Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Gipfel des Begreifens liegt in der Unendlichkeit

Der Schöpfer ist im Begriff „Eins“ (hebr. Echad) eingeschlossen, wie geschrieben steht: „Eins, Einheitlich und Einzig“. Auf diese Art wird Er uns offenbart. Wenn die Kabbalisten das Licht der Unendlichkeit begreifen, den höchsten Punkt, den man überhaupt begreifen kann, dann offenbaren sie nur einen Begriff, in den alles und ohne jeden Unterschied eingeschlossen ist. Und die Welt der Unendlichkeit ist jener höchste Punkt, der überhaupt erreicht werden kann.

Von Anfang an war alles in diesem einen Begriff enthalten: die gesamte Schöpfung als ein Geschöpf. Um den Geschöpfen die Empfindung ihrer Existenz, der Vollkommenheit und des Begreifens zu geben, wurde dieser Zustand der Einheit in eine Menge abgesonderter und ihm entgegengesetzter Begriffe aufgeteilt.

Auf diese Weise geschieht der stufenweise Abstieg aus der Welt der Unendlichkeit bis in unsere Welt durch die 5 Welten (Adam Kadmon, Azilut, Brija, Jezira, Assija). Innerhalb dieser Welten wird eine Menge Veränderungen realisiert. Dann wird die Stufe unserer Welt erreicht, auf der wir vollständig von der Vollkommenheit abgetrennt sind, sowie uns der Abwesenheit des vollkommenen Zustandes nicht mehr bewusst sind.

Aber gerade aus diesem Zustand heraus beginnen wir, die Vereinigung zu erreichen und die Einheit, den „Einzigen“ zu begreifen. Dank unserer Bemühungen, unsere eigene Weltempfindung und die Wahrnehmung der Realität in den fünf Sinnesorganen zu korrigieren, können wir alles mit dem Einem, dem Einzigen in Verbindung bringen.

Somit haben wir keine andere Arbeit, außer alles zusammen in dem einem Begriff zu verbinden. Jeder einzelne Mensch fokussiert seine Wahrnehmung der Welt auf den „Einen“, und alle Menschen vereinigen ihre Wahrnehmungen, so dass alles in dem „Einzigen“ zusammengeführt wird. Und hauptsächlich wird diese Arbeit in der Gruppe – infolge der Bemühungen vieler Menschen durchgeführt, die den Begriff des „Einzigen“ über alle Unterschiede aufrechterhalten wollen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 27.11.2011

Alles hängt von unserem Verlangen ab!

Frage: Werden wir eine dauerhafte spirituelle Stufe auf dem Kongress erreichen können?

Meine Antwort: Wir können auf dem Kongress wenn nicht eine dauerhafte, dann zumindest eine vorläufige spirituelle Stufe erreichen. Sie wird uns die Reshimot geben und ein bestimmtes spirituelles Bild in uns erschaffen, dem wir später entgegenstreben und das wir immer wieder aufrufen und in uns formen können. Deshalb müssen wir wollen, dass in uns zumindest vorläufig das Verständnis der nächsten Schöpfungsstufe, unseres nächsten Zustandes, entsteht. Und später wird das dauerhafte kommen – das ist kein Problem. Der Mensch wird bereits ein klares Verständnis dessen haben, wonach er streben soll.

Wir können sogar den dauerhaften spirituellen Zustand erreichen – das hängt von unserem Gesamtverlangen ab. Wenn wir wollen, ist alles möglich!

Es spielt keine Rolle, wo sich der Mensch während des Kongresses befindet. Wenn er aus Gründen, die nicht von ihm abhängen, nicht kommen kann (Probleme mit Geld, Arbeit, Familie etc.), ist es unwichtig. Versucht, in dieser Zeit bei allen unseren Aktivitäten mit uns zusammen zu sein. Wir werden rund um die Uhr offen für euch sein. Selbst wenn wir für eine kurze Zeit schlafen gehen und ihr einen leeren Saal mit einigen Dutzend Menschen, die ihn auf die Morgenlektion vorbereiten, seht, seid trotzdem mit uns zusammen!

Alles, was wir durchleben werden, wird sofort auf unserer Internetseite veröffentlicht. Und diejenigen, die keine Möglichkeit haben, live mit uns zusammen zu sein, werden alle unsere Aktivitäten sofort sehen, hören und durch sich durchlassen können. Wir werden alles dafür tun, damit ihr physisch mit uns zusammen sein könnt, und ihr werdet alles dafür tun, um innerlich, spirituell mit uns zusammen zu sein. Unsere Unterstützung ist euch sicher.

Im Grunde genommen sind alle Lektionen, die ich zurzeit gebe, alle unsere Unterrichte, auf die Kongressvorbereitungen ausgerichtet, um uns alle so einzustimmen, aufzuwärmen, zu vereinen und zu formen, dass wir in diesen 72 Stunden einfach „zusammengeschweißt“ werden und in dieser Verbindung die Höhere Welt enthüllen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 06.11.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 27/11/2011

*Wir haben keine andere Aufgabe, außer – alles nur mit dem Begriff „Eins zu sein“ zu verbinden.

*Je mehr wir auf dem spirituellen Weg voranschreiten, wird uns die Trennung noch realer, größer, mächtiger, in unterschiedlichen Formen, erscheinen – Der Unterschied zwischen Gut und Böse, Empfänger und Geber, wird um ein vieles größer, und wir werden uns ständig, mehr und mehr dazu verpflichten, dies mit dem Begriff „Eins zu sein“ zu verbinden.

*Ich bin in meiner inneren Arbeit dazu verpflichtet, mich anzustrengen, alle Dinge mit dem Einen zu verbinden, das bedeutet alles einer Kraft zuzusprechen. Wenn ich es schaffe, dies zu tun, so erschaffe ich in meiner Wahrnehmung ein System, welches das eigene Keter erreicht und so zu Korrektur kommt – die Korrektur meiner Wahrnehmung.

*Ohne die Anderen, bin ich nicht fähig dem Begriff „Eins zu sein“ näher zu kommen; Und in dem mir gegebenen System, ist es mir möglich mich mit allem was ich spüre auf dieser großen Welt, zu verbinden.

*Wir müssen die Sache der gegenseitigen Verantwortung, das Bündnis als höchste Priorität sehen. Wenn der Mensch sich ständig bemüht, sich verantwortlich für Andere zu fühlen, und im Besonderen dann, wenn er dem Ziel nahe ist, dann funktioniert es auch. Zum Beispiel, jetzt vor dem Kongress, wollen wir verantwortlich sein und uns in gegenseiter Bürgschaft befinden, so dass niemand das Ziel aus den Augen verliert, und wir diesem alle zusammen näher kommen.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Wenn wir zusammen den Sohar lesen, müssen wir hauptsächlich eine gemeinsame Aktion vollbringen: das Licht auf uns alle anziehen wollen. Und dann enthüllen wir den Schöpfer, die Quelle dieses Lichtes.

*Um die „eine“ Handlung auch für mich hervorzurufen, indem ich sie zu Einem mit der gesamten Wirklichkeit gemacht habe, lese ich einfache über seine Handlungen, aber ich richte mich auf das Ergebnis vom Gelesenen aus, auf das Ergebnis aus der Handlung des Lichtes, welches zur Quelle zurück führt – es führt mich zu dem Ort zurück woher es kommt. Und das ist wichtig. Und ich füge die Gruppe, die Welt und mich selbst dazu – All das was ich in meiner Wahrnehmung empfinde – all das muss sich mit dem Begriff des „Einen“ verbinden.

Allgemeine Kraft der Gruppe als einziges Kriterium auf dem Weg

Frage: Während ich mich mit der Kabbala beschäftige, durchlaufe ich verschiedene Empfindungen. Woher soll ich wissen, dass sie real und keine Phantasien sind?

Meine Antwort: Unser einziges spirituelles Kriterium ist die Gruppe. Ich muss die Versammlung unserer Verlangen sehen. Ich möchte, dass sie alle durch die Kraft der gegenseitigen Bürgschaft zusammengeschweißt sind – über dem materiellen Leben. Soll es doch seinen gewohnten Lauf fortsetzen, nicht aus freiem Willen komme ich zur Welt, lebe und sterbe. Doch nun geht es um das grundlegende Bestreben des Menschen, um eine höhere Stufe, auf der wir uns untereinander verbinden müssen. In Bezug auf diese allgemeine Kraft überprüfe ich mich selbst.

In diesem Fall habe ich einen gewissen Standard, ein Kriterium, welches mir hilft, zu bestimmen, was die spirituelle Welt bedeutet. Alle anderen „Bilder“ sind eingebildet und falsch.

Andererseits, wenn ich nicht in der Lage bin, mir die allgemeine Kraft vorzustellen, die in der Gruppe herrscht, zeigt es mir genau, wie sehr ich von der spirituellen Richtung abgewichen bin. Die Menschen bilden sich alle möglichen spirituellen Märchen ein, während die einzige Stütze, der einzige spirituelle Grundinhalt für uns momentan gerade die allgemeine Kraft der Gruppe ist. Höher oder anders kannst du dir nichts richtig vorstellen.

Begreife nun, wie fehlerhaft deine Herangehensweise bis jetzt war. Du hast dir die Spiritualität als etwas vollkommen anderes vorgestellt, sie hat dich in alle möglichen Richtungen, nur nicht in diese gelockt. Halte also den genauen Kurs und korrigiere ihn nur in die Richtung der Gruppe. Worüber wir auch lesen oder was wir auch studieren mögen, das alles bezieht sich nur auf unsere Vereinigung und auf nichts anderes.

Nehmen wir an, du würdest jemanden hassen – doch auch das hat nichts mit Gut und Böse zu tun, wie es die Tora beschreibt. Denn sie erzählt nur vom Zusammenhalt der Freunde in der Gruppe. Befreie den spirituellen Grundinhalt von der Schale, löse dich von dem Zuhause, der Familie und der Arbeit, von dieser ganzen Welt – behalte in deinem Wahrnehmungsbild nur Kräfte, die wir vereinen wollen.

Allein diese allgemeine Kraft suchst du während des Studiums und unter den Freunden, und jedes Wort der Wissenschaft der Kabbala musst du durch diesen Begriff durchlaufen lassen. Nur dann kommst du optimal voran. Jedes andere Vorankommen führt dich durch den Weg des Leidens.

Auszug aus dem Unterricht über das „Vorwort zum Buch Sohar“, 25.11.2011

Unsere Aufgabe ist es, zu verlangen – den Rest erledigt das Licht.

Wir befinden uns in der entscheidenden Woche vor dem Kongress – es sind besondere Tage, die dem Erlangen eines neuen Zustandes vorausgehen. Wir müssen uns richtig vorbereiten, sicher sein, dass wir ihn erlangen, bereit sein, nach dem neuen Zustand zu verlangen. Und dann geschieht es.

Alles hängt von uns ab. Wir haben die Möglichkeit, alles ist bereit und hängt nur von dem Verlangen unsererseits ab, davon, inwieweit es uns gelingt, danach zu verlangen.

Wollen wir hoffen, dass wir es schaffen, unsere Kräfte zu vereinen und zum Schrei zu kommen. Im Grunde genommen brauchen wir nur diesen Schrei, nicht mehr. Die andere Hälfte kommt von oben.

Darum sollten wir nicht Vabanque spielen und versuchen, artig zu sein, um alles selbst zu erreichen. Wir können nicht artig sein, wir müssen lediglich wollen, dass es geschieht.

Eine Hälfte ist bereits eine Erleichterung. Nur daran sollten wir denken – daran, wie wir uns anstrengen und zum Schrei kommen können. Weiter soll die Höhere Kraft arbeiten. Wir müssen eine Grenze ziehen und begreifen, wo unser Teil endet. Es erleichtert sehr die Vorbereitung des Menschen auf die erste Enthüllung des Schöpfers.

Aus dem Gespräch während der Mahlzeit, 25.11.2011

Hindernisse: Schaden oder Nutzen?

Frage: Warum habe ich so viele Hindernisse auf dem Weg zum Kongress? Vielleicht bin ich dem noch nicht gewachsen?

Meine Antwort: Dir werden mit Absicht Hindernisse geschickt. In der „Einführung zu TES“ wird ein Beispiel angeführt, wie wir einen Berg hochklettern, auf dem der Palast des Schöpfers steht. Je höher du steigst, desto unsanfter wirst du von den Wachen zurückgestoßen und vom Berg heruntergeworfen, und du musst wieder hochklettern. Es geht so weiter, bis du eine bestimmte Anzahl von Anstrengungen unternommen und die Hindernisse dennoch überwunden hast.

Plötzlich wirst du sehen, dass die Hindernisse in Wirklichkeit keinen Schaden für dich darstellten. Auf diese Weise haben sie einfach das wahre Verlangen in dir geweckt. Es ist mit einem Flirt zu vergleichen, wenn das Erwünschte sich von dir abstößt und dadurch ein größeres Verlangen in dir entfacht. So etwas existiert auf jeder Stufe der Erfüllung. Das heißt, um mit dem Schöpfer in Kontakt treten zu können, musst du das wahre Verlangen erreichen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 06.11.2011

Kostbare Empfindungsfelder

Frage: In welche Richtung sollten wir gehen, damit der Kongress möglichst erfolgreich verläuft?

Meine Antwort: Wir sollten versuchen, unsere intensivsten Empfindungen in Bezug auf unsere gemeinsamen Handlungen zu finden und sie ständig in uns zu pflegen. Wir müssen die ganze Zeit das entwickeln, was wir in der Wüste, im Unterricht oder jetzt, bei den Kongressvorbereitungen, erlebt haben.

Wir müssen solche Empfindungspunkte in uns finden (keine Worte – sie können nicht in Worte gefasst werden) und uns an diesen Empfindungen noch mehr, noch intensiver festhalten. Wir müssen versuchen, sie auf irgendeine Art und Weise über alles andere zu erheben, wo auch immer wir uns befinden und was auch immer wir durchleben mögen – über alle entstehenden Probleme, damit diese Probleme jene Empfindungen, die wir aus solchen Momenten der Verbindung gewinnen, nur verstärken.

Versucht, diese Gefühle der Vereinigung zu sammeln und sie ständig zu mehren, zu entwickeln. Sie werden letztendlich dazu beitragen, zu der Empfindung der allgemeinen Eigenschaft des Gebens, der Verbindung zwischen uns, zu gelangen – dann werden wir in ihr die Höhere Welt wahrnehmen können.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 20.11.2011

Die Liebe in einer bequemen Verpackung?

Frage: Ich las in der Zeitung, dass das Gefühl der Liebe von drei chemischen Verbindungen ausgelöst wird, welche man im Prinzip auch in Tablettenform erhalten könnte. Sollten wir uns nicht ein Paket der Liebe anschaffen, das leicht in die Hosentasche passt?

Meine Antwort: Das ist möglich, wenn es um sexuelle Anziehung geht oder um pharmakologischen Seelenfrieden, welcher durch Betrug und Betäubungsmittel einem Menschen vorgaukelt, dass er liebt. Eigentlich gibt es verschiedene Arten der Liebe.

Zum Beispiel liebe ich gebratenen Fisch, und du vielleicht diesen in Form einer Suppe. Aber in der Tat handelt es sich um „Liebe“, wenn ich die Wünsche des Nächsten spüre, die sich in ihm und nicht in mir befinden. Dafür ist zuallererst die Beschränkung der eigenen Wünsche nötig. Nur so bin ich der Eigenschaft des Gebens, Bina, die uns erlaubt, andere zu spüren. Dann kann ich an den Wunsch des Nächsten meinen eigenen anschließen und seine Wünsche mittels eigener Wünsche auffüllen. Das ist das, was wir Liebe nennen.

Auf dem Weg zu ihr erwartet uns ein langer Prozess. Zunächst einmal müssen wir mit uns die erste Kontraktion durchführen (Z“A – Zimzum Alef), die Aufgabe von persönlichem Engagement und vor allem, uns über alle eigenen Wünsche erheben. Dann bewahren sie Schweigen und stehen still. Dann komme ich aus mir heraus, um zu sehen, zu bekommen, um deine Wünsche zu spüren. Ich möchte deine Wünsche annehmen, um sie an mich anzubinden, mir vorzustellen, dass sie sich in mir zusammen mit meinen Wünschen befinden.

Zur dieser Zeit werden meine Wünsche sich oben befinden, ähnlich wie der Kopf des Parzufs, und deine werden wie der Körper des Parzufs sein, und ich kann sie auffüllen. Ich werde mich immer darum kümmern.

Das ist auch die Arbeit von Bina. In mir gibt es zwei Ebenen: Bina und Zon, d.h. „Kinder“. In abstracto, existiere ich nur in Galgalta we Ejnaim (G „E), wo ich außer dem Minimum nichts brauche. Dann hebe ich dich zu mir, und du wirst alles bekommen, was du willst. Ich befülle dich in mir selbst – in meinem „Leib“, in ACHaP.
Das ist das, was wir „Lieben“ nennen – dem anderen dienen, nach seinen Wünschen.

Gäbe es solche Pillen, würde ich sie in den Wasserspeicher schmeißen, von wo das Wasser in die Wasserleitung fließt. Aber die Pillen gibt es nicht und wird es nie geben, weil das große Sorgfalt erfordert – hier muss man Kraft investieren.

Es scheint unklar, warum der Schöpfer die Pille nicht vorgesehen hat? Genießt er es, wenn er auf unser Leid blickt? Tatsache ist, dass wir die negative Seite und den Weg zur Korrektur selbst erkennen müssen. Auf diesem Weg werden wir jedes Mal vom Schöpfer Kraft für die Analyse, sowie die Kraft für die Korrektur und die Füllung fordern. Dies sind die drei Etappen, ohne die man nicht auskommen kann.

Wenn ich mich nach diesem Bild innerlich aufstelle, beginne ich zu verstehen, was er geschaffen hat. Ich begreife seine Absicht, sein Programm und werde ihm in Status und Niveau immer ähnlicher. Ich verstehe die ganze Wirklichkeit und nehme sie an, durchbohre mit dem Blick die gesamte Breite und Tiefe ihrer Existenz, in vollem Umfang. Diesen Zustand, kann man nicht als Ausgangsposition bekommen. Denn die Schöpfung befindet sich in der Welt der Unendlichkeit, voller Licht, fühlt sich aber an wie ein winziger Tropfen in seinem Ozean.

Ich muss in mir selbst den Wunsch, in die Unendlichkeit zu steigen, enthüllen. Ich muss es selbst verstehen, spüren, es in eigene Verfügung bringen, es unter die Kontrolle des eigenen Strebens bringen, in die eigenen Wünsche einbeziehen. Pillen sind hier machtlos.

Aus dem Unterricht nach der Zeitung „Das Volk“

Drei Tage vor dem Kongress

Frage: Sie haben von der Wichtigkeit der letzten drei Tage vor dem Kongress gesprochen. Wie können wir in diesen Tagen die Vorbereitung am besten organisieren?

Meine Antwort: Es gibt den Begriff „drei Tage des Übergangs“ von einem Zustand zum nächsten, in denen man den früheren Zustand verlassen und aus dem neutralen Zustand nach und nach zum neuen übergehen sollte.

Aus diesem Grund empfehlen wir sehr den Menschen, die sich richtig dem Kongress anschließen wollen (Kongress bedeutet im Grunde genommen unsere Einheit), zu versuchen, in diesem Gedanken, in diesem Gefühl, in der Vorfreude auf die gemeinsame Verbindung besonders in den drei Tagen davor zu sein. Das wird ihnen helfen, die Vereinigung besonders intensiv zu durchleben und in ihr wenigstens einen Teil der Höheren Welt für sich zu enthüllen. Genau das erwarten wir von unserer gemeinsamen Handlung.

Kongress ist nicht einfach eine Veranstaltung, auf der wir alle zusammenkommen, auf der wir singen, tanzen, an den Unterrichten und Freundesversammlungen teilnehmen. Nein, Kongress bedeutet in erster Linie unsere Vereinigung zu einem Verlangen des gegenseitigen Gebens. Wenn wir dieses Verlangen formen können, werden wir darin unverzüglich die nächste Stufe unserer Entwicklung wahrnehmen, die sich über unserer Welt befindet, – was wir eigentlich auch anstreben.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 20.11.2011

Ratschläge zur Kongressvorbereitung

Um sich möglichst gut auf den Kongress vorbereiten zu können, muss man sich unbedingt die Gespräche vom Kongress in der Wüste anhören.

Offenbar stehen uns noch interessante Gespräche und Aktionen bevor, in denen wir das gemeinsame Bestreben nach dem Verlangen zu geben, welches sich aus vielen kleinen Bestrebungen jedes Einzelnen und aus der gegenseitigen Unterstützung bildet, weiterentwickeln werden. Man muss sich das alles gut anschauen und sich darein fühlen.

Es wäre wünschenswert, sich im Voraus mit den Liedern, mit dem Kongressprogramm, mit dem Lernmaterial vertraut zu machen, einfach einzelne Themen durchlesen, sich die Videos anschauen und sich der gemeinsamen Vorbereitung anschließen. Wenn ihr mit der ganzen Gruppe kommt, könnt ihr die Elemente der Verbindung zwischen euch in ihr durcharbeiten.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 20.11.2011