Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'spirituelle Entwicklung'

Wie ermittelt man Unendlichkeit?


Wir haben keine Möglichkeit, die spirituelle Wirklichkeit mit unserem egoistischen Verstand zu erreichen. Er kann sie einfach nicht wahrnehmen! Spirituelle Wahrnehmung wird als Erkenntnis (Hasaga) bezeichnet, was vom Sprichwort herrührt, „Erkenntnis in der Hand“, wobei die „Hand“ das korrigierte egoistische Verlangen ist.

Daher gibt es bestimmte Regeln in der Wissenschaft der Kabbala: „An deinen Handlungen werde ich Dich erkennen“, „Der Richter hat nicht mehr, als das was seine Augen sehen können“, usw. Diese Sprichwörter deuten darauf hin, dass die Höhere Welt durch klare Erkenntnis enthüllt werden muss.

Wir durchlaufen 125 Stufen der Erkenntnis, vom Anfang bis zum Ende. Jede der Stufen besteht aus 25 individuellen Parzufim oder Zuständen (siehe Baal HaSulam´s „Beit Shaar HaKavanot“). Es stellt sich heraus, dass jede Einzelne der 125 Stufen, die als „Sefirot“ bezeichnet werden, 25 ihrer eigenen Formen beinhaltet, und jede von ihnen wiederum 25 ihrer eigenen Unterformen enthält usw., bis zur Unendlichkeit.

Dies ist unmöglich zu berechnen. Es gibt keine bestimmte Zahl, die das bestimmen kann. Nur auf einer höheren Stufe, wo es keine Buchstaben oder Zahlen gibt, können wir diese Vielfältigkeit erfassen, weil wir neue Eigenschaften und einen neuen Verstand haben werden. Dann wird sich die Anzahl der Formen in eine höhere Eigenschaft umwandeln und wir werden sie natürlich und einfach wahrnehmen.

Daher scheint eine unendliche Anzahl von Parzufim, Sefirot, Welten oder Stufen der spirituellen Erkenntnis nur unserem jetzigen Verstand als unendlich. Für einen spirituellen Verstand ist alles auf ein einfaches Verlangen nach Geben und Liebe reduziert, wo wir eine Anheftung an den Schöpfer als ein ganzes „Ich, in dem wir, das Licht und der Schöpfer, Eins sind“ fühlen!

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Mach aus deinem Leben einen Dialog mit dem Schöpfer


Alle Gedanken und Sehnsüchte eines Menschen kommen vom Schöpfer zu ihm. Wenn der Mensch sich dem Schöpfer annähern möchte, bedeutet das, dass auch der Schöpfer dies will und dieses Verlangen in das Herz und den Verstand des Menschen einflößt.

Wenn jedoch der Mensch kein Verlangen nach dem Schöpfer hat, bedeutet dies, dass auch der Schöpfer dies nicht möchte und ihm deshalb Verlangen und Gedanken gegen Ihn schickt. Aber dennoch, der Mensch erhält mit allem, was er von Oben bekommt, eine Chance (einen Punkt), um sich dadurch selbst aus der Ferne zu betrachten. Diese Art von Untersuchung ist nur während der Zeit möglich, in der man zur spirituellen Entwicklung strebt.

Wenn der Mensch dies tut, wird sein Leben zu einem Dialog mit dem Schöpfer. Der Mensch dankt dem Schöpfer für all die guten und die schlechten Dinge, die zu ihm kommen, und das Einzige, was er verlangt, ist voranzuschreiten. Dadurch empfängt er neue Gedanken, neue Empfindungen und eine neue Realität.

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