Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbindung'

Was ist Azmuto?

Frage: Existiert der Schöpfer in oder außerhalb von uns? Sie sagen, dass Er nur in uns existiert. Was ist dann Azmuto?

Antwort: Es gibt nichts, was „außen“, „innen“ oder „irgendwo“ existiert. Es existiert einfach und das ist alles.

Azmuto ist etwas, das wir nicht verstehen können. Wir verstehen einige Auswirkungen auf uns und nennen es „den Schöpfer“, weil Er erschafft. 

Ich werde das Geschöpf genannt, da Er mich erschaffen hat. Neben dem Schöpfer, der mich erschaffen hat, gibt es Seine höhere, innere Essenz, die Azmuto genannt wird, d.h. Er ist wie Er ist, ohne jegliche Beziehung zu mir.

Man kann sich vorstellen, dass Azmuto ein innerer Teil der höheren Kraft ist und seine Einstellung zu mir gehört zu seinem äußeren Teil, der Schöpfer genannt wird. Es gibt mich, der das wahrnimmt.

Aus dem Unterricht, 27.01.2019

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Siebe das ganze Tierische aus

Frage: Wenn der Mensch in sich das Böse offenbart, wird es dann für ihn noch schwieriger sein, die Nächstenliebe zu empfinden?

Antwort: Du enthüllst das Böse gerade in Bezug auf die Liebe, auf die Einigkeit mit dem Nächsten. Das ganze übrige Übel gehört zum tierischen Niveau.

Es gibt beispielsweise Hunde, welche beißen, und außerdem gibt es die guten, netten Haushunde. Die Tiere können eben auch verschiedene Charaktere haben. Wir sprechen jedoch nicht über das gute oder das schlechte Gemüt, sondern darüber, wie der Mensch das wahre Böse offenbart, nachdem er sich mit seinem Nächsten verbindet. Gerade dann, in der inneren Abstoßung des Ziels – zeigt sich der wahre böse Trieb.

Ich verbinde mich mit dem Nächsten, um das Ziel bzw. den Schöpfer zu erreichen. Nur in der Bestrebung auf das Ziel können wir das Böse offenbaren. Und ohne Verbindung mit dem Ziel wird unser Böses nicht gezeigt. Möglicherweise, habe ich einen schlechten Charakter, bin ungeduldig und reizbar, jedoch wird es nicht als „Böse“ bezeichnet und bezieht sich nicht auf das Spirituelle.

Wenn ich mich bemühe, die Liebe zu den Freunden zu erreichen, um die Liebe zum Schöpfer zu empfinden, und offenbare inwiefern sie mich anwidert, dann ist dieses Maß der Abstoßung, der Abtrennung das wahre Übel. Die Abneigung zur Einheit ist das Böse!

Siebe durch den Filter alle Eigenschaften des Menschen durch und sondere das ganze Tierische ab. In uns befinden sich „die Hunde“, „die Hasen“, „und die Esel“, lasse sie alle in Ruhe, rechne mit ihnen nicht. Die Propheten haben darüber folgendes gesagt: „Ich kam und fand keinen Menschen“. Das Übel bezieht sich nur auf die Vereinigung, die auf den Schöpfer gerichtet ist.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabash „Was bedeutet das Brot des Mißgünstigen in der spirituellen Arbeit“, 11.01.2011

Kabbala Akademie

Sich mit dem Höheren Licht vereinen.

Frage: Wenn das Verlangen zu empfangen unsere Grundlage ist, was ist dann die Eigenschaft des Gebens und wie kann sie vom Verlangen zu empfangen getrennt werden?

Antwort: Wir haben nur eine Eigenschaft – die zu empfangen, das heißt alles was ich fühle, genieße ich im Egoismus. Wir wissen nicht einmal was es bedeutet, etwas nicht im Egoismus zu spüren. Wie kann das sein? Wo merke ich das?

Über uns wird eine völlig neue Eigenschaft, ein Gefühl, eine Empfindung aufgebaut, welche unserer Natur entgegengesetzt ist und die nur mit Hilfe eines höheren Lichts aufgebaut werden kann. Wir müssen alles tun was in unsere Macht steht, um das Licht anzuziehen, es auf uns zu richten und ihm näher zu kommen. Das ist es, was wir tun sollten.

Wenn ich selbst versuche, direkt das Höhere Licht zu spüren, werde ich scheitern. Ich werde eventuell zur Mystik, zu allen möglichen Heucheleien, Vereinbarungen, vielleicht zu religiösen Extremen gelangen.

Wenn ich wirklich anfangen möchte, das Höhere Licht zu empfinden, dann erfordert dies eine höhere Kraft. Ich muss den Schöpfer klar ansprechen und es von ihm fordern und das ist nur dann möglich, wenn wir uns zusammen an Ihn wenden.

Ich kann jahrelang die „Lehre der Zehn Sefirot“ oder die „Einführung in die Weisheit der Kabbala“ studieren, wenn ich mich nicht durch die Gruppe an den Schöpfer richte, werde ich versagen.

 

Aus dem Unterricht 04.04. 2019

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Neues Leben #1106 – Die Gesetze des spirituellen Netzwerks

Neues Leben #1106 – Die Gesetze des spirituellen Netzwerks

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

 

In der Natur gibt es ein besonderes Netzwerk, das uns verbindet, eine Art emotionaler Faden, der von Herz zu Herz geht. Das spirituelle Kommunikationsnetzwerk wird von der Kraft der Liebe und Verbindung geleitet. Es folgt den Regeln der Liebe. Diese Regeln zielen darauf ab, das Unbelebte, Vegetative und Leben auf die bestmögliche Weise zur gegenseitigen Vervollständigung zu bringen. Jeder hat einen besonderen Platz im Netzwerk und eine eigene Rolle. Wenn du das spirituelle Netzwerk der Kommunikation zwischen den Herzen entdeckst, wirst du in die gute Kraft einbezogen, die es erfüllt. Wenn jeder Einzelne in Selbsthingabe und Liebe mit anderen verbunden ist, erlangen wir alle das ewige und vollständige Leben. Die Weisheit der Kabbala lehrt uns, wie wir das Netzwerk der spirituellen Verbindung entdecken können, indem wir in einer Gruppe an der Verbindung arbeiten. In der Verbindung genießt der Mensch die Kraft, die das System ausfüllt und erlebt Ganzheit und Ewigkeit.

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Aus KabTVs „New Life #1106 –  Die Gesetze des spirituellen Netzwerks 19.3.19.19

Neues Leben #240 – Glück und Buddhismus

Neues Leben #240 – Glück und Buddhismus

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

     

Zusammenfassung 

Der Buddhismus ist ein Glaube, der darauf abzielt, das menschliche Leiden zu beruhigen, indem er das Ego unterdrückt, anstatt sich darüber zu erheben.  Es ist eine individuelle Methode, die sich nicht mit der Reformation der Gesellschaft oder der Vereinigung der Menschen beschäftigt. Es ist das Gegenteil von Abrahams System, das ganz auf der Offenbarung des Schöpfungsgedankens, der Verwirklichung des Entwicklungsplans, der Korrektur des menschlichen Egos und der Verbindung zwischen den Menschen durch das Erreichen der höheren Kraft beruht. Wir müssen die Harmonie entdecken, die in der gesamten Natur funktioniert und mit ihr fließt. Wir tun dies, indem wir lernen, uns innerhalb einer Gruppe von Menschen in einem Kreis durch einen Workshop zu verbinden. Das ist der Weg zum wahren Glück.

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Aus KabTVs „New Life # 240 – Glück und Buddhismus“, 10.10.13

Spirituell wachsen

Frage: Wie wachsen wir spirituell?

Antwort: Spirituell wachsen heißt, in einer Gruppe zu sein und spirituell wachsen heißt, die  Methode von Rabash zu praktizieren, die wir ständig studieren. Dies ist eine alte Methode; sie wird einfach mit dem Namen meines Lehrers bezeichnet, der der letzte einer tausendjährigen Plejade von Kabbalisten war, die an dieser Methode gearbeitet haben.

Nur wenn ihr die Methode des Verbindens mit anderen in einer Gruppe anwendet und übt, verwandeln sich alle eure  Probleme allmählich in Süße.

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Aus der Kabbala-Lektion in russischer Sprache 20.01.19

Warum hält man den Tag an dem die Tora übersetzt wurde für einen Trauertag?

Frage: Warum gilt der zehnte Tag des Monats Tevet – der Tag der Tora (Übersetzung aus dem Hebräischen in 70 Sprachen), als Tag der Trauer? Die Tora wurde an diesem Tag angeblich von ihrem Platz genommen. Was bedeutet das?

Antwort: Da dieser Übersetzung der Tora ihr wahres spirituelles Fundament, ihre wahre Erscheinung entzogen wurde. Es blieb nur eine oberflächliche Übersetzung übrig. Sie konnte nicht einmal methodisch korrekt sein, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass das Spirituelle in keine Sprache übersetzt werden kann.

Selbst das Hebräische ist keine Sprache, es ist ein Buchstabencode. Die Buchstaben folgen in einer bestimmten Reihenfolge und nach bestimmten Regeln aufeinander. Sie dürfen nicht geändert werden. Für jedes Wort gibt es eine bestimmte Wurzel aus zwei oder drei Buchstaben, den sogenannten „Binyan“ (“ Aufbau“).

Wenn man mit der Übersetzung des Hebräischen beginnt, wird das verworfen und es bleibt fast nichts mehr von der Sprache übrig. Man nimmt eine einfache Übersetzung dieses Wortes das typisch für unsere Welt ist. Es spricht überhaupt nicht über materielle Dinge, man gibt ihm irgendeine Ähnlichkeit aus unserer Welt.

Bemerkung: Es gibt viele Diskussionen darüber, dass die Frau angeblich aus der Rippe des Mannes gemacht wurde oder das bei Moses die Hörner geglüht hätten. Das alles kommt durch die fehlerhafte Übersetzung…

Antwort: Da kann man nichts machen. Das ist ein Problem.

Frage: Werden die Menschen, wenn sie in die spirituelle Welt zurückkehren, die Tora an ihren Platz zurückbringen?

Antwort: Wir haben nichts zurückzubringen! Die Tora ist nicht heruntergefallen, sie ist nicht zerbrochen, ihr ist nichts passiert.

Die Tora ist eine Beschreibung, wie die Höhere Welt aufgebaut ist. Wenn ein Mensch beginnt sich mit ihr zu beschäftigen, steigt er auf und erkennt den Aufbau.

Wenn der Mensch denkt, dass sich diese Struktur bereits in seiner Tasche in Form eines Buches befindet, die nicht einmal auf Hebräisch, sondern in einer Übersetzung geschrieben ist, die keine spirituelle Bedeutung hat, dann nimmt er die Tora als reine Geschichte wahr. Wenn er liest, dass Gott zuerst den Himmel und die Erde erschaffen hat, denkt er: „Ich kenne den Himmel, ich kenne die Erde, lasst uns weitermachen“.

Deshalb sollte man es einem Menschen, der sich nicht vollkommen auf die spirituelle Welt einlassen will, nicht erlauben.

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Aus dem Unterricht vom 06.01.2019

Wie kann man das Leben schöner machen?

Frage: Wie kann man 99% der Menschen erklären, was ein gutes Leben ist?

Antwort: Ein gutes Leben nennt man das, was einem gut tut.

Heutzutage sind wir schlecht mit anderen verbunden, daher kann es uns nicht gut gehen. Wir sehen, dass die Welt auseinander fällt. Sie spürt, dass das höhere Licht, welches hinabsteigt um die Menschen zu füllen, nicht diesem Licht entspricht.

Je näher sich unsere Welt dem spirituellen Wohl annähert, umso schlechter geht es uns. Die Abstimmung des höheren Lichtes gibt uns das Gefühl der Dunkelheit, da wir nicht korrigiert, sondern diesem Licht entgegengesetzt sind.

Um das Gute zu spüren und nicht in Krisen und Probleme zu versinken, müssen wir uns dem höheren Licht angleichen. Mit anderen Worten, wir müssen uns auf der Stufe dieser Welt verbinden.

Die Menschen sollten das Gefühl haben in Gefahr zu sein, als hörten sie zum Beispiel in den Nachrichten, dass ein Asteroid auf die Erde fliegt und die Erde in Bedrängnis ist,– das hohe Licht kommt uns nahe, da sich der Schöpfer in den Geschöpfen manifestieren möchte, deshalb werden wir „die letzte Generation“ genannt.

Wir sind in eine Phase eingetreten, in der auf uns der Druck zunimmt. Uns offenbart sich die Kabbala und erklärt, dass wir uns dem höheren Licht anpassen, ihm auf irgendeine Weise ähnlich werden müssen.

Wir sind ein Kli (ein Gefäß der Seele), der Schöpfer ist das Licht. Das Kli kann nur durch die Verbindung zwischen uns dem Schöpfer ähnlich werden. Mit anderen Worten, wenn wir eine bessere Zukunft wünschen, müssen wir uns verbinden.

 

Aus dem Unterricht, 11.02.2019

Der einzige Faktor, der die Zukunft bestimmt

Frage: Welche drei von Tausenden von Faktoren bestimmen in einem einzigen System unsere Zukunft?

Antwort: Unsere Zukunft wird lediglich von einem Faktor geprägt – der gegenseitigen Annäherung der Menschen. Es wird von Natur aus, nichts anderes von uns verlangt.

Wir sind in einem System eingeschlossen und müssen es ausbalancieren Je näher wir zu diesem Ergebnis kommen, desto angenehmer und ausgeglichener werden wir uns fühlen. Jeder sollte daran interessiert sein, dieses System in eine Wechselbeziehung zu bringen.

Wir haben nicht das Recht, uns gegenseitig zu zerstören, denn so gefährden wir das System, können auf die niedrigste Stufe zurückfallen und müssen dann dasselbe von Anfang an wiederholen. Für uns gibt es nichts Fraglicheres, als die gegenseitige Vernichtung, Kriege, etc.

Der einzige Faktor der unsere Zukunft bestimmt, ist die richtige Verbindung zwischen uns.

Dazu gibt es viele Hilfsfaktoren: Bildung, Erziehung, Gründung von sogenannten „Zehnern“ – Kleingruppen, in denen es möglich ist, relativ schnell die Verbindung zwischen Menschen und einem korrekten System zu realisieren.

Es gibt nur ein Ziel – die Verschmelzung aller zu einem System, eine gegenseitige Ergänzung, wenn das Netz der Verbindung zwischen uns wichtig wird und nicht wir als Einzelwesen.

In diesem Netzwerk wird der Schöpfer offenbart – lediglich in dieser Verbindung und in nichts anderem.

Wenn dieses System so aufgebaut wird, dass wir seine vollständige Gegenseitigkeit spüren können, dann wird diese von uns geschaffene Verbindung „Schöpfer“ genannt.

 

Aus dem Unterricht, 13.01.2019

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Der einzige Punkt, an dem Freiheit möglich ist, ist Ihre Reaktion gegenüber dem Schöpfer


Alle Gedanken und Wünsche, ob privat oder gemeinschaftlich, sind uns von Oben gegeben, vom Schöpfer. Sie alle stammen von der einzigen Kraft der Natur (siehe den Artikel: „Es gibt nichts außer Ihm“). In diesem Fall ist es notwendig, in einem beständigen, inneren Dialog mit dem Schöpfer zu sein, um fortwährend zu prüfen, was im Herzen oder im Verstand entdeckt wird und zu versuchen zu verstehen, was der Schöpfer mitteilen will, wie er jemanden gestaltet und was die Reaktion sein sollte.

Zuerst müssen wir verstehen, dass alles von Oben gesendet wird, um uns zu entwickeln. Jedoch muss man es mit Dankbarkeit annehmen, denn es war besonders dazu ausgewählt, um unserem Status zu entsprechen und um die optimale Entwicklung sicher zu stellen, die man benötigt, um den Schöpfer zu erreichen.

Hierauf sollte man eine Eingabe machen. Letzten Endes, wenn jemand nicht den Wunsch hat fortzuschreiten, wenn sich jemand mehr dazu verpflichtet fühlt, wichtigere Dinge zu bearbeiten und andere Probleme zuerst zu lösen, dass er zuerst schnell diese Dinge erledigt und dann zum Schöpfer zurückkehrt – auch das ist ihm von Oben gesendet, um ihm zu erkennen zu geben: „Wozu?“ [Rest des Beitrags lesen →]