Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Liebe unter Freunden in Bnei Baruch

Folgende Frage habe ich erhalten: Wenn man sich Bnei Baruch ansieht, ist es offensichtlich, dass ihr euch an „Liebe deinen Nächsten“ haltet. Jedoch tut ihr das nur in eurer Gruppe und nicht gegenüber der ganzen Welt. Warum? Ist das nicht wie in einer Sekte?

Meine Antwort: Die Kabbalisten der Vergangenheit, unsere großartigen Lehrer, sorgten für strenge und detaillierte Anweisungen darüber, wie wir unser Studium, unser Leben, unsere Einstellung gegenüber uns selbst und unseren Freunden, der Gesellschaft und der Welt arrangieren sollen. Natürlich studieren und brauchen wir nur ihre Ratschläge, weil außer ihnen niemand den Schöpfer, die Welt, in der wir leben und den Weg, den wir gehen, versteht.

Und zu dem Vorwurf, wir seien eine Sekte: einige Menschen profitieren davon und sind daher bereit, unser Ansehen in jeder möglichen Art zu beschmutzen. Das sind vor allem Menschen, die fühlen, dass sie ihren festen Untergrund verlieren, weil sie entdeckt haben, dass die normale Religion mangelhaft ist, sie aber trotzdem unwillig sind, sie durch die Kabbala zu ersetzen.

Heute sind Menschen nicht mehr die Einfallspinsel, die sie einmal waren und die Einstellung, die durch unsere Kritiker aufgezeigt wird, zeigt schlichtweg nur ihre Ignoranz, den Plan des Schöpfers zu verstehen und ihre Ablehnung der Tora als Korrekturmethode des Egoismus im Menschen. Können Sie mir – abgesehen von Bnei Baruch – irgendjemanden zeigen, der auch die Notwendigkeit von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ als das Grundgesetz der Tora erklärt? Welche andere Gesellschaft kennen Sie, in der Menschen nach diesem Prinzip erzogen werden?

Betreffend einer liebenden Einstellung lediglich gegenüber unseren Freunden: wir haben die gleiche Einstellung gegenüber jedem, der sich in Richtung des selben Ziels bewegt – das ist es, was einen Menschen zu unserem Freund macht. Und so sehr wie jeder Mensch sich in Richtung des selben Ziels bewegen möchte, dann wird jeder der will, in dieses Prinzip und in unsere Vorstellung von Liebe eingeschlossen werden!

Baal HaSulam. Igeret (Brief) 49 (1927). Pri Chacham: Igrot (Frucht der Weisheit: Briefe).

Ich übertrage dir die Aufgabe, verpflichte dich, alle meine Anweisungen in der Befolgung von Tora und Mitzwot [1], richtig und mit Hingabe zu befolgen. Ich richte dich darauf aus, all deine Kraft aufzuwenden, um andere wie dich selbst zu lieben, zu leiden, wenn dein Freund leidet und glücklich zu sein, wenn dein Freund glücklich ist.

Was die Liebe zwischen euch betrifft, spreche ich eindeutig über die Liebe unter Freunden in unserer kabbalistischen Gruppe, da geschrieben steht: „deinen Nächsten lieben“.

[1] Baal HaSulam hält die Liebe für seinen Freund – zum Wohle des Erreichens der Liebe zum Schöpfer – als das Hauptgebot in der Befolgung von Tora und Mitzwot.

cs

Verbreiten der Weisheit der Kabbala an jene, die du liebst

Eine Frage, die ich erhalten habe: Wann immer ich jemandem die Kabbala empfehle, mache ich das auf Grundlage meiner eigenen Gefühle und Erfahrungen. Mir fehlen die Worte, da ich über Gefühle spreche, die man nicht in Worten ausdrücken kann. Je mehr ich studiere, desto mehr erkenne ich, welch intimer Weg dies ist und dass dieser innere Weg nur von jemandem erforscht werden kann, der sich fragt: „Was ist der Sinn meines Lebens?“ – von jemandem, der stark fühlt, dass es in der materiellen Welt keine Befriedigung gibt. Ich finde meinen Sinn einzig indem ich klar wahrnehme, dass mir diese Welt nichts mehr zu bieten hat. Wie kann ich das an die ganze Welt weitergeben?

Meine Antwort: Viele Menschen spüren, dass ihnen diese Welt nichts weiter zu bieten hat. Hilf ihnen doch!

(Fortsetzung der Frage) Ich denke, das einzige, was ich tun kann ist, den Leuten die erhabenen Worte der Kabbalisten weiterzugeben. Nichts sonst – sie werden denjenigen berühren, den sie berühren sollen. Ich verstehe, dass wir das tun müssen, aber ich bin nicht fähig, irgendetwas dazu zu sagen.

Meine Antwort: Stell dir vor, dass du zu dem Punkt im Herzen einer Person sprichst, zu ihrem Wunsch nach Spiritualität.

Eine weitere Frage, die ich zum Thema Verbreitung erhalten habe: Ich verstehe das Prinzip der „Spitze der Pyramide“, wo die kleinste Anzahl von Menschen in der Welt die höchste Qualität von Verlangen haben, nämlich die nach Spiritualität. Aber gleichzeitig sind alle anderen Stufen der Pyramide auch notwendig. Was ist also der Zweck der Verbreitung? Ist es nur für den eigenen Fortschritt über dem Machsom?

Meine Antwort: In unserer Zeit ist der persönliche Fortschritt – ohne dass sich alle Seelen zur Einheit, als ein einziges Ganzes, hinbewegen – unmöglich. Die ganze Pyramide muss nach oben gezogen werden. Wenn du die Eigenschaft der Liebe und des Gebens erreichst, dann verbreitest du zum Wohle derer, die du liebst.

EMH

Mehr Muslime als Katholiken


Nachrichten: Vatikan sagt: Anzahl der Muslime den Katholiken voraus

„Der Vatikan hat gestern bekannt gegeben, dass die Anzahl der Muslime zum ersten Mal die Anzahl der römischen Katholiken überholt hat.

Nach der neuen Jahresstatistik des Vatikans, welche auf Zahlen von 2006 basiert, haben Muslime einen 19,2%-igen Anteil an der Weltbevölkerung, während die Katholiken einen 17,4%-igen Anteil ausmachen.“

Mein Kommentar: Wenn überhaupt, sollte sich der römische Papst darüber Sorgen machen, nicht wir. Der Egoismus wächst schneller, und er wird alle dazu zwingen, Brüder zu werden.