Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Zustand'

Anstatt unser Wirtschaftssystem zu ändern sollten wir uns vielmehr bemühen, das Höhere Korrigierende Licht anzuziehen


Frage: Aus den Artikeln Die Bürgschaft und Aufbau der Gesellschaft der Zukunft kann man schließen, dass vom wirtschaftlichen Standpunkt aus eine Kabbalistische Gesellschaft dem Kollektivismus oder Kommunismus ähnlich ist und dass dies eine notwendige Voraussetzung für das Empfangen der Tora und die Enthüllung des Schöpfers ist. Denn nur dann hören die Menschen damit auf, nur an sich selbst zu denken. Gibt es Pläne für neue wirtschaftliche Beziehungen innerhalb des Rahmens eines „virtuellen Kabbala Staates“. Oder ist es dafür noch zu früh? Vielleicht können wir vorübergehend wirtschaftliche Modelle umsetzen und sie in eine neue kapitalistische globale Wirtschaft einfließen lassen? Was denken Sie – wie könnte sich die Weltwirtschaft zu einem idealen Zustand entwickeln?

Antwort: Wir sollen die Gesellschaft und ihre Einrichtungen nicht künstlich verändern, sondern unsere Beziehungen untereinander von egoistisch zu altruistisch transformieren, durch das Höhere Licht. Die Weisheit der Kabbala erklärt uns genau, wie wir der Natur ähnlich werden können. Durch das Studieren erwecken wir das Höhere Korrigierende Licht (Umgebendes Licht, Or Makif). Es verändert uns, gibt uns Verlangen, Gedanken und Kräfte, um alles innerhalb von uns selbst und zwischen uns zu verändern.

Wenn wir uns nicht durch den Einfluss des Höheren Lichts verändern, sondern nur das verändern, wozu wir gerade Lust haben, bringt das Chaos über uns – wie der Sozialismus in Russland oder die Kibbuzim in Israel. Amerika wird nun dazu angetrieben, Firmen zu verstaatlichen und so geht es eher in Richtung Sozialismus und nicht mehr zum Kapitalismus. Doch das ist nicht die Art Sozialismus (oder Kommunismus), über den die Kabbala spricht.

Wir, die Mitglieder der Internationalen Kabbala Akademie (Bnei Baruch), müssen Folgendes tun:

1. Für unsere Existenz nur das Nötigste zu beanspruchen.
2. Uns selbst korrigieren, indem wir die Kabbala in der richtigen Umgebung studieren (für die „richtige Umgebung“ siehe Artikel Die Freiheit, der uns erklärt, welche Kraft in unseren Handlungen liegt).

Den Rest macht das Licht.

Unsere Zielvorstellung ist, eine virtuelle Gesellschaft zu bilden, die als Beispiel für die gesamte Welt dienen wird.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Schöpfer wird in der Einheit unseres virtuellen Versammlungsplatzes enthüllt werden
Blog-post: Die Voraussetzung für den Eintritt in die Höhere Welt ist gegenseitige Bürgschaft
Baal HaSulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft

Internationaler Unterricht für Kinder am vom 24. Oktober 2008

Am Freitag, den 24.10.2008, hielt ich einen internationalen Unterricht für Kinder, der aus dem Hebräischen in Englisch, Spanisch, Deutsch Französisch und Russisch übersetzt wurde. Das Thema des Unterrichts war: „Wir sind die Generation der Korrektur“ und als auch Vorbereitung für den Kongress, der im Februar 2009 in Israel stattfinden wird.

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Unsere Kinder (die Kinder von Mitgliedern unserer Organisation auf der ganzen Welt) sind die Kinder der zukünftigen Generation. Sie studieren Kabbala: die Erschaffung der Welt, ihre Entwicklung und das Ziel, auf das sie sich zubewegt. , wohin sie sich bewegt. Sie leben und wachsen mit diesem Wissen auf.

Während sie die normalen Bildungsinhalte der Schule lernen, interpretieren sie diese nach dem was sie in der Kabbala lernen. Sie sehen sich auf realistische Weise in beiden Welten. Ihre Weltsicht beinhaltet vollständig die gemeinsame Seele und ihren derzeitigen zerbrochenen Zustand. Sie betrachten die Ereignisse in der Welt als eine Bewegung hin zur Korrektur der Seele, ihrer Vereinigung in ein Ganzes und der nachfolgenden Verschmelzung mit dem Schöpfer oder der Natur.

Ihre wechselseitigen Beziehungen und Einstellungen zu sich selbst und ihrer Umgebung zeigen, dass sie sich selbst und die ganze Welt in diesem Bild sehen. Sie verstehen, wie sehr sie sich von anderen unterscheiden und sie verhüllen ihre Erkenntnis vor ihren Klassenkameraden in der Schule. Sie interpretieren alle Phänomene in der Welt basierend auf diesem allgemeinen Bild des Universums, mit dem sie aufgewachsen sind.

Ich betrachte sie als ein Wunder in dieser Welt! Meine Unterrichte mit ihnen werden in sechs Sprachen übersetzt und zu Kindern auf der ganzen Welt ausgestrahlt. Kindergruppen von unseren Zentren auf der ganzen Welt kommen zusammen und nehmen mit uns in Echtzeit an den Lektionen teil.

Bericht vom Kongress 2008 in Großbritannien


Der Kongress, der in Großbritannien stattgefunden hat, ist der erste kabbalistische Kongress, der nach der Enthüllung der Krise der Menschheit stattfand. Noch vor zwei Monaten hielten wir einen Kongress in Odessa am Schwarzen Meer und wir konnten damals über die Zukunft noch nichts Genaues sagen so wie jetzt, da sie jetzt exakte Bedingungen hat. Wir sind dabei in die Zeit einzutreten, für welche die Kabbala bestimmt war, der Grund aus dem sie dem Menschen enthüllt wird, weil ihre Anwendung die Welt zu ihrem einzigen Ziel bringen kann, jedoch auf einem vollständig anderen Weg – einem Weg, der angenehm und schnell ist, durch die Anerkennung der Naturgesetze, die erklären: „Die Menschheit muss sich zu einem Ganzen vereinen, gemäß dem Gesetz von ‚Liebe deinen Nächsten wie dich selbst‘.“

Dies geht gegen unsere Natur, wir hassen es. Es erscheint uns unrealistisch und abstoßend, doch es ist notwendig, denn es ist ein Naturgesetz. Daher kann dieser Zustand entweder durch großes Leiden erreicht werden oder indem wir das Höhere Licht auf uns ziehen. Die Kabbala ist die Methode, die das Höhere Licht zu unserer Korrektur auf uns zieht. Gebrauche also dieses Mittel, gib es an andere weiter – und dann wird die gesamte Menschheit allmählich und leicht zu einem anderen Zustand wechseln, der sich mit der Natur in Harmonie befindet – dem Zustand der Ruhe, des Vertrauens und des Glücks.

Die Welt am Abgrund


Die letzte Ausgabe von „The Economist“ präsentiert die Schlagzeile: „Die Welt am Abgrund“

Der Zweck unserer Welt ist, „das Geschöpf zur Gleichheit mit dem Schöpfer zu bringen“ und dies wird durch das Befolgen des Gesetzes „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ erreicht. Die Natur (oder der Schöpfer – was immer Ihr bevorzugt) wird uns auf die eine oder andere Weise dazu zwingen, dies zu tun.

Menschen, die nichts darüber wissen, sehen den gegenwärtigen Zustand der Welt als katastrophal an. Es liegt jedoch in unserer Macht, die Richtung dieses Prozesses schnell zu verändern. Weitere Informationen darüber im Teil 2 des Buches „From Chaos to Harmony“.

Verwandtes Material:
Blog-post: Unter Israel versteht man all jene, die direkt zum Schöpfer streben
Blog-post: Die Menschheit ist ein einziger integraler, ineinandergreifender Organismus

Warum schickt uns der Schöpfer so viel Leid in dieser Welt?


Fragen, die ich über den Glauben über Verstand, den Glauben an sich selbst und den Zweck des Leidens erhielt:

Frage: Manchmal sieht die Welt so wunderbar aus, und trotzdem versuche ich, an meinem Punkt im Herzen festzuhalten: Heisst dies „mit „Glauben über dem Verstand voranzuschreiten“?

Meine Antwort: „Glaube über Verstand“ bedeutet „Geben über Empfangen“. Das heisst, wenn man die Eigenschaft des Gebens troz des Egoismus, der mich ungeachtet aller seiner Freuden belastet, bevorzugt. Unsere Belohnung besteht allein darin, in diesem Zustand zu verbleiben, denn der Schöpfer hat daran Freude, obwohl wirklich niemand etwas darüber weiß, was man tut und niemand wird das herausfinden.

Frage: Warum kann ich nicht an mich glauben? Ich sitze hier fest.

Meine Antwort: Das ist gut – verlassen Sie sich auf uns!

Frage: Ich verstehe nicht, warum der Schöpfer mir soviel Leid in der physischen Welt gibt?
Wie kann ich mich mit Ihm in diesem Zustand vereinen?

Meine Antwort: Er möchte, dass Sie Ihm eben aus diesem Zustand nahekommen, und darum gibt er Ihnen das Bestreben nach Ihm. Lesen Sie den Artikel „Es gibt nichts außer Ihm“.

Frage: Wie kann ich Verzweiflung, Schicksalsschläge und Hoffnungslosigkeit überwinden, die uns auf dem Weg zur Spiritualität verfolgen?

Meine Antwort: Indem man Unterstützung von der Gruppe während des Studiums, der Verbreitung und der Enthüllung der Tatsache, dass es „Nichts außer Ihn gibt“ und Er gut ist und nur Gutes tut, erhält.

Frage: Vor zwei Monaten habe ich sehr viel Kabbala studiert und nun befinde ich mich im Absturz. Im letzten Monat entstand in mir ein Verlangen nach Respekt und Ehre. Bevor ich irgendetwas tue, bereite ich mich vorzeitig darauf vor, Respekt und Ehre zu erwerben. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Sie machen große Fortschritte: Sie brauchten nur zwei Monate, ihre wahre Natur zu erkennen! Seien Sie dankbar für die Bewusstwerdung des Übels und beginnen Sie damit, die Korrektur dessen zu versuchen. Sie werden schnell einsehen, dass dies unmöglich ist und dann werden Sie den Schöpfer bitten, Ihnen dabei zu helfen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Glaube über dem Verstand ist Geben über dem Empfangen
Blog-post: Freuen Sie sich über die Abstiege!
Leben aus der Kabbala, Kapitel 1: Den Schöpfer wahrnehmen

Wenn es zu einer Globalen Krise kommt, können wir es uns nicht leisten, die Dinge einfach aufzuschieben


Frage: Warum eigentlich stellen Sie zwischen der Finanzmarktkrise und der „globalen kabbalistischen Revolution“ eine Verbindung her? Gehen Sie damit nicht zu weit?

Antwort: Es gibt einen Zustand autonomer Objekte und einen, in dem sich alle zu einem System vereinen. Nämlich dann, wenn sich neue und besondere Gesetze offenbaren – die Gesetze der Globalisierung, Kommunikation, Interaktion und Abhängigkeit.

Autonome Individuen im Tierreich sind Egoisten, aber sobald sie sich treffen, enthüllt sich das Gesetz, das ihrem System das Überleben erlaubt. Natürlich geschieht das im Tierreich unbewusst. Es liegt in der Natur des Tieres – es folgt ihr blind. Die menschliche Spezies unterscheidet sich davon durch die Selbsterkenntnis. Der Mensch muss denselben natürlichen Gesetzen bewusst und freiwillig folgen.

Solange wir nicht vereint waren, bestand weder die Notwendigkeit, das System zu berücksichtigen, noch dem Naturgesetz „Sorge für und liebe deinen Nächsten“ zu folgen. Als aber engere Verbindungen im Alten Babylon entstanden – die erste globale Zivilisation (global im Hinblick auf die damalige Zeit und bezogen auf eine kompakte Fläche), enthüllte sich unmittelbar sofort eine Krise – unsere Unausgeglichenheit mit dem natürlichen Gesetz einer menschlichen Gemeinschaft, „liebe den Nächsten wie dich selbst!“

In Babylon lösten wir das Problem, indem das gesamte System bzw. die Zivilisation zerstört wurde. Wir trennten uns voneinander und verstreuten uns in alle Winde. Aber heute sind wir verbunden und es gibt keinen Ort, an den wir uns flüchten könnten. Wir können uns nicht einmal vorstellen, welchen Komfort wir einbüßen würden, weil kein Land der Welt sich mehr selbst versorgen könnte. Es wäre die Rückkehr zum Feudalismus. Unsere Entwicklung, deren Formen und Meilensteine sind von der Natur vorherbestimmt. Wenn wir uns daher dagegen auflehnen, werden wir das Gegenteil der Natur wahrnehmen – schreckliches Leid.

Daher sagt die Kabbala, dass unsere einzige Chance darin besteht, das Naturgesetz der menschlichen Gemeinschaft anzuerkennen: „Liebe den Nächsten wie dich selbst!“ Natürlich ist diese Art von Beziehung nur dann akzeptabel, wenn jedes Individuum sich korrigiert – von „für mich selber“ zu „für das Wohl der anderen“.

Das ist leicht erreichbar, wenn:

1. Die Gesellschaft und die Massenmedien dies unterstützen, indem sie die Menschen dazu ermutigen, und auf jene „herabsehen“, die nicht so agieren (jedoch niemals durch Bestrafung).
2. Menschen werden Kabbala studieren (für die Massen wird oberflächliche Vertrautheit ausreichen) und so unseren zukünftigen Zustand herbeiführen, der bereits existiert.

Ich denke, dass „aufschieben“ dem Tod gleichkommt – im buchstäblichen Sinne des Wortes.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie bekommt man den Wolf, die Ziege und den Salat über den Fluss?
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)
Artikel: Die klassischen Lehren und Das Neue Planetarische Bewusstsein

Was haben Gauner und Propheten mit Bnei Baruchs virtueller Gruppe gemeinsam?


Eine Frage, die ich erhielt: Es steht geschrieben, dass der Gauner Bilam ein großer Prophet war, wie Moses. Ich verstehe, dass dies die Verlangen umschreibt, die in einer Person enthüllt werden, denn Licht kann nicht in unkorrigierten Verlangen enthüllt werden. Aber warum ist das unkorrigierteste Verlangen, Bilam, nicht nur fähig das Licht zu enthüllen, sondern sogar die Stufe eines Propheten? Wie konnte Bilam die Stufe eines Propheten erreichen, während er in einem so unkorrigierten Zustand war?

Meine Antwort: Es steht geschrieben, dass der Pharao über den Schöpfer Bescheid wusste, und dass der Gauner Lavan das komplette Höhere Licht verkörperte. Ähnliche Dinge werden über viele andere „bösen“ Charaktere geschrieben. Die Tora spricht vielmehr über die spirituellen Wurzeln der Charaktere in unserer Welt, als über ihre weltlichen Manifestationen. Wenn du auf die Wurzel ihrer Seelen von der spirituellen Stufe schaust, dann kannst du beschreiben wer sie sind, selbst wenn in unserer Welt diese Charaktere ihre Rolle unbewusst spielen.

Der Pharao ist gleich und gegenteilig zum Schöpfer. Das gleicht den vier Reinen Welten von ABYA (die Welten der guten Kräfte des Schenkens), und ihnen gegenüber sind die vier Unreinen Welten von ABYA (die Welten der bösen Kräfte des Empfangens). Diese beiden Systeme sind gegensätzlich, parallel und gleich zueinander, um den Zustand des freien Willens für die Seelen aufrecht zu erhalten.

Die Seelen werden gleichmäßig von beiden beeinflusst, und ihre Wahl liegt im Auswählen der richtigen Umgebung, um zusätzliche Kräfte zu erhalten, um der richtigen Seite den Vorzug zu geben – der guten, schenkenden Seite. Es steht geschrieben, dass man sich jeden Moment als Halb-Sünder und Halb-Gerechter sehen sollte, und der einzige Weg Balance zu halten ist, von der Gruppe geprägt zu werden. Deshalb ist es so wichtig für uns, auf jeden, der ein Verlangen danach hat, den komplettesten virtuellen Einfluss der Bnei Baruch Gruppe zu schaffen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Bekämpfe den Egoismus nicht alleine – er wird immer gewinnen!
Blog-post: Nur der Einfluss des Höheren Lichtes kann dir die Wichtigkeit der Gruppe geben
Baal HaSulam Artikel: Die Liebe Gottes und die Liebe der Geschöpfe
Kapitel aus „Leben aus der Kabbala“, Seite 226: Die Rückkehr zum Schöpfer
Kabbala Heute, Ausgabe 7: Rabbi Chiya’s Vision

Eine Analyse der Krise

Es steht geschrieben: „Die einzigen Leute, denen man nicht mit Neid begegnet, sind die eigenen Kinder und die eigenen Studenten.“ Ich bin stolz auf meine Studenten.
Daher bin ich stolz, Texte und Clips, die mir meine Studenten geschickt haben, zu veröffentlichen. Der folgende wurde von meinem Studenten Tasha Fridkin aus New York geschickt:

Eine Analyse der Krise
Es ist bekannt, dass die Naturgesetze, ungeachtet ob wir darüber Bescheid wissen oder nicht, tätig sind. Niemand wird das Gravitationsgesetz überprüfen, indem er aus dem Fenster springt, seit wir die Ergebnisse durch unsere Lebenserfahrung kennen.

Allerdings wissen wenige Leute, dass es neben den Gesetzen, die auf unseren physischen Körper wirken, auch Gesetze gibt, die auf die Seele wirken. Wir sehen die Seelen in unserer Welt nicht, und die Interaktionen zwischen ihnen sind vor uns verborgen. Trotzdem macht dies die Gesetze nicht weniger wirksam – sie wirken dennoch unvermeidbar auf uns, auch wenn wir ihren Einfluss nicht klar wahrnehmen.

Gemäß dieser Gesetze sind alle unsere Seelen miteinander in einem harmonischen und ausgewogenen System verbunden, das auf dem Prinzip des Schenkens basiert. Jedes Individuum trägt so viel es kann zum System bei und nimmt nur das notwendige Minimum.

Die Menschheit hat sich jedoch anders entwickelt. Sie hat den Zustand erreicht, wo jedes Individuum verlangt, das Minimum zu geben und alle anderen bis zum Maximum auszunutzen, um persönliche Befriedigung zu erhalten. Wir haben außerdem aufgehört dies zu bemerken. Jede Person will im Lotto gewinnen – möchte einen Dollar ausgeben und eine Million gewinnen. Aber woher kommt diese Million? Sie kommt von einer Million Menschen, die einen Dollar ausgegeben haben. Anders gesagt, jedes Individuum will allen anderen etwas entreißen, für seinen eigenen Vorteil. Und dies wird als absolut normal betrachtet.

Jedoch gibt es ein Ungleichgewicht zwischen unserer spirituellen und körperlichen Existenz. Die Verletzung des spirituellen Gesetzes ruft sichtbare und fühlbare Manifestationen in unserer physischen Welt hervor, wie zum Beispiel die gegenwärtige Finanzkrise. Diese Krise ist allerdings eine spezielle Manifestation der generellen Krise aller sozialen Verbindungen. Das Finanzsystem ist am verwundbarsten, ähnlich wie das Blut in einem Organismus, da es die gesamte weltweite Gemeinschaft verbindet und durchdringt. Nichts hat sich in irgendeinem Teil des Finanzsystems geändert; die Krise ist rein psychologisch. Wir haben unsere falsche Behandlung der Verbindungen zwischen uns enthüllt, und als Resultat haben wir unser Vertrauen ins System verloren und das gesamte System ist kollabiert.

Das heißt, wir haben einen Zustand erreicht, wo die externen Effekte – Aufbau und Grundsätze unseres integrierten Systems – an Wichtigkeit verlieren, verglichen zur Innerlichkeit – unseren Gedanken und Absichten, während wir diese Systeme verwenden.

Wenn nicht jeder von uns seine Einstellung gegenüber den Menschen um sich ändert, indem er Haltungen annimmt, welche die Verbindungen zwischen den Seelen anpassen, werden wir uns weiterhin den Gesetzen der Natur entgegenstellen. Dann werden diese Gesetze mehr und mehr negativ auf uns einwirken. Niemand kann davor weglaufen; es wird keinen Patz auf der Welt geben, wo du dich verstecken kannst, um zu warten, dass sich die Dinge verbessern.

Die Welt zerbröckelt. Wenn du gerettet werden willst, fang bei dir selbst an – mit deiner Einstellung zu den Menschen um dich herum. Niemand sonst wird dich retten.

Die Welt wird durch jeden von uns aufgebaut. Die Welt ist unser gemeinsames Zuhause, und sie ist errichtet gemäß den Gesetzen der Natur. Sie kann uns entweder ungeheuren, unvorstellbaren Überfluss bringen oder – wenn sie auf Egoismus errichtet ist – wird sie unvorstellbares Leid bringen, welches uns trotzdem zwingen wird, uns zu ändern.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Arznei gegen die Globale Krise

Ein Reshimo ist der vollendete künftige Zustand eines Menschen


Eine Frage, die ich erhielt: Was ist ein Reshimo?

Meine Antwort: Es ist der vollendete künftige Zustand eines Menschen – die nächste höhere Stufe, die er auf eine verhüllte Weise spürt – undeutlich und verwirrt. Außerdem erweckt ein Reshimo sein Streben hin zum künftigen Zustand.

Wenn ich meine Anstrengungen in meine Umgebung (den Lehrer, Gruppe, Bücher und Studium) stecke, um die Wichtigkeit des künftigen Zustandes zu erlangen, dann scheint das Licht des künftigen Zustandes (die nächste Stufe) aus der Ferne in dem Maße auf mich, wie ich es anstrebe – darum wird es Or Makif genannt, das Umgebende Licht. Es scheint in mein Reshimo, mit einer Kraft, die der Kraft gleicht, die ich erlangt habe, als ich die Wichtigkeit meines künftigen Zustandes von meiner Umgebung (dem Lehrer, Gruppe, Bücher und Studium) empfangen habe – die Kraft meines Strebens hin zu dem künftigen Zustand. Und dann wird dieses Reshimo mein gegenwärtiger Zustand, meine nächste Stufe.

Das Reshimo beinhaltet die gesamte Information über jemandes künftigen Zustand. Ein Mensch hat jedoch nicht genug Licht oder Kraft, um es zu verwirklichen. Die Kabbala wurde uns gegeben, um diese Kraft schneller anzuziehen und dabei die Geschwindigkeit unserer spirituellen Entwicklung zu erhöhen. Auf die eine oder andere Weise wird jeder seine vollständige Korrektur erreichen. Geschehen kann dies jedoch entweder:

  1. durch Zwang, durch Leiden wie Krisen und Kriege, in der Art, wie es heute die ganze Welt macht oder
  2. bewusst, freiwillig, angenehm und mit erhöhtem Tempo – das, was die Kabbala vorschlägt.
Verwandtes Material:
Blog-post: Die Formel der Seele
Blog-post: Die Reshimot, die heute an die Oberfläche gelangen,…
Blog-post: Erlösung erfolgt durch die Hand des Schöpfers
Artikel: Freier Wille

Das spirituelle Ziel ist für alle das Gleiche


Fragen, die ich über das Erlangen der Wurzel der eigenen Seele erhielt:

Frage: Wenn ich meine alltäglichen Probleme nicht gelöst habe, kann ich dann die Probleme meiner Seele lösen?

Meine Antwort: Ja. Tatsächlich ist dies der einzige Weg, mit dem du herausfinden kannst, was deine wahren alltäglichen Probleme sind.

Frage: Wie kann ich sagen, was mein spirituelles Ziel ist?

Meine Antwort: Es ist für jeden das Gleiche – die Wurzel der eigenen Seele erreichen, den Punkt, von dem aus die Seele in unsere Welt herabgestiegen ist.

Frage: Warum ist das Studium der Kabbala nur in einer Gruppe effektiv? Kann ich bedingungsloses Geben nicht auch mit Leuten praktizieren, die gar nicht wissen, dass es Kabbala gibt?

Meine Antwort: Das ist deshalb so, weil Dir die Gruppe das Ziel und die Kraft es zu erreichen gibt.

Frage: In einer der Morgenlektionen haben Sie darüber gesprochen, die Seelen als ein einziges Ganzes zu betrachten. Das hat mich an ein Interview mit einem Forscher erinnert, das ich gesehen habe, der sein ganzes Leben damit verbracht hat, Ameisen zu studieren, und herausfand, dass sie ein unteilbares Ganzes sind, das arbeitet, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Ist diese Untersuchung vergleichbar mit einem Kabbalisten, der das Ziel aller Seelen von Adam HaRishon und ihre Verbindung untereinander enthüllt.

Meine Antwort: Ja. Die Kabbala enthüllt das Wesen und den Weg aller Seelen, ihr gemeinsames Schicksal, und ihren endgültigen Zustand. Die Enthüllung vollzieht sich im Inneren der Person, die dies erlangt, in dem Ausmaß, in dem diese dem einzigartigen, ewigen und perfekten Zustand gleicht – der „Verschmelzung aller Seelen zu einer Einheit, miteinander und mit dem Schöpfer.“

Verwandtes Material:
Blog-post: Korrektur liegt in der Einheit
Blog-post: Durch die Entwicklung der Verlangen entwickelt die Kabbala auch den Verstand