Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Versöhnungstag ist ein Freudentag

Jom Kippur bedeutet Versöhnungstag, einen Tag, an dem das Kli (das Verlangen), das von uns korrigiert werden muss, enthüllt wird.

Rabash schreibt in vielen Artikeln, dass der Mensch entsprechend seinem inneren Zustand, der ohne jegliche Verbindung mit dem kalendarischen Feiertag eintreten kann, zum Versöhnungstag kommt.

Jeder von uns durchläuft in seiner persönlichen Entwicklung diese Zustände, Aufstiege, die als „Rosh haShana“ (Jahresanfang), „Jom Kippur“ (Versöhnungstag) u. a. bezeichnet werden.

Jom Kippur ist ein sehr hoher Zustand, und es bedarf eines gewaltigen Lichtes, das auf uns einwirkt, um diesen Tag, diese Stufe in uns zu enthüllen.

Dafür ist eine ganze Handlungsabfolge notwendig. Der Mensch unternimmt große Anstrengungen innerhalb der Gruppe, innerhalb unserer Verbindung, wo einst das Zerbrechen stattgefunden hat.

Der Ort des Zerbrechens ist uns dafür gegeben, damit wir ihn korrigieren. Dann begreifen wir, was Korrektur bedeutet, wie der Aufbau dieses Ortes ist, wie die höhere Kraft ihn erschaffen hat und ihn unterstützt. So enthüllen wir den Schöpfer.

Um das zu erreichen, strengen wir uns an – entsprechend dem Hauptgesetz der Tora „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.

Wie uns die Kabbalisten empfehlen, setzen wir es nicht in der gesamten Menschheit um, weil das unmöglich ist, sondern vor allem in einer oder mehreren kleinen Gruppen.

Indem wir versuchen, dieses Gesetz nach der Methode der Kabbalisten in der Verbindung zwischen uns umzusetzen, das heißt, durch die Liebe zu den Geschöpfen die Liebe zum Schöpfer zu erreichen, stellen wir fest, wie wenig wir uns in der Eigenschaft des Gebens befinden.

Die Rede ist nicht von unserem Leben in dieser Welt, wie schlecht oder wie gut es uns geht; nicht dadurch überprüfen wir Gut oder Böse, nicht damit kommen wir zum Versöhnungstag.

Nur wenn ich mich in der Gruppe befinde, die Verbindung mit den Anderen anstrebe, das Licht, das zur Quelle zurückführt, erwecke und es mir leuchtet, dann sehe ich, wie tief ich im Hass und in der Abstoßung gegenüber meinen Freunden stecke, die nach der Einheit streben, um in ihr das Geben, den Schöpfer, zu entdecken.

Ich enthülle in mir die Kraft der Abstoßung, die Kraft des Zerbrechens – und nur über sie kann ich sagen, dass ich das Böse enthüllt habe. Nur mit diesem Übel kann ich zum Schöpfer kommen und von ihm die Korrektur verlangen.

Dann wird der Versöhnungstag zum Freudentag, weil ich die Krankheit des Egoismus, meine Natur, die korrigiert werden muss, enthüllt habe.

Ich habe die Bedingung „Ich erschuf den Egoismus“ enthüllt und kann jetzt den Schöpfer um die Tora bitten – um die Kraft, die den Egoismus korrigiert, weil weiter von Ihm gesagt wird „Und erschuf die Tora zu dessen Korrektur, da das Licht in ihr zur Quelle zurückführt“, d.h. zu Mir.

Darum kommen wir erst nach einer schweren Arbeit an der Verbindung zwischen uns am Versöhnungstag an: erst – nachdem das höhere Licht von der Stufe des Monats ELUL („Ich zum Geliebten und der Geliebte zu mir“) scheint, erst – nachdem wir Rosh haShana erreicht haben, weil wir einen Neuanfang, eine Änderung auf dem Weg wünschen und nur die Verbindung zwischen uns – die Geburt eines neuen Systems, eines neuen Menschen (Adam) in uns – anstreben, erst danach kommen wir zu einem Zustand, in dem wir unsere gesamten zehn Eigenschaften überprüfen, und am zehnten Tag nach dem Jahresanfang, nach dem Beginn eines neuen Weges, am Versöhnungstag ankommen.

Dann befinden wir uns einerseits wirklich in dem Zustand der völligen Hoffnungslosigkeit und Kraftlosigkeit und andererseits in der unvorstellbaren Freude, weil wir jetzt endlich so zum Schöpfer flehen können, dass Er uns hilft.

Wir haben die völlige Sicherheit, dass Er uns hilft, weil wir uns bereits geprüft und erkannt haben, dass wir uns alle ausschließlich im Bösen befinden und nichts dagegen tun können. Andererseits haben wir in der Verbindung zwischen uns die Sicherheit gefunden, dass in diesem Fall der Schöpfer hilft, und warten genau auf diesen Moment.

Baal haSulam schreibt, dass „es keinen glücklicheren Moment im Leben eines Menschen gibt als den, wenn er feststellt, dass er völlig geschwächt ist und den Glauben an seine Kräfte verloren hat, weil er alle möglichen Anstrengungen unternommen hat, die er nur im Stande war, zu unternehmen, und doch nichts erreicht hat. Weil er gerade in einem solchen Moment, in einem solchen Zustand, zum absoluten, klaren Gebet, zur Bitte, zum Gebet an den Schöpfer, bereit ist!“ Eben dieser Moment nennt sich Versöhnungstag. Von diesem Moment an und weiter ist der Mensch bereits sicher, dass er das Licht der Korrektur erhält.

Aus dem Unterricht nach den Artikeln von Rabash, Auszüge zum Versöhnungstag vom 15.09.2010

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Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur


Frage: Ich kann mich nicht aufs Studieren des Buches Sohar konzentrieren, obwohl es mein größter Wunsch ist, dieses Buch zu verstehen. Das vorherrschendste Gebot im Christentum ist, „du sollst weder Vergeltung üben noch Groll hegen gegenüber den Kindern deines Volkes; sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst: Ich bin Jehovah“ (Levitikus 19:18). Jesus hat gelehrt, dass wir diejenigen lieben müssen, die uns hassen, und für diejenigen zu beten, die uns verfolgen. Ist das nicht auch ein Prinzip der Kabbala?

Meine Antwort: Jede Religion stellt sich selbst über andere Religionen und Lehren, und zwar deshalb, weil alle Religionen aus dem Egoismus des Menschen entstanden sind. Dies ist der Grund für all den Hass zwischen den unterschiedlichen Religionen und Nationen. Sogar innerhalb einer Religion gibt es Hass zwischen ihren unterschiedlichen Zweigen.

Das Gebot „Du sollst weder Vergeltung üben noch Groll hegen gegenüber den Kindern deines Volkes; sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ ist unvollständig. Kabbala lehrt uns, nicht nur das eigene Volk zu lieben, sondern alle Völker der Welt. Wenn wir in der Geschichte zurück schauen, werden wir niemanden finden, der diejenigen geliebt hat, welche ihn gehasst und verfolgt haben. Im Gegensatz dazu ist die Geschichte voll von Hass und Gewalt, welche durch die Religion bis heute hervorgebracht wurden.

Religion hat immer die verschiedenen Nationen voneinander gespalten und getrennt, indem sie diese gegeneinander aufgehetzt und sich selbst den Völkern durch Feuer und Schwert aufgezwungen hat.

Alle Religionen werden aussterben, weil sie aus dem Egoismus nach der Zerstörung des Tempels hervorgegangen sind. Das war, als das Volk Israel von der Stufe „Liebe deinen Nächsten“ auf die Stufe „grundloser Hass gegen den Nächsten“ gefallen ist – und sie sind nach wie vor auf dieser Stufe, zusammen mit allen anderen. Kabbala steht über der Religion. Sie wendet sich an jeden in der Welt, da sie lehrt, dass wir alle Teil der gemeinsamen Seele von Adam sind, ohne jeden Unterschied zwischen uns. Jede Person ist gleich wichtig, um für alle die vollständige Korrektur zu erreichen. Wenn auch nur eine Person fehlt, ist es nicht vollständig perfekt!

Kabbala trat im alten Babylon in Erscheinung, als die gesamte Zivilisation durch den wachsenden Egoismus auseinander fiel. Kabbala, durch Abraham vertreten, bat die Menschen sich zu vereinigen. Und jetzt, nach unserer ganzen bitteren Geschichte, erzählt die Kabbala uns allen wieder dieselbe Sache: „Vereinigt euch, sonst werdet ihr euch vernichten!“ Und bis heute predigen uns die Religionen noch immer Trennung – aus dem Grund, weil sie durch den Egoismus hervorgebracht wurden. Die Religionen traten auf, als die Nation Israel von der Nächstenliebe zum Hass herunter fiel – von der spirituellen auf die körperlich egoistische Stufe. Das war, als das Judentum erschien, danach das Christentum, und dann der Islam.

Baal HaSulam schrieb, dass die Religionen als kulturelle Traditionen der Nationen verbleiben werden. Die Religionen werden den ihnen angemessenen Platz einnehmen müssen und aufhören müssen, sich mit etwas zu beschäftigen, was jenseits von ihnen liegt – der Seele und ihrer Korrektur. Sie haben keine Verbindung mit dem Licht und dem Schöpfer, um sich damit zu beschäftigen. Genau das ist es, was wir heute miterleben, als Resultat der Einwirkung der Religionen auf die Menschen.

Die Periode der Verborgenheit des Lichts ist zu Ende, und damit ist auch die Periode der Herrschaft der Religionen über die Völker zu Ende. Das Licht wird enthüllt werden, und Religion wird durch die Kabbala ersetzt werden. Religion wird als kulturelle Tradition bestehen bleiben.

Verwandtes Material:
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Blog-post: Die Bibel – Geschichte oder Wissenschaft?
Blog-post: Wo ist in der Kabbala Jesus Christus zu finden?
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Den Neid fördern

Frage: Baal  HaSulam schreibt:“ Wer bis morgen warten kann, wird nach Jahren weise werden.“ Wie kann man jetzt, anstatt auf morgen zu warten, die Suche nach dem Höheren entwickeln?

Antwort: Es hängt davon ab, wie sehr sie ihre Freunde beneiden. Sie sollten Neid darüber empfinden, dass sich ihre Freunde viel schneller und erfolgreicher entwickeln als sie. Das ist ein Problem. Diese Einstellung wird auch dem Lehrer empfohlen. Ich sitze zum Beispiel jeden Tag vor meinen Schülern, obwohl ich mir sehr wünsche, dass sie schneller vorankommen, muss ich sie auch beneiden, sonst kann ich nichts von ihnen lernen. Ich muss durch den Schöpfer von ihnen lernen.

Guter Neid ist das Hauptmerkmal, das uns vorwärtsbringt. Ich denke nicht daran, dass sie langsamer vorankommen, sondern, dass sie von selbst schneller werden. Auf diese Weise helfen wir uns gegenseitig. 

Diesen Neid sollten wir entwickeln. Sie müssen den anderen zeigen, wie viel mehr sie verstehen, sie intelligenter sind und wie sie mehr investieren. Helfen sie ihnen dabei!

 

Aus dem Unterricht, 21.04.2019

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Warum die Kabbala derart geheim gehalten wurde

Frage: Warum hielten die Kabbalisten die Weisheit der Kabbala so viele Jahre geheim, wenn jemand, der dafür nicht bereit ist, sie nicht anwenden kann?

Meine Antwort: Die Wissenschaft der Kabbala war bis zur Zerstörung des Tempels für jeden zugänglich, der sie studieren wollte. Die Zerstörung des Tempels war die Zerstörung der spirituellen Wahrnehmung im Volk Israel.

So wie es gefährlich ist, normale Wissenschaft an Egoisten zu enthüllen, denen es an der richtigen Weltsicht und ihrem Zweck fehlt, da das Offenlegen dieses Wissens sie mit Waffen austatten würde, die ihnen und anderen Schaden zufügen würden, so wurde es Menschen, die von der spirituellen Stufe der brüderlichen Liebe in unbegründeten Hass fielen, verboten, die Wissenschaft der Kabbala zu studieren. Schließlich konnten sie diese falsch anwenden und sich verwirren.

Sie waren nicht fähig, sie anzuwenden, als sie erst einmal in das egoistische Verlangen gefallen waren, das anfing, zu wachsen. Zuerst mussten sie sich in die Verlangen dieser Welt verwickeln, in der Finsternis versinken, sich mit allen Verlangen der Menschen vermischen. Tatsächlich war das der Zweck, als das Volk Israel ins Exil ging.

Die Weisheit der Kabbala zu jener Zeit weiterzugeben, wäre gegen ihre Bestimmung gewesen. Das Volk fiel von der spirituellen Stufe und verlor dieses Wissen, um genau wie alle anderen Völker auf deren Stufe zu leben. Bis zum Ende des Mittelalters führten das Volk Israel und alle anderen Völker ein sehr einfaches und primitives Leben. Es war eine Zeit für gegenseitige Einbeziehung.

Doch abgesehen von der Tatsache, dass das Volk Israel seine spirituelle Stufe verlor, blieb der höhere innere Geist in ihnen und es gab viele Weisen (Kabbalisten) und Menschen, die den Zweck der Schöpfung verstanden. Es war kein Zustand völliger Vergessenheit, in dem die Menschen den Zweck des Daseins nicht verstehen, wie wir es heute beobachten.

Der Niedergang geschah in den letzten 100-150 Jahren, doch davor gab es keinen Menschen in Israel, der nicht wusste, wozu er lebt. Das machte es ihnen möglich, all die Jahre des Exils zu ertragen und sich selbst ungeachtet aller Hetzjagd, Inquisition und Verfolgung zu bewahren. Letztendlich war es kein blinder Glaube: Sie spürten und wussten, dass es einen Zweck gab.

Doch die Weisheit der Kabbala musste vor dem Volk Israel genau deshalb geheim gehalten werden, weil sie sich mit den Verlangen anderer Nationen vermischen und die Zeit des Exils abschließen mussten. Aus diesem Grund verhüllten die Kabbalisten die Kabbala, entfremdete sie dem Volk und schüchterten es ein, um es nicht zu verwirren und ihm Zeit zu geben, zu korrigieren, was korrigiert werden musste.

Das war die Form, in der sie zu jener Zeit die Korrektur durchführten. Letztlich können wir die innere Entwicklung, die im Innern geschah, nicht erkennen. Jahrmillionen hat sich die Materie unbewusst entwickelt, doch wir können den Prozess mit unserem begrenzten Verstand nicht in seiner Gesamtheit erfassen. Wenn wir diese Sicht auf die Wirklichkeit beibehalten, können wir garnichts darin rechtfertigen. Wenn wir irgendetwas verstehen wollen, müssen wir zuerst das gesamte Bild enthüllen.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 16.02.2011, „Einführung in das Buch ‘Panim Meirot uMasbirot'“

 

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Wie kann man unsterblich werden?

Frage aus Facebook: Sie sagen, dass ein Mensch unsterblich sein kann und nicht sterben muss, um den Schöpfer zu sehen. Ein Mensch ist jedoch körperlich und so lange er lebt, wird dies nicht eintreten. Um uns den Schöpfer anzuschließen müssen wir unseren Körper und unsere Seele verlassen.
Wie kann das umgesetzt werden, wenn Sie sagen, dass es nicht nötig ist zu sterben?
Antwort: Der menschliche Körper hat nichts mit den Gefühlen unserer Welt zu tun. Es ist ein rein äußeres Erscheinungsbild und sonst nichts. Aus diesem Grund erscheint es uns, als würden wir diese materielle Welt durch unsere fünf Sinnesorgane wahrnehmen.
Um die höhere Welt zu empfinden, müssen wir unsere fünf Sinne spirituell entwickeln. Die Wissenschaft der Kabbala beschäftigt sich mit dieser Entwicklung und erklärt, wie ein Mensch damit beginnen kann die spirituelle Welt zu erfahren. Es ist demnach nicht notwendig zu sterben.

Frage: Versprechen Sie den Menschen die Unsterblichkeit, wenn wir unsere Seelen vereinen und entwickeln können?
Antwort: Zweifellos! Das ist nicht mein Versprechen, sondern die spirituelle, realisierbare Methode. Heute kannst du in dieser Welt Menschen treffen, die in dieser Weise die höhere Welt verstehen und die Welt als ewig und unsterblich erfassen.

Aus dem TV Programm“ Antworten auf die Fragen aus Facebook“, 10.03.2019
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Kabbala steht für die bedingungslose Liebe!


Bericht: Eine unserer neuesten Entdeckungen ist die Fähigkeit, die Herzfunktion von Millionen Menschen direkt zu beeinflussen! In einem neu veröffentlichten akademischen Blatt haben Computerwissenschafter in den Vereinigten Staaten aufgezeigt, dass Herzschrittmacher gehackt werden können. Darüber hinaus können die Folgen eines solchen „Hackings“ möglicherweise tödlich sein.

Antwort: Wenn die Leute nur erkennen würden, dass sie einen direkten Einfluss auf die Seele und das Schicksal jedes anderen haben!

Wie würden sie sich dann verhalten? Würden sie in totaler Angst leben, einem anderen Schaden zuzufügen, oder würden sie, im Gegenteil dazu, versuchen, einem jeden, dem sie könnten, soviel Schaden wie nur möglich zuzufügen? Oder würden sie versuchen, einen Kompromiss zu jedermanns Zufriedenheit zu erreichen?

Wir sind bis jetzt noch nicht fähig gewesen zu erkennen, dass wir vollkommen voneinander abhängig sind, und darum liegt die einzige Lösung für uns darin, vollkommene Liebe zu erreichen!

Warum also erkennen wir unsere gegenseitige Abhängigkeit nicht, wenn es klar ist, wie wir alle verbunden sind?

Wir enthüllen es nicht, weil wir dann gezwungen wären, uns untereinander zu lieben. Für die Liebe jedoch muss man frei sein, ohne Bedingung – unabhängig davon, welche Konsequenzen sie hat, welchen Gewinn man daraus zieht oder mit welcher Antwort man rechnen muss.

Kabbala Akademie

Liebe muss frei sein!

EMH

Wem hinterlässt man Millionen?

Bemerkung: Die zehn reichsten Menschen der Welt werden ihr Vermögen nicht an ihre Kinder weitergeben.

Antwort: Solch eine erbliche Weitergabe von Generation zu Generation ist bereits Vergangenheit. Die Menschen verstehen, dass dies den Kindern kein Glück bringt. Das heißt, das Kind sollte eine gute Ausbildung und eine normale Existenzgrundlage erhalten. Nicht mehr als das. Das Kind sollte sich bemühen, selbst Geld zu verdienen, damit es verpflichtet ist, sich und seine Familie zu erhalten und sich vor Problemen zu schützen. Ohne dies wird der Mensch zerrissen und er weiß dann nicht, was er tun und wohin er gehen soll. Das verdirbt einen Menschen. Übrigens, die Tora besagt, dass der Vater seinem Sohn nichts von seinem Reichtum erzählen darf bzw. davon das er diesen Reichtum erben wird.

Frage: Wie steht es damit das reiche Menschen ihre Millionen für wohltätige Zwecke spenden?

Antwort: Wohin sonst sollen sie es hingeben? Sie werden es für unterschiedliche Forschungen, für die Ökologie ausgeben und so löst sich das Geld langsam auf. Es wird verschiedene Möglichkeiten geben, wie man das Geld verschwenden, es in Teile auflösen kann und das war’s.

Frage: Ist das eine egoistische Handlung – alles an Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden? Menschen haben so viel Geld verdient…

Antwort: Ja, sie haben Geld verdient aber jetzt, am Ende ihres Lebens erkennen sie das sie dieses Geld nicht mitnehmen können und das es vergänglich ist. Sie hoffen darauf, dass sie der Menschheit auf diese Weise wenigsten ihren Namen überlassen können. Das ist zumindest eine Wiedergutmachung.

Bemerkung: Es gibt ein Wort: „verewigen“…

Antwort: Ja, verewigen. Ich beneide sie nicht. Wenn sie immer noch hoffen, dass dies, nachdem sie sich bereits von diesem Leben getrennt haben, einen Dienst erweisen wird, dann natürlich…

Frage: Wird dies keinen Dienst erweisen? Was wird helfen?

Antwort: Ich möchte nichts dazu sagen. Lasst sie so handeln.

Der Mensch kann nichts behalten! Absolut nichts außer den guten Taten. Gute Taten sind ausschließlich Handlungen, mit denen es gelingt, diese Welt zur Verbindung zu bewegen. Das ist alles. Nur das hilft! Nur die guten Taten können auf irgendeine Weise tatsächlich auf der Seele festgehalten werden. Durch die Teilnahme an der Verbindung in der Welt, ist der Mensch mit seinen inneren Eigenschaften, seiner Seele, ein fester Bestand davon. Das wird in ihm bleiben, der Tod hat darüber keine Macht.

Frage: Die Verbindung der Welt – was ist das für eine Handlung?

Antwort: Das ist das Bestreben der Menschen, sich gegenseitig zu helfen, auch auf der irdischen Stufe. Das Wichtigste dabei ist die Annäherung unter ihnen, die höhere Kraft, die höhere Eigenschaft – den Schöpfer zu offenbaren. Mit anderen Worten – die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Wenn sich Menschen darauf ausrichten, dann behalten sie das und es wird ihr unsterblicher Beitrag zur Entwicklung ihrer eigenen Seelen sein.

Aus der TV Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“ 19.03.2019

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Zur Liebe

Die Liebe wird durch das Geben charakterisiert. „Ich liebe“ bedeutet, „ich gebe“; Ich genieße es, den anderen zu erfreuen. Wie kann es sein, dass ich den anderen erfreue? Womit erfreue ich ihn?

Mit meiner Haltung ihm gegenüber. Wie kann er Freude von mir erhalten? Nur wenn er mich liebt. In diesem Fall, wenn ich mich ihm gegenüber liebevoll verhalte, erhält er Freude dadurch. Jedoch, wenn ich ihn nicht liebe, werde ich seine positive Haltung mir gegenüber als Hass empfinden, und das wird mich noch weiter von ihm entfernen.

Der Schöpfer verkehrt von Anbeginn an mit uns in Liebe, und darum drücken wir unsere Liebe nur Ihm gegenüber aus und in der Beziehung zu Ihm – Ihn zu erfüllen, Ihn zu erfreuen – weil er uns von Anbeginn an liebt.

Das kann zwischen Menschen nicht so sein. Nur wenn wir die Verbindungen zwischen uns und dem Schöpfer enthüllen, so dass das Gefühl der Liebe zu Ihm in uns enthüllt wird, können wir lieben und zwischen uns entsteht Einheit.

Die Einheit entspringt Seiner Liebe – das bedeutet, dass drei Kräfte zusammen wirken müssen: „Ich – ein Zweiter – der Schöpfer“, sonst gibt es keine Basis für Liebe. Es ist primär jemand notwendig, der für alle, die es wünschen, grundsätzlich einmal die Liebe zur Verfügung stellt! Darum werden wir nur Liebe erhalten, wenn wir den Schöpfer in die Verbindung zwischen uns mit einbeziehen. [Rest des Beitrags lesen →]

Gedankenkraft und Problemlösung

Frage: Kann man, wenn man seine Gedanken ändert, von Krebs und anderen Krankheiten geheilt werden?

Antwort: Ich möchte keine spezifischen Fragen zu Krankheiten und dergleichen beantworten. Alles ist machbar. Ob wir heute in der Lage sind, es zu tun, kann ich nicht sagen. Ich denke nicht, aber in naher Zukunft werden wir es können.

Es hängt lediglich davon ab, inwieweit unsere Gedanken richtig miteinander verbunden sind. Wir werden dann in der Lage sein, die tiefsten negativen Phänomene unserer Natur zu beeinflussen. Alles hängt nur von uns ab.

Es gibt viele interessante Geschichten über Kabbalisten und ihre angeblichen Wundertaten. Es sind keine Wundertaten. Es ist nur eine kleine Korrektur – kein Eingriff, sondern eine Korrektur der Naturgesetze auf einer bestimmten Stufe, die wir dann durchführen können, wenn wir richtig handeln.

Unter der Voraussetzung, dass ich einige positive Kräfte zu diesem System hinzufüge, kann ich in jedes System, auf allen Stufen- von mir bis in die Welt der Unendlichkeit eintreten

Ich denke, wir werden einen Zustand erreichen, in dem wir uns selbst, die ganze Menschheit, die Erde, die Ökologie, das Universum von allen Problemen heilen können.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie negativ wir unser Universum beeinflussen. Was auf der Erde geschieht, ist ein kleiner Bruchteil dessen, was wir aufgrund unseres Übels, im Universum verursachen. Auf der Erde berücksichtigen wir nur menschliche Einflüsse.

Im Universum haben die negativen Einflüsse unserer Gedanken und Gefühle schreckliche Folgen. Hoffen wir, dass wir schnell zu einer Korrektur kommen können.

 

Aus dem Unterricht, 03.02.2019

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Die höchste Fülle in die Welt bringen

Frage: Damit wir wie der Schöpfer werden können, erhalten wir eine Gesellschaft. Um mich herum befinden sich mehrere Milliarden Menschen und alles was ich tun muss ist, mich ihnen gegenüber altruistisch zu verhalten? Werde ich mich dann diesem höheren Wesen angleichen können?

Antwort: Es gibt kein höheres Wesen! Es gibt die höhere Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Es ist die Kraft der Emanation, die Kraft der Entwicklung, die Kraft des Gebens, die Kraft des positiven Einflusses.

Frage: Ist es eine Kraft wie die Schwerkraft – ein allgemeines Gesetz, das für jeden gilt, ob wir das wollen oder nicht?

Antwort: Es gibt keine Kraft in unserer Natur, von der wir sprechen. Die spirituelle Natur ist der Wunsch, ausschließlich etwas für jemanden zu seinem vollständigen Wohl, ohne jegliche Verbindung zu sich selbst, zu tun. Wenn ich mich von mir selbst löse (dieser Zustand wird „Zimzum“ genannt – die Einschränkung des eigenen Verlangens) und alles einem anderen zum seinem Wohle geben möchte ohne Rücksicht auf mich – dann führe ich eine spirituelle Handlung aus.

Frage: Bedeutet es, dass es um mich Menschen gibt und ich muss ihnen etwas geben? Was kann ich denn geben? Ich habe ja nichts.

Antwort: Du hast nichts zu geben und sie haben nichts zu empfangen. Alles was wir tun müssen, ist unsere Wünsche richtig auszurichten. Wenn ich alle meine Wünsche auf die anderen ausrichte, werde ich mich in einen Sender, in ein Rohr verwandeln, durch welches sie die höchste Fülle, das höchste Licht erhalten werden. Meine Ausrichtung auf sie muss absolut uneigennützig sein.

Frage: Geht es also um die Absicht, nicht um die Handlungen?

Antwort: Selbstverständlich.

Frage: Ich bin derzeit in jeder Sekunde, auf allen Stufen auf mich ausgerichtet. Ich denke automatisch darüber nach, wie ich meinen Zustand verbessern kann. Wird sich der Mensch sich jemals um die anderen kümmern?

Antwort: Ja, in diesem Fall spricht man von einem Menschen der sich in der spirituellen Welt, in der spirituellen Handlung befindet. Er wird dann die ganze Welt anderes wahrnehmen.

Aus der TV Sendung „Grundlagen der Kabbala“

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