Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Worum am Grabe eines Kabbalisten bitten


Fragen, die ich dazu erhalten habe, ob ein Mensch die Gräber der Rechtschaffenen besuchen sollte und worum man an diesen Stellen bitten sollte:

Frage: Ich würde gerne die Gräber der Rechtschaffenen auf dem Berg Miron besuchen. Die Reise, an der ich interessiert bin, findet nachts statt und der Reiseorganisator sagte, gemäß Kabbala könne man den Umlauf des Mondes dafür benutzen, zu berechnen, was die beste Zeit für eine Bitte um Heilung von Krankheit wäre. Ich hörte jedoch auch die Meinung eines anderen, der Kabbala studiert. Er sagte, man solle das nicht machen. Ich würde gerne herausfinden, ob man das machen kann und warum gerade nachts?

Antwort: Niemand besucht jemals Gräber bei Nacht. Die einzige Ausnahme ist die Nacht von Lag BaOmer, in der Menschen in ganz Israel und auch am Berg Miron, am Grab von Rashbi, dem Autor des Buches Sohar, Freudenfeuer entzünden. Dies ist ein antiker Brauch. Jedoch bei Vollmond um die Heilung von Krankheiten zu bitten hat nichts mit Kabbala, sondern nur mit Mystizismus und Schamanismus zu tun.

Rabash und ich gingen gewöhnlich für zwei Tage in der Woche nach Tiberias und manchmal besuchten wir das Grab von Rashbi auf dem Berg Miron. Rabash respektierte diesen Ort. Jedoch sah er diesen nicht als einen Ort an, um nach der Lösung von körperlichen, egoistischen Problemen der Menschen zu bitten, sondern vielmehr nur als einen Ort, um nach der Gleichheit mit dem Schöpfer zu bitten. Wenn ein Mensch dort ist, sollte er um die Fähigkeit bitten, seinen Nächsten zu lieben, anstatt sich mit dem eigenen tierischen Körper zu befassen, mit dessen Heilung oder anderem Nutzen. [Rest des Beitrags lesen →]

Kleidung ist der innere Ausdruck eines Menschen

Und mache heilige Kleider für deinen Bruder Aaron, damit man ihn ehrt und seine Pracht bewundern kann [Tora, „Exodus“, „Tezave“, 28:2].

Das Gewand (hebräisch „levusch“) symbolisiert die Korrekturen, die an den Verlangen des Menschen vorgenommen werden sollten. Wenn ich egoistische Wünsche habe, von den Größten, Ausgeprägten, den Stärksten bis zu den Schwächsten, dann sollten sie alle in die Gewänder verkleidet werden, das bedeutet sie in die Absicht um des Nächsten willen, um des Schöpfers willen, einzukleiden.

Je heller, aggressiver und ernster das Verlangen ist, desto größere Korrekturen sollten dahingehend vorgenommen werden. Das heißt: „wunderschöne Kleidung“. Deshalb ist das unkorrigierte Verlangen „Aaron“ das Schlimmste.

Es heißt: „Wenn Israel fällt, fällt es unter alle Völker der Welt, und wenn es aufsteigt, steigt es zum Himmel auf.“ Denn mit großem egoistischem Verlangen, in ihrer korrigierten Form, kann man alles bis zur Stufe des Schöpfers tun. Und dann wird jeder ihre Pracht bewundern, denn diese Korrekturen, die jeder vornehmen sollte, sind nicht mit dem gewöhnlichen Volk vergleichbar, das heißt mit dem gewöhnlichen Verlangen innerhalb eines Menschen.

So sind Moshe und dann Aaron und seine Kinder, dann der Rest der Priester: die egoistischsten, die hellsten, die ekelhaftesten Verlangen im Menschen und in der Welt, wenn sie nicht korrigiert sind. Deshalb sehen wir die Einstellung der Menschheit  zu den Juden. Und im korrigierten Zustand wird es das Gegenteil sein.
Das ist die Grundhaltung der Völker der Welt gegenüber den Juden. Die Völker der Welt warten darauf, dass die Juden „Gewänder“ erwerben, sich erheben und mit all ihren besonderen Eigenschaften „für das Geben“ zuarbeiten, beginnen.

Deshalb sind Aarons Bekleidungen kein einfacher Begriff. Worin besteht im Prinzip der Unterschied zwischen den Menschen in unserer Welt? – Die Kleidung. Es kann Kleidung, Haus und das, was einen Menschen umgibt, sein – alles, was sein Niveau, seinen Zustand, seinen Aufstieg über andere betont oder umgekehrt. Das heißt, es ist ein Ausdruck des Status einer Person.

Frage: Bedeutet das, dass die moderne Mode ihre stärksten spirituellen Wurzeln hat?

Antwort: Natürlich, denn es kommt von der gleichen Natur. Egoismus nutzt dieses Mittel für seine Hervorhebung.
In der spirituellen Welt betont das Kleidungsstück das Maß deiner inneren Erhebung über die Welt, das Maß der Hingabe, Liebe und Selbstaufhebung. So sehr du dich auch selbst herabgesetzt hast, so sehr hast du dich auch erhoben. Und in unserer Welt, im Gegenteil, wie sehr du dich selbst aufbaust, indem du dich vor einem Spiegel wie ein Affe verziert hast.

Dies wird so lange andauern, bis wir erkennen, dass die Kleidungsstücke der innere Ausdruck eines Menschen sind. Schließlich ist die Tatsache, dass wir modische Kleidung tragen, keine Korrektur, sondern im Gegenteil eine Verzerrung.
Nach dem Sündenfall sagte der Schöpfer Adam, dass er Kleidung brauche, das heißt die Korrektur des Egoismus, die ihm helfen würde, sich selbst zu überwinden und zur Liebe zu kommen.
Die Tora sagt, dass der Schöpfer selbst Kleider für die Menschen genäht hat, das heißt ihnen das höhere Licht gegeben hat, dank dem das reflektierte Licht, die Absicht zu geben, den Egoismus verkleiden würde.

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Die Summe der Empfindungen aller Seelen

Ich glaube, dass ich etwas empfinde, doch in Wirklichkeit gibt es keine persönliche Empfindung.

Jede Empfindung ist die Summe der Empfindungen aller Seelen, der gesamten Unendlichkeit. Genau das wird als spirituelles Gefäß bezeichnet.

Das spirituelle Gefäß gehört nicht mir persönlich, es ist das, was wir zwischen uns enthüllen. Und das, was ich in mir selbst enthülle, wird als tierische Stufe bezeichnet, und darüber wird in der Kabbala nicht gesprochen.

Jeder von uns ist ein Tier. Doch die Art, wie wir uns miteinander verbinden, bedeutet unsere spirituelle Verbindung. Im spirituellen Raum wird nur die Verbindung zwischen uns berücksichtigt.

Diese Verbindung ist zerbrochen, doch sie gehört der Spiritualität an. Darum können wir uns ein angenehmes tierisches Leben machen, doch es wird nichts mit der Spiritualität zu tun haben. Die Spiritualität beginnt mit der Klärung der Verbindung zwischen uns. Und zwar nicht einer beliebigen Verbindung, sondern der Verbindung mit dem Ziel, den Schöpfer zu enthüllen. Ich will den Schöpfer enthüllen und stelle deshalb fest, dass ich dafür andere Menschen brauche, denn von der Nächstenliebe gelangt man zur Liebe zum Schöpfer.

Allein dafür hat der Schöpfer unsere Seelen zerbrochen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „600 Tausend Seelen“ 

Kabbala Akademie

 

Die Seelen sind die Beziehungen zwischen den Wünschen

Frage: Wie verbinden wir, was wir im ТES lesen, mit der Nächstenliebe oder mit der Liebe zu den Freunden?

Antwort: Alles, worüber ТES erzählt, geschieht in der Verbindung zwischen den Seelen. Die Wissenschaft der Kabbala sagt nichts über das Geschehen in der Materie – im Wunsch, zu genießen.

Sie erzählt nur über die Handlungen in den Absichten, in den Kräften über dem Material, in der Vereinigung zwischen den Seelen. Es gibt ein System – den allgemeinen Wunsch, der in eine Menge separater Wünsche, Stufen, Erscheinungsformen, Unterschiede, tausende von vielfältigen Gradierungen der Eigenschaften geteilt ist. Diese Eigenschaften unserer verschiedenen Wünsche verbinden sich untereinander.

Das Problem – liegt nicht an dem Wunsch selbst. Er ist uns auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe gegeben worden. Wichtig ist, die Verbindung zwischen den separaten Teilen des Wunsches, zwischen verschiedenen Wünschen – und das ist dann schon die menschliche Stufe. Denn dort gelten bereits die Berechnungen, Gedanken, Beziehungen und die Verbindung. Und deshalb spricht die gesamte Wissenschaft der Kabbala nicht über die Wünsche, über die Materie, sondern über die Beziehungen zwischen den Wünschen, über die Absicht ihrer. Gerade die Beziehungen heißen die Seelen, sie bilden die Geisteswelt. Und die Wünsche an sich bilden unsere, materielle Welt. Und wenn es um die Verbindung geht, dann soll darin Rosch, der Kopf des geistigen Parzufs vorhanden sein, der die Entscheidung trifft und die Verbindung plant, sowie Guf, der Körper des Parzufs, der die Handlung der Verbindung realisiert.

Das heißt, sowohl Rosch, als auch Guf des geistigen Parzufs befinden sich unter den Wünschen, weil Guf des geistigen Parzufs eine Art Verbindung ist, die sich tatsächlich verwirklicht hat. Und über die Wünsche im Allgemeinen sprechen wir gar nicht, als ob sie sich unterhalb der Oberfläche befänden. Es ist eine gewisse Realität, die vom Schöpfer geschaffen wurde, auf deren Grundlage wir unsere Beziehungen aufbauen.

Deshalb wird in der gesamten Wissenschaft der Kabbala nur über die Seelen – über die Beziehungen zwischen den Wünschen gesprochen.

Kabbala Akademie

Jeder der zum Schöpfer strebt, kann Israel werden

Zwei Fragen, die ich bezüglich der Konversion zum Judentum erhielt:

Frage: Warum können Sie sagen, dass Rabbi Akiva nicht jüdisch war? Wie weit können Sie daneben liegen? Er war 100 % jüdisch! Ich nehme an, dass morgen Rav Ashlag auch nicht-jüdisch genannt werden wird!

Antwort: Zuerst einmal, dies alles spielt keine Rolle in Bezug auf die Tora. Wir alle sind von der Entstehung her Babylonier. Die Juden begannen damit, sich selbst anders zu bezeichnen, denn sie unterschieden sich von anderen Leuten dadurch, dass sie ihr Leben auf das Gesetz gründeten: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Das ist es, was jetzt von der ganzen Menschheit gefordert wird, einschließlich den Juden, die von der Stufe der Einhaltung dieser Regel abgefallen sind.

Ich hörte meinen Lehrer die Herkunft Rabbi Akivas erklären. Sie können auch auf google.com gehen und die Worte „ Akiva Proselyt (Bekehrter)“ eingeben und nachschauen, was dort gesagt wird. Bitte überprüfen Sie Ihr Wissen. Und Sie sollten nicht beleidigt sein: Es ist eine Ehre, ein Proselyt (Bekehrter) zu sein! Schließlich ist es ein Zeichen dafür, dass jemand eine Korrektur durchgemacht hat. Ich wünsche uns allen, Bekehrte zu werden, wie es in der Tora definiert ist! Die Tora erklärt wiederholt: „Liebe den Proselyten.“

Frage: Nachdem ich den Text „Die Letzte Generation“ gelesen hatte, kam ich wieder zur Frage der Beziehung zwischen Juden und Nichtjuden. Ich gehöre im körperlichen Sinne zu den letzteren und habe mich manchmal wegen dieser Tatsache von der Kabbala ausgeschlossen gefühlt. Aber ich habe mit großem Interesse andere Texte gelesen, in denen diese Dynamik im spirituellen Bereich eindeutig erklärt wird: Der Ausdruck „Jude“ gehört zu einer Person mit dem Punkt im Herzen. Trotzdem scheint es mir, dass zwei Definitionen in den verschiedenen Texten vorkommen, einige beziehen sich auf den körperlichen, andere auf den nicht-körperlichen Bereich. Jede Klärung darüber, was die korrekte Ansicht über diese beiden Begriffe ist, ist sehr willkommen.

Antwort: Es gibt keine Nation oder ein Volk der „Juden“! Diese „Nation“ bildete sich aus den Schülern Abrahams heraus, gemäß ihrer spirituellen Eigenschaft. Kabbala erläutert, dass es 70 spirituelle Wurzeln der Nationen der Welt gibt, aber es gibt keine getrennte spirituelle Wurzel für die Nation Isra-El! Deshalb kann jeder, der nach dem Schöpfer strebt, Israel werden. Das ist der heutige Stand:

• Ein genetischer Jude muss Kabbala studieren und verbreiten (siehe Punkt 70 der „Einführung zum Buch Sohar“).

• Ein geistiger Jude (Isra-El) ist jede Person, die danach strebt, den Schöpfer zu offenbaren.

Verwandtes Material:
Blog-post: Israel = Alle Menschen, die zum Schöpfer streben
Blog-post: „Auserwählt“ zu sein bedeutet, die Verantwortung zu haben, der Welt spirituell zu dienen
 
Kabbala Akademie
 

New Life 151 – Sozioökonomische Lücken

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Zusammenfassung

Glück ist tatsächlich ein göttliches Produkt. Wir haben alle einen viel höheren Lebensstandard als vor 50 Jahren, haben aber keine Freude daran. Wir sind geteilt, distanziert und voneinander entfremdet. Das wachsende menschliche Ego verlangt ständig etwas Neues. Noch haben wir nicht erkannt, was es ist. Wir können uns selbst nicht füllen und sind nicht mehr mit materiellen Errungenschaften zufrieden, egal wie erfolgreich wir dabei sind. Die Technologie befreit die meisten von uns arbeiten zu müssen, trotzdem finden wir keinen Sinn in unserem Leben. Die Quelle des neuen Glücks liegt im menschlichen Leben auf der sozialen Ebene. Uns fehlt es an Wärme und Herzensverbindung, wie es ein Kind auf dem Schoß seiner Mutter empfindet. Früher lebten wir in einer Familie, heute müssen wir die ganze Welt als Familie akzeptieren. Der Abstand zwischen uns bleibt bestehen, aber das familiäre Gefühl und die gegenseitige Fürsorge werden bald zwischen allen geweckt werden.

Aus KabTVs „Neues Leben 151 – Sozioökonomische Lücken“, 28.2.13

Wie wird die Menschheit in Zukunft sein?

Zwei Fragen, die ich über die Menschheit während der letzten Generation erhielt:

Frage: Wie wird die neue Menschheit leben?

Antwort: Die neue Menschheit wird entsprechend der Entwicklung der Menschen organisiert sein, anstatt gemäß von Regeln. Baal HaSulam beschreibt das im Buch, „Die letzte Generation. „Ferner wird dies letztendlich nur bis zur vollständigen Korrektur der Menschheit andauern, bis sie das Geben auf dem Niveau des Schöpfers erreicht hat. Dann wird die physische Welt, die wir heute sehen, verschwinden.

Frage: Wenn eine Person in ihrem physischen Körper verbleibt, dann müssen alle ihre Verlangen auch bleiben, einschließlich der tierischen Verlangen.

Antwort: Jedes Verlangen hat einen Nutzen. Unsere Verlangen werden nicht als egoistisch betrachtet, wenn sie für unsere Existenz notwendig sind.

Wenn sie für diesen Zweck verwendet werden, fangen wir an, sie spirituell wahrzunehmen.

Denn Essen, Sex und jedes andere Verlangen sind die Mittel, die uns dazu führen, dem Schöpfer ähnlich zu werden. Sie sind die Mittel, durch die wir im Stande sind, ein Teil der allgemeinen Harmonie der Natur zu werden.

Die Menschen werden einen Zustand erreichen, wo das Ziel der Versorgung des physischen und spirituellen Körpers darin besteht, in der Realität des Gebens und der Liebe zu existieren.

 

Kabbala Akademie

 

Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 22

Anmerkungen in Klammern sind von mir. (M. Laitman)

Die Lenkung des Schöpfers ist zielgerichtet.

Eine ausführliche Erforschung der Lenkungswege des Schöpfers in unserer Welt weist darauf hin, dass diese Lenkung ausschließlich zielgerichtet ist. (D.h. nur aus seiner Sicht verständlich).

Doch das Gute wird nicht im Ganzen erkannt, solange das Geschöpf nicht seinen Endpunkt erreicht hat, das heißt die vollendete Form und die endgültige Entwicklung. (Da das Verstehen der Schöpferswege für die Schöpfung nur in den korrigierten Eigenschaften möglich ist).

Bis dahin (bis die Schöpfung sich aus dem Egoismus und dem Bösen heraus vollkommen zur Liebe und zum Guten korrigiert hat), hüllt es (Sein Zustand und der Zustand der Welt) sich, ganz im Gegenteil, stets in einen „Umschlag“ aus Verdorbenem gegenüber dem Betrachter. (Obwohl er in seinem Wesen vollkommen korrigiert und gut ist, doch dies wird vor dem Betrachter durch seine verdorbene Eigenschaften verborgen).

Baal HaSulam. „Das Wesen unserer Religion und ihr Ziel“.

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Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 20

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Die Lenkung des Schöpfers ist zielgerichtet

Es gibt ein Mittel (um den Schöpfungsgedanken und das, was mit uns geschieht, zu verstehen): Auf das Ende der Handlung zu schauen, das heißt auf das Schöpfungsziel, weil es unmöglich ist, etwas in der Mitte des Prozesses zu verstehen, außer wenn man den Abschluss betrachtet.

Baal HaSulam, Einführung in das Buch Sohar, Punkt 4

Der Schöpfer (diese Eigenschaft) ist das „absolut Gute“. Er (diese Eigenschaft, Kraft) lenkt uns (absolut in allem und) zielgerichtet, ausgehend von Seiner Perfektion des absolut Guten und ohne jede Beimischung von Bösem.

Das bedeutet, dass die Zielgerichtetheit Seiner Lenkung uns verpflichtet, die Reihenfolge des Durchlaufens unterschiedlicher Zustände (bewusst, d.h. mit der gleichen Liebe und Dankbarkeit) auf uns zu nehmen, die durch das Gesetz von Ursache und Wirkung bedingt sind, (um zu) bis wir schließlich würdig werden, das (bereits von uns) erwünschte Gute zu empfangen, wodurch wir das (von uns beiden erwünschte) Ziel unserer Schöpfung erreichen – wie eine prächtige Frucht am Ende ihrer Reifung.

Baal HaSulam, „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“

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Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung; Teil 17

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Warum ist der Schöpfer vor dem Menschen verborgen?

Wenn der Schöpfer den Geschöpfen über die wundersamen Dinge, die in der Essenz der Belohnung (in der Verschmelzung mit Ihm durch die Ähnlichkeit der Eigenschaften des Gebens und der Liebe) liegen, enthüllt hätte, würden sie zwangsläufig in die Irre geführt werden und hätten (gezwungenermaßen) die Arbeit für den Schöpfer (das Geben) nur mit der Absicht angenommen, die herrliche Belohnung für sich zu bekommen. Dies würde als das Arbeiten zum eigenen Zweck, aus Eigenliebe, betrachtet werden, was als Folge den ganzen Zweck (des Schöpfers, die Geschöpfe Sich ähnlich, ewig, selbstständig, unabhängig von Sich und vollkommen zu machen) verfälschen würde.

Baal haSulam „Die Bürgschaft“, 29

Der Schöpfer (die Eigenschaft des Gebens) ist die vollkommene Güte, und die Eigenschaft der Güte ist, Gutes für die anderen zu tun. Darin besteht der Gedanke des Schöpfers, d.h., Geschöpfe zu erschaffen, um ihnen Gutes zu tun. Denn wenn es niemanden gibt, der Gutes empfängt, dann gibt es auch keine Wohltat.

Doch wie Er das in Seiner unergründlichen Weisheit wusste, müssen die Geschöpfe das Gute, damit es vollkommen ist, durch eigene Arbeit verdienen. Nur dann werden sie wahrhaftige Herren über das Gute sein und keine Scham wie Bettler empfinden.

Ramchal „Da’at T’vunot“, 18

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