Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'spirituelle Welt'

Sukkot-Feiertag: Der sechste Ehrengast – Josef

Josef wird der Gerechte genannt, und der Gerechte ist das Fundament der Welt. Josef ist es, der einen Menschen in seinen Egoismus führt und seine Verbindung zum Pharao herstellt. Mit seiner Hilfe verbindet sich der Mensch dann mit höheren Eigenschaften wie der von Moses.

Durch Josef beginnen wir, uns mit dem höheren System vertraut zu machen, und dank ihm können wir uns verbinden und versuchen, die spirituellen Eigenschaften zu finden, um der höheren Kraft näher zu kommen und den Schöpfer zu erreichen. Jede spirituelle Qualität wird durch Josef, durch die Sefira Yessod und durch unsere Verbindung erlangt.

Josef ist der Gerechte, das Fundament der Welt, denn nur durch die Verbindung, durch Yessod, erlangen wir alle anderen höheren spirituellen Eigenschaften. In unserer Arbeit ist er das wichtigste und uns am nächsten liegende Gefühl, eine Verbindung in einer Gruppe. Durch den Punkt der Verbindung beginnen wir, seine Eigenschaft zu erkennen.

Die Tora erzählt, wie die Brüder Josef in die Sklaverei verkaufen. Sie verstehen diese Eigenschaft noch nicht, weil sie höher stehen als er und mit der Eigenschaft von Josef noch nicht vertraut sind. Sie halten ihn für einen jüngeren Bruder und sind nicht damit einverstanden, dass er sich hervorhebt.

Das Wichtigste an Josef ist, dass er uns in Verbindung bringt. Er hat keine eigene Eigenschaft, sondern er verbindet alle anderen Eigenschaften in seiner Sehnsucht nach Verbindung und damit zum Schöpfer. Er ist eine gemeinsame Eigenschaft, in der alle anderen Brüder enthalten sind, und sie werden durch den wachsenden Willen zu empfangen, nämlich vom Pharao, verdeutlicht.

Von der Eigenschaft Josefs, von Yessod, geht die Kraft des Lebens und die Kraft der Verwirklichung aus. Die Offenbarung des Pharaos geschieht ebenfalls durch Josef. Zu Beginn der ägyptischen Sklaverei war der Pharao freundlich und es fühlte sich überhaupt nicht wie Sklaverei an. Im Gegenteil, wir haben uns entwickelt, und das alles mit Hilfe von Josef. Er ist der Beginn der Erlangung von Gut und Böse in unserem ganzen Leben, und deshalb ist er uns am nächsten.

Die Eigenschaft Josefs wird durch unsere Verbindung realisiert. Er wird „alles“ genannt, weil alle Eigenschaften in ihm vereint sind und uns durch sie mit dem Schöpfer verbinden. Josef zu erlangen bedeutet, die Einheit zu erreichen, die Essenz unserer Verbindung. Dies ist der erste Schritt, der uns aus dieser Welt herausführt und zur Erlangung des Schöpfers der höheren, spirituellen Welt führt.

Josef ist wie ein Baum, der uns alle Früchte des Lebens bringt. Dies ist eine Verbindung mit der höheren Wurzel, aus der alles Gute in die Welt fließt. Wir nähren uns von ihm; dank ihm leben wir, pflanzen uns fort und vermehren uns. Dies ist der Ort unserer Verbindung untereinander und mit dem Schöpfer; das heißt, es ist der Ort, an dem wir aus dem Gefühl dieser körperlichen Welt heraustreten und in die spirituelle Welt eintreten. All dies geschieht durch die Eigenschaft von Josef, der Stufe, die uns am nächsten ist.

Es ist bekannt, dass wir uns in Zehner verbinden müssen, um wenigstens einen Schritt vorwärts zu kommen. Josef wird „alles“ genannt, weil er alle unsere Eigenschaften in sich vereint. Jeder der zehn Menschen hat seine eigenen Qualitäten, die sich von denen der anderen unterscheiden, aber wenn wir uns über uns selbst erheben, können wir zusammen sein. Wenn wir uns über unsere egoistischen Unterschiede hinwegsetzen, jeder von uns über seinen Egoismus, dann werden wir ähnlich und gleich und können uns verbinden und ergänzen.

Dies erreichen wir in dem Maße, in dem wir die Sefira Yessod erreichen, die “alles” genannt wird. Wenn wir uns über unseren Egoismus erheben und zum Glauben über den Verstand kommen, zur Verbindung in einem Zehner, schaffen wir eine neue spirituelle Eigenschaft, die allen gemeinsam ist und die man den Schöpfer nennt. Er wird aus der Verbindung zwischen uns geboren und sagt: “ Ihr habt mich gemacht!“

Es stellt sich heraus, dass wir durch unsere Verbindung den Schöpfer erschaffen haben; so offenbart Er sich uns gegenüber. Die erste Bekanntschaft mit dem Schöpfer, mit der höheren Kraft, mit der höheren Welt, geschieht durch die Eigenschaft von Yessod.

Geehrte Gäste, Ushpisin, die in die Sukkah kommen, organisieren die richtige Umgebung für uns. Josef ist der letzte in dieser Kette, sozusagen anstelle von Malchut.

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Aus der täglichen Kabbala-Lektion vom 08.10.2020 „Sukkot“

Grenze ohne Grenzschutz

Um in die spirituelle Welt einzutreten, braucht man nur ein Bestreben – sich mit all jenen zu verbinden, die bereit sind, diese egoistische Welt zu verlassen und in die spirituelle Welt einzutreten, um das gesamte Universum von einem zum anderen Ende zu sehen, diese Realität zu verstehen und mit ihr arbeiten zu können.

Die Grenze zwischen der materiellen und der spirituellen Welt liegt in uns. Es handelt sich weder um eine Mauer noch um eine geschlossene Schranke, sondern um eine psychologische Barriere. An dieser Grenze wird weder der Pass kontrolliert noch Fragen gestellt, wie lange ihr Aufenthalt dauern wird. Wenn man sich der Grenze zur spirituellen Welt soweit nähern kann, dass die eigenen Eigenschaften übereinstimmen, wird die Grenze automatisch geöffnet und man kann sie passieren.

Alles hängt ausschließlich von der Korrektur unserer Eigenschaften ab. Wir arbeiten deshalb in der Gruppe an unseren Eigenschaften, um uns gegenseitig anzunähern. In dem Maße, in dem wir uns annähern, nähern wir uns auch der Grenze zur spirituellen Welt. Sobald es uns gelingt, die erste Verbindung zu erreichen, werden wir die Grenze überschreiten.

Aus dem Unterricht zum Thema „Pessach“ von 12.04.2022.

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Das Verlangen, durch die Wand zu gehen

Die negative Kraft muss man als ein notwendiges Element für die richtige Ausrichtung auf das Ziel betrachten. In diesem Ziel kommen die positiven und negativen Kräfte zusammen, und durch ihre Vereinigung wird das Ziel für uns sichtbar.

In der materiellen Welt sehen wir zuerst das Ziel und müssen dann versuchen, es anzusteuern. Aber in der spirituellen Welt ist es ganz anders: Wenn ich das Ziel richtig anvisiere, dann werde ich sehen, dass es vor mir liegt.

In der Spiritualität stehen wir zuerst immer vor einer Wand, und erst wenn wir eine Lösung finden, erkennen wir, dass es eine Tür in der Wand gibt. Dabei liegt die Lösung nicht darin, herauszufinden, was uns hindert oder hilft, sondern darin, alle Voraussetzungen so miteinander zu verbinden, dass sie sich gegenseitig vervollständigen und es nichts Überflüssiges gibt.

Jede Entscheidung ist also eine Verwirklichung der Vollkommenheit. Und in der Vollkommenheit gibt es weder gute noch schlechte Komponenten, weder negativ noch positiv, sondern alles ergänzt sich gegenseitig.

In der materiellen Welt kann man eine geschlossene Tür sehen, aber in der spirituellen Welt kann man eine Tür erst sehen, wenn sie offen ist. Und eine offene Tür kann ausschließlich mit den Augen des vollkommenen Glaubens gesehen werden. In dem Augenblick, in dem wir den vollkommenen Glauben erlangen, öffnet sich der Durchgang.

Wenn ich eine blinde Mauer vor mir habe, an der ich keine Tür erkennen kann, ich aber unbedingt will, dass eine Tür aufgeht, dann geht sie auf.

In der materiellen Welt sehen wir vorher eine verschlossene Tür und versuchen dann, sie zu öffnen. Aber in der spirituellen Welt gibt es keine geschlossene Tür: Entweder ist die Tür offen oder es gibt eine blinde Mauer. Und wenn ich den vollkommenen Glauben erreiche, sehe ich sofort eine offene Tür.

Der vollkommene Glaube bedeutet, dass mich nichts von dem trennt, was sich auf der anderen Seite der Mauer befindet. Wenn ich solche Eigenschaften in mir erreiche, verschwindet die trennende Barriere.

Aus dem Unterricht zum Thema „Pesach“ von 12.04.2022

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Wie viele Leben werden wir noch leben müssen?

Frage: Unterscheiden sich in der Kabbala die Begriffe „Geburt“ und „Tod“ von unseren üblichen Vorstellungen? Soviel ich weiß, feiern Kabbalisten nicht ihren Geburtstag.

Antwort: Nein, auch nicht den Tag des Todes. Es gibt jedoch ein Beispiel für ein solches Fest in der Geschichte. An Lag B’Omer feiern wir den Tag, an dem Rabbi Schimon, der Autor des Buches Sohar, diese Welt verlassen hat.

Tatsache ist, dass Rabbi Schimon sein Werk vollständig fertiggestellt hat. Er widmete sein Leben vollständig dem Werk und gab die Quelle des Lebens, die Methode der Korrektur, an die Menschen weiter. Sobald er dies vollendet hatte, zog er sich sofort aus dem materiellen Leben zurück. Was konnte er in dieser Welt noch tun? Er hat seine Mission erfüllt.

Wir existieren in dieser Welt so oft, so viele Leben, wie es für unsere Vollendung notwendig ist. Dann brauchen wir nicht mehr zurückzukehren. Diese Welt ist von allen der schlimmste Zustand, den es in der Natur gibt.

Kommentar: Wir denken, das Leben ist wunderbar und wunderschön.

Antwort: Wir kennen nichts anderes. Wir haben Angst davor, davon wegzukommen.

Wohin gehen wir? Was wird mit uns geschehen? Wir wissen es nicht. Ein Mensch, der nicht mindestens die ersten zehn Sefirot seiner Seelenentwicklung erreicht hat, stirbt einfach, d.h. sein tierischer Körper stirbt, er taucht wieder in einer tierischen Hülle auf. Er kann die anderen Dimensionen nicht wahrnehmen.

Um in die spirituelle Welt einzutreten, muss man sie betreten, während man in dieser Welt lebt. Der lebende oder sterbende Tierkörper beeinflusst dann in keiner Weise den spirituellen Zustand. Es heißt: “ Sieh deine Welt in diesem Leben.“

Aus der Fernsehsendung  Nahaufnahme „Jenseits der letzten Zeile“

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Der Nullpunkt, an dem das Spirituelle beginnt

Der Mensch tritt in die spirituelle Welt ein und beginnt den Schöpfer zu erfahren, nachdem er den Nullpunkt erreicht hat.

Er arbeitet daran, sein Verlangen zu genießen, immer mehr einzudämmen und so erreicht er den Nullpunkt. Wenn er diesen Punkt überschreitet, wird er in die spirituelle Welt geboren, in die Eigenschaft des Gebens.

Natürlich ist es kein einfacher oder leichter Weg, es ist eine Realität, die wir noch nicht verstehen. Es wird erreicht, indem man den Egoismus in Bezug zu allen Hindernissen die sich in den Weg stellen, beugt.

Der Beginn der Arbeit wird also durch den Nullpunkt markiert. Es ist, als ob der Mensch nicht existiert und keinen eigenen Wunsch hat, da er ihn vor dem Verlangen nach Spiritualität und Geben aufhebt.

Wir können uns einen solchen Nullzustand, bei dem unsere Wünsche ausgelöscht werden, als ob es sie nicht gäbe, nicht vorstellen. Sie sind da, wachsen und erscheinen dem Menschen immer wichtiger. Er erinnert sich an sein ganzes Leben mit den verschiedenen Ereignissen, die stattgefunden haben. Alles nur, um ihm das ganze Verlangen zu offenbaren, das in ihm steckt.

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Wie sieht eine spirituelle Reise aus?

Wir haben die Fähigkeit, uns auf eine Ebene zu erheben, auf der wir den Ursprung unserer Erfahrungen sehen und das Leben aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Was ist diese neue Perspektive, die wir erreichen können?

Es ist eine, in der wir unseren körperlichen Erfahrungen viel weniger Bedeutung beimessen und uns ausschließlich auf die wahre spirituelle Welt konzentrieren.

Wenn wir die höhere spirituelle Welt erreichen, dann beeindruckt uns unsere Welt auch nicht mehr. Diese Welt haben wir auf der Grundlage verschiedenster irrealer Erfahrungen erschaffen und und ließen uns durch unsinnige Ideen und Illusionen beeindrucken.

In der spirituellen Welt herrscht die Empfindung einer einzigen Kraft der Liebe und des Gebens, die über unserer körperlichen Wahrnehmung liegt, und wer sie erreichen will, muss sich von seiner Seele in das spirituelle Leben führen lassen.

Die Seele öffnet uns den Zugang zu einem ewigen und vollkommenen Leben, in dem wir uns gegenseitig vervollständigen und mit der höheren Kraft der Liebe, des Gebens, der Verbundenheit verschmelzen. Wir erheben uns dabei über die Begrenzungen unserer körperlichen Wahrnehmung und werden dadurch unendlich.

Die ultimative Erfahrung, die wir anstreben, ist die spirituelle Offenbarung, die in der Weisheit der Kabbala als „die Offenbarung des Schöpfers“ oder „die Offenbarung der höheren Kraft“ bezeichnet wird. Der Schöpfer ist die Quelle der Realität – die Quelle unserer Erfahrungen und unseres Schicksals. Durch das Streben danach, diese Kraft zu entdecken und zu spüren, erreichen wir schließlich die Quelle des Lebens.

Basierend auf dem Video „Spiritualität: Eine Reise über menschliche Grenzen hinaus“, mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman und Oren Levi.

Wenn sich die Frauen nicht vereinigen, ist die Welt dem Untergang geweiht

Frauen müssen verstehen, dass die Welt dem Untergang geweiht ist, wenn sie sich nicht vereinen. Das sollte das innere Gefühl einer Frau sein. Männer können hier nicht weiterhelfen. Die Frau muss ihre weibliche Rolle erfüllen: Sie bringt Kinder zur Welt, kümmert sich um das Haus, die Kinder und ihre Zukunft.

Eine Frau muss verstehen, dass die Welt untergehen wird, wenn sie sich nicht mit anderen Frauen verbindet und sich gemeinsam mit ihnen um die Welt kümmert. Wir brauchen keine Revolutionen. Frauen brauchen nur Einigkeit und schon wird sich die Welt verändern. Darüber hinaus sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich: Die Vereinigung der Frauen wird die gesamte globale Krise beseitigen.

Die ganze Krise findet zwischen Frauen statt, nicht zwischen Männern, weil Malchut allein in viele kleine Malchuts zerbrochen ist. Wenn wir sie zusammenfügen, wird dies die Korrektur sein. Frauen müssen das erkennen und gut verstehen, dann haben wir eine echte Chance, die Korrektur der Welt zu erreichen.

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Über die spirituelle Welt, ganz einfach erklärt

Ich werde oft gefragt: „Was ist die spirituelle Welt? Können sie es beschreiben?“ 

Es ist sehr einfach. Diese Welt ist unser inneres Empfinden; es scheint uns nur, als ob etwas außerhalb von uns geschieht.

In Wirklichkeit ist alles was geschieht, vom riesigen Universum mit all den Sternen bis hin zu dem, was auf der Oberfläche der Erde in der unbelebten, pflanzlichen, belebten Natur und mit den Menschen geschieht, all das wird in meinem Wunsch zu genießen abgebildet. Könnte ich mein egoistisches Verlangen abschalten, würde ich weder mich noch die Außenwelt spüren.

Dieses ganze Bild, das sich in meinem Wunsch, welches der Schöpfer ohne meine Arbeit und Korrekturen, sondern nur durch den Einfluss von oben, geschaffen hat, in seiner ursprünglichen Form erhalten zu bleiben, offenbart- wird „diese Welt“ genannt. Natürlich spüren wir ständig Veränderungen, aber es sind Veränderungen innerhalb unseres Verlangens. Wir haben deshalb den Eindruck, dass die Welt in Bewegung ist. In Wirklichkeit bewegt sich nichts außer unserer Vorstellung, die sich innerhalb des Wunsches zu empfangen ändert, da sich der Wunsch ändert.

In der spirituellen Welt ist das nicht der Fall. Dort  werde ich nicht nur von dem Einfluss der höheren Kraft beeindruckt, sondern ich handle gleichzeitig. Wenn diese ganze Welt das Ergebnis des Wirkens der höheren Kraft ist, dann ist die spirituelle Welt das Ergebnis der Interaktion, der Verbindung zwischen meinem Handeln und dem Handeln des Schöpfers. Je ähnlicher ich dem Schöpfer bin, desto mehr offenbare ich die spirituelle Welt als das Maß meiner Verbindung mit der höheren Kraft.

Aus dem Unterricht, , Baal HaSulam, Schamati 59, „Der Stab und die Schlange“, 16.11.2021

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Was ist die materielle Welt, was die spirituelle? (Quora)

Die materielle Welt, von der Weisheit der Kabbala ganz einfach als „diese Welt“ bezeichnet, ist in Wirklichkeit nichts anderes als unsere eigene innere Wahrnehmung der Realität. Es scheint uns als existierte da draußen eine Welt, die außerhalb unserer inneren Wahrnehmung liegt, tatsächlich befindet sich aber alles in unserem Inneren.

Egal ob wir ein riesenhaftes Universum voller Galaxien und Sterne sehen, oder auch nur unseren Planeten betrachten, mit seinen Stufen von unbelebt über pflanzlich zu belebt und menschlich, so nehmen wir all das in unserem Verlangen zu genießen wahr. Dieses Verlangen Genuss zu empfinden, oder anders ausgedrückt, unser egoistisches Verlangen, ist unsere Natur. Könnten wir dieses Verlangen von uns abtrennen, würden wir weder uns selbst noch die Welt wahrnehmen.

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Wird man nach dem Tod wirklich zu einem Engel und kommt man in den Himmel? (Quora)

Nein. Die unzähligen Phänomene, von denen die Menschen glauben, dass sie nach dem Tod stattfinden, sind lediglich Theorien über den Tod, und selbst die Phänomene, die Menschen in Nahtoderfahrungen erlebt haben, sind psychologische Reaktionen innerhalb des vorübergehenden Zustands des klinischen Todes, in den sie eintreten.

Erlangen wir in unserem gegenwärtigen Leben keine klare Wahrnehmung und Empfindung unserer Seele, dann stirbt und verrottet unser Körper, und die Ebene des Verlangens, die wir in unserem gegenwärtigen Leben erreichen, nimmt einen neuen Körper an. Ein solcher Prozess setzt sich fort, bis wir schließlich unsere Seele erlangen, während wir in unserer Welt, in unserem Körper leben.

Wenn wir daher, während wir in unserem gegenwärtigen Körper leben, von einer Gelegenheit hören, unsere Seele zu erreichen, die spirituelle Welt zu betreten, dann sollten wir diese Gelegenheit mit beiden Händen ergreifen und unseren spirituellen Aufstieg beginnen.

Wir müssen aufhören, an alle Arten von Engeln und andere Phänomene zu glauben, von denen wir denken, dass sie mit uns geschehen, wenn wir sterben. Wenn wir in unserem jetzigen Leben keine Offenbarung der spirituellen Welt erlangen, dann haben wir keine Seele, und wir inkarnieren einfach immer wieder in neuen Körpern, sammeln Erfahrungen und Leiden an, bis schließlich unser Verlangen reift, den Prozess des spirituellen Aufstiegs in Angriff zu nehmen. Es ist so, wie es in den kabbalistischen Texten steht: „Du sollst deine Welt in deinem Leben sehen.“

Basierend auf „Frag den Kabbalisten, Folge 4“ mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman und Joseph (Asaf) Ohayon. Geschrieben/bearbeitet von Schülern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.