Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'System'

Lass das Herz zum Schöpfer klopfen

Frage: Wie kann ich an die Korrektur denken, die uns das Buch Sohar bringt, wenn ich negative Emotionen, so wie Hass, empfinde?

Meine Antwort: Das Gebet ist das, was das Herz fühlt. Wenn es jetzt mit Hass erfüllt ist, ist das mein Gebet: „Ich will ihn zunichte machen“.

Um die Kraft, die sich im Buch Sohar, in dem gemeinsamen Lesen des Buches,verbirgt korrekt anwenden zu können, muss ich zuerst mein Herz darauf vorbereiten. So das mein Herz dasselbe wie der Schöpfer wünscht.

In der Tat der Schöpfer antwortet auf jedes Gebet, auf jeden Wunsch unseres Herzens. Deshalb ist unsere Welt so schlecht!

Aber, anderseits, es steht doch geschrieben, dass er nur auf das Gebet antwortet, das durch die „Tore der Träne“ kommt. Antwortet er nun wirklich auf jedes Gebet, sei es die flüchtige Laune eines Kindes oder üble Machenschaften eines Bösewichtes?

Ja, sagen die Kabbalisten, die das System unserer Beziehungen mit dem Schöpfer entdeckt haben. Ein Dieb, der eine Beute gefunden hat oder ein Räuber, der einen Verbrechen geplant hat, und bereit zu töten ist, sie wollen auch ihr Ziel erreichen und ihr Gebet wird auch angenommen. Denn es geht um das Verlangen von Malchut der Welt Azilut. Und alles was sich unterhalb von ihr befindet, einschließlich unserer Welt, gehört zu ihr.

Warum sagen wir dann, das ein Verlangen erhebt sich manchmal zur Welt Azilut, aber manchmal auch nicht? Es liegt daran, dass zwei Arten von Wünsche existieren:

– Manche sind in die gleiche Richtung gerichtet, wie der Willen des Schöpfers. Da vereinigen sie sich mit dem höheren Verlangen und werden wie eine Fülle von Oben wahrgenommen.

– Die anderen entsprechen nicht dem Willen des Schöpfers. Sie rufen auch eine Antwort von oben, wie die positive Wünschen, aber werden von den negativen Verlangen negativ wahrgenommen, wie eine negative Reaktion.

Sie korrigiert den Menschen, indem sie ihn durch den langen und schwierigen Weg der Leiden führt, statt den kurzen und leichten Weg, wenn seine Wünsche und die Wünsche des Schöpfers miteinander übereinstimmen.

Deshalb sollen wir uns auf das richtige Gebet vorbereiten. Und mit diesem Gebet sich zum Sohar wenden. Denn der Mensch kann nicht auf dem Unterricht ohne jegliche Wünsche anwesend sein.

So oder so er will etwas und wenn sein Verlangen, vorher vorbereitet wurde und in die richtige Richtung gerichtet, dann, beim Lesen vom Sohar schreitet er schnell und leicht voran. 

Und außerdem müssen wir daran denken, dass wir uns in der Gruppe befinden und mit ihrer Hilfe, unseres Gebets verstärken. Also wenn die Gedanken des Menschen nicht zum Ziel gerichtet sind, befindet er sich in einer Konfrontation mit der Gruppe und empfindet noch stärker die scheinbar negative Reaktion von oben.

Also, unsere ganze Arbeit besteht in der Vorbereitung auf den Unterricht, im Lesen vom Sohar und anderen kabbalistischen Bücher. Und wenn wir uns schon im Unterricht befinden, ist es schwierig etwas zu ändern. Denn das Herz des Menschen ist schon auf irgendwelche Wünsche eingestimmt.

Deshalb ist es äußerst wichtig mit welchen Gedanken ich schlafen gehe, wie bereite ich mich auf den Unterricht morgen. Diese Minuten spielen eine entscheidende Rolle. Man muss auch die physische Vorbereitung nicht vergessen, damit der Körper nicht im Schlaf versinkt.

Rabasch schreibt in seinem Artikel 36 aus Dargot HaSulam: Es steht geschrieben: „Das Gebet Hörender“. Warum das Gebet im Singular? Hört der Schöpfer nicht alle Gebete? Es handelt sich darum, dass wir nur ein Gebet hochheben sollen: um die Schechina aus dem Staub zu erheben.

Ein Gebet um die Schechina aus dem Staub zu erheben bedeutet ein Verlangen den Schöpfer bzw. die Eigenschaft des Gebens und der Liebe zum Nächsten in mir, zu offenbaren, zu wollen, sich darin dem Schöpfer anzugleichen. Und wenn wir alle unsere Kräfte nur auf eines richten, klopfen wir an die Tore, die sich unbedingt öffnen werden.

Aus einem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 7.12.2010

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Die Spiritualität der Frauen beginnt sich endlich zu offenbaren


Frage: Ich habe ein deutliches Wachstum in der Anzahl der Kabbala studierenden Frauen bemerkt und ehrlich gesagt: Das macht mich sehr glücklich! Geschieht das, weil ihre Verlangen zunehmen?

Antwort: Die Weisheit der Kabbala wurde jahrtausendelang vor der Menschheit verborgen, um damit der Menschheit die Möglichkeit zu lassen, ihren Egoismus zu entwickeln und schließlich den globalen Egoismus zu offenbaren – das „kleine Dorf“, in dem alle Menschen völlig miteinander verbunden sind. Solange die Kabbala verborgen war, wurde sie nur durch Männer überliefert, weil in unserer Welt der Mann die Qualität des Schenkens vertritt und die Frau – die Qualität des Empfangens.

Sobald wir jedoch das Niveau des globalen Egoismus erreichten – so wie u, das heißt, so wie unsere Seelen innerhalb des Systems der einzigen Seele von Adam verbunden sind – begann sich die Weisheit der Kabbala jedem zu offenbaren, weil es die Methode ist, unseren allgemeinen Egoismus zu korrigieren, der von den Frauen in unserer Welt repräsentiert wird.

Darum werden mehr Frauen als Männer vom Studium und der Anwendung der Kabbala angezogen. Jedoch kann das nicht ohne den männlichen Teil erfolgen, weil es gerade der männliche Teil ist, der den Einfluss des Lichts erweckt, allerdings nutzt er dazu das weibliche Verlangen und zieht folglich das Licht auf beide heran. Ähnlich wie eine Frau auf das Haus und die Kinder aufpasst, während der Mann die Mittel erwirbt, um die Wünsche der Frau zu realisieren.

 

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Kabbala und Psychologie: die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler

Bemerkung: Die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler ist in der Kabbala sehr wichtig. In der Psychologie gibt es so etwas, soweit ich weiß, nicht.

Antwort: Ich denke, dass auch dort der Mensch an seinen Psychologen gebunden ist. In der Kabbala ist die Verbindung des Schülers mit dem Lehrer unerlässlich. Es ist notwendig, dass er dem Lehrer zuhört und versucht seinen Rat umzusetzen, auch wenn es für ihn nicht ganz real erscheint.

In der Kabbala ist der Lehrer für den Schüler ein Problem: Er muss ihn akzeptieren und ihm, entgegen dem gesunden Menschenverstand folgen.

In der Psychologie ist es verständlicher. Sowohl der Psychologe als auch der Patient befinden sich auf der gleichen egoistischen Stufe. In der Kabbala gibt es zwei Stufen: Der Lehrer befindet sich auf der spirituellen und der Schüler auf der materiellen Stufe, dass ist ein Problem. 

Frage: Stimmt es, dass alle Ratschläge in der Kabbala die vom Lehrer/Instrukteur kommen, für den Schüler unklar sind?

Antwort: Die innere Bedeutung ist natürlich nicht klar, denn der Schüler ist noch nicht auf der Stufe des Lehrers. Psychologie kann man im Prinzip selbst erlernen. Man kann die Zusammenhänge von dem die großen Psychologen reden, verstehen. Anders gesagt befindet sich die Psychologie innerhalb der Grenzen rationaler Gedanken und Wünsche und die Kabbala liegt außerhalb dieser Grenzen – das heißt „im Glauben über dem Verstand“.

 

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 13.12.2018

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Die spirituelle Bedeutung von “Diebstahl”


Frage: Baal HaSulam schrieb, dass die Völker der Welt die Weisheit von den Kabbalisten „gestohlen“ hätten. Was bedeutet das?

Antwort: „Stehlen“ bedeutet, den egoistischen Wunsch eines anderen zu nutzen. Es steht geschrieben, dass Adam HaRishon vom Schöpfer stahl, was bedeutet, dass er das Licht Chochma empfangen wollte, ohne sich in das Licht Chassadim zu kleiden. Zu stehlen bedeutet, für sich selbst zu empfangen, ohne die Absicht des Gebens.

In der Vergangenheit, also vor Zerstörung des Zweiten Tempels, verhüllten die Juden die Weisheit der Kabbala nicht. Sei teilten sie bereitwillig mit den Völkern der Welt, wodurch alle irdischen Wissenschaften, die sich mit der Erforschung der Natur befassten (die verhüllte Form des Schöpfers), entstanden: so zum Beispiel die Philosophie (ein System, welches den egoistischen Verstand nutzt, um Vermutungen über den Schöpfer anzustellen, der jedoch vor dem Verstand verhüllt ist). Rav Kook beschrieb genauso wie Johann Reuchlin, der ein großer Philosoph des 16. Jahrhunderts war, die kabbalistischen Wurzeln der Philosophie.

Wann wurde die Kabbala verhüllt? Es geschah, nachdem das Volk Israel von seiner hohen Stufe der Nächstenliebe auf die Stufe des grundlosen Hasses herab fiel. Dies führte in der Folge zur Zerstörung des Zweiten Tempels. Rashbi, der Autor des Buches Sohar war diesbezüglich sehr besorgt, denn von diesem Punkt an musste die Kabbala in einer für die Menschheit verhüllten Form weitergegeben werden und dies würde bis zum 20. Jahrhundert so bleiben. Ab dieser Zeit aber würde sie der gesamten Welt offenbart werden, um allen Menschen zu Gute zu kommen.

Vor der Zerstörung des Zweiten Tempels war es nicht nötig, über Kabbala zu schreiben, denn die Menschen fühlten den Schöpfer noch und die Wissenschaft der Kabbala war einfach ihr Mittel, sich darüber auszutauschen. Wäre die Kabbala nicht „gestohlen“ worden, hätte sich die Menschheit nicht entwickeln können. Für diese Entwicklung musste die Menschheit einen Funken jenes Lichtes enthalten, der sie belebt und aufrechterhält. Es ist also dieser Funke, der die egoistischen Wünsche der Menschen von einer Generation zur nächsten entwickelte und den Fortschritt in Technologie, Kultur, Bildung und anderen sozialen Einrichtungen gewährleistete.

Heutzutage haben wir alles, was dieser Funke an Licht uns gab, verwirklicht. Das Ego wuchs zu einer vereinten Struktur bzw. zu einem System heran. Es zeigte sich, dass die Menschheit durch das Zusammenfließen aller egoistischen Wünsche nicht mehr weiter wachsen sondern nur mehr absteigen kann. Dies findet Ausdruck in der globalen Krise, in allen Bereichen, in die sich der Mensch vertiefte – Kultur, Erziehung, Wissenschaft, Handel und Wirtschaft.

Von diesem Punkt an können wir die Weisheit der Kabbala dazu nutzen, um uns und unsere Beteiligung am globalen System zu korrigieren, solange, bis wir vollkommene Harmonie erreichen werden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Es braucht nur einen Funken des Höheren Lichtes, um die Welt zu korrigieren
Blog-post: Die Physik des Höheren Lichtes
 
Kabbala Akademie
 

Wie reagiere ich auf den Antrieb des Schöpfers?

Frage: Wie kann ich richtig, auf den vom Schöpfer geweckten inneren Antrieb reagieren? Soll ich nicht mit dem, was er mir schickt, einverstanden sein? Er ist doch gut und Gutes tuend. Wie kann ich gegen das sein, was er in mir weckt?

Antwort: Auf keinen Fall. Du sollst zwischen uns mit einer noch stärkeren Kommunikation reagieren. Nur so kannst du seinen Einfluss auf uns, positiver und gütiger zu sein, erzwingen. Wir beeinflussen Ihn in der Kommunikation zwischen uns so, dass wir seine Führung auf eine gute Weise ändern.

Frage: Woher weiß ich, dass Er mich dazu drängt? Ist es das, was Er korrigiert?

Antwort: Dazu muss man den Kabbalisten zuhören. Bis du das System enthüllt hast, erkennst du nichts.

 

Aus dem Unterricht 17.03.2019

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Eine spirituell unbelebte Stufe

Frage: Wir wissen, dass sich die unbelebte Stufe selbst erhalten will. Wie kommt man von diesem Zustand zur pflanzlichen Stufe? Kombinieren wir sozusagen zwei Verlangen?

Antwort: Die unbelebte Stufe bezieht sich auf die gesamte Natur. Die spirituell unbelebte Stufe ist hingegen eine Empfindung, dass es in mir keine spirituelle Bewegung, keine Möglichkeit zu geben und jemanden zu erfüllen gibt. Ich habe keine Möglichkeit, dem Schöpfer irgendwie ähnlich zu sein. Es gibt jedoch ein Verständnis davon, dass ich mich unter der Macht meiner egoistischen Wünsche befinde, die mir vom Schöpfer gegeben wurden und über die Er herrscht.

Mit anderen Worten, die spirituell unbelebte Stufe ist die Erkenntnis, dass alle meine Verlangen vom Schöpfer kommen, von ihm bestimmt werden und ich mich vollkommen in seiner Macht befinde! Ich bin ein Egoist, da Er mich so erschaffen hat, dann sage ich, dass ich mich in der Macht des Pharaos befinde. Das ist immer noch der Schöpfer, nur in der umgekehrten Form…

Ich fühle, dass ich mich unter der Macht des Egoismus befinde, den mir der Schöpfer gegeben hat. Alle meine Wünsche, alle meine Bewegungen, alles, was ich mache: wie ich sitze, wie ich gehe, wie ich handle, wie ich denke – alles in mir wird vom Schöpfer gebildet.

Dann kann ich sagen, dass ich mich auf der spirituell unbelebten Stufe befinde. Das heißt, das es eine spirituelle Stufe ist, da sie mit dem Schöpfer verbunden ist, unbelebt ist und es in mir keine einzige eigene Bewegung gibt, sondern alles von Ihm kommt. 

Das ist ein sehr interessanter Zustand. Er bezieht sich aber nicht auf alle Menschen, die überhaupt nicht spirituell sind.

„Spirituell“ setzt Verbindung mit dem Schöpfer voraus. Wobei die Verbindung eindeutig ist: Ich fühle, dass der Schöpfer meine Hände, Beine, Gedanken, Gefühle bewegt und alles was ich um mich herum wahrnehme, – ist Er. Durch all die „Marionetten“, durch mein ganzes Leben, wirkt Er so auf mich ein. All das ist eine spirituelle unbelebte Stufe. 

Das ist kein einfacher Schritt, um das Universum und den Schöpfer zu verstehen.

Aus dem Unterricht, vom 09.04.2019

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Neues Leben #240 – Glück und Buddhismus

Neues Leben #240 – Glück und Buddhismus

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

     

Zusammenfassung 

Der Buddhismus ist ein Glaube, der darauf abzielt, das menschliche Leiden zu beruhigen, indem er das Ego unterdrückt, anstatt sich darüber zu erheben.  Es ist eine individuelle Methode, die sich nicht mit der Reformation der Gesellschaft oder der Vereinigung der Menschen beschäftigt. Es ist das Gegenteil von Abrahams System, das ganz auf der Offenbarung des Schöpfungsgedankens, der Verwirklichung des Entwicklungsplans, der Korrektur des menschlichen Egos und der Verbindung zwischen den Menschen durch das Erreichen der höheren Kraft beruht. Wir müssen die Harmonie entdecken, die in der gesamten Natur funktioniert und mit ihr fließt. Wir tun dies, indem wir lernen, uns innerhalb einer Gruppe von Menschen in einem Kreis durch einen Workshop zu verbinden. Das ist der Weg zum wahren Glück.

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Aus KabTVs „New Life # 240 – Glück und Buddhismus“, 10.10.13

Warum wenden wir uns an den Schöpfer?

Frage: Ich muss niemanden um etwas bitten, wenn ich die Kraft der Elektrizität oder der Schwerkraft benutze. Warum muss ich eine spirituelle Bitte erfüllen, um mit der höchsten Kraft der Natur zu interagieren?

Antwort: Im Rahmen der unbelebten, pflanzlichen oder tierischen Natur (unsere irdische Existenz gehört zu den Tieren), befinden wir uns in einem klaren materiellen Zustand.

Wir haben hier nichts zu verlangen. Wir müssen nur wissen wie wir uns durch die materielle Natur navigieren, ihre Gesetze studieren, nutzen und  auf irgendeine Weise umsetzen können.

Wenn wir uns auf die nächste Stufe der Spiritualität erheben wollen, treten wir dort in eine ganz andere Beziehung ein – die Beziehung mit dem Schöpfer. Deshalb sind wir immer an ihn gebunden. Er wendet sich an uns, wir wenden uns an Ihn.

Wenn wir uns bekehren, wie Er werden wollen, erschaffen wir ein Bild von uns selbst als Schöpfer, das „unsere Seele“ genannt wird.

Aus dem Unterricht 16.12.2018

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Wie können wir die Gewalt unter unserer Jugend stoppen?


Frage: Sie sagen, dass der Egoismus der jungen Leute nicht gestoppt werden kann: Ein 11 Jahre altes Kind kann ein anderes Kind niederstechen. Wohin führt das? Was wird in zehn oder fünfzehn Jahren geschehen, wenn diese zehnjährigen Kinder 20 Jahre alt sind?

Antwort: Erstens fühlen sich Kinder nicht dazu verpflichtet, unsere Gesetze zu befolgen, weil sie nicht bestraft werden können. Sie können nicht vor Gericht gebracht werden, weil sie zu jung sind. Was wird also passieren? Wenn ein Kind älter wird, wächst die bewahrende Kraft in ihm heran, sowie die Furcht, als ein Erwachsener in dieser Welt leben zu müssen. Eine Sache, die helfen würde, wäre, wenn wir sie wie Erwachsene behandeln würden.

Aber in Wirklichkeit eignen sich unsere Gesetze nicht für Kinder. Es sollte gesetzliche Vorschriften für jede Altersgruppe geben und sie sollten für Jungen und Mädchen gesondert sein. Wir sollten wissen, was wir von ihnen erwarten und wie wir sie bestrafen sollten. Sie sollten entsprechend des Systems von Belohnung und Bestrafung erkennen, was die richtige Verhaltensform ist.

Ein Kind sollte das wissen – dies ist ein richtiges Erziehungssystem. Es ist ein System, das der grausamen tierischen Natur der Menschen entgegenwirkt und fähig ist, einen echten Menschen zu formen oder zu schaffen. Für jede Handlung sollte es eine passende Reaktion geben. Auf diese Weise erzieht eine Mutter ein Kleinkind: sie gibt ihm einen Ansporn für eine Sache und eine Bestrafung für eine andere.

Auf diese Weise müssen wir den „Ton“ formen. Und die Kinder werden das verstehen, weil sie wie „Ton“ sind, der das Verlangen, Genuss zu empfangen, enthält. Wir können dieses Verlangen beeinflussen, indem wir ihm sagen: Wenn du diese Form annimmst, wirst du etwas Süßes bekommen und wenn du eine andere Form annimmst, wirst du Bitterkeit empfinden. Auf diese Weise können wir einen Menschen gestalten.

Wenn wir ihm jedoch erlauben, alles zu tun, was es will und es zu negativen Verhaltensformen anregen, wie die, welche Kinder von grausamen, abstoßenden Spielen lernen, wo Menschen einander töten und wenn es das ist, was sie im Fernsehen und dem Internet sehen und es keine Bestrafung dafür von der Gesellschaft gibt, was wird dann das Ergebnis dieser Art der Erziehung sein? Ein bezauberndes Kleinkind wird aufwachsen, um ein unglückliches Kind zu werden.

Wir müssen also zuerst den Eltern beibringen, wie man ein Erziehungssystem für ihre Kinder erschafft. Andernfalls wird die nächste Generation mit Sicherheit schlimmer sein als die vorige.

(Aus dem Unterricht über Baal HaSulam´s Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ )

Kabbala Akademie

Der Schöpfer ist kein Mensch

Frage: Obwohl Sie bereits gesagt haben, dass es Gott als Mensch nicht gibt, wenden Sie sich an Ihn, als wäre er eine physische Person, die denken, wünschen, mitfühlen, sich freuen, traurig sein kann, usw.

Wie können wir Ihre Aussagen verstehen? Gibt es ein Individuum? Oder ist der Gott eine Kraft? Kräfte besitzen keine emotionalen Komponenten, daher sollten sie nicht für eine Beschreibung ihrer Manifestationen verwendet werden.

Antwort: Ich hatte früher ein altes Auto, welches mir sehr viel zu schaffen machte. Ich habe es häufig selbst repariert aber auch oft in die Werkstatt gefahren. Sowohl der Automechaniker als auch ich beschimpften es mit den letzten Worten und sprachen es als ein Lebewesen an.

Das heißt, wenn wir uns an etwas wenden, projizieren wir auf dieses Objekt, diese Kraft, dieses Phänomen immer unsere Eigenschaften, unsere Gefühle, die es  in diesem Gegenstand oder der Eigenschaft nicht gibt. Dies gilt auch für den Schöpfer.

In dem Maß, in dem ich in mir die Eigenschaft der Hingabe, Liebe, Verbindung aufbaue, kann ich diese Eigenschaft als Schöpfer bezeichnen. In der Tat gibt es außerhalb dieser Eigenschaft, die ich aufgebaut habe, keinen Schöpfer.

Hier müssen wir uns richtig positionieren und verstehen, warum der Schöpfer als „Bore“ – „Bo-re“: „Bo“ – „Komme“, „re“ – „siehe“ bezeichnet wird.

Man muss kommen und sehen, d.h. einen Zustand erreichen, um diese Eigenschaft zu entdecken.

Wir bezeichnen diese Eigenschaft auch als „Elokim“. Sie besteht aus zwei Teilen der Seele. Ein Teil heißt ACHAP, der andere Teil heißt Galgalta we Ejnaim.

Was hat der Schöpfer damit zu tun, wenn es um die Seele geht? Hat es nichts mit einem Menschen zu tun, sprechen wir nicht über das was außerhalb des Menschen existiert?

Wir sprechen von der Erkenntnis innerhalb eines Menschen, wenn der Mensch die Eigenschaft des Gebens und der Liebe erreicht hat.

Diese Eigenschaft steht über dem Ego und es ist nicht einfach, sie in sich selbst zu erschaffen, zu entwickeln. Wenn wir uns diese Eigenschaft aneignen, bezeichnen wir sie als „Schöpfer“, dann können wir davon sprechen, dass wir den Schöpfer verstehen.

 

Aus dem Unterricht vom 23.12.2018

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