Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Energie aus der Luft

Das egoistische Verlangen funktioniert gut in dieser Welt. Wartet eine Belohnung, kann man den eigenen Nutzen abwägen und entscheiden, wo es lohnenswert ist, sich anzustrengen und in welchem Umfang. Der Egoismus kämpft, wenn es um eine Belohnung geht.

Wir haben dagegen keine Möglichkeit in uns, den Wunsch des Gebens zu erzeugen. Denn es fehlt die Vorstellung einer Belohnung und dadurch die Motivation zu handeln. Das bedeutet, dass das Bedürfnis, eine Handlung um des Gebens willen auszuführen, in uns den Wunsch nach Vergnügen auslöscht. Doch ohne diesen Wunsch können wir uns nicht bewegen. Wir fühlen uns, als hätten wir weder Arme noch Beine, keinen Kopf und keine Energie. Ohne Motivation bleiben wir einfach liegen.

Wir brauchen stets einen Anreiz, um uns aufzurichten. Kommen etwa Schwierigkeiten und Probleme auf uns zu, die uns traurig machen, merken wir plötzlich, dass Probleme gut sind, weil sie uns zum Handeln anregen.

Es geht also nicht ohne unseren Wunsch zu genießen. Stellen wir uns vor, dass überall in dieser Welt plötzlich der Wunsch zu genießen ausgeschaltet würde, ausgeschaltet der Egoismus, der im Fundament der Welt, in jedem Atom, in jedem Teilchen eingebettet ist. Die Welt würde still stehen, obwohl sie gerade dabei war, sich zu füllen, um den Mangel auszugleichen. Aber ohne Egoismus, ohne Wunsch würde alles nach und nach aufhören und dann wäre völliger Stillstand.

Denn wenn z.B. die Elektronen in einem Atom aufhören, sich zu drehen, wird das Atom verschwinden, da außer diesen Rotationen in ihm nichts existiert, außer Mangel. Der Mangel allein bewegt die Materie, und wenn der Mangel verschwindet, dann hört die Bewegung auf und die Materie verschwindet. Die Materie ist der Mangel.

Wie kann man also die Handlung des Gebens ausführen, ohne den materiellen Körper zu kasteien? Wie ist es möglich, eine altruistische Stufe über den Egoismus zu setzen?

Die Materie muss weiterarbeiten, sie behindert uns nicht, im Gegenteil, sie hilft uns sogar. Denn wenn wir aufsteigen, werden wir immer wieder auf die materielle Ebene fallen, um von dort aus noch höher zu steigen. Wie kann also ein neuer Treibstoff gefunden werden, der nicht auf dem Wunsch nach individuellem Genuss basiert, sondern auf dem Wunsch zu geben?

Die entscheidende Frage ist daher, wie der Wunsch zu geben entwickelt werden kann? Die Antwort darauf ist der Schlüssel zum Erfolg, denn die Menschheit ist bereits so weit fortgeschritten, dass sie das Ende der Korrektur erreicht hat. Wie also steht es mit der Kraft des Gebens? Die Antwort ist: sie ist bereits vorhanden, aber wir müssen sie entfalten. Sie kommt nicht von selbst, sonst hätte sie sich schon längst in der Welt offenbart.
Das Bedürfnis nach ihr ist bereits im Menschen angelegt, denn jeder fragt sich: „Was ist das eigentlich für ein Leben?“ „Wozu leben wir, was ist der Sinn?“ Aber das allein führt nicht weiter, da wir selbst in der Kraft des Gebens egoistisch empfangen wollen. Das funktioniert so nicht!

Die Frage ist also, was für einen Mechanismus wir aufbauen müssen, um durch den Egoismus die Kraft des Gebens zu empfangen, die das ganze Universum erfüllt. Astrophysiker sagen, dass es eine Energie gibt, die das ganze Universum erfüllt. Es scheint, als sei der Weltraum ein Vakuum, aber in Wirklichkeit ist er voller Energie.

Man versucht nun, diese Information aus den Aufzeichnungen des berühmten Forschers Tesla zu gewinnen, die er zu seiner Zeit geheim hielt. Es wird angenommen, dass er einen Weg gefunden habe, Energie direkt aus der Luft zu gewinnen. Und in der Tat ist der Raum nicht leer, sondern gefüllt mit Energie. Die Frage ist nur, wie man diese Energiequelle freisetzt. Die Anleitung, wie das gehen könnte, liegt vor uns – es ist ein kabbalistisches Buch.
Die Weisen der Kabbala sagen, dass diese Energie durch zehn Freunde, genannt Zehner, erlangt werden kann. Auf diese Weise verbinden wir Menschen uns mit einem Kosmos, der mit der Kraft des Gebens gefüllt ist, genannt der Schöpfer. Die Zehn Freunde funktionieren wie ein Modem oder Kommunikationsgerät, das uns mit dieser verborgenen Kraft verbindet.

Diese Kraft wird immer verborgen bleiben. Sie wird nur innerhalb der Zehner offenbart, als wäre sie ein Detektor dieser höheren Macht. Wenn wir uns jeweils in die Zehner einfügen, mit den Freunden verbinden und uns bemühen, sie zur Verbindung mit der höheren Macht zu erwecken, wird jeder diese Energie des Gebens zurückerhalten. Es ist, als ob wir einen Stecker in die Steckdose stecken, um Energie zu empfangen. Diese Arbeit im Zehner, im Kraftfeld des Schöpfers, ist jedenfalls die einzige Möglichkeit, die Kraft des Gebens zu enthüllen.
Dann werden wir feststellen, dass wir uns im Feld einer höheren Macht befinden, die gut ist und Gutes tut. Dies ist die einzige Kraft, außer ihr existiert nichts. Alle gegensätzlichen Kräfte sind in jedem von uns zentriert, um uns zu helfen, aus der Verbindung mit der höheren Macht Energie von ihr zu empfangen.

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Aus einer Lektion zum Artikel „Die letzte Generation“ von Baal HaSulam, 01.04.2019

Übergang Von der Illusion zur Wahrnehmung der wahren Realität

Eine Frage, die ich erhielt: Welche Absicht sollte man haben, wenn man das Buch Sohar liest: das Licht zwischen den Freunden zu offenbaren, den Text in sich selbst zu offenbaren, oder beides zusammen? Und was ist wichtiger?

Meine Antwort: Ich betrachte diese beiden Aspekte nicht getrennt. Wir sprechen davon, dass die ganze Welt im Inneren eines Menschen existiert, also die gesamte Realität, die ich wahrnehme. Auch wenn ich derzeit in einer Illusion existiere und denke, dass ich Freunde vor mir sehe, die Welt um mich herum, Feinde, Häuser, Sterne und alles andere, so ist es doch so, dass all dies mein eigenes Verlangen ist. Wie ich es wahrnehme, hängt also von meinem Verlangen ab.

Mein Verlangen enthält Sphären. Einige davon sind meine inneren Sphären, die Wurzel (Shoresh), Seele (Neshama) und Körper (Guf) genannt werden. Dann gibt es noch zwei äußere Sphären, genannt Kleider (Lewush) und Haus (Heichal).

Deshalb nehme ich mich selbst in den inneren Sphären (der Wurzel, der Seele und dem Körper) wahr, in den äußeren Sphären (den Kleidern und dem Haus) dagegen die Welt, die außerhalb von mir zu sein scheint. Der Grund dafür ist, dass sich die beiden äußeren Sphären während der Zweiten Einschränkung (Zimzum Bet) von mir getrennt haben. Deshalb umgeben sie mich. In Wirklichkeit sind sie jedoch in mir. Sie existieren in mir, aber ich nehme sie als äußerlich wahr.

Da meine inneren Wünsche Keter, Chochma und Bina sind, oder Wurzel, Seele und Körper, nehme ich in ihnen das Innere Licht wahr – NaRaN. In den Wünschen, die mich umgeben (Kleidung und Haus), gibt es ein schwaches Umgebungslicht, und deshalb halte ich sie nicht für sehr wichtig. Ich bin in gewissem Maße von ihnen abhängig; zum Beispiel leuchten die Sterne und die Sonne für mich, und die Welt umgibt mich, aber das Wichtigste bin ich.

Ich ahne nicht einmal, dass meine wichtigsten Wünsche außerhalb von mir liegen, obwohl sie alle zu mir gehören. Es ist nur so, dass ich innerhalb einer Illusion existiere, in der sie mir fremd erscheinen.

Wo befindet sich also die Gruppe, der Lehrer, der Schöpfer, das Buch Sohar, die ganze Welt, mein Ehepartner? Und wo meine Kinder? Sie alle existieren in meinen Wünschen. Wen habe ich geheiratet? Meinen Wunsch. Wen habe ich heute angeschrien? Über wen habe ich gelacht? Das waren alles meine eigenen Wünsche. All das bin ich.

Du könntest nun fragen: „Wenn du sagst, dass ich in dir bin, aber ich sage, dass du in mir bist, wer hat Recht?“ Die Antwort ist, dass beide Recht haben!.

Solange wir uns nicht über diese Welt in die Spiritualität erheben, werden wir uns nicht von dieser Illusion befreien können. Wenn ich jedoch die ganze Welt als meinen Wunsch betrachte, dann ist es viel einfacher für mich, von dieser illusorischen Wahrnehmung der Realität zur wahren Empfindung der Realität zu gelangen.

Aus der täglichen Kabbala Lektion „Sohar“

Sich in einem gemeinsamen Wunsch einschließen

Frage: Wie kann ein Mensch seine erhöhte Empfindsamkeit nutzen, um einen subtilen Sinn für spirituelle Methoden zu entwickeln? Es gibt eine Kategorie von Menschen, die sensibler sind.

Antwort: Das spielt keine Rolle. Jeder hat seine eigene Entwicklung.

Frage: Ermöglicht es uns die Sensibilität nicht, die Kabbala besser zu vermitteln?

Antwort: Nein. Wir müssen unser Bestes geben und es auf alle möglichen Arten versuchen.

Unser ganzes Bemühen bewirkt nichts anderes, als uns in das gemeinsame Verlangen, in das gemeinsame Streben einzuschließen. Dann durchdringt das Licht diese Wünsche und breitet sich mehr und mehr in der Menschheit aus. Die Menschheit beginnt zu verstehen, sich bewusst zu werden, sich zu verändern, trotz unbekannter Ursache.

Es geschieht aus der Tatsache heraus, dass wir durch unsere Bemühungen dem Höheren Licht die Möglichkeit gegeben haben, sich mehr in uns allen zu offenbaren. Das ist im Prinzip das worum es bei der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Verbreitung geht.

Natürlich ist es gut, Materialien in Umlauf zu bringen: Bücher, Bilder, Clips – das ist alles gut. Aber das Wichtigste ist, dass wir damit das Verlangen wecken!

Es sind nicht die Clips und die Gedanken, die man in einem Menschen auslöst, die ihn weiterbringen! Nein! Es sind die Wünsche und Bestrebungen, die es dem Licht erlauben, herunterzukommen und die Leere zu füllen, die in jedem von uns und zwischen uns entsteht! Dann werden wir weiser. So funktioniert es. Nur das Licht!

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Aus dem Vortrag „Mein Telefon hat geklingelt. Nachahmung von Laitman.“ 

Der Schöpfer wartet darauf, dass wir das Licht einschalten

Frage: „Was ist das Endziel eines Menschen – sich im Schöpfer aufzulösen oder, wie Sie sagen, mit Ihm zu verschmelzen? Bedeutet das, dass wir unsere Identität verlieren oder nicht?“

Antwort: Ich würde es viel erhabener ausdrücken – um den Schöpfer zu vervollkommnen. Außer, das es heißt: „Ihr habt Mich erschaffen“. Das ist es was der Schöpfer sagt. Wenn wir Ihn nicht erschaffen, dann ergänzen wir Ihn zumindest.

Frage: Gibt es einen Mangel in Ihm, wenn wir Ihn ergänzen?

Antwort: Natürlich gibt es einen Mangel. Denn Er muss ohne uns sehr, sehr viel leiden. Er hat den Wunsch zu geben, zu sättigen, auszustrahlen und es gibt niemanden, niemand ist dazu bereit.

Frage: Wir wollen gesättigt werden, empfangen…

Antwort: Wir wünschen uns, nicht von Ihm noch durch Ihn erfüllt zu werden! Ich würde sagen, es ist ein Nervenkrieg, wer gibt zuerst auf und sagt: “ Ich liebe!“ Es ist wirklich ein Zermürbungsspiel.

Frage: „Werden wir unsere Identität verlieren oder nicht?“

Antwort: Wir werden sie erst dann erlangen. Welche Identität haben wir jetzt? Es gibt absolut keine Identität.

Die Identität erlangt man, indem man für den Schöpfer im Handeln notwendig wird. Wir sind bereits notwendig, aber im Handeln, indem wir uns Ihm annähern, mit Ihm verschmelzen, dem Universum etwas hinzufügen, bewirken wir, dass das gesamte Universum mit dem Höheren Licht erfüllt wird, das die gesamte Schöpfung erfüllt. Ohne uns wäre es leer, kalt und dunkel.

Frage: Welche Art von Ergänzung erwartet der Schöpfer von uns?

Antwort: Das wir das Licht einschalten, wir tatsächlich das Licht in dieser Welt anschalten. Das Universum soll vom Licht des Schöpfers, der Liebe, der Güte, der Einheit, der Vollkommenheit in allen Formen, was auch immer, erfüllt werden.

Bemerkung: Sie sagen das heute, wenn man nicht weiß, wohin man laufen soll. Bei diesen verrückten Kriegen…

Antwort: Man muss gar nichts tun. Man muss lediglich ruhig warten, mit der Überzeugung, dass es geschehen wird. Man muss es wollen, bitten, und nur leise zum Schöpfer beten.

Frage: Ist es das, was wir tun müssen?

Antwort: Ja, ohne unnötigen Lärm, ohne Erklärungen, ohne Diskussionen, ohne alles.

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Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 14.02.2022

Male dir die höhere Welt aus!

Unsere ganze Arbeit besteht darin, von der Wahrnehmung der Realität in den egoistischen Wahrnehmungsorganen, zur Wahrnehmung der Realität in den altruistischen Wahrnehmungsorganen zu wechseln.

Darin liegt der Unterschied zwischen der Wahrnehmung dieser Welt, zwischen unserer gegenwärtigen Wahrnehmung der Realität, in der wir in einer Lüge leben, entfernt vom Schöpfer. Wir wissen nicht, wo wir sind – uns fehlt das Verständnis, das Gefühl, das Wissen für die höhere Welt. Wir wissen nicht, wo wir existieren, mit Wem und in Wem wir uns aufhalten.

Die Veränderung der Wahrnehmung erfolgt durch die Anstrengung des Menschen. Zuerst muss der Wunsch nach einer Veränderung der Wahrnehmung vorhanden sein, denn es wird nur stattfinden, wenn wir es uns wünschen.

Deshalb müssen wir uns bemühen, uns eine höhere Wirklichkeit vorzustellen, ein Bild davon in uns schaffen (wie es in den kabbalistischen Büchern steht) und diese Beziehung zueinander in der Gruppe aufbauen.

Wenn wir studieren und über diese höhere Realität lesen, fordern wir eine Kraft heraus, die von oben kommt und unsere Sinne, die Schleusen der Empfindung  öffnet. Wir würden offenbaren wo wir wirklich sind, anstatt in diesem falschen, imaginären, erfundenen Bild zu verweilen, welches uns heute in unseren verwirrten Sinnen vorgespielt wird.

Unsere ganze Aufgabe besteht darin, das was als Realität bezeichnet wird, richtig zu definieren.

Jeder von uns sollte, so gut er kann, versuchen, sich ein bestimmtes höheres Bild vorzustellen. Er sollte es sich ausmalen, es für sich formen. Ein Bild in dem wir alle zusammen in unseren Wünschen und mit dem Schöpfer verbunden sind. Dort gibt es keinen Unterschied zwischen uns. Dort herrscht der Schöpfer (die Eigenschaft des Gebens und der gegenseitigen Liebe) in und zwischen uns.

Es gibt nichts anderes als diesen Zustand, es gibt keine imaginären Bilder, wir verlangen von dieser Wirklichkeit, dass sie auf uns wirkt und sich in uns verkörpert. Das sollte das Ergebnis unserer Anstrengungen sein.

Das ist es, wonach man ständig streben muss, wenn man den Sohar und andere kabbalistische Bücher liest. Deshalb sprechen diese Bücher von der wahren Wirklichkeit. Andernfalls könnten wir Bücher lesen, die in einem anderen Stil geschrieben sind, es aber keinen Sinn macht, sie zu lesen.

Wenn wir also in diesen Büchern der höheren Wirklichkeit lesen, müssen wir danach streben, sie zu erreichen. Wie Baal HaSulam in der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“, P.155, schreibt: „Durch ein starkes Verlangen und den Wunsch das Material, das studiert wird, zu verstehen, erweckt man die Lichter, die die Seele umgeben“ und zwar aus  dem einzig existierendem Zustand, so korrigiert man sich.

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Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar.

Der Unterschied zwischen Azmuto und Licht

Die „Lehre der Zehn Sefirot“ besagt, dass es einen Unterschied zwischen Azmuto und Licht gibt.

Azmuto ist etwas Unbegreifliches, die Wurzel der Schöpfung. Licht ist das, was von dieser Wurzel ausgeht, sich ausbreitet und weiterhin viele verschiedene Arten der Schöpfung hervorbringt.

Baal Sulam schreibt, dass sich das Licht von Azmuto gerade durch seine Form unterscheidet, da das Licht bereits eine direkte Eigenschaft der Schöpfung enthält – den Wunsch zu empfangen, in Azmuto gibt es so etwas nicht.

Frage: Kann man sagen, dass Azmuto die Essenz des Schöpfers ist? Gibt es im Schöpfer überhaupt keinen Gedanken etwas für sich zu empfangen?

Antwort: Der Schöpfer ist die Quelle von allem, was existiert. Alles ist in Ihm. Man kann nicht viel über Ihn sagen, da man nichts über Ihn weiß.

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Aus der Fernsehsendung „Die Lehren der Zehn Sefirot (TES)“, 01.01.2023

Lo Lishma: etwas zu korrigieren haben

Frage: Ist die Absicht Lo Lishma zu erreichen eine obligatorische Stufe der spirituellen Entwicklung?

Antwort: Ja, natürlich. Jedes Mal, wenn uns offenbart wird, dass wir mit der Absicht von Lo Lishma, d.h. zum eigenen Vorteil, handeln. Dann verlangen wir, dass das Licht zur Quelle zurückkehrt, die Absicht von Lo Lishma mit der altruistischen Absicht von Lishma korrigiert wird.

Es gibt 613 Verlangen, wenn man bei einem von ihnen zum eigenen Wohl handelt nennt man es Lo Lishma. Wenn man aufgrund dieses Wunsches handelt, um etwas zu geben, ist das Lishma. Es handelt sich um zwei obligatorische Zustände, von denen einer aus dem anderen hervorgeht. Zuerst wird der böse Trieb offenbart, dann wird es durch das Heilmittel der Tora zum Guten korrigiert und die egoistische Absicht wird altruistisch.

Es heißt: „Es gibt keinen Gerechten auf Erden, der Gutes getan und nicht gesündigt hat“. Wir sind verpflichtet, von Lo Lishma zu Lishma zu kommen. Und so verhält es sich auch mit der Korrektur unserer 613 Verlangen.

Nun, wenn ein Mensch seinen bösen Trieb nicht korrigiert, das zur Quelle zurückführende Licht nicht gemäß der kabbalistischen Methode nutzt, wird ihm nicht einmal sein eigenes Böse offenbart. Das Böse, das man in unserer Welt macht, ist nicht das Böse, um das es geht. Man erkennt keine Absicht für sich zu empfangen und man hat keine Verbindung mit dem Material des Verlangens, korrigiert zu werden. Nun, so bleibt man erst einmal „engelhaft“.

Aus dem Unterricht zum Artikel „Die Gabe der Tora“, 01.11.22 

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Es gibt keine Wüste ohne Quellen

„Weißt du, was das Gute an der Wüste ist? – sagte er.

– Irgendwo darin sind Quellen versteckt…“.

Antoine de Saint-Exupery

Unter dem Sand gibt es Quellen, überall sind sie vorhanden. So ist auch die Wurzel des Lebens überall, in allem. Deshalb ist das Wichtigste, dass wir uns auf den Sinn, auf die Wurzel des Lebens beziehen, und nicht auf das, was wir äußerlich sehen.

Frage: Sagen Sie mir, was passiert, wenn ich durch die Wüste in meinem Inneren verbrannt werde? Viele Menschen befinden sich in diesem Gefühl, im Gefühl, dass es für sie kein Leben gibt.

Antwort: Die Wüste enthüllt diesen Menschen etwas, das sie vorher nicht wahrnahmen. Auch vor diesem Gefühl gab es kein wirkliches Leben, der Mensch hat dies aber nicht verstanden. Deshalb ist es nun, da er offenbart, dass das Leben in diesem Zustand kein Leben ist, besser als vorher, als er dies noch nicht wusste.

Frage: Und wie kann ich, innerlich verbrannt, verstehen oder glauben, dass dort eine solche Quelle existiert? Wie soll man sich das vorstellen?

Antwort: Man soll denken, dass es einen Sinn des Lebens gibt, dass es ein Ziel gibt, dass es erhabene Naturkräfte gibt, die den Menschen beleben und aufrichten können. Kräfte, die einem zur Quelle des Lebens führen, wenn man sich dies nur von Herzen wünscht.

Frage: Und wie kann man so einen Gedanken in einem so elenden Zustand fassen?

Antwort: Nur, mit Hilfe von anderen Menschen, die den gleichen Gedanken haben. Man muss sich verbinden, muss verstehen, dass man es nur zusammen schaffen kann. Nur mit Hilfe des richtigen Umfeldes.

Frage: Fühlt das Umfeld das Gleiche, die Trostlosigkeit im Innern, und ist auf der Suche nach der Quelle des Lebens?

Antwort: Ja und zusammen müssen sie verstehen, dass diese Quelle in der Verbindung zwischen ihnen verborgen ist.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 31.12.2020

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Absolute und relative Wahrheit

Frage: Sie haben erklärt, dass wir die Menschen nie in ihrer wahren Gestalt sehen, das heißt, unser Egoismus verbirgt vor uns, wer sie wirklich sind. Andere wiederum sehen auch Sie nicht so, wie Sie sind, sondern ziehen sich die Formen an, die für ihren Egoismus bequem sind. Wo ist dann die Wahrheit?

Wo ist dann die Wahrheit?

Antwort: Es gibt keine Wahrheit. Es gibt keine wirkliche Wahrheit; sie ist immer relativ. Und die absolute Wahrheit wird es erst mit der vollständigen Korrektur aller Zustände der Menschheit geben, wenn sie die vollständige Korrektur erreicht.

Im Moment können wir sie nicht definieren. Aber wir wissen, dass sich die Wahrheit nur in der Eigenschaft des Gebens und der Liebe manifestiert, d.h. in der absoluten Güte. Was absolute Güte ist, weiß ich nicht.

Relativ – ich kann sagen: In gewisser Weise definiere ich es für mich selbst Aber sie ist höher als ich, über meiner Natur; sie ist, wenn ich mich in die objektivste Position versetzen kann, das heißt, wenn ich keine meiner eigenen Wünsche und Motive in Betracht ziehe, sondern mich über mich selbst erhebe, den Wunsch eines anderen annehme und nur in seinem Namen handle.

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Aus der Sendung „Ich habe einen Anruf bekommen. Wem soll ich Glauben schenken?“ 16.11.2013

Wie ändern wir unsere Wahrnehmung des Lebens, um glücklicher zu werden?

Zunächst müssen wir verstehen, wie wir das Leben wahrnehmen, nämlich durch eine Linse der Selbstbezogenheit. Wir nehmen das Leben nicht so wahr, wie es ist, sondern wir haben fünf Sinne: Sehen, Riechen, Tasten, Hören und Schmecken, fünf Öffnungen, durch die wir ständig Informationen erhalten.

Wenn wir unsere fünf Sinne transzendieren, dann nehmen wir eine neue und andere Realität wahr.

Alles, was wir wahrnehmen, befindet sich in unserem Ego, d.h. in unserem Wunsch zu genießen, mit der Absicht, nur für sich selbst zu genießen. Dieses Ego begleitet und lenkt uns, um jeden Moment unseres Lebens auszukosten, um so viel wie möglich zu bekommen und so wenig wie möglich zu verlieren. Die Natur hat uns so programmiert, dass wir in jedem Moment aus Eigennutz wünschen, denken und handeln, und unser Körper tut dies auf sehr raffinierte und kluge Weise. Unsere Wahrnehmung des Lebens ist dadurch sehr begrenzt, in Bezug auf das, was wir wollen, was wir verstehen und fühlen, was wir erhalten und was wir besitzen.

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