Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Auf der Spur der Pariser Tragödie: Freiheit und Erlaubnis

Frage: Nach dem verheerendem Terrorakt in Paris, der 129 Leben gekostet hat, reden viele über einen Dritten Weltkrieg…

Antwort: Es ist noch kein Dritter Weltkrieg, denn dieser wäre ein Atomkrieg und würde die Welt zerstören. Ich will diese Tragödie keinesfalls klein machen, eine Tragödie, die Frankreich und die ganze Welt betrifft. Zu unserem Bedauern werden diese Terrorakte schon zu alltäglichen Geschehnissen. Vor einer Woche wurde ein russisches Flugzeug mit mehr als 200 Menschen zerstört. Das ist zwar noch kein Weltkrieg, aber es sind erste Symptome. Wenn wir so weitermachen, werden wir in einer Katastrophe enden.

Frage: Frankreich ist die Mutter der demokratischen Begriffe wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – die Schlagworte der französischen Revolution. Wie ist es möglich, dass sich genau hier die dunklen Kräfte des Bösen enthüllen?

Antwort: Seit der französischen Revolution wurde die Demokratie derart „zurechtgebogen“, dass die Freiheit als Erlaubnis für alles und jedes verstanden wird. Das ist aber nicht gut. Alles soll in Balance bleiben, weil unsere Welt auf dem Gleichgewicht zweier Kräfte basiert – Licht und Dunkelheit, Plus und Minus, Kalt und Warm. Die ganze Natur besteht aus dem Zusammenspiel dieser beiden Gegensätze. Eine grenzenlose Freiheit kann zu verheerenden Folgen führen, die schlimmer als Sklaverei und Diktatur sind.

Solange die Menschheit keine Freiheit hatte, war klar, wie schrecklich die Sklaverei war. Aber es ist sehr schwer, denjenigen die Stirn zu bieten, die das Böse zulassen und es mit der Fahne der Freiheit und Demokratie verhüllen. Deswegen muss selbst die Freiheit richtig proportioniert werden.

Wir sehen, dass Frankreich innerhalb der letzten Jahrzehnte zu einem Asyl für Migranten aus Afrika und dem Nahen Osten wurde. Es ist nichts von dem Frankreich der Europäer übrig geblieben, das durch seine klassische Literatur und Kultur berühmt wurde. Man erinnert sich nur mehr vage daran.

Die früheren Schlagworte „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ sind zu schönen Worten mutiert, die nirgendwo realisiert werden. Es ist ja auch praktisch unmöglich, sie zu realisieren. Wir sollten realistisch bleiben. Es gibt die Demokratie, die wir schönreden und es gibt die bittere Realität, in der wir leben und die in der die Demokratie nicht mehr existiert.

Wir sollten Traumwelt und Realität trennen. Bei allem Respekt vor Frankreich, das als erstes Land die Welt zur Demokratie, Bildung und Kultur geführt hatte, muss man doch bedenken, dass damals die Zeit dafür gerade reif war und es nun Vergangenheit ist. Die Periode der Renaissance ist zu Ende.

Heute, nach 150 Jahren befinden wir uns in einer anderen Periode. In unserer Zeit herrschen Terror und Macht. Frankreich wurde statt Blau-Weiß-Rot zu Grün, und das beeinflusst sein öffentliches Leben. Man kann nicht mehr vom französischen Frankreich sprechen, wenn 10% seiner Bevölkerung Muslime sind.

Der Präsident von Frankreich stellt nicht Frankreich dar, sondern die Kraft, die es antreibt. Deswegen ist Frankreich in zwei Teile zersplittert. Die rechtsradikalen Anhänger Le Pens wollen das Land zum vorherigem Zustand zurückführen. Und obwohl es fast Faschisten sind, erscheinen sie den Franzosen nicht so schlimm und extrem wie der Terror, der in Frankreich herrscht. Die Franzosen sehen offenbar keine andere Wahl mehr als sich der rechten Linie anzuschließen.

Aus dem Radio-Programm 103FM, 15.11.2015

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Kommt und studiert!

Frage: Auf manche Fragen antworten Sie, dass sie nicht so einfach zu beantworten sind und laden die Schüler ein, zu studieren. Was gibt einem Menschen das Studium der Kabbalah?

Antwort: Wenn die Kabbalah eine Wissenschaft ist, ist es klar, dass sie erlernbar sein muss. Meine erste Ausbildung ist die Biokybernetik. Das ist eine spezielle Wissenschaft, die aus der Kybernetik abgeleitet wird – aus der Wissenschaft der Steuerung der biologischen Systeme. Das bedeutet, die Biokybernetik erforscht lebende biologische Systeme. Ich habe die Funktion der Systeme des menschlichen Organismus aus der Sicht der Mathematik, Physik und Chemie studiert. Nicht aus der Sicht der Medizin, sondern wie man diese Systeme mithilfe von Robotern betreiben kann.

Damit habe ich vor 50 Jahren angefangen. Wenn ich ein System, Zeichnungen, Tabellen sehe, fühle ich, dass ich das Material begreife. Die Biokybernetik hat mir sehr geholfen zur Frage zu gelangen: „Was ist der Sinn des Lebens? Dadurch landete ich bei der Wissenschaft der Kabbalah. Ich wollte unbedingt mehr über das übergeordnete System wissen, welches das menschliche Leben steuert. Ich wollte die Zeichnungen und Tabellen dieses Systems sehen. Weil ich schon damals wusste, dass in der Natur nichts zufällig passiert.

Nur das Kind glaubt, dass die Tasse, die er zerbrochen hat, selbst runtergefallen ist. Der Erwachsene versteht aber, dass  wir nicht über unsere Leben entscheiden und wir unser Schicksal nicht verändern können. Das Leben läuft nach dem strengen, von Anfang bis Ende vorbestimmten Scenario. Und ich wollte wissen, wer das alles steuert, ob ich in diesen Prozess irgendwie eingreifen kann oder ob ich lediglich ohnmächtig von einer Strömung mitgerissen werde.

Mit dieser Frage bin ich zur Kabbalah gekommen und habe in der die Lehre der Zehn Sefirot 125 spirituelle Stufen und verschiedene spirituelle Objekte, die Parzufim heißen, entdeckt. Ich war verblüfft, als ich diese erhabene, beinahe 6000 Jahre alte Wissenschaft entdeckt habe, welche genaue Erklärungen über die von oben auf uns wirkende Kraft gibt. Wenn ich von oben gesteuert werde, will ich wissen, wie das funktioniert und ob ich in diese Steuerung eingreifen kann. Ich kann es nicht leiden, dass jemand mich steuert und mich am Ohr packt, den ich nicht einmal sehen kann. Deswegen bin ich mit voller Kraft in das Studium eingestiegen. Im Jahr 1984 habe ich meine ersten Bücher über die Kabbalah geschrieben, um diese Wissenschaft anderen Interessierten näher zu bringen.

Die höhere Kraft ist die Natur, in der genaue, strenge Gesetze wirken. Und nichtsdestotrotz erlaubt die Kabbalah uns, auf einen der Koeffizienten in der Formel des Lebens einzuwirken und damit das Schicksal zu ändern. Es gibt Menschen, die daran interessiert sind, wie sie mithilfe der Kabbalah ihr Leben und das ihrer Verwandten verbessern könnten. Die andere wollen das Leben im ganzen Land verbessern oder sogar die ganze Welt.

Die Kabbalah lehrt uns, woher wir kommen und warum wir genau dieses Schicksal haben. Wieso wir Beziehungen zu bestimmten Menschen haben und wie sich die Beziehungen zu diesen Menschen auf uns und unsere Entwicklung auswirken. Dadurch können wir alle Verbindungen und unsere Wechselbeziehungen erklären.

Das ist eigentlich sehr leicht, wenn man den Mechanismus der Systemsteuerung erlernt hat.

Aus dem Radio Programm 103FM, 01.11.2015

[#169040]

Was gibt uns die Wissenschaft der Kabbala?

Frage: Wie kann ich sicher sein, dass nur die Kabbala die höhere Kraft enthüllt? Denn das behauptet ja jede Religion.

Antwort: Das kann ich nicht sagen. Kabbala stellt sich nicht das Ziel, die Menschen an sich zu ziehen.Der Mensch soll sich dieses Wissen einprägen, zuhören, diesen Blog durchstöbern, die Quellen erforschen, und dann findet er heraus, ob die Kabbala etwas für ihn wäre oder nicht. Ist es das nicht, möge er woanders weitersuchen. Findet er Interesse, freuen wir uns darüber sehr.

Natürlich sind wir daran interessiert, dass uns die Menschen zuhören, weil (wie ich aus eigener Erfahrung begriffen habe) Kabbala dem Menschen die Empfindung der Ewigkeit und der Vollkommenheit gibt, die Empfindung der Lenkung des eigenen Schicksals.

Der Mensch hat dann keine Angst mehr vor dem physischen Tod, weil er sich noch in diesem Leben auf andere Stufen des Daseins erhebt.

Ich meine, dass das, was die Wissenschaft der Kabbala uns gibt, uns keiner geben kann. Ich rede nicht über die Religionen, weil sie infolge der Verhüllung der Kabbala entstanden sind.

Kabbala ist die Grundlage für alle Religionen, spirituelle Methoden und auch Philosophien. Kabbala ist die Grundlage aller Wissenschaften. Das steht in den alten Quellen, woraus alle Wissenschaften entstanden waren.

[#167609]

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >  Kabbala Akademie

Unbefangener Blick auf die Welt

Es gibt Handlungen, die ein Mensch ausführen muss, indem er seine egoistische Natur ändert. Weil sie uns zwingt, nur uns selbst zu lieben und zu schmarotzen, ohne jeglicher Rücksicht auf das Leiden der Nächsten. Genauso vernachlässigen wir den Schöpfer. Hätten wir nicht die Furcht vor einer höheren Kraft, hätten wir überhaupt keine Gedanken an sie verloren.

Es gibt aber die Verhüllung und daher weiß ich nicht, was mit meinem Leben geschieht, mit meinen Kindern, den Verwandten, mit mir selber. Werde ich noch im nächsten Augenblick am Leben sein und was wird mir der nächste Tag bereiten? Deswegen mache ich eine Berechnung und entscheide mich dafür, mich gut zu benehmen, weil sich das für mich lohnt.

Von Seiten des Schöpfers gibt es gewisse Verbindlichkeiten in Bezug auf Menschen, das bedeutet wenn der Mensch sich richtig benimmt, verhält sich der Schöpfer zu ihm wohlwollend. Es gibt aber noch eine andere Voraussetzung, die uns verpflichtet, uns nicht nur zum Schöpfer gut zu verhalten, sondern zur ganzen Welt: zur unbelebten Natur, Pflanzen, Tieren und Menschen. Man soll sich zu seiner Umwelt so benehmen, als ob man letzter wäre, deswegen wurde gesagt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Der Nächste ist alles, was mich umgibt.

Stellen Sie sich vor, Sie verhielten sich zu allem, was Sie umgibt, genauso wohlwollend wie zu sich selbst. Dann spüren Sie vielleicht den Unterschied zwischen sich selbst und dem, was außer Ihnen existiert. Alles – Steine, Pflanzen, Tiere, Menschen sind Sie selber. Sie spüren, dass die umgebende Welt, das ganze Universum eine Einheit ist, in der auch Sie ein Teil sind. Wenn wir zu solchem Zustand kommen, heben wir alle Grenzen auf und erwerben ein zusätzliches Sinnesorgan, das uns ermöglicht, das zu erkennen, was uns umgibt.

Man empfand die Außenwelt immer durch die eigenen Augen, bewertete alles entsprechend der Vorteile, die man aus den Dingen ziehen konnte. Und jetzt hebt man den Egoismus auf, die eigene parteiische Meinung und fühlt die Außenwelt. Man spürt plötzlich, dass man mit der Außenwelt zu Einem verschmilzt, was die höhere Welt oder Garten Eden heißt. Die Welt ist voll Energie, Licht, Leben, Vergnügen. Es gibt nur das höhere Licht, das sich in absoluter Ruhe befindet. Es gibt keine Grenzen und keine Zeit.

Sie entkommen der Begrenzung dieser Welt und Ihren egoistischer Empfindungen und erfahren eine neue Realität, die nicht von Ihrem Egoismus begrenzt ist. Wenn Sie diese Empfindung erreichen, wo die ganze Welt zu Einem wird, wo sich die höhere und niedere Welt verbinden, erkennen Sie die Wahrheit, für welche Sie in dieser Welt existieren.

Aus der TV Sendung „neues Leben“ Nr. 627, 17 September 2015

[#166870]

Die Korrektur kann nicht an einem Tag erledigt werden

Frage: Worin liegt der Unterschied zwischen der Versündigung gegenüber dem Menschen und jener gegenüber dem Schöpfer?

Antwort: Die Versündigung ist die Nutzung des eigenen Egoismus zum Schaden des Nächsten. Und „der Nächste“ – das ist alles, was außerhalb eines selbst existiert. Die Versündigung im Bezug auf den Schöpfer ist ein Verbrechen gegen die allgemeine höhere Kraft, die die ganze Welt erfüllt. Das Verbrechen besteht darin, sich nicht auf die ganze Welt so zu beziehen wie zu seinem eigenen Besitz.

Der Schöpfer will, dass wir Ihm gleich werden. Stell dir vor, dass du der  Besitzer von der ganzen Welt bist. Wie würdest du dich zu dieser Welt beziehen? Du würdest diese Welt lieben, schützen, auf sie aufpassen. Sogar die kleinste Ameise wäre für dich kostbar wie du selber. Wichtig ist aber die Beziehung zu Menschen, weil du mit ihnen eine gegenseitige Bindung aufbauen und dich mit ihnen zu einem Menschen mit einem Herzen verbinden kannst. Das heißt seine Sünde sühnen.

Mit der egoistischen Ausnutzung anderer Menschen begehe ich gegen Ihn ein Verbrechen. Und wenn ich mich zur ganzen Welt nicht wie zu mir selbst verhalte, ist das ein Verbrechen gegen die höhere Kraft. Weil ich die ganze Welt wie einen Teil von mir empfinden soll. Ich befinde mich in dieser Welt wie im Inneren eines Kuchens, wo alles miteinander zu einem Ganzen verbunden ist und ich bin verpflichtet, mich zu allem, was mich umgibt, wie zu mir selbst zu verhalten.

Alles, was wir um uns herum sehen, ist der Schöpfer, die Natur. Wenn ich mich zur ganzen Welt nicht wie zu mir selbst beziehe, kann ich an Jom Kippur nicht mein Verbrechen begreifen, bereuen und Vergebung erhalten. Weil von der nichtlebendigen, pflanzlichen und tierischen Welt keine Reaktion zu erwarten ist.

Mit anderen Menschen muss ich mich auf so eine Art verbinden, dass sie mich lieben und ich sie. Die Liebe deckt alle Sünden zu. Ich muss  die Methode der Verbindung mit meinem Freund realisieren, indem zwischen uns solche Verhältnisse aufgebaut werden, die man die Liebe nennt.

Zu lieben heißt, einander nah zu sein, dass ich alle Verlangen des anderen fühle und versuche, sie zu erfüllen und er seinerseits alle meine Verlangen erfüllt. Wir verschmelzen so, dass es zwischen uns keinen Unterschied mehr gibt. Und so sollen sich alle Bewohner dieser Welt verbinden.

Wenn wir das erreichen, erfüllen wir alles, was die höhere Kraft von uns verlangt – wir realisieren die Vorbestimmung, wofür wir erschaffen wurden.

Jom Kippur ist ein Symbol der Korrektur, die nicht an einem Tag im Jahr erledigt werden kann. Jeder ist verpflichtet, an sich zu arbeiten, bis er die Endkorrektur erreicht: sich mit der ganzen Schöpfung zu einem Herzen, einem Verlangen zu verbinden und auch mit dem Schöpfer zu verschmelzen.

Seine Versündigung zu sühnen heißt, solche Handlungen durchzuführen, die zum Verschwinden der egoistischen Verlangen führen. Sie werden durch das Verlangen zu lieben ersetzt.

Frage: Worüber soll ich am Jom Kippur nachdenken, damit er glimpflich ausgeht?

Antwort: Denke daran, dass du geboren wurdest, damit du die Liebe zu allen erreichst und durch diese allgemeine Liebe die zukünftige Welt und den Schöpfer hier und jetzt offenbarst.

Aus der TV Sendung „Neues Leben“ vom 17 September 2015

[#166873]

Die richtige Antimaterie befindet sich in der Antiwelt!

Meinung: Materie und Antimaterie sind Spiegelbilder zueinander, wenn wir den Aussagen der Wissenschafter glauben, die sehr genaue Experimente durchgeführt haben. Materie ist aus Protonen, Neutronen oder Elektronen aufgebaut. Diese Teilchen haben Analoga, die als Antiteilchen bekannt sind – Antiprotonen, Antineutronen und Positronen, die die gleiche Masse besitzen aber die gegenteilige elektrische Ladung haben (…)

Das uns bekannte Universum ist aus einfacher Materie aufgebaut. Das tiefste Geheimnis aber ist, wieso besteht das Universum nicht aus den gleichen Teilen von Materie und Antimaterie. Und wenn Materie und Antimaterie Spiegelbilder sind, müsste eigentlich die ganze Materie verschwinden, weil bei dem Zusammenprall der beiden, sich Materie und Antimaterie aufheben.

Die Physiker vermuten, dass der Unterschied zwischen der Menge der Materie und Antimaterie im Universum (Barionisches System) das Ergebnis gewisser Unterschiede in den Eigenschaften der beiden ist. Was das für Unterschied ist, ist den Wissenschaftern noch nicht bekannt.

Erwiderung: Der Materie liegt keine zur Materie gegenteilige Eigenschaft zugrunde, sondern das gegenteilige Verlangen „Egoismus – Altruismus“, anziehen – abstoßen, weil beide aus einem Verlangen entstehen, sich nutzbringend verwirklichen, sich füllen und stabiler sind.

Die echte Antiwelt stellt sich nur in unseren Anti-Eigenschaften dar. Denn wir fühlen unsere Welt auch nur in unseren weltlichen Eigenschaften. Und wenn wir nicht existieren, existiert auch unsere Welt nicht. Und die von Physikern ergründbare Antimaterie ist nur nach ihrer Feststellung als solche zu bezeichnen und nicht als echte Antimaterie an sich.

[#167233]

Verwirklichung des Allgemeinen Naturgesetzes durch die nächste Generation

Frage: Was machen wir mit Schulen, Instituten, Arbeitsplätzen, wenn die Menschen das alles nicht mehr wollen?

Antwort: Zu aller Erst soll der Mensch die Methodik der Verwirklichung des Schöpfungziels erlernen, das im Erreichen der absoluten Liebe, des Zusammenwirkens und des Gebens durch die ganze Menschheit besteht. Und daraus folgend sollen wir alles, was dazu nötig ist, unternehmen: uns um richtige Ausbildung und Erziehung bemühen.

Deswegen müssen wir das allgemeine Naturgesetz verstehen und erkennen, das unsere Jugend uns deswegen gegeben wurden, damit wir uns auf das Leben vorbereiten können, mit anderen Worten zur Verwirklichung dieses Gesetzes gelangen: absolute Harmonie zwischen Mensch und Natur, zwischen Mensch und Mensch, zu Liebe und Kooperation. So erreichen wir die nächste Stufe unserer Entwicklung und steigen auf die nächste Stufe auf. Dafür brauchen wir die richtige Bildung. Und um würdig auf der materiellen Ebene zu existieren, sollten wir uns nur um unsere Grund-Bedürfnisse kümmern: Essen, Unterkunft, Kommunikationsmöglichkeiten und alles andere; Beruf erlernen und Wirtschaft entwickeln, aber nur in dem Ausmaß, das für das Erreichen des Ziels nötig ist. Wenn wir dorthin kommen, werden wir sehen, dass wir in Wirklichkeit sehr wenig brauchen.

Von alldem, was wir zur Zeit produzieren, sind 90% überflüssig. Wir brauchen einfaches gesundes Essen, einfache Kleidung, eine Unterkunft und ein wenig Komfort, der uns aber nicht vom Ziel des Daseins ablenkt und uns erlaubt, unsere innere Entwicklung voranzutreiben. Deswegen könnten 90% der Menschheit ohne Arbeit sein oder nur 2 Stunden in der Woche arbeiten; und das würde genug sein, um uns mit allem Nötigen zu versorgen.

Frage: Wieso kommen wir nicht dazu?

Antwort: Weil unser Egoismus uns weiter treibt: er will immer mehr und mehr. Und irgendjemand macht dadurch großen Profit, denn nicht umsonst wird so viel Geld in Werbung und Medien investiert. Letzter erziehen uns auf so eine Art und Weise, dass wir glauben, all das Überflüssige zu brauchen. Doch am ehesten bräuchten die Menschen nur die Kenntnis über die wahren Kräfte der Natur und deren Ziel. Ich hoffe, dass dies in den kommenden Jahren für alle erkennbar wird.

[#165484]

 

 

 

Der sechste Sinn

Frage: Gibt es eine Verbindung zwischen der Kabbalah und der Religion? Ist Kabbalah eine Religion?

Antwort: Kabbalah ist keine Religion, sondern Wissenschaft. Kabbalah befasst sich mit dem verborgenem Teil der Realität, mit welchen wir arbeiten können, wie in der Wissenschaft. Deswegen ist Kabbalah Wissenschaft.

Mithilfe spezieller Handlungen, die wir im Bezug auf uns durchführen, können wir unsere Sinnesorgane für die Aufnahme der höheren Stufe öffnen. Wir haben 5 Sinnesorgane – Sehsinn, Hörsinn, Geschmackssinn, Geruchssinn,  Tastsinn – durch die wir diese Welt fühlen – wenn auch begrenzt. Nichtsdestotrotz empfinden wir die Welt auf bestimmte Weise und so leben wir.

Wir können uns gar nicht vorstellen, dass es um uns herum noch andere Dinge gibt, die wir nicht wahrnehmen, weil unsere Sinnesorgane sie nicht erkennen. Genauso wenig wie wir ohne Teleskop erkennen, was auf anderen Planeten geschieht.

Wir haben vielerlei Apparate erfunden, damit wir unseren Sinnes-Umfang erweitern können. Aber eben nur erweitern. Die Wissenschaft Kabbalah erschafft uns ein zusätzliches Sinnesorgan, quasi einen sechsten Sinn, mit dessen Hilfe wir die ganze Realität erfassen können – auch jene, die vor uns verborgen ist. Dann wissen wir, wofür wir leben sollten und wie wir richtig leben können. Genau das soll der Mensch erkennen.

Frage: Was für ein Typ ist dieses Sinnesorgan?

Antwort: Dieses Sinnesorgan funktioniert ähnlich unseren herkömmlichen Sinnesorganen. Doch unsere 5 Sinne funktionieren in Form des Nehmens, der Aufnahme, der Attraktion oder Anziehung der ganzen Information, die außen existiert. Und das Organ, das wir mithilfe der Kabbalah entwickeln, funktioniert im Verlangen zu geben, der Gnade, der Liebe. Wir gehen aus uns heraus, steigen über uns auf und deswegen sind wir nicht mehr durch unseren Körper begrenzt. Unser spirituelles Sinnesorgan befindet sich außerhalb unseres materiellen Körpers. Wir erschließen damit praktisch die gesamte Realität. Und dann können wir alles erkennen. Dieses Organ heißt die Seele.

[#165790]

Kabbala und Missetaten – zwei Dinge, die nichts gemeinsam haben

Frage: Ist jeder Mensch, der in sich die Güte und Liebe zu den Nächsten fühlt ein Kabbalist?

Antwort: Wenn es die richtige Liebe zum Nächsten und das Geben ist, dann ist er ein Kabbalist. Das Problem ist aber, dass wir uns täuschen.. wir denken, wir würden den Nächsten lieben und uns gegenseitig geben. In unserer Welt gibt es aber keine echte Liebe.

Erwiderung: Viele Menschen glauben, gut und liebend zu sein.

Antwort: Das ist ein Fehler. Ein Kabbalist entwickelt in sich mithilfe der kabbalistischen Methodik die spezielle Eigenschaft des richtigen Gebens und der Liebe, und nicht das maskierte „Geben“, das in Wirklichkeit nur ein Zeichen eines größeren und entwickelteren Egoismus ist. Die Eigenschaft der Liebe und des Gebens wird nur über dem Egoismus aufgebaut, sie liegt über unserer Natur. Dann können wir wirklich das fühlen, was sich außer uns befindet. Und außer uns gibt es nur eine Kraft, die Schöpfer heißt. Die Offenbarung seiner Liebe und Güte wird die Höhere Welt genannt. Ein Kabbalist ist derjenige, der das Prinzip der Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst realisiert; das gibt ihm die Möglichkeit, die Höhere Welt wahrzunehmen.

Frage:  Was ist die Höhere Welt?

Antwort: Die Höhere Welt ist die Gesamtheit der Kräfte, Auswirkungen und Einflüsse der Höheren Kraft auf uns. Der Kabbalist sieht Kräfte, die andere Menschen nicht sehen. Er erreicht eine Wechselbeziehung mit der Höheren Kraft, mit allen Teilen, die diese Kraft beinhaltet und die vom Schöpfer kommt. So reagieren wir auf Seinen Aufruf, Ihm zu antworten. Und so werden wir zu Partnern der Natur. Der Kabbalist kommuniziert mit der Höheren Kraft, weswegen er die Realität auf neue Art wahrnimmt. Wenn er sich stets weiter entwickelt, kann er die Welt und das Leben der Menschen verbessern.

Frage: Kann ein Kabbalist sein Potential nutzen und den Menschen Leiden zufügen?

Antwort: Das ist unmöglich. Weil er von Anfang an die Kraft des Gebens und der Liebe empfängt.

Erwiderung: Jeden Monat aber hört man im Radio, dass ein Mann, der Tora studiert, in unlautere Geschehnisse verwickelt ist.

Antwort: Ein Kabbalist ist nicht im Stande, jemandem Schaden zuzufügen. Die Methodik der Kabbala verändert die Natur des Menschen auf  hin zum Altruismus. Zu aller Erst schränkt er seinen Egoismus ein. Die Tora beinhaltet das Licht, das zur Quelle zurückführt, das unsere bösen egoistischen Triebe in gute verwandeln kann. Ein Kabbalist nutzt dieses Licht und korrigiert seine Natur vom Bösen zum Guten. Das bedeutet: wenn ein Mensch einem anderen Schaden zufügt –  ist er kein Kabbalist.

[#165489]

 

 

Ein Kabbalist ist ein einzigartiger Wissenschafter

Frage: Wer ist ein Kabbalist? Was sieht er, das wir nicht sehen? Was fühlt er, das wir nicht fühlen? Besitzt er grenzenlose Macht? Wie wird ein Mensch zum Kabbalisten? Lüften Sie doch die Geheimnisse, in die die Kabbalah gehüllt ist.

Antwort: Ein Kabbalist ist ein einzigartiger Wissenschafter. Er erforscht die Welt und will die Wurzel alles Geschehens erkennen, damit er endlich weiß, wieso alles so ist, wie es ist, woher alles kommt und wohin alles geht. Ein Kabbalist ist ein Mensch, der ein inneres Bedürfnis danach hat, die Welt, in der er lebt, zu begreifen. Er will erfahren, was die Welt von ihm erwartet. Es ist ein Mensch, der mit dieser Frage geboren wird, die in ihm brennt und ihm keine Ruhe gibt: „Wofür wurde uns dieses Leben gegeben? Was ist der Sinn des Lebens? Wofür bin ich geboren?“

Heutzutage interessiert diese Frage viele Menschen. Früher aber stellten sich diese Frage nur Auserwählte. Der erste Kabbalist war „der erste Mensch“, Adam, der vor 5775 Jahren lebte. Adam lüftete diese Geheimnis und schrieb ein Buch. Natürlich lebten auch vor ihm Menschen. Er wird aber „der erste Mensch“ genannt, weil er als erster die innere Struktur der Natur und die verborgene Kraft, die hinter allen äußeren Kräften steht, enthüllte.

Wir leben in einer Realität, in der sich ein Teil offenbart und ein anderer verborgen bleibt. Jedes mal enthüllen wir einen weiteren Teil der Realität und so schreiten wir voran. Es gibt aber auch eine Wirklichkeit, die für immer verborgen bleibt, wenn wir uns nicht ändern. Wir können sie mit unseren Sinnen nicht erfassen. Wir sind begrenzt: Sehen, Gehör, Geruchssinn, Geschmacks- und Tastsinn. Die Realität geht aber weit darüber hinaus. Wir wissen nichts über das, was außerhalb der Empfindungen unserer Sinnesorgane existiert. Wir können sie nur behelfsmäßig erweitern: das Sehen mit Mikroskopen und Teleskopen, das Gehör mit Verstärkern und Ortungsgeräten. Wir erfinden dazu alle mögliche Geräte und Sensoren. In Wirklichkeit aber sind sie nur eine kleine Zugabe zu unseren natürlichen Organen, damit unsere Augen weiter sehen und unsere Ohren besser hören.

Wir wissen gar nicht, welche Sinnesorgane uns fehlen. Die Welt ist viel mehr als das von uns Wahrgenommene – aber wir haben darüber keine Erkenntnis. Die Entwicklung der Wissenschaften jedoch bringt den Menschen zu einem Punkt, wo er fühlt, dass es hinter den Grenzen unserer Welt noch etwas geben muss. Wo aber ist aber die Tür, die dorthin führt?

Nehmen wir an, alle Menschen wären blind. Wir würden irgendwie ohne Sehsinn auskommen, ohne etwas zu vermissen. Wir würden dann auch nicht erkennen, dass uns etwas fehlt! Doch tatsächlich fehlt uns ein wichtiger Sinn – das Gefühl einer höheren Kraft, die alles organisiert und alles lenkt. Wir spüren diese Kraft nicht – und unsere Verbindung zu ihr ist verborgen, als existierte sie nicht. In Wirklichkeit aber fehlt uns die Entwicklung, die uns diese Kraft enthüllen und erkennen lässt.

[#165302]