem Tod verfasst (Februar 1992). Ich denke, dass dieses Buch mehr als irgendein anderes meiner Bücher die Gefühle und Eindrücke eines Menschen übermittelt, der anfängt, den Weg der Kabbala zu gehen. Und genau so habe ich dieses Buch gesehen – als das erste in einer Serie von Büchern, die ich schreiben würde.

Hier ist ein Einführungskapitel aus dem Buch Leben aus der Kabbala:

„Die Notwendigkeit, dieses Buch zu verfassen, wurde mir durch die Fragen bewusst, die mir von meinen Schülern gestellt und während verschiedener Vorträge und Radiosendungen an mich gerichtet wurden, und die in zahlreichen Briefen, die immer noch aus aller Welt eintreffen, enthalten sind.

Die Schwierigkeit, Kabbala zu erklären und zu lehren, liegt darin, dass die spirituelle Welt kein Pendant in unserer Welt hat. Auch wenn das Ziel des Studiums klar wird, ist das Verständnis davon nur zeitweilig.

Sie wird von dem Teil unseres Wahrnehmungsbereiches erfasst, der Spirituelles erfassen kann und der ständig von Oben erneuert wird. Daher mag ein Thema, das vorher ganz klar war, später wieder unklar erscheinen. Je nach Stimmung und spirituellem Entwicklungsstand des Lesers mag der Text entweder sehr vielsagend und voll tiefer Bedeutung sein oder aber völlig bedeutungslos.

Verzweifeln Sie daher nicht, wenn etwas, das heute noch vollkommen klar war, einen Tag später sehr verwirrend erscheint. Geben Sie nicht auf, wenn Ihnen der Text vage, seltsam oder unlogisch erscheint. Das Kabbalastudium ist nicht dazu da, theoretisches Wissen anzuhäufen, sondern um das zu erkennen und wahrzunehmen, was vor uns verborgen ist.

Wenn wir, nachdem wir uns besonnen und an spiritueller Stärke zugelegt haben, anfangen zu erkennen und wahrzunehmen, werden wir durch die spirituellen Lichter, die wir damit anziehen, wahres Wissen erlangen.

In unserer Welt gibt es keine Analogien zu dem Thema, das hier gelehrt wird. Erst, wenn der Mensch ein Verständnis für das Höhere Licht und ein Empfindungsvermögen für Spirituelles entwickelt hat, wird er die Art und Weise, wie das Universum erbaut wurde und wie es funktioniert, verstehen.

Dieser Text kann dazu dienen, die ersten Schritte in Richtung Empfinden der spirituellen Kräfte zu ermöglichen. Um jedoch weiter fortzuschreiten, ist die Hilfe eines Lehrers notwendig.

Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Zeilen nicht auf allgemein übliche Weise gelesen werden sollten. Der Leser sollte sich auf einen Abschnitt konzentrieren, über diesen nachsinnen und versuchen, einige der erwähnten Beispiele zu verstehen, die angesprochenen Themen zu reflektieren, und dann versuchen, diese Thematik mit persönlichen Erfahrungen zu verbinden.

Man sollte die Sätze geduldig lesen, immer wieder durchgehen und versuchen, zu den Gefühlen des Verfassers vorzudringen. Man sollte ebenso, in der Absicht die Nuancen des Geschriebenen herauszufiltern, langsam lesen, und wenn notwendig, zum Anfang des Satzes zurückkehren.

Diese Art des Lesens kann dem Leser helfen, gefühlsmäßig tief in die Thematik einzudringen oder auch festzustellen, dass ihm für bestimmte Themen Gefühle fehlen. Letzteres ist eine entscheidende Vorbereitungsphase für die spirituelle Entwicklung.

Dieses Buch wurde nicht für ein rasches Überfliegen verfasst. Obwohl der Text sich nur mit einem einzigen Thema beschäftigt – wie man mit dem Schöpfer in Beziehung tritt – behandelt er dieses Thema auf unterschiedliche Arten. Diese Vorgehensweise dient dazu, jedem einzelnen Leser zu ermöglichen, den einen oder anderen besonderen Satz oder ein bestimmtes Wort zu entdecken, welches ihn in die Tiefe des Textes führt.

Im Text werden die egoistischen Wünsche und Handlungen in der dritten Person beschrieben. Bis zu dem Punkt jedoch, an dem es dem Leser möglich ist, persönliches Bewusstsein von seinen Sehnsüchten zu unterscheiden, sollte er die egoistischen Bestrebungen und Verlangen als seine eigenen betrachten. Das Wort Körper im Text bezieht sich nicht auf unseren physischen Körper, sondern auf unser Verlangen zu empfangen – auf unseren Egoismus.

Ein wiederholtes Lesen dieses Textes ist ratsam. Lesen Sie die gleichen Abschnitte zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlicher geistiger Verfassung. Sie werden mit Ihren eigenen Reaktionen und Sichtweisen gegenüber ein und demselben Text Bekanntschaft machen.

Anderer Ansicht zu sein, als es der Text vorgibt, ist immer konstruktiv, genauso wie eine Übereinstimmung mit ihm. Das Wichtigste bei der Lektüre ist, auf den Text einzugehen; ein Gefühl, dem Geschriebenen nicht zuzustimmen, bedeutet, dass der Leser die einleitende Phase (Achoraim , die Rückseite) erreicht hat, die dazu dient, die nächste Phase der Wahrnehmung vorzubereiten (Panim , Gesicht).

Besonders das langsame und bedeutungsvolle Lesen ermöglicht die Entwicklung von Gefühls-Gefäßen (Kelim), welche notwendig sind, um Spirituelles empfangen zu können. Nachdem die Gefäße geformt sind, gelingt es dem Höheren Licht, in sie einzufließen. Vor dem Erschaffen der Kelim (Gefäße) existiert das Licht nur außen um uns herum. Es umgibt unsere Seelen, doch wird es von uns nicht wahrgenommen.

Der Text ist nicht dafür geschrieben worden, um irgendjemandes Wissen zu erweitern. Er dient auch nicht dazu, auswendig gelernt zu werden oder sich selbst darüber zu prüfen. Es ist sogar besser, den gesamten Inhalt zu vergessen – somit erscheint eine zweite Lektüre frisch und gänzlich unbekannt.

Dies deutet daraufhin, dass die beim erstmaligen Lesen empfundenen Gefühle vom Leser erfasst wurden und er diese nun hinter sich gelassen hat. So wird Platz für neue, noch nicht erlebte Empfindungen geschaffen. Ständig wird der Vorgang, neue Kelim zu entwickeln, wiederholt, und diese Gefäße werden in der spirituellen, nicht wahrgenommenen Sphäre der Seele gespeichert.

Das Allerwichtigste sind die Gefühle, die der Leser während des Lesens des Textes empfindet und nicht erst im Anschluss an die Lektüre. Nachdem die Gefühle erst einmal empfunden worden sind, werden sie im Herzen und Verstand enthüllt. Sie zeigen sich erneut, wann immer sie während des andauernden Entwicklungsvorganges der Seele benötigt werden.

Beeilen Sie sich nicht, um ans Ende des Textes zu gelangen. Wählen Sie solche Stellen aus, die Sie besonders ansprechen. Nur dann wird Ihnen der Text helfen und Ihnen als Führer auf der Suche nach persönlichem und spirituellem Aufstieg dienen.

Das Ziel dieser Schriften ist es, im Leser ein Interesse für den Grund seines Daseins in dieser Welt zu erwecken, für die Möglichkeit, die spirituellen Welten zu erfassen, den Sinn der Schöpfung zu verstehen, den Schöpfer zu empfinden, die Ewigkeit und die Unsterblichkeit, und ihn letztendlich bei seinem spirituellen Aufstieg zu unterstützen.“

 


Was sagt die Tora über rote Bänder?


Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe entdeckt, dass rote Bänder nicht nur dabei versagen, den Menschen zu helfen, sie sind von der Tora aus ebenfalls absolut verboten. Im Buch Bereshit, Kapitel Derech HaAretz wird gesagt: Rabbi Tsadok sagte: הקושר על ידו חוט אדום הרי זה מרדכי האמורי – „Jemand, der ein rotes Band um seine Hand bindet, ist wie eine unreine Kraft gegen Mordechai (Eigenschaft von Bina).“

Warum erwähnen Sie immer Tarot Karten, rote Bänder, Yoga usw., wenn Sie Fragen beantworten, bei denen es um Mythen und Kabbala geht? Warum erwähnen Sie nie „Channeling“, das gerade so populär ist? Zum Beispiel weiß jeder von den zahlreichen Auftritten Lee Carolls bei der UN und jeder kennt seine Bücher. Und es gibt eine Menge Leute, die andere Lehren praktizieren, die sich mit dem, was Sie lehren, überschneiden. Ich habe keine Zweifel, dass nichts den Aufbau des Universums so detailliert erklärt wie die Kabbala, aber die anderen Methoden helfen doch auch, die Menschheit zu „Erwecken“, die mit ihrer Korrektur spät dran ist.

Antwort: Ich bin nicht vertraut mit all den „spirituellen“ Lehren und ich habe nicht vor, sie kennenzulernen. Sie alle erscheinen und verschwinden wieder. Ich habe keine Zeit und auch kein Verlangen, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn wir alles systematisieren würden, was unser egoistischer Verstand erfinden kann, dann würden wir sehen, wie erbärmlich das ist.

Ich ziehe die Lehre der Kabbala vor, die von dem durchführbaren Eintritt in die Höhere Welt spricht (ich habe das selbst erprobt). Das Studium gründet sich auf das Ausbrechen aus unserer egoistischen Natur und nicht auf all die verschiedenen Lehren und Religionen dieser Welt (dies kann ebenfalls von oben erkannt werden, von der Höheren Welt aus). Ich empfehle Ihnen, das gleiche zu tun.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Es gibt keine Wunder
Blog-Post: Alle Menschen auf der Welt leiden an der selben Krankheit
Was ist Kabbala ?
Mythen über Kabbala

Der Golem von Prag – Wahrheit oder Fiktion?


Frage: Ich möchte Sie nach der Geschichte des Golem von Prag fragen. Gibt es irgendetwas Wahres an der Geschichte? Schließlich gibt es dort noch immer das Grab des Rav, der angeblich den Golem geschaffen hat.

Meine Antwort: Dieser große gerechte Mann in Prag lebte tatsächlich. Was den Golem betrifft – den Humanoiden, den er angeblich erschuf – das ist ein Märchen. Es gibt keine Wunder in dieser Welt! Doch Menschen wollen an Wunder glauben und aus diesem Grund bleiben Märchen solange Zeit bestehen.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Es gibt keine Wunder

Vorträge: Kabbala L’Am


Jeden Dienstag von 7:00 PM bis 9:00 PM israelischer Zeit halte ich kostenlose Vorträge vor einem großen Publikum in „Beit Kabbalah L’Am“ (Haus der „Kabbala fürs Volk“).

Vor und nach den Vorträgen können Sie sich zu Kabbala Unterrichten anmelden, Bücher, Video Kassetten, DVD’s und CD’s kaufen.

Sie können die Vorträge life in englischer oder deutscher Übersetzung auf „ kab.tv “ sehen oder sie zu einem späteren Zeitpunkt aus dem Archiv herunterladen.

Wo es eine Frage gibt, da gibt es auch eine Antwort


Fragen, die ich erhielt, was die Grenzen der Wahrnehmung betrifft und wie man die Worte Baal HaSulams richtig verstehen kann:

Frage: Es steht geschrieben, dass wir nur die Materie und die Form in der Materie wahrnehmen können, aber nicht die Abstrakte Form und die Essenz. Man sagt auch, dass wir alle Seine Eigenschaften erreichen, wenn wir mit dem Schöpfer eins werden, und das bedeutet, dass unsere Wahrnehmung wie Seine wird. In dem Buch Kabbalah Revealed steht geschrieben, dass wir niemals die Abstrakte Form und die Essenz wahrnehmen werden.

Ich kann dem nicht zustimmen, weil wir, wenn wir uns mit dem Schöpfer vereinigen, die gleichen Eigenschaften wie Er haben werden und Er ist doch sicherlich in der Lage, die Abstrakte Form und die Essenz wahrzunehmen! Daher kann ich wohl sagen, dass wir diese Zustände vielleicht nicht jetzt wahrnehmen können, doch irgendwann einmal oder im Zustand von Gmar Tikun wird es uns gelingen!

Bitte beantworten Sie meine Frage.

Meine Antwort: Am Ende unserer Korrektur werden auf jeden Fall all unsere Fragen beantwortet und unsere Verlangen erfüllt. Wenn eine Frage (ein Verlangen) in uns auftaucht, dann werden wir irgendwann eine Antwort darauf erhalten (Erfüllung).

Frage: Lieber Rav Laitman, ich lese gerade „Das Vorwort zur Weisheit der Kabbala“ (ab Seite 403 im Buch „Kabbala für Anfänger“)  und bei Punkt 6, gegen Ende, steht: Auch die Seelen anderer Kreaturen, die durch diese Welt (Azilut) hindurchgehen, werden sich mit dem Schöpfer vereinen.

Könnten Sie bitte erklären, wer diese anderen Kreaturen sind und was Sie mit „hindurchgehen“ meinen? Ich nehme an, es bedeutet „auf dem Weg nach oben“, doch ich bin nicht sicher, was mit „anderen Kreaturen“ gemeint ist. Ich hoffe, Sie werden meine Frage beantworten.

Meine Antwort: Dies sind Baal HaSulams Worte. Er bezieht sich auf die Seelen – die Verlangen der unbelebten, vegetativen und belebten Grade, oder alle Grade außer „dem sprechenden“ Grad. Der sprechende Level ist unabhängig und hat alle anderen Grade in sich.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Ein Gespräch über Liebe
Blog-Post: Hat der Schöpfer Gefühle?
Blog-Post: Der Schöpfer ist Ihr korrigiertes Selbst
Artikel von Baal HaSulam: In meinem Fleische ist die Stütze des Schöpfers
Artikel von Baal HaSulam: Materie und Form in der Wissenschaft Kabbala
 
 
 

Durch die Entwicklung der Verlangen, entwickelt die Kabbala auch den Verstand


Ich erhielt Fragen über das Studium, der Definition des spirituellen Ziels, die Verlangen und den Verstand:

Frage: Was soll ich jeden Tag studieren?

Meine Antwort: Studiere dieselben Sachen wie wir, mit uns zusammen.

Frage: Sollte ich nur Kabbala studieren oder gibt es andere Bücher, die es genauso wert sind sie zu studieren?

Meine Antwort: Du solltest nur das studieren, was wir studieren. Wenn du ein Anfänger bist, solltest du den ersten und dritten Teil unserer täglichen Lektion zusammen mit uns studieren – anstelle des zweiten Teiles der Lektion (Talmud Esser Sefirot), kannst du aus den Materialien für Anfänger auf unserer Webseite lernen.

Frage: Müssen wir gegen unsere leidenschaftlichen Verlangen in der körperlichen Welt kämpfen oder sollten wir nur Kabbala studieren ohne gegen diese Verlangen zu kämpfen?

Meine Antwort: Nur das Studium der Kabbala zieht das Licht der Korrektur an – Or Makif. Du wirst durch das Ankämpfen gegen deine Verlangen nicht korrigierter werden oder indem du dich auf irgendeine Weise selbst einschränkst. Konzentriere dich nicht auf deine Eigenschaften, sondern strebe in Richtung des Schöpfers.

Frage: Ich bin etwas verwirrt über das spirituelle Ziel. Ist das Ziel für mich, glücklich zu sein oder zu geben, oder wie das Höhere zu sein, oder meinen Nächsten zu lieben? Oder soll mein Ziel sein, Herr über meinen freien Willen zu werden oder den Widerspruch zwischen dem Ort des Schöpfers und dem Ort der Schöpfung miteinander zu vereinigen? Was ist das Ziel?

Meine Antwort: Es gibt ein Ziel, welches alles vereinigt – alle Gegensätze: Das ganze Licht tritt in das vollständige Kli ein und erfüllt es vollkommen. Diese Stufe existiert bereits; wir müssen sie nur für uns enthüllen. Es ist ähnlich einem Kinderpuzzle: Es gibt ein Bild, das auf ein Stück Karton gedruckt ist, dann wird es in kleine Teile geschnitten und das Kind muss es wieder zusammensetzen. So lernt das Kind alle Teile zu einem Ganzen zu verbinden – und wir werden mit den Elementen der Schöpfung dasselbe tun müssen.

Frage: Ist das Ego (mein Wille zu empfangen), mein Verstand, der die Realität beobachtet?

Meine Antwort: Das ist vollkommen richtig. In deinen Verlangen nimmst du dich selbst wahr, die Welt und deine Existenz. Der Verstand wird von den egoistischen Verlangen erzeugt oder von ihnen hervorgebracht. Der Verstand entwickelt sich und wächst in dem Maße, in dem man anstrebt, seine Verlangen zu erfüllen. Je mehr Verlangen jemand hat und je größer diese Verlangen sind, desto größer ist der Verstand, der sie begleitet. Da die Kabbala die Verlangen entwickelt, regt sie deswegen auch die Entwicklung des Verstandes an (des Gehirns).