Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Nur jetzt! Spiritueller Vorschuss zu günstigen Konditionen!

Mit Hoffnung und Zuversicht kann ich sagen, dass wir an der Schwelle zu realen spirituellen Handlungen stehen. Wenn wir es schaffen, uns selbst zu überzeugen, dass sie sich in der gegenseitigen Beziehung zwischen uns enthüllen und dass sich der Schöpfer ebenfalls dort enthüllt, wenn wir das wollen, dann stehen uns alle Möglichkeiten offen.

Von oben wurde uns der Eintritt gewährt, und nun sind wir an der Reihe, ein paar Schritte hineinzugehen. Wobei diese Schritte relativ leicht sind, weil sie durch die Vereinigung gewährleistet werden. Jeder geht nicht für sich allein vorwärts, sondern in die Tiefe, zu unserem gemeinsamen Zentrum, wo wir durch die gemeinsame Druckausübung in Liebe, Teilnahme und gegenseitigem Geben den Schöpfer enthüllen werden.

Die Zeit ist tatsächlich gekommen. Ich vergleiche mich nicht mit Abraham oder Moses, doch die Zustände, die sich enthüllen, sehen genauso wie damals aus. Lasst uns Anstrengungen unternehmen, und ihr werdet es in der Tat sehen.

Wir treten an die gemeinsamen spirituellen Handlungen heran, die die Enthüllung der Tora mit sich bringen, sprich die Enthüllung des Lichts, das den bösen Trieb korrigiert und den Schöpfer in uns enthüllt.

Ich spreche darüber in vollem Ernst. Noch vor 9-12 Monaten schien das gar nicht real oder praktisch realisierbar zu sein, doch heute sehe ich, dass wir zweifelsohne dazu in der Lage sind. Wir haben die Erlaubnis von oben bekommen, und jetzt hängt es von uns ab, ob wir das auf uns nehmen oder nicht. Die Nichtachtung wäre ein sehr bitterer Fehler und würde ein großes Unheil anrichten.

Ich hoffe sehr, dass das Pessachfest, meine Besuche bei den Gruppen im Ausland, der Moskauer Kongress und andere Ereignisse eine gute Vorbereitung darauf sein werden. Das ist möglich. Vor uns steht alles offen, und die ganze Welt hilft uns dabei. Alles, was in der Welt geschieht, ist nur Hilfe, die uns nach vorne treibt.

Wir sollten uns jedoch vorsehen. In einem der Briefe schreibt Baal HaSulam an einen seiner Schüler: „Vor einem Jahr war dein Zustand wesentlich besser, und heute befindest du dich in einem Abstieg. Verzweifle jedoch nicht an der Barmherzigkeit. Vielleicht wird es dir wieder gelingen“.

Heute ist die Zeit der Erweckung von oben gekommen, und uns wird die Gelegenheit geboten. Daran muss jedoch auch die Erweckung von unten angeschlossen werden – dabei gibt es keine Nachsicht.

Die Erweckung von oben ist eine sehr große Hilfe. Denn du musst den Schöpfer nicht von deinem guten Willen überzeugen – Er bietet dir selbst die Gelegenheit dazu: „Wende dich an Mich, und Ich werde dich belohnen“. Du kannst die Ware haben, der Ladenherr schreibt deine Schulden ins Buch ein, und bezahlen kannst du später. Zuerst gehe in die Spiritualität hinaus, und danach kannst du deine Schulden begleichen.

Auf diese Weise kommen wir voran. Ohne die spirituelle Kraft kommen wir nicht aus – doch wenn sie da ist, können wir spirituelle Handlungen vollziehen, und die Schulden können wir später begleichen. Jetzt haben wir die Chance, einen Vorschuss zu bekommen und die spirituelle Welt zu erlangen. Und später bezahlen wir, kein Problem.

Dann lasst uns hoffen, dass wir begreifen, welche Gelegenheit sich uns bietet. Es wäre unverzeihlich, sie zu verpassen, ohne es zu schaffen, uns zu verbinden, wie es sein sollte.

Es hängt in vielerlei Hinsicht davon ab, wie wir die Zeit nutzen. Der laufende Moment ist sehr wichtig. Und wir dürfen nicht auf die Außenwelt zurückblicken in Erwartung, dass sie sich wenn nicht heute, dann morgen vorwärts bewegt. Das haben nicht wir zu entscheiden.

Aus dem Gespräch während des Mahls, 08.04.2011

Der Ort, den es auf keiner Landkarte gibt

Der weltweite WE! Kongress in New Jersey war der erste Kongress, auf dem wir bereits die Empfindung erlangt haben, dass es unwichtig ist, wo wir uns befinden – überall war die gleiche Atmosphäre zu spüren.

Nicht weil wir das irgendwie gelernt haben, sondern weil wir uns über das Netz unserer materiellen, virtuellen Verbindung erhoben haben und durch diese uns verbindende Virtualität hindurch, über ihr begonnen haben, das spirituelle Verbindungsnetz zu spüren.

Jetzt setzen wir diesen Kongress fort – von der gleichen Stufe an, die wir erreicht haben. Alle Schwierigkeiten und Probleme, die sich uns enthüllen, schließen wir an denselben Aufstieg an. Es kann keinen Aufstieg ohne Schwierigkeiten geben, denn es ist immer schwer, aufzusteigen, als würden wir einen Berg hinaufklettern.

Aus diesem Grund kommen heute alle möglichen Probleme zum Vorschein, Schwermut, Durcheinander, verschiedene Fragen, die nach einer Lösung verlangen, und die Arbeit zwischen uns, die zu einer qualitativ neuen Stufe aufsteigen soll.

Bald haben wir einen großen Kongress in Moskau, und davor zwei Treffen mit unseren Gruppen in Italien und Spanien. Wir müssen uns auf diesen Kongress vorbereiten, wozu soll er sonst veranstaltet werden? Wir müssen ein großes, starkes Verlangen in uns entwickeln und uns auf dem nächsten Kongress bereits auf einer qualitativ ganz anderen Stufe im Vergleich zur vorangegangenen sehen.

Das, was wir auf dem Kongress in Amerika erreicht haben, ist gut. Doch der nächste Kongress muss uns ein solches Gefühl geben, als würden wir uns am gleichen Ort und nicht an verschiedenen Orten in der gleichen Empfindung befinden. Das ist unser Ziel.

Auf dem vergangenen Kongress befanden wir uns hinter den Computerbildschirmen, wir haben uns ein wenig über diese virtuelle Verbindung erhoben und fast alle haben gespürt, dass die Menschen in allen Ecken der Welt, auf allen Spiegelkongressen das gleiche Gefühl der Freude und der Begeisterung, die gleichen Gedanken hatten. Und dennoch spürten die Menschen, dass sie sich an verschiedenen Orten befinden – in Israel, in New Jersey, in Toronto, in Moskau, in São Paolo, in anderen Städten und Ländern – als wären sie alle zusammen.

Jetzt müssen wir das Gefühl erlangen, dass wir uns nicht an verschiedenen Orten, sondern in einem spirituellen Raum befinden und dort miteinander verbunden sind. Wir müssen dieses „als ob“, diese virtuelle Illusion abschalten und den Zustand, in dem wir uns gemeinsam befinden, erreichen. Für Empfindungen gibt es keine Grenzen, keine Entfernungen, und das müssen wir erlangen.

Das ist unser Ziel auf dem bevorstehenden Kongress: wir müssen uns vollkommen von den geographischen Orten, von der virtuellen Verbindung lösen. Es stimmt, dass das alles existiert. Doch über all dem erreichen wir ganz schnell das Gefühl, dass wir uns an einem spirituellen Ort befinden – an einem spirituellen und nicht materiellen. Das sollten wir auf dem nächsten Kongress erreichen.

Und jetzt müssen wir daran arbeiten. Wenn wir ein solches Ziel vor uns setzen, dann müssen wir ein gemeinsames Verlangen bilden, das Bedürfnis, es zu erlangen. Wir müssen darüber reden, in dieser Richtung arbeiten, vielleicht einige Lieder schreiben, einige Veranstaltungen, Freundestreffen organisieren. Alles um des Ziels willen – an einem Ort zu sein, sprich in einem Verlangen, denn „Ort“ bedeutet in der Spiritualität „Verlangen“. Das wird bereits als „ein Mensch mit einem Herzen“ bezeichnet. Dazu müssen wir kommen – nach und nach, schrittweise, von einem Kongress zum nächsten. Doch das ist das Ziel.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Pticha“, 08.04.2011

Keine Nötigung, sondern Druck

Weltweiter WE! Kongress , New Jersey, 2. Lektion

Frage: Sollen Frauen auf die Männer Druck ausüben, wie eine Mutter auf ihr Kind Druck ausübt, damit sie sich verbinden?

Meine Antwort: Ihr solltet euch den Männern gegenüber wie den Kindern gegenüber verhalten, mit Liebe! Wenn sie sich jedoch nicht verbinden, sollte Druck auf sie ausgeübt werden. Es steht geschrieben, dass unser Auszug aus Ägypten der Verdienst der gerechten Frauen ist. Der Auszug aus Ägypten bedeutet den Übergang von dieser Welt in die spirituelle Welt, und dies geschieht nur dank der Frauen.

Wir lernen, dass die Erhebung von MaN von Malchut ausgeht, alle Verlangen befinden sich in Malchut. Also beginnt alles mit der Frau. Wenn ihr Verlangen nicht wäre, gäbe es weder die Familie noch die nächste Generation.

Die Kraft, die die Menschheit bewegt, ist die Kraft der Frau, die gebären und das Leben fortsetzen will. Und der Mann fügt die ausführende Kraft hinzu, jedoch nur unter der Bedingung, dass sie das Verlangen danach hat – so ist die Natur.

Also ist das Wichtigste, was wir benötigen, das Verlangen der Frau. Als neue Schüler zu Rabash kamen, gründete er sofort eine Frauengruppe, der alle Frauen beitraten. Sie trafen sich einmal wöchentlich, lasen einen Artikel und diskutierten ihn. Er machte sich sehr viele Gedanken darüber, wie sie das Geschriebene verstehen und was mit ihnen geschieht.

Es muss unbedingt eine starke Frauenorganisation geben, die in der Lage wäre, von den Männern die Ausführung dessen, was sie in der Spiritualität brauchen, zu verlangen. Jedoch müssen die Frauen nicht durch Geschrei, sondern durch das Verlangen des Herzens handeln. Dann werden die Männer das spüren. Noch gelingt das nicht sehr gut.

Das heißt, naturgemäß sind die Frauen nicht in der Lage, sich untereinander zu verbinden, jede Frau existiert für sich allein. Doch um Druck auf die Männer ausüben zu können – nur um das zu erreichen –, können sie sich verbinden, um zu einem großen Verlangen zu werden. Dieses Verlangen brauchen wir.

Auszug aus der 2. Lektion des WE! Kongresses in New Jersey, 01.04.2011

Die spirituelle Dimension enthüllen

Die richtige Intention ist das Wichtigste, was wir zum Lesen des Buches Sohar benötigen. Wenn eine Person ohne Absicht liest, dann hat das Buch auch keinen Einfluss auf sie. Es gibt viele Zitate und kabbalistische Artikel, doch kurzgesagt, Baal HaSulam schreibt wie folgt.

Der Schöpfer erschuf absichtlich unser Ego, welches unter uns aufgeteilt ist. Wenn wir uns über unser Ego erheben und uns untereinander verbinden, dann verbleibt das Ego so wie es ist. Wir arbeiten nicht damit, sondern verbinden uns oberhalb davon. Dann verwandeln sich die gesamte Macht und der Widerstand unseres Egos, welcher uns von einer gegenseitigen Verbindung abhält, in die Kraft unserer gemeinsamen Verbindung.

Dies ist wie ein elektrische Widerstand, der in einem elektrischen Schaltkreis arbeitet. Wenn wir Strom durchlassen, dann befindet sich dieser Widerstand genau dort, wo wir den Druck erschaffen, der einen Motor oder einen elektrischen Apparat anspringen läßt.

Wir benötigen diesen Widerstand, damit wir im Widerspruch dazu, dort die Kraft unserer Verbindung durchfließen lassen können. Dann enthüllt uns die Kraft unserer Verbindung, welche wir empfangen, die spirituelle Welt.

Wenn dieser Widerstand zwischen uns nicht bestünde, so wie es am Beginn der Schöpfung war, als wir alle noch eng verbunden waren, dann würden wir auf der gleichen Stufe stehenbleiben, wir würden uns selbst nicht wahrnehmen. Weil wir jedoch diesen Widerstand zwischen uns haben, welcher unser Ego ist, das uns trennt, und wir nun beginnen, uns zu vereinen, ist es nun die Stärke, die wir empfangen, indem wir die Kraft unserer Vereinigung durch diesen Widerstand fließen lassen, welche uns die spirituelle Welt enthüllt. Dann erklimmen wir 125 Stufen unserer Vereinigung, gegensätzlich zu unserem Egoismus, bis wir aufgrund dieses gemeinsamen Widerstandes die gesamte unendliche Macht heranziehen.

Das Buch Der Sohar enthält genau das Licht, welches uns die Kraft zur Überwältigung des Widerstandes geben kann, uns miteinander zu verbinden und innerhalb dieser Verbindung zueinander, die gesamte spirituelle Dimension zu enthüllen. Darin liegt unsere Arbeit mit dem Buch Der Sohar.

Aus der 4. Lektion beim WE! Treffen, 1.4.2011

Das Wichtigste ist, an die Verbindung zu denken

Weltweiter WE! Kongress, New Jersey, 4. Lektion

Frage: Wie können wir lernen, mehr Wichtigkeit der Absicht und nicht dem Textverständnis während des Lesens der kabbalistischen Quellen mit der Gruppe oder alleine beizumessen?

Meine Antwort: Wenn ich alleine lese, muss ich ebenfalls daran denken, dass wir alle miteinander verbunden sind. Es ist so, als würde ich in unser gemeinsames Verlangen eintauchen, welches uns verbindet und in dem wir alle vereint sind, obwohl wir es nicht spüren.

Ich versuche, auf der gleichen Ebene zu sein. Und während ich mich mit allen gemeinsam innerhalb dieses uns verbindenden Systems befinde, wo wir in einem Verlangen vereint sind, möchte ich spüren, dass es zwischen mir und den anderen keine Unterschiede gibt.

Dann, während ich den Text lese, versuche ich nach Möglichkeit in dessen Kern durchzudringen, doch das Wichtigste ist, nicht von der inneren Verbindung zwischen uns abzuschalten. Wenn ich 99% der eigenen Kräfte auf die Gedanken an unsere Verbindung richten muss, dann muss ich das tun. Und lediglich ein Prozent verwende ich für das Verständnis des Textes. Manchmal weiß ich noch nicht einmal, worüber ich lese, – es tauchen ganz große Hindernisse auf.

Doch mich darf die Tatsache, dass ich später noch nicht einmal sagen kann, was genau ich gelesen habe, nicht interessieren. Das Wichtigste ist, dass ich, während ich den Buchstaben mit den Augen gefolgt bin, mich mit den anderen verbinden wollte. Und das genügt, damit der Text eine Einwirkung auf mich hat.

Ich möchte besonders betonen, dass wir vor allem an die Verbindung zwischen uns denken müssen, und erst danach – inwieweit du in der Lage bist, zu lesen und dich mit dem Text auseinanderzusetzen, – kannst du lesen.

Auszug aus der 4. Lektion des Kongresses in New Jersey, 01.04.2011

Gebt auf unser gemeinsames Boot acht

Der Schöpfer ist verborgen, die Eigenschaft des Gebens ist verhüllt, die Zukunft ist verhüllt, und ich kann sie aus meiner egoistischen Perspektive nicht erkennen. In meinem derzeitigen Egoismus kann keine spirituelle Eigenschaft enthüllt werden, und ich habe keine andere Möglichkeit, ihre Enthüllung zu beeinflussen, als die Zusammenarbeit mit dem Umfeld. Tatsächlich enthülle ich meine Abneigung und Unfähigkeit, mich genau so zu vereinigen. Ich bin zu allem bereit – außer dazu!

Das wird „die Enthüllung des Bösen“ genannt; die Hindernisse kommen vom Pharao, und wenn wir sie nicht zusammen überwinden, werden sie uns unter sich begraben. Und diese Verbrechen und Konflikte, die in Ägypten stattfinden und dann in der Wüste, Kämpfe gegeneinander und den Schöpfer, sind alles Forderungen nach einer bestimmten Erfüllung, nach Strafe an dem Ort, an dem du nur an das Geben denken sollst und nicht an dich selbst.

Sobald du über deinen eigenen Vorteil nachdenkst, ist es ein Verbrechen. Sogar wenn du gar nichts empfängst, allein die Erwartung einer Belohnung zu deinem eigenen Vorteil, ist eine Sünde. Man muss nach diesem Sehnen nach Einseitigkeit streben und sicher gehen, dass diese Einseitigkeit sich stetig erhöht. Tatsächlich schwächt das Zweite die Spannung, das Verlangen für einen selbst entsteht ganz natürlich. Aus diesem Grund brauchen wir die Hilfe unserer Umgebung und die gegenseitige Bürgschaft.

Was hilft mir dabei, kein Loch in unser gemeinsames Schiff zu bohren, nicht an mich selbst zu denken, sondern nur an meine Umwelt, an unser zukünftiges Schiff? Nur die Unterstützung der Freunde. Denn ich stehe unter ihrem Einfluss, ihnen gehört mein Herz und mein Verstand, und sie werden wichtiger für mich als ich selbst. Das Umfeld muss mich mit einer solchen Einstellung ausstatten.

Das wird mir erlauben, mich selbst von selbstsüchtigen Gedanken zu trennen und meine gesamten Absichten, all meine äußeren Gefühle und Vorstellungen ähneln denen einer Mutter, deren gesamtes Verlangen, das Herz und die Gefühle bei ihrem Baby sind. Wenn ich beginne, das zu fühlen, bedeutet das, dass ich die Eigenschaft des Gebens empfange.
Aus dem ersten Teil der täglichen Kabbala Lektion 3/21/2011 zur Vorbereitung auf den WE! Kongress

Wenn das Ziel fordert

Frage: Wie kann ich die Gruppe und die Bindung mit den Freunden verstärken, wenn ich lediglich virtuell arbeiten kann?

Meine Antwort: Und wenn es virtuell ist, na und? Entfernung ist kein Hindernis, und es ist völlig unnötig, Händchen zu halten. Oder denkst du, dass ich dich kenne, wenn ich mit deinem Gesicht und deiner Persönlichkeit vertraut bin?

Wie hast du uns gefunden? Über das Internet. Denkst du, das war ein Zufall? In Wahrheit haben dich deine Verlangen mit dem gemeinsamen System von Adam verbunden, der Verbindung aller Teile der Welt. In diesem System gibt es vielfältige Gesellschaften oder Verbindungen entsprechend den Interessen und Verlangen, wie zum Beispiel Wissenschaft, Bankwesen, Gewerbe, Familie und so weiter.

Zusätzlich gibt es eine einzigartige Gesellschaft, die jene miteinander verbindet, die nach dem Zweck des Lebens und nach Erkenntnis suchen; wofür es wert ist zu leben. Diese Personen sind geographisch überall und in verschiedenen Gesellschaften ansässig, jedoch gleichzeitig, ohne es zu spüren oder sich dessen bewusst zu sein, schliessen sie zwischen sich selbst ihre eigene Gesellschaft, ein gewisses Feld von innerer, gemeinsamer Verbindung.

Wenn das Ziel beginnt, einen Menschen innerlich zu rufen, kommt er in Kontakt mit diesem Feld, er tritt aus seiner Gesellschaft hinaus und tritt in diese andere, besondere, Gesellschaft ein. So hast du uns im Internet gefunden.

Von nun an beginnt die neue Verbindung stärker zu wachsen. Wir mögen uns vorher nicht gesehen oder gekannt haben, jedoch haben wir mit der Zeit eine sehr große Wirkung aufeinander. Jeden Tag empfängst du die Gedanken und Verlangen von Millionen von Menschen aus der ganzen Welt, die ebenso angefangen haben über den Zweck der Schöpfung zu grübeln und dabei zueinander finden.

Aus dem 1.teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 04/11/2010, Schreiben von Rabash

Selbstverzicht um des Wachstums willen

Frage: Im materiellen Leben wird mir gesagt: sei eine Persönlichkeit, verwirkliche dich selbst, setze deine Bestreben in die Tat um. Und im spirituellen Leben muss ich im Gegenteil in der Gruppe aufgehen. Woher kommt diese Gegensätzlichkeit?

Meine Antwort: Indem du dich in die Gruppe einordnest, annullierst du dich nicht selbst. Du empfängst von den Freunden lediglich jene Kraft, mit deren Hilfe du dein Ich entwickeln musst.

Genauso annulliert der Samentropfen, der sich im Mutterleib einnistet, sich selbst nur, um Nahrung, Wachstumskraft zu erhalten. Es wächst jedoch er selbst und niemand anders.

Ich annulliere einen Teil von mir, um die Kraft des Höheren zu erhalten, doch dabei muss sie mich nicht beherrschen – im Gegenteil, mit deren Hilfe muss ich mich entwickeln, mein Ich großziehen. Ansonsten wird es kein Wachstum geben, und bei der nächsten Etappe werde ich nicht stark genug werden können, um mich an der Wand des Mutterleibes festzuhalten.

Hier verbinden sich zwei Gegensätze. Einerseits annulliere ich mich vor der Mutter, um nicht zu einem Fremdkörper in ihrem Organismus zu werden und keine Vergiftung auszulösen. Doch andererseits, indem ich mich annulliere, bekomme ich von der Mutter ihr Blut und wachse dadurch selbst. Es entwickeln sich meine Gene, meine Eigenschaften, bis hin zur Tatsache, dass ich männlichen Geschlechts sein kann, obwohl sie eine Frau ist.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Freiheit des Willens“, 08.04.2011

Katzenglück

Baal HaSulam, „Die Freiheit des Willens“: „Das Kollektiv sollte daher die Meinung dieser Wenigen wie seinen Augapfel hüten, damit die Menschen nicht von der Welt hinweggefegt werden.

Denn sie müssen ganz sicher und mit absoluter Gewissheit wissen, dass die weiter fortgeschrittenen und die rechten Ansichten niemals im Machtbereich des Kollektivs liegen, sondern in den Händen der Schwachen, in den Händen einer unauffälligen Minderheit.

Denn jede Weisheit und alles Kostbare kommen in kleinen Mengen in die Welt. Daher sollen wir achtsam die Ansichten jedes Individuums schützen, da das Kollektiv unfähig ist, sie falsch oder richtig aufzuzeigen.“

Das äußert sich in den Beziehungen zwischen uns, in der Wissenschaft, in den Anschauungen. Je genauer eine zu analysierende Meinung erforscht werden soll, desto weniger Menschen sind in der Lage, sie zu verstehen, zu erörtern und für die Welt zu offenbaren. Es ist eine einfache Hierarchie, die in allem besteht, einschließlich der Wissenschaft der Kabbala. Denn alles geht vom Schöpfer aus und breitet sich von Ihm, von der gemeinsamen Seele, durch die gesamte Pyramide der Seelen aus, bis es bei den Massen ankommt.

Das Problem der Massen besteht darin, einen Anführer für sich auszuwählen, weil sie sich dabei nach dem eigenen Ziel des Lebens orientieren. Die modernen Anführer sind Meister des Versprechens:

– Was wollt ihr haben? Geld? Ich gebe euch Geld! Gesundheit? Ich gebe euch Gesundheit! Sicherheit? Ich gebe euch Sicherheit!

Mit anderen Worten: der Anführer folgt dem Volk. Er spürt die Erwartungen des Volkes und tritt dementsprechend vor dem Publikum auf.

Ähnlich gestalte auch ich meine Vorträge. Wenn sich ein fortgeschrittenes Publikum versammelt hat, das gleiche wie unsere Zuhörergruppe während der Unterrichte, dann spüre ich, dass ich den Menschen das wahre Ziel offenbaren muss – nicht das Verlangen des „Bauches“, sondern das wahre Verlangen, das Ziel, welches dem Egoismus eines jeden entgegengesetzt ist. Auf diese Weise trete ich als Anführer auf, der seinen Schülern vorangeht.

Was ist jedoch, wenn ich zu einem Vortrag komme und lauter „Kater“ vor mir vorfinde, die mich mit ihrem Katzenblick anschauen? Dann muss ich ihnen erzählen, dass jeder in der spirituellen Welt viele Mäuse, Milch und Sahne hat.

Genau darin besteht der Unterschied: ob ich dem Individuum oder dem Kollektiv folgen soll. Ich verhalte mich auf unterschiedliche Art und Weise gegenüber unterschiedlichen Zuhörergruppen: vor meine Schüler setze ich ein echtes Ziel und ziehe sie nach vorne, und an die Massen verteile ich „Bonbons“, indem ich ihnen über das materielle Nutzen erzähle: über die Gesundheit und das erfüllte Leben, über die Existenzsicherheit, über die Kindererziehung usw.

Aus diesem Grund, wenn wir das spirituelle Leben erlangen wollen, haben wir keine andere Wahl – wir müssen uns vor den Ansichten des Individuums beugen. Für uns sind es Baal HaSulam und Rabash, die uns durch ihre Bücher auf den Schöpfer ausrichten.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Freiheit des Willens“, 08.04.2011

Was fehlt für die spirituelle Entwicklung von Männern?

Weltweiter WE! Kongress, New Jersey, 2. Lektion

Frage: Wenn wir versuchen, uns zu verbinden, verbinden sich die Punkte im Herzen der Frauen miteinander. Verbinden sich die Punkte im Herzen der Männer ebenfalls oder ist das unwichtig?

Meine Antwort: Alle Seele verbinden sich miteinander, weil wir alle eine gemeinsame Seele sind. In den Artikeln von Baal HaSulam ist die Rede davon, dass es in der Welt nur eine einzige Seele existiert, die aus einem männlichen und einem weiblichen Teil besteht. Und diese beiden Teile erschaffen untereinander eine solche Verbindung, die zur Entstehung eines neuen Lebens beiträgt.

In unserer Welt erschaffen Mann und Frau ihre Fortsetzung – Söhne und Töchter. Und in der spirituellen Welt, wenn wir uns miteinander verbinden, erschaffen wir unsere neue Stufe, die sogenannten „Sohn“ und „Tochter“. Also befindet sich der Schöpfer zwischen uns, wie geschrieben steht: „Mann und Frau und die Shechina zwischen ihnen“, letztendlich verbinden sich die drei – und werden zu einem Ganzen – und das wird zu unserer nächsten Stufe.

Frauen haben also die gleiche Aufgabe wie Männer, sogar eine größere, denn eine Frau verfügt über Chissaron (das unerfüllte Verlangen). Sie verpflichtet den Mann dazu, voranzukommen, aus dem Haus zu gehen, um Geld zu verdienen, die Familie zu ernähren, die Verantwortung zu übernehmen. Das Gleiche geschieht in der spirituellen Welt.

Aus diesem Grund hoffen wir, Männer, sehr, dass Frauen die Verantwortung für das Vorankommen von Männern übernehmen, aktiver werden und einen noch größeren Druck auf uns ausüben. Weil das Verlangen von dem weiblichen Teil kommt und von den Männern zur Realisierung gebracht wird, doch ohne das weibliche Verlangen kann es von der Seite der Männer keine Ausführung geben.

Das ist der Grund, warum Frauen ihre Kräfte vereinen müssen, um von den Männern nach einer realeren Verbindung zwischen ihnen zu verlangen, die auch für das weibliche Verlangen das Licht bringen wird. Auf diese Weise müssen wir zusammen arbeiten.

Auszug aus der 2. Lektion des WE! Kongresses in New Jersey, 01.04.2011