Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Grund aller Verzögerungen.

Eine Frage, die ich erhielt: Welche praktische Tipps haben Sie für die Verstärkung unserer inneren Arbeit?

Meine Antwort: Wir müssen mehr Zugehörigkeit zur allgemeinen weltweiten Gruppe empfinden. Sie besitzt mehr Kräfte und Möglichkeiten, um uns aus den einzelnen Gruppen zum allgemeinen Wunsch zu erheben. Wir sollten in unserer Einigkeit die erste Eigenschaft des Gebens öffnen.

Ich hoffe, es wird auf diesem Kongress geschehen, und ihre Konturen werden in unserem Inneren sichtbar werden. Unsere nächste Aufgabe ist, sich zu bemühen mit ihr die Verbindung zu halten, d.h., trotz ständigem Wachsen/Öffnen der Selbstsucht in jedem einzelnen immer mehr vereinigt zu werden.

Welche Handlungen werden uns darin helfen? Aus allen kabbalistischen Quellen und aus der Gesprächen mit Rabasch ist nur ein Mittel ersichtlich: Die gemeinsame Bitte während des Studiums. Im Laufe des Tages, vor dem Unterricht soll ich klären, worum ich bitten möchte.

Unabhängig davon, womit ich mich gerade beschäftige, woran ich momentan arbeitete – bin ich verpflichtet, das Studium mit der FragedesProblems zu beginnen, ich muss also genau wissen, worum ich zu bitten habe.

Jeder soll zum Unterricht mit der Frage kommen, die auf das Ziel gerichtet ist. Dabei kann jeder seine Frage auf die eigene Art formulieren, in Verbindung mit dem persönlichen Zustand. Hauptsache, man kommt mit der Frage, mit der Forderung.

Diese Fragen reihen sich in Malchut der Welt Azilut ein, sie hebt das МАN zu Seir Anpin, und er – zu Bina. Dies ist notwendig: der Wunsch, das Erwachen, die Leidenschaft, der Schrei, bis die Tore der Tränen erreicht werden.

Für die Vorbereitung auf die Bitte sind uns alle Tagesstunden vom Unterricht gegeben, wobei sie selbst während des Unterrichtes entsteht.

Somit ist es unwichtig, welches Material wir gerade lesen oder welche Fragen wir bearbeiten – der Lehrstunden widmet man der Bitte: wie bekomme ich das, was ich im Laufe des Tages zum ersehnten Wunsch gemacht habe, den ich jetzt realisieren muss.

Der Grund aller Störerungen- ist die ungenügende Vorbereitung, der Mangel an gegenwärtiger Bitte, wenn wir uns zusammen mit dem Lichtsowie dem Weltkli befinden.

Auf dem Kongress ist es also wichtig, vereinigt zu werden, man muss dorthin mit dem echten Wunsch kommen. In verschiedenen Stilen und den Variationen müssen wir das allgemeine Wesen zeigen: wir wollen zwischen uns die Höhere Kraft offenbaren.

Welche Kraft ist die Höhere in Bezug auf uns? Wir stellen den Wunsch des Erhaltens dar, und die höhere Kraft ist ein Wunsch des Gebens. Wir wollen ihn in uns öffnen, damit er in uns gezeigt wird, uns ausfüllt. Es ist die Offenbarung des Schöpfers in den Geschöpfen.

Auch wenn unsere Wünsche zunächst schwach sind, wird ihre allgemeine Macht ausreichen, um den Schöpfer zu enthüllen, aber nur dann, wenn sie vereinigt werden.

Und dann bleibt in uns Reschimo – der Eindruck von der Enthüllung, der uns jeden Tag in der häuslichen Gruppe zugelassen wird, sich nach diesem Zustand zu richten, ihn heranzuziehen, zu festigen und zu verstärken, auf seiner Grundlage die neuen Stufen aufzubauen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Verhüllung und die Enthüllung des Schöpfers“, 05.11.2010

In den Händen des Schöpfers

Eine Frage, die ich erhielt: In der letzten Generation zu leben ist eine große, schwere Verantwortung?!

Meine Antwort: In der letzten Generation zu leben ist gerade nicht die schwere Verantwortung, sondern eine riesige Freude, weil man trotz den Kräften der Gegenwirkung, in denen die Hilfe des Schöpfers auch zu sehen ist, wie das Kind keucht und sich bemüht, das Ziel zu erreichen.

In der letzten Generation zu leben ist sehr gut und sehr leicht! Alle sorgen sich um mich, alles ist in Ordnung, ich bin von der Liebe der Freunde umgeben, und der Schöpfer beschenkt mich mit dem Guten.

Die Enthüllung des Angesichts des Schöpfers – bedeutet, dass das ganze Leben sich verändert, dass ich gesund werde und keine Probleme mehr habe, dass ich mich gut und komfortabel fühle. Folglich sehe ich die ganze übrige Welt um mich herum – dass alle Menschen gut leben! Ich sehe vor mir die ganze höhere Welt, die offen und ewig ist.

Ich zähle nicht die Augenblicke des Lebens, die mir bis zum Tod geblieben sind, ich habe keine Ungewissheit, was das Morgen betrifft – ich bin in der Welt der Unendlichkeit aufgelöst. Warum sollte ich dann irgendwelche Unannehmlichkeiten erwarten?! Es wird in der Welt kein Übel mehr geben, und ich werde mich „an das Gute“ anschließen!

Gerade diese Enthüllung wollen wir auf unserem Kongress erreichen, damit sie auf uns den ständigen guten Einfluss ausübt.

Und alle Besorgnisse und Erwartungen der Schwierigkeiten muss man vergessen und wegwerfen – denn sie wird es nicht mehr geben! In dem Augenblick, in welchem du dich mit den Freunden verbindest und den Schöpfer offenbaren willst, gerätst du unter die beste Einwirkung der Quelle des ganzen Guten. Außer ihr gibt es keine andere Kraft, die uns beeinflussen könnte.

Du wirst durch die Gruppe an die stärkste und beste Quelle der Energie angeschlossen. Man muss nur trotz alle Hindernisse, diese Verbindung weiterhin verstärken! Wir werden uns bemühen, es in drei Tage des Kongresses zu machen, und wir werden sehen, dass man auch diese Weise lebenslang genießen kann.

Infolge dieser Verbindung findest du die wunderbare Kraft, mit der du in allem – in jeder beliebigen Lebenssituation erfolgreich sein kannst. Die einzige Bedingung hierfür ist, die Verbindung mit dieser Kraft fest zu halten – weil sie alle Handlungen und Ereignisse in unserer Welt bestimmt.

Und du wirst sie ganz offenbar empfinden. Du wirst dich wie das Kind fühlen, das die Hand des Erwachsenen hält, um ihm an jeden beliebigen Ort zu folgen.

Wie der kleine Sohn die Hand des Vaters oder der Mutter nimmt, und sie schleppt, damit sie für ihn das erledigen, was es selbst noch nicht machen kann. Genauso wirst du es mit dem Schöpfer machen – Er wartet darauf!

Wir werden hoffen, dass uns gelingen wird, dass Er uns auf die Hand nehmen und helfen wird, alles zu erfüllen, was notwendig ist!!!

Aus dem Unterricht über den Artikel „Die letzte Generation“, 07.11.2010

Wie kommt man zum geistigen Orbit?

Zur Erreichung der nächsten Stufe – brauche ich ein Verlangen nach ihr, weil das Feld der höheren Macht sich nicht ändert!

Dieses Feld der höheren Macht ist in Leistungsstufen aufgeteilt, und ich befinde mich ganz unten – auf der Ebene von „dieser Welt“.

Wie komme ich zur nächstmöglichen Ebene der „Welt Assia“ und dann höher und höher? Wir bewegen uns in diesem Bereich, wie Elektronen, die von einer Laufbahn zur nächsten springen.

Um von einem Zustand / Orbit eins zum Orbit zwei zu kommen, brauche ich den Wunsch nach der Stufe zwei, Wunsch zur nächsten Ebene zu springen!

D.h. damit die Kraft des Feldes die Arbeit erledigt, mich von der Stufe eins auf die Stufe zwei bringt, mich Schritt für Schritt zum Zustand zwei bringt, muss ich im zweiten Zustand wollen, schon im dritten Zustand zu sein.

Ich brauche nur die richtige Lust/Wunsch zu äußern, und dann wird mich das Feld schon dahin führen, in Übereinstimmung/Einklang mit Ihm. Aber wie soll ich mehr Wirkung erzielen – mehr als ich hab – damit man diesen Effekt zum Erreichen der 125 Stufen der Spiritualität erlangt?

Dafür wird das richtige Umfeld geschaffen. Am meisten habe ich selbst den Wunsch, in einer Einheit der Kraft, aber um weiter aufzusteigen brauche ich die Leistung von zehn Einheiten. – Schließe dich mit mehr als neun Freunden zusammen und du bekommst die Kraft für die nächste Stufe – von zehn Einheiten. Es gibt keinen anderen Weg!

Deshalb hat sich große Seele des Adams zerbrochen, um allen die Möglichkeit zu geben, den Wünschen anderer Menschen anzuschließen, die Auswirkungen des Feldes auf sich zu ziehen und von Null bis Stufe 125, voller Korrektur, zu gelangen.

Nur durch die Verbindung mit Anderen bekommst du die Kraft aufzusteigen. Zunächst erhälst du nur einen Funken, aber dank diesem, müsst du noch weitere neun Funken hinzufügen, und dann bekommst du genügend potenzielle Stärke, um auf die nächste Ebene zu springen. Und es geschieht plötzlich, wie die Flucht aus Ägypten.

Das gleiche passiert auf jeder Stufe. Potentielle Energie wächst, springt auf diesen Ebenen: erste, zweite, dritte, vierte – Denn so steigert sich die Kraft (Aviut) des Wunsches: Wurzel (0), Aleph (1), Beth (2), Gimel (3), Dalet (4).

Daher bist du in dem untersten, ersten Zustand, und beim ersten Mal glaubst du, das ist das Leben! Aber dann plötzlich bekommst du das Gefühl, dass das der Exil ist …

Um dies zu verstehen, müsst du für dich selbst die „Erlösung“ ausmahlen, den nächsten Schritt. Vielleicht denkst du, dass das – der Garten Eden ist, voller verschiedener Gerichte, oder die Befreiung für dich – es ist eine Gelegenheit zu geben, zu lieben, sich mit Anderen zu vereinigen.

Und diese Erkenntnis, realisieren wir auch in der Gruppe. Die ganze Arbeit erfolgt im inneren der Seele – zerbrochene oder mit unseren Kräften gesammelte.

Wenn wir uns mehr miteinander verbinden/vereinigen, dann erzeugen wir ein stärkeres Kraftfeld und ziehen die schwächeren Teilchen an und helfen ihnen sich vorwärts zu bewegen. Sie fühlen eine Anziehung zu uns, weil wir alle zusammen gehören, zu einer einzigen Seele von Adam.

Das ist nur in Bezug auf uns zerbrochen, und wir fühlen diese nicht, aber sie existiert. Wir erstellen um uns drum herum energetische Kreise und ziehen Menschen an.

So handelt das Feld des Wunsches/des Begehrens – das ist die reale Verbreitung der Kabbala. Diese Kreise durchdringen alle Seelen, die ganze Menschheit, wie eine einzige spirituelle Kraft – alle erwachen zum Ziel der Schöpfung.

Aus einem Unterricht über einen Artikel von Baal HaSulam Exil und Erlösung, 2.11.2010

Der sich in der Gruppe enthüllt, wird auch der Schöpfer sein

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich fühle, dass ich mich von einem Freund entfernt habe, oder der Freund scheint sich von mir entfernt zu haben, bedeutet das, dass ich mich auch in Bezug auf den Schöpfer in der gleichen Situation befinde? Und wie soll man damit arbeiten?

Meine Antwort: Es gibt unterschiedliche Zustände, und deshalb, wenn es sich um einen Freund handelt, kann es Parallelen mit dem Schöpfer geben, muss es aber nicht.

Anders sieht es damit aus, inwiefern ich die Gruppe und das Ziel, welches wir unter den Freunden enthüllen, schätze. Denn die Gruppe, das Ziel und der Schöpfer sind eins.

Nur ist die Gruppe das Gefäß/Verlangen/Kli, und der Schöpfer/die Eigenschaft des Gebens ist das Licht, welches dieses Verlangen erfüllt und in diesem Verlangen in dem Maße ihrer Ähnlichkeit miteinander zum Vorschein kommt.

Letztendlich werden das Gefäß und das Licht die vollständige Übereinstimmung nach der Eigenschaft des gegenseitigen Gebens, der Einheit erreichen und unzertrennlich sein.

Also muss der Gruppe sogar eine größere Wichtigkeit als dem Schöpfer beigemessen werden. Sie ist ein Mittel, ohne welches ich Ihn nicht erreichen kann, und zum jetzigen Zeitpunkt ist für mich gerade das Mittel wichtig.

Rabash führt als Beispiel einen kleinen Regierungsbeamten an, von dem ich mehr als von der gesamten Regierung abhänge.

Während sich die Minister mit den Staatsangelegenheiten beschäftigen, trifft der Beamte eine konkrete Entscheidung in meinem Fall: er kann genehmigen, kann aber auch ablehnen.

Die Gruppe stellt eine Sammlung von unseren kleinen Verlangen dar, die danach streben, den Schöpfer, die Eigenschaft des Gebens, zu enthüllen.

Man muss ein für alle Mal eine Entscheidung für sich treffen: ich selbst kann mich nicht an den Schöpfer wenden. Meine Bitte wird nur in der Gruppe umgesetzt, und von dem Schöpfer weiß ich nicht, wer Er ist, es wir aber derjenige sein, der sich in ihr enthüllt.

Aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash vom 05.11.2010

Damit wir erhört werden…

Wir wissen, dass keine Anstrengungen und keine Schreie von uns an sich helfen werden. Sie sind mit dem Schreien eines Säuglings zu vergleichen – es muss Einen geben, der ihn erhört – die Mutter, Bina oder der Schöpfer.

Der Schrei kann nur erhört werden, wenn er korrekt, d.h. auf das wahre Ziel gerichtet ist – auf die Vereinigung, auf das Erhalten der Kraft des Gebens. Darum müssen wir uns verbinden, um zwischen uns eben das Verlangen zu geben zu erschaffen und dann gemeinsam zum Schöpfer zu schreien.

Und darum lesen wir gemeinsam das Buch Sohar und wollen uns miteinander verbinden, auch wenn das über das Internet, das Fernsehen und alle möglichen Kommunikationsmittel geschieht.

Und es ist unwichtig, dass unsere Verbindung erst einmal egoistischer Natur ist, denn jeder von uns wird vom Verlangen für sich selbst (lo liShma) bewegt. Wir sind bereit, uns zu verbinden, wollen aber alle daran verdienen. So ist unsere Natur, und es macht keinen Sinn, uns selbst zu belügen.

Wir sind Egoisten, und jeder von uns versteht, dass er sich mit den Anderen verbindet, um irgendeinen Nutzen davon zu tragen, sonst könnte niemand von uns auch nur die kleinste Handlung vollziehen, er hätte keine Energie, sich mit den Anderen zu verbinden.

Doch diese physische Verbindung, Versammlung an einem Ort oder virtuell zur gleichen Zeit in einem Gedanken ist die einzige uns erlaubte Handlung. Denn noch können wir nur physische Handlungen ausführen – so werden Handlungen genannt, die in unserem Egoismus vollzogen werden.

Doch außer dieser Handlung benötigen wir, dass das höhere Licht, das zur Quelle zurückführt – das umgebende Licht (O“M) – auf unsere egoistische Verbindung einwirkt.

Dieses Licht nennt sich das umgebende Licht (Or Makif), weil es aus der Ferne, aus unserem nächsten Zustand scheint – aus den korrigierten Verlangen/Kelim, in den Verlangen „liShma“ – mit der Absicht zu geben.

Doch wenn wir uns sehr große Mühe geben, danach zu streben, können wir seine Einwirkung auf uns hervorrufen, denn wir befinden uns in der Welt der physikalischen Gesetze der Natur (des Schöpfers). Durch das Lesen des Buches Sohar ziehen wir das Licht an uns heran, weil wir uns unbewusst an unsere nächste Stufe anschließen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 07.11.2010

Das Recht, den Freunden zu dienen

Wie können wir Erfolg auf dem spirituellen Weg erreichen? Es gibt kein anderes Mittel, außer einer noch größeren Vereinigung.

Der Vereinigung muss die höchste Wichtigkeit beigemessen werden, in ihr muss das einzige Mittel gesehen werden.

Wir wissen, dass unsere Wahl nur darin besteht, mit Hilfe der Umgebung stärker zu werden und uns mit ihr zu verbinden. Wir erheben die Umgebung in unseren Augen und beugen uns vor den Freunden und dem Ziel.

An jede Handlung muss die Absicht angeschlossen werden: Wozu mache ich das alles? Wie versuche ich, mich mit den Anderen zu verbinden? Erschaffen wir ein Kli, ein Gefäß, ein Ort, in dem sich das Licht enthüllt?

In Wirklichkeit, wenn wir der Gruppe dabei helfen, erfüllen wir das Prinzip „wir werden tun und wir werden hören“. Wir sind in der Lage, das zu verwirklichen. Selbst wenn wir es nicht besonders wollen, selbst wenn es uns anwidert, aber wir können dennoch einander ein Lächeln schenken, Geschenke machen, zueinander höflich sein und uns, ohne es zu wollen, an der gemeinsamen Sache beteiligen.

Wir organisieren alles selbst, unter anderem auch Kongresse. Selbst wenn wir unbegrenzte finanzielle Mittel hätten, würden wir trotzdem alles selbst machen.

Hier sind für uns gerade die gemeinsamen Anstrengungen wichtig: von überall her kommen Menschen und handeln gemeinsam. Nur eine solche Vorbereitung bringt uns Erfolg.

Genau das sind unsere Geschenke: wir bereiten gemeinsam alles, was nötig ist, vor, wir hängen von niemandem ab und wollen unsere Teilnahme an niemanden Fremden abtreten.

Für uns ist die Möglichkeit, durch die äußeren Handlungen die innere Vereinigung zu erreichen, dermaßen wichtig, dass wir nicht darauf verzichten und an niemanden das, was wir selbst machen können, abtreten wollen. Denn das ist ein Mittel zur Erreichung unserer Vereinigung.

In den verbleibenden zwei Tagen und auf dem Kongress selbst bietet sich uns eine einzigartige Gelegenheit, einander zu bedienen. Diese Chance darf nicht verpasst werden, denn in ihr ist der Erfolg des gesamten Unternehmens verborgen.

Genau das bedeutet Vereinigung, so „kaufen“ wir Freunde: ich bemühe mich ihretwegen und sie bemühen sich meinetwegen, und zusammen bauen wir ein gemeinsames Kli auf.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash vom 07.11.2010

Wenn das Ziel ruft

Eine Frage, die ich erhielt: Wie soll ich die Gruppe und die Freunde stärken, wenn ich gezwungen bin, virtuell zu agieren?

Meine Antwort: Na und? Die Entfernung ist kein Hindernis, wir müssen uns nicht unbedingt an den Händen fassen. Denkst du wirklich, dass, wenn ich dein Aussehen und deinen Charakter kenne, ich dich selbst auch kenne?

Wie hast du uns gefunden? – Über das Internet! War das deiner Meinung nach ein Zufall? – In Wirklichkeit haben dich deine Verlangen zu dem Gesamtsystem von Adam – zu der Verbindung aller Teile der Welt – geführt.

In diesem System gibt es eine Menge Gemeinschaften/Kreise, die gemeinsame Interessen/Verlangen haben: Wissenschaft, Bankwesen, Business, Familie usw.

Außerdem gibt es darin noch einen besonderen Kreis, welcher diejenigen verbindet, die nach dem Lebensziel, nach dem Wissen darüber, wofür es sich zu leben lohnt, streben.

Diese Menschen befinden sich, was ihren Wohnort sowie ihre Zugehörigkeit zu einem der Kreise betrifft, überall, doch gleichzeitig bilden sie, ohne es sogar wahrzunehmen und zu begreifen, ihren eigenen Kreis – ein gewisses Feld der inneren gegenseitigen Verbindung. Markieren wir es gelb.

Wenn der Mensch den Ruf des Ziels vernimmt, beginnt er, in Kontakt mit diesem Feld zu treten, er tritt aus seinem Kreis heraus und schließt sich diesem besonderen Kreis an. So hast auch du uns im Internet gefunden.

Und nun wird die neue Verbindung weiter verstärkt. Selbst wenn wir einander früher nicht gesehen und nicht gekannt haben, mit der Zeit beeinflussen wir einander immer mehr, und jeden Tag empfängst du Gedanken und Verlangen von Millionen von Menschen aus der ganzen Welt, die sich ebenfalls Gedanken an das Schöpfungsziel machen und auf diese Weise einander finden.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 04.11.2010

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Vereinigung bedeutet spirituelle Arbeit

Die Kraft zur Erreichung der Spiritualität schöpfe ich von der Umgebung, und das ist eine besondere Kraft.

Wir kommen zur Wissenschaft der Kabbala, weil wir das Verlangen nach der Spiritualität verspüren, doch dieses Verlangen ist egoistischer Natur: wir wollen die ganze Welt haben – sowohl diese als auch die zukünftige.

Dieses gewaltige Verlangen treibt den Menschen an, doch wenn er vorhat, sich mit dem Freund zu verbinden, muss er sich annullieren und die Wichtigkeit des Freundes erhöhen.

Dadurch erhebt er die Haltung dem Freund gegenüber auf die kleinste spirituelle Stufe: er annulliert sich, will sich verbinden, nimmt den Freund als wichtig wahr.

Es ist sehr unangenehm, abstoßend, doch es gibt keinen Ausweg – wir müssen uns verbinden. Dann bekomme ich die Wichtigkeit des Ziels – die Kraft des Aufstiegs – vom Freund.
Diese Kraft ist spiritueller Natur, denn um mich an ihn wenden zu können, habe ich mich annulliert und seine Wichtigkeit erhöht. Dann erhalte ich von ihm – obwohl er genauso ist wie ich – die Kraft des Aufstiegs, weil ich mich ihm gegenüber nach dem spirituellen Prinzip „die Wichtigkeit des Nächsten“ verhalten habe!

Und obwohl ich das aus der Ausweglosigkeit heraus tue, weil ich die spirituelle Welt auf egoistische Weise bekommen will, erhalte ich dennoch eine reale Kraft, die mich über mich selbst erheben lässt, vom Freund.

Indem ich mich auf diese Weise gegenüber den Freunden verhalte, erreiche ich eine korrekte Herangehensweise an die Spiritualität. Dabei kann es sein, dass die Freunde das noch nicht einmal bemerken und nicht wissen, dass sie mich mit der spirituellen Kraft versorgen.

Ich schöpfe sie, weil ich eine egoistische Handlung ausführe, indem ich mich ihnen gegenüber trotz der Abstoßungskraft annulliere.

Das ist sehr schwer, doch wenn ich es schaffe, mich zu überwinden, erhalte ich von ihnen die Kraft für die Weiterentwicklung.

Darin besteht unsere Arbeit, und dem ist der bevorstehende Kongress gewidmet.

Aus dem Vortrag am Tag der Einheit, 31.10.2010

Reichtum, der Groschen für Groschen gesammelt wurde

Eine Frage, die ich erhielt: Es steht geschrieben: „Groschen für Groschen gesammelt macht ein großes Vermögen“. Jeder Mensch trägt seinen „Groschen“ bei? Oder ist es unser gemeinsamer Groschen auf dem Weg zum Ziel?

Meine Antwort: Der Mensch sammelt diese „Groschen“- die kleinen Wünsche, die er von seinen Freunden gesammelt hat.

Wenn man sich mit ihnen vereinigt und danach strebt, die Bürgschaft einzugehen, bekommt er die Bemühungen von allen und sie verbinden sich in ihm, und geben ihm die Kraft, um den Weg zu gehen.

Aber auch das ist nicht genug. Ich habe die Kräfte, aber keinen „Stoff“. Dieser Stoff wird in kleinen Portionen in mir enthüllt. Stück für Stück offenbart sich mein Egoismus und ich erhebe mich darüber, je nach dem Erscheinen dieser kleinen Portionen.

Auch hier sammeln sich Groschen für Groschen zu einem großen Vermögen.

Aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabasch vom 04.11.2010

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Die innere „Religion“ der Seele

Baal HaSulam benutzt die Wörter „religiös“ und „profan“ in seinen Artikeln für gewöhnlich nicht in dem Sinne, wie das in unserer Welt üblich ist.

„Religiöser“ Mensch im kabbalistischen Gebrauch bedeutet keinen traditionellen Begriff, der eine der Weltreligionen meint: Judentum, Islam, Christentum oder alle möglichen Glaubensrichtungen.

Als „religiös“ gilt derjenige, der sich danach sehnt während seines Daseins in dieser Welt korrigiert zu werden und in die spirituelle Welt bis hin zur Welt der Unendlichkeit, bis hin zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer aufzusteigen.

Darin besteht das Ziel der Existenz eines jeden Menschen in dieser Welt, welches Baal HaSulam im Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ erklärt.

Doch manchmal meint er wirklich die traditionelle Religion, wenn er bestimmte Momente erklären möchte. Aus diesem Grund muss immer dem Kontext entnommen werden, wie seine Worte zu verstehen sind.

„Profane“ Menschen sind diejenigen, die sich nicht mit der eigenen Korrektur beschäftigen, sondern alles um der Belohnung willen, ob in dieser oder in der zukünftigen Welt, tun.

„Religiös“ ist derjenige, der sich bis zur Stufe des Schöpfers korrigiert und dafür die „Wahre Tora“, sprich die Wissenschaft der Kabbala benutzt. „Ich erschuf den bösen Trieb und die Tora als Mittel zu dessen Korrektur“.

Das heißt, du musst zuerst den egoistischen Trieb in dir enthüllen, und erst dann wirst du die „Tora“ zu dessen Korrektur brauchen, weil sie nur diesem Zweck dient.

Und dann wird dich ihr Licht, welches du infolge des korrekten Studiums enthüllst, zu seiner Quelle zurückführen, d.h., der böse Trieb wird sich in den guten verwandeln.

Dabei verändert sich das Verlangen selbst nicht – es verändert sich lediglich seine Absicht: von „für sich selbst“ zu „für den Nächsten“.

Aus den Unterricht nach dem Artikel „Exil und Erlösung“ vom 03.11.2010

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