Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbindung'

Das Spiel mit dem Schöpfer bis zur Erschöpfung

Ohne uns leidet der Schöpfer sehr stark. Er hat den Willen zu geben, zu sättigen, auszustrahlen. Es gibt aber niemanden, der empfängt.

Frage: Wollen wir etwa nicht gesättigt werden und empfangen?

Antwort: Wir wollen nicht von Ihm und nicht durch Ihn gesättigt werden! Deshalb würde ich sagen, dass es hier wie ein Nervenkrieg ist, wer zuerst aufgibt und sagt: „Ich liebe dich!“.

Das ist natürlich in Wirklichkeit ein Spiel bis zur Erschöpfung.

Frage: Woher kommt unsere Identität, wenn wir den Schöpfer ergänzen, wie Sie sagen?

Antwort: Darin, dass wir für den Schöpfer in der Handlung notwendig werden, wir sind ohnehin unabdinglich, aber in der Handlung, darin, dass wir uns Ihm nähern, uns mit Ihm verbinden, mit Ihm verschmelzen, darin, dass wir das Universum ergänzen. Wir rufen im gesamten Universum eine Erfüllung hervor – das höchste Licht, das die ganze Schöpfung erfüllt. Ohne uns wäre es leer, kalt und dunkel.

Frage: Welche Ergänzung erwartet Er genau von uns?

Antwort: Dass wir das Licht einschalten, dass wir tatsächlich das Licht in dieser Welt einschalten. Damit das Universum mit dem Licht des Schöpfers, der Liebe, der Güte der Vereinigung und der Vollkommenheit in allen Formen erfüllt wird.

Bemerkung: Dabei sagen Sie es uns heute, wenn man nicht weiß, wohin man fliehen soll. Mit diesen wahnsinnigen Kriegen…

Antwort: Man muss nichts unternehmen. Man muss nur ruhig warten, im Vertrauen, dass es geschehen muss.

Frage: Muss man es trotzdem wollen?

Antwort: Ja. Man muss wollen und bitten. In aller Stille den Schöpfer bitten.

Frage: Ist das alles, was von uns verlangt wird?

Antwort: Ja. Ohne unnötigen Lärm, ohne Erklärungen, ohne Streit, einfach ohne alles.

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Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“

 

15 Einsichten, die den Kopf verändern

Bereits seit 5.780 Jahren feiern wir Rosch Hashana – den Beginn des hebräischen Jahres. Doch was erneuert sich in diesem Jahr im Vergleich zu allen vorherigen, und wie kann man die Wahrnehmung der Wirklichkeit tatsächlich so verändern, dass wir ein besseres Jahr haben?  15 Einsichten, die den Kopf verändern.

1. Die Welt steht vor einer Wende – Im 21. Jahrhundert haben wir alles erreicht, was möglich war. Dennoch können wir die Probleme und Krisen, die uns sowohl als Einzelne als auch als Gesellschaft treffen, nicht ignorieren: politische Instabilität, soziale Spaltung, Terror und Sicherheitsbedrohungen, Klimakatastrophen, Migrationswellen und mehr – all das sind nur einige Symptome, die auf die globale Verstrickung hinweisen, in die die Welt geraten ist.

Seit Tausenden von Jahren versuchen wir, die Welt um uns herum auf unzählige Weisen zu reparieren. Doch die Tatsachen zeigen, dass wir den Weg zu einem friedlichen und glücklichen Leben nicht gefunden haben. Eines aber erwächst aus all dem Schlechten: Immer mehr Menschen beginnen, am gegenwärtigen Paradigma zu zweifeln und suchen nach einem neuen Ansatz für das Leben.

2. Die Welt ist ein Spiegel unserer inneren Welt – Der heilige ARI, der Kabbalist, der die Struktur der gesamten spirituellen Wirklichkeit im Detail beschrieb, fasste sie in sechs Worte: „Der Mensch – eine kleine Welt; die Welt – ein großer Mensch.“ Das heißt, die ganze Welt ist ein Abbild der inneren Welt des Menschen. Die Welt spiegelt dem Menschen die Folgen und Resultate seiner inneren Eigenschaften wider. Wenn wir lernen, die Wirklichkeit richtig wahrzunehmen, finden wir die Verbindung zwischen dem, was in der Welt geschieht, und dem, was in uns geschieht. Daraus folgt: Durch eine Veränderung der Innerlichkeit des Menschen lässt sich die Welt verändern.

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Der Gegensatz von Religion und Kabbala: Handlungen versus Absichten


Eine Frage, die ich erhielt: Gemäß Rabash sind diejenigen, die von der Äußerlichkeit zur Innerlichkeit wechseln können, das auserwählte Volk, und unser Herz wird sich mit Hilfe unserer Handlungen verändern. Gleichzeitig erinnern Sie uns ständig, dass die äußeren Handlungen nichts weiter als äußere Zeichen sind, und in keiner Verbindung zur Korrektur der Seele stehen.

Meine Antwort: Wenn Rabash von „äußerer Einhaltung“ spricht, meint er nicht die physische Einhaltung, sondern die Absicht „für sich selbst“. Und die „innere Einhaltung“ zeigt die Absicht „für den Schöpfer“.

Von den physischen Handlungen sagt der Schöpfer: „Es ist mir egal, wie ein Vieh geschlachtet wird; die Gebote wurden zur Korrektur des Menschen gegeben.“ Mit anderen Worten: Die gesamte Verbindung zwischen den Handlungen und den Geboten liegt in unseren Absichten und nicht in den Handlungen selbst. Würde ein Mensch über die Erfolglosigkeit seiner Handlungen Bescheid wissen, wäre er der Kabbala äußerst dankbar dafür, dass sie ihm im Leben die richtige Führung gibt!

Den ganzen Gegensatz zwischen Religion und Kabbala kann man auf die Bewertung der Wichtigkeit von Handlungen und Absichten reduzieren: Was ist wichtig, die Handlungen oder die Absichten? In Wirklichkeit bestreitet die Kabbala die Wichtigkeit der Handlungen (Traditionen) in der Formung und Regelung sozialer Grenzen nicht. Doch die Religion muss ebenfalls akzeptieren, was geschrieben steht – dass die Handlungen ohne die Absichten tot sind und einen Menschen nicht korrigieren können. Die Absichten können nur durch das korrekte Studium der Kabbala geändert werden.

Man muss mit dem Eingeständnis beginnen, dass man nicht perfekt ist – das ist der Stein des Anstoßes! Denn das Hauptziel der Religion liegt darin, dem Menschen ein Gefühl von Stolz und Vollkommenheit für die Einhaltung der Vorschriften zu verleihen. Er denkt, er diene dem Schöpfer und der ganzen Welt, wenn er dies tut, und jeder stehe in seiner Schuld.

Die Kabbala zeigt einem Menschen andererseits nur, wie falsch und unvollkommen er wirklich ist. Er sieht dies im Lichte des Schöpfers, das während des Studiums auf ihn herabsteigt. Dann ist ein Mensch unglücklich über die Ergebnisse seines Studiums. Wenn er jedoch über diese Empfindung hinauswachsen und die Wahrheit über diese Qual hervorheben kann, wird er vorankommen. Und wenn er dazu nicht in der Lage ist, kommt er vom Weg ab.

Punkt 66 von der „Einführung zum Buch Sohar“ erörtert die Notwendigkeit, die Wichtigkeit der Absicht über die physische Einhaltung zu stellen. Der ganze Widerspruch zwischen der Religion und der Kabbala liegt in ihrem Anspruch hinsichtlich dessen was wichtiger ist.

Blog-post: Der Schöpfer hat weder Arme noch Beine
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Religion und ihr Ziel
 
Kabbala Akademie

Zauber der Heiligkeit

Die ganze Welt ist so aufgebaut, dass sie uns hilft, die spirituelle Welt zu erlangen. Wir durchlaufen von Generation zu Generation den Kreislauf des Lebens, um eines Tages unsere Bestimmung zu erreichen und in die Spiritualität einzutreten.

Das gesamte Ziel unserer Welt, alles, was in ihr geschieht, sowie die uns gegebene Natur, die wir unaufhörlich weiterentwickeln, sind ausschließlich darauf ausgerichtet.  Alle individuellen, allgemeinen Schwierigkeiten und Probleme sollen uns zum Spirituellen hinführen.

Zunächst muss klar unterschieden werden, was materiell und was spirituell ist – ein Punkt, in dem sich viele irren. „Materiell“ ist das Streben nach dem eigenen Vorteil, „Spirituell“ dagegen das Handeln zum Wohl des Nächsten, einschließlich des Schöpfers. Dieses einfache, klare und konkrete Verständnis muss uns ständig vor Augen stehen.

Von Natur aus sind wir nicht in der Lage, wirklich zum Wohl des Anderen zu handeln. Genauso ist es aber vorgesehen, damit wir die Notwendigkeit empfinden, um Hilfe zu bitten. Wir müssen den aufrichtigen Wunsch entwickeln, aus unserem Egoismus herauszutreten und zur Eigenschaft des Gebens zu gelangen – nicht, weil es uns in der Hingabe besser und im Egoismus schlechter gehen würde. Sonst tauschten wir nur ein egoistisches Ziel gegen ein anderes – und blieben dennoch im Materiellen verhaftet.

Das Spirituelle müssen wir um seiner selbst willen wollen, da es eine große, einzigartige, erhabene Eigenschaft ist, der wir mit Ehrfurcht begegnen. Wir streben danach, weil es uns plötzlich innerlich wichtig wird. In ihm liegt ein besonderer Zauber – der „Zauber der Heiligkeit“.

Das Spirituelle suchen wir nicht aus Eigennutz. Der Gedanke an einen Vorteil verschwindet mit der Zeit. Unter dem Einfluss von Oben beginnen wir uns zu wandeln und spüren, dass das Spirituelle für uns kostbar ist, dass es eine innere Anziehungskraft besitzt. Wir wollen in der Hingabe leben – nicht, um Probleme zu vermeiden, sondern aus reiner Wertschätzung gegenüber dieser Eigenschaft.

Aber warum ist dieser Weg so schwer? Warum lässt man uns die Hingabe nicht sofort erlangen? Warum empfangen wir sie nicht auf einmal, sondern nur langsam, Schritt für Schritt? Warum werden wir so sehr geprüft und ausgezehrt?

Damit wir auf allen Etappen dieses Weges ständig Hilfe brauchen und uns an den Schöpfer wenden.

So wie wir zuerst das Materielle gegen das Spirituelle eintauschen, so tauschen wir dann das Spirituelle gegen den Schöpfer ein. Für uns ist nicht die spirituelle Erkenntnis wichtig, sondern die Verbindung mit dem Schöpfer. Darin liegt der Grund für unseren langen Weg.

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Aus dem Unterricht zum Artikel „Die Gabe der Tora”

 

Das Fest Schawuot naht

Und siehe, das Schawuot-Fest naht – die Zeit der Gabe unserer Tora. Das bedeutet, dass der Schöpfer sich im Herzen des Menschen kleidet, das heißt, dass sich die Tora im Herzen jedes Einzelnen aus dem Volk Israel kleidet.Rabash, Brief 52

Die Tora kleidet sich ins Herz des Menschen, das heißt, der Mensch spürt in diesen Tagen eine Verbindung mit dem Schöpfer, wie er sie an keinem anderen Tag, zu keiner anderen Zeit, gespürt hat. In diesen Tagen nähert sich der Schöpfer Seinem Volk, und alle empfinden, dass dies ein Feiertag ist.

Und wenn wir diesen Feiertag nicht empfinden, dann sollten wir unser Herz öffnen und in es hineinlassen, was in diesen Tagen erfassbar ist – um zu spüren, dass der Schöpfer innerhalb Seines Volkes weilt. Wenn das Fest nur schwach empfunden wird, sollte man überprüfen, was uns in der Vorbereitung darauf fehlt – also in der Bereitschaft, die Tora zu empfangen.

Wenn die Tora sich ins Herz kleidet und der Mensch das Licht der Tora im Herzen spürt, beginnt er, die Tora entsprechend diesem „Kleid“ auszuführen. Das heißt, der Wille des Schöpfers tritt ins Herz des Menschen ein, und nun verpflichtet ihn das Herz selbst, die Tora mit Liebe und Freude zu erfüllen.

Wenn wir uns an allen Tagen von Pessach bis Schawuot auf den Empfang der Tora vorbereiten, dann werden wir an diesem Feiertag bereit sein, sie zu empfangen. Anfänglich ist das Herz des Menschen egoistisch, doch es verändert sich durch die Zustände, die man durchläuft, und nähert sich schließlich dem an, was der Schöpfer von ihm verlangt. Und das bedeutet, dass sich die Tora im Herzen des Menschen kleidet.

Ein Zeichen dafür, dass der Mensch bereit ist, die Tora zu empfangen, ist seine Zustimmung, sein Herz zu öffnen und all das Licht, das zu ihm kommt, in sich aufzunehmen – um zu empfinden, dass der Schöpfer in seinem Herzen Wohnung genommen hat.

Es heißt, dass als das Volk sich am Fuße des Berges Sinai versammelte, der Schöpfer ihnen eine Bedingung stellte: Entweder ihr empfangt die Tora, oder dies wird euer Grab. Das heißt, es wird eine Bedingung gestellt: Entweder man haftet sich an den Schöpfer an – oder man verbleibt in Trennung. Die Zeit der Wahl ist gekommen. Und wir wählen die Einheit, die Verbindung – und durch diese Entscheidung beginnt das Fest!

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Aus dem Unterricht über den Artikel „Die Gabe der Tora“, 01.06.2025

Vier Stufen des Verstehens

Frage: Es wird erzählt, dass Rabbi Schimon gemeinsam mit seinen Schülern das Buch Sohar verfasste. Sie saßen in einer Höhle: Rabbi Schimon sprach, Rabbi Abba schrieb mit, Rabbi Schimons Sohn, Rabbi Elasar, vernahm seine Worte „von Mund zu Mund“, und alle anderen hörten „durch das Herz“. Was bedeuten diese verschiedenen Ebenen der Verbindung?

Antwort: Neben der äußeren Sprache, mit der Kabbalisten kommunizieren – der „Sprache der Zweige“ –, gibt es auch eine innere Verbindung. Diese nennt sich „Mi Pe le-Osen“ („von Mund zu Ohr“) auf der Stufe von Bina, wenn Lehrer und Schüler im kleinen Zustand miteinander verschmolzen sind, und „Mi Pe le-Pe“ („von Mund zu Mund“) auf der Stufe von Keter, im großen Zustand. Für eine solche Verbindung braucht man keine Sprache mehr – der eine versteht den anderen ohne Worte, durch inneres Verschmelzen und Vereinigung.

Das bedeutet, wir können einander auf vier Arten verstehen:

  • nach langen Gesprächen,
  • mit einem halben Wort,
  • ganz ohne Worte,
  • oder in einer solchen Verschmelzung, dass man nicht einmal sagen kann „du verstehst mich“ oder „ich verstehe dich“, denn man ist nicht mehr voneinander getrennt, es gibt nichts mehr, was man sich übermitteln müsste.

Das sind die verschiedenen Stufen der spirituellen Verbindung.

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Aus dem Unterricht zum Artikel „Das Wesen der Weisheit der Kabbala“

Der Schöpfer liest unsere Herzen

Frage: Welche Art von Herz wünscht sich der Schöpfer?

Antwort: Der Schöpfer möchte die Herzen fühlen, die Ihn lieben. Es sind die Herzen derer, die sich miteinander verbinden wollen, um sich danach mit Ihm zu verbinden.

Frage: Wie können unsere egoistischen Herzen Liebe zum Schöpfer zeigen und sie empfinden?

Antwort: Nur durch Empfindungen – auf keine andere Weise. Denn der Schöpfer versteht, fühlt und liest unsere Herzen.

Wenn du ein Gefühl der Liebe zum Schöpfer hast, dann wird es sich offenbaren. Der Schöpfer wird helfen, dass es sich offenbart – und zwar so sehr, dass du es tatsächlich fühlen wirst.

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Aus dem Unterricht zu einem Artikel aus dem Buch Shamati 21, „Wenn der Mensch fühlt, dass er sich in einem spirituellen Aufstieg befindet“

Der Nutzen des gemeinsamen Lesens von Artikeln

Frage: Wie können wir lernen, das Verlangen unserer Freunde nach Spiritualität richtig aufzunehmen?

Antwort: Versucht, euch mit ihnen zu verbinden, sodass ihre Fragen zu euren eigenen werden und ihre Wünsche und Sehnsüchte zu euren. Es ist wie bei einer Mutter, die die Wünsche ihres Kindes so stark in sich aufnimmt, dass sie zum Mittelpunkt ihres Lebens werden – sie lebt für ihn.

Frage: Im Prinzip geschieht diese Art der Aufnahme sogar auf körperlicher Ebene, wenn wir uns zu unseren Treffen versammeln. Wenn jemand etwas mit anderen teilt, ist es, als würde er sich selbst eine Antwort geben. Funktioniert das auch auf der Ebene des Denkens, wenn ein Mensch seine Gedanken durch einen anderen verarbeitet?

Antwort: Natürlich, absolut. Das geschieht, sobald ein Mensch beginnt, etwas anderen zu erklären oder auch nur für sich selbst aufzuschreiben – ohne sich direkt mit jemand anderem zu verbinden.

Frage: Ist das der Grund, warum Sie sagen, wir sollten alle Artikel Ihres Lehrers Rabash verinnerlichen?

Antwort: Das ist etwas völlig anderes. Wenn du die Artikel von Rabash verinnerlichst, verbindest du dich mit dem Autor – also mit einer Stufe, die weit über deiner eigenen liegt.

Frage: Was geschieht, wenn Menschen diese Artikel gemeinsam lesen und diskutieren?

Antwort: Durch das gemeinsame Studium investieren die Menschen auch ineinander. Dadurch entsteht eine gewaltige Gelegenheit – ein breites, gemeinsames Gefäß, in dem sie erfassen können, was Rabash tatsächlich sagen wollte. Denn ihre kleinen individuellen Verstände verbinden sich und vervielfachen sich dadurch um ein Vielfaches.

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Aus KabTVs „Ich bekam einen Anruf. Rabashs Artikel“ 

Ohne Exil kann keine Erlösung erreicht werden.

Die Stufe „Nefesh Ruach de Ruach“ (WaK de Ruach) bedeutet Exil. GaR de Ruach bedeutet hingegen die Erlösung. Ruach ist bereits der Beginn der Arbeit.

WaK de Ruach sind unsere Bemühungen, alles Mögliche zu unternehmen, bis wir den Kontakt mit dem Licht erreichen, deswegen wird dies als Exil bezeichnet.

Es ist unmöglich, das Exil auf einer geringeren Stufe als WaK de-Ruach zu erfahren.

Ein Mensch kommt zum Studium und versteht nicht, von welchem Exil die Rede ist. Aber wenn wir die Verbindung zwischen uns richtig entwickeln, indem wir den Schöpfer offenbaren, wird das als Erlösung bezeichnet. Die fehlende Verbindung zwischen uns, aufgrund derer die Eigenschaften des Gebens und der Liebe, die man Schöpfer nennt, in uns nicht geweckt werden, bezeichnet man als Exil.

Auf diese Weise können wir beginnen, unsere Beziehungen zu klassifizieren: Wenn die Kraft unserer Verbindung größer ist als die unbelebte Stufe, und sie WaK de Ruach erreicht hat, wird sie als Exil betrachtet. Wir spüren aber dabei, dass wir uns im Exil befinden, wir haben das Bedürfnis, das volle Licht von Ruach zu offenbaren, d.h. GaR de Ruach, was bereits Bewegung, d.h. das Gefühl des Lebens, der inneren Kraft, bedeutet.

Das Wichtigste ist, sich an die Tatsache zu gewöhnen, dass es die ganze Zeit um den Aufbau der zehn Sefirot in der Verbindung zwischen uns geht. Im Laufe dieser Arbeit gehen wir durch alle möglichen Veränderungen, Zustände, von denen einige als Exil bezeichnet werden. In dem Maße, wie wir uns bemühen, Hilfe von oben heranzuziehen, kommen wir voran. Das ist die Arbeit im ägyptischen Exil.

Wenn wir nicht bitten, nicht beten, keine Versuche zur Verbindung unternehmen, die uns zum Gebet führen, gehen wir nicht durch das Exil, wir machen keine Fortschritte in Richtung Erlösung. Schließlich ist die Zeit in der Spiritualität die Anzahl der Veränderungen, die wir versuchen vorzunehmen.

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Aus dem Unterricht von „TES“

Umarmung des Schöpfers

Der Schöpfer stößt uns mit starker Hand weg, damit wir uns stärker verbinden können. Und dann werden wir seine starke Hand als eine starke Umarmung spüren.

Wenn wir uns nicht gegenseitig wegstoßen, sehen wir, dass der Schöpfer uns auch nicht wegstößt. Und wenn wir einander umarmen, werden wir spüren, dass der Schöpfer auch uns in eine Umarmung einschließt.

Es ist, als ob spitze Dornen uns daran hindern, einander zu umarmen. Aber wir verstehen, dass diese Dornen dem Schöpfer gehören und nicht dem Freund.

Wenn ich versuche, meine Freunde zu umarmen, und scharfe Dornen und Ablehnung spüre, dann sind es meine Dornen und mein Hass, nicht ihre, egal wie sehr ich glaube, dass meine Freunde daran schuld sind.

Also umarmen wir uns, egal was passiert, mit Glauben über Verstand: zuerst durch Zwang und dann freiwillig. Und dann verschwinden all die Dornen nicht einfach, sondern werden zum Klebstoff unseres unzerstörbaren Bandes.

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Aus einer Lektion zu Pessach