Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Licht'

Die weltweite Verbreitung der Kabbala ist das Horn des Messias


Eine Frage die ich erhielt: Es werden heute so viele Anstrengungen unternommen, die Weisheit der Kabbala auf der ganzen Welt zu verbreiten. Menschen auf der ganzen Welt haben die richtigen Bedingungen für die Korrektur, warum also verändert sich die Welt nicht?

Meine Antwort: Sie haben recht: In der gesamten Geschichte hatten die Menschen noch nie so günstige Bedingungen für das Erreichen der Spiritualität. Wir haben sogar einen eigenen TV-Kanal über die Kabbala in Israel! Die Menschen erhielten alle Mittel, und jetzt stehen sie nur noch vor der Wahl, diese anzunehmen.

Trotzdem müssen wir verstehen, dass das Bedürfnis der Menschen durch das Licht beeinflusst werden muss. Und auch wenn der Einfluss des Lichtes sehr stark ist, so ist es auch graduell und es gibt viele Handlungen, die im Innern des Verlangens stattfinden müssen. Hier gilt das gleiche wie bei einem sehr schnellen Computer.
Egal wie sehr wir uns bemühen, die Intervalle zwischen den Elementen und die Frequenz des elektrischen Impulses zu erhöhen, braucht doch jeder Arbeitsvorgang seine Zeit, denn diese besteht aus Milliarden von Aktionen, die im Inneren geschehen.

Ich denke, dass die Menschheit in den letzten Jahren sehr positive Veränderungen durchgemacht hat. Diese Zeitspanne vom September 2008 bis September 2009 wurde in Israel als „Jahr des Hasses“ genannt. Dies ist etwas Gutes, weil es bedeutet, dass die Menschen bereits begonnen haben, zu erkennen, dass unsere Beziehungen von Hass regiert werden.

Diese Offenbarung konnte nur durch den Einfluss des Höheren Lichts geschehen. Die Menschen haben endlich angefangen zu verstehen, dass Kabbala keine Mystik, keine Ausführung von Ritualen oder ein „Pulsa Denura“ Fluch ist, sondern die Methode, unser Leben hier und jetzt in dieser Welt zu korrigieren. Die Menschen beginnen zu verstehen, dass die Kabbala eine ernsthafte, wirkliche Wissenschaft ist, die Familien zusammenhält, die zur Wiederherstellung des Gleichgewichts in der Natur und ein Weg aus der Weltkrise ist und hilft, eine drohende ökologische Katastrophe zu vermeiden.

Wir haben viele Mythen über die Weisheit der Kabbala ausgeräumt und davon hat die Welt enorm profitiert. Nur die Verbreitung der Kabbala wird die Welt retten.

Wenn sich die Kabbala unter den Menschen verbreitet, dann werden wir alle Katastrophen verhindern und uns diese und die kommende Welt verdienen und beide Welten werden sich vereinen. Baal HaSulam bezieht sich auf das Horn des Messias als die Verbreitung der Kabbala in der ganzen Welt. Hoffen wir, dass es uns bald gelingen wird. Alles hängt von euch ab!

(Aus dem ersten Teil des Morgenunterrichts zu Shamati Artikel 18)

 

Öffne die Tür zur spirituellen Welt


In der physischen Welt kann man immer noch sehen, dass es eine Tür gibt, selbst wenn sie verschlossen ist. Jedoch in der spirituellen Welt kann man die Tür nicht sehen, bis sie sich öffnet. Die Tür selbst ist unsichtbar: Sie ist eine feste Mauer. Ein Mensch kann nur durch die Tür gehen, wenn er sich selbst ausreichend korrigiert.

Der Eingang zur spirituellen Welt wird einem Menschen enthüllt, sobald er seine Eigenschaften der nächsten Stufe angleicht. Doch er wird die Tür oder die Öffnung nicht eine Sekunde vorher sehen.

Sobald ein Mensch seine Eigenschaften der nächsten Stufe angleicht, indem er die Eigenschaft des Gebens erlangt, die für ihn erforderlich ist, dann sieht er im gleichen Augenblick die Tür, die sich für ihn öffnet. Dann vereinen sich das Kli und das Licht.
(Aus dem 1. Teil des täglichen Unterrichts)

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Internationales Kinderfestival – “Glücklich heranwachsen”

Solange es den Amphitheater Park „Hayarkon“ in Tel Aviv gibt, hat er vermutlich niemals so viele strahlende Gesichter gesehen. Nie zuvor war der Park mit so viel Licht und Glück erfüllt, als am Abend des Internationalen Bnei Baruch Kinder Festivals „Glücklich heranwachsen“.

Aus vielen verschiedenen Ländern nahmen 1.300 Kinder, Eltern und jene, die einfach in diese Atmosphäre des Glücks und der Einheit eintauchen wollten, teil und feierten gemeinsam.

Dieses Festival ist ein leuchtendes Beispiel für die Art der Programme, die wir anstreben, den Kindern, die unsere Kongresse besuchen, zu bieten.

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Wie sieht die Welt für den Schöpfer aus?


Selbst wenn ein Kabbalist schon hohe spirituelle Stufen erreicht hat, ist es für ihn noch immer sehr von Nutzen, Bücher von anderen Kabbalisten zu studieren, denn dieses ermöglicht ihm, die Wirklichkeit durch die Eigenschaften anderer Menschen zu sehen. Schließlich sieht jeder Mensch die Welt aus seinem eigenen Blickwinkel. Indem man lernt, wie andere die spirituelle Wirklichkeit wahrnehmen, beginnt man sie durch jede korrigierte Seele zu betrachten und dadurch schließt man sich schnell der gemeinsamen Seele an. Stell es dir so vor: Zuerst bin ich ein Punkt in einem Kreis.

Während ich mich selbst korrigiere, stelle ich eine Verbindung zur Unendlichkeit her – eine Linie vom Mittelpunkt des Kreises zum Licht, was ihn umgibt. Dann, indem ich mich mit allen anderen Seelen verbinde, verbreitere ich diese Linie wie einen Ausschnitt, bis das den gesamten Kreis einnimmt. Jetzt ist der gesamte Bereich des Kreises mein korrigiertes Verlangen. Daher kann ich mich nur vollständig korrigieren, indem ich mich mit den anderen Seelen verbinde.

Das reicht jedoch noch nicht, denn mein persönlicher Kreis ist flach. Aber es gibt noch mehr Kreise wie mich – andere korrigierte Seelen. Wenn sich alle diese Seelen verbinden, bilden sie eine Sphäre, eine Kugel mit einem gemeinsamen Zentrum. Das bedeutet, dass ich beginne, alle Korrekturen aller Seelen aus ihrem Blickwinkel zu betrachten.

Weshalb? Weil der Schöpfer von Oben auf jede Seele schaut und sie belebt. Und ich muss die gleiche Stufe erlangen. Dazu muss ich mich in jeden Menschen „kleiden“ und seine Korrektur aus seiner Sicht betrachten – aus dem Innern seiner Seele.

Nur dann werde ich die Gleichheit der Form mit der Höheren Kraft erlangen. Es reicht für mich nicht, nur meine eigene „ebene Fläche“ zu korrigieren. Ich muss eine Fläche nach der anderen korrigieren, einen Kreis nach dem anderen, bis sie sich alle zu einer einzigen Sphäre, einer Kugel verbinden.

Das ist zwingend erforderlich, damit wir zur Gleichheit mit dem Schöpfer gelangen. Jeder Mensch muss sich mit anderen in dieser Weise verbinden und die Welt „durch“ sie hindurch betrachten.

Und danach müssen sich alle miteinander verbinden, sodass alle individuellen Unterschiede zwischen allen Menschen vollständig verschwinden. Aber diese Stufe befindet sich schon über den Korrekturen, die wir durchführen…
(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts)

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Die Zwickmühle unserer Korrektur

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist der Unterschied zwischen der Erreichung der gegenseitigen Bürgschaft und dem Empfang der Tora?

Meine Antwort: Gegenseitige Bürgschaft ist ein Zustand der Einheit. Die Tora (Kabbala) ist das Mittel, durch das man die Eigenschaft des Gebens erreichen kann; sie ermöglicht es einem, Einheit zu erlangen, denn sie enthüllt den Schöpfer.

In Übereinstimmung mit dem Gesetz der Gleichheit der Form wird mir der Schöpfer darin enthüllt, wenn ich das Verlangen zu „geben“ erlange, weil die einzige Eigenschaft des Schöpfers das Geben und die Liebe ist. Solange mein Verlangen in der Gleichheit mit Ihm unkorrigiert bleibt, habe ich nichts, mit dem ich Ihn entdecken und enthüllen kann. Jedoch ohne die Enthüllung des Schöpfers bin ich nicht fähig, mich selbst zu korrigieren. Es ist eine Zwickmühle:

  • Ohne mich selbst korrigiert zu haben, kann ich den Schöpfer nicht enthüllen
  • Ohne den Schöpfer enthüllt zu haben, kann ich mich nicht selbst korrigieren!

Darum gibt es eine Methode, die es einem ermöglicht, eine Kraft anzuziehen, welche die eigenen Verlangen vom Empfangen zum Geben korrigiert. Diese Methode heißt Kabbala und sie ermöglicht es einem, das Licht, das umgestaltet, anzuziehen, während man noch unkorrigiert ist und nicht die gleichen Eigenschaften wie das Licht hat.

Diese Kraft heißt Umgebendes Licht. Es ist der Schöpfer, der in einer verhüllten Weise auf uns einwirkt. Deshalb wird es Umgebendes Licht genannt und nicht explizit Direktes Licht.

Aus der Ferne kann das Umgebende Licht auf etwas einwirken, das von Ihm abgelöst und Ihm entgegengesetzt ist (Egoismus) – in Übereinstimmung mit der Sehnsucht eines Menschen nach Korrektur.

Der Schöpfer heißt Bore. BO–RE bedeutet „komm“ und „siehe“. Wenn ich mich mit anderen in unserer gemeinsamen Eigenschaft des Gebens verbinde, entwickeln wir die Bedingungen zur Enthüllung des Schöpfers. Die gesamte Methode der Korrektur (Kabbala) besteht aus dem Heranziehen des Umgebenden (korrigierenden) Lichtes auf uns.

Verwandtes Material:
Blog-post: „Und Gott schuf den Menschen nach Seinem eigenen (Ab)Bild“
Blog-post: Die Korrektur geschieht nur durch das Licht, das man während des Studiums der Kabbala empfängt
Blog-post: Der Schöpfer erschuf uns vollkommen!

Die besten Momente aus dem täglichen Kabbala Unterricht – Das Licht

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Das Buch Sohar enthüllen: Wir sind schwarze Punkte in einem Meer von Licht

Das folgende Gespräch fand statt, als wir „das Vorwort zum Sulam Kommentar“ in der Täglichen Lektion lasen:

Ich bin ein schwarzer Punkt in einem Meer von Höherem Licht. Meine gesamte Existenz ist mit diesem Licht verbunden und ich messe mich daran.

Ich entdecke, dass Er Güte und Geben ist. Umgekehrt bin ich der Empfänger, der alles verschlingen und Ihn ausnutzen will. Ich lerne, dass unser beider Natur, das des Schöpfers und des Geschöpfes, polare Gegensätze sind. Und wenn ich mich mit Ihm vergleiche, dann merke ich, dass wir durch einen Abgrund getrennt sind, weil alles, was in Ihm existiert, in mir als gegensätzliche Form, wie ein Siegelabdruck existiert.

Und ich bin von Scham überwältigt! Er ist das Geben und ist voller Liebe, wohingegen ich nur empfange und voller Hass bin…

Diese Scham ist anders als alles andere, was ich jemals gefühlt habe und es ist das wahre Geschöpf. Noch nie war ich mir so tief bewusst. Ich fange an, Sein Geben für gut und mein Empfangen für böse zu halten.

Doch woher stammt diese Messskala? Im Licht gibt es diese nicht! Das ist das wahre Geschöpf. Es fühlt sich unabhängig und getrennt vom Geber und daher merkt es, dass es sich im Gegensatz zu Ihm befindet.

Das geht solange weiter, bis die Schöpfung dahing gelangt zu spüren, dass sie nicht länger in diesem Zustand verbleiben kann. Sie kann sich nicht länger rechtfertigen, sie vollzieht eine Einschränkung und stößt das Licht von sich.

Dies ist Malchut der Welt von Unendlichkeit, welche darunter leidet, dass sie nicht wie der Schöpfer sein kann – dass sie nicht so lieben kann, wie Er es tut. Darum bringt uns letztendlich die Entwicklung nach der Ersten Einschränkung (Zimzum Alef) zur Liebe – zur gleichen Eigenschaft, wie sie der Schöpfer für uns hat. Alles stammt aus der Handlung der Ersten Einschränkung und in dem Masse, dass die Entscheidung, eine Einschränkung zu vollziehen, das gesamte Universum antreibt und es zur letzten Korrektur führt.

Daher ist das Gefühl der Scham

der „Big Bang“, der Urknall, der das Universum ins Leben rief und seinen ganzen Weg hinunter in unsere Welt und zurück nach oben durchlief.

Die treibende Kraft dieser Entwicklung, die die Wirklichkeit dazu bringt, sich von oben nach unten und von unten nach oben zu entfalten, ist genau das Gefühl der Scham, das von Malchut in der Welt der Unendlichkeit empfunden wurde. Es gibt nichts anderes. Wie der Urknall, aus welchem das Universum geschaffen wurde und welches sich bis heute noch immerfort ausdehnt.

All dies passiert im Malchut der Welt der Unendlichkeit, welche alle vorangehenden Sfirot enthält.

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Der Weg aus dem dunklen Keller heraus ist es, das Licht herein zu bringen

Jemand, der nach spiritueller Entwicklung sucht, fühlt sich, als ob er in einem Keller sitzt, in absoluter Dunkelheit und will daraus entfliehen. Doch er kann nirgends hin. Er muss das Licht in den dunklen Keller bringen, in dem er sich befindet.

Die gesamte Menschheit befindet sich in diesem Keller und jeder Versuch, zu entfliehen, wird bestraft. Doch die Bestrafung kommt nicht sofort. Es scheint, als ob man eine Gelegenheit zur Flucht bekommt, eine Gelegenheit herauszukommen, doch dann kommt unterwegs ein schmerzhafter Schlag. Und das geht so weiter, bis man lernt, die Verbindung zwischen seinen Versuchen zu entkommen und den Schlägen zu erkennen.

Das ist nicht einfach. Wir befinden uns in einem globalen, integralen und begrenzten System, in dem die Bestrafung für ein Vergehen nicht auf der Stelle kommt. Tatsächlich scheint es, als ob die Strafe von einer völlig anderen Stelle aus kommt. Das geschieht uns, damit wir allmählich entdecken, dass das gesamte Universum ein einziges System ist, in welchem wir ewig existieren.

(Aus dem täglichen Kabbala Unterricht)

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Alle spirituellen Welten befinden sich in deinem Innern

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist das System der Klipot?

Meine Antwort: Alle unsere unkorrigierten Verlangen heißen „Klipa“ und alle unsere korrigierten Verlangen heißen „Heiligkeit“.

Es gibt nichts außer dir. Alles, was außerhalb ist, scheint nur außerhalb zu sein. In Wirklichkeit sind dies deine inneren Wahrnehmungen, die du vorerst als außerhalb erfährst. Wenn du die Welt Azilut erreichst und danach die Welt Adam Kadmon und die Welt der Unendlichkeit, wirst du entdecken, dass es keine Welten gibt – alles befindet sich in dir.

Macht ein Mensch jedoch keine Anstrengungen, Verbindung mit dem Licht zu erlangen, dann gibt es keine Welten zwischen ihm und dem Licht. Ein Mensch „entwirrt“ selbst diese Welten. Das heißt, durch seine Verbindung mit dem Licht erschafft er Stufen der Verhüllung zwischen ihm und dem Licht. Diese Stufen der Verhüllung werden „Welten“ genannt. Und wenn es keine Verhüllung mehr gibt, weil dieser Mensch sich selbst völlig dem Licht angeglichen hat, dann verschwindet die Verhüllung und es gibt keine Welten mehr.

Die Welten sind etwas, die in einer festgelegten weise existieren. Sie existieren in dir in Form von Verhüllungen, die nicht von dir abhängig sind. Dann werden sie Stufen von oben nach unten genannt. Wahlweise kannst du sie selbst erschaffen und in diesem Fall werden sie Stufen von unten nach oben genannt. Auf die eine oder andere Art existiert das alles in dir und es gibt nichts außerhalb. Es ist einfach so, dass unsere innere Struktur unsere Wahrnehmung in „ich“ und „die Welt um mich herum“ teilt.

(Vom 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichtes über die „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot“)

Wie man seine Zehn Sfirot bildet und sie dann mit dem Licht des Schöpfers füllt

Eine Frage, die ich erhielt: Im „Vorwort zum Sulam Kommentar“ wird ein System beschrieben, welches sich außerhalb des Menschen befindet. Wie kann ich mir nun dieses System in Bezug auf mich, und welches sich in mir befindet, vorstellen?

Meine Antwort: Es gibt keine Seele in meinem belebten Körper. Mein Körper enthält nicht die zehn Sfirot der Seele. Ich habe nur einen anfänglichen Punkt und muss die zehn Sfirot von dort aus bilden. Dieser Punkt stammt aus meinen egoistischen Wünschen. Wenn ich mich mit den anderen Punkten im Herzen verbinde, indem ich dazu meinen Egoismus benutze, dann gibt mir mein Ego das Material dazu, die Wünsche und die Verbindung zu den anderen Menschen, und dieses erschafft dann die Struktur der zehn Sfirot in mir.

Ich werde dann zum Punkt in Malchut, der zehnten Sefira, und meine ersten neun Sfirot bestehen dann aus meiner Einstellung den anderen Menschen gegenüber. Alle anderen Seelen, alles, was ich so vor mir sehe, die gesamte Welt und meine Umgebung sind meine neun Sfirot (Tet Rishonot). Wenn ich diese mit mir in Liebe verbinde, mit dem Verständnis, dass wir alle ein Ganzes sind, dann erhebe ich mich über meinen Egoismus, und wenn es mir gelingt, mich über Malchut zu erheben, um zu geben, dann werde ich all diese äußerlichen Eigenschaften des Gebens mit mir verbinden.

Dann wird meine Seele, der komplette Parzuf, geschaffen aus den zehn Sfirot in mir erscheinen. Und genau dann werde ich den Schöpfer enthüllen: innerhalb der Wünsche, die ich durch das Geben an andere erworben habe.

Alles um mich herum ist die Struktur meiner eigenen Seele. Doch nach dem Zerbruch der Seele und dem Absturz in den Egoismus begann ich, diese anderen Teile von mir auf egoistische Weise wieder zu wünschen, um alles zu empfangen, was sie haben. Und jetzt muss ich dahin zurück, ihnen zu geben. Ich muss sie mit mir durch Liebe vereinen und auf diese Weise das Licht meiner Seele enthüllen – in ihnen.

Ich kann niemals das Licht in mir selbst enthüllen, in Malchut, weil die Erste Einschränkung (Zimzum Alef) nicht widerrufen werden kann. Darum hängt alles davon ab, dass ich aus mir heraustrete und mich mit den anderen Seelen verbinde, indem ich ihre Wünsche als meine eigenen spüre. Innerhalb dieses gemeinsamen Verlangens werde ich den Schöpfer enthüllen.

(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts über das „Vorwort zum Sulam Kommentar“).