Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Welt'

Die Seele ist das Wissen über die höhere Welt

Wenn die Seele eine Möglichkeit hätte, ohne Wissen aufzuwachsen, würde ihr das schaden. Aus diesem Grund erhält sie die Chance, im Maß ihres erworbenen Wissens zu handeln.

Ich kann in unserer Welt Knöpfe eines Gerätes drücken, unterschiedliche Antriebe aktivieren und dabei sowohl für mich selbst als auch für Andere eine Bedrohung sein. Zum Beispiel kann man die Starttaste einer Atombombe drücken.

In der spirituellen Welt ist das unmöglich. Ich kann dort beliebige „Knöpfe“ drücken, jedoch werden die  spirituellen Systeme zwischen den Menschen nur in dem Maße in Gang gesetzt, inwieweit ich verstehe, was ich mache. Ich bin absolut mit dieser Handlung verbunden, ich befinde mich darin und stehe darüber. Nur in dem Umfang, in dem ich mir darüber bewusst bin, kann ich etwas entscheiden. 

Die spirituelle Welt unterscheidet sich von unserer Welt dadurch, dass ein Mensch in unserer Welt unbewusst hässliche Dinge ausführen kann. Er versteht nicht was er macht. Wir handeln praktisch alle so. Die spirituelle Welt ist vor uns verborgen und daher sind die Folgen von dem was wir tun, für uns nicht erkennbar.

Ich mache etwas und das Ergebnis daraus ergibt einfach etwas, was sich halt ergibt. Deswegen kommen wir nicht vom Fleck. Unsere Handlungen, haben keine richtige Entwicklung, sie sind sehr begrenzt, wir sehen und fühlen sie nicht

Sobald wir in der spirituellen Welt sind, nehmen wir uns anders wahr. Wir sehen die Folgen unserer Handlungen, wenn wir mit ihnen einverstanden sind, dann starten wir ihre Umsetzung.

In Übereinstimmung mit dem gewonnenen Wissen handelt der Mensch und dadurch wächst seine Seele.

Die Seele ist das Wissen über die höhere Welt. Sie erhält nach dem Maß der zunehmenden Reife die Möglichkeit, nach dem erworbenen Wissen zu handeln. So entwickelt sich die Seele.

Die Kraft eines Kindes nimmt, entsprechend dem erworbenem Wissen nach und nach zu. Hätte das Kind die Kraft vor dem Wissen erhalten, würde es sich selbst schaden.

In der spirituellen Welt gibt es so etwas nicht, da wir nur im Rahmen unseres Wissens handlungsfähig sind.

Da wir heute noch kein Wissen über die spirituelle Welt besitzen, werden wir darin keine Handlungsmöglichkeiten erhalten – ganz egal wie wir uns anstrengen. Sobald jemand Erkenntnisse über die spirituelle Welt erlangt, wird er in der Lage sein, entsprechend diesem Bewusstsein zu handeln. Dieses Wissen garantiert uns, richtig zu handeln.

 

Aus dem Unterricht von 16.06.2019

[250341]

Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur


Frage: Ich kann mich nicht aufs Studieren des Buches Sohar konzentrieren, obwohl es mein größter Wunsch ist, dieses Buch zu verstehen. Das vorherrschendste Gebot im Christentum ist, „du sollst weder Vergeltung üben noch Groll hegen gegenüber den Kindern deines Volkes; sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst: Ich bin Jehovah“ (Levitikus 19:18). Jesus hat gelehrt, dass wir diejenigen lieben müssen, die uns hassen, und für diejenigen zu beten, die uns verfolgen. Ist das nicht auch ein Prinzip der Kabbala?

Meine Antwort: Jede Religion stellt sich selbst über andere Religionen und Lehren, und zwar deshalb, weil alle Religionen aus dem Egoismus des Menschen entstanden sind. Dies ist der Grund für all den Hass zwischen den unterschiedlichen Religionen und Nationen. Sogar innerhalb einer Religion gibt es Hass zwischen ihren unterschiedlichen Zweigen.

Das Gebot „Du sollst weder Vergeltung üben noch Groll hegen gegenüber den Kindern deines Volkes; sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ ist unvollständig. Kabbala lehrt uns, nicht nur das eigene Volk zu lieben, sondern alle Völker der Welt. Wenn wir in der Geschichte zurück schauen, werden wir niemanden finden, der diejenigen geliebt hat, welche ihn gehasst und verfolgt haben. Im Gegensatz dazu ist die Geschichte voll von Hass und Gewalt, welche durch die Religion bis heute hervorgebracht wurden.

Religion hat immer die verschiedenen Nationen voneinander gespalten und getrennt, indem sie diese gegeneinander aufgehetzt und sich selbst den Völkern durch Feuer und Schwert aufgezwungen hat.

Alle Religionen werden aussterben, weil sie aus dem Egoismus nach der Zerstörung des Tempels hervorgegangen sind. Das war, als das Volk Israel von der Stufe „Liebe deinen Nächsten“ auf die Stufe „grundloser Hass gegen den Nächsten“ gefallen ist – und sie sind nach wie vor auf dieser Stufe, zusammen mit allen anderen. Kabbala steht über der Religion. Sie wendet sich an jeden in der Welt, da sie lehrt, dass wir alle Teil der gemeinsamen Seele von Adam sind, ohne jeden Unterschied zwischen uns. Jede Person ist gleich wichtig, um für alle die vollständige Korrektur zu erreichen. Wenn auch nur eine Person fehlt, ist es nicht vollständig perfekt!

Kabbala trat im alten Babylon in Erscheinung, als die gesamte Zivilisation durch den wachsenden Egoismus auseinander fiel. Kabbala, durch Abraham vertreten, bat die Menschen sich zu vereinigen. Und jetzt, nach unserer ganzen bitteren Geschichte, erzählt die Kabbala uns allen wieder dieselbe Sache: „Vereinigt euch, sonst werdet ihr euch vernichten!“ Und bis heute predigen uns die Religionen noch immer Trennung – aus dem Grund, weil sie durch den Egoismus hervorgebracht wurden. Die Religionen traten auf, als die Nation Israel von der Nächstenliebe zum Hass herunter fiel – von der spirituellen auf die körperlich egoistische Stufe. Das war, als das Judentum erschien, danach das Christentum, und dann der Islam.

Baal HaSulam schrieb, dass die Religionen als kulturelle Traditionen der Nationen verbleiben werden. Die Religionen werden den ihnen angemessenen Platz einnehmen müssen und aufhören müssen, sich mit etwas zu beschäftigen, was jenseits von ihnen liegt – der Seele und ihrer Korrektur. Sie haben keine Verbindung mit dem Licht und dem Schöpfer, um sich damit zu beschäftigen. Genau das ist es, was wir heute miterleben, als Resultat der Einwirkung der Religionen auf die Menschen.

Die Periode der Verborgenheit des Lichts ist zu Ende, und damit ist auch die Periode der Herrschaft der Religionen über die Völker zu Ende. Das Licht wird enthüllt werden, und Religion wird durch die Kabbala ersetzt werden. Religion wird als kulturelle Tradition bestehen bleiben.

Verwandtes Material:
Blog-post: Religion und Kabbala sind Gegensätze
Blog-post: Die Bibel – Geschichte oder Wissenschaft?
Blog-post: Wo ist in der Kabbala Jesus Christus zu finden?
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Religion und Kabbala sind Gegensätze


Frage: Warum haben Rabash und Baal HaSulam darauf bestanden, äußerlich die Mizvot einzuhalten und mehr noch, sie taten es so peinlich genau, mit dem Tüpfelchen auf dem i?

Meine Antwort: Sie lebten ausschliesslich in einer religiösen Umgebung und damals war es nicht realistisch oder notwending, die Kabbala unter dem weltlichen Publikum und generell in der Welt zu verbreiten. Sie hatten keinen Kontakt oder Verbindung mit nichtkirchlichen Menschen oder generell mit der Umwelt. Trotzdem schreibt Baal HaSulam im „Vorwort zum Sohar“, dem Artikel „Horn des Messias“ und anderen Texten, dass es notwendig ist, die Kabbala unter allen Nationen der Welt zu verbreiten. Dazu schreibt Baal HaSulam, dass ein Mensch nur dann mit dem Studium der Kabbala beginnen kann, nachdem er säkular wurde (auch wenn er es heimlich, innerlich tut). Solange er sich innerlich als Gläubiger fühlt, wird die Religion ihn an sich binden und er wird die Kabbala nicht verstehen. Weil sich diese beiden Welten völlig entgegengesetzt zueinander sind.

Aus der Sicht der Welt aller Religionen glaubt man daran, was einem über Gott erzählt wird, und blind folgt man diesen von anderen erlernten Anleitungen. Man grenzt sich fanatisch mit Versuchen ein, über den Verstand zu verstehen, wer man ist, wozu man lebt und wo man ist. Je weniger Fragen man stellt, für umso heiliger hält man sich. Und man vergisst das „liebe Deinen Nächsten“, da das ja doch nur von den schlimmen Atheisten kommt, man ist vom Schöpfer auserwählt. Man fliesst vor Stolz über und meint, dass jeder aufgrund unseres heiligen Lebenstils in unserer Schuld steht.

Auf dem Weg der Kabbala jedoch glauben Sie keinem anderen und verwenden Ihre eigenen Anstrengungen, Ihr Herz und Ihren Verstand, um die Natur und den Schöpfer für sich zu enthüllen. Sie ziehen sich zu Ihm herauf, lassen sich von Ihm beherrschen und beginnen Ihn zu verstehen. Und all das tun Sie, indem Sie Ihren Egoismus korrigieren, gemäß dem Aufruf der Tora „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“. Sie machen einen Schritt aus sich heraus in Richtung Freund und Nachbarn und erreichen dadurch den Schöpfer.

Außerdem schreibt Baal HaSulam, dass Sie laut den Anleitungen im Buch Sohar allen Nationen der Welt die Kabbala verbreiten müssen. (Lesen Sie seine Artikel Die Enthüllung der Göttlichkeit („Matan Tora“, „Die Bürgschaft“ und „Der Friede“.)

Auf diesem Weg sind Sie und Ihre Entscheidungen das Wichtigste. Lassen Sie die Kritiker, die die Religion vorziehen, ihren eigenen Kram machen – da sie das brauchen, denn er rinnt ihnen durch ihre gierigen und neidischen Finger. Ich bin durchaus nicht gegen die Religion, aber gegen ihre egoistische Verwendung.

Verwandtes Material:
Blog-post: Kain und Abel sind in jedem von uns!
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Was war zuerst – Religion oder Kabbala?


Frage: Ich bin fest von der Methode und der Weisheit der Kabbala überzeugt, besonders nachdem ich mich mit meinem alten Glauben abgemüht habe und dann mit Atheismus und anderen Glaubensrichtungen. Ich kann es nicht erklären – es gibt etwas in mir, das 100% sicher ist, dass Kabbala der richtige Weg ist. Und doch habe ich noch Zweifel. Nicht was die Kabbala selbst betrifft, sondern mit ihrer Verbindung zur körperlichen Welt.

Wenn Kabbala zum Beispiel vor allen Religionen war und die Religionen durch die Kabbala inspiriert sind und wir deshalb manche Ähnlichkeiten zwischen ihnen finden, warum sagen dann manche Historiker, dass Hinduismus vor der Geburt Abrahams gegründet wurde – geschichtlich gesprochen? Können Sie das bitte erklären?

Meine Antwort: Es gibt nur drei Religionen: Judentum, Christentum und Islam und sie alle erschienen nach der „Zerstörung des Zweiten Tempels“ – nachdem Israel von „Liebe zu seinem Nächsten“ zu „unbegründeten Hass“ abgefallen war. Zuerst kam das Judentum auf, dann das Christentum und dann der Islam.

Natürlich existierten vor dieser Zeit schon verschiedene Glaubensrichtungen und sogar schon vor Abraham ebenso wie vor Adam. Abraham selbst und auch sein Vater Terach waren Priester in Babylon. Und nicht nur in Babylon gab es unterschiedliche Überzeugungen, sondern auf der gesamten Welt.

Die Tora spricht andererseits nur über den spirituellen Aspekt der Welt. Zum Beispiel erzählt sie von der Sintflut, doch diese Flut geschah nicht auf der gesamten Welt. Ebenso gab es Menschen, die vor Adam lebten und an verschiedene Kräfte und Vorstellungen glaubten. Die Erde war schon seit Millionen von Jahren da und Menschen erschienen vor Hunderttausenden von Jahren. Die Tora spricht jedoch nur über die spirituelle Entwicklung der Menschheit – über 6000 Jahre, beginnend mit der ersten Korrektur (die mit Adam beginnt – jemand, der dem Schöpfer ähnlich ist) bis zu der letzten.

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Das Geheimnis des Schwarzen Lochs

Bemerkung: Die schwarzen Löcher wurden bestätigt. Dort bleibt die Zeit stehen, die Gesetze der Physik gelten nicht und die Schwerkraft ist so gewaltig das alles, einschließlich dem Licht, dauerhaft absorbiert wird.

Antwort: Die Physik unserer Welt funktioniert dort nicht.

Frage: Was bringt uns dieses Wissen?

Antwort: Das es eine Grenze für Zeit, Raum und Bewegung gibt. Es gibt dort absolut andere Gesetze, an die wir uns nicht wenden, sie nicht studieren können.

Wir können lediglich Vermutungen anstellen, dass dort alles anders funktioniert. Auf welche Weise ist es anders? Wir können noch Hunderte von Jahren leben und werden es trotzdem nicht lösen, da wir hinter den Radioteleskopen stehen, die uns dieses Bild von einem schwarzen Loch gemacht haben.

Unser Gehirn ist egoistisch und basiert nicht auf Quantenphysik, deshalb erforschen wir dieses Phänomen im Grunde genommen rein mechanisch. Deshalb wird nichts davon funktionieren.

Um diese andere Welt, die sich innerhalb des schwarzen Lochs befindet, studieren zu können, müssen wir uns komplett verändern, da es sich dort um eine ganz andere Physik handelt.

Wir haben unser Universum lediglich bis zum Rand des Übergangs zu einem anderen Weltraum erfasst. Dort ist die Grenze unserer Erkenntnis. Wir nennen es – „die Grenze“, die Grenze der Zeit, die Grenze des Raumes. All das gibt es dort nicht.

Wir wissen nicht, was in diesen schwarzen Löchern ist. Wir wissen nichts. Eines ist klar – für uns verschwindet dort alles. Es wäre interessant zu sehen, wie wir aussehen würden, wenn wir unsere Welt aus diesen schwarzen Augen betrachten würden.

Bemerkung: Das wäre tatsächlich interessant, unsere Gesetze aus der Perspektive anderer Gesetze anzusehen!

Antwort: Unterhalb dieser Lichtgeschwindigkeit würden wir sehr primitiv aussehen, dies ist der primitivste Zustand, der in der Natur existiert. Es bedeutet, dass ich völlig unter der Macht des mechanischen Lichts stehe. Ich werde von ihm unterdrückt, kontrolliert und ich bin nichts! Ich existiere nicht! Es ist so, da mein „Ich“ nicht wahrgenommen wird.

Frage: Was wird einen Menschen dazu bringen, dass sich die Welt verändert, wenn er sich verändert? 

Antwort: Wenn unsere Welt zu einem schwarzen Loch wird, in dem alles verschwindet.

Bemerkung: Wann wird die Menschheit dazu kommen?

Antwort: Wir werden durch die Erkenntnis des Bösen dazu kommen. Langsam kommen wir dazu. Deshalb spüren wir die Evolution.

 

Aus dem TV Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“ vom 23.04.2019

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Ein Mini-Staat nach dem Gesetz des Geben

Baal HaSulam schreibt in den Artikeln „Exil und Erlösung“ und „Die Bürgschaft“, dass wir uns an der Schwelle zur endgültigen spirituellen Befreiung befinden und das Volk Israel (jeder, der nach der Enthüllung des Schöpfers strebt) als Wegbegleiter für die allgemeine Korrektur der Welt dienen muss.

Alles, was heutzutage geschieht, ist nur zur Verwirklichung des Endziels bestimmt, und darauf müssen wir uns ausrichten.

Deshalb muss eine Gesellschaft, ein Bund, ein virtueller Staat erschaffen werden, der allein nach den spirituellen Gesetzen lebt und gar kein Beispiel an der Außenwelt nimmt.

Dieser Staat soll nicht physisch existieren, – es soll ein Bund von Seelen sein, die nach den Gesetzen des Gebens existieren, ohne Rücksicht auf sich selbst zu nehmen. Das ist die einzige Bedingung.

Wenn die Menschen eine solche Beziehung erreichen können, werden sie die höhere Kraft untereinander enthüllen – und werden zum spirituellen Zentrum der Welt, an das sich alle anschließen können.

Und diese Gruppe/dieser Staat muss seine eigenen Systeme aufbauen, die zur Erreichung/Verwirklichung des Ziels – der vollständigen Korrektur – notwendig sind.

Es muss ein Bildungs- und Erziehungssystem geschaffen werden, welches dazu bestimmt ist, einen Menschen zu erschaffen, sowie ein Sozialsystem nach den kabbalistischen Prinzipien,welches den Menschen in Not, Krankheit, im Alter unterstützt, ihn mit Arbeit und Rechtschutz versorgt. Nach den Prinzipien, die von Baal HaSulam im Artikel „Die letzte Generation“ beschrieben wurden.

Es müssen Systeme für den Übergang der Menschheit vom Krisenzustand zum Zustand „Die neue Generation“ erforscht und aufgebaut werden.

Heute nähern wir uns der Bildung eines solchen spirituellen Systems zwischen uns. Und alles geht vom Spirituellen zum Äußeren, Materiellen hin. Es muss äußerlich nichts getan werden, wozu wir innerlich nicht bereit sind.

Wie es auch keinen Sinn macht, den Dritten Tempel zu bauen, wie von einigen gewünscht wird, solange wir in unserem Inneren diesen spirituellen Zustand (Mochin de Yechida) nicht aufgebaut haben.

Wir werden ihn noch nicht einmal aufbauen können, weil wir nicht begreifen, wie er sein soll. Nur von einer höheren Stufe, aus der Erkenntnis der Stufe „der Dritte Tempel“, kann man eine tiefere Stufe genau erkennen und sie erschaffen.

Aus diesem Grund können wir nur in dem Ausmaß unserer spirituellen Entwicklung die materiellen Verbindungen dieser Welt zwischen uns aufbauen. Und je höher wir aufsteigen und je mehr wir die inneren spirituellen Verbindungen zwischen uns begreifen, werden wir dementsprechend auch die von uns aufgebauten materiellen Systeme verbessern.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Exil und Erlösung“ vom 04.11.2010

Wovon hängt die Zukunft des Menschen ab?

Frage: Wovon hängt die Zukunft des Menschen ab?

Antwort: Die Zukunft interessiert zweifellos alle. Sie dringt jeden Augenblick in die Gegenwart ein.

Deshalb ist die Zukunft immer mit uns verbunden und bestimmt die Gegenwart. Wenn uns bekannt wird, dass etwas passieren soll, wenn es auch nicht gleich sein wird, warten wir darauf und unser Zustand wird davon beeinflusst. Das betrifft besonders unsere Gemütslage, die Einstellung gegenüber der Welt und gegenüber dem Leben. Aus diesem Grund ist die Zukunft ein Faktor, welcher unser Leben entscheidend beeinflusst.

Frage: Unterscheidet das uns von den Tieren?

Antwort: Tiere ahnen die Zukunft voraus, aber nicht in dem Maß wie die Menschen. Tiere lassen sich nicht so stark davon beeinflussen.

Die Zukunft eines Menschen hängt davon ab, wie er seine Gegenwart aufbaut. In Wirklichkeit gibt es keine Zukunft. Wenn wir passiv leben, bestimmen wir die Zukunft, wie sie sein wird – abhängig von anderen Menschen, von den Umständen, von allem.

Wenn wir dagegen spirituell leben, dann gibt es weder Zukunft noch Gegenwart. Über die Vergangenheit können wir noch sprechen, da wir in einem Zustand waren, in der die Zeit floss und in uns Veränderungen stattfanden. Wenn ich mich hingegen in der Gegenwart befinde, kann ich mich sicher zu einem Wesen umwandeln, das keine Zukunft hat.

In unserer Welt klingt es sehr unschön: „Du hast keine Zukunft. So etwas einem Menschen zu sagen bedeutet ihn zu töten. In der Kabbala ist das Gegenteil der Fall. Du hast keine Zukunft, da du sie jetzt selbst gestaltest. Mache sie, baue sie auf, zeichne ein Bild davon und so wird sie auch sein. Wann wird das sein? – Wann immer du willst.

Wenn es aber keine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gibt, gibt es die Welt nicht. All das wird lediglich von unseren Eigenschaften auf einem weißen Hintergrund des höheren Lichts gezeichnet, dann stellt sich die Frage: „Wovon hängt die Zukunft des Menschen ab? Sie hängt vom Menschen ab!

Es ist nicht so einfach, wenn wir mit Ergriffenheit sagen: „Der Mensch gestaltet seine Zukunft selbst!“ – Nein. Tatsache ist, man muss diesen Algorithmus, mit dem man sich selbst beeinflussen kann kennen. Durch die inneren Verlangen werden die eigenen und die äußeren Wünsche gebildet und dann die der umgebenden Welt. Auf diese Weise erschafft sich der Mensch selbst in der Welt. Deshalb hängt die Zukunft ausschließlich von ihm ab und zwar mit allen Bestandteilen und Einzelheiten.

Es ist nicht einfach, diesen Punkt zu erreichen. Es ist uns jedoch gegeben und eines Tages werden wir es verwirklichen können. In der Zwischenzeit erscheint es uns fantastisch zu sein.

Aus dem Unterricht vom 28.04.2019

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Die Wahrnehmung der Welt

Die Wahrnehmung der Welt

(Baal HaSulam, „Einführung zum Buch Sohar“, Punkt 34 )

Mit unserem Sehsinn sehen wir eine großartige Welt vor uns,

In ihrer wunderbaren Fülle.

Doch in Wirklichkeit existiert das alles nicht

Außer in unserem Inneren.

Wir haben eine Art Leinwand im hinteren Teil unseres Gehirns

Auf der alles, was wir wahrnehmen, abgebildet wird.

Es existiert nichts außerhalb von uns.

 

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Würdest du durch eine Wand gehen, die du nicht wahrnehmen kannst?


Frage: Ich bin ein Student des virtuellen Lernzentrums und zusammen mit anderen bin ich in ungeduldiger Erwartung auf eine Rückmeldung dieser Frage. Im Buch Kabbala, Science and the Meaning of Life auf Seite 128 fand ich folgendes Zitat: „Da ein Höhlenbewohner nicht die Sinneswahrnehmung haben würde, um eine Wand als Materie oder als Form in der Materie wahrzunehmen, wäre er fähig, durch Wände zu gehen, als ob sie Luft wären.“

Wenn ich die Information nicht missverstanden habe, ist diese Aussage in sich falsch. Nur weil jemand ein Objekt nicht kennt, bedeutet das nicht, dass er damit nicht interagieren kann. Der Text vermischt Konzepte aus der Quantenmechanik und der Realität der Makrowelt. Die angewendete Logik ist nicht logisch. Materie wird immer als solche wahrgenommen werden, unabhängig von der Form, die sie annimmt, denn unsere Sinne sind dafür gemacht, um Materie wahrzunehmen. Dort wo unsere Sinne nicht ausreichend sind, kann Materie durch geeignete Instrumente wahrgenommen werden.

Beispiel: Als ich meinen ersten Tauchgang gemacht habe, war ich von einer riesengroßen Anzahl neuer Formen und Gestalten umgeben, die ich zuvor nie gesehen hatte. Trotzdem waren meine Sinne fähig, sie wahrzunehmen. Bitte erklären Sie obige Aussage.

Antwort: Lasst uns vom Gegenteil beginnen: Es gibt Wände, die wir nicht wahrnehmen. Werden wir darüber stolpern oder werden wir durch sie hindurchgehen, ohne sie zu bemerken?

Alles existiert in uns, in unseren Eigenschaften oder in unseren fünf Sinnen. Wenn sie anders wären, würden sie uns eine andere Welt darstellen. Das Buch spricht über einen „Höhlenmenschen“, denn neben unseren Eigenschaften haben wir auch gespeicherte Informationen und Systeme, welche die „umgebende“ Illusion erschaffen.

Bis wir eine Eigenschaft erlangen, die uns entgegengesetzt ist – das Geben, werden wir die Eigenschaften der Anti-Materie nicht verstehen und werden nicht erkennen, dass die Welt innerhalb von uns selbst „abgebildet“ wird.

 

Verwandtes Material:
Blog-post: Neue Studie: Die Augen sehen mehr, als das Gehirn unserem Bewusstsein meldet
Blog-post: Die Wahrnehmung der Welt
 
 
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Wie kann man unsterblich werden?

Frage aus Facebook: Sie sagen, dass ein Mensch unsterblich sein kann und nicht sterben muss, um den Schöpfer zu sehen. Ein Mensch ist jedoch körperlich und so lange er lebt, wird dies nicht eintreten. Um uns den Schöpfer anzuschließen müssen wir unseren Körper und unsere Seele verlassen.
Wie kann das umgesetzt werden, wenn Sie sagen, dass es nicht nötig ist zu sterben?
Antwort: Der menschliche Körper hat nichts mit den Gefühlen unserer Welt zu tun. Es ist ein rein äußeres Erscheinungsbild und sonst nichts. Aus diesem Grund erscheint es uns, als würden wir diese materielle Welt durch unsere fünf Sinnesorgane wahrnehmen.
Um die höhere Welt zu empfinden, müssen wir unsere fünf Sinne spirituell entwickeln. Die Wissenschaft der Kabbala beschäftigt sich mit dieser Entwicklung und erklärt, wie ein Mensch damit beginnen kann die spirituelle Welt zu erfahren. Es ist demnach nicht notwendig zu sterben.

Frage: Versprechen Sie den Menschen die Unsterblichkeit, wenn wir unsere Seelen vereinen und entwickeln können?
Antwort: Zweifellos! Das ist nicht mein Versprechen, sondern die spirituelle, realisierbare Methode. Heute kannst du in dieser Welt Menschen treffen, die in dieser Weise die höhere Welt verstehen und die Welt als ewig und unsterblich erfassen.

Aus dem TV Programm“ Antworten auf die Fragen aus Facebook“, 10.03.2019
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