Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Nahrungsaufstände: Den Abgrund erreichen

Aus den Nachrichten: „Was verursacht Aufstände? Das ist keine Frage, auf die man eine einfache Antwort erwarten würde. Aber heute erklären Marco Lagi und Kollegen des New England Complex Systems Institut in Cambridge, dass sie einen einzigen Faktor gefunden haben, der Aufstände in der ganzen Welt verursacht. ‚Dieser einzige Faktor ist der Lebensmittelpreis. Lagi sagt, dass wenn er über eine bestimmte Schwelle steigt, ein sozialer Aufstand über die Erde fegen wird….

Aber das interessante an dieser Analyse ist, dass Lagi und seine Kollegen sagen, dass die hohen Lebensmittelpreise nicht zwangsläufig die Aufstände selbst auslösen, dass sie einfach die Bedingungen schaffen, in denen soziale Aufstände gedeihen können. Diese Beobachtungen gehen mit der Hypothese einher, dass globale hohe Lebensmittelpreise eine förderliche Bedingung für soziale Aufstände sind, sagen Lagi und Kollegen. Das führt zu einer einfachen Schlussfolgerung. Wenn hohe Lebensmittelpreise die Welt zu sozialen Aufständen führt, dann müsste die Senkung der Preise den Planeten stabilisieren.

Heute bleibt der Lebensmittelpreisindex über der Schwelle, aber der Langzeittrend ist immer noch darunter. Aber er steigt. Lagi und seine Kollegen sagen, dass wenn der Trend sich so weiter entwickelt, wird der Index die Schwelle wahrscheinlich im August 2013 überschreiten. Wenn ihr Modell die vorhergesagte Kraft hat, wie sie annehmen, wenn das passiert, wird die Welt zu einem Pulverfass, das auf ein Streichholz wartet.

Mein Kommentar: Nach der Kabbala geschehen alle Ereignisse in der Welt nur aus der Notwendigkeit heraus, die Menschheit zur Korrektur zu führen, zur Ähnlichkeit mit der Natur, einer Ausgeglichenheit zwischen allen. Das wird reflektiert in dem Übergang zu einer Gesellschaft des vernünftigen Konsums, wo jeder nur das verbraucht, was er auch wirklich zum Leben braucht und nicht mehr. In diesem Fall wird es genügend Ressourcen für alle geben.

Aber die Erreichung dieses Stadiums ist nur unter der Bedingung der „gegenseitigen Bürgschaft“ möglich, wo einer für alle ist und alle für einen.“ Die Kabbala beschreibt, wie eine solche Verbindung zwischen allen in der Welt erreicht werden kann. Andererseits wird die falsche Verteilung der Nahrung zu einem Weltkrieg führen.

Das Buch, das die Größe Seiner Schöpfung offenbart

Frage: Warum muss man „Talmud Esser HaSefirot“ studieren, warum genügt es nicht, das Buch Sohar zu lesen, um das Licht heranzuziehen, das zur Quelle zurückführt?

Meine Antwort: Gefällt dir etwa nicht, solche Klärungen vorzunehmen? Beeindruckt dich die Größe des höheren Systems nicht, das wir besprechen und studieren? Begeistert dich das Beispiel der Menschen nicht, die solche hohen spirituellen Stufen begriffen und das ganze Universum geöffnet haben?

Wir wissen nicht, was in unserem Leben im nächsten Augenblick geschehen wird. Aber es waren die Menschen in unserer Welt, die die ganze Realität vom Anfang bis zum Ende, alle ihre Details und Gesetze, durchblickten. Für sie existierte die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft nicht, alles war offen, es gab nichts, was verborgen blieb.

Wenn du die Struktur des Universums studierst, begreifst du eigentlich die Handlungen des Schöpfers. Denn es ist gesagt: „Nach Deinen Handlungen werden wir Dich begreifen“.

Auszug aus dem Unterricht nach „Talmud Esser HaSefirot“, 01.09.2011

Eine neue Sprachlehre der Macht

Meinung: (Xavier Solan, ehemaliger NATO-Generalsekretär, Präsident des Global Economy Center ESADE.): Da die gegenseitige Abhängigkeit sich auf uns alle erstreckt, ist die Regelung globaler Bedrohungen eine Herausforderung für die Menschheit.

Dazu gehören Klimawandel, Risiken der Atomkraftnutzung, Risiken der Kernwaffenverbreitung, terroristische Bedrohung, Begleiterscheinungen der politischen Instabilität, wirtschaftliche Folgen von Finanzkrisen, Epidemien, plötzlich auftretende panische Stimmung, allgemeine gegenseitige Abhängigkeit.

Nichts kann isoliert existieren, „Auslandsangelegenheiten“ gibt es nicht mehr – alles ist national, sogar persönlich geworden. Probleme anderer Menschen sind nun zu unseren Problemen geworden, wir können ihnen nicht mehr mit Gleichgültigkeit begegnen und darauf hoffen, eigene Vorteile daraus ziehen zu können.

Wir müssen neue Gesetze der Macht in der Welt studieren: Alles besteht aus Gemeinwohl oder dem gemeinsamen Leiden und nicht aus dem persönlichen oder nationalen Interesse. Sie sind nicht verschwunden, können jedoch nicht außerhalb des globalen Systems gewahrt werden, welches in der Lage wäre, mit gemeinsamen globalen Bedrohungen fertig zu werden und gemeinsame globale Möglichkeiten zu nutzen.

Das alte Spiel (von der Position der Macht zum Bewahren der eigenen Interessen, ohne Berücksichtigung der Interessen anderer) zwingt uns zum gegenseitigen Austausch von Risiken, der Entwicklung gemeinsamer Ansätze, dem Strategie- und Informationsaustausch, dem effektiven und globalen Regieren.

Kommentar: Millionen von intelligenten Analysten weltweit kommen heute zu den richtigen Schlussfolgerungen – die Welt kann nur unter Berücksichtigung deren absoluten gegenseitigen Verbindung regiert werden. Wie kann sie aber berücksichtigt werden? Wer wäre dazu in der Lage, die Gesellschaft und die Welt zur Korrektur, zum integralen Zustand (in gegenseitiger Verbindung) zu führen. Dieser Mensch oder diese Gruppe von Menschen müssen sich selbst in einem solchen Zustand befinden, d.h. korrigiert sein. Wenn die Welt ein Bedürfnis nach solchen Anführern hat, wird sie diese auch finden…

Was uns fehlt ist Liebe

Unsere Welt ist global geworden. Das universelle Gesetz der Natur ist ein globales Gesetz. Global bedeutet „rund“ – wie die Erde.

Wir Menschen sind innerhalb eines Systems miteinander verbunden und voneinander abhängig, ob wir das nun wahrhaben wollen, oder nicht. Daher liegt in der Konfrontation keine Lösung; eine Ordnung sollte angestrebt werden, in der die Menschen fürsorgliche Beziehungen zueinander pflegen und achtsam miteinander umgehen – ein Art Bürgschaft. Doch was verstehen wir darunter? Wenn ich für dich und du für mich unterschreibst, und jeder für jeden einsteht. Und das auf der ganzen Welt.

Wir bewegen uns in rasendem Tempo darauf zu. Wir erkennen das an der Geschwindigkeit, wie sich die Dinge verändern. Und diese Gangart wird sich weiter steigern. Schon bald wird klar werden, dass ein Art Bürgschaft allen Ländern bei der Bewältigung der vielfältigen Probleme helfen wird. Dazu kommt, dass Gespräche aller Interessenspartner an einem runden Tisch auch eine innere, emotionale Zufriedenheit mit sich bringen wird.

Gegenseitiger Respekt wird sich unter den Menschen einstellen, denn man wird im Kleinen die Wichtigkeit der Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der anderen verstehen. Eine Welle der Wärme wird sich in unserem Inneren ausbreiten; die Menschen werden sich wieder sicherer fühlen, weil sie gemeinsam Entscheidungen für die Zukunft treffen. Auf diese Weise offenbart sich auch die höhere Kraft, die der Einheit innewohnt.

Schon bald wird die ganze Menschheit dies erkennen, denn in Wahrheit wollen alle Demonstranten und Aufwiegler nur eines: Die Liebe. Sie sind sich dieses Wunsches nur nicht bewusst und können ihn daher nicht richtig ausdrücken.

Wir sind ein Ökosystem

Meinung (F.Kappa, PhD, Physiker): Als standfest wird eine Gesellschaft bezeichnet, die fähig ist, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, und diese auch den zukünftigen Generationen zu ermöglichen. Standfeste menschliche Gesellschaften kann man nach dem Vorbild der Naturökosysteme bauen, welche in den standfesten Gesellschaften der Pflanzen, der Tiere und der Mikroorganismen zu finden sind. Hier gibt es sechs Prinzipien des Lebensunterhaltes:

Die Netze: Auf allen Niveaus des Lebens enthüllen wir die Systeme im Rahmen anderer Systeme – die Netze innerhalb der Netze. Dabei sind ihre Grenzen nicht die Grenzen der Trennung, sondern die Grenzen der Individualität. Alle lebendigen Systeme agieren miteinander und wechseln gegenseitig ihre Ressourcen durch die Grenzen.

Die Zyklen: Alle lebendigen Organismen brauchen für ihre Lebenstätigkeit die Ströme der Materie und der Energie seitens ihrer Umgebung, und sie alle erzeugen Abfälle. Jedoch ist das Ökosystem, das Netz wie das Ganze abfallfrei, weil die Abfälle eine biologische Art die Nahrung für die anderen sind. Somit zirkuliert die Materie ununterbrochen im Spinngewebe des Lebens.

Die Sonnenenergie: Die ökologischen Zyklen werden mit Hilfe der Sonnenenergie intakt gesetzt und in die chemische Energie mittels der Fotosynthese der grünen Pflanzen umgewandelt.

Die Zusammenarbeit: Der Austausch von Energien und Ressourcen wird in den Ökosystemen dank der allgemeinen Zusammenarbeit unterstützt. Deshalb wurde das Leben auf unserem Planeten nicht infolge der Gewalt, sondern dank der Zusammenarbeit, der Partnerschaft und der Netzwechselwirkung geboren.

Die Vielfältigkeit: Die Ökosysteme erwerben die Stabilität und die Lebensfähigkeit aufgrund der Vielfältigkeit und der Komplexität eigener ökologischen Netze. Je mehr sie biologisch vielfältiger sind, desto lebensfähiger sind sie.

Das biologische Gleichgewicht: Das Ökosystem ist ein flexibles Netz. Ihre Flexibilität ist eine Folge der zahlreichen Rückkopplungen, die das System im Zustand des dynamischen Gleichgewichtes erhalten. Das System selbst gewährleistet ein Maximum seiner separaten Parameter nicht, sie alle finden ihre optimalen Zustände selbst.

Für die Welt, dem Schöpfer zur Freude

Frage: Öffnet sich die Welt nun für die Wissenschaft der Kabbala?

Meine Antwort: Ja, unter der Bedingung, dass wir uns verbinden und in uns einen Ort für die Eigenschaft des Gebens, für das Licht, erschaffen, damit es durch uns auf die ganze Welt einwirken kann. Wir müssen zu einem Zwischenglied, einem „Adapter“ werden, der das Licht an die anderen Völker leitet.

Wenn wir das tun, wird es keine Probleme mehr geben, und die Welle der weltweiten Erweckung wir uns zur spirituellen Welt aufsteigen lassen; jedoch nur unter der Bedingung, dass wir uns verbinden, um diese Vereinigung an die gesamte Menschheit weiterzugeben und dem Schöpfer Genuss zu bereiten. Auf diese Weise werden Er, wir und die ganze Welt zu einem System verschmelzen.

Auszug aus dem Unterricht über die Zeitung „Die Nation“, 14.08.2011

Eine vereinte Welt – die Virtualität oder die Realität?

Solche Begriffe, wie die Globalisierung, die Integration, die Einheit der Welt, die Epoche der Globalisierung sind metaphysisch, spirituell, virtuell – etwas, was nicht gesehen oder ertastet werden kann. Diese Eigenschaften liegen außerhalb der materiellen Welt.

Wo und wer kann mir die Wirkung dieser Eigenschaften, dieser Kräfte und Prozesse in unserer Welt zeigen? Obwohl wir über die globale Welt, über ihre Realität und ihre globalen Prozesse sprechen, wird diese Welt dennoch mehr virtuell empfunden. Denn sie verwirklicht sich in keiner Realität. Wir selbst bauen die Vision dieser Welt in unserer Vorstellung, wir idealisieren sie und verbinden die Utopie mit der Realität und mit der Vermutung. Inwiefern ist solch ein Herangehen überhaupt gerechtfertigt?

Es handelt sich hier darum, dass wir ohne Vision der Zukunft, nichts und niemals bauen können. Die Zukunft muss man sich vorstellen können, aber gleichzeitig mit den realen Vorbedingungen vergleichen. Wir sind verpflichtet, die Beispiele der Natur zu nehmen, in ihrer Allgemeingültigkeit und Integration – und nach diesen Beispielen unsere zukünftige Gesellschaft aufzubauen.

Der ganze Komplex, der vor der Menschheit entstehenden Probleme, weist auf die Notwendigkeit ihrer gemeinsamen Lösung hin. Heute gibt es kein lokales Problem. Die Natur stößt uns zum Begreifen unserer vollen gegenseitigen Abhängigkeit. Die Globalisierung erzwingt die nationalen und regionalen Interessen zu unterdrücken und die Lösung zunächst für die globalen, allgemeinen Probleme zu bevorzugen.

Die Notwendigkeit der Integration für die Interessen der ganzen Menschheit fordert den ständigen Dialog der Vertreter aller Länder auf der gleichen Grundlage. Im einheitlichen Organismus sind alle seine Teile gleichwertig. Jede Seite berichtet über die eigenen Probleme, die eine Lösung erfordern. Gemeinsam entscheidet man, welches Problem zuerst gelöst werden muss, vergleichbar mit einer Familie. Nur die Annahme der Tatsache der globalen Abhängigkeit, wird das richtige Herangehen an die Lösung der Probleme bestimmen.

Andernfalls, ohne Dialog werden wir zum Krieg rollen. Es muss nicht unbedingt „heiße“ oder “ kalten“ Kriege geben. Es kann die zentralisierte unmerkliche informative Einwirkung auf das Bewusstsein der Menschen eines bestimmten Landes sein, zwecks der Veränderung ihres Weltbildes, der traditionellen Vorstellungen und der Werte. Die Erscheinungsform solcher informativen Waffen kann man vom emotionalen Unbehagen und der Unsicherheit bis zur Zerrüttung der Systeme der Lebenserhaltung der Gesellschaft empfinden.

Unabhängig davon, ob wir uns nach dem schlechten oder guten Drehbuch entwickeln, werden wir auf jeden Fall zu dem Ziel kommen und eine integrale Gesellschaft aufbauen. Das Streben der Menschheit zur Einheit ist eine natürliche Erscheinungsform des lebendigen Systems. Aber diesen natürlichen Prozess darf man nicht künstlich beschleunigen, er muss freiwillig und aus dem Bewusstsein realisiert werden. Mit Gewalt kann diese Entwicklung nicht erzwungen werden, sonst endet dieses Projekt genauso wie der Kommunismus in Russland.

Deshalb ist die Erziehung des Menschen im Verständnis der neuen Welt notwendig und vorrangig. Die reale Macht soll genauso, wie das allgemeine planetarische informative erzieherische System aussehen. Gerade deshalb, weil die ganze Bildung der neuen Gesellschaft der Menschheit durch die virtuellen Kanäle geschehen wird, muss man von vornherein ihre richtige Nutzung regeln.

Innerlich global werden

Zuallererst müssen wir unser Paradigma, unsere Lebens- und Weltanschauung, ändern. Ich muss mich innerlich ändern, die „Boot-Diskette“, das Muster für die Bewertung meiner selbst, der Welt und der Gesellschaft erneuern. Ohne den Menschen zu ändern, werden wir die Welt nicht ändern können. Denn die Welt ist eine Kopie des Menschen.

Die menschliche Natur ist das Fundament, auf dem die Gesellschaft, die Umwelt, die Bildung, die Kultur, die Wirtschaft und alle anderen Lebensbereiche aufgebaut werden. Die Welt ist die äußerliche Projektion dessen, was sich im Inneren eines Menschen verbirgt. Aus diesem Grund soll gerade der Mensch geändert werden, nur darauf sollen alle Anstrengungen ausgerichtet werden.

Die Ursache liegt nicht in der Wirtschaft, nicht in der Industrie und nicht in der Bildung. Alles wird sich normalisieren, wenn der Mensch sich ändert. Und dafür muss er erzogen werden. Die Erziehung ist der Kern der inneren Umgestaltung des Menschen. Keine äußerlichen „heißen Umschläge“ werden helfen.

Vielleicht sollte man sich zu diesem Zweck an die UNO, an die UNESCO und an die Regierungen wenden mit der Erklärung, dass unsere einzige Aufgabe darin besteht, den Menschen zu ändern. Denn anderenfalls wird er die Welt nicht ändern können.

Das ist der Grund, warum die besten Köpfe der Menschheit heute nicht verstehen, wie man verfahren und was man ändern soll. Wir sind an einer Stufe angelangt, die von uns neue qualitative Veränderungen erfordert. Von nun an müssen wir in unserer Welt mit Hilfe eines Mittels namens „Bürgschaft“ agieren. Nur gemeinsam – alleine schaffst du es nicht.

Zum Beispiel im Fall eines Erfolges stellt der Mensch, der sein Geschäft eröffnet, fest, dass sein Gewerbe mit dem Gewerbe der ganzen Welt verbunden ist, und deshalb müssen diese auch berücksichtigt werden. Andernfalls wird der Erfolg ausbleiben.

Von nun an kannst du keinen einzigen Schritt machen, ohne das gesamte globale Systems zu berücksichtigen. Aus diesem Grund musst du selbst im Inneren global, vereint mit allen sein.

Aber ich bin nicht global. Was soll ich tun? Werde ich etwa keinen Erfolg haben? So ist es. Das ist ein unveränderliches Gesetz. Ohne die integrale gegenseitige Beziehung wird dir nichts gelingen. Schaue mal, wir tauchen bereits in eine Multikrise ein. Und es gibt nur einen Ausweg daraus – sich selbst zu ändern.

Wie kann ich mich ändern? Wie „formatiere“ ich mich selbst? Wie kann ich mich selbst einer Gehirnwäsche unterziehen? Wie deinstalliere ich die alte Software und wie installiere ich eine neue? Denn von nun an muss ich mit allen anderen ein gemeinsames Gefühl, einen gemeinsamen Verstand haben, damit meine Handlungen naturgemäß im Einklang mit dem

neuen Zustand sind. Meine eigene Natur muss sich ändern.

Die Umsetzung erfolgt durch das „Licht, das zur Quelle zurückführt“. Die Menschen werden es so oder so finden, vielleicht durch große Leiden, aber es gibt keine andere Wahl. Du musst dich ändern, damit die Welt sich ändert, und du hast die Mittel dazu.

Doch um dieses Licht erreichen zu können, musst du das Böse erkennen, um zu verstehen, was dir fehlt. „Ich muss mich ändern!“ Aber woher weißt du es? Und wie genau kannst du dich ändern? Hast du bereits ein ausformuliertes Verlangen? Noch nicht.

Und deshalb wurde dir ein Arbeitsfeld (die Gruppe) gegeben, ein Mittel (die Wissenschaft der Kabbala) und die Anleitung (der Lehrer). Bitte fang an zu handeln, schalte dich in das System der Bürgschaft ein, fang an, dieses System zu spielen, um den Mangel zu entdecken, den es zu korrigieren gilt. Dann wirst du etwas haben, womit du dich an das Licht wenden kannst, um korrigiert zu werden.

Du muss noch nicht einmal irgendwohin gehen: in dem Maße, in dem deine Verlangen eine Form annehmen und klarer werden, beginnt es von allein zu wirken. Schließlich befindest du dich in ihm, und deshalb funktioniert es entsprechend deinen Bemühungen. Sobald du etwas in dir aufgebaut hast, wirkt es sofort auf dich ein. Und so veränderst du dich nach und nach, selbst ohne jene Räder zu sehen, die sich in dir drehen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 13.07.2011

Was bedeuten „Schöpfer“ und „Tora“ auf dem spirituellen Weg

Frage: Wie kann man sich die Begriffe „Schöpfer“ und „Tora“ auf dem spirituellen Weg vorstellen?

Meine Antwort: Die Tora ist das ganze Licht, das uns korrigiert und uns ausfüllt.

Baal HaSulam erklärt im Vorwort zum Buch Sohar im Artikel „613 Räte und Hinweise“, dass unsere Seele aus 613 Teilen besteht, die vollkommen egoistisch und zerbrochen sind. Diese zerbrochenen Wünsche werden nach unserer Bitte (Man) und infolge unserer Bemühungen, sich mit den anderen zu verbinden, korrigiert; denn sie verbinden uns, wie es die Fäden tun: jeder Einzelne mit allen Übrigen.

Sie werden mit der Hilfe von 613 Orot (Lichter) korrigiert, die „613 Lichter der Tora“ heißen. Wenn ich diese 613 Wünsche korrigiere, verbinden sich diese mit den gleichen 613 Wünschen eines anderen Menschen. Folglich entsteht ein gemeinsames Netz des gegenseitigen Gebens (Arvut): jeder Mensch ist also mittels der 613 Wünschen-Fäden mit allen anderen verbunden.

Meine 613 Wünsche erkennen und verstehen die 613 Wünsche jedes Einzelnen und von allen zusammen. Sie verbinden sich mit allen Wünschen, um allen zu geben. Dann durchdringt mich das ganze Licht, die gesamte Erfüllung, mit der ich die Wünsche der Anderen ausfüllen will!

Das ganze Licht, das von uns offenbart wird, heißt der Schöpfer (Bo-re), das heißt „komm und sieh“, wie Er sich in dich einkleidet.

Somit habe ich 613 nicht korrigierte Wünsche, welche durch 613 Lichter der Tora korrigiert werden können. Die Tora ist das Licht, das „zur Quelle zurückführt“. Der Schöpfer kleidet sich in meine korrigierten Wünsche ein und zeigt sich in der Verbindung zwischen uns.

Daraus ergibt sich, dass Israel (die korrigierten Wünsche), die Tora (das Licht, das diese Wünsche korrigiert hat) und der Schöpfer, der sich in diesem System offenbart, ein Ganzes werden.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 28.07.2011

Prüfe dich!

Frage: Wie kann ich überprüfen, ob meine Bemühungen in vollem Maße erfolgen?

Meine Antwort: Die Anstrengungen sollen nach dem Prinzip „Glaube über dem Verstand“ unternommen werden: obwohl es dem Menschen scheint, dass alle Anstrengungen ungewöhnlich schwierig und unmöglich sind und er sie alle satt hat; obwohl er den Glauben an den Lehrer, mit allen seinen Hinweisen, sowie an den verhüllten Schöpfer verliert, weil er nicht versteht, was Er von ihm will; obwohl die Gruppe seinen Ansprüchen nicht gerecht wird – jeder Einzelne und alle zusammen. Unabhängig davon soll er weitermachen.

Dabei muss man beachten, dass er dieses Bild sieht, weil er die Welt durch sein Ego wahrnimmt. Und in Wirklichkeit ist man schon in der Welt der Unendlichkeit. Und die Gruppe sind jene Seelen, mit denen er sich in voller Vereinigung befindet! Und der Lehrer ist jener Teil, der sich über uns befindet und uns zur Vereinigung mit anderen, schon korrigierten Seelen, führt, damit wir zusammen den Seelen helfen, die noch nicht korrigiert sind. Und dann wird der Schöpfer offenbart, wobei Er jetzt unseretwegen verborgen ist.

Wenn der Mensch sich diesen Zustand richtig vorstellen könnte, dann würde er verstehen, dass diese Welt nur seine eigene Illusion ist. Durch dieses illusorische Bild soll er in die Tiefe graben, bis es ihm gelingt, zur inneren Form zu gelangen, um die verborgene Verbindung zu entdecken, wie auf der Kehrseite der Stickerei. Erst dann kann er sich eine richtige Vorstellung von dem System machen, in dem er sich befindet und seine Korrektur vervollständigen.

Er wird die Vollkommenheit in der harmonischen Verbindung mit jedem Verlangen, mit der Gruppe und mit dem Schöpfer entdecken. Er wird fühlen, dass er die Vollkommenheit erreicht hat und es außer ihr nichts mehr gibt. Es ist für ihn der vollkommene Zustand!

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 24.07.2011