Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Allgemein'

Sich verbinden und zu einem spirituellen Herzen werden

Frage: In Gedanken meint jeder von uns, dass er bereit und gewillt ist, sich mit allen anderen zu verbinden, doch wenn es soweit ist, dieses Verlangen zu realisieren, scheitern wir.

Meine Antwort: Ihr scheitert nur daran, dass jeder von Euch für sich allein dazu bereit ist, jedoch nicht alle zusammen.

Das ägyptische Exil unterscheidet sich von allen voran gegangenen. Warum war der Einzug nach Ägypten mit Hilfe von Josef möglich? Weil Josef (von „Osef“) Ansammlung von allen Kräften und Grundlagen ist.

Es ist unmöglich, das Böse zu enthüllen, selbst wenn alle damit einverstanden sind. Dazu ist die Erfüllung einer Bedingung notwendig: Bereitschaft zur Vereinigung. Noch bevor sie nach Ägypten kamen, haben Josefs Brüder ihn verkauft, sie wollten keine Vereinigung. Sie schienen gerecht zu sein, jeder von ihnen wollte dem Schöpfer dienen, doch sie wollten sich nicht verbinden. Sie wollten sich Josef, der als Grundlage gilt, nicht anschließen.

Und als sie in ihrer Ausweglosigkeit mit Hilfe von Josef nach Ägypten kamen, begannen sie zu enthüllen, wie sehr sie die Idee der Einheit hassen und ablehnen. Und das Exil selbst ist die Enthüllung des Hasses gegenüber der Vereinigung.

Und erst wenn dieser Hass sein volles Maß erreicht hat und seine Herrschaft über den Menschen zu spüren ist, sprich wenn er sich einerseits in der Gewalt des Pharao befindet und andererseits sehr darunter leidet und nicht in der Lage ist, etwas zu erreichen, erst dann geschieht der Durchbruch.

Doch all das geschieht durch die Anstrengung, sich zu verbinden, indem man sich über die eigene Weigerung, dies zu tun, erhebt. Dadurch wird das Exil überwunden. Wir jedoch scheinen an der Grenze zu Ägypten zu stehen und auf der Stelle zu treten.

Die Anstrengung, sich zu verbinden, äußert sich in der gemeinsamen inneren Fürsorge, wenn alle an unsere innere Verbindung denken und sich deswegen Sorgen machen. Dann werden wir spüren, dass es zwischen uns etwas gibt, was uns verbindet, und wir werden alle zu einem Herzen.

Und das ist bereits ein spirituelles Herz, ein spirituelles Verlangen, in dem wir mit dem Schöpfer verbunden sind und das Licht brauchen, welches uns so verbindet, dass wir aus dem gemeinsamen Verlangen heraus Handlungen des Gebens an den Schöpfer vollziehen werden.

Auszug aus dem Gespräch über die spirituelle Arbeit, 17.12.2010

Ein anderer Ausweg

Wir begehen unterwegs oft Fehler. Wir glauben, dass es noch andere Kräfte außer dem Schöpfer gibt, die uns helfen können. Plötzlich tauchen wir wieder in unseren Beruf oder in unsere Hobbys ein. Wir verzweifeln an der spirituellen Entwicklung und setzen unsere Hoffnung in uns selbst, in die Umgebung.

Wir sind von vielen Hindernissen umgeben, die uns vom Weg abbringen: ein bisschen Religiosität, ein bisschen Mystik, irgendwelche andere Methoden, unser Dasein erträglicher zu machen.

Doch all das ist vergänglich. Am Ende dieser Irrungen, die lange andauern können, kommt der Mensch dennoch an der gleichen Stelle an. Er begreift, dass er hier vor einer Mauer steht und unbedingt, um jeden Preis den Schöpfer enthüllen muss. Das Problem besteht hier nicht darin, dass er das nicht will…

Der höhere Zustand, zu dem der Mensch gelangen muss, ist ein besonderer Zustand. Ich muss mich nicht über den Egoismus erheben, damit es mir besser geht. Denn in diesem Fall entscheide ich mich einfach für einen besseren Zustand aus zwei möglichen, ich verfahre also nach dem alten egoistischen Prinzip. Und von dem Menschen wird verlangt, dass er anfängt, etwas Anderes zu wollen.

Baal HaSulam schreibt darüber in dem Artikel „Es gibt nichts außer Ihm“:

Wenn der Mensch irgendeinen Verstoß begangen hat, dann muss er natürlich bereuen und bedauern, dass er das Gesetz gebrochen hat. Und hier muss man auch die Reihenfolge von Bedauern und Schmerz ermitteln – in welchem Punkt er den Grund sieht, der ihn zum Verbrechen führte, und diesen Punkt soll er bedauern.

Dann muss der Mensch erkennen, dass er gesündigt hatte, weil der Schöpfer ihn zur Seite zurückwarf. Es stellt sich heraus, dass der Schöpfer derjenige war, der ihn in den Schmutz eintauchen lies.

Genauso muss der Mensch auch im Zustand des Aufstiegs klar erkennen, dass es nur aus dem Grund geschieht, weil das Licht ihn aufsteigen lässt.

Es liegt daran, dass der spirituelle Aufstieg in zwei Etappen vollzogen wird. In der ersten Etappe spürt der Mensch die völlige Abhängigkeit von der Höheren lenkenden Kraft. In der zweiten Etappe begreift er, dass das ganze Lenkende um ihn herum und das Lenkende in ihm drin die gleiche Kraft ist. Sowohl das Böse als auch das Gute ist diese Kraft. Es gibt keine Belohnung und keine Bestrafung. Und natürlich gibt es auch nichts, was vor ihm liegt, weil alles vorprogrammiert ist und er lediglich ein ausführendes Instrument in den Händen des Lichts ist.

Und anschließend erwacht in dem Menschen der Punkt im Herzen, mit dessen Hilfe er zu der Umgebung geführt wird. Die richtige Umgebung beinhaltet den Lehrer, die Bücher und die Gruppe. Während der Mensch versucht, nach den alten Regeln mit ihnen zu arbeiten, kann er dem schließlich dennoch nichts Spirituelles abgewinnen, denn er verbindet sich, vereint sich mit ihnen mit Hilfe des eigenen Egoismus.

Wozu sind diese ganzen Etappen notwendig? Denn es gibt noch viel mehr Etappen, die tiefer gehen und feiner sind. Sie alle dienen dazu, dem Menschen zu zeigen, dass es hier eines anderen Ausweges bedarf. Gehandelt werden muss nicht, damit es dir in deinem Egoismus besser geht, sondern damit du dich mit der für dich äußeren Umgebung, mit der für dich äußeren Kraft – mit dem Schöpfer – verbindest.

Auszug aus der 4. Kongresslektion in Berlin, 29.01.2011

Auf den Stufen der Kongresse

Frage: Könnte man jetzt, nach dem Berliner Kongress, sagen, dass wir vereint sind?

Meine Antwort: Wir haben einen neuen Zustand in unserer Verbindung erreicht. Ich bin erfreut darüber, was in Berlin und anschließend in Paris geschehen ist. Wir haben die Einheit, den Zusammenschluss erreicht. Zum ersten Mal haben wir in Europa viele Freunde entdeckt, die den Weg bereits verstehen und die Entwicklung spüren. Wegen einiger Ereignisse war ich wirklich angenehm überrascht.

Wir haben den Kongress in New York (New Jersey) im April vor uns. Wollen wir hoffen, dass wir auch in Amerika den nächsten Schritt der Vereinigung erreichen werden. Auf diese Weise, indem wir uns auf den Kongressen verbinden, werden wir die nötige Kraft zur Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen akkumulieren.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 04.02.2011

Berliner Kongress 2011, Lektion 7, 30.01.11

Lektion 7. Die gesamte Welt ist eine Familie

Video anschauen

Audio anhören

Berliner Kongress 2011, Lektion 6, 29.01.11

Lektion 6. Die richtige Umgebung ist ein Zeichen des Erfolges

Video anschauen

Audio anhören

Berliner Kongress 2011, Lektion 4 und 5, 29.01.11

Lektion 4. Die Grundlagen der spirituellen Arbeit

Video anschauen

Audio anhören
Lektion 5. Die Kabbala als die gesellschaftlische Wissenschaft

Video anschauen

Audio anhören

Berliner Kongress 2011, Lektion 3, 28.01.11

Lektion 3. Die Grundlagen der Wissenschaft der Kabbala

Video (deutsch): Öffnen

Audio (deutsch): Öffnen

Berliner Kongress 2011, Lektion 2, 28.01.11

Lektion 2. Der Mensch und die Naturgesetze

Video (deutsch): Öffnen

Audio (deutsch): Öffnen

Berliner Kongress 2011, Lektion 1, 28.01.11

Lektion 1. Allgemeine Kongresseinführung

Video (deutsch): Öffnen

Audio (deutsch): Öffnen

Der Lichtführer des Schöpfers

Unterricht №1, in Moskau, 14.01.2011
Frage: Was bedeutet „die Leiden und die Freuden des Freundes zu teilen“? Und wie sollen wir dazu kommen?

Meine Antwort: Die Freuden mit den Freunden zu teilen bedeutet, sich auf die gemeinsame Erreichung der spirituellen Ziele, auf unserem gemeinsamen Weg zu freuen, wenn ich im meinen Inneren ihr Streben zum Ziel empfinde, wenn ich mich und mein Streben zum Ziel gar nicht empfinde, sondern spüre, wie ich mit ihnen gemeinsam nach einem gemeinsamen Ziel trachte.

Denn mein „Ich“ verschwindet, es löst sich in anderen auf. Dadurch erreiche ich unter anderem auch die Unestreblichkeit.

Das „Ich“ eines Menschen existiert nicht. Es existiert nur als Lichtführer des Schöpfers für allen anderen. Deswegen verschwinden unsere „Ichs“. Stattdessen entsteht ein Ganzes, multipliziert mit der Anzahl der „Ichs“, welche es früher gab.

Auszug aus einem Unterricht über das Buch Sohar, „Das Vorwort“, 14.01.2011