Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schicksal'

Die einzige freie Wahl

Kommentar: Wenn sich uns der Schöpfer offenbart, befinden wir uns sozusagen im Guten und sind in der Lage, Ihn zu rechtfertigen. Ist dies nicht der Fall, befinden wir uns in einem Zustand des Bösen und verfluchen den Schöpfer.  Was bedeutet „verfluchen“? Wir verfluchen den Zustand, in dem wir uns befinden.

Was hängt dann von uns ab? – Das Tempo unseres Voranschreitens. Auch die Richtung unseres Weges hängt von uns ab; letztlich zeigt sie sich darin, wie schnell wir voranschreiten. Es heißt: Der Schöpfer legt die Hand des Menschen auf das gute Schicksal und sagt: „Wähle es für dich.“ 

Nehmen wir an, einem Menschen wird die Möglichkeit gegeben, zum Studium der Weisheit der Kabbala zu kommen, doch er nimmt diese Möglichkeit nicht ernst. Er ist noch jung, vielleicht noch nicht verheiratet, und sagt sich: „Ich werde mich damit beschäftigen, wenn ich mindestens dreißig bin.“

Das heißt, der Mensch hat sich nicht in der Wahl gefestigt, die ihm der Schöpfer gegeben hat. So können mehrere Jahre vergehen. Das bedeutet, dass der Mensch das Tempo seines spirituellen Voranschreitens selbst bestimmt: Entweder stärkt er sich in der ihm eröffneten Richtung, oder er wählt eine andere.

Man könnte fragen: „Liegt das denn in seiner Macht, wo doch alles unter der Herrschaft des Schöpfers steht?“ Aber das kann man über alles sagen. Hier geht es jedoch darum, ob der Mensch die ihm gebotene Möglichkeit genutzt hat oder nicht.

Die Kabbalisten erklären – und das ist uns verborgen –, dass man sich in seinem Leben in einem Zustand scheinbarer Freiheit befindet. In Wahrheit gibt es nur einen Bereich, in dem eine freie Wahl besteht: Im Hinblick auf das Ziel der Schöpfung und die Verbindung mit dem Schöpfer. Die freie Wahl besteht nur darin, die Möglichkeit zu nutzen, sich mit dem Schöpfer zu verbinden. Der Schöpfer ruft den Menschen gewissermaßen zu: „Komm näher zu Mir.“ Wenn der Mensch darauf nicht antwortet, wenn er diese Möglichkeit nicht ergreift, dann ist auch das seine Wahl.

Alles andere – ob wir ein Eis essen oder Kaugummi kauen, Fußball schauen oder schlafen gehen – ist nicht der Ort unserer freien Wahl. Es spielt keine Rolle, wer wir sind: ein Verbrecher, ein Dieb oder ein angesehener und rechtschaffener Mensch. In all diesen Dingen bestimmen wir unser Leben nicht wirklich aus eigenem freien Willen.

Es gibt nur eine einzige freie Wahl: die Verbindung mit dem Schöpfer zu wollen oder sie nicht zu wollen.

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Aus einer Lektion zum Artikel von Rabash, 21.7.26

 

Ist es möglich, die Information des ursprünglichen Gens zu verändern?

Frage: In dem Artikel „Freiheit“ schreibt Baal HaSulam, dass es in jedem Menschen eine Grundlage, d.h. die Wurzel seiner Seele, gibt, die sich nicht verändert. Steht diese Basis in einem Zusammenhang mit dem Reshimot?

Antwort: Es ist die Grundlage aller Reshimot, über die alle Arten von Veränderungen und Handlungen ablaufen. Die Basis selbst ist unveränderlich – sie ist das so genannte Ur-Gen.

Das heißt, jeder von uns hat ein ursprüngliches Gen das alle möglichen Zustände durchläuft, ein Reshimot auf dem alles „darauf geschrieben ist“.

Frage: Was können wir ändern? Was ändert sich und was bleibt gleich?  

Antwort: Wir können die Anwendung der Reshimot (spirituelle Informationssätze), die in uns existieren, für die Zukunft ändern und nebenbei bemerkt, auch unsere Vergangenheit korrigieren.

Wenn man das, was in einem geschrieben steht, richtig nutzt, kann man sein zukünftiges Schicksal ändern. Die Vergangenheit kann man nicht ändern, indem man aber die Zukunft umbildet, ändert man alle Prägung und Folgen der Vergangenheit.

Frage: Was genau kann man ändern? Wie wird man sich in der Zukunft fühlen?

Antwort: Die Zukunft wird sich positiv anfühlen. Im Grunde genommen wird zu Recht gesagt, dass man seine Zukunft selbst gestaltet. Die Reshimot sind eine Art potenzielle Zustände und nicht mehr.

Aus einer Fernsehsendung

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Verbindung = Liebe

Frage: Es gibt ein Gesetz, das als Gesetz der Bürgschaft bezeichnet wird. In der Kabbala wird viel darüber geschrieben. Da wir miteinander verbunden sind, kann jeder das Schicksal eines anderen Menschen ändern, aber er kann niemals sein eigenes Schicksal ändern. Wenn ich mein Schicksal ändern will, muss ich mein Umfeld ändern.

Wie kann das geschehen? Wie kann ich mich in das Schicksal eines anderen Menschen einmischen?

Antwort: Indem Sie ihm ein Beispiel geben. Das Wichtigste und Wirksamste ist es, dem Menschen ein Beispiel nach den Naturgesetzen für das richtige Verhalten zu geben: wie man sich verbindet, auf andere zugeht, mit ihnen umgeht wie man seine Einstellung zum Schöpfer und seiner Herrschaft ändert usw.

Unsere unmittelbare und globale Zukunft hängt davon ab.

Frage: Welches Naturgesetz ist es, auf das Sie sich beziehen?

Antwort: Absolute Liebe und die Verbindung von allem mit allem.

Frage: Die Natur verbindet alle Elemente, miteinander. In der Astronomie gab es sogar eine Periode, in der alle einfachsten Elemente kombiniert und dadurch komplexere Substanzen und Zustände entstanden. Genauso müssen sich Menschen auf einer bestimmten Ebene sinnlich vereinigen. Nennen Sie das Liebe?

Antwort: Ja, dann entsteht ein neues Wesen – in gegenseitiger Unterstützung füreinander, wenn Menschen zwischen sich Zustände schaffen, die es noch nie gegeben hat, die gerade aus ihrem direkten, offenen Streben zueinander entstehen.

Aus dem Fernsehprogramm „ Spirituelle Zustände“ 26.10.2021

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Schicksal und die Wurzel der Seele


Frage: Sie sagen, dass alles, was man in jeder Reinkarnation erlebt, aus der Wurzel unserer Seele stammt. Mein ganzes Leben lang, und besonders in meiner Kindheit, habe ich mich gefragt: „Warum nehme ich wohl die Welt durch meinen Körper und nicht durch den eines anderen wahr?“ Die Antwort darauf ist – weil ich meine Seelenwurzel besitze. Wieso habe ich aber die Wurzel der Seele, die mir gegeben wurde? Wenn ich eine andere Seelenwurzel hätte, dann würde ich die Wirklichkeit anders wahrnehmen. Ich verstehe, dass der Schöpfer nichts zufällig geschehen lässt. Daher denke ich, dass meine Frage gerechtfertigt ist und auch eine Antwort hat.

Meine Antwort: Die Urseele von Adam zersplitterte in viele Teile, die Bnei Adam (die Söhne Adams, das hebräische Wort für „Menschen“) genannt werden. Jeder Teil dieser zersplitterten Seele steigt herab, wobei sich seine Eigenschaften verschlimmern, bis hinunter zum niedrigsten Grad, unserer Welt, wo er sich als physischer Körper mit einer Welt um sich herum wahrnimmt. Diese Wahrnehmung ist die am weitesten abgewandte vom Schöpfer und sie ist fix (dauerhaft) – sie kann nicht korrigiert werden.

Es gibt jedoch einen „Punkt im Herzen“ – ein Verlangen, das aus allen heraustrat, das korrigiert und hinauf bis zu seiner Wurzel in Adam erhoben werden kann. „Der Körper“ ist das niedrigste Verlangen und er durchläuft Lebenszyklen, um den Zustand zu erreichen, in dem es einem Menschen möglich wird, mit der Entwicklung dieses „Punktes im Herzen“ zu beginnen. Jeder „Punkt“ von Adam entspricht einem bestimmten „Körper“ mit seinem eigenen Schicksal.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Seele ist der Teil unseres Verlangens, der dem Schöpfer ähnlich ist
 

Leben und Tod, Teil 5

Warum sollen wir wiedergeboren werden?

 Frage: Kann man sagen, dass ein Mensch, damit er in einer neuen Umgebung wiedergeboren wird und mit anderen Seelen in Kontakt kommt, neben der ständigen Erneuerung von Reschimot (genetischen Informationsdaten), alle zehn oder hundert Jahre seinen physischen Körper verändern muss?

Antwort: Ja, es ist notwendig.

Frage: Ich habe es also richtig verstanden?

Antwort: Relativ. Wir können in unserer Welt, mit unserem Vokabular, nicht das ausdrücken, was wirklich in der spirituellen Welt geschieht. Wir stellen es uns zumindest so vor. Immerhin ist es wahr, dass wir, mit dem was mit uns geschieht und dem was wir tun müssen, zu kalkulieren beginnen.

Frage: Muss ein Mensch sterben, damit seine Erfahrungen und das Wissen, welche er in diesem Leben erworben hat, zu Gefühlen werden? Baal Sulam gibt ein Beispiel mit dem Weizen: Getreide muss verfaulen, damit ein neuer Spross daraus wachsen kann.

Antwort: Ja. Das ist richtig. Es gibt einen Übergang von Qualität zur Quantität oder umgekehrt von Quantität zur Qualität. Ein Mensch lebt ca. 80 bis 100 Jahre. Alles was er sich angeeignet hat, all seine Erfahrungen sind in seinen Nachkommen repräsentiert.

Frage: Wo passt das alles hin?

Antwort: Informationsdaten existieren im Informationsfeld um einen Menschen herum.

Frage: Ist dieses Feld ein Feld für alle oder hat jeder sein eigenes?

Antwort: Jeder hat sein eigenes Feld und auch Eines für alle, dass uns lenkt. Dennoch sehen wir, wie wir uns in dieser Welt entwickeln: die gesamte Menschheit bewegt sich irgendwo hin und trotzdem hat jeder sein eigenes Schicksal.

Fortsetzung folgt…..

Aus dem TV Programm „ Grundlagen der Kabbala“

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Zu der Wurzel deiner Seele aufsteigen

Frage: Welchen Weg bietet die Kabbala an, um das eigene Schicksal kontrollieren zu können?

Antwort: Wir müssen zuerst zur Wurzel unserer Seele aufsteigen, zumindest auf die minimalste Stufe. Von dort aus kann man irgendwie verstehen, was mit einem geschieht. Um diesen Weg zu gehen, muss man mindestens drei Stufen aufsteigen: „ibur“ (Fötuszustand), „yenika“ (Fütterung), „mohin“ (Erwachsenerzustand).

Wenn der Schüler die erste Stufe erlangt, bekommt er eine Vorstellung, wie die Steuersignale funktionieren und wie sie ihn bewegen. Er beginnt zu verstehen, woher er das Wissen, Wünsche und Einstellungen bekommt, von wo aus Entscheidungen getroffen werden und er bereits davon Ergebnisse erhält.

Ansonsten kommt es ihm so vor, als würde das alles in seinem Inneren geschehen. Aus dem mangelnden Verständnis heraus, wo diese Signale entstehen, denkt er, dass alles in seinem Inneren geschieht.

Aus dem russischen Unterricht 27.10.2019

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Die Zukunft existiert bereits

Frage: Sie sagen, dass die Zukunft zwar von uns abhängt, aber unser Schicksal vorbestimmt ist. Wie ist es zu verstehen?

Antwort: Es geht darum, dass wir alle einen Zustand der vollständigen Korrektur erreichen müssen. Es ist bereits vorgegeben. Noch mehr, wir existieren bereits darin.

Jetzt müssen wir diese Zukunft realisieren, uns ihr näher bringen. Wie wir es tun, ob schnell oder langsam, ob wir selbst nach vorne streben oder von der Natur zur Eile getrieben werden – hängt von uns ab. Die Zukunft existiert bereits.

Dies ist der Zustand, in dem wir waren, bevor das Gefäß unserer Seele zerbrach, jetzt müssen wir zu ihm zurückkehren. Wir werden nicht drum herumkommen, da jeder von uns verpflichtet ist, seinen eigenen Punkt, seine eigenen Zellen zu füllen – ihr, ich und alle anderen.

Der Weg auf dem wir diese vorbestimmte Zukunft erreichen werden, existiert nicht. Es hängt von uns ab, wie schnell wir uns auf dieses Ziel fokussieren können, wie schnell wir es erreichen können und wie bequem wir diesen Weg gehen werden. 

Wir müssen zu seinem vorbestimmten Ende gelangen, wo alle Teile der Seele miteinander zu einem gemeinsamen System, zu einem Ganzen verschmelzen und der Schöpfer sie mit seinem unendlich hohen Licht füllen wird. Wir müssen zu diesem Zustand kommen.

Frage: Sie sagen immer wieder, dass es in jedem Menschen eine spirituelle Informationsaufzeichnung (Reshimo) gibt. Ist es wirklich in uns?

Antwort: In jedem Menschen gibt es eine eindeutige Aufzeichnung aller Zustände, die er vom Anfang bis zum Ende durchlaufen muss. Er bestimmt, wie er durch sie hindurchgehen wird: schnell, langsam, bequem oder mit Schlägen.

 

Aus dem Unterricht, 28.04.2019

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Neues Leben #1105 – Leben im Netz

Neues Leben #1105 – Leben im Netz

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

 

Im idealen Netzwerk sind alle einbezogen und unsere guten Beziehungen schaffen einen Ball der Liebe, aber das menschliche Ego widersetzt sich diesem. Die Kluft zwischen unserer natürlichen Verbindung und der egoistischen Einstellung bestimmt unser Schicksal. Spirituelles Wachstum entsteht, wenn wir unsere Einstellung durch ein Mittel namens Seele korrigieren und das Netzwerk positiv beeinflussen. Der Höhepunkt der Entwicklung ist es, das gesamte Netz zu erfassen und die Ebene Gottes zu erreichen.

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Aus KabTVs „New Life # 1105 – Leben im Netz“, 19.03.19

Karte des Schicksals

Der jüdische Kalender hat ein besonderes Verhältnis zu den Zeiten.

Dies basiert auf der Tatsache, dass das spirituelle System ein Werkzeug wie Seir Anpin hat, in das sich Malchut kleidet und von oben in das Licht von Bina eintritt.

Seir Anpin hat eine Art Schlitz, kleine Löcher, mit denen er Malchut durchleuchtet. Wenn ein Loch mit dem Empfänger, mit Malchut, mit der Seele zusammentrifft, dann tritt das Licht ein und das wird als „Mazal“ bezeichnet – das Schicksal des Menschen.

Es gibt besondere Beziehungen zwischen Tagen und Nächten, zwischen verschiedenen Zeiten. Was ich an einem bestimmten Tag zu einem bestimmten Zeitpunkt, angenommen in der Nacht machen kann, kann ich ebenso, mit fast der selben Wirkung, an einem anderen Tag zu einer anderen Stunde zum Beispiel am Nachmittag tun.

Wir sehen, wie das Licht von Bina uns beeinflusst. Seir Anpin und Malchut, legen für uns jedes Mal eine andere Seite, ein neues Schicksal fest.

Im Judentum wurden schon vor langer Zeit astronomische Tabellen erstellt. Sie wurden von Kolumbus, Newton und anderen berühmten Wissenschaftlern und Seefahrern benutzt. Abraham selbst war ein großer Astronom und Astrologe.

Zu Abrahams Zeit war die Astrologie nicht wie heute. Die Basis war eine klare Verbindung, in Bezug auf jeden Menschen und seiner Seele und zwischen dem Standort der Sterne, des Mondes, der Erde und der Sonne. Sie berücksichtigte die Daten, zu welcher Zeit er gezeugt, geboren, etc. wurde. Wenn wir all das wüssten, würden wir das Schicksal eines jeden Menschen kennen. Wir wüssten was mit ihm geschehen würde und wie er handeln würde. Wir bräuchten keine Wahrsagerei – so ist sie nun mal, die Karte unseres Schicksals.

Aus dem Unterricht vom 30.12.2018

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Die verborgene Bedeutung der Rolle der Esther

Der folgende Abschnitt ist ein Auszug des Artikels von Rabash über den Feiertag von Purim, „Verhüllung und Enthüllung“:

„Dunkelheit ist das babylonische Exil, in welches sich das Volk Israel selbst gebracht hat, da der Schöpfer (Seir Anpin) schlief. Der Sünder Haman, welcher ein großer Sterndeuter war, warf das Los (Pur), um das Schicksal zu bestimmen. Haman und seine zehn Söhne sind die zehn Klipot (unreinen Kräfte), da er wusste, dass der Schöpfer schlief und somit Seine Höhere Lenkung das Volk Israel (all jene, die zum Schöpfer streben) nicht beschützte. Daher dachte Haman, dass nun die Zeit gekommen sei, um das Volk Israel zu vernichten.

Haman ist unser ganzer Wille zu empfangen, welcher im Gegensatz zum gesamten Licht von Chochma steht. Er weiß, dass das Licht sich offenbaren wird, aber was er nicht weiß, ist, dass dies nur in der mittleren Linie geschehen kann und später sogar wieder zurückgenommen wird, wenn der Übergang in den Zustand der ersten Einschränkung (Zimzum Alef) geschieht. Malchut vereinigt sich mit Seir Anpin in der mittleren Linie und sie steigen zu Bina auf, wo sie den Zustand der Endkorrektur erreichen.

Die Vernichtung des Volkes Israel bedeutet die Vernichtung der Absicht „um zu geben“, welche den Menschen daran hindert, das Licht von Chochma auf egoistische Weise zu empfangen. Mordechai ist die Absicht des Gebens, aber wenn er alleine handelt, ohne die Verlangen von Haman, so ist dies nur Geben in der Absicht um zu geben. Das heißt, dass er das Licht von Chochma zurückweist, damit dieses sich nicht enthüllt.

In anderen Worten, wenn der Mensch nicht in der mittleren Linie arbeitet, dann werden auch seine besten Handlungen des Gebens seinen Weg der Entwicklung nur blockieren. Daher braucht Mordechai die Verbindung mit Haman. Wenn sie beginnen, miteinander zu streiten (ein Streit zwischen der Absicht des Gebens und dem egoistischen Verlangen), fangen sie an zu verstehen, in welchem Ausmaß sie fähig oder nicht fähig sind, sich zu verbinden.

Die Absicht des Gebens macht es möglich, die Verlangen Hamans zu benutzen. Dennoch werden diese tatsächlichen Verlangen nicht erfüllt werden und das führt dazu, dass ein Konflikt zwischen Mordechai und Haman auftritt. Die Geschichte beschreibt, wie ein Mensch die richtige Einheit zwischen zwei streitenden Kräften oder zwei gegensätzlichen Absichten erschaffen kann. Sie beschreibt auch die Schlachten, Verwirrungen und Zweifel, welche uns auf dem Weg der Korrektur erwarten, bis wir die richtige Methode finden.

Dies ist es, worüber in „Megillat Ester“ (die Rolle der Esther) erzählt wird.

 

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