Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Neuer Blog in Spanisch für Kinder


In jedem lateinamerikanische Land gibt es Gruppen und Einzelpersonen, die Kabbala studieren und mit uns in der Entwicklung und Verbreitung zusammenarbeiten. Die größte und stärkste Gruppe unserer Freunde befindet sich in Chile. Ingrid Solyar von der chilenischen Gruppe hat diesen freundlichen und farbenfrohen Blog für Kinder gestartet.

Die Bedeutung von Gebet und Segenswünschen

Während des internationalen Kinderunterrichts vom 10.10.2008 sprachen wir über das Gebet. Das Gebet ist das geheimste, verborgenste Verlangen im Herzen eines Menschen. Es verbirgt sich so tief drinnen in unserem Herzen, dass wir es nicht einmal spüren. Aber exakt dieses Verlangen steht in Verbindung zum Schöpfer; wir können auch sagen, der Schöpfer verweilt in diesem Verlangen.

Um den Schöpfer zu offenbaren, müssen wir dieses Verlangen nach Ihm enthüllen. Aber wie können wir dieses Verlangen beeinflussen? Ein Mensch kann es nicht von selbst erlangen, sondern nur aufgrund des Umfelds (der Gruppe). Er ruft alle möglichen Beeinflussungen aus seinem Umfeld hervor, was sein Verlangen nach Ihm, nach Liebe und Schenkung, wachsen lässt. Genau genommen haben diese Einflüsse eine direkte Wirkung auf sein Herz.

Auf diese Weise, d. h. durch die Gruppe, kann er ein solch großes Verlangen nach Liebe und Schenkung in seinem Herzen erwecken, dass es sich im minimalsten Maß dem Schöpfer angleicht und dann wird er sofort den Schöpfer in sich wahrnehmen. Das ist die Bedeutung und der Zweck eines Gebetes – den Schöpfer in seinem Herzen schrittweise zu enthüllen!

Im darauf folgenden internationalen Kinderunterricht vom 17.10.08 sprachen wir über Segenswünsche. Eine Segnung ist ein Gefühl der Dankbarkeit, das unfreiwillig im Herzen eines Menschen auftaucht. Eine Dankbarkeit für die Korrekturen, die in einem Menschen unter dem Einfluss des Lichts des Schöpfers stattfinden:

„Gelobt seist Du, Ewiger, unser G-tt, König der Welt, … Der Blinde sehend macht (für die Höhere Welt) … Der die Erde (das Verlangen zu empfangen) über den Wassern (das Verlangen zu schenken) ausbreitet … Der dem Herzen (wörtl. Hahn) die Einsicht gegeben hat, zwischen Tag (dem Höheren Licht, der Qualität der Schenkung) und Nacht (Egoismus) zu unterscheiden … Der Nackte bekleidet (mit dem Licht Chassadim, in welchem sich das Licht Chochma ausdrückt) … und so weiter.“

Praktische Anwendung von „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“


Eine Frage, die ich erhielt: Ich frage nach den praktischen Anwendungen von „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ und ob dies mehr sein sollte als seinem Nachbarn gegenüber tolerant zu sein.

Lassen Sie mich das erklären. Wenn alles, was wir um uns herum sehen, eine Reflexion dessen ist, was wir in uns haben, dann sind unsere Gedanken und Verlangen nur Objekte, die sich „außerhalb“ manifestieren, aber augenblicklich erscheinen sie innerhalb von uns.

Ich weiß nichts über andere, aber ich kann nicht sagen, dass ich alle in mir aufsteigenden Gedanken und Verlangen liebe. Ich bin mir der meisten von Ihnen bewusst und toleriere sie, aber ich akzeptiere sie nicht alle und ich durchlaufe sie, als wären sie Menschenmassen. Sollen wir so andere behandeln? Ich verstehe die Notwendigkeit, sich der anderen Menschen bewusst zu sein, respektvoll ihnen gegenüber zu sein und ihnen zu vergeben. Aber das heißt nicht, ich sollte das, was andere tun, lieben oder annehmen, wie z. B. die Zwillingstürme in den Vereinigten Staaten in die Luft zu sprengen. Ich kann ihnen für diese Handlung vergeben, aber dennoch müssen sie den Preis für die Tötung Tausender unschuldiger Menschen bezahlen.

Meine Antwort: Korrektur beginnt mit der Erkenntnis des Menschen, dass alles Korrekte und Gute nur vom Höheren Licht kommen kann. Infolgedessen ist die einzige Sache, die er sich vom Studium, von der Vereinigung mit einer Gruppe und der Verbreitung der Kabbala erhofft, der Einfluss des Lichts.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Korrektur der Seele ist auf dem physischen Level unsichtbar
Blog-post: Die Ursache aller Probleme dieser Welt
Blog-post: Eine spirituelle Revolution ist unvermeidbar
Baal HaSulam Artikel: Die Bürgschaft (Arvut)

Unsere Sehnsüchte kommen aus der Gesellschaft

Drei Fragen, die ich über das Ausgleichen der Spiritualität mit dieser Welt erhielt:

Frage: Ich habe gehört, wie sie im Kinderunterricht gesagt haben, dass wir die Leute beneiden sollen, die bei der Gruppe mitwirken und andere lieben. Soll ich mich selbst belügen, mir selber einreden, dass ich die Mitwirkenden ebenso beneide, wie ich in der Realität zum Beispiel jemanden beneide, der ein neues Auto hat? Bitte geben Sie mir einen Rat, was ich in Übereinstimmung mit der Kabbala tun soll.

Meine Antwort: Studieren Sie weiter; die Gruppe und die Unterrichtsstunden werden Ihnen das Gefühl geben, dass andere Werte wichtiger sind. Das ist besser, als sich dem Anhäufen von Dingen hinzugeben und sich später desillusioniert zu sehen. Sie werden sich von der Höheren Welt, die sich Ihnen zu offenbaren beginnen wird, erheblich erfüllter fühlen, als von einem neuen Auto. Das Auto ist Ihnen wichtig, weil die Gesellschaft es wertschätzt. Aber wenn Ihre Gesellschaft andere Dinge als wertvoll erachtet, werden sich genauso auch Ihre Prioritäten ändern.

Frage: Manchmal werde ich böse auf den Schöpfer, aber in Wahrheit werde ich böse auf mich selbst, weil ich mich selbst frage: „Wieso ist der Prozess der Korrektur so langatmig!?“ Und dann beantworte ich mir die Frage selbst: „Weil ich mich nicht genügend anstrenge!“

Meine Antwort: Es mangelt Ihnen am Druck aus dem richtigen Umfeld.

Frage: In mir findet eine Diskussion statt: Auf der einen Seite habe ich einen neuen Job, der mich interessiert und mir Freiraum für die Verbesserung meiner beruflichen Fähigkeiten lässt, damit ich in Zukunft einen gut gesicherten Arbeitsplatz habe. Auf der anderen Seite habe ich nach den Morgenunterrichten nicht sehr viel Energie übrig, sodass ich darüber nachdenke, sie zu reduzieren. Es nervt mich schon. Welche ist die richtige Einstellung zu dieser Situation?

Meine Antwort: Sie müssen Ihre berufliche Ausbildung beenden, sodass Sie sich und Ihre Familie unterstützen können, während Sie Kabbala „auf niedriger Flamme“ studieren. Geben Sie sich dennoch in allen anderen Beziehungen dem Studium der Kabbala hin. Wenn Sie diese Balance der Zeit und der Energie halten können, werden Sie in beidem erfolgreich sein.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Einfluss des Umfeldes
Blog-post: Kabbala und Berufswahl
Blog-post: Familie, Kinder, Arbeit und Kabbala
Rabash Artikel: Das Ziel der Gemeinschaft, Teil 2

Eine Frau ist eine vollentwickelte Hälfte der Gesellschaft und noch mehr

Drei Fragen, die ich über die Aufgabe der Frauen in der Kabbala erhielt:

Frage: Welche Rolle spielt die Frau in der Kabbala?

Meine Antwort: Sowohl in unserer Welt als auch in der zukünftigen Gesellschaft, die vom Egoismus korrigiert sein wird, ist eine Frau eine vollentwickelte Hälfte und weit mehr, weil sich alle Leute in einem einzigen System ergänzen. Eine Frau kann ihre eigene Perfektion und ihren vollen Wert nur durch Eigenkorrektur wahrnehmen, indem sie der ganzen Welt gegenüber liebend und gebend wird. Es ist erst in ihrem korrigierten Stadium so, dass der weibliche Teil der gesamten Seele gleichgestellt oder eben größer als jeder Andere fühlt, weil gerade das vom weiblichen Teil der ganzen Seele verkörperte Verlangen die Enthüllung des Schöpfers (des Lichts) bewirkt.

Frage: Wenn lo liShma (לא לשמה) einen Menschen nicht dazu antreibt, liShma (לשמה) zu erreichen, dann muss die Gruppe ihren Einfluss auf ihn ausüben. Wie kann eine Frau diesen Druck hervorrufen?

Meine Antwort: Mit ihrem Verlangen, denn sie ist vom Erreichen des Lichts durch die Männergruppe abhängig ist.

Frage: Ich will ein Buch öffnen, es lesen und genießen. Aber immer wenn ich anfange, Kabbala zu studieren, genieße ich das Lesen nicht länger. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Lernen Sie, Lebensfreude aus den Höheren Welten zu empfangen!

 

Fragen entlang des Weges


Fragen, die ich über das Arbeiten mit den Büchern und der Gruppe erhielt:

Frage: Wann gelangt ein Mensch, der die Wissenschaft der Kabbala studiert, vom einfachen „absorbieren“ der Information (lesen, hören und sehen) zum eigentlichen Erkennen der Höheren Welt?

Meine Antwort: Sobald er auch nur im geringsten Maße der Qualität des Schenkens, wie sie im Text beschrieben wird, entspricht.

Frage: Wenn man das Material mit den oben genannten Methoden studiert, macht es dann mehr Sinn, sich mit den Gedankengängen der Kabbalisten zu verbinden, als eine Verbindung zum Material selbst zu finden?

Meine Antwort: Das ist genau das, was Sie tun sollten – versuchen Sie, sich mit dem Autor und seiner Absicht zu verbinden.

Frage: Kann der die Sache des Bruchs nur in einer Gruppe ans Tageslicht kommen? Oder auch mit Menschen, die mir nahe stehen, wie mein Mann zum Beispiel?

Meine Antwort: Das kann nur getan werden, indem man versucht, die Sehnsüchte nach dem Schöpfer zu vereinigen, indem wir unsere gemeinsamen Sehnsüchte nach Ihm näher zusammenbringen.

Frage: Manchmal treffe ich Leute, die mir spirituell sehr nahe zu sein scheinen und es ist leichter für mich, mich mit ihren Sehnsüchten zu verbinden. Ist das eine egoistische Gleichwertigkeit der Form? Oder das Muster der Reinkarnation von Seelen?

Meine Antwort: Es sind dieselben.

Verwandtes Material:
Blog-post: Shamati – Das wertvollste Buch der Welt
Blog-post: Wir müssen nur unsere Punkte im Herzen vereinen

Die Wahrheit kann nur von innen heraus wahrgenommen werden


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man sicher sein kann, auf dem richtigen Weg zu sein:

Frage: Ich möchte dringendst herausfinden, wo die Wahrheit liegt, doch wo immer ich auch hinschaue, sieht es nach Lügen aus.
Wie kann ich mir und anderen den Beweis beschaffen, dass die Kabbala das Wahre ist? Zu sagen, alles sei schlecht und nur „unsere Tora“ die Wahrheit, reicht nicht aus.

Meine Antwort: Fortschritt und Wachstum gehen immer mit der Empfindung eines Fehlers und dessen Korrektur einher, so wie in jedem Ortungssystem, das ein bestimmtes Ziel anstrebt. Verunsicherung und das Gefühl, alles sei eine Lüge und falsch – all das ist notwendig – und Sie sollten froh sein, dass Sie dies spüren können.

Nur Tiere machen keine Fehler, weil sie von der Natur gelenkt werden, wohingegen der Mensch sich aus freien Stücken entwickeln muss. Überdies dürfen wir diese Eigenschaften im anderen nicht unterdrücken; im Gegenteil, man sollte sie ermutigen, auch wenn diese Menschen uns verlassen sollten. Erlaube ihnen, ihren eigenen Weg zu überprüfen und zu finden.
Sonst werden sie nicht zu einem Menschen, sondern bleiben „Tiere“, wie geschrieben steht: „Alle sind wie Tiere“ – alle außer denen, die das Licht des Wachstums und der Korrektur anziehen.

Frage: Es gibt viele Gruppen und Schulen, die Kabbala studieren. Eignet sich Ihrer Meinung nach jede Gruppe, die authentische Quellen studiert, zum Studium der Kabbala?

Meine Antwort: Nur Sie allein können bestimmen, welche Gruppe und Studiumsweise für Sie am besten sind. Manche Menschen müssen noch verschiedene Mystiken, Religionen und die Kabbala als Wissen erfahren (Baal HaSulam beschreibt dies, wenn er über „Kabbalisten von Jerusalem“ schreibt. Wenn man all dieses ausprobiert hat (vielleicht in seinem darauffolgenden Leben), kommt man zum authentischen Studium der Kabbala, was der Empfang des Lichts zur Korrektur unseres Egoismus ist. Tatsächlich ist dies der einzige Grund für die Existenz der Kabbala auf dieser Welt, der einzige Grund, warum uns die Tora (Kabbala) gegeben wurde. Der Schöpfer sagte: „Ich habe den Egoismus geschaffen und für seine Korrektur die Tora“, oder um es in anderen Worten auszudrücken: damit die Menschen die Eigenschaft „Liebe für deinen Nächsten“ erlangen – das Hauptgesetz der gesamten Tora und der ganzen Welt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum bekommt ein Mensch Schläge?
Blog-post: Viele Wege führen zum Schöpfer
Shamati # 148: Es gibt die Analyse von bitter und süss, Wahrheit und Lüge

Das Fundament der Weisheit der Kabbala


Frage: Ich versuche, den Widerspruch zwischen der Phrase „Glaube über dem Verstand“ und Ihrer wiederkehrenden Aussage, dass die Kabbala sich nicht auf Glauben gründet, sondern auf Empfindungen und präzises Wissen, unter einen Hut zu bringen.

Heißt „Glaube über Verstand“, dass ich, anstatt blind etwas zu glauben, das mir erzählt wurde, selbst entscheiden darf, ob ich das Erzählte für wahr oder falsch befinde?

Antwort: Der erste Mensch, der dies fühlte, war Adam (siehe auch Baal HaSulams Artikel „Das Geheimnis der Weisheit“ im Buch Früchte der Weisheit, hebr.). Der jüdische Kalender beginnt an diesem Tag – dem ersten Tag des Monats Tishrey im Jahre 0 (vor 5768 Jahren).

In den auf Adam folgenden Generationen gab es weitere, die den Schöpfer enthüllten, doch die Kabbala, wie wir sie heute kennen, entstand 20 Generationen später im alten Babylon (vor 4000 Jahren). Ein babylonischer Priester namens Abraham „entdeckte“ die kabbalistischen Prinzipien und schrieb sie im „Buch der Schöpfung“ nieder. Er versammelte auch Gleichgesinnte um sich und bildete mit ihnen die erste kabbalistische Gruppe. Seine Anhänger – physische und spirituelle Söhne (damals wurden die Menschen nach dem Anführer des Stammes genannt) entwickelten sich weiter spirituell fort. Solange bis sie durch einen spirituellen Abstieg die Empfindung des Schöpfers verloren und die Empfindung unserer Welt bekamen (als Ergebnis wurde der Zweite Tempel vor 2000 Jahren zerstört).

Danach fielen auch alle Definitionen und Namen, die vorher benutzt wurden, und die Sprache im Allgemeinen (Hebräisch) vom ehemaligen spirituellen Niveau auf das weltliche Niveau. Dieselben Worte wurden an Dingen festgemacht, die man sehen, hören und verstehen konnte. Die Worte erhielten sozusagen eine körperlich weltliche Bedeutung und verloren die Bedeutung, die sie in der Vergangenheit hatten. Seit damals werden kabbalistische Texte mit denselben Buchstaben und Worten geschrieben, doch alles hängt von der Person ab, von der sie gelesen werden – entweder handelt es sich um jemand, der sich auf einer spirituellen Stufe befindet oder eben „nur“ auf einer körperlich weltlichen.

„Glaube über Verstand“ beschreibt folgende Voraussetzung: Das Verlangen (die Eigenschaft) zu geben (Bina, Chafez Chessed, das Licht Chassadim) steht über dem Verlangen zu empfangen – auch Wissen genannte, denn darin empfängt man das Licht der Weisheit – Chochma.

Für Menschen, die die Höhere Welt nicht wahrnehmen, ist das Wort „Glaube“ gleichbedeutend mit an etwas zu „glauben“, das vielleicht existiert – vielleicht aber auch nicht, etwas, was man nicht fühlen kann. Die Kabbala spricht aber nicht von dieser Art zu „glauben“, denn sie bemüht sich ausschließlich darum, den Schöpfer für die Menschheit in dieser Welt zu enthüllen! (siehe Baal HaSulams Artikel: Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala)

Wenn Sie also beim Lesen kabbalistischer Texte die Wahrheit verstehen wollen, müssen Sie das Gelesene von einer körperlich weltlichen auf eine spirituelle Stufe „übersetzen“. Dann werden Sie sich nicht wie all die religiösen Menschen verwirren, die kabbalistische Texte (Tora, Talmud usw.) nur auf einem „materiellen“ Niveau interpretieren. Eigentlich ist das die grundlegende Quelle aller Missinterpretationen des Schöpfers.

Im Artikel „Das Geheimnis, die Weisheit zu erreichen“ schreibt Baal HaSulam: „Die Erkenntnis des gesamten Universums in seiner ganzen Tiefe und alle Beziehungen seiner Einzelteile wurden von Adam vollständig verstanden.“ Daher nennen wir ihn den „Ersten Menschen“ – denn er war der erste, der die Stufe „Mensch“ – Adam in Hebräisch – erreicht hat. Adam bedeutet „im Bildnis des Schöpfers“.

Verwandtes Material:
Blog-post: Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur
 

Es gibt kein Verbot, den Egoismus zu korrigieren


Eine Frage, die ich erhielt: Ich verstehe immer noch nicht, wieso die Juden bis jetzt die Kabbala verborgen hatten.

Meine Antwort: Ich verstehe Sie: wenn die Kabbala nur zur Korrektur des Menschen bestimmt ist, eine Wissenschaft ist und die Welt in keinster Weise manipuliert, warum wurde sie dann für 5769 Jahre (seit sie von Adam enthüllt wurde) verborgen? Gibt es ein Verbot, den Egoismus zu korrigieren?

Tatsache ist, dass es durch die gesamte Geschichte der Menschheit nur eine Zeit gab, als die Kabbala für alle zugänglich war. Das war im alten Babylon, was ein „kleines Dorf“ war, in dem jeder Mensch jeden anderen beeinflusste. Wenn sich eine Gesellschaft in diesem Zustand befindet, ein einziges System ist, nötigt es die Menschen, das Gesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu befolgen. Genau dazu drängte der babylonische Priester Abraham seine Landsleute.

Es hörten jedoch nur ein paar Leute auf ihn, jene in denen sich „der Punkt im Herzen“ enthüllt hatte. Sie folgten ihm und erhielten einen Namen entsprechend ihrem Streben: Israel, was Isra (direkt) + El (Schöpfer) bedeutet. Der Rest entschied, sich nicht zu vereinen, nicht seinen Egoismus zu korrigieren, auch nicht die Eigenschaft des Schenkens und der Liebe zu erlangen, sondern sich voneinander zu trennen. Somit entfernten sie die Wirkung eines einzigen Systems, eines „kleinen Dorfes“, von der Gesellschaft und zerstreuten sich über die gesamte Welt.

Inzwischen entwickelte sich Abrahams Gruppe und wuchs bis zu der Zeit – vor 2.000 Jahren – als plötzlich ein riesiger Egoismus in ihr zum Ausbruch kam. Das war, als sie (Israel, die Juden) von der Stufe „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ auf die Stufe von gegenseitigem unbegründetem Hass fielen. Als Folge davon verloren sie ihre Wahrnehmung des einzigen Systems und dadurch verschwand auch ihre Wahrnehmung der gegenseitigen Liebe, des Schöpfers: Der Schöpfer „verbarg sich Selbst“ vor ihnen.

Heutzutage hat die Welt erneut den Zustand eines einzigen Systems erreicht, „eines kleinen Dorfes“, genau wie im alten Babylon. In diesem Zustand, in dem alle Menschen um existieren zu können (für uns um zu überleben) vollkommen miteinander verbunden sind, müssen wir die Bedingung „jeder Mensch ist verantwortlich für alle“ einhalten. Und dies kann nur unter der Bedingung von gegenseitiger Liebe getan werden. Wie können wir diese Qualität erlangen und überleben? Genau das erklärt uns die Kabbala. Und aus diesem Grund wird sie heute wieder enthüllt – weil ein Bedürfnis danach besteht.

Denn wir haben genau diesen globalen, systematischen Egoismus enthüllt, der korrigiert werden muss, anstatt des eigenen persönlichen Egoismus. Solange dieser Egoismus noch nicht enthüllt war, war auch die Kabbala – die Wissenschaft zu seiner Korrektur – ebenfalls verborgen. Heute ist sie jedoch jedem enthüllt worden, weil jeder seine Einstellung zu den anderen korrigieren muss! Dies ist ein Naturgesetz. Weil der globale Egoismus enthüllt wurde, gibt es kein Verbot für seine Korrektur und darum gibt es kein Verbot für die Kabbala. Also fangen Sie an und studieren Sie, wie wir in einer neuen Welt sein sollten.

(Auf dem obigen Foto stehe ich vor dem Hintergrund des Turms zu Babel. Du musst spüren, dass alles davon zu Dir gehört!)

Verwandtes Material:
Blog-post: Egoistische Sehnsüchte sind nicht in der Absicht auf das Schenken und die…
Blog-post: Konsequenzen des Wachstums des Egoismus
Blog-post: Kabbala ist für alle!

Der Schöpfer erwartet Dich!


Drei Fragen, die ich über Höhen und Tiefen entlang des Weges erhielt:

Frage: Viele Jahre lang spürte ich, dass ich ein Egoist war. Dann stieß ich auf die Kabbala und verstand, warum ich so empfand. Nun studiere ich und nehme an der Verbreitung teil, fühle mich jedoch nun sogar leerer. Andererseits habe ich Hoffnung.

Meine Antwort: Das Leeregefühl kommt von der Einwirkung des Lichts, dass Ihnen zeigt, dass Sie leer sind und Sie dieses Licht einzig mit dem Licht füllen können. Damit dies geschieht, müssen sie ein Verlangen danach haben – und dieses Verlangen kann nur vom Umfeld aufgenommen werden.

Frage: In der letzten Zeit fühlte es sich nicht so für mich an, als wäre ich noch ein schlechter Mensch. Natürlich bin ich immer noch ein Egoist, aber ich fühle mich nicht schlecht deswegen. Im Gegenteil, ich fühle mich angehoben, bin während der Lektionen fokussierter und ich verbreite mehr als vorher. Wie kann ich wissen, ob ich immer noch auf dem richtigen Weg bin?

Meine Antwort: Wenn Sie stets ihr Augenmerk auf die Verbindung mit der Gruppe legen, wenn Sie verstehen, dass Sie durch die Vereinigung das Verlangen empfangen werden, das das Korrigierende Licht erwecken wird – dann werden Sie den Schöpfer enthüllen.

Frage: Ich bitte den Schöpfer, mich zu korrigieren, da es nicht in meiner Macht liegt, meinen eigenen Zustand zu korrigieren. Andererseits schäme ich mich für diese Bitte, da es zeigt, dass ich mit meinem derzeitigen Zustand unzufrieden bin – einem Zustand, der mir zur Entwicklung vom Schöpfer gegeben wurde. Wie kann ich diesen Widerspruch verstehen?

Meine Antwort: In jedem Zustand erwartet Sie der Schöpfer, um Sie Sich noch mehr anzunähern.

Verwandtes Material:
Blog-post: Erlösung erfolgt durch die Hand des Schöpfers
Artikel: In sich den Schöpfer finden