Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verlangen'

Am Tor des Gebets

Man muss für eine neue Stufe das zusätzliche Verlangen, die Belastung des Herzens, erhalten und es analysieren, um ein abgeschlossenes Gebet zu erheben, weil man verstanden hat, dass man in einem solchen Egoismus nicht mehr länger verbleiben kann. Denn man begreift, dass es einem an der Eigenschaft des Gebens fehlt.

Wir sagen dem Schöpfer nicht, dass es uns schlecht geht und Er es wiedergutmachen soll. Das Gebet kann nur folgendermaßen aussehen: „Gut, dass Du mir dieses Übel geschickt hast, damit ich daraus lerne, wie ich das Geben wollen und zur Nächstenliebe aufsteigen soll“.

Ich bitte nicht darum, das Böse von mir wegzunehmen, denn das ist die einzige Grundlage, die mich erwachen lässt, denn sonst bleibe ich ein Tier.

Ich muss dieses Böse, dieses Leeregefühl nur prüfen, um zu verstehen, dass das Hilfe gegen den Egoismus ist, um mich dazu zu bewegen, mich mit den anderen zu verbinden.

Und ich danke für das „Schlechte“ und will, dass es bleibt, sonst falle ich in den Egoismus zurück. Doch über diesem Übel will ich die Beziehungen des Gebens mit allen anderen aufbauen.

Aus diesem Grund sehe ich in dem Bösen einen Helfer, der mich von meinen egoistischen Verlangen befreit. Denn wenn ich darin etwas Unangenehmes empfinde, bin ich bereit, mich davon zu trennen. Wie jemand, der sich an etwas verbrannt hat und es nicht mehr berühren will. Deshalb will ich diese Verlangen nicht und baue darüber die Beziehungen des Gebens auf.

Hier muss es einen Neuanfang geben – Rosh haShana (Jahresanfang bzw. Neuanfang) – einen Zustand, in dem ich die frühere Erfüllung nicht mehr will. Ich spüre, dass es böse ist.

Nun will ich im Gegenteil die Beziehungen, die auf dem Geben an den Nächsten basieren, darüber aufbauen. Eben diese Veränderung, der Übergang vom einen zum anderen nennt sich Jahresanfang.

Anschließend komme ich zu Jom Kippur, wenn ich mich überzeugt habe, dass ich mit meinen eigenen Kräften dazu nicht in der Lage bin. Ich spüre, dass ich keine Kraft, sondern nur das Verlangen habe. So komme ich zum Gebet. Das nennt sich Versöhnungstag.

Doch ich richte nicht über den Schöpfer, sondern über mich selbst, weil ich keine Kraft zum Geben habe – genau darin besteht meine Sünde. Darum schreie ich an Jom Kippur und bereue alle möglichen „Sünden“. Der ganze Sinn von Jom Kippur besteht darin, das Kli zu enthüllen, das für die Korrektur geeignet ist.

Das ist der Schlüssel-, der Wendemoment, in dem ich an Rosh haShana eine Entscheidung treffe, auf das alte Verlangen, die alte Herangehensweise zu verzichten und zum Geben kommen zu müssen.

Doch in den zehn Tagen zwischen Rosh haShana und Jom Kippur habe ich mich überzeugen können, dass ich nicht in der Lage bin, zu geben. Und nun wende ich mich zum ersten Mal mit einer wahren Bitte an den Schöpfer und erreiche einen Kontakt mit Ihm.

Diese Bitte kommt endlich bei Ihm an, denn ich bitte nicht um die Erfüllung, sondern um die Kraft der Korrektur. Und darum komme ich an das Tor des Gebets.

Aus dem Unterricht nach den Artikeln von Rabash, Auszüge zum Versöhnungstag vom 15.09.2010

 

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Den Neid fördern

Frage: Baal  HaSulam schreibt:“ Wer bis morgen warten kann, wird nach Jahren weise werden.“ Wie kann man jetzt, anstatt auf morgen zu warten, die Suche nach dem Höheren entwickeln?

Antwort: Es hängt davon ab, wie sehr sie ihre Freunde beneiden. Sie sollten Neid darüber empfinden, dass sich ihre Freunde viel schneller und erfolgreicher entwickeln als sie. Das ist ein Problem. Diese Einstellung wird auch dem Lehrer empfohlen. Ich sitze zum Beispiel jeden Tag vor meinen Schülern, obwohl ich mir sehr wünsche, dass sie schneller vorankommen, muss ich sie auch beneiden, sonst kann ich nichts von ihnen lernen. Ich muss durch den Schöpfer von ihnen lernen.

Guter Neid ist das Hauptmerkmal, das uns vorwärtsbringt. Ich denke nicht daran, dass sie langsamer vorankommen, sondern, dass sie von selbst schneller werden. Auf diese Weise helfen wir uns gegenseitig. 

Diesen Neid sollten wir entwickeln. Sie müssen den anderen zeigen, wie viel mehr sie verstehen, sie intelligenter sind und wie sie mehr investieren. Helfen sie ihnen dabei!

 

Aus dem Unterricht, 21.04.2019

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Warum die Kabbala derart geheim gehalten wurde

Frage: Warum hielten die Kabbalisten die Weisheit der Kabbala so viele Jahre geheim, wenn jemand, der dafür nicht bereit ist, sie nicht anwenden kann?

Meine Antwort: Die Wissenschaft der Kabbala war bis zur Zerstörung des Tempels für jeden zugänglich, der sie studieren wollte. Die Zerstörung des Tempels war die Zerstörung der spirituellen Wahrnehmung im Volk Israel.

So wie es gefährlich ist, normale Wissenschaft an Egoisten zu enthüllen, denen es an der richtigen Weltsicht und ihrem Zweck fehlt, da das Offenlegen dieses Wissens sie mit Waffen austatten würde, die ihnen und anderen Schaden zufügen würden, so wurde es Menschen, die von der spirituellen Stufe der brüderlichen Liebe in unbegründeten Hass fielen, verboten, die Wissenschaft der Kabbala zu studieren. Schließlich konnten sie diese falsch anwenden und sich verwirren.

Sie waren nicht fähig, sie anzuwenden, als sie erst einmal in das egoistische Verlangen gefallen waren, das anfing, zu wachsen. Zuerst mussten sie sich in die Verlangen dieser Welt verwickeln, in der Finsternis versinken, sich mit allen Verlangen der Menschen vermischen. Tatsächlich war das der Zweck, als das Volk Israel ins Exil ging.

Die Weisheit der Kabbala zu jener Zeit weiterzugeben, wäre gegen ihre Bestimmung gewesen. Das Volk fiel von der spirituellen Stufe und verlor dieses Wissen, um genau wie alle anderen Völker auf deren Stufe zu leben. Bis zum Ende des Mittelalters führten das Volk Israel und alle anderen Völker ein sehr einfaches und primitives Leben. Es war eine Zeit für gegenseitige Einbeziehung.

Doch abgesehen von der Tatsache, dass das Volk Israel seine spirituelle Stufe verlor, blieb der höhere innere Geist in ihnen und es gab viele Weisen (Kabbalisten) und Menschen, die den Zweck der Schöpfung verstanden. Es war kein Zustand völliger Vergessenheit, in dem die Menschen den Zweck des Daseins nicht verstehen, wie wir es heute beobachten.

Der Niedergang geschah in den letzten 100-150 Jahren, doch davor gab es keinen Menschen in Israel, der nicht wusste, wozu er lebt. Das machte es ihnen möglich, all die Jahre des Exils zu ertragen und sich selbst ungeachtet aller Hetzjagd, Inquisition und Verfolgung zu bewahren. Letztendlich war es kein blinder Glaube: Sie spürten und wussten, dass es einen Zweck gab.

Doch die Weisheit der Kabbala musste vor dem Volk Israel genau deshalb geheim gehalten werden, weil sie sich mit den Verlangen anderer Nationen vermischen und die Zeit des Exils abschließen mussten. Aus diesem Grund verhüllten die Kabbalisten die Kabbala, entfremdete sie dem Volk und schüchterten es ein, um es nicht zu verwirren und ihm Zeit zu geben, zu korrigieren, was korrigiert werden musste.

Das war die Form, in der sie zu jener Zeit die Korrektur durchführten. Letztlich können wir die innere Entwicklung, die im Innern geschah, nicht erkennen. Jahrmillionen hat sich die Materie unbewusst entwickelt, doch wir können den Prozess mit unserem begrenzten Verstand nicht in seiner Gesamtheit erfassen. Wenn wir diese Sicht auf die Wirklichkeit beibehalten, können wir garnichts darin rechtfertigen. Wenn wir irgendetwas verstehen wollen, müssen wir zuerst das gesamte Bild enthüllen.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 16.02.2011, „Einführung in das Buch ‘Panim Meirot uMasbirot'“

 

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Warum ausgerechnet Kabbala?


Manchmal fragen mich Leute: Was ist der Grund für die Schöpfung, was wirkt auf sie, wer ist der Geber und wer der Empfangende? Und dann zeigen sie mir eine andere Methode, die erfolgreich ist.

Was sonst kann es geben? Kann man eine andere Physik in unserer Welt erschaffen? Nein! Nun, das Gleiche gilt für die Kabbala. Das ist nicht eine Art Theorie, die jemand erfunden hat. Kabbalisten haben die Gesetze gelernt, durch welche die Verlangen zu genießen funktionieren und die Kraft, die darauf einwirkt, plus und minus, zwei gegensätzliche Dinge, und basierend auf ihren Beobachtungen schufen sie die Weisheit der Kabbala.

Die Kabbala setzt voraus, dass das Licht und das Verlangen das einzige sind, was es in der Schöpfung gibt und erklärt, wie die Lichter und die Verlangen sich in jedem möglichen Zustand miteinander verbinden. Deshalb ist die Kabbala eine Wissenschaft.
(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

 

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Wir haben Zivilisationen in uns


Frage: Ich habe gehört, dass Sie sowas sagten wie: keine der Zivilisationen der Vergangenheit werde im „Enthüllten“ ersichtlich. Bedeutet dies, dass alles, was Wissenschaftler jetzt herausfinden (zur Unterstützung einer Theorie der früheren Zivilisationen) in unseren Sinnen als eine Realität erscheint, die wir selbst fordern? Mit anderen Worten, die externen Kräfte reagieren auf unsere Verlangen, indem sie noch mehr neue „Ausschmückungen“ schaffen?

Antwort: Sie haben absolut recht! Als Folge des Abstiegs aus der Spiritualität, als das Verlangen, das vom Schöpfer erschaffen wurde, sein niedrigstes Niveau erreichte, empfing es in sich selbst das, was wir als „Selbst“ empfinden und die Welt, die uns umgibt (als außerhalb vom „Selbst“). Die Vorgänge und inneren Veränderungen begannen als Zeit, Raum und Bewegung wahrgenommen zu werden (wiederum außerhalb vom „Selbst“). So nimmt eine Person wahr, dass etwas schon existiert hat, bevor sie auftauchte. Doch wer hat dies tatsächlich empfunden? Ohne Sinne existiert nichts. Alles existiert in unserer Vorstellung, in unseren Sinnen. Lesen Sie den Artikel „Vorwort zum Buch Sohar“, Punkt 34.

Verwandtes Material:
 
Purchase the Print Version of the Book: Kabbalah, Science and the Meaning of Life
 
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Ist es möglich, fremde Gedanken zu lesen?

Frage: Kann ein Mensch, der ein großes Verlangen besitzt, Gedanken von anderen Menschen lesen?
Antwort: Das Lesen von Gedanken ist eine materielle Sache. Ich kann nicht behaupten, dass dies eine dankbare Sache ist, da sie dabei die fremden Gedanken auf einer weltlichen Stufe empfangen. Es ist jedoch durchaus möglich, da Gedanken auf unserer Stufe materiell sind.
Sie können einen Menschen an die Hand nehmen und seine Gedanken wie ein Hellseher spüren. Was bringt Ihnen das? Nichts. Einige Menschen haben solch eine hohe Sensibilität, dass sie damit werben. Ich würde ihnen davon abraten, Schade um die Bemühungen. Die Anstrengungen müssen sich darauf ausrichten, sich in der Gruppe aufzulösen und dadurch den Schöpfer zu offenbaren.

Frage: Wäre es möglich, wenn wir einen starken Wunsch danach haben, jemandem Gedanken einzuflößen?
Antwort: Natürlich, und wie! Wir kennen es noch von den KGB-Zeiten. Sie werden übrigens bei allen Geheimdiensten der Welt praktiziert. Aber wozu brauchen wir das? Auf der Stufe unserer Welt sind das rein egoistische, gegenseitige Beeinflussungen.
Ich möchte nicht, dass ihr solche Ideen habt. Psychische Einwirkung führt zur Unterordnung, d.h. zur Zerstörung der Welt.

Aus dem Unterricht, 03.02.2019
(247502)

Gedankenkraft und Problemlösung

Frage: Kann man, wenn man seine Gedanken ändert, von Krebs und anderen Krankheiten geheilt werden?

Antwort: Ich möchte keine spezifischen Fragen zu Krankheiten und dergleichen beantworten. Alles ist machbar. Ob wir heute in der Lage sind, es zu tun, kann ich nicht sagen. Ich denke nicht, aber in naher Zukunft werden wir es können.

Es hängt lediglich davon ab, inwieweit unsere Gedanken richtig miteinander verbunden sind. Wir werden dann in der Lage sein, die tiefsten negativen Phänomene unserer Natur zu beeinflussen. Alles hängt nur von uns ab.

Es gibt viele interessante Geschichten über Kabbalisten und ihre angeblichen Wundertaten. Es sind keine Wundertaten. Es ist nur eine kleine Korrektur – kein Eingriff, sondern eine Korrektur der Naturgesetze auf einer bestimmten Stufe, die wir dann durchführen können, wenn wir richtig handeln.

Unter der Voraussetzung, dass ich einige positive Kräfte zu diesem System hinzufüge, kann ich in jedes System, auf allen Stufen- von mir bis in die Welt der Unendlichkeit eintreten

Ich denke, wir werden einen Zustand erreichen, in dem wir uns selbst, die ganze Menschheit, die Erde, die Ökologie, das Universum von allen Problemen heilen können.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie negativ wir unser Universum beeinflussen. Was auf der Erde geschieht, ist ein kleiner Bruchteil dessen, was wir aufgrund unseres Übels, im Universum verursachen. Auf der Erde berücksichtigen wir nur menschliche Einflüsse.

Im Universum haben die negativen Einflüsse unserer Gedanken und Gefühle schreckliche Folgen. Hoffen wir, dass wir schnell zu einer Korrektur kommen können.

 

Aus dem Unterricht, 03.02.2019

(247556)

 

 

Die höchste Fülle in die Welt bringen

Frage: Damit wir wie der Schöpfer werden können, erhalten wir eine Gesellschaft. Um mich herum befinden sich mehrere Milliarden Menschen und alles was ich tun muss ist, mich ihnen gegenüber altruistisch zu verhalten? Werde ich mich dann diesem höheren Wesen angleichen können?

Antwort: Es gibt kein höheres Wesen! Es gibt die höhere Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Es ist die Kraft der Emanation, die Kraft der Entwicklung, die Kraft des Gebens, die Kraft des positiven Einflusses.

Frage: Ist es eine Kraft wie die Schwerkraft – ein allgemeines Gesetz, das für jeden gilt, ob wir das wollen oder nicht?

Antwort: Es gibt keine Kraft in unserer Natur, von der wir sprechen. Die spirituelle Natur ist der Wunsch, ausschließlich etwas für jemanden zu seinem vollständigen Wohl, ohne jegliche Verbindung zu sich selbst, zu tun. Wenn ich mich von mir selbst löse (dieser Zustand wird „Zimzum“ genannt – die Einschränkung des eigenen Verlangens) und alles einem anderen zum seinem Wohle geben möchte ohne Rücksicht auf mich – dann führe ich eine spirituelle Handlung aus.

Frage: Bedeutet es, dass es um mich Menschen gibt und ich muss ihnen etwas geben? Was kann ich denn geben? Ich habe ja nichts.

Antwort: Du hast nichts zu geben und sie haben nichts zu empfangen. Alles was wir tun müssen, ist unsere Wünsche richtig auszurichten. Wenn ich alle meine Wünsche auf die anderen ausrichte, werde ich mich in einen Sender, in ein Rohr verwandeln, durch welches sie die höchste Fülle, das höchste Licht erhalten werden. Meine Ausrichtung auf sie muss absolut uneigennützig sein.

Frage: Geht es also um die Absicht, nicht um die Handlungen?

Antwort: Selbstverständlich.

Frage: Ich bin derzeit in jeder Sekunde, auf allen Stufen auf mich ausgerichtet. Ich denke automatisch darüber nach, wie ich meinen Zustand verbessern kann. Wird sich der Mensch sich jemals um die anderen kümmern?

Antwort: Ja, in diesem Fall spricht man von einem Menschen der sich in der spirituellen Welt, in der spirituellen Handlung befindet. Er wird dann die ganze Welt anderes wahrnehmen.

Aus der TV Sendung „Grundlagen der Kabbala“

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Das Allerwichtigste ist es, die eigene Seele zu korrigieren


Frage: Wenn ich die Spirituelle Wahrnehmung noch nicht erlangt habe, muss ich dann die physischen Gebote des Judentums ausführen?

 Antwort: Die Kabbala verpflichtet niemanden, das zu tun. Diese Wissenschaft wird von Menschen aus allen Nationen, einschließlich jener, welche physische Gebote befolgen, sowie auch derjenigen, die völlig säkular sind. Wir mischen uns in solche Angelegenheiten nicht ein, das ist jedermanns eigene Sache. Wir lehren die Menschen nur, wie sie Gleichheit mit dem Schöpfer erlangen können oder in anderen Worten, wie sie ihre 613 Verlangen korrigieren müssen.

Wir nähern uns einer Zeit, in der alle Menschen den Schöpfer erreichen müssen, wie geschrieben steht: „Mein Haus wird ein Bethaus für alle Nationen heißen.“ Das bedeutet, das der gesamte globale Egoismus korrigiert werden wird und das Verlangen jedes Menschen wird durch die Korrektur gehen.

Alle anderen Aspekte des Lebens der Menschen können bleiben und in gleicher Weise weitergehen, was immer die Menschen am bequemsten und besten halten, wie es für ihre innere Korrektur passend ist. Baal HaSulam schreibt, dass jeder Mensch im Zustand der vollständigen Korrektur seine Religion behalten kann.

Das ist so, weil die Kabbala Religion als Gebräuche des Volkes betrachtet, als Kultur eines Volkes, die jedes Volk behalten kann. Religiöse Befolgung erzeugt äußere Handlungen, die nichts weiter als kulturelle Traditionen sind, äußerliche Hüllen und der Rahmen, in dem Menschen ihr Leben führen. Er sagt ihnen, wie sie sich zuhause verhalten sollen, wie sie mit ihren Familien umgehen sollen und so weiter. Das bewirkt jedoch nicht die Korrektur der Seele eines Menschen.

Das Allerwichtigste ist es, die Korrektur seiner Seele zu erlangen – Liebe für deinen Nächsten zu erlangen.
(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

 

Kabbala Akademie

Wohin mit den schlechten Gedanken?

Frage: Sie sagen, wenn ich einen schlechten Gedanken bekomme, darf ich mich weder gegen ihn wehren, noch ihn abweisen. Was soll ich dann mit ihm machen?
Antwort: Ihr müsst ihn bearbeiten. Bearbeiten bedeutet, diesen Gedanken aufzunehmen und sich damit so weit wie möglich in die Mitte des Zehners zu begeben, in die Mitte eurer kleinen Gruppe, so dass er sich in eurer Verbindung auflöst.
Stellt euch vor, ihr habt eine Gruppe, in der ihr euch als ein Ganzes vereint, wie in einer Suppe, die in einem Topf gekocht wird. Sobald ein Gedanke kommt, werft ihr ihn in diese „Suppe“, so dass er sich dort vollständig auflöst.
Welche Wirkung er auch immer in der Gruppe auslöst, es muss so sein. Das Wichtigste ist, dass die Gruppe bereit ist, diesen Gedanken so zu adaptieren, dass er sich in ihr auflöst. Ihr werdet dann ein richtiges Ergebnis sehen.
Frage: Bedeutet das, dass ich den Freunden von diesem Gedanken erzählen kann? Oder reicht es, darüber nachzudenken, damit es in der Gruppe verarbeitet wird?
Antwort: Ihr müsst nicht unbedingt darüber sprechen, könnt aber auch Rücksprache halten. Ihr werdet Schritt für Schritt, nach euren ansteigenden Erfahrungen in der Gruppenarbeit sehen, ob ihr mit euren Freunden darüber sprechen könnt, ob ihr euch noch schämt, oder etwas anderes ist.

Aus dem Unterricht vom 03.02.2019
[246860]