Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Den Moment nicht verpassen

Frage: Baal HaSulam schreibt in der Zeitung „Das Volk“, dass man die Zeit nicht verpassen darf. Was bedeutet es angesichts der jetzigen Proteste in Israel?

Meine Antwort: Es bedeutet, dass wir die Botschaft über die Einheit verbreiten sollen, und vor allem uns selbst innerlich untereinander verbinden. Das darf man nicht vergessen, sonst werden unsere Aktionen zu den gewöhnlichen Konzerten.

Wenn du mit den Menschen redest, vor ihnen auftrittst, sollst du dich vor allem daran erinnern, dass du dich mit uns zusammen befindest und an sie die innere spirituelle Ladung unserer Verbindung weitergeben willst. Nur dann werden sie fühlen, dass die Einheit die einzige Rettung ist.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Das Volk“, 14.08.2011

Ohne Widerstand

Frage: Wie kann man den Menschen den Nutzen der Vereinigung erklären? Was nutzt sie ihnen?

Meine Antwort: Dank der Vereinigung wirst du das Gleichgewicht mit der Natur erreichen, wonach du gar keinen Mangel empfinden wirst.

Unser Problem besteht also darin, dass alle unsere Bemühungen Energie erfordern. Aber wenn du dich im Gleichgewicht, in der Harmonie mit der Natur aufhältst, dann muss du dich kaum anstrengen. Du funktionierst wie das Perpetum mobile, fast ohne Brennstoff, ohne Bemühungen, ohne Widerstand.

Heute basieren alle deine Handlungen auf dem Widerstand mit der Natur. Stelle dir jedoch eine völlig entgegengesetzte Situation vor: egal wo du hingehst, sind dort alle Menschen sofort bereit dir zu helfen und du ihnen. Alles wird einfacher, du verbrauchst weniger Energie, weniger Zeit und hast geringere Probleme. Und das betrifft alles.

Das Gleichgewicht neutralisiert den Widerstand. Du initiierst solche Verbindung, die einfach alles möglich macht. Überall entsteht der Überfluss, denn bei jeder Handlung öffnet sich das innere Licht, die zusätzliche Energie.

Damals erzählten die Kundschafter über die riesigen Früchte, als sie nach vierzig Jahren in der Wüste das Land Israel gesehen hatten. Damit meinten sie den Überfluss. Es ist schwer, diesen Zustand zu erreichen, aber es gibt keine andere Alternative. Wenn du nach dem Wohl für die ganze Gesellschaft streben willst, musst du unsere Gegensätzlichkeit mit der Natur annullieren.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch „Sohar“, 12.08.2011

Für die Welt, dem Schöpfer zur Freude

Frage: Öffnet sich die Welt nun für die Wissenschaft der Kabbala?

Meine Antwort: Ja, unter der Bedingung, dass wir uns verbinden und in uns einen Ort für die Eigenschaft des Gebens, für das Licht, erschaffen, damit es durch uns auf die ganze Welt einwirken kann. Wir müssen zu einem Zwischenglied, einem „Adapter“ werden, der das Licht an die anderen Völker leitet.

Wenn wir das tun, wird es keine Probleme mehr geben, und die Welle der weltweiten Erweckung wir uns zur spirituellen Welt aufsteigen lassen; jedoch nur unter der Bedingung, dass wir uns verbinden, um diese Vereinigung an die gesamte Menschheit weiterzugeben und dem Schöpfer Genuss zu bereiten. Auf diese Weise werden Er, wir und die ganze Welt zu einem System verschmelzen.

Auszug aus dem Unterricht über die Zeitung „Die Nation“, 14.08.2011

Die Form des Lichts annehmen

Frage: Wir fühlen immer noch nicht im vollen Maße den Schmerz der äußeren Welt. Wie können wir die Situation durch die Arbeit in einer Gruppe korrigieren?

Meine Antwort: Es ist besser, diesen Schmerz so schnell wie möglich zu fühlen. Es ist mit einer Krankheit zu vergleichen, die am besten in der Anfangsphase „aufgefangen“ werden sollte. Die Welt beginnt gerade erst in die Krise einzutauchen, aber die Angst ist jetzt schon spürbar; denn heute betreffen die Probleme uns alle. Wir sehen, dass die Zeit gekommen ist und dass wir Materialien zur Erklärung der Ursache der Krise und zu deren Lösung verbreiten müssen.

Sowohl Amerika als auch Europa, China und Japan – die Welt ist in Schwierigkeiten. Alle haben Angst vor dem, was geschieht, und niemand weiß, was weiter geschehen wird. Manche scheinen die Krise aus der Ferne zu betrachten, wie es z.B. in Deutschland der Fall ist, aber gerade sie müssen noch mehr Angst haben. Denn je höher man steigt umso tiefer fällt man. Wir können uns nicht vorstellen, was es heißt, wenn morgen alle bewährten Mechanismen plötzlich aufhören zu funktionieren.

Wie kann das eigentlich sein? Die Leute stehen morgens auf, gehen zur Arbeit …

Aber nein, sie gehen nicht. Wir haben noch nicht begriffen, dass wir uns in einem integralen natürlichen System befinden, während wir selbst nicht integral sind. Wir versuchen quasi, ein quadratisches Stück in ein rundes Loch zu stecken. In Wirklichkeit sollte unsere Form mit der Form des Systems übereinstimmen. Und diese Form ist nicht einfach; denn es geht hier nicht um die Geometrie, sondern um die Eigenschaften, die für uns charakteristisch sind.

Heute sollte die gesamte Menschheit allmählich neue Umrisse, das richtige Format annehmen, das dem Licht entsprechen würde. Und es ist ein sehr großes Problem. Es kann nur dadurch gelöst werden, dass wir das Licht anziehen, das in uns die Korrektur vollbringt. Darum steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb, und ich erschuf die Tora als Gewürz, weil das darin verborgene Licht den Menschen zurück zur Quelle führt“.

Wollen wir hoffen, dass wir dies verstehen und es an die anderen weitergeben können.

Aus der 1. Lektion des Kongresses in Deutschland, 05.08.2011

Die Vollkommenheit liegt in der Vereinigung der Vernunft und der Gefühle

Die Arbeit mit dem Licht und mit dem Schirm (Siwug de-Akaa) ist solch eine Handlung, infolge welcher der Mensch eine genaue Berechnung über alle Eindrücke, Empfindungen, die Liebe und den Hass macht und entscheidet, wie das alles zu verwenden ist.

Anfangs werden die Gefühle reduziert, und später weiter entwickelt. Wie es gesagt ist: „Je größer der Mensch ist – desto größer ist sein Egoismus“, das heißt, seine Empfindungen sind intensiver.

Sein Niveau ist groß, weil er fähig ist, die rechte und die linke Linie – den Verstand und die Gefühle zu balancieren und sie beide mittels der mittleren Linie, in das Geben zu verwandeln.

Und deshalb gibt es zwei Zustände in der spirituellen Arbeit: die Liebe und die Angst, die sich untereinander verbinden. Die Liebe ermöglicht dem Menschen sich mit dem Höheren zu verbinden – und folglich versteht und fühlt er alle Wege des Schöpfers. Das Wichtigste ist hier das Verständnis!

Und davor arbeitet man mit dem Verstand, erhebt sich über die Gefühle. Man ist ständig damit beschäftigt, den Verstand des Höchsten zu erwerben. Somit schreitet man jedes mal in zwei Linien fort, wie auf zwei Beinen.

In unserer Welt widersprechen sich die Vernunft und das Gefühl und zwingen uns, Fehler zu begehen. Aber in der Spiritualität dagegen helfen sie uns. Sie werden für ein Ziel vereinigt und dank ihnen wird der Mensch vollkommen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 08.08.2011

Lernen mit der Natur im Gleichgewicht zu leben

Frage: Was ist die Natur und was bedeutet es, mit ihr im Gleichgewicht zu sein?

Meine Antwort: Wir existieren innerhalb der Natur. Viele Parameter wirken auf uns – die Temperatur, der Druck, verschiedene Schwingungen, allerlei Wellen, die Radioaktivität. Wir sollen uns im Gleichgewicht mit diesen Erscheinungsformen der Natur befinden. Das physische Gesetz besagt, dass der Körper, welcher im Zustand des Gleichgewichtes mit der Umwelt ist, sich im komfortabelsten Zustand befindet.

Wenn die Temperatur, der Druck oder andere Parameter höher steigen, dann fühle ich mich schlechter, wenn sie wiederum niedriger werden, so geht es mir auch schlecht. Ich bin so geschaffen worden, dass ich mich innerhalb der Natur in einem bestimmten Rahmen aufhalten kann, in welchem ich folglich die Ähnlichkeit mit der umgebenden Natur erreichen soll. Das heißt, im Winter soll ich mich passend bekleiden, um in einem Gleichgewicht mit ihr zu sein. Im Sommer gilt das Gegenteil davon. Und so weiter. Es betrifft den sichtbaren Teil.

Es existiert dennoch ein für uns unsichtbarer Teil der Natur. Er beinhaltet die Gesetze der Verlangen, die Gesetze unserer wünschenswerten Entwicklung, d. h. die moralischen Gesetze. Und der Mensch soll ihnen auch entsprechen, mit ihnen im Gleichgewicht sein.

Wir kennen diese Gesetze nicht. Wir selber halten uns in unserer Welt für sehr gute Menschen: ich mache eine Spende, helfe den armen Menschen, ich kränke niemanden, bezahle meine Steuer, helfe der alten Frau über die Straße zu gehen usw. – alles, was ich mir nur vorstellen kann. Reicht das alles etwa nicht?! Es ist nicht nur ungenügend, sondern ist auch gar nichts, weil ich nur das mache, was ich aus meiner egoistischen Natur heraus denke und verstehe.

Um zu begreifen, was tatsächlich notwendig ist, um richtig zu handeln, muss ich die Natur verstehen und zur Balance mit ihr streben. Ich soll nur ein einziges Gesetz, das Gesetz der Gleichheit beachten. Jeden Tag empfinde ich die innerlichen Veränderungen, ich entwickele mich und werde ein anderer Mensch. Dies bedeutet, dass ich jeden Tag mein Gleichgewicht mit der Natur korrigieren soll.

Dafür sollen wir zuerst lernen, welche Forderungen die Natur oder der Schöpfer an uns stellt (die Natur gleicht dem Schöpfer), inwiefern wir diesen Forderungen entsprechen oder nicht, und wie die Übereinstimmung erreicht werden kann.

Das alles erzählt uns die Wissenschaft der Kabbala: Was ist die uns umgebende Natur? Wer sind wir? In welcher Nichtübereinstimmung befinden wir uns mit dieser Natur, nach welchen Parametern handeln wir? Wie können wir das Gleichgewicht mit ihr erreichen? Hieraus besteht die ganze Wissenschaft der Kabbala.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 31.07.2011

Kabbala Akademie

 

Die vertrockneten Körner beleben

Unsere Freiheit der Wahl besteht darin, sich in die Gruppe einzugliedern und in der Lage zu sein, gegen den natürlichen Egoismus zu arbeiten. Aus der Gruppe bekomme ich das Streben zur Spiritualität und zum Geben sowie zur Bitte (Man) um den Schirm (Massach) und um das Licht (Or Choser) – in dem Maß, in dem ich es wirklich will.

Aber wenn ich das alles nicht wirklich will, wie kann ich dann den Wunsch bekommen?! Wir sind deshalb auf eine solche Stufe gestellt worden, die keine Verbindung zur Spiritualität hat und völlig materiell ist! Sie bleibt mir erhalten, selbst wenn ich zur letzten Stufe vor dem „Gmar Tikun“ aufsteigen werde; ich werde also diese Stufe immer wahrnehmen, welche „diese Welt“ heißt. Und ich kann mich hier mechanisch, ohne jedes Verlangen, verpflichten, mich innerhalb der Gruppe aufzuhalten und von ihr den Einfluss, ohne jegliches Bedürfnis meinerseits, bekommen.

Auf diese Weise wird die richtige Umgebung in mir das Bedürfnis zum Geben wecken, das mich zwingen wird, zu lernen und an allen Gruppenaktivitäten teilzunehmen. Und im Endeffekt wird sie mich an den Schirm und an das reflektierende Licht bringen.

Deshalb baut der Mensch die Umgebung und die Rahmenbedingungen um sich auf, welche ihm zeigen, inwiefern er sich spirituell entwickeln will. Dann kann er ohne jedes Verlangen, ohne jedes Bedürfnis und selbst bei der Abneigung weiterarbeiten. Aber wenn ihm irgendwelches Anfangsstreben zur Spiritualität gegeben ist, dann ist er verpflichtet, sich in die richtige Gruppe zu integrieren, welche im Menschen das Bedürfnis zum Spirituellen bilden wird.

Wie im Buch Sohar geschrieben ist, haben sogar die Schüler der Gruppe von Rabbi Schimon am Anfang des Studiums in sich den großen gegenseitigen Hass empfunden. Niemand hatte das Verlangen zur Nächstenliebe und jeder fühlte, dass er die Gruppe und die Freunde hasste. Auch wir kommen in Wirklichkeit in einem solchen Zustand zum Unterricht – wie die vertrockneten, toten Körner. Wir kommen rein mechanisch, ohne Herz und Vernunft.

Dann setzen wir uns und beginnen zu lernen, zuerst mechanisch, ohne eine Forderung im Herz. Wir beginnen zu sprechen, aber wir lügen dabei, denn keiner will die Vereinigung. Wir beginnen von weitem und ziehen allmählich mittels des Studiums das Licht heran, das zur Quelle zurückführt und uns dadurch verändert.
Dieses ferne, umgebende Licht beleuchtet unseren egoistischen und zerbrochenen Wunsch und verändert ihn allmählich. In seinem Inneren beginnt der Punkt im Herzen immer mehr aufzuwachen. So steht der Mensch von den Toten auf.

So beschreibt der Sohar diese großen Kabbalisten, die sich auf den Stufen GA“R der Welt Azilut befanden und deshalb für uns ein solches Buch schreiben konnten. Aber in Wirklichkeit hat jeder vor dem Unterricht ein riesiges Fallen. Kurz vor dem Korrekturende hat sich Rabbi Schimon als Schimon vom Markt empfunden, der das ganze spirituelle Begreifen verloren hat.

Sie konnten sich jedoch umarmen und verbinden, weil sie sich in dieser Welt befanden und ihre materiellen Verlangen (die physischen Körper) empfanden. So konnten sie sich einander mittels des einfachen Gesprächs „aus dem Mund ins Ohr“ inspirieren lassen, und das auf der Stufe, auf welcher kein spirituelles Geben möglich ist.

Aber darin ist eine besondere, große Kraft enthalten, welche dir zulässt, ständig den neuen Anfang zu nehmen, die Verbindung mit der Spiritualität mittels der Verbindung unserer Verlangen aufzubauen, welche dir heute als die materiellen Körper erscheinen. Auf diesem Wege wachen wir auf, um das Ziel der Schöpfung zu erreichen und um immer höher aufzusteigen, bis wir am Ende der Korrektur ankommen.

Und nur, wenn wir die endgültige Korrektur, alle vorhergehenden Stufen, einschließlich die Stufe dieser Welt, erreichen, werden sie alle, wie ein Teppich zusammengerollt, sich an Malchut der Welt der Unendlichkeit anschließen. Diese Schlusshandlung wird als „Sivug rav paalim u-mekabziel“ – die große Verschmelzung beschrieben. Und danach kehrt die ganze Realität in die Unendlichkeit zurück.

Aber bis dahin werden wir in der Empfindung dieser Welt auf der untersten Stufe der spirituellen Treppe existieren, weil wir ohne sie niemals die geistige Handlung selbständig ausführen werden. Deshalb bestimmt der Mensch selbst, inwiefern er zur Heiligkeit aufsteigen will, aus der Stufe dieser Welt, welche vom Spirituellen ganz abgetrennt ist. Somit bietet diese Stufe immer die Freiheit der Wahl für den Eingang in die spirituelle Welt.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 29.07.2011

Um uns herum sind nur die Engel

Frage: Wie geht man mit der Abneigung und mit dem Hass gegenüber den Menschen außerhalb der Gruppe um?

Meine Antwort: Warum sollte ich plötzlich die fremden Menschen hassen, wenn sie keinen Zusammenhang mit meinem spirituellen Weg haben? Ich betrachte sie wie die Engel, die keinen freien Willen haben.

Wenn sie sich nicht in der Gruppe befinden, dann haben sie auch keine Freiheit des Willens. Wie kann ich sie dann beschuldigen? Sie handeln wie die Marionetten und gehorchen den Befehlen von Oben. Es bedeutet nicht, dass ich sie vernachlässigen kann, sondern ich verstehe einfach, dass sie nicht frei und unabhängig handeln können. In allem, was mit ihnen geschieht, sehe ich die Hand des Schöpfers. Und dementsprechend soll ich „dafür“ oder „dagegen“ handeln.

In den äußerlichen Handlungen muss man sich zu den Menschen in der korrigierten Form verhalten und sich bemühen, dass sie alles Notwendige haben. Oder man kann schon beginnen, mit ihnen zu arbeiten und das Wissen der Kabbala an sie verbreiten.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 31.07.2011

Multikrise oder der Anfang einer neuen Welt

Zunächst einmal muss die Welt das Böse erkennen – d.h. sie muss erkennen, dass wir an einem Zustand angelangt sind, über den wir nichts wissen, wir können diese Daten nicht verarbeiten, indem wir irgendein richtiges System benutzen. Kein System, das wir entsprechend dem Verstand und dem Herzen bis zum heutigen Tag aufgebaut haben, funktioniert mehr.

Dies ist eine Multikrise und nicht nur eine Wirtschaftskrise. Es ist nicht nur der Dollar und der Euro, die ihren Wert verlieren, es stürzt alles ein, womit sich die Menschen beschäftigt haben – unsere ganze Einstellung zum Leben: zu uns selbst, zu der Familie, den Kindern, dem Geldverdienen, dem Zuhause, der Kultur, der Bildung, den Beziehungen zwischen den Menschen, zwischen den Ländern! Absolut alles befindet sich in einer Krise, in der Schwebe und durchläuft eine Art Mutation.

Schaut euch an, worüber Fernsehen und Zeitungen berichten. Die Menschheit weiß nicht, was sie tun soll, in welcher Form sie existieren soll. Hier muss eine neue Stufe her, aber wir haben weder Gefühl noch Verstand, mit denen wir weiterarbeiten und uns linear weiterentwickeln könnten.

Wir müssen in unserem Inneren ein neues Modell erschaffen, uns selbst einfach umdrehen, um neue Beziehungen, eine neue Welt aufbauen zu können. Wir können uns nicht einmal vorstellen, wie es sein wird. Selbst die materielle Welt wird völlig neu sein. Es wird keine alten Arbeitsplätze geben – alles wird anders sein.

Das bedeutet, den Verstand (den Kopf) des Höheren zu erlangen. Denn du selbst hast keinen Verstand, mit dem du im Moment vorankommen könntest. Genauso wie der Aufstieg in der Spiritualität stattfindet, müssen wir uns vor dem Höheren annullieren, Seinen Verstand und Seine Empfindungen erhalten und beginnen, damit zu arbeiten, die eigenen Daten zu überarbeiten. Und dann wirst du plötzlich in deiner Welt die spirituelle Welt aufbauen können!

Aus dem Unterricht zum Thema „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ (Pticha) 13.07.2011

Das Schlimmste ist die Gleichgültigkeit

Man muss gegen die Gleichgültigkeit kämpfen, weil es keinen schlechteren Zustand als diesen gibt. Die Gleichgültigkeit gleicht dem Tod.

Die zwei entgegengesetzten Formen der Gleichgültigkeit sind die Liebe oder der Hass. Diese Formen respektieren wir sehr. Der Pharao, Aman, alle übrigen Sünder, die in der Tora beschrieben sind, sind sehr wichtige Personen. Ohne sie könnten wir die Heiligkeit niemals erreichen. Wir bekommen alle Verlangen, die „Kelim„, von ihnen. Den Sündern gegenüber stehen alle Gerechten, denn der Schöpfer hat sie gegeneinander geschaffen.

Deshalb spielt es keine Rolle, ob der Mensch dafür oder dagegen ist, das Wichtigste ist, dass er nicht gleichgültig bleibt und etwas empfindet, entweder den Hass oder die Liebe.

In jedem beliebigen Menschen kann man den Funken erwecken. Dieser Funke ist in jedem verborgen, denn jeder Mensch hat seinen Ursprung in dem zerbrochenen Kli. Aus diesem Grund ist in ihm dieser spirituelle Teil vorhanden, den man erwecken kann. Die Frage ist nur, wie tief dieser Funke in seinem Inneren verborgen ist.

Aber wenn man versucht, diesen Funken zu erwecken, kann der Mensch auch negativ reagieren. Der Mensch will nicht zuhören, beschimpft dich, den Schöpfer, die Kabbala, den ganzen Weg der Nächstenliebe – er ist einfach gegen alles und hasst alles. Baal HaSulam sagt aber, dass es egal ist, wie der Mensch reagiert. Denn auf diese Weise entdeckt er die Form seiner Verlangen. Dabei spielt es gar keine Rolle, dass er eine negative Reaktion zeigt. Die Hauptsache ist – es gibt eine Reaktion …

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 31.07.2011