Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Licht'

Empfangen bedeutet die innere Enthüllung

Frage: Wie kann man die Idee des Gebens verbreiten, wenn man selbst nicht genau weiß, was es bedeutet?

Meine Antwort: Ihr könnt es noch nicht wissen, weil euch an der Bitte um die Korrektur, sowie an dem Verlangen des Gebens fehlt. Wie könnt ihr es dann schaffen, etwas richtig zu empfangen? „Geben Sie uns die Kraft des Gebens, sagt ihr, dann werden wir sie in der Welt verbreiten“. Aber diese Forderung ist egoistisch, weshalb es eben unmöglich ist, sich damit an das spirituelle System zu wenden.

Das Verlangen des Gebens soll dem ganzen Übrigen vorangehen. Wir haben es aber nicht. Was ist zu machen? Wir haben eine Gruppe, darin liegt der Anfang. Wir haben die Welt und wir sollen beginnen, an sie zu geben.

Ihr steht auf einer Stufe der spirituellen Treppe. Einige Menschen befinden sich höher als ihr, sie erscheinen vor euch in Form der Primärquellen, welche erklären, was man machen soll. Die anderen Menschen befinden sich eine Stufe niedriger, es ist die gesamte Welt. Es gibt die Menschen, die auf der gleichen Stufe stehen, unsere Freunde in der ganzen Welt. Beginnt also, den folgenden Zustand aufzubauen.

Wenn sich Seir Anpin zum Parzuf Abba we-Ima erhebt, um das Licht für Malchut und für die Seelen zu empfangen, ist ihm die höhere Stufe im voraus nicht bekannt. Er offenbart sie nur dann, wenn er über Galgalta we Ejnaim, über die Gefäße des Gebens verfügt, die dem ACHaP des Parzufs Ima gleich sind. In den Augen von Seir Anpin ist dieser АCHaP unklar und schwarz, weil sich das Geben auf einem höheren Niveau befindet. Es ist die Finsternis, die vom Licht hervorgerufen ist, das um vieles mehr ist, als Seir Anpin fähig ist, zu geben.

Wenn du mich jetzt dazu zwingen wirst, meine letzten Ersparnisse auszugeben, dann wird es für mich die Finsternis sein. „Aber das ist doch deine nächste Stufe!“, sagst du. Und ich begreife sie nicht. Somit empfindet auch Seir Anpin den elterlichen Parzuf erst dann, wenn er zu Galgalta we Ejnaim hinaufgestiegen ist.

Wie kann man das Geben, den höheren Zustand empfinden, wenn du diesen Zustand noch nicht erreicht hast? Kann man einfach so etwas empfangen? Im Spirituellen heißt „zu empfangen“, etwas in den Gefäßen zu enthüllen. Und es ist nicht die Postsendung, denn hier werden die inneren Veränderungen gefordert. Nur mit der Hilfe des Schirmes und des widergespiegelten Lichtes enthüllst du das Geben in deinem Inneren .

Von oben wird nichts mühelos fallen. Es gibt in Wirklichkeit kein „oben“, weil sich alles in dir befindet. Alle oberen Parzufim werden in deinem Inneren offenbart. Der Mensch befindet sich von vornherein in der Unendlichkeit. Aber nur dann, wenn er mit ihr die Verbindung aufbauen will, werden in seinem Inneren die Stufen der Treppe enthüllt. Alle Welten existieren nur in der Wahrnehmung des Menschen, und nur dann, wenn er sie sich selbst vorstellt.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „das Volk“, 27.09.2011

Feuer-Zünder

Frage: Wie kann man nachprüfen, ob man ausreichende Bemühung unternimmt?

Meine Antwort: Prüfe nach, ob du die Energie, die Eingebung, den Drang und jedesmal einen neuen starken Wunsch empfindest. Ob du die Notwendigkeit fühlst, sich mit der Umgebung zu verbinden, um mit ihr zusammen voranzukommen .

Der Aufstieg kann nur in der Vereinigung und im Zusammenschluss mit den anderen Menschen erfolgen. Je stärker die Vereinigung ist, desto schneller ist der Aufstieg. Prüfe nach, ob du dich gerade an dem Ort befindest, wo das Spirituelle erreicht werden kann.

Wir müssen die Einheit mit Hilfe einer solchen Kraft erreichen, die infolge des Drucks das Licht zwischen uns offenbart. Und der Druck wird dadurch erzeugt, dass wir alle gegen unsere Selbstsucht kämpfen und trotz dem eigenen Egoismus uns vereinen wollen. Der Druck, welcher zwischen diesen zwei entgegengesetzten Kräften erzeugt wird, bewirkt den Funken und zündet das Licht, die Flamme an!

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 21.09.2011

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Schamati“ – Der Grund für die Schwierigkeit, sich vor dem Schöpfer zu annullieren

Die Schwierigkeit unserer Arbeit, welche vollständig auf die Aufhebung unseres Egos, sowie auf die gegenseitige Verbindung gerichtet ist, besteht darin, dass wir die Wichtigkeit dieser Arbeit nicht fühlen.

Ich ignoriere diese Wichtigkeit: „Warum soll ich mich verbinden? Mit wem?.“ Ich betrachte diese Menschen, ihre Gesichter und Charaktere und fühle kein Bedürfnis, mit ihnen vereint zu werden. Ich befinde mich in einer solchen Verhüllung, deren Realität mich von der Vereinigung abhält.

Deshalb raten die Kabbalisten die Umgebung, die Gruppe aufzubauen, damit uns darin die Wichtigkeit der Vereinigung, die Wichtigkeit der Liebe zu den Freunden offenbart wird. Diese Wichtigkeit ist ein Indikator für meine innere Arbeit und für unsere gegenseitige Verbindung. Und wenn ich nicht versuche, die Kraft, die Wichtigkeit der Vereinigung zu finden, dann können viele Jahre vergehen, bis ich den anderen Menschen näher komme, mich mit ihnen im Herzen verbinde. Auf diese Weise bekomme ich nichts und begreife kaum etwas.

Ich hörte viele Fragen von den Menschen, die mit uns schon lange studieren: „Ich studiere seit vielen Jahren. Was geschieht mit mir? Warum komme ich nicht voran?“. Ich habe ihnen nicht geantwortet, aber in Wirklichkeit wollte ich sagen: „Du befindest dich hier zehn Jahre?! Aber ich sehe dich so, als ob du erst jetzt gekommen wärst.

Hast du dich mit der Gruppe verbunden? Hast du versucht die Schechina aufzubauen, den Ort, an dem das höhere Licht offenbart wird? Hast du dich ums Gefäß gekümmert, worin die Enthüllung geschieht, über welches Du jetzt nachfragst? Es ist aber deine Aufgabe! Hast du sie gelöst? Warum zählst du dann die zehn Jahre auf? Möglicherweise gingst du im Laufe von diesen Jahren zurück, und nicht vorwärts?“

Der Mensch prüft sich nicht richtig, nicht nach den gemachten Bemühungen, sich mit den anderen Menschen zu verbinden, und zählt die Jahre nach dem gewöhnlichen Kalender auf, entsprechend der Erddrehung um die Achse und um die Sonne. Hat der Mensch sich wirklich mehrmals bemüht, um das Ziel zu erreichen? Er blieb doch ein solcher, wie er war, so dass kein einziges Jahr vergangen ist.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Das Wesen des spirituellen Begreifens

Wenn wir uns bemühen uns zu verbinden, um der korrigierten Schechina gleich zu werden, um mit den anderen Menschen in einem Wunsch, in einem Gefäß, in Harmonie, in Einigkeit, im endlichen globalen Integralzustand zu sein, dann geht jeder von uns im Maße seiner Verbindung die 125 Stufen der Korrektur und der Einigkeit durch. Und jedes Mal enthüllen wir im Maße unserer Verbindung die Kraft, sowie das Licht, das uns ausfüllt.

Diese Lichter heißen Nefesch-Ruach-Neschama-Chaya-Yechida (NaRaNchaY). Jeder davon wird noch auf fünf weiglossartere Lichter geteilt: Nefesch-Ruach-Neschama-Chaya-Yechida, und jeder von ihnen wird seinerseits auf fünf weitere geteilt: Nefesch-Ruach-Neschama-Chaya – Yechida.

Somit unterteilen wir unsere Korrekturen, unsere Enthüllungen, unsere Annäherung an den korrigierten Zustand auf 125 Stufen, auf denen wir die starke Kraft unserer Vereinigung und das noch größere Licht der Füllung offenbaren.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Schechina im Exil

Unser gemeinsamer Zustand, in dem wir alle verbunden sind, heißt Malchut der Unendlichkeit oder Schechina. Schechina ist der „Ort“, an dem das höhere Licht offenbart wird, welches nach seinen Handlungen als „Schochen“ genannt wird. Dieses Licht hält sich an diesem Ort auf.

Wir stellen die Wünsche dar, die miteinander durch die gemeinsame Eigenschaft des Gebens verbunden sind. Und deshalb können wir mithilfe dieser Eigenschaft das höhere Licht offenbaren, das uns ausfüllt.

Solange wir uns nicht als verbunden und im vollkommenen Zustand der korrigierten Schechina empfinden, befinden wir uns nicht in der Enthüllung, sondern in der Verhüllung, im Exil. Dieses Gefäß ist verhüllt und heißt deshalb „Schechina im Exil“.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Das Licht ist Musik der Seele

Frage: Mir ist klar, warum die Füllung vor uns verhüllt ist. Aber warum ist unsere gegenseitige Verbindung auch verhüllt?

Meine Antwort: Aber die Verbindung und die Füllung sind untrennbar.

Was ist das Licht? Wie kann man erklären, was eine Empfindung ist? Ich empfinde plötzlich in meinem inneren irgendwelche Vibrationen in Bezug auf jemanden: Hass, Liebe, Angst, Sorge. Diese Vibrationen sind in mir, innerhalb meiner Beziehung zum Menschen. Sie entstehen, weil ich zu diesem Menschen eine besondere Verbindung aufbaue und daran arbeite. Ich gebe ihm eine Empfindung, er bekommt sie und auch umgekehrt.

Das Licht kommt nicht von außen, es wird zwischen uns offenbart. Es kann nur in meiner Verbindung zu dem anderen Menschen empfunden werden. Dadurch fühle ich in meinen Wünschen, Empfindungen und Eigenschaften besondere Eindrücke. Das ist das Licht.

Somit ist die Verbindung notwendig, welche zwei Menschen miteinander verbindet. Innerhalb dieser Verbindung werden irgendwelche Vibrationen, die Eindrücke, das Licht, empfunden. Es gleich einem Kabel durch welches der Strom fließt, oder einem uns verbindendes Rohr.

Deshalb ist das Licht ein Gefäß, in welchem allerlei Veränderungen empfunden werden. Nicht das Licht ändert sich, sondern die Wünsche und Eindrücke. Dabei kommt von außen kein Licht.

Man kann diesen Prozess mit der Saitenvibration vergleichen, welche für die Stimme eines Musikinstruments verantwortlich ist. Es ist das Licht. Deshalb müssen wir selbst in uns die Eigenschaft des Gebens und der Liebe entwickeln, um innerhalb dieser Liebe ihre innere Wurzel empfinden zu können. Diese innere Wurzel ist der Schöpfer.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Talmud Esser Sefirot, 20.09.2011

Die Realisierung der Seele: lernen und lehren

Kongress in Toronto. Lektion 7

Unser Körper besteht aus verschiedenen Teilen, die sich sowohl durch das Aussehen als auch durch die Funktionsweise voneinander unterscheiden. Wenn wir sie getrennt betrachten, dann ist es schwierig zu verstehen, wie die Nieren, das Herz, die Leber, das Gehirn, die fünf Sinnesorgane, das Gedächtnis, das Verdauungssystem miteinander verbunden sind.

Sie sind ganz verschieden, aber das Wichtigste ist hier, dass sie durch das allgemeine Programm verbunden sind, welches alle Organe in einem Organismus vereint. Dieses Programm bestimmt das Tempo und die Funktionen, regelt die Wechselbeziehungen und gewährleistet die Existenz in der einheitlichen Harmonie.

Das Programm, das alle Körperteile vereinigt, heißt „Leben“. Es schafft das höhere Niveau – unser menschliches Bewusstsein.

Nach demselben Prinzip müssen wir untereinander zusammenwirken. Es gibt verschiedene Gruppen, verschiedene Menschen, jeder hat seine Besonderheit und aufgrund unserer Individualität soll die Beziehung entstehen. Wir wollen das universelle Programm offenbaren. Dadurch werden wir das Licht der Unendlichkeit anziehen, das uns beleben, unterstützen und verbinden wird. Die Empfindung dieses Programms ist die Enthüllung des Schöpfers.

Außer unserem tierischen Körper empfinden wir, dass in uns der Mensch, die höhere Stufe, existiert. Genauso, wenn wir uns miteinander verbinden, wird das höhere Programm offenbart, das auch als die „Offenbarung des Schöpfers seinem Geschöpf gegenüber“ genannt wird.

Einen mächtigen Impuls bekommen wir auf den Kongressen. Und in den Pausen können wir die riesige Arbeit nach der Vereinigung in den Gruppen und zwischen den Gruppen durchführen, damit wir unsere Botschaft, unser Beispiel, an die Menschheit verbreiten können. Denn die Welt beginnt langsam nach einer Erklärung der Situation zu suchen.

Der Schöpfer öffnet sich zwischen uns in der Finsternis. Mit ihrer Hilfe teilt Er uns mit, dass es uns an Ihm mangelt. Würden wir es begreifen, dann würden wir uns sofort an Ihn richten. Denn ohne das Licht wird es uns nicht gelingen, ein gutes Leben einzurichten. Die Krise, das Gefühl der Hilflosigkeit und allerlei unangenehmer Empfindungen sind Seine Instrumente, um uns zu erwecken. Wie können wir andernfalls, als Egoisten, zu Ihm streben? Wir können Ihn niemals enthüllen, wenn wir kein wirkliches Verlangen nach Ihm haben.

Mit jedem Tag taucht die Welt in die Verwirrung und die Finsternis ein, verliert die Kräfte und die Hoffnung. Das spiegelt sich auch im Leben der gewöhnlichen Menschen wider. Allmählich reift in den Menschen die Empfindung des Mangels. Anfangs wissen sie nicht, woran es mangelt . Dann begreifen sie, dass es ihnen an den Zukunftsperspektiven, an der Hoffnung und Sicherheit mangelt, die für das gewöhnliche Leben heute notwendig sind.

Das ist keine Philosophie oder das Gedankengut der Intellektuellen. Es ist auch nicht das, was uns über das gewöhnliche Leben, den Menschen mit dem Punkt im Herzen, geöffnet wird. Wir entwickeln das Programm, machen die spirituelle Arbeit, die Galgalta we Ejnaim eigen ist. Wir wollen in das Wesen des Programms eindringen, das Netz unserer Beziehung empfinden und dadurch die Gesetze des Schöpfers erkennen. Nicht alle haben das Streben dazu.

Der einfache Mensch will nur wissen, wie er am Prozess teilnehmen kann, damit seine Bedürfnisse wie Essen, Familie, Kinder, Rente, Gesundheit, Finanzen befriedigt werden. Auf diese Weise reiht er sich ins große Programm ein; allerdings nicht so, wie wir es tun.

Genauso wird er weiterleben, nur mit der Absicht der Teilnahme am allgemeinen Programm zusammen mit allen Menschen. Das ist seine spirituelle Arbeit. Denn anders kann er sie nicht gewährleisten. Ebenso funktionieren die Körperzellen, die das Programm vom Gehirn bekommen.

Wir sollen den Menschen das Programm und die damit verbundene neue Lebensweise in der globalen Welt erklären, die wir gleichzeitig entwickeln und zwischen uns erforschen. Und deshalb ist jeder von uns verpflichtet, zu verstehen, welche Verantwortung er trägt. Jeder ist somit verpflichtet, selbst zu lernen und die anderen Menschen zu lehren. Tatsächlich ist es die Realisierung der eigenen Seele.

Auszug aus der siebten Kongresslektion in Toronto, 18.09.2011

Die tragende Welle

Frage: Wie kann ich die innere Forderung an den Schöpfer richten, wenn ich mich Ihm gegenüber als völlig machtlos empfinde?

Meine Antwort: Unsere Arbeit besteht nicht darin, in uns herumzukramen, sondern nur in der Sorge um die Umgebung. Wir sollen also nur an der Beziehung, an der Annäherung, sowie an der Vereinigung mit den anderen Menschen arbeiten, weil es aus dem Zerbrechen der Gefäße hervorgeht.

Der Schöpfer wird in unseren korrigierten Wünschen offenbart. Wir müssen uns nur um diese Wünsche sorgen, und das Licht befindet sich in der absoluten Ruhe. In dem Maße, in welchem wir unsere Wünsche in die Übereinstimmung mit dem Licht, mit der Eigenschaft des Gebens bringen, in diesem Maße enthüllen wir die Eigenschaft des Gebens, was auch als „die Offenbarung des Schöpfers den Geschöpfen“ genannt wird.

Wie kann das Radio die Geräusche empfangen und wiedergeben, wenn es sie in der Luft nicht gibt? Dadurch, dass im Radio dieselbe Radiowelle gefunden wird, welche es außen gibt, werden diese zwei Wellen infolge der Gleichheit ihrer Form vereinigt, und gehen in “ Resonanz“ miteinander. Auf diese Weise erzeugen sie innerhalb des Empfängers das gemeinsame Ergebnis, das wir schon in Form der Stimme hören.

Denn wir können keine Radiowellen hören, weil sie unser Ohr nicht wahrnehmen kann. Aber es gibt zu dieser „tragenden“ Welle eine gewisse Ergänzung, „die Harmonika“. Und wenn wir die Ähnlichkeit mit der Hauptwelle erreichen, dann beginnen wir diese Harmonika, diese Stimme zu hören, die darin verborgen ist.

Nach solchem Prinzip arbeiten alle unseren Sinnesorgane, und genauso müssen wir uns auf die Verbindung mit dem Schöpfer einstimmen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 22.09.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 20/9/11

Wenn ein ausstehender Wunsch (Körper) sich gegenüber dem Höheren(Wunsch) fügt, so wird er zum wichtigsten Teil im Höheren (Verlangen = Körper= Wunsch). Dasselbe gilt, wenn du dich dem gesamten Welt Kli fügst und dadurch ALLES von ihm erhältst.

Das Licht offenbart sich nur in unserer Beziehung zueinander. Das Licht ist ein Gefäß (Kli), das unterschiedliche Veränderungen durchmacht, wie ein Instrument, welches auf Klang und Vibration eingestimmt wird. Deshalb müssen wir die Spiritualität selbst gestalten, damit wir die Liebe in der Wurzel, den Schöpfer, spüren.

Wer Dinge in ihrer wahren Form enthüllen möchte und versteht, dass das Leben, welches sich vor ihm befindet, nur ein Spiel ist, und dass der Schöpfer ihm andauernd Möglichkeiten gibt, über seinem Verstand und seinem Herz Sein Partner zu werden… Und dann wird das Leben zum Abenteuer.

In der Beziehung zu den Chaverim (Freunden) erhalte ich alles, um darin das Spiel des Schöpfer zu enthüllen. Hinterhältigkeit wird von Aufrichtigkeit (Josher) besiegt, und das kann man gerade unter den Freunden beobachten. Inwieweit jemand bereit ist, über sich selbst zu springen, um sich wahrhaftig mit anderen zu verbinden, um ein gemeinsames System zu erschaffen, und nicht, um über andere zu herrschen, oder sich zu verkriechen, um sich einen guten Machtposten zu sichern, sondern sich aufrichtig ihnen gegenüber verhält , ohne etwas zu verbergen und offen ist, nur dann wird er der Enthüllung des hinterhältigen Spiels würdig.

Dass wir nicht die Größe unserer Arbeit sehen können, ist deshalb so, damit wir uns 1. nicht verleiten lassen, 2. das dazu führt, dass wir spirituelle Gefäße in uns entwickeln, damit wir auch, wenn wir die Größe (Belohnung) sehen, unsere Arbeit weiter fortsetzen können.

Wir sollen uns nicht Gedanken über die Kelim, Awiut, usw. machen, sondern nur zum Zustand Katnut, Galgalta we Ejnaim, Bina streben anstatt nach Gadlut. Gadlut empfängst du nur, wenn du bereits fähig bist anderen aktiv zu geben.

Wenn andere kein MaN für mich und mit mir erheben, so wird mein ACHaP für immer verdeckt bleiben, und ich werde für immer nur in Galgalta we Ejnaim existieren. Und wenn andere von mir äußerlich empfangen wollen, so wird mein ACHaP aktiviert und ich trete in Gadlut ein.

Vorbereitung auf den Unterricht Der Sohar spricht nur über die Verbindungen zwischen uns, und während wir ihn lesen, müssen wir nur den Wunsch danach haben, in uns diese Vorstellungen und Beziehungen zu finden, über die der Sohar spricht..

Je größer mein Wunsch, ist die Verbindungen zwischen uns mittels der Worte, Buchstaben und Sätze im Sohar zu enthüllen, und je mehr ich mich bemühe, dieses nicht zu vergessen, egal welche Störungen sich mir enthüllen, so ist dies ein Zeichen dafür, dass ich auf den richtigen Weg bin.

Die Nation

Das Problem ist, dass wir nicht miteinander verbunden sind. Wenn wir verbunden wären, könnten wir eine korrigierte Gesellschaft aufbauen, und es würde uns an nichts fehlen.

All das, was in der Gesellschaft und in der Welt passiert, geschieht, damit wir uns letztendlich verändern. Das Ziel der Natur, welche uns durch Leiden zur Entwicklung drückt, ist, dass wir endlich verstehen, dass wir uns verändern müssen.

Wir lernen aus der Krise, dass das Problem global ist und regionale Lösungen deshalb nichts bringen werden – eine Lösung muss die gesamte Welt miteinbeziehen. Die Kraft der Bürgschaft kleidet sich in alle Systeme, Industrie, Handel usw. Wir spüren nicht, wie sehr wir miteinander verbunden sind. Dieser Zustand wird sich uns auf schreckliche Weise enthüllen, und das dann, wenn wir alle Verbindungen abbrechen und Zeugen werden, wie das ganze System zusammenfällt.

Es ist unmöglich, von einer egoistischen Regierung zu einer altruistischen zu wechseln, um zu einer gerechten Verteilung und gegenseitiger Bürgschaft zu gelangen, sondern anhand von großen globalen Schlägen, aus denen wir lernen können oder anhand der Umerziehung der Nation, damit wir schnell verstehen, dass es keinen anderen Ausweg gibt den Schlägen zu entkommen.

Es gibt keine Lösung, nur die richtige Erziehung. Als Resultat richtiger Bildung erhebt der Mensch über sich selbst und versteht was mit ihm passiert. Man muss den Menschen ein Bildungssystem geben, und dann erziehen sie sich selbst.

Alle Auseinandersetzungen führen am Ende zur gegenseitigen Ergänzung. Wenn dem so ist, so ergänzen wir einander bereits jetzt, denn warum ist es notwendig den Bedarf uns zu verbinden, durch Schläge enthüllen?

Nicht höher und nicht tiefer, sondern auf einer Augenhöhe mit allen

Am häufigsten werden wir bei der Arbeit durch den Stolz durcheinander gebracht und bestochen, der uns denken lässt: „Ich werde herrschen, ich werde regieren“. Das macht sich in der primitivsten Form bemerkbar, wie es auch in der normalen Welt üblich ist, wenn der Mensch den anderen keine Chance gibt, versucht, sie zu hintergehen, nicht bereit ist, sich mit allen auf einer Augenhöhe zu bewegen.

Wir brauchen jedoch offene Verhältnisse, bei denen wir versuchen, weder tiefer noch höher als die anderen zu sein. Denn tiefer zu sein, ist auch nicht gut, das bedeutet nicht, Freunde zu sein. Und höher zu sein, bedeutet selbstverständlich auch keine Beziehung unter Freunden.

Wir müssen absolut gleichberechtigt sein – also aufhören, uns selbst wahrzunehmen! Ich nehme mich selbst wahr, wenn ich mich tiefer oder höher befinde, wenn ich jedoch auf einer Augenhöhe mit den anderen bin, nehme ich nicht mich selbst, sondern nur die Verbindung zwischen uns allen wahr und schwimme mit diesem Strom.

Eine solche Empfindung sollten wir fortwährend haben. Manchmal empfinden wir so etwas während der Kongresse, verschiedener Treffen, besonderer Veranstaltungen – wir müssen es jedoch ständig aufrechterhalten. Denn genau dieses Gefühl der Verbindung zwischen uns soll sich in das Licht und die Enthüllung des Schöpfers verwandeln.

Noch ist es einfach ein Gefühl, dass wir miteinander verbunden sind – das ist lediglich der Aufbau des Gefäßes. Doch letztendlich wird dieses Gefäß den Zustand des Gebens erreichen, und dann werden wir in ihm das Licht wahrnehmen können.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 20.09.2011