Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Grüße von den Ferienorten des Schwarzen Meeres – 2


Hier ist ein Brief, den ich von meinem Studenten über das Zeitungen verbreiten am Schwarzen Meer erhielt:

Lieber Rav,

Ich komme gerade aus Sochi zurück, wo ich an der Verbreitung unserer Zeitung Kabbala Heute teilnahm. Ich würde Ihnen gern über meine Eindrücke erzählen, davon wie ich mich mit den Leuten während des Zeitungsausgebens unterhielt. Wenn man seine Hand ausstreckt, um jemandem eine Zeitung zu geben, kennen die Leute Sie bereits und sagen Dinge wie: „Geben Sie mir eine, ich will sie lesen“ oder „Wir kennen bereits die Kabbala“, „Danke, aber wir haben bereits eine Kopie“, „Wir haben es bereits gestern gelesen.“ Sie begreifen plötzlich, dass die meisten Menschen, die Sie sehen, bereits etwas über die Kabbala wissen, unsere Zeitungen gelesen haben, uns akzeptieren und mit uns übereinstimmen, sich für uns interessieren. Vielleicht verstehen sie wegen der Kompliziertheit nicht alles, aber sie unterstützen es und empfehlen es anderen. Und Sie stellen plötzlich fest, dass Sie von einer Gesellschaft umgeben sind, wo jeder über die Kabbala weiß!

Hier sind noch einige weitere Antworten, die ich bekam: „Geben Sie mir drei Kopien, weil ich meine einem Freund geben musste“, „Wo können wir Ihre Bücher kaufen?“, „Haben Sie andere Bücher, weil wir diese bereits gelesen haben?“, „Wofür brauche ich eine Zeitung? Ich lese die Bücher“, „Wann kommt die nächste Ausgabe heraus? Wir haben diese bereits gelesen.“ Eine Frau sagte einer Gruppe von Teenagern, die an unserem Stand vorbei spazieren gingen, „Nehmt eine Kopie, lest das!“

Einmal sah ich zwei Männer mit unseren Zeitungen, die einen Platz suchten, um sich zu setzen. Ich dachte zu mir selbst, „Was für eine Scham! Sie werden die Zeitungen verwenden, um sich auf sie zu setzen“, aber nein – sie setzten sich, lasen eine Zeit lang, falteten dann sorgfältig ihre Zeitungen und steckten sie in ihre Taschen. Ein ander Mal sah ich einen Jungen von ungefähr vierzehn Jahren die Straße mit an der Zeitung klebenden Augen hinuntergehen, er las, während er spazieren ging. Ich sah alle Arten von Leuten – weiß, grau, schwarz gekleidet oder halbnackt mit langem Haar oder überhaupt ohne Haar, Kreuze tragende und mit Tätowierungen bedeckte – und sie alle öffneten die Zeitung, lasen sie, falteten sie dann sorgfältig wieder zusammen und nahmen sie mit sich, wohin auch immer sie gingen!

Nach einem Tag des Zeitungsverteilens ging ich den Bürgersteig entlang spazieren, um Kopien aufzuheben, die Leute weggeworfen haben könnten. Aber von 1500 Zeitungen, die ich ausgegeben hatte, fand ich weniger als zehn herumliegen und fünf von ihnen waren sorgfältig zusammengefaltet und so hingelegt, dass andere sie nehmen sollten. Dann schaute ich auf den Strand und – wow! Fast jede Person hatte unsere Zeitung!

Das Unvorstellbare besteht darin, dass, wenn Sie anfangen um 7:30 Uhr Zeitungen zu verteilen und ständig auf Ihre Uhr schauen, um zu sehen, wie viel Zeit noch bleibt, Sie sich am Ende des Tages, 23:30 Uhr, trotz der sengenden heißen Sonne, die auf Sie den ganzen Tag herunterschien, so fühlen, dass Sie noch nicht Schluss machen wollen.

Einer der Jungs, der mit uns war, Kolja, schaffte es, jede Schicht einige Runden zu machen, uns alle zu überprüfen, Fotos zu machen, uns aufzumuntern, kalte Getränke zu bringen und uns mit Eiscreme abzukühlen!

Und vergessen Sie nicht, dass all dies direkt am Meer geschieht. Nach einem Tag der Verbreitung springen wir ins Wasser. Die Eindrücke sind einfach schön – das Wasser hier ist kristallklar, warm und nicht sehr salzig …

Ich war dort eine Woche lang, aber fand, dass das zu kurz war. Es war so schwierig abzureisen. Tatsächlich ist es noch leichter, einen Kongress zu verlassen. Hinzu fuhr ich von Moskau aus mit drei Zwischenstops und die Reise zog sich hin und hin. Die Reise zurück war ein Kinderspiel – ich war so aufgeregt, dass ich 25 Stunden am Stück fuhr und nur zum Tanken ein paar Mal hielt, an Schlafen war nicht zu denken!

Aber das Wichtigste war, dass dieses Verbreitungsereignis wahrscheinlich im nächsten Jahr nicht durchgeführt wird, weil es neue Ereignisse geben wird, die auf uns warten! So ist es eine im Leben einmalige Chance, die jede Person für sich selbst und für die GRUPPE hat! Nur hier und in diesem Augenblick! Ich bin dem Schöpfer und der Gruppe dankbar, dass sie mir die Kraft geben, mich über alle Hindernisse zu erheben und mir solch ein unbezahlbares Geschenk, eine Chance, geben, daran teilzunehmen, das durchzugehen und ein Teil davon zu sein!

P.S. Heute hat dieses Verbreitungsereignis Halbzeit – es wird noch fortgesetzt für den Rest des Augusts und den ganzen September. Jeder, der dazu fähig war, ist bereits dort gewesen. Aber es ist noch zu früh, um sich zu entspannen! Wir müssen bis zum allerletzten Tag alles hineinstecken, was wir haben! Die Mannschaft wird von neuen Leuten alle 7-10 Tage ersetzt und dann geschieht alles wieder von vorn, als sei es das erste Mal! Die Urlauber, die unsere Zeitungen noch erhalten müssen, bestellen jetzt gerade ihre Tickets.

Machen wir weiter so!
L’Chaim Gelenzhik – Sochi – Krim!

Verwandtes Material:
Blog-post: Ein „Hallo“ aus den Urlaubsorten des Schwarzen Meeres
Blog-post:Kabbala Radio
Fotoalbum von der Verbreitungsarbeit in Sochi

Dieser Weg kann nur von jenen bewältigt werden, die ihn auch gehen


Eine Frage, die ich erhielt: Ich nehme an den Lektionen teil, die von Bnei Baruch angeboten werden. Aber ich habe den Eindruck, jetzt ein schlechterer Mensch zu sein, als vor Beginn des Studiums. Was mache ich falsch? Ich glaube zu verstehen, wie wichtig die Gruppe ist, aber ich empfinde keine Liebe für sie. Stattdessen fühle ich eine tiefe, sich stets vergrößernde Kluft. Ich bin wertend und zynisch, in meinem Privatleben bin ich deprimiert, zornig und gereizt, aber es gibt dafür keine logische Erklärung. Trotzdem spüre ich all diese Gefühle sehr stark. Es scheint, als ob mein Verstand oder ein Teil von mir auf einer Seite einer Fahrbahn, und mein fühlender anderer Teil (welcher mich lenkt) auf der anderen Seite in entgegengesetzter Richtung unterwegs wären, verbunden mit einem Hass/Liebe-Verhältnis zur Kabbala und dem Studium.

In den Lektionen wird uns klar gemacht, dass sich das Studienmaterial ausschließlich auf spirituelle Zustände bezieht. Aber wie sieht der „praktische“ Teil aus? Was für eine Person soll ich sein?

Meine Antwort: Alle von uns erleben solche Zustände, wenn wir abzuwägen beginnen, ob das spirituelle Wachstum, das die Kabbala uns lehrt, richtig und notwendig ist. Im Augenblick erreicht die gesamte Menschheit eine Periode der Neuorientierung ihres Wertesystems und erlebt daher Krisen in allen Bereichen des Lebens – in Bildung, Politik, Gesellschaft, Familie, Wissenschaft, Ökologie, Natur, usw.

Wir bewerten zudem unsere körperliche Existenz, wie auch die Notwendigkeit, unseren unkorrigierten egoistischen Verlangen (Herz) und Gedanken (Verstand) Spiritualität hinzuzufügen (also die Enthüllung der Höheren Welt und des Schöpfers). Ihr Egoismus wird weiterhin viele „Enttäuschungen“ auf dem Weg der spirituellen Entwicklung erleben, weil er auf diesem Weg keine Erfüllung findet – sondern das Gegenteil. Um Spiritualität entwickeln zu können, muss der eigene Egoismus ausgelöscht werden. Aber es muss betont werden, dass nicht die Verlangen und Gedanken ausgelöscht werden sollen, sondern es muss die Absicht „für sich selbst zu empfangen“ in eine Absicht „für andere zu empfangen“ umgewandelt werden.

Wie kann man auf dem spirituellen Weg vom Egoismus abrücken, ohne dabei den Egoismus zu Hilfe zu nehmen. Egoismus steht im Gegensatz zur Spiritualität. Deshalb wird Egoismus als „Hilfe gegen sich selbst“ bezeichnet, weil er sich letztendlich selbst annulliert. Denn wenn du egoistisch in einer Gruppe Kabbala studierst und versuchst, dich mit den anderen zu verbinden, ziehst du das Höhere Licht an, welches dann den Egoismus korrigiert. Die Misserfolge und Abstiege sind daher nur der vom Egoismus wahrgenommene Mangel an egoistischen Füllungen. Die zukünftige Erfüllung wird nicht durch Empfangen, sondern durch Geben für andere erreicht. Dies wird durch das Gefühl der Liebe und der Erkenntnis, dass jeder in einem einzigen Ganzen eingebunden ist, entstehen.

Das einzige was dich ans Ziel bringt – zum ewigen Schöpfungsziel – sind das beständige Studium, die Teilnahme an der Gruppe und die Verbreitung und zwar trotz deinem Egoismus, „wie ein Ochse zu Bürde und ein Esel zur Last“. Alle Shamati Artikel sprechen darüber, also lest weiterhin darin! Dieser Pfad kann nur von jenen bewältigt werden, die ihn auch gehen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Hast du Zweifel, verbreite!
Blog-post: Richtlinien zu Erreichen der Einheit – Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam
Artikel von Baal HaSulam: Frieden in der Welt

Der Appetit kommt beim Essen


Zwei Fragen, die ich darüber erhalten habe, wer Kabbala studieren könne:

Frage: In Ihrem Blogbeitrag „Erwerben Sie einen Arbeitsplatz“ sagen Sie: „Genau genommen verpflichtet Kabbala eine Person geradezu, einen Job zu haben, sich zu verheiraten und nur dann Kabbala zu studieren.“ Was bedeutet „Kabbala zu studieren?“ Lernen Kinder nicht bereits in vielen Gruppen? Daher frage ich mich, was „Kabbala studieren“ wohl bedeutet. Ich denke, dass dieses eine in die Tiefe gehende Studie und das gesamte Studium bedeutet, und nicht das Studium menschlicher Zwischenbeziehungen oder das Zusammensein untereinander, an dem Kinder mitbeteiligt sind.

Meine Antwort: Die Kabbalisten schreiben, dass es heutzutage keinen Bann gibt, der bestimnmt, wer Kabbala studieren kann, und jeder darf es, egal wie alt. Die Kinder werden groß, heiraten und werden eindringlich mit dem Wissen arbeiten. Die Welt ist so konstruiert, dass ein Mensch sich je nach seiner Natur etablieren muss (heiraten, arbeiten usw.) und erst dann kann er beginnen, seine Unterschiede vom Schöpfer herauszufinden und sie zu korrigieren.

Frage: Ich habe mich nie gefragt, warum ich lebe, doch ich möchte Kabbala studieren. Darf ich das?

Meine Antwort: Rav Kook und andere Kabbalisten schreiben, dass es keine Einschränkungen für ein Studium der Kabbala gibt. Auch wenn man keine Fragen hat, kann man in der Gruppe nach dem Prinzip „Der Appetit kommt beim Essen“ studieren. Man bekommt das Bestreben der Gruppe nach der Suche nach dem Sinn des Lebens. Die Umgebung beeinflusst den Einzelnen und darum werden Sie dann auch den Punkt im Herzen spüren und Ihren Wunsch nach einem gemeinsamen Aufstieg darin einschließen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Muss man verheiratet sein, um Kabbala zu studieren?
Kabbala Blog: Avraham Isaac HaCohen Kook
Einführung in die Kabbala: Wer kann Kabbala studieren?
Artikel: Die Notwendigkeit Kabbala zu lernen

Psychiatrie und Kabbala


Fragen, die ich über Gemütsleiden und dem Studieren der Kabbala erhielt:

Frage: Ich bin viele Male stationär in psychiatrischen Kliniken gewesen und bekomme noch immer medikamentöse Behandlung. Kann ich Kabbala studieren und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Werde ich fähig sein, mich der Bnei Baruch Gruppe anzuschließen?

Meine Antwort: Sie können Kabbala nur unter der Bedingung studieren, dass Ihr Gemütszustand völlig stabilisiert ist und Sie absolut sicher sind, dass die medikamentöse Behandlung Sie „normal“ sein lässt. Wenn das der Fall ist, können Sie Kabbala studieren, jedoch in eingeschränktem Maß den zeitlichen Aufwand und das Material betreffend.

In der Bnei Baruch Gruppe nehmen wir Personen erst dann an, nachdem sie vorbereitende Kurse am „Campus Kabbalah“ absolviert haben. Es gab Menschen wie Sie, die sich der Gruppe angeschlossen hatten.

Frage: Warum kann jemand, der manisch-depressiv erkrankt ist, nicht Kabbala studieren?

Meine Antwort: Sein Leben in dieser Welt ist seine Korrektur in diesem Lebenszyklus (Gilgul). Genau wie jeder andere Mensch mit einer Gemütserkrankung, korrigiert er seine Seele durch sein kummervolles Dasein.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was haben ein gesunder Verstand und Körper mit Kabbala zu tun?
Blog-post: Kabbala – Das Heilmittel für jedes Leid

Ein aufrichtiger Wunsch wird immer vom Licht erfüllt


Zwei Fragen, die ich über Bemühungen und Verlangen erhielt:

Frage: Wenn Ihr Verlangen von oben „angeschaltet“ ist, dann strengen Sie sich an, doch zählen diese Bemühungen nicht als die Ihrigen. Auf der anderen Seite, wenn Sie keine Verlangen haben, dann wissen Sie gar nicht, dass Sie keine haben. Wenn Sie dann jedoch beginnen, sich anzustrengen, dann wird dies ebenfalls nicht als Ihre eigene Arbeit angesehen, sondern eher als von „oben eingeleitet“. Wie kann ich dann wissen, welche meine Bemühungen sind und welche die Hilfe von Oben? Was ist der Unterschied?

Meine Antwort: Hören Sie auf, dies herauszufinden, weil es Sie nur verwirrt. Das einzig Wichtige ist:

  • die Wichtigkeit des Zieles zu spüren
  • unsere eigene Schwäche zu bemerken
  • überzeugt zu sein, dass das wahre Verlangen sofortige Hife erhält.

Lesen Sie den Artikel von Baal HaSulam „Von Hinten und Vorne umfasst du mich“ (Achor ve-kedem Zartani).

Frage: Ich bin es satt, auf das Überqueren des Machsom zu warten. Ich habe auf nichts mehr Lust, ich hasse alles und keiner kann mir helfen.

Meine Antwort: Dies ist eben genau der Zustand, aus welchem Sie zum Machsom heraufsteigen können, mit Hilfe der Gruppe und dem Schöpfer! Wissen Sie, dass der Machsom die Gelegenheit ist, sich mit anderen wie Sie zu verbinden, um die Eigenschaft der Einheit deutlich zu machen? Hält irgendjemand Sie davon ab? Wenn ja, warum bitten Sie dann nicht um Hilfe, damit Sie Ihre Freunde lieben können? Worauf warten Sie? Und was hassen Sie gerade so sehr?

Die Verhüllung (Zimzum) geschah nur durch das Licht der Chochma (der Weisheit), und nicht durch das Licht von Chassadim (des Schenkens, der Liebe). Wenn dies nun genau das ist, was Sie wünschen, dann werden Sie es enthüllen. Die Verhüllung (Zimzum) ist in Ihnen drinnen und niemand außerhalb verbirgt irgendetwas vor Ihnen! Sie müssen nur innerlich vom Empfangen zum Schenken gelangen, und dann entdecken Sie diese spirituelle Eigenschaft – die Eigenschaft des Schenkens – in sich. Sie sollte eigentlich nicht von außen irgendwoher zu Ihnen gelangen, und Sie sollen auch nicht irgendwo heraufsteigen, umd den Machsom zu überschreiten. Sondern das Überqueren des Machsom bedeutet die Veränderung der Eigenschaften in Ihnen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Strebe Deinem Ziel entgegen und überlasse dem Schöpfer den Rest
Artikel: In sich den Schöpfer finden

In der Spiritualität gibt es keine Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung!


Eine Frage, die ich erhielt: Lieber Rav, als ich dreißig wurde, hörte ich auf, irgendetwas zu fühlen. Mein Leben wurde grau, wertlos und leer. Ich dachte, so fühlt sich das Alter eben an und akzeptierte es eben. Die Jahre gingen ins Land und eines Tages sah ich „zufällig“ ein Programm, in dem Sie über Kabbala sprachen. Es berührte mich, also ging ich auf Ihre Website und verbrachte drei Jahre damit, dort die Materialien selbstständig zu studieren. Aber vor einem Jahr wurde ich so „durchgeschüttelt“, dass ich nicht mehr allein bleiben konnte und fing an, nach anderen Leuten zu suchen, die sich auch für Kabbala interessierten. Und der Ball kam ins Rollen! Im letzten Jahr bildeten wir eine Gruppe, mieteten einen Raum zum Studieren, gingen zu einem Kongress und führten eine Buchmesse durch, die noch mehr Menschen zur Kabbala brachte. Wenn Männer und Frauen heute in unser Zentrum zur Sonntagslektion kommen, fühle ich mich verantwortlich dafür, dass alles glatt geht. Und all dies geschieht nach gerade mal einem Jahr!

Die Zeit scheint unglaublich schnell vorbeigegangen zu sein. Mehr Dinge geschahen während dieses Jahres als je zuvor in meinem Leben. Meine Zustände ändern sich so schnell, dass ich keine Zeit habe, darüber nachzudenken, was geschieht. Meine Frage ist: Durchlaufe ich meine Reinkarnationen schneller? Oder fühle ich diese Reinkarnation stärker? Oder mache ich die verlorene Zeit für die Dinge wett, die ich hätte tun müssen, aber nicht tat?

Meine Antwort: Es gibt keinen „schnellen“ Weg, es gibt keine Geschwindigkeitsbegrenzung und es gibt keine Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung. Jedoch müssen Sie immer prüfen:

1. Was ist Ihre Absicht? Ist sie, absolutes Geben zu erreichen – in der Verbindung mit Ihren Freunden durch gegenseitige Bürgschaft?

2. Ist das das Ziel, auf das Sie sich zu bewegen? Sie müssen die Eigenschaft des Gebens, das Gegenteil Ihres gegenwärtigen Zustands, allmählich erreichen.

3. Woher bekommen Sie die Kraft, um vorwärts zu gehen? Wenn Sie sie aus sich selbst heraus bekommen, dann werden Sie von Ihrem natürlichen Egoismus angetrieben – und der führt nicht zur „Absicht“. Wenn Sie Ihre Energie jedoch von der Gruppe erhalten, dann gehen Sie auf das richtige Ziel zu.

Verwandtes Material:
Blog-post: Korrektur liegt in der Einheit
Blog-post: Wo ist unser Moses?
Kabbala Heute Artikel: Störche und Teamarbeit
Baal HaSulam Artikel: Die Bürgschaft

Verbreitung in Mexiko


Am Sonntag (31.08.08) hat die Freundesgruppe in Mexiko 3.500 Zeitungen verteilt. Insgesamt wurden 15.000 Exemplare gedruckt und sie werden in den kommenden Wochen verteilt.

Lateinamerika erwacht zur spirituellen Entwicklung. Dort gibt es die am schnellsten wachsenden Gruppen und die meisten neuen Studenten im Vergleich zu allen anderen Teilen der Welt. Viel Glück Freunde!

Verwandtes Material:
Blog-Post: Neuer Blog in Spanisch
Kabbala Website in Spanisch
Kabbala Bücher auf Spanisch
Kabbala Zeitung auf Spanisch

Widersprüche führen zu Verständnis


Fragen, die ich zu folgenden Themen erhielt: dem Gefühl der Leere, der Verbindung mit der virtuellen Gruppe, dem Umgang mit Widersprüchen, dem Unwillen zum Studium:

Frage: Warum fühlt man sich umso leerer, je mehr man verbreitet und sich anstrengt?

Meine Antwort: Das Gefühl der Leere taucht dann auf, wenn man die Wichtigkeit der Verbreitung nicht als eine Tat begreift, die vom Schöpfer geschätzt wird. Indem Sie verbreiten, bringen Sie die Welt näher zu Ihm. Jedoch fühlt Ihr ständig wachsender Egoismus die Wichtigkeit dieser Handlung nicht. Der Egoismus wächst besonders in denjenigen, die Kabbala studieren, um ihnen die Gelegenheit zu geben, ihn zu überwinden und sich so auf das Niveau des Schöpfers zu erheben.

Sie sollten das Gefühl der Leere schnell ersetzen und die Größe der Absicht und des Schöpfers empfangen, indem Sie sich mit Büchern auseinandersetzen und mit Freunden in Verbindung treten. Die Shamati-Artikel erklären das sehr detailliert.

Frage: Wie kann man sich spirituell entwickeln, ohne in physischem Kontakt mit einer Gruppe zu sein?

Meine Antwort: Wenn Sie den virtuellen Kontakt mit der Weltgruppe halten, sind Sie mit ihr verbunden. Außerdem können Sie physisch an den Kongressen teilnehmen, unser Zentrum in Israel besuchen und dort studieren.

Frage: Wie soll man sich mit den Widersprüchen in der Kabbala befassen? Einmal werden die Dinge so und am nächsten Tag andersherum erklärt!

Meine Antwort: Wenn Sie das richtige Verständnis bekommen, dann werden sich all diese „Widersprüche“ ergänzen und zu einem Ganzen verbinden. Die Widersprüche führen zum richtigen Verstehen, weil sie ein Zeichen Ihrer Unvollkommenheit sind.

Frage: Es gibt Tage, an denen ich wirklich Kabbala studieren will und es gibt Tage, an denen ich an Kabbala überhaupt nicht denken und stattdessen weltliche Sachen machen will, die mich anziehen. Heißt das, dass ich den Punkt im Herzen noch nicht habe?

Meine Antwort: Während dieser Tage haben Sie die Gelegenheit, sich unabhängig durch Ihre eigenen Anstrengungen und nicht durch den Wunsch von oben, weiterzuentwickeln.

Verwandtes Material:
Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam: Richtlinien zum Erreichen der Einheit
Blog-Post: Nur der Einfluss des Höheren Lichtes kann dir die Wichtigkeit der Gruppe geben
Blog-Post: Die Moralischen Normen eines Kabbalisten

Vorträge: Kabbala L’Am


Jeden Dienstag von 7:00 PM bis 9:00 PM israelischer Zeit halte ich kostenlose Vorträge vor einem großen Publikum in „Beit Kabbalah L’Am“ (Haus der „Kabbala fürs Volk“).

Vor und nach den Vorträgen können Sie sich zu Kabbala Unterrichten anmelden, Bücher, Video Kassetten, DVD’s und CD’s kaufen.

Sie können die Vorträge life in englischer oder deutscher Übersetzung auf „ kab.tv “ sehen oder sie zu einem späteren Zeitpunkt aus dem Archiv herunterladen.

Wenn er dich liebt, stellt er sich nicht zwischen dich und die Kabbala


Fragen, die ich erhielt, was mit einem Freund zu tun sei, der nicht Kabbala studiert und mit Frauen, die die Verbreitung hassen:

Frage: Die Frau bekommt ihre spirituelle Füllung durch den Mann – ich fühle das sehr klar. Jedoch ist alles, woran ich denken kann, mein Freund, der nicht Kabbala studiert. Ich trennte mich von ihm, als ich auf die Kabbala stieß, aber jetzt sind wir wieder zusammen und ich studiere weiter Kabbala. Ich verbringe meine Zeit lieber mit ihm, als Lektionen anzusehen und das erschreckt mich, weil ich meine Lebensaufgabe und die Absicht des Schöpfers mit mir vernachlässige. Ich kann Sie und die Gruppe und das ganze Welt-Kli nicht verlassen. Ich brauche Sie und Sie brauchen mich. Aber andererseits werde ich von meinem Freund angezogen. Ich will wirklich auf dem spirituellen Pfad bleiben und mein Kli zusammen mit einem Mann entwickeln, aber ich fühle, dass ich dazu ohne meinen Freund nicht im Stande wäre.

Meine Antwort:

1. Beruhige dich.

2. Wenn er dich liebt, dann wird er dich bei deinem Kabbalastudium nicht stören.

3. Wenn du einen anderen Mann wählen kannst, bei dem es sicher ist, dass er Kabbala studieren wird, und es dir möglich ist, dann tu es.

4. Zwinge ihn nicht zu studieren, aber mach ihn freundlich und liebevoll zum passiven Teilnehmer. Wir haben Fälle gehabt, in denen Männer auf diese Art zur Kabbala kamen und dann fortfuhren zu studieren, selbst als ihre Frauen die Kabbala verließen.

5. Jedenfalls ist das Schaffen einer Familie wichtiger als Kabbala! Demnach hat deine Beziehung Vorrang und erst danach sollte die Kabbala kommen.

Frage: Kann eine Frau eine andere Frau in Bnei Baruch unterrichten?

Meine Antwort: Ja.

Frage: Wie sollen wir uns gegen¸ber jenen Frauen verhalten, die nur studieren wollen und die Idee der Verbreitung hassen?

Meine Antwort: Wenn eine Frau zuerst kommt, um Kabbala zu studieren, dann sollte ihr das Wesentliche – genau wie einem Mann – unterrichtet werden. Danach sollte sie die Chance bekommen, ein „Extragewicht“ wie die Teilnahme an der Verbreitung und das Zahlen des Maaser zu übernehmen. Wenn sie dem nicht zustimmt, setzen wir unsere Zusammenarbeit mit ihr nicht fort – sie kann natürlich zuhause selbstständig studieren – das Internet ist frei. Wir werden zweimal überlegen, bevor wir sie zu einem Kongress einladen und könnten uns auch dagegen entscheiden. Leute, die nicht verbreiten, berauben sich der Gelegenheit, voran zu schreiten, weil sie ihr Kli nicht entwickeln, indem sie die Wünsche von anderen hinzufügen, um die notwendige kritische Masse zu erreichen.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Spiritueller Fortschritt der Frauen
Blog-Post: Frauen auf dem Pfad der Kabbala
Blog-Post: Der Kreislauf von Abstiegen und Aufstiegen und die Korrektur des Maaser (fortgeschritten)