Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Zustand'

Der Sohar – ist unsere Verbindung mit der höheren Kraft

Wir haben keine andere Möglichkeit, um in Verbindung mit der höheren Kraft zu sein, welche uns korrigiert – als die, beim Lesen des Buches Sohar.
Natürlich unterstützen auch alle übrigen Bücher, jedoch der Sohar verfügt über die größte Kraft, um uns zu verbinden.
Wenn wir eine Möglichkeit hätten, um länger in der richtigen Absichten zu bleiben, würden wir öftzers den Sohar lesen.
Es passiert deshalb, weil wir noch nicht in der Lage sind, länger als eine ¾ Stunde in der richtigen Absichten zu bleiben, um den Sohar zu lesen.
Aber zumindestens während dieses 45 Minuten sind wir verpflichtet, uns auf das zu konzentrieren, was wir uns gerade wünschen und wie wir uns unseren zukünftigen Zustand vorstellen, von dem der Sohar spricht.
Dies ist sehr wichtig. So verhält sich das Kind in Bezug auf den Erwachsenen, es will, in allem, was es macht, dem Erwachsenen gleich werden.
Alles andere spielt dabei keine Rolle. Es will dem Erwachsenen ähneln – und das ist alles. Es hat kein Verständnis, kein Begreifen – es ahmt dem Erwachsenen alles nach.
Auch wir müssen uns wünschen, dasselbe Bild der Realität, über welches der Sohar erzählt, zu empfinden und uns vorzustellen.
Der Sohar beschreibt die Verbindung zwischen uns – Seir Anpin, Malchut, drei Linien, die Beschränkungen. Wir enthüllen das alles zwischen uns, wir können es nur in den allgemeinen Wünschen enthüllen.
Deshalb brauchen wir nichts, außer dem sehr starken allgemeinen Wunsch, der das Licht zu uns kommen lässt, und die Verbindung zwischen uns offenbart, denn darin befinden sich – alle diese Erscheinungen, über welche wir im Sohar lesen.
Die Handlung an sich ist sehr einfach, aber sie zu verwirklichen, ist eine Herausforderung. Es nimmt viel Zeit in Anspruch, denn man muss den Zustand erreichen, wo man vor dem Buch sitzt und sich die Verbindung zwischen uns vorstellt, in der man diese Wörter und Handlungen öffnet. Alles liegt in der Verbindung zwischen uns, dort wird der Schöpfer offenbart.
Das alles zusammen zu vereinen – ist sehr schwer. Aber wenn man diesen Zustand erreicht, dann gibt es keinen anderen Kontakt mit der höheren Kraft, als nur im Wunsch, diese Kraft zwischen uns allen zu öffnen.
Man hat also kein anderes Mittel, außer dem heiligen Buch Sohar, das über jene Zustände spricht, die man enthüllen wird.
Dann bist du, wie das Kleinkind, das die Ähnlichkeit mit dem Erwachsenen anstrebt, und  sich mit allen Leibeskräften anstrengt.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 12.08.2010

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Sich von der Vergangenheit trennen, um in die Zukunft zu treten

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist eine gemeinsame geistige Beschäftigung unter Eheleuten?

Meine Antwort: Die geistige Verbindung ist dann gewährleistet, wenn die Frau „die ander Hälfte des Körpers“ ihres Mannes ist. Der Mann ohne Frau ist der unvollständige Teil des Wunsches. Und gerade dieser Teil einer solchen „tierischen“ Existenz, des gemeinsamen Familienlebens, der eigentlich nichts mit der Spiritualität zu tun hat, dieser ist in Wirklichkeit sehr wichtig.
Es ist zwar noch nicht die Zeit gekommen, aber wir werden trotzdem den Zustand erreichen, wenn sowohl Männer, als auch Frauen die Notwendigkeit empfinden, nach dem Sinn ihres Lebens (wofür man lebt) zu suchen. Und man kann dieses Problem nur unter der Bedingung lösen, dass wir uns in Übereinstimmung mit der Natur, mit dem Schöpfer befinden und deshalb verpflichtet sind, eine Familie zu gründen.
Es wird unsere gemeinsame geistige Beschäftigung sein. Wir werden fühlen, dass man ohne geistige Verbindung keine Familie erhalten kann. Und ohne Familie sind wir nicht fähig, uns geistig zu entwickeln, die Spiritualität zu erreichen!
Deshalb befindet sich die Familie heute in solcher Krise, im „Zerbrechen“, im „Zimzum“ (in der Kontraktion). Das ganze vorige Leben und die Psychologie, der vorher existierende Blick auf die Familie, das ganze vorige familiäre Paradigma das alles ist zu Ende gegangen! Das heißt, es kam zum „Zerbrechen“. Es ist das Zerbrechen unserer gesamten vorigen Philosophie, der Einstellung zum Leben, zur Familie, zur Gesellschaft. Das alles ist zum Ende gekommen, deshalb erleben wir heute die Krise. Als ob man die vorige Beziehung zum Leben trennen würde, um die neuen Beziehungen aufzubauen. Und ich werde die Familie, die Kinder, die Arbeit, die Gesellschaft wieder benötigen, aber dafür, um das Geben, die Offenbarung des Schöpfers zu erreichen, und nicht, um sie egoistisch zu verwenden und mir das bequeme, kleine Nest für das ruhige materielle Leben zu bauen. Deshalb erfolgt dieser heftige Übergang, wenn man sich vom ganzen alten Leben, von der vorigen Beziehung trennen muss.

Wie wirst du deine Welt ausmalen?

Als Symbol unseres bevorstehenden Kongresses gelten die Einheit, die Vereinigung, die gegenseitige Bürgschaft, die Vereinigung der ganzen Menschheit um die höhere Kraft, die wir untereinander offenbaren werden. Sie bringt uns zum Gleichgewicht, zur Ruhe, zur Empfindung der Ewigkeit. Damit heben wir den Tod auf! Denn der Todesengel wird aus dem uns trennenden Hass geboren. Und wenn wir stattdessen, die geistige Kraft, die Kraft des Gebens heranziehen, dann werden wir des ewigen Lebens würdig.
Gerade der Hass hebt das Leben auf und bringt uns zum Tod! Er tötet unsere Körper und gibt uns die Empfindung dieser Welt. Diese Welt ist die Widerspiegelung der egoistischen Verbindung zwischen uns. Aber jeder ist verpflichtet, sich und die ganze Welt in eine andere Form der Verbindung zu bringen, damit anstelle dieser Welt, die geistige Verbindung empfunden wird:  Brija, Jezira, Azilut, Adam Kadmon und die Welt der Unendlichkeit. Alle Welten sind Formen der Verbindung zwischen uns, es ändert sich nichts mehr! Wir werden in unseren Körper leben, ebenso, wie jetzt – nur unsere Beziehungen werden sich verändern, und werden uns die Empfindung der neuen Realität geben.
Und wir werden fühlen, dass wir in der Welt der Unendlichkeit existieren und hören auf, unsere Körper zu empfinden! Unsere ganze Welt steigt in die Unendlichkeit hinauf.
Verschiedene Beziehungen und Verbindungen zwischen den Menschen: von bedrohlichen, bis zur neutralen und freundlichen, bewirken das ganze Spektrum der Farben und der Schattierungen um uns herum – von der schwarzen Finsternis bis zu den hellen und schönen Farben: von himmelblau bis weiß. Stellen Sie sich die ganze heutige Menschheit vor, ausgerüstet mit Gewehren und Messern, wo sich jeder von den anderen in einer Festung abgrenzen will, um dort das Haus zu haben, um von niemandem abhängig zu sein oder eben das vollkommene Gegenteil – die vollständig offene Welt, ohne jegliche Grenzen, wo die anderen und ich eine Einheit bilden, und die ganze Welt, meine Kinder, Freunde ein einheitlicher Organismus sind.
Der Mensch wird fühlen, dass er ohne andere Menschen verloren ist. Heute beginnen wir allmählich, aus der Natur zu lernen, wir enthüllen, dass wir alle verbunden und voneinander abhängig sind.
Diese Schlussfolgerung ist immer noch erzwungen, aber später werden wir verstehen – dass das gerade gut ist, dass wir mit den Anderen verbunden sind! Denn ich kann gerade aufgrund dieser Verbindung über diese Welt hinaus zur Vollkommenheit und der Ewigkeit hinaufsteigen! Ich werde dankbar dafür sein, dass eine solche Verbindung existiert – denn sie erlaubt mir die Wahrnehmung der Realität zu verändern, sowie in eine andere, geistige, die ewige Dimension einzugehen.

Aus dem Unterricht zum Thema „die Fragen über die Rolle des Volkes“, 12.08.2010

 

Der Glaube über dem Verstand

Was ist „der Glaube über dem Verstand“? Der Glaube bedeutet – das Geben, und „über dem Verstand“ bedeutet, dass das Geben wichtiger, als das Erhalten ist.

In unserem Zustand, drückt sich diese Eigenschaft nur in meiner Beziehung zur Gruppe aus, da ich nur in der Gruppe offenbar sehen kann, wie ich in meinen Handlungen und Gedanken ihr Wohl dem Eigenen bevorzuge.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 08.08.2010

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Die richtige Ordnung für das Studium

Wenn der Mensch mit der Frage kommt: „Wofür und warum lebe ich?“, dann muss man ihm erklären:

  • was das für ein Wunsch ist, der in ihm entstand, und welche Füllung er erfordert
  • was unsere Natur – das Ego – ist, nämlich die Quelle allen Übels, das korrigiert werden muss – denn darin besteht unsere einzige freie Handlung (die Freiheit des Willens).

Dafür muss man die Artikel von Baal HaSulam studieren: „Die Freiheit des Willens“ und „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“, die über die Offenbarung des Schöpfers an die Geschöpfe erzählen, und die als Mittel zur Erreichung des Schöpfungsziels dienen.

Die übrigen Artikel von Baal HaSulam helfen dem Anfänger, das ganze Bild des existierenden Universum zu verstehen: die Welten, der Anfang, der Prozess, das Ziel jedes Elementes der Schöpfung, das Übel und die Leiden als treibende Kraft usw.

Wenn das Gesamtbild schon vorhanden ist, dann muss man im nächsten Schritt klären, wie der Aufstieg und die Korrektur erfolgen. Die Seele ist das Hauptwerk, deren Zerbrechen durch den Schöpfer und deren Korrektur durch uns zustande kommt – hierfür sind schon die Artikel von Rabash notwendig.
Ihr Ziel ist, die Position des Menschen innerhalb der Gesellschaft zu finden, das Zerbrechen zu erkennen, um zu verstehen, was zu korrigieren ist. Wie man also das Zerbrechen der Seelen korrigieren kann.

Deshalb lernen wir zusammen aus den kabbalistischen Büchern von Baal HaSulam – weil sie über die Kraft verfügen, unserer Generation das Licht, das zur Quelle zurückführt, zu geben.

Man kann dieses Material in beliebiger Reinfolge studieren, denn auch der Mensch befindet sich in verschiedenen Zuständen.

Ein neuer Student gerät in die Mitte des gemeinsamen Lernprozesses, aber das spielt keine Rolle. Hauptsache man arbeitet mit allen zusammen, denn wir sind alle in einander eingeschlossen – unsere Seelen und Wünsche sind in einander verschlungen.

Deshalb ist es unwichtig, mit welchem Artikel man das Studium beginnt. Aber es wäre wünschenswert, wenn es eine mehr oder weniger klare Ordnung des Studiums gäbe, die sich direkt aufs Ziel richten würde.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 09.08.2010

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Der Wegweiser durch das Buch Sohar. Das System der Verbindung mit dem Schöpfer

Die Ausschnitte aus meinem zukünftigen Buch „Der Wegweiser durch das Buch Sohar“

Wenn wir den Zustand der Menschheit verbessern wollen, dann muss sich das Buch Sohar in das Hauptwerk der Welt verwandeln.

Dabei ist der Sohar nicht nur ein Buch, sondern eher ein System. Das Lesen des Sohar ruft die positive Einwirkung des höheren geistigen Systems auf unsere Welt hervor, wonach in unserer Welt der Überfluss entsteht.

Das ganze Wohl, das es in unserer Welt gibt, kommt durch das System der Verbindung aller Geschöpfe, genannt „das Buch Sohar“.

Jeden Augenblick unseres Lebens handeln wir instinktiv, um das eigene Wohl zu erreichen, und deshalb soll „das Buch Sohar“ als eine Art Hilfsmittel, durch das die positive Kraft einwirkt, immer vor uns sein.

Wenn wir das erreichen werden, dann werden wir erkennen, wie sich alles verbessert – sowohl in den Empfindungen, in der Vernunft, in der Wahrnehmung, als auch in der Handlung. Die gesamte Realität verändert sich, die Welt wird plötzlich anders.

Folglich werden wir empfinden, wie eine positive, höhere Kraft, die hier anwesend ist, uns einhüllt, und auf solche Art und Weise einwirkt, dass die Luft sich verdichtet …

„Das Buch Sohar“ ist nicht nur das Instrument für die Anregung des Guten und des Überflusses, sondern auch ein System der Verbindung zwischen uns und dem Schöpfer.

Wir hoffen, dass wir es schaffen werden, uns an den großen Kabbalisten zu orientieren und mit Hilfe des Buches Sohar das Ziel unserer Existenz zu erreichen.

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Interessant ist, was es dort weiter gibt…

Es steht geschrieben: „Sie werden die Vorräte beenden“ – wir befinden uns an ein- und derselben Stelle, in einem Zustand, und nichts ändert sich. Alles ist schon vom Schöpfer in Seinem ursprünglichen Vorhaben erschaffen, denn für Ihn sind das Vorhaben und die Handlung unzertrennlich. Er wollte die Geschöpfe erschaffen, die Ihm gleich wären, um mit ihnen zu verschmelzen – und Sein Wunsch bedeutet eben die Handlung.

Was sind dann die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft? Diese existieren nur bezüglich unserer Realität, und in Wirklichkeit gibt es keine Zeit. Es ist unmöglich zu sagen, was früher, und was später war oder was noch davor geschah, bevor im Schöpfer solch ein Wunsch entstanden ist. Wir sind nicht dazu fähig, über den Begriff der Zeit nachzudenken oder zu sprechen. Kaum gehen wir über ihren Grenzen hinaus, gehen alle unsere Wörter verloren, denn unser ganzes Leben basiert sich auf den Begriffen: „früher“ und „später“, alle unsere Empfindungen sind mit der Zeit verbunden.

Nur wenn man aus sich herausgeht, vom Egoismus zum Geben kommt- dann verliert man den „Puls“, bzw. die in einem lebende Empfindung der Zeit, und man beginnt zu verstehen, was das Leben über die Zeit hinaus bedeutet. Somit befinden wir uns in der ewigen und unveränderlichen Realität, und alles, was wir tun, ist das Begreifen dieser Realität bezüglich uns selbst. Wie ein Mensch, der wieder das verlorene Bewusstsein erreicht.

Er befindet sich in derselben Realität, empfindet sie nur nicht und macht sich allmählich diese Empfindung bewusst. Es ist eben das, was mit uns hier geschieht… Die ganze Wissenschaft der Kabbala ist uns dafür gegeben, um uns ins Gefühl, ins volle Bewusstsein zurückzubringen. Es bedeutet eben die volle Korrektur. Und was weiter geschieht, erzählen die Kabbalisten nicht… Die nachfolgenden Korrekturen und Entwicklung erfordern völlig neue Wahrnehmungsorgane.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“, 06.08.2010

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АR“I (Rabiner Isaak Luria), der Mensch des Schöpfers

Der Artikel von Baal HaSulam „Das Vorwort zum Buch Panim Meirot„, Punkt 8: Und es sagten bereits die Weisen: „Es gibt keine Generation, in welcher es keinen Abraham, Isaak und Jakob gäbe“.

Doch dieser Mann des Schöpfers – Rav Isaak Luria, bemühte sich und übermittelte uns ein Wissen, das er um ein Vielfaches mehrte, und er überragte alle seine Vorgänger.

Und wenn ich zu reden wüsste, würde ich jenen Tag preisen, an dem sich seine Weisheit offenbarte, fast wie den Tag der Gabe der Tora an Israel. Es gibt keine Worte, welche die Wichtigkeit seiner spirituellen Arbeit für uns zum Ausdruck bringen könnten.

In Wirklichkeit kam die gesamte Methodik der Korrektur zu uns von АRI. Er hat alles realisiert, was von den vorhergehenden Kabbalisten vorgesehen wurde. Die Seele ARI belegt im allgemeinen System der Seelen einen Platz, woraus das Licht auf alle Seelen einwirkt und sie zur endgültigen Korrektur (Gmar Tikun) führt. Vor АRI geschah die ganze Entwicklung nach den Stufen 0, 1, 2, 3 und nur АRI mit seinen Korrekturen im System der Seelen betritt das 4. Stadium und beginnt, die echte Malchut, in ihrem endgültigen Zustand aufzubauen. Er ist Sefira Jessod (die letzte Stufe vor Malchut) und heißt deshalb Maschiach ben Jossef (Jossef ist Sefira Jessod), wonach selbst die Malchut korrigiert wird. Alle vorherigen Seelen stammen aus den Seelen der Vorbereitungsstufe der Korrektur. Und nur mit ARI beginnt das allgemeine Erwachen aller Seelen. Natürlich dauert der Prozess Jahrhunderte lang, aber АRI öffnete dem Licht den Weg, von drei vorhergehenden Stadien zur letzten, vierten Periode – mit der die Korrektur anfängt! Маschiach ist die Enthüllung des Lichtes im gesamten System der Seelen. Dieses Licht kommt durch Jessod in Malchut. АRI öffnet dem Licht die Tore und wird deshalb Maschiach ben Jossef genannt.

Мaschiach ist eine Kraft der Korrektur. АRI steht symbolisch für diese Kraft, die durch seine Seele geht. Da er sich im gesamten System befindet, macht er die Korrekturen in der Seele, und lässt dadurch das Licht zur Malchut ein, er wirkt auf diese Weise auf die anderen Seelen ein. Aber jetzt müssen wir unsere Seelen zum Aufstieg aus Malchut zu Bina vorbereiten. Dieser Prozess gehört schon zur Korrektur der Malchut – und heißt Maschiach ben David.

Aus dem Unterricht über dem Artikel „Das Vorwort zu „Panim Meirot““, 05.08.2010

Wer keine Fehler macht, entwickelt sich nicht

Eine Frage, die ich erhielt: Es ist schwer, sich von seinem jetzigen Zustand zu lösen und sich in die Hände der Umgebung zu begeben, um zur nächsten Stufe aufzusteigen. Wie kann man das sonst regeln?

Meine Antwort: Das ist aber die einzige Methode, die spirituelle Leiter hochzusteigen! Ihr glaubt, dass die spirituelle Welt etwas ist, was der Natur entgegengesetzt ist. Doch es ist nicht so!

Wir befinden uns innerhalb der Natur. Und wenn wir den Rat der Kabbalisten befolgen, handeln wir entsprechend den Naturgesetzen.

Von einer höheren Stufe, die das Licht ausstrahlt und die Finsternis hervorbringt, werden diese beiden Gegensätzlichkeiten enthüllt: das Licht und das Verlangen.

Beide, das Licht und das Verlangen, entwickeln sich entsprechend ihrer Natur: das Eine gibt und das Andere empfängt.

Auf diese Weise breiten sich dieses Geben und dieses Empfangen,  die miteinander verwoben sind, von oben nach unten aus, bis sie uns erreichen.

Und wir lernen, wie wir entsprechend dieser doppelten Natur (die Doppelhelix der spirituellen DNA) aufgebaut sind und wie wir diese natürlichen Stufen emporsteigen können.

Darum suche nicht nach anderen Wegen. Die Kabbalisten erzählen uns von den unumstößlichen Tatsachen, die in der Natur existieren.

Ob es uns gefällt oder nicht: Wir werden sie akzeptieren müssen. Denn derjenige, der die Naturgesetze nicht befolgt, wird mit dem Leiden bestraft.

Tiere irren sich im Gegensatz zu Menschen niemals, denn sie können nicht gegen die Natur handeln, weil sie ein Teil von ihr sind.

Der Mensch aber ist das einzige Geschöpf, welches über den Egoismus verfügt. Dieser erhebt uns über die Natur.

Alles Unbelebte, Pflanzliche und Tierische verschmilzt mit der Natur. Es kann nicht anders denken, handeln oder anderes wünschen.

Darüber befindet sich eine zusätzliche Stufe – Mensch. Diese Stufe ist der höheren Natur, d.h. dem Schöpfer, entgegengesetzt.

Und darin liegt die Quelle aller Fehler und Sünden, erschaffen gerade dafür, um uns unsere Gegensätzlichkeit zum Schöpfer vor Augen zu führen.

Unser ganzes Problem besteht darin, was wir mit der Stufe „Mensch“ in uns machen sollen? In ihr ist das gesamte Potenzial unserer Entwicklung – über der natürlichen Ebene – enthalten.

Aus dem Unterricht über Artikel von Baruch Ashlag „Wahrheit und Glauben“, 02.08.2010

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Mit erhobenem Haupte

Aus dem Artikel von Rabash „Dies sind die Nachkommen Noahs“: Ein Mensch, der sich in einem Zustand von Verlangen und Gedanken eines Sünders befindet, muss eine große Anstrengung unternehmen, um die Argumente von Sündern zu bezwingen, die sein Gehirn mit den bekannten Fragen „Wer?“ und „Was?“ durchbohren. („Wer ist der Schöpfer, auf dessen Stimme ich hören soll?“ und „Was bringt dir diese Arbeit?“) Und der Mensch hat keine andere Möglichkeit, sie zu bezwingen, als mit der Kraft des Glaubens über dem Verstand…

Das heißt, der Mensch arbeitet nicht nach seinem egoistischen Verstand, der von seinen heutigen Verlangen bestimmt wird, sondern handelt entsprechend dem Verstand einer höheren Stufe, dem größeren Geben.

Denn wenn ich meinem Verlangen – und dem Verstand, der es bedient – unterliege, dann bin ich ein Tier, dessen Kopf (Verstand) und Körper (Verlangen) sich auf einer „Höhe“ befinden.

Wenn ich ein „Mensch“ sein will, muss mein Kopf höher als der Körper, d.h. höher als das Verlangen, sein. Das bedeutet, dass mein Verstand nicht jenes Verlangen, welches ich momentan in mir habe, bedienen muss, sondern ein höheres, sprich das Geben, welches sich außerhalb von mir befindet.

Heute befindet sich das Verlangen zu geben noch außerhalb von mir („heute“ heißt meine jetzige Stufe), und „morgen“, auf der nächsten Stufe, wird es sich bereits in mir befinden.

Aus diesem Grund versuche ich mit meinem Kopf dem Nächsten zu dienen, auf diese Weise arbeite ich für die nächste Stufe, wodurch ich Mensch heiße, dessen Kopf höher als der Körper ist.

So ist der Aufbau von spirituellen Objekten: GE (der obere Teil) des unteren Parzuf umhüllen ACHaP (den unteren Teil) des Höheren und führen eine Berechnung in Übereinstimmung mit dem Höheren durch, indem sie sich an ihn anschließen und versuchen, genauso wie der Höhere zu werden, sich ihm anzugleichen.

Das heißt, ich schließe mich der Gruppe an, die mir als ACHaP des Höheren dient, und benutze meinen Verstand, um ihr zu dienen, anstatt meine egoistischen Verlangen (ACHaP) zu bedienen, die sich eine Stufe tiefer befinden.

Das höhere spirituelle Objekt wird in zwei Teile unterteilt: sein Verlangen und das Licht in ihm. Das Verlangen des Höheren ist die Gruppe, die Umgebung, alle jene Teile der Gesamtseele, die ich noch nicht an mich angeschlossen habe, deshalb empfinde ich sie als die äußeren.

Später wird sich das alles zu einem Verlangen und dem Licht in ihm vereinen, worüber geschrieben steht: „Er und Sein Name sind Eins“.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 03.08.2010

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