Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Welt'

Führen Kriege zum Fortschritt?

Frage: Sie sagen, dass die gegenseitige Zerstörung zu einem Rückschritt in der Entwicklung der Gesellschaft führt. Stimulieren Kriege normalerweise fortschreitende Kräfte?

Antwort: Das stimmt. Aber es geht nicht um Kriege, sondern um die Entwicklung der Gesellschaft. Insofern tragen Kriege nicht zur inneren Entwicklung des Menschen bei. Im Gegenteil, sie führen uns in eine Doppelspirale und liefern daher nur einen technischen Fortschritt.

Natürlich, wenn es keine Kriege oder Bedrohungen gäbe, hätte sich die Menschheit technisch gesehen um ein Vielfaches langsamer entwickelt, auch in wissenschaftlichen und anderen Bereichen, aber keineswegs im sozialen Bereich.

Die Gesellschaft schreitet auf keinen Fall durch Kriege voran, sondern weist Regression auf. Die Wunden, die ein Krieg hinterlässt, heilen sehr langsam und sind fast unheilbar. Sie lauern in unserem Inneren, obwohl wir sie ignorieren möchten, erlauben sie es uns nicht, normale Beziehungen aufzubauen.

 

Aus dem Unterricht, 13.01.2019

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Der Gedanke ist die stärkste Kraft.

Frage: Können wir in unserer Welt den Gedankenprozess messen? Sind es elektromagnetische Wellen oder ähnliches?

Antwort: Unsere Gedanken sind nicht materiell. Sie geben in uns eine gewisse materielle Reflexion wieder. Verschiedene Potenziale können wir mit Hilfe von Gehirnenzephalogrammen usw. messen. Es sind nicht die Gedanken selbst, sondern die Folge materieller Träger, die darauf reagieren, was in ihnen geschieht.

Der Gedanke ist die stärkste Kraft, mit der man die ganze Welt auf den Kopf stellen kann. Er ist höher als unsere Welt, kommt aber als Steuersignal zu uns herunter.

Frage: Bedeutet das, dass alles, was unsichtbar ist, die größte Kraft in sich birgt?

Antwort: Tatsächlich, nimmt man zum Beispiel eine Atombombe was gibt es da zu sehen? Ein Kilogramm von irgendeinem Material. Was passiert damit, wenn es explodiert? Verbindet man seine gegensätzlichen Elemente – Plus und Minus, welche Energie bekommt man dabei?! 

Frage: Kann man diese befreite Energie mit einem Gedanken vergleichen?

Antwort: Nein, der Gedanke ist viel stärker. Er hat keine Grenzen in den Aspekten von Distanz und Stärke. Alles hängt davon ab, wer ihn benutzt und wie. 

Frage: Kann die Kraft des Denkens negativ sein? Ist zum Beispiel ein böser Blick auch ein Gedanke?

Antwort: Ja, das sind sehr schädliche Gedanken, die man nicht verwenden darf, trotzdem geschieht es.

Frage: Wir sagen, dass das Spirituelle das Materielle nicht betrifft. Obwohl der Gedanke nicht materiell ist, wirkt er sich dennoch auf uns aus. Ist dies eine einseitige Wirkung?

Antwort: Nein. Wenn wir sagen, dass das Spirituelle das Materielle nicht betrifft, meinen wir etwas anderes. Es ist genau das Spirituelle, welches Materielles steuert. Was könnte denn sonst die Materie steuern, wenn nicht der Geist?

Frage: Es stellt sich also heraus, dass der nicht-materielle Gedanke den materiellen Gedanken kontrolliert?

Antwort: Oh ja, natürlich. Wenn wir wüssten, wie sehr wir unsere Welt mit unseren Gedanken verderben, wie sehr die menschlichen Körper leiden, dann wäre es unvorstellbar, dass wir das getan hätten! Das passiert alles wegen der schlechten Gedanken.

 

Aus dem Unterricht, 03.02.2019

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Neues Leben #1088 – Gleichgültigkeit

Neues Leben #1088 – Gleichgültigkeit

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Zusammenfassung

Die Gleichgültigkeit wächst, weil die Menschen bereits alles gesehen haben und nicht mehr verführt oder angezogen werden können. Die Natur bringt uns in einen Zustand, in dem wir dieser ganzen Welt gegenüber völlig gleichgültig sind. Nachdem wir gegenüber aller Materialität völlig gleichgültig geworden sind, werden wir uns von der spirituellen Entwicklung angezogen fühlen. Die Natur drängt uns, ihre Ewigkeit zu erkennen, indem sie den Geist in uns öffnet. Wir werden zu erhabenen Gefühlen, tiefen Fragen und einem Bewusstsein für eine unbegrenzte, kraftvolle, vereinte und erleuchtete Welt übergehen.

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Aus KabTVs „New Life #1088 – Gleichgültigkeit“, 5.3.19.

Damit das Gehirn berät, wie man am besten Geben kann

Frage: Wie kommt es dazu, dass der Verstand, welcher uns im Laufe der gesamten Geschichte der Menschheit geholfen hat zu wachsen und voranzukommen, heute im entscheidenden Moment, wo wir uns spirituell entwickeln sollen, uns stört und aufhält?

Antwort: Dein Verstand hat die ganze Zeit dein Ego bewirtet und deswegen hat er dir in Allem geholfen, in den tausenden von Jahren. Und heute, wo du deine Entwicklung auf der unbewegten, pflanzlichen und tierischen Ebene beendet hast, und dich auf eine neue Stufen erhebst, auf die menschliche Ebene, da brauchst du ein anderes Herangehen.

Alles hat sich verändert, die Sicht auf das Leben, auf die Welt, das ganze Paradigma; und jetzt musst du dich zu Allem mit der Eigenschaft des Gebens verhalten,mit anderen Verlangen. Doch der Verstand möchte nicht Geben, denn du hast kein Verlangen zu Geben!

Wenn das Verlangen zu Geben in dir erwacht, dann wird der Verstand damit arbeiten werden. Du hast im Moment nur egoistisches Verlangen, und der Verstand bewirtet es. Der Verstand ist eine Maschine, ein Computer. Es ist ihm gleichgültig, welche Daten er verarbeiten soll, welche Zahlen er bekommt. Solange er die Daten deines Egos bekommt, von dem Verlangen zu genießen, arbeitet er dem entsprechend.

Was könnte denn hier getan werden? Versuche dein Verlangen zu verändern und nicht deinen Verstand. Ziehe zu dem Verlangen das Licht an, das zur Quelle zurückführt. Das Licht hat dieses Verlangen geschaffen, nur das Licht kann es auch verändern. Dann kann dein Verstand für das neue Verlangen zu Geben arbeiten und dich beraten, wie du am besten Geben kannst!

Deswegen ist der Verstand im Unterricht nicht so wichtig, wie es geschrieben steht: „Nicht mit dem Verstand wird gelernt“- alles wird durch das Verlangen bestimmt. Der Verstand ist eine Erlangung, die neben dem Verlangen wächst.

Auf das Verlagen kann nur das höhere Licht einwirken, sonst nichts; oder die Umgebung, welche dich erweckt und dein Verlangen zu ändern begeistert, welches auf dich, durch „Eifersucht, körperliche Instinkte, Ehrgeiz,usw.“ einwirkt. In dem es diese materiellen Mittel, deiner irdischen Verlangen gebraucht, führt die Umgebung dich zur spirituellen Bestrebung.

Aus dem Unterricht des Artikels „Kabbala und Philosophie“, 03.01.2011

Kabbala Akademie

Wahre Liebe drückt sich durch Geben aus

Frage: Was ist Geben?

Antwort: Geben ist Liebe. Liebe ist jedoch eine Haltung, wobei Geben eine Handlung ist, die Liebe ausdrückt.

Was wir in unserer Welt üblicherweise als Liebe bezeichnen, ist das Bestreben, unser Ego zu erfüllen. Doch was ist wahre Liebe zwischen uns? Ich habe ein Verlangen und du hast ein anderes Verlangen. Wenn ich dein Verlangen an mein Verlangen festmachen kann, und deines zu einem wichtigeren als meines machen kann, dann wird mein Verlangen deinem dienen. Es wird darauf ausgerichtet sein, dein Verlangen zu erfüllen. Das heißt, dich zu lieben. Wenn ich außerdem dein Verlangen auf diese Weise erfülle, wird das eine Handlung des Gebens genannt.

Wir alle wurden als ein einziges Verlangen erschaffen. Doch dann zerbrach dieses verlangen in viele Teile und wir wurden voneinander getrennt. Zwischen uns kam das Ego auf, das uns die Trennung untereinander fühlen lässt. Nun müssen wir Anstrengungen machen, über dem Ego untereinander eine Verbindung herzustellen. Wir sollen das Ego nicht zerstören, sondern es zur Stärkung unserer Verbindung untereinander nutzen!

Als Ergebnis wird die Einheit, die wir erlangen, 613 mal stärker sein, als das gesamte ursprüngliche, vom Schöpfer erschaffene Verlangen. Wir werden uns dann dem Schöpfer gleich fühlen, weil wir nicht vom ursprünglichen Licht von Nefesh, sondern vom Höchsten Licht von NaRaNHY erfüllt sein werden – dem Licht der Liebe und des Gebens!

Kabbala Akademie

Warum wenden wir uns an den Schöpfer?

Frage: Ich muss niemanden um etwas bitten, wenn ich die Kraft der Elektrizität oder der Schwerkraft benutze. Warum muss ich eine spirituelle Bitte erfüllen, um mit der höchsten Kraft der Natur zu interagieren?

Antwort: Im Rahmen der unbelebten, pflanzlichen oder tierischen Natur (unsere irdische Existenz gehört zu den Tieren), befinden wir uns in einem klaren materiellen Zustand.

Wir haben hier nichts zu verlangen. Wir müssen nur wissen wie wir uns durch die materielle Natur navigieren, ihre Gesetze studieren, nutzen und  auf irgendeine Weise umsetzen können.

Wenn wir uns auf die nächste Stufe der Spiritualität erheben wollen, treten wir dort in eine ganz andere Beziehung ein – die Beziehung mit dem Schöpfer. Deshalb sind wir immer an ihn gebunden. Er wendet sich an uns, wir wenden uns an Ihn.

Wenn wir uns bekehren, wie Er werden wollen, erschaffen wir ein Bild von uns selbst als Schöpfer, das „unsere Seele“ genannt wird.

Aus dem Unterricht 16.12.2018

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Die Lösung für unser mangelhaftes Bildungssystem liegt im Studium der Höheren Lenkung

Frage: Ein 12 Jahre altes Kind wurde gestern von einem anderen Kind erstochen. Können Sie erklären, warum so junge Kinder bereits den Wunsch haben, jemandem weh zu tun?

Antwort: Die Grausamkeit in den Beziehungen der Kinder stammt aus unserer gemeinsamen Natur – dem Verlangen zu empfangen. Dieser Wunsch wächst stetig, und man kann nichts dagegen tun. Früher waren Kinder disziplinierter und naiver, daher war es möglich, sie zu lenken. Heute geht das nicht mehr und daher versuchen die Leute es auch gar nicht erst.

Früher konnten die Lehrer sie durch Anschreien und Kommandieren unter Kontrolle halten, heute haben sie Angst, das Klassenzimmer zu betreten, da sie nicht wissen, was dort auf sie zukommt. Die Lehrer oder die Schulen sind nicht daran Schuld, sondern der Mangel an der richtigen Methode. Sie versuchen, ein Schulsystem zu schaffen, aber das egoistische Verlangen des Menschen kann sie nicht mit der richtigen Lösung versorgen, da sie genauso schlecht wie die Kinder sind.

Erziehung geschieht nur durch Beispiele, aber uns selbst fehlt das korrekte Vorbild für die Existenz, und so können wir ihnen kein Beispiel vorzeigen. Was zeigen wir ihnen im Fernsehen, im Internet und in allen Medien, wo sie ihre Informationen herbekommen? Ich denke, dass die Welt langsam anfängt zu verstehen, dass sie keine Macht über die nächste Generation hat. Alles ist bereits außer Kontrolle geraten und es ist unmöglich, etwas dagegen zu tun. Es ist jedoch gut, dass das Übel nun enthüllt wird und die Menschen nun die richtige Erklärung hören können. Wenn die Erziehungskrise ihren Höhepunkt erreicht, werden die Menschen bereit sein zu hören.

Wir müssen erklären, dass die junge Generation nicht mehr innerhalb des alten Erziehungssystems existieren kann. Ebenso gelingt es uns nicht mehr, die Wirtschaft, Familienbeziehungen, Kultur und Erziehung innerhalb der Grenzen des alten Systems richtig zu stellen. Die Menschen müssen hören, dass das Ganze nur eine einzige Lösung hat. Wie sieht nun diese Lösung aus?

Die Menschen müssen die Höhere Lenkung studieren, welche einerseits absolute Güte ist, aber andererseits auch unser Verhalten streng festlegt. Dies ist Erziehung: Sie lehrt diejenigen, die gerade ihr Leben über die Verbindung mit dem Schöpfer oder die Höhere Kraft beginnen, weil nur die Höhere Kraft uns beeinflussen kann. Dies ist, was wir brauchen und unseren Kindern geben müssen: einen Plan, ein Programm, eine Wissenschaft, ein Verstehen. Wir müssen ihnen beibringen, wie man erfolgreich in dieser Wirklichkeit leben kann.

Den Menschen muss das Wichtigste beigebracht werden: wie man gut leben kann! Und sie werden gut leben unter der Bedingung, dass sie die Absolute Güte enthüllen. Und dies ist das Wesen der Weisheit der Kabbala: die Menschen in dieser Welt zur schnelleren Enthüllung des Schöpfers zu befähigen.

(Ausschnitt aus der Lektion von Baal HaSulams Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ )

 

Kabbala Akademie

 

Ein Gesellschaftsmodell als offenes und geschlossenes System

Das Folgende ist ein Gesellschaftsmodell, vorgestellt von Oleg Yaalom, einem Studenten von Bnei Baruch: Nachdem ich die Vorlesung gehört hatte, in der Sie über offene und geschlossene Systeme gesprochen haben, ist mir folgendes Modell eingefallen:

1. Getrenntes System – Der als „getrenntes System“ genannte Zustand der menschlichen Entwicklung ist das einfache Leben eines historisch menschlichen Wesens, das Teil der natürlichen Welt war, die es umgab. Zu dessen zweckmäßigen Gebrauch überstieg der Egoismus nicht den Bedarf der tierischen Ebene der Existenz.

2. Übergangsabschnitt – Das getrennte System geht stufenweise in den geschlossenen Zustand über. Im Verlaufe der letzten 5.000 Jahre wuchs der Egoismus und die Menschen waren immer weniger zufrieden mit dem, was sie in der Natur finden konnten. Stattdessen begannen sie persönliche Befriedigung durch den Gebrauch und die Ausbeutung ihres Nächsten zu finden.

3. Geschlossenes System – Während unserer Generation hat sich das System komplett in sich selbst eingeschlossen, und wir sind nicht mehr länger in der Lage unsere egoistischen Verlangen durch den Gebrauch der Natur zu befriedigen. Unser Egoismus, der sein Maximum auf der körperlichen Ebene erreicht hat, kann nur mehr durch die gegenseitige Ausnutzung befriedigt werden.

4. Solch eine geschlossene Gesellschaft ist instabil und mangelhaft, so wie jedes geschlossene System (gemäß Gödel’s Theorem.) Mit anderen Worten, eine solche Gesellschaft erfordert, dass wir unverzüglich das Prinzip „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ anwenden. Andernfalls wird es wie ein ausgebrannter Stern in sich selbst zusammenfallen und sich auflösen, wie in einem schwarzen Loch. Das geschlossene System wird zusammenbrechen.

Indessen wird sich das Prinzip von „Liebe deinen Nächsten“ in das Prinzip von „Liebe für den Schöpfer“ umwandeln, als ein Ergebnis des wiedererlangten, gesunden spirituellen Wettbewerbs unter den Menschen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was haben wir damals im alten Babylon fasch gemacht?
Blog-post: Die Natur hat uns innarhalb unserer Verbindung eingefangen
 

Kabbala Akademie

Spirituelle Entwicklung kann man von Babys lernen

Frage: Wie kann ich die inneren Eigenschaften finden, welche der Sohar beschreibt, wenn ich nichts von alledem verstehe und mich nicht damit verbinden kann?

Antwort: Wir sind wie Babys, die nicht verstehen, in was für einer Welt sie leben, doch unter der liebenden Obhut ihrer Mutter und ihren Angehörigen sind, die ihnen alles für Wachstum geben, was sie benötigen. Ein Baby muss nur wachsen wollen und die Natur hilft ihm, indem sie ihm dieses Verlangen gibt.

In unserer Welt, das heißt auf der tierischen Stufe, existiert dieses Verlangen von Natur aus in einem Baby. Sogar auf der unbelebten und pflanzlichen Stufe, welche die physische Entwicklung eines Menschen in dieser Welt einschließt, gibt es ein natürliches Verlangen zu wachsen. Doch wenn wir auf der menschlichen Stufe wachsen wollen – in der Spiritualität, muss das Verlangen von uns kommen.

Die Entwicklung findet auf natürliche Weise auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe der Natur statt. Bis jetzt haben wir – die Menschen dieser Welt – uns auf allen diesen Stufen entwickelt und unser Verlangen hat sich ebenfalls auf allen diesen Stufen die gesamte Geschichte hindurch entwickelt. Jetzt jedoch müssen wir zur „sprechenden“ oder „menschlichen“ Stufe aufsteigen. Die menschliche Stufe bedeutet, dass wir uns entwickeln und das Ziel alleine erreichen müssen. Auf unsere körperlichen Verlangen (nach Nahrung, Sex und Familie) und unsere sozialen Verlangen (nach Wohlstand, Ruhm, Macht und Wissen) gegründet, müssen wir unser eigenes Streben nach Spiritualität entwickeln. Wir fangen mit dem Punkt im Herzen an, doch dann müssen wir ihn beständig zur Entwicklung antreiben, indem wir unsere Umgebung zur Hilfe nehmen.

Um dies zu tun, brauchen wir die Gruppe, weil nur sie uns das Verlangen geben kann, den Punkt in unserem Herzen zu entwickeln. Mit diesem Verlangen ausgerüstet beginnen wir, zusammen mit der Gruppe das Buch Sohar zu lesen. Während des Lesens müssen wir ein Verlangen nach Entwicklung haben, wobei „Entwicklung“ bedeutet, unseren künftigen Zustand oder Empfindung in dem Buch Sohar zu erkennen. Das ist das Einzige, worauf wir jetzt achten müssen.

Außer diesem brauchen alle nur zu warten. Deshalb verlange nur danach, zu wachsen, wie ein Baby, das auf natürliche Weise erwachsen werden will. Schau, ob du es beruhigen kannst, es dazu bringen kannst, nicht zu wachsen oder es dazu bringen kannst, nicht wachsen zu wollen und es zu fordern. Du wirst sehen, dass es unmöglich ist, es zu stoppen, denn die Natur treibt es mit einer unüberwindbaren Macht an, sich zu entwickeln. Deshalb müssen wir unermüdlich in der Spiritualität arbeiten. Immer müssen wir in unserm Innern suchen und wir dürfen niemals ruhen und aufhören, uns zu verändern. Dann werden wir ganz bestimmt wachsen. Dies ist die einzige Bedingung, die von uns gefordert wird.

Das System existiert, doch wir müssen es mit unserem Verlangen, mit unserem inneren Streben, in Bewegung setzen. Wenn dieser innere Druck nicht von uns kommt, wird dieses System nicht auf uns einwirken. Das heißt, es wird durch Leiden auf uns einwirken, um uns zu erwecken, doch wir werden auf diese Weise durch das Mittel des Leidens, das uns von Oben gesandt wird, nicht einen Zentimeter vorankommen. Nur durch das Mittel unseres eigenen Verlangens, das von unten kommt, von uns selbst, können wir vorwärts kommen.

Wir werden wiederholt Probleme und Schwierigkeiten bekommen, jedoch am selben Platz steckenbleiben, weil diese Probleme für uns nicht ausreichen, damit wir uns mit der richtigen Gruppe verbinden und ein Verlangen nach Vereinigung erwerben wollen. Trotz der Schwierigkeiten werden wir am selben Platz stehen bleiben. Doch an und für sich selbst sind die Schwierigkeiten kein Zeichen für Entwicklung. Sie sind im Gegenteil ein Zeichen dafür, dass wir nicht einen einzigen Schritt vorwärts gemacht haben.

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Eine Welt ist die Verbindung zwischen den Seelen

Frage: Als АRI starb, bedeutet es dann, dass Maschiach ben Jossef ebenfalls gestorben ist?

Antwort: Wir sprechen doch über die Seelen! Was hat der Tod des physischen Körpers damit zu tun? Die Seele kann für das allgemeine System arbeiten, auch wenn sie sich nicht mehr in dieser Welt aufhält. Es gibt eine Menge solcher Seelen. Der Körper unserer Welt ist eine der äußerlichen Folgerungen der Seele, die den anderen Seelen hilft.

Es existiert nur die Verbindung zwischen den Seelen. Es gibt auch solche Beziehungen, die uns sichtbar und klar sind, infolge dessen wir zusammen arbeiten, und einander das Wissen, die Eindrücke weitergeben. Andererseits gibt es solche Verbindung zwischen den Seelen, wenn sie den realen Zustand nicht fühlen können, weshalb sie die Verbindung zwischen den Seelen in Form des Bildes unserer Welt wahrnehmen.

Was ist dann diese Welt, und was ist die geistige Welt? In der Geisteswelt wird die tiefe, innere Verbindung zwischen unseren Seelen offenbart. Und als diese Welt wird solche Empfindung bezeichnet, wenn ich die innere Verbindung nicht spüre und deshalb ihre äußerliche Form enthülle, die undeutlich, nebelig, unsicher und verschwommen ist.

Die Welt (Olam) ist ein Maß der Verhüllung (Alama). Ich befinde mich im allgemeinen System der Seelen, wobei auf mich die Verhüllung einwirkt, und meine Vorstellung von diesem System auf trügerische Art beeinflusst, welche als diese Welt bezeichnet wird.

Es ist aber exakt dasselbe System! Es gibt nichts anderes, außer dem einzigen Konstrukt Adam Rischon – außer dem System der untereinander verbundenen Seelen. Und wir sind  seine Teile. Wir empfinden nur diese Welt, anstatt alle Seelen und ihr Verbindungsnetz zu empfinden. Deshalb heißt sie die letzte Stufe, die von der wahrhaften Empfindung vollkommen abgerissen ist, wie beim Verlust des Bewusstseins – wie beim Menschen, der mit den geschlossenen Augen irgendwelche Gestalten im Fieberwahn sieht.  Aber in Wirklichkeit befinde ich mich im selben System – ich bin nur nicht in der Lage, es zu empfinden und stelle es mir deshalb auf irgendeine verzerrte Art vor! Wie gesagt wurde: “Jeder tadelt nach Maßgabe der eigenen Mängel”. Und wenn vor mir das wahrhafte Bild geöffnet wird, dann werde ich erstaunt sein, dass alles anders ist, als ich es mir vorgestellt habe.

Es existieren folglich keine voneinander getrennten Welten – es gibt nur ein einziges Konstrukt, das wir im Maß der Korrektur unserer Wünsche offenbaren. Es gibt fünf Stufen ihrer Korrektur und dementsprechend öffnen wir fünf Zustände der Realität – fünf Welten, 125 Stufen.

Eben dafür leben wir, der Schöpfer erschuf keine andere Welt. Es gibt Teile, welche schon korrigiert sind und aktiv einwirken, und die übrigen sind noch zerrissen, und empfinden die richtige Verbindung zwischen allen Seelen nicht. Deshalb sollen sie die Pflicht der Korrektur, ihre Verantwortung gegenüber den anderen, gegenüber sich selbst und im Bezug auf das allgemeine System verstehen, das sie auch unterstützt und der Schöpfer heißt.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel “das Vorwort zu” Panim Meirot “”, 

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