Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Zusammenfassung von Prinzipien und Ratschläge aus dem Morgenunterricht vom 21/9/11

Wille ist das, was aus „dem“ (existierendem) Nichts geschaffen wurde, was sich im Gegensatz zum Schöpfer befindet. Streben ist das, was das Kli selbst in sich entwickeln muss. Diese Bestrebung ist das Geschöpf selbst.

Indem der Mensch eine Gesellschaft aufbaut, so beeinflusst diese ihm. Je mehr er in diese Umgebung investiert, desto wichtiger wird diese für ihn, und das verursacht ihren Einfluss auf ihn. Mithilfe der Gesellschaft entwickelt er seinen selbstsüchtigen Willen entgegen dem Schöpfungsziel und vervollständigt damit seine Anstrengungen.

Niemand kann sich selbst zur Entwicklung antreiben; ohne die Hilfe der Umgebung, die mich erweckt, kann ich nicht aufwachen, und deshalb muss ich ihnen GEBEN, damit sie Einfluss auf mich einüben. Folglich ist der Mensch mit allen anderen so sehr verbunden, dass er auf alle Einfluss übt und alle wiederum auf ihn. Jeder bekommt die Belohnung aller, und keinem fehlt es an etwas. Und das ist die perfekte Art und Weise, wie man seine Anstrengung vervollkommnen kann.

Wenn der Mensch sich in dieser Form ausrichtet: Israel, die Tora und der Schöpfer sind Eins, empfängt er aus dieser Anstrengung aufgrund seiner Absicht die Gegenkraft zur Korrektur. Wenn er sich trotz allem überwindet, auch wenn er sich im Zickzack entwickelt.

Das wird als Schaffung eine Gesellschaft bezeichnet, die auf ihn Einfluss hat – sich in Richtung des Ziels zu entwickeln. Und darin enthüllt er einen wachsenden Willen, größer als der eigene, den er vom Schöpfer bekommen hat.

Die ganze Entwicklung liegt in einer immer stärkeren Verbindung und Zusammenschluss mit allen in der Gruppe. Nur in diesem Zustand kann man Spiritualität erreichen. Wir müssen uns so stark zusammenschließen, dass aus dem Druck Licht zwischen uns leuchtet. Druck entsteht in unserer gemeinsamen Arbeit gegen unser Ego, in dem wir uns dagegen zusammenschließen. Und dann erschaffen diese zwei einander entgegengesetzten Kräfte Druck, erschaffen einen Funken, Licht und Feuer.

Bis heute verhielten wir uns in unserer egoistischen Entwicklung der Gesellschaft gegenüber nach folgendem Kriterium : ein Minimum zu geben, aber ein Maximum zu empfangen. Jedoch im integregralen System von heute ist der Mensch dazu verpflichtet, die ganze Welt zur Vervollständigung und zur Verbindung zu erwecken und allen zu versprechen, dies zu erfüllen.

Vorbereitung auf den Unterricht

Der Schöpfer offenbart sich im Streben zur Spiritualität von allen gemeinsam, „Kneset Israel“.
Der Sohar spricht über die Arten der Verbindung zwischen uns. Und in dem Netzwerk, welches sich zwischen uns offenbart, enthüllen sich vielfältige Phänomene, über die Der Sohar spricht.

Wenn wir uns bemühen, uns während des Soharstudiums miteinander zu verbinden, so hilft uns der Sohar dabei und verleiht uns die Kraft, dies auch richtig zu machen.

Frankfurter Buchmesse


Liebes Weltkli!

Wir brauchen Eure Gedanken für den Erfolg in der Verbreitungsaktion auf der internationalen Buchmesse, die in der Zeit vom 12. bis 16. Oktober in Frankfurt am Main stattfindet. Unsere Chaverim kommen aus ganz Europas, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Im Jahre 2010 haben wir zehn Verträge und im Jahre 2011 über zwanzig Verträge mit verschiedenen internationalen Verlegern unterschrieben.

Schon in diesem Jahr sind Bücher in folgenden Ländern veröffentlicht worden: in Italien – 3 Bücher, in Spanien – 2, in Norwegen – 1, in Brasilien – 1, in Frankreich – 1, in Deutschland – 2, in Makedonien – 1, in China – 1, in Schweden – 2, in Südkorea – 1, in Slowenien – 1, in der Türkei – 5 Bücher.

Unten sind einige Bespiele dieser Bücher zu sehen:

Batterie für meine Puppe

Frage: Warum werde ich plötzlich wollen, in ein neues System einzugehen?

Meine Antwort: Du hast keine Wahl. Wir sind nämlich die Sklaven unserer Natur.

Entweder bekomme ich den Wunsch, in das System einzugehen, welches mich subtil beeinflussen wird und in mir die Fragen: „Wofür lebe ich? Worin besteht der Sinn meines Lebens?“ aufkommen lässt. Oder ich frage: „Wofür brauche ich ein solches Leben mit so vielen Leiden?“ Oder vielleicht sterbe ich infolge des Neids, dass beim Nachbarn das Gras grüner ist.

Egal um welche Leiden es sich handelt, sie bringen den Menschen vorwärts. So sind wir erschaffen worden. Wenn in uns keine Wünsche erwachen würden, welche die Erfüllung fordern, dann würden wir uns nicht weiter entwickeln können. Die Freiheit der Wahl besteht aber nicht in der Auswahl der Wünsche, sondern darin, wie wir sie anwenden. Wenn wir uns unter dem Einfluss zwei Kräfte befinden, der Kraft zu empfangen und der Kraft zu geben, dann können wir sie auf unterschiedliche Weise benutzen. Aber das Verlangen an sich, kann ich nicht wählen.

Ohne Verlangen wären wir nur leblose Roboter und würden uns nicht von der Stelle rühren. Ohne Wunsch wäre ich also wie eine tote Puppe ohne einer Batterie.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 04.10.2011

Die einzige Möglichkeit sich zu verändern

Frage: Welche Einstellung muss man gegenüber den materiellen Genüssen haben?

Meine Antwort: Man muss an nichts weiteres denken, außer, wie man sich in die richtige Umgebung integrieren kann. Denn die Verbindung ist das Wichtigste, dafür sind wir geboren worden und existieren in dieser Welt. Insbesondere gilt es für unsere Zeit!

Deshalb gibt es in unserem Leben kein anderes Ziel als die Absicht, sich der richtigen Umgebung anzuschließen. Die richtige Umgebung führt mich an die Vereinigung, an die Eigenschaft des Gebens, an die Bürgschaft.

Wenn ich plötzlich eine solche Umgebung finde, dann muss ich begreifen, dass es für mich von Oben organisiert wurde; wie einst der Schöpfer auch Abraham geholfen hat, die Menschen zu einem Volk zu vereinen. Wir bekommen von den Kabbalisten ein Beispiel dafür, wie die Umgebung und die Gesellschaft aufgebaut werden sollen. Die Aufbau selbst wird von Oben gelenkt, wir können uns nicht daran beteiligen.

Aber wenn es schon irgendwelchen Anfangszustand gibt, dann müssen wir alle Kräfte dafür verwenden, dass diese Gesellschaft zu mehr Vereinigung kommt.

Nach diesem Kriterium bewerten und überprüfen wir uns. Unsere ganze Arbeit erfolgt nur in Bezug auf die Gesellschaft: sofern ich mich von ihr beeinflussen lasse, empfange ich die Kraft des Gebens, die mich verändert.

Der Mensch kann sich selbst nicht ändern. Das Problem liegt darin, dass wir verwirrt sind und darauf hoffen, uns ändern zu können. Der Mensch denkt: „Jetzt werde ich mich überprüfen, ich werde alle Kräfte sammeln und mich ändern!“ Aber es ist eben die falsche Arbeit, welche eher ein Götzendienst ist. Denn ich sehe in mir die Kräfte, die dem Schöpfer gleich sind, und meine, dass ich selbst ohne Ihn etwas machen kann.

In Wirklichkeit habe ich nur eine Freiheit – mich an die richtige Umgebung anzuschließen.
Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 28.09.2011

Die Hand am Puls der Welt halten

Frage: Heute breitet sich weltweit der soziale Protest aus. Wie sollen unsere Gruppen unter diesen Bedingungen handeln?

Meine Antwort: Unsere Gruppen und einzelne Vertreter sollten Materialien an Protestteilnehmer verteilen, die erklären, was in der Welt tatsächlich passiert und warum sie erwacht. Diese Materialien sollten den Leser auf unsere Websites aufmerksam machen, wo sie ausführlichere Informationen über die heutigen Probleme und deren Lösungen finden.

Wir stiften die Menschen nicht zu Revolutionen an – im Gegenteil: wir wollen, dass die Prozesse ruhig verlaufen, dass die innere Arbeit, die inneren Veränderungen im Menschen in den Vordergrund treten. Sollen die Demonstranten doch ihre Parolen skandieren, doch hinterher sollen sie begreifen, dass alles von der inneren Korrektur abhängt.

Unsere Leute und die Gruppen vor Ort sollten sich an den Demonstrationen beteiligen, Flyer verteilen, sich unter die Protestteilnehmer mischen, um sie spüren zu können, um zu begreifen, wer sie sind und was sie wollen, um mit ihren Verlangen in Berührung zu kommen. Wir sollten näher an sie herantreten – es wird uns die Möglichkeit geben, bessere Materialien mit unserer Botschaft vorzubereiten. Wir sollten nicht zusammen mit ihnen ihre Parolen rufen, uns nicht an den Unruhen beteiligen – wir sollten lediglich nach einer Herangehensweise an die Menschen suchen und ihnen erklären, dass die Korrektur nur mittels der Vereinigung zwischen uns, nur mittels der Bürgschaft vollzogen wird.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Ein Gebot“, 07.10.2011

Who wants change?

Frage: Die New Yorker Gruppe war in der Wall Street, um sich in die Stimmung und die Verlangen der Protestteilnehmer hineinzufühlen. Wir haben von ihnen Dinge gehört, die unserer Botschaft sehr ähnlich sind, wir haben zusammen mit ihnen unser Lied „Who wants change“ („Wer will Veränderungen“) gesungen. Wie können wir die Botschaft über die Bürgschaft an sie weiter tragen?

Meine Antwort: Auf euch wartet sehr viel Arbeit. In erster Linie muss eine Website erschaffen und deren „Visitenkarten“ an die Demonstranten verteilt werden. Genau auf dieser Website und nicht auf der Straße muss eine echte große Diskussion über die aktuellen Themen gestartet werden. Die Menschen müssen zur virtuellen Plattform bzw. zum „Platz“ gebracht werden, wo sie die Themen besprechen werden, die mit unserer Botschaft verbunden sind.

In Amerika beschleunigen sich die Prozesse, und wir müssen so schnell wie möglich die Anfangsschritte zur Organisation der Arbeit unternehmen. Und eigentlich beginnen wir weltweit zu arbeiten – darin besteht kein Zweifel. Jede Gruppe wird gemäß dem eigenen Tempo, entsprechend den lokalen Bedingungen vorgehen, doch letztendlich werden wir uns alle innerhalb von wenigen Monaten an die Arbeit machen.

Dadurch werden wir das innere, spirituelle System begreifen, wahrnehmen, uns daran anschließen. Es kommt bereits als Prozessfinale zum Vorschein – als Aufstieg zur letzten Stufe, als Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen, die Enthüllung der Eigenschaft des Gebens, des Systems des Gebens, an welches wir uns tatsächlich anschließen. Die Massen führen die äußeren Handlungen darin aus, und wir schließen die inneren Handlungen daran an. Das alles steht uns bevor.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“, 02.10.2011

Der Schöpfer ist zum Greifen nah!

Frage: Was ist das für ein Gefühl „Verschmelzung mit der Gruppe“? Wie und wo empfinden wir es?

Meine Antwort: Stell dir vor, dass du nicht die Menschen anschaust, sondern jene innere Verbindungsstruktur, die zwischen ihnen existiert, jene Kraft, die in ihrem Inneren arbeitet. Du versuchst, durch sie hindurch zu dieser Kraft zu gelangen und dich mit ihr zu verbinden. Und dort, wenn du in ihrem Inneren diese Kraft enthüllst, enthüllst du in Wirklichkeit den Schöpfer.

Genau diese gemeinsame, sie alle miteinander verbindende Kraft bedeutet das Licht bzw. den Schöpfer. Deine egoistische Haltung dir selbst gegenüber, deine Ablehnung der Umgebung trennt dich von dieser Kraft, vom Schöpfer. Sobald du diese äußere Hülle durchbrochen hast, verbindest du dich bereits mit dem Schöpfer – Er befindet sich immer im Inneren der Gruppe.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 25.09.2011

Wir sind Aufklärer

Frage: Viele rufen weltweit zum Zusammenhalt und zur Fürsorge für den Nächsten auf. Wie können wir uns mit ihnen verbinden?

Meine Antwort: Wir verbinden uns nicht mit ihnen. Es gibt viele „tugendhafte“ Menschen, die ehrenamtlich in den Krankenhäusern arbeiten, den Bedürftigen helfen, sich an der Arbeit von wohltätigen Organisationen und Stiftungen beteiligen. Sie helfen den Menschen und das ist sehr gut. Wie Baal HaSulam schreibt und wie auch durch soziologische Studien bestätigt wird, sind 10% der Menschheit von dem altruistischen Verlangen durchdrungen.

Doch heute sind wir zum ersten Mal in der Geschichte an einem Wendepunkt angelangt, an dem der Mensch die Gesetze der Welt, in die er eintritt, studieren muss. Denn unsere Aufgabe besteht nicht in einer weiteren egoistischen Versüßung, nicht in den Almosen für die Armen und nicht in der kosmetischen Umverteilung der Ressourcen zugunsten von Unvermögenden. Nein, die Menschheit steht an der Schwelle einer qualitativ neuen Veränderung, bei der wir zu einer globalen, integralen Einheit gelangen müssen. Die Natur leuchtet uns bereits von vorne an, als würde sie sagen: „So müsst ihr jetzt aussehen – organisch zusammengewachsen, wie ein Mensch mit einem Herzen, ähnlich allen anderen Teilen von mir. Es reicht, sich wie ein Krebsgeschwür in mir auszubreiten“.

Niemand außer uns begreift den Sinn der Geschehnisse. Und darum müssen wir die Menschen unterrichten, wir sind eine Bildungseinrichtung, die über Gesetze der globalen Welt aufklärt.

Die gegenseitige Verbindung kommt bereits überall zum Vorschein, wir können uns nicht trennen, selbst wenn wir das wollten. Die einzige Möglichkeit, unsere Verbindung zu trennen, ist der Krieg, doch auch dieser würde nicht helfen, weil die inneren Bande nicht verschwinden können. Der Krieg würde sehr schnell zu Ende sein, und wir würden die Vereinigung fortsetzen müssen, jedoch unter viel schwereren Bedingungen.

Heute zerstört die Krise alle Bereiche der menschlichen Tätigkeit. Und in diesem Zustand sollten wir ein Sprungbrett, einen Punkt des Sprungs zur nächsten Stufe sehen. Die Evolution der Natur zwingt uns, zu einem neuen Abschnitt überzugehen.

Was wird denn unser Gewinn sein? Wir werden dadurch ein neues System gewinnen. Indem wir gemeinsam an der gegenseitigen Verbindung arbeiten, werden wir die innere Kraft der Natur, ihre inneren Mechanismen erkennen – und zur neuen Stufe des Daseins aufsteigen. Vor allem werden wir die heutigen Leiden und Probleme los, und darüber hinaus erreichen wir die nächste Dimension.

Es gibt keinen anderen Ausweg, die Natur verpflichtet uns dazu. Deshalb verteilen wir keine Geschenke an Feiertagen, das lassen wir andere Organisationen tun, sondern beschäftigen uns nur mit der neuen, integralen Erziehung. Genauso wie Kindergärten und Schulen die Kinder auf das Leben in unserer Welt vorbereiten, müssen wir jetzt die gesamte Menschheit auf das Leben in der Welt, die sich uns eröffnet hat und in der alle durch eine globale gegenseitige Verbindung vereint sind, vorbereiten.

Das höhere, vereinte, integrale System nähert sich unserem menschlichen System, das durch den Egoismus zerstört ist, und wenn sie aufeinanderprallen, wird es zu einer gewaltigen Explosion kommen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Ein Gebot“, 07.10.2011

Der Tag, an dem dein Schicksal entschieden wird

Alles hängt vom Menschen ab und basiert auf der Erschaffung der Mittel für das spirituelle Vorankommen, sprich auf dem Aufbau der Umgebung. Durch diese Umgebung zieht er die Kraft an, die zur Quelle zurückführt. Denn indem er die Umgebung für sich aufbaut, baut er im Grunde genommen seine zukünftige, spirituelle Welt auf.

Während er sich in diese Umgebung einordnet, beginnt er zu fühlen, dass er sein Ego verlässt und in den Nächsten, den er wie sich selbst liebt, hineingeht. Auf diese Weise tritt er aus seiner inneren Welt, die er zuvor als „diese Welt“ wahrgenommen hat, hinaus und nimmt im Inneren der Gesellschaft, in der Verbindung zwischen allen, die höhere, spirituelle Welt wahr.

Und in dieser spirituellen Welt enthüllt er ihre Eigenschaft – die Eigenschaft des Gebens -, die sie ausfüllt, sprich den Schöpfer. Das alles beginnt mit der ersten Veränderung, die als „Jahresanfang“ (Rosch ha Schana) bezeichnet wird.

Der Mensch hat eine große Vorbereitungsarbeit bis dahin hinter sich gebracht: er hat versucht, eine Umgebung um sich herum zu formen und die Kräfte anzuziehen, die ihn verändern sollen, er hat alles ausgeführt, was in den Büchern steht, hat dieses Wissen an die anderen verbreitet, um die Anzahl der Menschen zu vergrößern, die das Schöpfungsziel anstreben. Dadurch hat er das allgemeine kollektive Verlangen nach der Erreichung des Ziels vergrößert, und es hat begonnen, stärker auf ihn einzuwirken.

Und dennoch sieht er keinen Erfolg. Die Kabbalisten schreiben viel über diesen Zustand, diesen Punkt, diesen Wegabschnitt. Es ist ein absolut besonderer kritischer Punkt, der nicht umsonst den Namen „Tag des Gerichts“ trägt: hier wird entschieden, ob du vorankommst oder absteigst – ob du dich selbst zum Leben oder zum Tode verurteilst.

Im Grunde genommen bestimmt der Mensch diese Entscheidung durch seine gesamte vorangegangene Arbeit – hat er es geschafft, die Unterstützung der Gruppe für sich aufzubauen und die Kraft der Bürgschaft von ihr zu bekommen, damit sie ihm bei allen harten Gerichten, sprich bei riesigen egoistischen Verlangen, die sich im Menschen enthüllen und denen er nicht aus eigener Kraft widerstehen kann, hilft.

Es ist klar, dass wir nicht in der Lage sind, gegen ein egoistisches Verlangen, das sich in uns enthüllt, anzukämpfen, mag es auch noch so klein sein. Und nur wenn wir uns mit der Kraft der Umgebung ausrüsten, werden wir die höhere Kraft erhalten. Denn es steht geschrieben, dass „der Schöpfer in seinem Volk wohnt“ – in der Verbindung zwischen den Seelen, zwischen den Freunden herrscht die Kraft ihrer Vereinigung, die sich Schöpfer nennt.

Der Schöpfer ist die allgemeine Eigenschaft des Gebens, die wir selbst Teil für Teil zusammenfügen. Darum wird der Schöpfer als „Bore“ bezeichnet – „komme und siehe“. Denn wir müssen uns diesem Zustand annähern und erkennen, dass dies eine Erscheinung innerhalb der eigenen Verlangen ist.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 07.10.2011

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Drei Gründe, welche den Verstand des Menschen vergrößern

Es wurde von den Weisen gesagt, dass „drei Gründe den Verstand des Menschen vergrößern: eine schöne Frau, ein schönes Haus und die schönen Kelim/Gefäße“.

Es handelt sich um die Wünsche zu genießen, welche „das Haus“, „die Frau“ und „die Gefäße“ heißen: in dem Maß, in welchem ich mich um diese Wünsche sorge, damit sie die Form des Gebens annehmen, werden sie ausgedehnt.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011