Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die spirituellen Welten sind Stufen der Verbindung zwischen unseren Seelen


Baal HaSulam schreibt, dass jeder die Weisheit der Kabbala studieren muss, weil dazu ein Mensch geboren wurde: sich selbst zu korrigieren.

Unsere Welt bildete sich wegen des Zerbruchs der Seelen, als eine einzige vereinte Seele sich in Milliarden Teile zerteilte – individuelle Seelen. Heute befinden wir uns in einem Zustand der Trennung, den wir als „diese Welt“ wahrnehmen. In Wirklichkeit jedoch gibt es keine unteren oder höheren Welten. Sie sind nur Produkte der menschlichen Wahrnehmung der Stufen der Verbindung zwischen den Seelen.

„Die Welt“ ist eine Stufe der Verbindung zwischen den Seelen. Die gegenwärtige Stufe ist „diese Welt“. Wenn die Seelen damit beginnen sich einander anzunähern, dann wird die vermehrte Verbindung unter ihnen „die Welt Yetsira“ genannt. Eine noch größere Verbindung ist „die Welt von Briah“ und so weiter.

Während wir die Verbindung zwischen den Seelen stärken, werden wir fortlaufend alle diese Welten spüren. Wir werden bis zum Ende die Stufen der Welten aufsteigen, bis zur Welt der Unendlichkeit, wo alles eins ist.

Kabbala ist die Methode, die allen Seelen hilft, sich in einen korrigierten Zustand zu verbinden. Darum ist dies für uns so unerlässlich.
(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts)

 

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Der Kampf mit sich selbst

„(Mit starker Hand und mit überströmendem Grimm..) von denjenigen, die in den Dienst des Schöpfers eintreten möchten, um sich wahrlich an Ihn anzuheften und das Gemach des Königs zu betreten, nicht jeder zugelassen wird. Sondern man prüft den Menschen: Wenn es in ihm keinen anderen Wunsch gibt, außer dem Wunsch nach der Anhaftung (Dwekut), dann lässt man ihn herein. Und wie prüft man einen Menschen, ob es in ihm nur einen Wunsch gibt? Man bereitet ihm Hindernisse, indem man ihm fremde Gedanken und fremde Boten schickt, um ihn zu hindern, auf dass er diesen Weg verlassen möge und sein Leben wie alle anderen lebe.“(Shamati 70)

Baal HaSulam schreibt, dass in der Natur alles in einer Kollision begriffen wird. Das Leben ist ein Kampf, nicht mit jemandem oder etwas, sondern mit sich selbst. Wenn man es richtig versteht, dann läuft alles gut.

Alles hängt davon ab, wie man sich darauf einstellt, zu verstehen, dass zwei Kräfte in der Welt herrschen: die des Empfangens und die des Gebens. Die Kraft des Empfangens ist unser großer Egoismus. Und die Kraft des Gebens gibt es nicht in uns. Wir müssen sie allmählich in uns entwickeln. Es ist nicht einfach.

Um dies zu tun, müssen wir irgendwie in der Gruppe zusammenwirken und versuchen, einander näher zu kommen. Wir wollen es nicht. Genau an dem Punkt, an dem ich das Gefühl habe, dass ich es nicht will, sondern mich dazu zwinge, muss ich mich an den Schöpfer wenden und Ihn bitten, mir die Fähigkeit zu geben, es zu wünschen. Wenn ich den Kampf nicht aufgebe, sondern mich bei diesem Gedanken erwische, kann ich ein Gleichgewicht in der mittleren Linie erreichen.

Frage: Was sind Fremdgedanken?

Antwort: Das sind alle Gedanken, die nicht auf die Verschmelzung mit dem Schöpfer, auf die Ähnlichkeit der Eigenschaften, auf die Eigenschaft des Gebens ausgerichtet sind.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 16.12.2018

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Die Quelle von Pessach

Wir sind in den besonderen 7 Tagen der Pessachfeiertage. In diesen Tagen müssen wir eine korrekte, ununterbrochene Absicht erhalten, da dies eine sehr spezielle Zeit ist.

Wir feiern keine religiösen Rituale oder Bräuche. Wir sind sehr weit von denjenigen entfernt, die all diese Handlungen nur durchführen, weil man es ihnen als Kindern so beigebracht hat, oder sie dies aus einem egoistischen Ziel heraus tun, um eine Belohnung in dieser oder der kommenden Welt zu erhalten.

Zuallererst wollen jene, die Kabbala studieren, die Höhere Welt und die spirituellen Handlungen enthüllen, und erst nachdem sie ihre Folgen (Zweige) sehen, sind sie darauf vorbereitet, sie auch zu respektieren und mit derselben Absicht zu beachten, wie die spirituellen Handlungen oben.

Abraham und seine Schüler waren die Ersten, die die Verbindung zwischen den Wurzeln und den Zweigen erreichten. Davor war Abraham ein Götzenbauer und Priester im alten Babylon. Doch nachdem sich ihm die spirituelle Welt offenbarte und er deren Abdrücke in unserer physischen Welt entdeckte, und somit all die Kräfte die von der spirituellen Welt zu uns herabsteigen und alles in Bewegung setzen, schuf er die Sprache der Zweige. Diese Sprache ist eine Beschreibung der Höheren Welt, der Wurzeln, in welcher Begriffe dieser Welt, der Zweige, benutzt werden,.

Dadurch enthüllte er die ganze Wirklichkeit, die physische und die spirituelle Realität, als ein Ganzes. Somit verschmolzen auch die physischen und die spirituellen Handlungen in ihm zu einem Ganzen, und dies lehrte er auch seinen Schülern.

Darüber steht geschrieben, dass unsere Vorväter (die ersten Kabbalisten) die gesamte Tora bereits befolgten, bevor sie diese am Berg Sinai empfingen. In der Tat enthüllte sich ihnen die Tora durch die Erreichung der spirituellen Welt mit ihren spirituellen Handlungen. Auf dieser Grundlage führten sie die gleichen Handlungen in unserer Welt aus und nahmen die gesamte Wirklichkeit als ein Ganzes wahr.

 

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Zum Wohle anderer handeln

In der spirituellen Arbeit ist es wichtig, auf all seine Gedanken, Handlungen, Wünsche und Reden einen Filter zu setzen. Ein Filter (Einschränkung), der klar in einer Richtung funktioniert. Die Gedanken im Kopf, die Wünsche im Herzen, die Sprache im Mund und die Handlungen der Hände sollen nur zum Wohle anderer funktionieren.

Das bedeutet nicht, in Krankenhäusern umherzulaufen, Bedürftigen zu helfen oder alte Frauen über die Straße zu begleiten. Nichts dergleichen! Wir sehen, dass dies nichts bringt.

Es bleibt nur eines übrig – das höhere Licht durch dich hindurch auf die ganze Welt zu leiten indem man zu einem einzigen Volk wird, wie es in der Tora heißt: „Und ihr werdet ein Volk von Cohens für Mich sein“. Wenn wir das tun und Vermittler zwischen der Welt und dem Schöpfer werden: um des Gebens Willen an den Schöpfer und um des Gebens Willen an die Welt, aber keinesfalls an uns selbst, denn „die Cohens haben kein Schicksal in dieser Welt“ – dann werden wir die ganze Welt in Einklang, zur Harmonie bringen und werden unsere Mission erfüllen.

Das ist das Wesen des Kapitels „Shoftim“ – die Richter, die stets richtig messen, abwiegen, faire Urteile fällen und sich beherrschen müssen.

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Die Kabbalisten über die Seele und die Gebote, Teil 2

Ich habe Maschiach gefragt: „Wann wird mein Herr kommen?“ Und er hat mir geantwortet: „Wisse, wenn deine Lehre bekannt wird und sich in der Welt verbreitet, so dass auch sie (die Menschen der Welt) die Verbindungen und die Aufstiege begehen können. Dann werden alle dunklen Kräfte verschwinden, und die Zeit des Wunsches und der Befreiung kommen. (Ein Brief vom Baal Schem Tow, das Buch“ Mekor maim chaim „, Abschnitt .“Noach“)

Die menschliche Seele ist die Kerze des Schöpfers. Mit anderen Worten, ziehen wir mit den Geboten (den Korrekturen) das Licht an die Seele heran. Deshalb heißen die Gebote (Mizwot) und stammen vom Wort „Einheit“ (Zawta). (Das Buch „Sfat emet“, Dwarim, Tize). Gemeint ist, dass unsere ganze Korrektur auf die Einheit zurückgeführt wird.

 

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New Life 151 – Sozioökonomische Lücken

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Zusammenfassung

Glück ist tatsächlich ein göttliches Produkt. Wir haben alle einen viel höheren Lebensstandard als vor 50 Jahren, haben aber keine Freude daran. Wir sind geteilt, distanziert und voneinander entfremdet. Das wachsende menschliche Ego verlangt ständig etwas Neues. Noch haben wir nicht erkannt, was es ist. Wir können uns selbst nicht füllen und sind nicht mehr mit materiellen Errungenschaften zufrieden, egal wie erfolgreich wir dabei sind. Die Technologie befreit die meisten von uns arbeiten zu müssen, trotzdem finden wir keinen Sinn in unserem Leben. Die Quelle des neuen Glücks liegt im menschlichen Leben auf der sozialen Ebene. Uns fehlt es an Wärme und Herzensverbindung, wie es ein Kind auf dem Schoß seiner Mutter empfindet. Früher lebten wir in einer Familie, heute müssen wir die ganze Welt als Familie akzeptieren. Der Abstand zwischen uns bleibt bestehen, aber das familiäre Gefühl und die gegenseitige Fürsorge werden bald zwischen allen geweckt werden.

Aus KabTVs „Neues Leben 151 – Sozioökonomische Lücken“, 28.2.13

Die Kehrseite des Krieges

Frage: Wenn wir so etwas wie Weltkriege betrachten, dann ist es auf der einen Seite ein schreckliches Leid von Millionen von Opfern und benachteiligten Menschen, aber auf der anderen Seite entwickelt sich eine neue Stufe, ein Sprung in der Wissenschaft, vor allem in der Psychologie.

Antwort: Das ist natürlich. Das Leid zeigt in der Gesellschaft und in der Persönlichkeit die bisher verborgenen Ressourcen und deshalb beginnen hier ganz neue Systeme von gegenseitigen Beziehungen, die Enthüllung der Persönlichkeit zu zeigen, die sofort von den Wissenschaftlern erforscht werden.

Darüber hinaus muss der Krieg nicht einfach als ein System der Zerstörung und Eroberung gesehen werden, sondern als die Offenbarung einer großen Sprengladung des Leidens, die somit die Zeit verkürzt. Wenn ein Mensch im täglichen Leben wie auf einer Sparflamme der Entwicklung läuft, dann kommt es – sagen wir mal – nach fünf Jahren Krieg zum großen Durchbruch, und zwar nicht nur technologisch, sondern auch in gegenseitiger Beziehung der Menschen. Alles ändert sich: der Blick des Menschen auf die Welt, gesellschaftliche Beziehungen und Regierungen.

Man kann sagen, dass der Krieg ein Ergebnis der Notwendigkeit eines raschen Fortschritts der Gesellschaft ist, wenn das natürlich auch ein dramatisches Ereignis ist. Aber gerade deswegen entsteht die Notwendigkeit dazu.

Wenn die Gesellschaft sich normal entwickelt, in der Geschwindigkeit, mit der sie in Harmonie miteinander verbunden ist, innerhalb ihrer Selbst mit der Umgebung und der Außenwelt, dann gibt es natürlich keine Notwendigkeit für solche Perioden, wenn sich die Entwicklung der Gesellschaft abrupt durch enormes Leid vollzieht. Aber wenn das nicht erreicht wird, befinden wir uns heute schon in einem Zustand, der uns zum Krieg führen kann.

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Erleuchte die Dunkelheit

Frage: Was sollte der Mensch fühlen, wenn er auf richtige Art und Weise voranschreitet?

Antwort: Es sollte sehen, dass er ständig ein tieferes Verständnis des Materials, der kabbalistischen Texte welche er liest, bekommt, und dass die kabbalistischen Texte über seine Eigenschaften sprechen, welche er tatsächlich innerlich zu unterscheiden beginnt.

Auch wenn er immer noch nicht die spirituelle Welt enthüllt hat, hat er jedoch bereits in sich ein sensibles System, in dem er eine Reaktion auf das fühlt, was er in dem Buch liest. Es ist, als ob sein inneres Reich der Bedeutung und Empfindungen erweitert wird. Dies geschieht während des Einflusses des Umgebenden Lichtes, welches den Menschen in seinem Zustand der Verhüllung beeinflusst und unsere schlechten Angewohnheiten aufdeckt. Wir erkennen dann, dass alle unsere Verlangen nur auf uns selbst gerichtet sind, die einzigen, die wir lieben.

Der Mensch entdeckt dann einen Raum in seinem Inneren, in welchem er verschiedene Phänomene und Reaktionen auf kabbalistische Texte zu spüren beginnt. Selbst wenn dieser Raum noch verborgen ist, so ist es so, dass der Mensch die Verhüllung tatsächlich wahrnimmt!

Die Zustände dieser Verhüllung sollten als Stufen empfunden werden.

Ich gehe auf meinem Weg und kann weder auf der Rechten noch auf der linken Seite etwas erkennen, noch was einen Schritt vor mir ist. Es gibt so viel was ich nicht weiß und ich verstehe nicht einmal, wie ich den nächsten Schritt machen kann. Kann ich überhaupt einen Schritt nach vorne machen oder werde ich stürzen?

Dennoch spüre ich, dass es einen Raum in mir gibt, in dem ich unterschiedliche Eigenschaften und Reaktionen wahrnehme. Also, selbst wenn ich in der Dunkelheit bin, ist es nicht so stockdunkel, dass ich gar nichts erkennen könnte. In der Tat erhalte ich verschiedene Eindrücke darin – manchmal mehr und manchmal weniger.

Das Licht, das auf mich wirkt, bestimmt, ob die Dunkelheit (meine Gegensätzlichkeit zum Geben) mir mal stärker und mal schwächer zu sein scheint. Also muss man diesen Ort in sich selbst finden und beginnen zu verstehen, was die wahre Bedeutung von „Verbrechen“ und „Sünde“ ist. Dies bezieht sich nur auf die Haltung gegenüber den anderen. Dies wird dann zu jenem dunklen Ort, an welchem ich die Dunkelheit erkenne.

Die Dunkelheit ist der Mangel an Verbindung mit den Anderen. Es ist wie mit einem elektrischen Schaltkreis: Wenn die Verbindung zwischen den Elementen unterbrochen ist, kann der Strom nicht fließen. Wenn wir ein wirkliches Verlangen nach Verbindung haben wollen, werden wir das Licht wieder einschalten!

 

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Die Sonnenkinder

Es steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf das Mittel zu dessen Korrektur, in dem das Licht, das zur Quelle zurückführt, verborgen ist“. Daraus kann man entnehmen, dass man nichts alleine, sondern nur mit Hilfe der Bitte, des Gebets erreichen kann.

Eine solche Bestrebung, zur Absicht des Gebens, zum Wohl für die anderen überzugehen, selbst wenn es nicht aufrichtig, sondern den in uns noch herrschenden Verlangen vollkommen entgegengesetzt ist, wird als Gebet bzw. Erhebung von MaN bezeichnet.

Wir haben einen winzigen Funken der Spiritualität bekommen, und um die Grenze der spirituellen Welt zu durchbrechen und in diesen zweiten Teil der Realität überzugehen, fehlt uns lediglich das Verlangen! Aus diesem Grund handeln alle unsere Gebete nur darum, das Verlangen zu erlangen.

Doch es gibt Zustände, in denen der Mensch gar nichts will. Und man muss verstehen, dass es ein Zustand, der uns ebenfalls von oben gegeben wurde, und nicht einfach nur unsere Faulheit oder Gleichgültigkeit ist. Der Mensch stellt eine Art „schwarze Kiste“ dar, die durch Signale von oben erweckt wird. Das Licht, welches auf unser Material, auf das Verlangen zu genießen, einwirkt, erweckt es mehr oder weniger oder lässt es ganz und gar kalt.

Und in Abhängigkeit davon erwachen wir entweder und streben wie eine Blume dem Sonnenlicht oder dem Regen entgegen, oder verwelken und gehen ohne Lebenskraft ein. Deshalb, wenn du keine Kraft und kein Verlangen nach der spirituellen Arbeit hast, musst du verstehen, dass genauso wie du einst die Begeisterung von oben erhalten hast und dich danach gerissen und gebrannt und gearbeitet hast, genauso wird dir von oben das Verlangen auch wieder genommen.

Und dieser Zustand wird absichtlich gegeben und anhand der persönlichen Eigenschaften eines jeden und seiner Vorbereitung bemessen – um für dich einen Ort für das Gebet zu erschaffen. Und du musst versuchen, mit Hilfe der Gruppe, der Bücher, des Lehrers und der Umgebung alle Kräfte für die Bitte zu mobilisieren.

Das Gebet wird aus der Hilflosigkeit, aus dem Widerwillen heraus geboren oder im Gegenteil, aus dem leidenschaftlichen Begehren heraus – es ist unwichtig, wie, doch es sind alles Bedingungen, die von oben gegeben werden. Und genauso wird die Umgebung für uns von oben organisiert: die Gruppe, der Lehrer, die Bücher. Und wir unsererseits müssen mit Hilfe des gemeinsamen Studiums und der Gruppe das Licht, das uns zur Quelle zurückführt, finden.

Die Zeit, in der wir zusammen studieren, ist die beste Zeit für ein Gebet. Denn wir befinden uns in einer Verbindung mit dem höheren System, mit Malchut und Seir Anpin der Welt von Azilut, d.h. mit dem Schöpfer und seiner Shechina, wir werden in sie eingebettet, und zwar nicht jeder einzeln, sondern alle gemeinsam, das bedeutet, wir erheben ein gemeinsames Gebet. Dadurch verlangen wir nach der Kraft der Veränderungen und ziehen diese an.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 06.03.2011

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Können wir die Krankheiten ausmerzen, die uns peinigen?

Hier ist ein Brief, den ich von Dr. Angelov aus Boston, USA (einem Arzt und Mitglied von Bnei Baruch) erhielt, der uns Antwort auf die folgende Frage gibt:

Ist es möglich, die Krankheiten auszumerzen, die uns peinigen?

Bevor wir die Frage beantworten, klären wir zuerst, was eine Krankheit wirklich ist. Es gibt dort eine Abfolge von Ursache und Wirkung, ausgehend vom Ursprung der Krankheit bis zu ihrem Ausdruck oder ihren Symptomen. Was meine ich damit? Unsere Gedanken, die nicht mit der Natur im Gleichgewicht sind, haben Einfluss auf das zentrale Nervensystem, welches wiederum auf das periphere Nervensystem wirkt, mit dem Resultat, dass die Zellen nicht mehr richtig arbeiten, sondern gegensätzlich zu den Naturgesetzen sind, und dieses führt zur Krankheit, die man Krebs nennt. Wir sagen, dass der Grund Stress ist, aber eigentlich ist es der Mangel an Harmonie in unserem Leben.

Sobald wir die Naturgesetze verstehen und sie befolgen, wird es keinen Grund mehr für Krankheiten geben. Dann werden wir in Frieden und Glück leben, ohne Krankheit oder Ärzte.

Was ist ein Arzt überhaupt? Auf Lateinisch heißt Doktor „Lehrer“. Daher ist ein Doktor jemand, der den Menschen beibringen sollte, ohne Krankheit zu leben. Wie sehr unterscheidet sich diese Definition von unserem gegenwärtigen, egoistische Medizinsystem?!

Wir können die Hauptnaturgesetze von unseren Zellen lernen: eine gesunde Zelle empfängt nur das Notwendigste, was sie zum Überleben braucht, und sie gibt den anderen Zellen soviel sie kann, und sorgt sich somit um den ganzen Organismus. Das Gegenteil davon ist Krebs, weil eine Zelle auf Kosten anderer lebt, dabei den gesamten Organismus tötet und folglich ebenfalls stirbt.

Das Gleiche passiert in unserer Gesellschaft: wir versuchen, uns über andere zu erheben und verbrauchen dabei mehr, um es zu erreichen. Jede Krankheit jedoch hat eine „Verhüllungsperiode“, in der die Krankheit noch nicht sichtbar ist. Und wenn die Krise da ist, dann manifestieren sich die Symptome sehr klar; die Gesellschaft hat bereits Krebs!

Wir müssen diesem Gedanken Aufmerksamkeit schenken. Ich bin ein Arzt und möchte unnötige Behandlungen durch Erziehung ersetzen, damit jeder gesund und glücklich sein kann. Was meinen Sie?

Mein Kommentar: Baal HaSulam schreibt in „Die Einführung zum Buch Sohar“:

Sowie der Egoismus aus der Welt verschwindet, werden auch die Ursachen aller Krankheiten nicht mehr da sein, da er ihre Ursache ist.

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