Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Das Spiel, das den ganzen Verstand und das Herz erfordert

Frage: Wenn ich weiß, dass ich das ewige Glück suche, welches in der Eigenschaft des Gebens eingeschlossen ist, aber diese Eigenschaft noch nicht fühle – wie soll dann meine künstliche Bitte sein?

Meine Antwort: Wir sollen mehr über jene Eigenschaften sprechen, über welche wir noch nicht verfügen. Wir spielen aber, wie die Kinder es tun, als ob wir die Eigenschaft des Gebens schon besitzen würden.

Das Kind hält sein Spiel für die ernsteste und wichtigste Sache der Welt, nur spielend kann es wachsen. Aber ich spiele und weiß, dass es weder echt, noch ernsthaft ist! Darin besteht das ganze Problem. Wenn ich dieses Spiel mit meinem ganzen Verstand und mit dem brennenden Herzen angehen würde, dann bekäme ich davon mehr Nutzen. Es funktioniert aber trotzdem. Das Licht wirkt auf mich ein und ich verändere mich mit seiner Hilfe.

Das Wichtigste ist, dieses Spiel auf jeden Fall fortzusetzen. Wie geschrieben steht: „Egal was geschehen wird, verlass mich nicht“, so wirst du vorankommen können. Das Licht wird jedes Mal auf dich stärker und noch stärker einwirken. Wenn du schlecht spielst, dann kann es Jahre dauern, bis die Veränderungen eintreten. Aber im Endeffekt wirst du beginnen, in dir diese Umwandlung zu bemerken, die Eigenschaft des Gebens zu schätzen und mit ihr voranschreiten.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 26.10.2011

 

Kabbala Akademie

 

Die Liebe – nicht die Nachsicht

Frage: Wie ist das Geben an die Welt zu realisieren?

Meine Antwort: Du nimmst die Wünsche aller Menschen und erfüllst sie, so gut du kannst. Das heißt eben zu lieben. Es ist die wahre Erscheinungsform der Liebe.

Frage: Welche Wünsche nehme ich denn?

Meine Antwort: Wenn du liebst, dann erfüllst du nur die notwendigen Wünsche. Du wirst doch deinem Kind niemals eine ungesunde Nahrung kaufen, eher etwas Leckeres oder Nützliches.

Frage: Und was mache ich dann, wenn es gerade schädlichen Fastfood will?

Meine Antwort: Wenn du das Kind liebst, dann kannst du seine schlechten Wünsche nicht erfüllen. Du wirst dem Sohn niemals ein Messer geben, auch wenn er dich darum bittet, um damit zu spielen. Ist es nicht dasselbe, wie Fastfood?

Die wahre Beziehung, eine echte Liebe härtet dich, macht dich stark. Und dieses Mitleid ist in Wirklichkeit egoistisch, du bemitleidest dich und nicht das Kind. Wenn du es liebst, dann wirst du ihm nur das Nützliche geben, was seine Entwicklung fördert.

Und das Kind wird sich sehr schnell daran gewöhnen. Wenn du von Anfang an auf diese Weise handelst, dann wird es dich niemals um etwas Überflüssiges bitten.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „die Liebe zum Schöpfer und den Geschöpfen“, 26.10.2011

Unendlich genießen? – Wir haben ein Patent!

Frage: Wie kann man sich ein Parzuf vorstellen? Wie wird er im Menschen offenbart?

Meine Antwort: Parzuf ist das portionenweise Erhalten des Lichts im Sinne des Gebens.

Wenn ich ein beliebiges Verlangen für mich realisiere, dann ist es ein egoistisches Verlangen. Angenommen ich habe jetzt einen Wunsch, in dem ich einen Genuss, das Licht empfangen kann. Wenn das Licht in den Wunsch eindringt, dann neutralisiert es diesen Wunsch sofort. Es geschieht eine Art Kurzschluss, genauso wie der Genuss, mit dem ich mich fülle, ein sehr starkes Verlangen annulliert.

Der Wunsch kann also nicht aufrecht erhalten werden, wenn er das Erwünschte bekommt und verschwindet, nachdem er den Genuss empfangen hat. Wenn das Verlangen verschwindet, dann wird auch der Genuss nicht mehr empfunden. Das heißt, das Empfangen des Genusses zerstört diesen Genuss, so dass ich im Endeffekt leer bleibe. Gerade das geschieht heute in der Welt. Die Empfindung der Leere treibt uns in eine unbekannte Richtung voran . Wir fühlen plötzlich, dass der Genuss uns keine Empfindung des Genusses gibt. Im Endeffekt bleiben wir unzufrieden.

Worin besteht also das Geheimnis, das Patent für den unendlichen Genuss?

Wenn zwei Objekte existieren und ich von einem Objekt empfange, um dem anderen Objekt zu geben, dann fließt durch mich das Licht. Ich empfange es nicht eigennützig, sondern um es an jemanden weiterzugeben, um einem anderen Menschen den Genuss zu bereiten, und so fließt es kreisförmig weiter.

Angenommen, es existiert ein riesiger Umfang und darin eine Menge der Teile, welche voneinander entfernt sind. Was bedeutet „diese Entfernung“? Jedes einzelne Teil empfindet seine Selbstsucht und über diese Selbstsucht, beginnen sie untereinander die Beziehungen aufzubauen, d.h. für einander zu empfangen.

Im Endeffekt zirkuliert zwischen ihnen der ständige unendliche Genuss, der in keinem von ihnen annulliert wird. Er ist vollkommen, füllt alle und alles aus, weil niemand von ihnen eigennützig empfängt, sondern nur mit der Absicht, dem anderen zu geben. Der Genuss, der zwischen ihnen offenbart und an alle weitergeleitet wird, zirkuliert ununterbrochen.

Somit kann der Mensch, der eigennützig empfängt, keinen größeren Genuss empfinden, weil er schon jetzt geniest, und der Weg für den weiteren Genuss quasi „verstopft“ ist. Wenn er empfängt zwecks des Gebens an die anderen Menschen, kann durch ihn eine unendliche Zahl der Genüsse fließen, und das nicht nur mengenmäßig, sondern auch qualitativ. Das heißt alles, was man sich als einen Genuss vorstellen kann, beginnt er in seinem Inneren zu empfinden. Im Endeffekt empfindet jeder von uns, auch der abgesonderte kleine Egoist, wie dieses Licht wächst und zum Licht der Unendlichkeit wird.

Solche Möglichkeiten haben wir dank unseres Strebens zur Vereinigung zum Aufbau eines Einheitssystems. Wir beginnen heute in unserer Entwicklung allmählich an diesen Zustand heranzukommen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 16.10.2011

Lasst uns dem Licht den Weg frei machen

Frage: Wie ist es möglich etwas zu geben, ohne für sich zu empfangen? Wie kann man die Eigenschaft des Gebens mit dieser Welt verbinden?

Meine Antwort: Wir sprechen über die Energie, das Verlangen, die Empfindungen und die Verschmelzung der Wünsche. Wir generieren das Licht nicht, sondern öffnen ihm nur den Weg mit unseren Absichten.

Das heißt um uns herum existiert das Licht, welches die Malchut der Welt der Unendlichkeit ausfüllt. Aber in ihr befinden sich nach dem Zimzum eine Menge vereinzelter Wünsche.

Wenn wir unsere Absicht auf das gegenseitige Geben ausrichten, dann beseitigen wir die in uns vorhandenen inneren Barrieren. Folglich beginnt das Licht, zwischen uns zu zirkulieren. Als ob alle Barrieren abgebaut wären und jeder von uns empfinden könnte, dass er in einem einheitlichen lebendigen Organismus existiert.

Eigentlich findet weder das Empfangen, noch das Geben des Lichts statt. Mit unseren richtigen Absichten öffnen wir dem Licht den Weg.

Auszug aus der virtuellen Lektion, 16.10.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 25/10/1

Allgemein

*Seit der Zeit des ARIs und länger existiert die Korrektur der Welt, und wir müssen jetzt verstehen, dass alle Ereignisse und Vorfälle, die in der Welt geschehen, sich nun aufgrund der mangelnden Korrektur unserseits offenbaren, aus der fehlenden richtigen Wahl, aus mangelnder Einsetzung der für uns getroffenen Vorbereitungen. Und all diese Vorbereitungen werden als die „Vorväter“ bezeichnet.

*Die Verbindung zwischen Menschen, als solche unbekannt in der Tierwelt, ermöglicht uns, die Last in unserem Leben mit anderen zu teilen – das Zuhause, im Gesundheitswesen, in der Erziehung – mit Millionen von Menschen auf der ganzen Welt, um uns in kürzester Zeit, all das zu Verfügung zu stellen, was wir benötigen, und in der restlichen Zeit, die uns verbleibt, können wir uns mit dem, was im Inneren geschieht, beschäftigen, mit der spirituellen Nahrung.

*Die Hauptarbeit liegt an uns; dass wir uns in Bürgschaft und Verbindung miteinander organisieren müssen, und gerade dann wirken wir mit unserem Inneren auf das Verbindungsnetz, in dem wir uns alle befinden. Wenn zwischen uns die Macht der Bürgschaft herrscht, so ist das eine qualitative, hohe, sich in alle Systeme einkleidende Kraft, mit der alle Menschen anfangen werden, wahrzunehmen, dass die Welt wahrhaftig miteinander verbunden ist, und dass sie ins Gleichgewicht gelangen muss.

Frieden auf der Welt

*In unserer jetzigen Situation sind wir bereit, uns mit einem Minimum an Leid zufrieden zu geben. So ist unser Leben aufgebaut. Aber sobald sich das integrale System offenbart, offenbart sich zusätzlich zum individuellen Leid, auch das Leid der Allgemeinheit, welches die Menschen schrittweise aus dem Gleichgewicht wirft – sowohl innerlich als auch äußerlich.

*Wir führen, in unserem Leben unzählige Handlungen durch, um Anerkennung von der Gesellschaft zu erhalten; ich messe mich ständig anhand der Umgebung, der ich wie ein Sklave verpflichtet bin. Jeden Moment denke ich darüber nach, wie und wem ich gebe; wir befinden uns bereits im System des gegenseitigen Einflusses aufeinander, wenn wir nur wüßten, wie wir das zum Wohle des Allgemeinen Systems nützen könnten, anstatt nur unser Verlangen zu füllen, aufgrund der für uns profitablen Motiven, um das egoistische Verlangen der Gesellschaft zu füllen – so würden wir die Gesellschaft zum Ausgleich und zu einem sicheren und ruhigen Leben miteinander bringen.

*Wir befinden uns und agieren in der schlimmsten Etappe der Menschheitsgeschichte, alle sind wie hypnotisiert, so als hätte man in uns Eigenschaften implantiert, die sich ständig erneuern. In jedem Augenblick erscheint dir, dass du für Dich, deine Familie und deine Kinder arbeitest – aber dem ist nicht so, es scheint dir nur so. Das gesamte zwischen uns herrschende System existiert nur, um die egoistischen Bedürfnisse der anderen zu erfüllen.

*Wenn der Mensch ausrechnen würde, wieviel er der ganzen Welt ohne Gegenleistung gibt, und das dem gegenüberstellt, was er von der Welt, in seinem ganzen Leben erhält, so würde er vorziehen, niemals geboren worden zu sein. Deshalb liegt die gesamte Veränderung des Bewusstseins des Menschen in der genauen Berechnung, welche klar und transparent sein soll, was man vom Empfangen und Geben hat – materiell und noch mehr spirituell berechnet.

Die Wahrheit ist vor dem menschlichen Auge verborgen, und deshalb müssen wir ein Bildungs- und Aufklärungsprogramm aktivieren, und erst dann wird die Welt in ihrer verzweifelten Lage einsehen, dass sie vor einem neuen Wendepunkt steht.

*Resultierend aus den unterschiedlichen egoistischen Systemen, in denen wir bis heute lebten und den Systemen, die sich von heute an schrittweise offenbaren und in denen wir miteinander verbunden sind, offenbaren sich alle Probleme, die im egoistischen System existieren, und führen die ganze Welt zu Protesten und Bürgerkriegen. Die Menschen beginnen zu enthüllen, wie sehr die allgemeinen jetzigen Systeme ihnen die Menschlichkeit rauben, und das kann zu gewaltsamen Ausschreitungen, Bürgerkriegen, bis hin zu einem Weltkrieg führen. Das ist der Weg des Leidens in der menschlichen Entwicklung, die man nur anhand der Bildung des Menschen unter den herrschen Gesetzmäßigkeiten, in der neuen Welt, abwenden kann, und damit auf gute Weise zur kommenden Entwicklungsstufe gelangt.

*In der Verbindung zwischen Menschen, in Beziehung des einen zum anderen befinden sich freie Sphären, welche als die „spirituelle Existenz“ definiert werden. Sobald jeder einzelne aus sich herausgeht – nicht frontal anderen gegenüber sondern mit Rücksicht auf den anderen, dann wird er dort seine spirituellen Existenz enthüllen.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Alle kabbalistischen Bücher sind der „Verdienst der Vorväter“, welche wir verwenden können, und ohne sie wären wir unglückliche Wesen auf der Erde – leidend und unfähig, dem zu entfliehen. Jeden Rettungsanker, den uns die Vorväter zuwerfen, ist ein Rettungsring, um unser Leben vor dem irdischen Dasein zu retten. Deshalb müssen wir uns während des Sohar Studiums an diesem Rettungsanker festhalten und uns bemühen, dass er auf uns Einfluss hat, und wir es dann schaffen werden, uns zu verbinden, und unser spirituelles ewiges Leben enthüllen.

*Das Erheben des Gebets gelangt nicht nach oben, da sich alle Parzufim im Zustand von „Katnut“, der Vorbereitung befinden; und je nach unserer Bitte fangen sie an, aktiv zu werden. Von dem Ort des Erhebens des MaNs bis zum Ort Ejn Sof, befindet sich alles in minimalster Existenz, und erwacht anhand des MaNs, welches die Geschöpfe erheben.

*Anhand der Bitte von unten, treten alle Parzufim in Aktion, und das führt zur Korrektur der Schöpfung. Von hier können wir beobachten, dass alle Wünsche, die in jedem Menschen erwachen, Einfluss auf das ganze System haben.

*Unser MaN, auch wenn es nicht wahrhaftig ist, wird oben immer als wahrhaftiges MaN empfangen.

Ich bin ein Schaffner des Lichtes!

Frage: Wie können wir unsere Beziehungen zum Licht und dem Genuss regulieren, wenn wir keinen Schirm haben, und uns noch nicht in der Spiritualität befinden ?

Meine Antwort: Wir können uns heute allmählich, um die Erschaffung einer solchen Gesellschaft kümmern, die in uns das Verlangen zur Offenbarung des Lichts hervorrufen würde, damit es durch uns durch geht und uns zu einem Einheitssystem verbindet.

Die Wissenschaft der Kabbala verfolgt nur ein Ziel, den Menschen darin zu überzeugen, sich vom ganzen Herzen mit den anderen zu verbinden: „Liebe deinen Nächsten, wie Dich selbst“.

Wenn der Mensch sich diesem Zustand annähert, dann beginnt er zu empfinden, wie das Licht im Inneren buchstäblich zu pulsieren beginnt, und sich gegen seine Selbstsucht durchsetzt. Und in dem Maß, in welchem der Mensch sich für das Licht öffnet, damit es durch ihn zu den anderen Menschen überspringt, in diesem Maß wird er zum Schaffner des Lichts. Es wird allmählich infolge der Arbeit, in der Gruppe offenbart.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 16.10.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus dem Morgenunterricht 24.10.11

Allgemein

Unser Problem ist, dass, obwohl wir uns schon seit vielen Jahren im Studium der Kabbala befinden, es uns trotzdem schwerfällt, zu akzeptieren, dass sich die ganze Tora nur in der Verbindung zwischen den Menschen umsetzt. Das ist für uns so abstoßend, dass wir es jeden Moment vergessen und bereit sind, dem alles andere vorzuziehen, nur um uns nicht damit beschäftigen zu müssen. Das ist das 1. Hindernis, und hier ist alles vom Aufbau der auf mich einwirkenden Gesellschaft abhängig, welche die ganze Zeit den Menschen auf dem richtigen Weg hält.

Wir sind nicht fähig, mit dem Schöpfer zu sprechen, mit der Macht des Gebens, sondern nur mittels des Klis, in welchem Er sich verhüllt. Dieses Kli ist die Gruppe. Und deshalb bezeichnen wir so eine Entscheidung zwischen uns als „Bündnis“, wenn wir alle unsere Herzen und Gedanken auf die Verbindung zwischen uns konzentrieren, um darin die allgemeine Macht des Gebens, „den Schöpfer“ zu enthüllen.

Frieden auf der Welt

Durch deine Konfrontation mit der Natur erschaffst du eine Krise um dich herum.

Das integrale Gesetz herrscht in jedem natürlichen System, außer in dem des Menschen. Und jetzt sind wir an einem Zustand gelangt, in dem auch im System des Menschen dieses Gesetz herrschen muss.

Heutzutage, befindet sich die Welt in einem Zustand, in dem sie nicht fähig ist, sich von der integralen Verbindung zwischen ihren Teilen zu trennen und daher ist eine Veränderung nicht möglich. Folglich gibt es auch keine Möglichkeit, eine Entscheidung zum Wohle der Menschheit zu treffen, mit den jetzt existierenden Institutionen – Wirtschaft, Militär oder einem Regierungswechsel usw.

Die einzige Veränderung zum Wohl der gesamten Welt liegt in der inneren Veränderung des Menschen; man kann das Netz nicht verändern, aber wir können die qualitative Verbindung zwischen uns verbessern, und dann wird das System anfangen, unsere Verlangen zu stillen.

Die Welt muss einsehen, dass es nur einen Weg gibt, um den jetzt herrschenden Zustand verbessern zu können – persönliche Betreuung der Menschen bei der Schaffung und Erweckung von Bewusstsein und Moral. Und dann wird der Verbindungsgrad von einem Zustand der Isolation zu einen Status gegenseitiger Bürgschaft aufsteigen.

Vorbereitung auf den Morgenunterricht

Während des Studierens des Sohars ist es ganz wichtig, die Absicht nach Verbindung zu wahren, da ansonsten das Lesen und Studieren keinen Nutzen bringt.

Es ist möglich, die Weisheit der Kabbala auf der Verstandesebene zu lernen, aber wer den Punkt im Herzen besitzt, lernt die Kabbala mit dem Gefühl, und deshalb – bevor er nicht fühlt, wird er nicht stabil sein, das heißt es wird ihm nicht gegeben werden, die spirituellen Abläufe in ihrer ganzen Pracht zu verstehen. Und deshalb wird gerade derjenige, der Jahre studiert und nichts versteht, erst dann verstehen, wenn sich ihm die Korrektur offenbart hat.

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus dem Morgenunterricht vom 23.10.11

*Der spirituelle Genuss ist nicht die Belohnung für die von uns investierte Anstrengung, wie es in unserer Welt üblich ist, sondern der Genuss liegt indem ich arbeite, denn über die Arbeit habe ich Verbindung zum Arbeitgeber, dem Schöpfer. Und somit ist die Belohnung nicht das Resultat meiner Handlung, sondern die Handlung selbst.

*In dem abgeschlossenen Bündnis muss sich die höhere Kraft, welche das Bündnis realisiert, befinden. Im Bündnis muss es eine bestimmte Bedingung geben, welche uns zum Ziel bringt, eine Handlung, die mich dem Ziel nähert – innerhalb der Gruppe, in der Verbindung, mit der Neigung zur Verbindung. Genauso wie ich mich bemühe, mich mit ihnen zu verbinden und ich jetzt darin einen Genuss verspüre, genauso stelle ich mir auf klare Weise dieses Bündnis auch in seiner letzten Stufe vor, die ich erlange – auch dort wird sich das Bündnis in der Gruppe realisieren, und der Schöpfer wird dann Sein Bündnis einhalten.

*Im Großen und Ganzen ist die Einhaltung des Bündnisses: ich zusammen mit der Umgebung und dem Schöpfer, und gemeinsam gelangen wir zu einem Ganzen.

Frieden auf der Welt

*Die Natur befindet sich immer in gegenseitiger Bürgschaft; Pflanzen und Tiere befinden sich immer in Harmonie, und der Mensch befindet sich immer mehr ausserhalb dieser Bürgschaft. Damals waren wir Affen, Tiere, und wir haben begonnen, uns in Richtung Mensch zu entwickeln, und wir haben es geschafft, das Gesetz der Bürgschaft mehr und mehr zu aufzulösen. Aber jetzt finden wir uns an der Grenze, indem wir es anerkennen und zur Bürgschaft zurückkehren müssen – aber bewußt. Zur Erneuerung der gegenseitigen Bürgschaft, welche unserer Natur entgegensetzt ist, damit wir aus dem getrennten Zustand zur einheitlichen Form zurückehren.

*Wenn es ein System gibt, welches unsere Welt allmählich prägt , so müssen wir uns ausnahmslos diesem System fügen. Und indem wir uns diesem globalen, integralen System anpassen, welches sich jetzt in der Welt offenbart, müssen wir einander helfen und uns dem anderen gegenüber verpflichten – denn wir sind voneinander abhängig, und dagegen können wir nichts machen.

* Heutzutage kann niemand mehr diese oder jene Grenzen festlegen und man kann auch nicht jeden so lassen, wie er gerade ist. Dazu sind wir nicht fähig, da die Welt kleiner geworden ist.1 Wir nutzen alles aus, unsere Ressourcen, wir sind voneinander abhängig. Deshalb, wenn sich das globale System offenbart, in dem wir alle gemeinsam verbunden sind, sind wir entsprechend diesem gemeinsamen Bürgschaftsprinzip verpflichtet: dass sich jeder um den anderen ausnahmslos kümmert, und wir haben die Erlaubnis, uns zur Einhaltung dieses Prinzips zu verpflichten.

*Wenn dem Menschen bewusst ist, wo er sich befindet, wovon er abhängig ist – dann haben wir unser Ziel erreicht; dieses Gefühl der Abhängigkeit, die Erkenntnis des System, die gegenseitige Bürgschaft führen uns zu einem Zustand, in dem alles funktioniert, wie die Schraube in einer Maschine, wie ein kleines Kind. Deshalb ist die Bildung so wichtig – um die Augen zu öffnen und zu verstehen, wo wir uns befinden.

*Auch in unserer Gruppe müssen wir sehr schnell verstehen, wovon die Erlangung des spirituellen Lebens abhängig ist – das Erlangen der Enthüllung des Systems der gegenseitigen Bürgschaft, in welcher nur mit ihrer Hilfe – in gegenseitiger Verbindung, in Harmonie zwischen allen und in gerechter Verteilung zwischen allen, im aufrichtigen Verhalten zwischen allen, von allen diesen Dingen – die Erlangung des spirituellen Lebens abhängig ist.

Je schneller wir das einsehen werden, desto fähiger werden wir, von unserer Stufe aus dieses der Mehrheit der Menschen weiterzuleiten, von der hohen Stufe zur Stufe der Welt – materielles Leben im gegenseitigen materiellen Zusammenhalt. Schütten wir ihnen dieses Wissen aus, die Erziehung, diese Fülle, alles was uns durchströmt! Auch bei den Kelim, welche die Erziehung sind, und bei der Füllung, welche die Lichter sind, das Lebensgefühl, Lebendigkeit.

*Gegenseitige Bürgschaft ist ein Prozess, in welchem wir uns langsam, stufenweise entwickeln, und alles ist abhängig davon, wie sehr wir dieses System verstehen werden, und wie sehr fähig sind die Mehrheit der Menscheit von einem Zustand in den anderen zu führen.

*Die Krise bricht aus, um Dich und das Finzanzsystem zur Veränderung zu bringen. Die Krise ist nicht dazu da, damit du sie korrigierst, sondern damit du dich über sie auf eine höhere Stufe erhebst. Deshalb, sobald wir anfangen werden, uns mit der Erziehung, Bildung zu beschäftigen und der Mensch sich daraus resultierend verändert, wird die Krise von allein verschwinden.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Unsere Absicht, in jedem Augenblick unseres Lebens, sollte sein – wir sind eins.

*Alles findet statt, um uns zu verpflichten, einzusehen, dass wir ein gemeinsamer Körper sind. Dass wir uns bemühen, uns auch so zu verhalten, und dass von der anderen Seite das Licht kommt und aus uns einen Körper macht, indem wir uns in einer Seele wiederfinden, welche sich stufenweise korrigiert, wie die Seele Adam Ha Rishon, das Ebenbilds des korrigierten Geschöpfes.

*Wir müssen uns in Gruppen zusammenhalten – wie ein Mann mit einem Herzen, in dem sich der Schöpfer befindet, welcher Seine Versprechen und Sein Bündnis einhält- „Eins empfängt Eins“ .

Lasst das Licht nicht entwischen!

Frage: Welche spirituelle Bedeutung hat der Kongress im Dezember? Mit wie vielen Jahren Studium ist er gleichzusetzen?

Meine Antwort: Ich bin der Meinung, dass er für das kommende Jahr keines gleichen haben wird. In diesem wichtigen, ich würde sagen, schicksalhaften Jahr werden wir Zeugen dessen sein, wie die Welt sich dem Zusammenhalt und der Einheit zuwendet. Es werden lediglich die ersten Schritte sein, doch wir müssen bereits die Kraft erlangen und uns mit allem Nötigen ausrüsten. Das ist das, was der Kongress uns bringen soll.

Auf uns wartet nicht nur ein Sprung, der sonst, sagen wir mal, ein halbes Jahr in Anspruch genommen hätte. Wenn wir uns auf dem Kongress nicht verbinden, werden wir unsere Mission nicht erfüllen können. So extrem wichtig ist dieses System der Verbindung, das wir in diesen drei Tagen aufbauen.

Selbst wenn der Mensch nicht jeden Tag mit uns zusammen studiert – wenn er den Kongress und die Vorbereitungen darauf verpasst, wird er vieles verlieren, er wird jene „Bausteine“ verlieren, aus denen sein spirituelles Gefäß aufgebaut wird. Es geht hier nicht darum, während der Unterrichte Weisheiten anzuhäufen, – heute arbeiten wir fortdauernd mit dem Licht, das zur Quelle zurückführt.

Und darum möchte ich eine Warnung aussprechen: versäumt keinen Unterricht. Es ist nicht einfach nur Studium, es sind kostbare Augenblicke, in denen das Licht auf euch einwirkt – viel intensiver und realer als je zuvor.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“, 23.10.2011

Das freiwillige Gefängnis der Menschheit

Die Menschheit kann sich weder als eine Gattung erhalten, noch ihre Existenz sichern, wenn sie die zwischen den Menschen existierende Selbstsucht nicht zerstört . Nur das wird uns helfen, die Erdkugel zu unserem gemeinsamen zu Hause zu machen.

Wir haben untereinander das egoistische System der Beziehungen erschaffen, das als „die Wirtschaft und die Finanzen“ bezeichnet wird. Es ist ein sehr genaues, richtiges System: „Du – mir, ich – dir„. Jeder verdient entsprechend seinen Bemühungen. Wenn ich klüger als du bin, dann verdiene ich mehr, weil ich dazu das Recht habe; wenn du schwächer und fauler bist, dann verdienst du weniger als ich, und hast kein Anspruch auf mehr. „Jedem nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung“, so funktioniert die Demokratie. Das ist alles.

Warum soll man eigentlich jedem nach seinen Bedürfnissen geben?! Ich bin dagegen. Jeder wird eine Forderung entsprechend seinen Bedürfnissen aufstellen?! Nein. Jedem nach seiner Leistung und entsprechend seinem Beitrag. Dann ist alles in Ordnung und gut…

Es zeigt sich nur, dass eine solche Denkweise nicht mehr funktioniert. Und es sieht so aus, dass wir mit dieser Einstellung ein gewisses Gleichgewicht untereinander verletzen. Zwischen uns wird eine neue Verbindung sichtbar, die alle wirtschaftlichen Berechnungen, alle Finanzsysteme verletzt. Und wir wissen nicht, was damit zu machen ist!

Wir sehen, dass eine seltsame, neue Fortsetzung der Evolution stattfindet. Welche denn? „Der Schmetterlingseffekt“, ein Effekt der Zusammengehörigkeit und globalen Abhängigkeit, der das Leben von jedem Menschen beeinflusst.

Wie überlebt man in der Welt, in der man von allen abhängig ist und alle anderen Menschen von dir? Was soll ich dann machen, ein Maschinengewehr kaufen und mich auf einem Turm verbarrikadieren, dort lebenslang sitzen, mit der Hoffnung , dass „mir jetzt hoffentlich nichts passieren wird?“ Das ist unmöglich! Dies bedeutet, dass wir nach irgendwelchen anderen Beziehungen untereinander streben müssen.

Wir nähern uns dem Zustand, in welchem unsere Selbstsucht nicht nur die Umwelt zerstört, sondern beginnt, sich selbst zu fressen. Sie zerstört die Familie, die Sicherheit und das Leben.

Diese egoistische Einstellung gegenüber der Welt bringt den Menschen dazu, sich sein Gefängnis zu bauen. „Arbeit-Haus, Haus-Arbeit“ und nichts mehr, und mich gibt es nirgendwo mehr. Hierzu kommen noch Fernseher, Hamburger, Bier, worin meine ganze Existenz und alle Wünsche bestehen. Nach der Arbeit sitze ich vor dem Bildschirm des Fernsehers, auf der Arbeit, vor dem Bildschirm des Computers. Vor mir sind zwei Bildschirme, mehr gibt es nicht.

Wir werden heute kein gutes Leben erreichen können, wenn wir nicht auf eine neue Stufe der menschlichen Beziehungen gelangen. Darin liegt unser heutiges Problem.

Auszug aus dem Gespräch über die Bürgschaft, 25.09.2011