Vergiss nicht, das Licht anzuschalten
Frage: Ich versuche die ganze Zeit, über unsere Vereinigung nachzudenken, über die Verbindung zwischen uns, besonders während wir den Sohar lesen. Aber wie arbeitet das Licht an mir, wenn ich versuche, diese Anstrengungen einzusetzen? Welche Veränderungen bewirkt es in mir?
Antwort: Das Licht befindet sich in absoluter Ruhe. Es macht überhaupt nichts mit dir. Du führst alle diese Veränderungen durch. Kannst du das Licht einsetzen? Tue es! Wenn nicht, dann nicht. Es ist ähnlich, wie bei der Elektrizität: Ist sie mit einem elektrischen Ausgang, einer Steckdose, verbunden? Wenn ja, benutze ihn! Wie? So wie du es willst! Du kannst ihn benutzen, um einen Kühlschrank, einen Heizkörper zu betreiben, alles was du willst.
Wie wirkt das Licht auf dich ein? Gar nicht. Du entlockst ihm diese Handlung.
Es heißt: „Mein HaWaYaH (Schöpfungsgedanke) hat sich nicht verändert,“ was bedeutet, dass der Schöpfer sich in absoluter Ruhe befindet. Darum tut das Licht absolut nichts! Du machst alles mit deinen eigenen Handlungen; du transformierst dich selbst zum nächsten Zustand. Und wenn wir sagen: „Lass das Licht arbeiten“ oder „das Licht tut dies oder das“, beschreiben wir einfach unsere Handlungen ihm gegenüber.
Wir aktivieren das Gesetz und es funktioniert. Dieses Gesetz befindet sich in Aktion, seine Formel ist bekannt. Es exisitert jenseits von uns und heißt „das Gesetz der Gleichheit der Formen des Lichtes und der Verlangen (Kelim) oder das „Gesetz der Ausgeglichenheit“.
Seitens des Lichts gibt es keine Handlungen. Das Licht führte eine einzige Handlung durch: Es erschuf das Verlangen zu genießen, „Existenz aus dem Nichts“. Und im Übrigen ist es nicht das Licht, über das wir sprechen.
Das Verlangen zu genießen, das in diesem Licht aus dem „Nichts“ erschaffen existiert, verändert sich die ganze Zeit. Alle Transformationen der Eigenschaften, die Entwicklung durch die vier Phasen, etc., worüber wir sprechen, ereignen sich nur in Bezug zu diesem Verlangen, diesem Geschöpf. Alles das sind die Veränderungen des Verlangens, um Genuss zu empfangen, innerhalb des konstanten Lichtes.
Aus dem 2. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 24.03.2011, Das Buch Sohar
Frage:
Frage
Eine spirituelle Handlung hängt voll und ganz von der Vorbereitung ab. Denn die Handlung selbst ist bereits vorherbestimmt und muss sich unbedingt ereignen. Nichts kann sich in dem gesamten Programm von Anfang und bis zum Ende der Schöpfung ändern, alle dessen Etappen sind bereits eindeutig bestimmt.
Wir glauben, dass wir um die Erfüllung beten müssen: „Erfülle mich doch, erfülle!“ Doch die spirituelle Welt ist eine umgekehrte Anti-Welt, denn dort bedeutet Erfüllung die Arbeit selbst, die Anstrengung, die Bestrebung nach dem Ziel, das Verlangen zu lieben!
Frage: 
Im Studium der Wissenschaft der Kabbala ist eine besondere Eigenschaft verborgen. Das Licht, d.h. die korrigierende Kraft, die in den kabbalistischen Büchern enthalten ist, führt den Menschen zur Quelle zurück.

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