Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbindung'

Die Seelen sind die Beziehungen zwischen den Wünschen

Frage: Wie verbinden wir, was wir im ТES lesen, mit der Nächstenliebe oder mit der Liebe zu den Freunden?

Antwort: Alles, worüber ТES erzählt, geschieht in der Verbindung zwischen den Seelen. Die Wissenschaft der Kabbala sagt nichts über das Geschehen in der Materie – im Wunsch, zu genießen.

Sie erzählt nur über die Handlungen in den Absichten, in den Kräften über dem Material, in der Vereinigung zwischen den Seelen. Es gibt ein System – den allgemeinen Wunsch, der in eine Menge separater Wünsche, Stufen, Erscheinungsformen, Unterschiede, tausende von vielfältigen Gradierungen der Eigenschaften geteilt ist. Diese Eigenschaften unserer verschiedenen Wünsche verbinden sich untereinander.

Das Problem – liegt nicht an dem Wunsch selbst. Er ist uns auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe gegeben worden. Wichtig ist, die Verbindung zwischen den separaten Teilen des Wunsches, zwischen verschiedenen Wünschen – und das ist dann schon die menschliche Stufe. Denn dort gelten bereits die Berechnungen, Gedanken, Beziehungen und die Verbindung. Und deshalb spricht die gesamte Wissenschaft der Kabbala nicht über die Wünsche, über die Materie, sondern über die Beziehungen zwischen den Wünschen, über die Absicht ihrer. Gerade die Beziehungen heißen die Seelen, sie bilden die Geisteswelt. Und die Wünsche an sich bilden unsere, materielle Welt. Und wenn es um die Verbindung geht, dann soll darin Rosch, der Kopf des geistigen Parzufs vorhanden sein, der die Entscheidung trifft und die Verbindung plant, sowie Guf, der Körper des Parzufs, der die Handlung der Verbindung realisiert.

Das heißt, sowohl Rosch, als auch Guf des geistigen Parzufs befinden sich unter den Wünschen, weil Guf des geistigen Parzufs eine Art Verbindung ist, die sich tatsächlich verwirklicht hat. Und über die Wünsche im Allgemeinen sprechen wir gar nicht, als ob sie sich unterhalb der Oberfläche befänden. Es ist eine gewisse Realität, die vom Schöpfer geschaffen wurde, auf deren Grundlage wir unsere Beziehungen aufbauen.

Deshalb wird in der gesamten Wissenschaft der Kabbala nur über die Seelen – über die Beziehungen zwischen den Wünschen gesprochen.

Kabbala Akademie

Das Ziel der Schöpfung

Die Wissenschaft der Kabbala geht davon aus, dass es nur zwei Kräfte gibt: Empfangen und Geben. Das ganze Universum, die ganze Welt basiert darauf.  Die Kabbala ist ein Gleichgewichtssystem zwischen diesen beiden Kräften, die sie zur Mittellinie führt.

Die Suche nach der mittleren Linie, die Stabilisierung, das Gleichgewicht auf allen Stufen, angefangen vom Egoismus- null bis zum absolut vollständigen, vollwertigen, konstanten, unendlichen Egoismus – ist das Thema der Kabbala.

Wir benötigen eine rein angewandte Wissenschaft und Praxis, um die Widersprüche beseitigen zu können. Diese Gegensätze sind nicht theoretisch zwischen etwas oder jemandem, sondern zwischen der Schöpfung und dem Schöpfer, also zwischen uns und Ihm.

Wir müssen diese Gegensätze ausgleichen, zu einem gemeinsamen Nenner kommen – der sogenannten mittleren Linie, in der wir und Er in den Wünschen, Absichten und Handlungen völlig übereinstimmen werden. Auf diese Weise werden wir Partner, Liebende und Geliebte, in der Verbindung auf allen Stufen, mit allen Kräften, Wünschen und Handlungen.

Das ist der Sinn der Schöpfung, die als „Dwekut“ bezeichnet wird. Das ist eine vollständige Verschmelzung zweier völlig entgegengesetzter Kräfte.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 16.12.2018

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Eine Welt ist die Verbindung zwischen den Seelen

Frage: Als АRI starb, bedeutet es dann, dass Maschiach ben Jossef ebenfalls gestorben ist?

Antwort: Wir sprechen doch über die Seelen! Was hat der Tod des physischen Körpers damit zu tun? Die Seele kann für das allgemeine System arbeiten, auch wenn sie sich nicht mehr in dieser Welt aufhält. Es gibt eine Menge solcher Seelen. Der Körper unserer Welt ist eine der äußerlichen Folgerungen der Seele, die den anderen Seelen hilft.

Es existiert nur die Verbindung zwischen den Seelen. Es gibt auch solche Beziehungen, die uns sichtbar und klar sind, infolge dessen wir zusammen arbeiten, und einander das Wissen, die Eindrücke weitergeben. Andererseits gibt es solche Verbindung zwischen den Seelen, wenn sie den realen Zustand nicht fühlen können, weshalb sie die Verbindung zwischen den Seelen in Form des Bildes unserer Welt wahrnehmen.

Was ist dann diese Welt, und was ist die geistige Welt? In der Geisteswelt wird die tiefe, innere Verbindung zwischen unseren Seelen offenbart. Und als diese Welt wird solche Empfindung bezeichnet, wenn ich die innere Verbindung nicht spüre und deshalb ihre äußerliche Form enthülle, die undeutlich, nebelig, unsicher und verschwommen ist.

Die Welt (Olam) ist ein Maß der Verhüllung (Alama). Ich befinde mich im allgemeinen System der Seelen, wobei auf mich die Verhüllung einwirkt, und meine Vorstellung von diesem System auf trügerische Art beeinflusst, welche als diese Welt bezeichnet wird.

Es ist aber exakt dasselbe System! Es gibt nichts anderes, außer dem einzigen Konstrukt Adam Rischon – außer dem System der untereinander verbundenen Seelen. Und wir sind  seine Teile. Wir empfinden nur diese Welt, anstatt alle Seelen und ihr Verbindungsnetz zu empfinden. Deshalb heißt sie die letzte Stufe, die von der wahrhaften Empfindung vollkommen abgerissen ist, wie beim Verlust des Bewusstseins – wie beim Menschen, der mit den geschlossenen Augen irgendwelche Gestalten im Fieberwahn sieht.  Aber in Wirklichkeit befinde ich mich im selben System – ich bin nur nicht in der Lage, es zu empfinden und stelle es mir deshalb auf irgendeine verzerrte Art vor! Wie gesagt wurde: “Jeder tadelt nach Maßgabe der eigenen Mängel”. Und wenn vor mir das wahrhafte Bild geöffnet wird, dann werde ich erstaunt sein, dass alles anders ist, als ich es mir vorgestellt habe.

Es existieren folglich keine voneinander getrennten Welten – es gibt nur ein einziges Konstrukt, das wir im Maß der Korrektur unserer Wünsche offenbaren. Es gibt fünf Stufen ihrer Korrektur und dementsprechend öffnen wir fünf Zustände der Realität – fünf Welten, 125 Stufen.

Eben dafür leben wir, der Schöpfer erschuf keine andere Welt. Es gibt Teile, welche schon korrigiert sind und aktiv einwirken, und die übrigen sind noch zerrissen, und empfinden die richtige Verbindung zwischen allen Seelen nicht. Deshalb sollen sie die Pflicht der Korrektur, ihre Verantwortung gegenüber den anderen, gegenüber sich selbst und im Bezug auf das allgemeine System verstehen, das sie auch unterstützt und der Schöpfer heißt.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel “das Vorwort zu” Panim Meirot “”, 

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Die spirituellen Welten sind Stufen der Verbindung zwischen unseren Seelen


Baal HaSulam schreibt, dass jeder die Weisheit der Kabbala studieren muss, weil dazu ein Mensch geboren wurde: sich selbst zu korrigieren.

Unsere Welt bildete sich wegen des Zerbruchs der Seelen, als eine einzige vereinte Seele sich in Milliarden Teile zerteilte – individuelle Seelen. Heute befinden wir uns in einem Zustand der Trennung, den wir als „diese Welt“ wahrnehmen. In Wirklichkeit jedoch gibt es keine unteren oder höheren Welten. Sie sind nur Produkte der menschlichen Wahrnehmung der Stufen der Verbindung zwischen den Seelen.

„Die Welt“ ist eine Stufe der Verbindung zwischen den Seelen. Die gegenwärtige Stufe ist „diese Welt“. Wenn die Seelen damit beginnen sich einander anzunähern, dann wird die vermehrte Verbindung unter ihnen „die Welt Yetsira“ genannt. Eine noch größere Verbindung ist „die Welt von Briah“ und so weiter.

Während wir die Verbindung zwischen den Seelen stärken, werden wir fortlaufend alle diese Welten spüren. Wir werden bis zum Ende die Stufen der Welten aufsteigen, bis zur Welt der Unendlichkeit, wo alles eins ist.

Kabbala ist die Methode, die allen Seelen hilft, sich in einen korrigierten Zustand zu verbinden. Darum ist dies für uns so unerlässlich.
(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts)

 

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Einheitliche Erziehungsmethode für Kinder

Frage: Die Universitäten der ganzen Welt betreiben alle Arten von Forschung im Bereich der Erziehung. In North Carolina sind Wissenschaftler zu dem Schluss gekommen, dass alles vom Geburtsort des Kindes abhängt. In Kenia wird zum Beispiel jeder Schritt eines Kindes bewacht während das in Europa als gewalttätig betrachtet wird.

Gibt es eine einheitliche Methode, nach der die Kinder erzogen werden könnten?

Antwort: Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Kind groß zu ziehen. Das Wichtigste für ein Kind ist das Gefühl einer starken Schulter, die es von einem nahestehendem Menschen bekommt.

Die psychologische Grundlage der Menschen kann unterschiedlich sein. Die Menschen müssen begreifen, dass sich ihr Gemeinwesen, ihr gegenseitiges Verständnis, ihre Annäherung zueinander, entwickeln mussen. Es geht dabei nicht um die körperliche, sondern um die innere Entwicklung, es würde vielleicht sonst nicht viel von der Menschheit übrig bleiben.

Wir müssen verstehen, dass wir in einem integralem Umfeld leben, in dem alles zusammenhängt. Dies sollte einem Kind von Anfang an beigebracht werden. Es sollte wissen, dass die Menschen nur auf diese Weise ein Existenzrecht haben, deshalb soll es die anderen mit Achtung behandeln und umgekehrt.

Gegenseitige Hilfe, Verbindung, Verständnis – diese Begriffe müssen von Geburt an im Kind entwickelt werden! Damit sich der kleine Mensch auf die Zusammenarbeit mit anderen ausrichten kann, braucht es die richtige Erziehung. Selbst wenn er das nicht mag, wird die Gewohnheit zur zweiten Natur.

Die ganze Menschheit muss begreifen, dass wir uns selbst in eine Katastrophe führen!

Sieht man sich die Zeichentrickfilme von heute an, so prügelt man sich dort gegenseitig und lacht dabei! Was für ein grausames Spiel! All das ist sehr hart, schrecklich und böse. Es sollte doch genau das Gegenteil davon geben! Es tut mir sehr leid, dass die Menschen nicht hören, aber es überrascht mich auch nicht, da darin unsere ganze Natur liegt. Die Tatsache, dass man diese Natur korrigieren und sich darüber erheben muss, wird die Menschheit letztendlich doch verstehen müssen. In der Zwischenzeit wird es leider nicht erkannt.

Es ist ein weltweites, organisiertes Team erforderlich, dass alle Menschen zur Vereinigung bewegt. Die Welt wird sonst nicht überleben. 

Aus dem TV Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 24.08.2016

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Neues Leben 156 – Die Vision einer Familie und die jüdische Wurzel

Neues Leben # 156 – Die Vision einer Familie und der jüdischen Wurzel
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Zusammenfassung

Welche Atmosphäre erschaffen wir, wenn wir versuchen, andere Menschen als unsere Familie zu betrachten und wie ist das mit den Wurzeln des jüdischen Volkes verbunden? Der Judaismus basiert auf dem von unserem Vater Abraham gelehrten Prinzip: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Levitikus 19,18). Abraham lehrte, wie man die Kälte, die uns trennt überwindet und wie man die Kraft der Verbindung aktiviert. Die Grundlage des Judaismus liegt in der Einheit und der Verbindung. Der Aufbau einer Gesellschaft, hier als einer Familie, ist die Verbindung zu unserer jüdischen Wurzel. Wenn wir uns wie ein Mensch mit einem Herzen verbinden, vereinen wir uns mit der gesamten Natur, der ganzen Realität, wir berühren die Ewigkeit und spüren die Gesamtheit. Wir müssen heute diesen hohen Zustand erreichen und Licht in die Welt bringen!

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New Life 151 – Sozioökonomische Lücken

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Zusammenfassung

Glück ist tatsächlich ein göttliches Produkt. Wir haben alle einen viel höheren Lebensstandard als vor 50 Jahren, haben aber keine Freude daran. Wir sind geteilt, distanziert und voneinander entfremdet. Das wachsende menschliche Ego verlangt ständig etwas Neues. Noch haben wir nicht erkannt, was es ist. Wir können uns selbst nicht füllen und sind nicht mehr mit materiellen Errungenschaften zufrieden, egal wie erfolgreich wir dabei sind. Die Technologie befreit die meisten von uns arbeiten zu müssen, trotzdem finden wir keinen Sinn in unserem Leben. Die Quelle des neuen Glücks liegt im menschlichen Leben auf der sozialen Ebene. Uns fehlt es an Wärme und Herzensverbindung, wie es ein Kind auf dem Schoß seiner Mutter empfindet. Früher lebten wir in einer Familie, heute müssen wir die ganze Welt als Familie akzeptieren. Der Abstand zwischen uns bleibt bestehen, aber das familiäre Gefühl und die gegenseitige Fürsorge werden bald zwischen allen geweckt werden.

Aus KabTVs „Neues Leben 151 – Sozioökonomische Lücken“, 28.2.13

Erleuchte die Dunkelheit

Frage: Was sollte der Mensch fühlen, wenn er auf richtige Art und Weise voranschreitet?

Antwort: Es sollte sehen, dass er ständig ein tieferes Verständnis des Materials, der kabbalistischen Texte welche er liest, bekommt, und dass die kabbalistischen Texte über seine Eigenschaften sprechen, welche er tatsächlich innerlich zu unterscheiden beginnt.

Auch wenn er immer noch nicht die spirituelle Welt enthüllt hat, hat er jedoch bereits in sich ein sensibles System, in dem er eine Reaktion auf das fühlt, was er in dem Buch liest. Es ist, als ob sein inneres Reich der Bedeutung und Empfindungen erweitert wird. Dies geschieht während des Einflusses des Umgebenden Lichtes, welches den Menschen in seinem Zustand der Verhüllung beeinflusst und unsere schlechten Angewohnheiten aufdeckt. Wir erkennen dann, dass alle unsere Verlangen nur auf uns selbst gerichtet sind, die einzigen, die wir lieben.

Der Mensch entdeckt dann einen Raum in seinem Inneren, in welchem er verschiedene Phänomene und Reaktionen auf kabbalistische Texte zu spüren beginnt. Selbst wenn dieser Raum noch verborgen ist, so ist es so, dass der Mensch die Verhüllung tatsächlich wahrnimmt!

Die Zustände dieser Verhüllung sollten als Stufen empfunden werden.

Ich gehe auf meinem Weg und kann weder auf der Rechten noch auf der linken Seite etwas erkennen, noch was einen Schritt vor mir ist. Es gibt so viel was ich nicht weiß und ich verstehe nicht einmal, wie ich den nächsten Schritt machen kann. Kann ich überhaupt einen Schritt nach vorne machen oder werde ich stürzen?

Dennoch spüre ich, dass es einen Raum in mir gibt, in dem ich unterschiedliche Eigenschaften und Reaktionen wahrnehme. Also, selbst wenn ich in der Dunkelheit bin, ist es nicht so stockdunkel, dass ich gar nichts erkennen könnte. In der Tat erhalte ich verschiedene Eindrücke darin – manchmal mehr und manchmal weniger.

Das Licht, das auf mich wirkt, bestimmt, ob die Dunkelheit (meine Gegensätzlichkeit zum Geben) mir mal stärker und mal schwächer zu sein scheint. Also muss man diesen Ort in sich selbst finden und beginnen zu verstehen, was die wahre Bedeutung von „Verbrechen“ und „Sünde“ ist. Dies bezieht sich nur auf die Haltung gegenüber den anderen. Dies wird dann zu jenem dunklen Ort, an welchem ich die Dunkelheit erkenne.

Die Dunkelheit ist der Mangel an Verbindung mit den Anderen. Es ist wie mit einem elektrischen Schaltkreis: Wenn die Verbindung zwischen den Elementen unterbrochen ist, kann der Strom nicht fließen. Wenn wir ein wirkliches Verlangen nach Verbindung haben wollen, werden wir das Licht wieder einschalten!

 

Kabbala Akademie

 

Die Sonnenkinder

Es steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf das Mittel zu dessen Korrektur, in dem das Licht, das zur Quelle zurückführt, verborgen ist“. Daraus kann man entnehmen, dass man nichts alleine, sondern nur mit Hilfe der Bitte, des Gebets erreichen kann.

Eine solche Bestrebung, zur Absicht des Gebens, zum Wohl für die anderen überzugehen, selbst wenn es nicht aufrichtig, sondern den in uns noch herrschenden Verlangen vollkommen entgegengesetzt ist, wird als Gebet bzw. Erhebung von MaN bezeichnet.

Wir haben einen winzigen Funken der Spiritualität bekommen, und um die Grenze der spirituellen Welt zu durchbrechen und in diesen zweiten Teil der Realität überzugehen, fehlt uns lediglich das Verlangen! Aus diesem Grund handeln alle unsere Gebete nur darum, das Verlangen zu erlangen.

Doch es gibt Zustände, in denen der Mensch gar nichts will. Und man muss verstehen, dass es ein Zustand, der uns ebenfalls von oben gegeben wurde, und nicht einfach nur unsere Faulheit oder Gleichgültigkeit ist. Der Mensch stellt eine Art „schwarze Kiste“ dar, die durch Signale von oben erweckt wird. Das Licht, welches auf unser Material, auf das Verlangen zu genießen, einwirkt, erweckt es mehr oder weniger oder lässt es ganz und gar kalt.

Und in Abhängigkeit davon erwachen wir entweder und streben wie eine Blume dem Sonnenlicht oder dem Regen entgegen, oder verwelken und gehen ohne Lebenskraft ein. Deshalb, wenn du keine Kraft und kein Verlangen nach der spirituellen Arbeit hast, musst du verstehen, dass genauso wie du einst die Begeisterung von oben erhalten hast und dich danach gerissen und gebrannt und gearbeitet hast, genauso wird dir von oben das Verlangen auch wieder genommen.

Und dieser Zustand wird absichtlich gegeben und anhand der persönlichen Eigenschaften eines jeden und seiner Vorbereitung bemessen – um für dich einen Ort für das Gebet zu erschaffen. Und du musst versuchen, mit Hilfe der Gruppe, der Bücher, des Lehrers und der Umgebung alle Kräfte für die Bitte zu mobilisieren.

Das Gebet wird aus der Hilflosigkeit, aus dem Widerwillen heraus geboren oder im Gegenteil, aus dem leidenschaftlichen Begehren heraus – es ist unwichtig, wie, doch es sind alles Bedingungen, die von oben gegeben werden. Und genauso wird die Umgebung für uns von oben organisiert: die Gruppe, der Lehrer, die Bücher. Und wir unsererseits müssen mit Hilfe des gemeinsamen Studiums und der Gruppe das Licht, das uns zur Quelle zurückführt, finden.

Die Zeit, in der wir zusammen studieren, ist die beste Zeit für ein Gebet. Denn wir befinden uns in einer Verbindung mit dem höheren System, mit Malchut und Seir Anpin der Welt von Azilut, d.h. mit dem Schöpfer und seiner Shechina, wir werden in sie eingebettet, und zwar nicht jeder einzeln, sondern alle gemeinsam, das bedeutet, wir erheben ein gemeinsames Gebet. Dadurch verlangen wir nach der Kraft der Veränderungen und ziehen diese an.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 06.03.2011

Kabbala Akademie

Es entscheidet sich alles auf der Stufe der höheren Welt

Frage: Wenn andere ein Teil von mir sind, muss ich dann, um andere zu ändern meine äußeren Teile erneuern?

Antwort: Natürlich! Du merkst dabei nicht, ob du die anderen oder dich dabei veränderst. Du beginnst dich mit anderen zu verbinden, dadurch entsteht ein gemeinsames Ganzes. Der Schöpfer vereint alles.

Frage: Wir sind im Unterricht, gleichzeitig gibt es Milliarden von Menschen auf der Welt, die gerade etwas tun: arbeiten, schlafen, kämpfen, etc. Wir spüren sie nicht. Wie sollen wir damit umgehen?

Antwort: Sie müssen sich allmählich daran gewöhnen, dann verschwindet die Frage nach Zeit und Raum und nach all dem was geschieht. Sie werden sehen, dass es nichts davon gibt und alles auf einer ganz anderen Stufe gelöst wird.

Aus dem russischsprachigen Unterricht 02.09.2018

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