Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Von einem Punkt in Malchut zur Unendlichkeit

Es gibt kein Licht ohne Gefäß, keine Erfüllung ohne Verlangen. Das höhere Licht befindet sich in einem absoluten Ruhezustand, es erfüllt und umgibt das ganze Universum. Alles hängt nur von unserem Verlangen, unseren Wahrnehmungsgefäßen ab.

Wenn unser Verlangen gerade nach dieser Erfüllung streben wird, werden wir diese Erfüllung spüren. Wenn aber das Verlangen der Frequenz oder der Eigenschaften der Erfüllung entspricht, es also zwischen Verlangen und Erfüllung keine Gleichheit der Eigenschaften gibt, können wir die Erfüllung nicht spüren, so wie auch in vielen Situationen in unserer Welt.

Wir müssen unser Verlangen in eine Übereinstimmung mit dem höheren Licht bringen, damit das Licht das Verlangen erfüllen kann. Das Verlangen muss auf das Licht abgestimmt sein, d.h. sich in der Eigenschaft des Gebens befinden. Wo bekommen wir die Kraft zu geben? Kabbalisten sagen, dass die Kraft des Gebens in jedem Menschen vorhanden ist. Aber sie ist sehr klein, und wenn der Mensch allein ist, bleibt sie auch klein.

Sie kann nur dann wachsen, wenn der Mensch sich mit anderen Menschen verbindet. Wenn er die Eigenschaft des Gebens erreichen möchte und für alles bereit ist, um von der Gruppe und den Freunden ihre Verlangen zu geben zu bekommen, wird er viele solche Wünsche von ihnen sammeln, in dem Maß, in welchem er sich gegenüber Freunden klein macht und seine Freunde vor den eigenen Augen hochstellt. So kann er ein größeres Verlangen von ihnen bekommen, sowohl in der Menge als auch in der Qualität.

Und wenn er das Verlangen zu geben schon hat, kann das Licht beim Lesen des Buches Sohar auf ihn einwirken und in ihm dieses Verlangen einordnen und auffüllen.

So muss die Vorbereitung auf das Lesen des Buches Sohar in einer Gruppe stattfinden, in einer gegenseitigen Einschließung ineinander, um ein starkes Verlangen zu bilden. Dann erreichen wir unser Ziel.

Wir können die Zeit beschleunigen, sie verkürzen, anstatt in lange physische Leiden einzutauchen, sie in Leiden der Liebe umzuwandeln, Leiden, die daraus resultieren, dass wir keine Eigenschaft des Gebens, Verlangen zu geben haben und wir verpflichtet sind, sie zu erreichen. Wir können in Bezug auf unsere Freunde aus der Gruppe verschiedene Handlungen ausführen und so dieses Verlangen erlangen.

Das heißt, dass alles in unseren Händen liegt. Wir können tatsächlich die Zeit auf Null bringen. Der Schöpfer hat nur den Punkt „Etwas aus dem Nichts“ geschaffen. Alles andere hat Er uns nur gegeben, damit wir unser Verlangen, einen Punkt im Herzen auf die Größe von/in? Malchut der Unendlichkeit vergrößern. Das ist nur durch Verbindung möglich.

Deshalb haben wir nur eine Möglichkeit, das Verlangen zum Licht zu erreichen: versuchen, gemeinsam innerhalb unserer kleinen Wünschen zu geben zu sein.

Aus einem Soharunterricht, 06.06.2010.

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МAN, das alles beinhaltet

Eine Frage, die ich erhielt: Wir sollen МaN (Gebet) erheben. Befindet sich diese Handlung innerhalb des Verlangens?

Meine Antwort: МaN bedeutet, dass ich um die Kraft des Gebens bitte. Aus Malchut heraus wende ich mich an Bina, und bitte folglich Bina um die Fähigkeit, zu geben. Denn ich muss solchen Zustand erreichen, dass mich dieses Gebet (МaN) vollkommen erfüllt, und es genügt mir auch, ich freue mich darüber, МaN zu erheben.

Wie ist dieser Zustand in der Tora beschrieben? Du kommst ins Tageslicht. Der Tag bedeutet: du hast nichts, und gehst durch die Wüste, um МaN – den Wunsch des Gebens zu suchen – und wenn du ihn findest, dann belebt er dich, und befriedigt all deine Geschmäcker. Alles, was du dir wünschst, befindet sich darin. Was ist das aber für ein Geschmack? Woher kommt er? Was beinhaltet МaN? Es kommt zu dir von Bina, dann reicht dir nur die Möglichkeit, den Schöpfer zu bitten: „Ich habe eine Verbindung zu Ihm. Ich kann Ihn um etwas bitten. Mehr brauche ich nicht“. Will ich aber das Verlangen haben, worin ich den Schöpfer enthüllen werde? Nein. Mir genügt folglich nur das Streben danach. Es ist für mich die vollkommene Erfüllung. Die Verbindung mit dem Schöpfer durch die Gruppe füllt mich aus. Um welche Verbindung geht es? Woher hat man die eigentlich? Sie gibt nichts. Aber ich kann mich trotzdem an Ihn wenden? Es reicht vollkommen. Dieser Zustand heißt auch „ich gehe durch die Wüste“, die Erwerbung der Eigenschaft „Chafez Chesed“ (nichts für sich wünschend). Denn du hast nichts in der Wüste, und du wünschst in der Wirklichkeit nichts für dich selbst. Du erwirbst jedoch die Korrektur seitens der Eigenschaft des Gebens – die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, und deine Erfüllung darin.

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Hilft mir geboren zu werden.

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet „Neugeburt der Seele eines Gerechten“ (Ibur Neschamat Tzadik)?

Meine Antwort: Das heißt, wenn der Mensch, der sein Ziel erreichen möchte und sucht, wie er das am besten machen kann, plötzlich Hilfe und Unterstützung von oben spuert, dass sich eine höhere Seele in ihm einkleidet.

So wie NeCHI de-IMA sich in Z“A einkleidet,oder in unserer Welt ein kleiner Mesnsch geboren wird, es gibt immer erwachsene Verwandte, die ihn lieben und unterstützen.

Sie nehmen die Sorge um ihn auf sich, und er zahlt dies mit Treue und Liebe zurück. Darin wird das Gesetz: „Wendet euch an mich und ich gebe euch zurück“, das heißt der Mensch nimmt Hilfe und Sorge an, und gibt danach zurück – wenn nicht denselben, dann anderen Seelen – verwirklicht. So läuft dieser Kreislauf ab.

So wie in dieser Welt der Mensch bei seinen Eltern, die sich um ihn kümmern, geboren wird und, wenn sie älter werden, er sich um sie und um seine eigenen Kinder kuemmert, so verwirklicht sich die Verbindung aller Generationen zwischen vorigen und nachfolgenden Stufen.

Nur das gibt uns die Möglichkeit, voranzukommen, denn es ist unmöglich, von Stufe zu Stufe, ohne jegliche Hilfe von außen, hochzusteigen.

Jedes Mal, wo ich auf eine neue Stufe gelange, bin ich wie ein Neugeborenes, und brauche Hilfe: von der Gruppe (gegenseitige Bürgschaft), vom Schöpfer (der auf uns durch die Gruppe wirkt), von besonderen Seelen unserer Lehrer und Helfer, wobei es unwichtig ist, ob sie sich in unserer Welt befinden, oder uns direkt aus dem System der Seelen helfen.

Wir bekommen Hilfe von allen Kabbalisten, die sich korrigiert haben. Ihre korrigierten Seelen befinden sich in dem gemeinsamen System Adam Rischon in der Welt der Unendlichkeit und helfen uns. So steigen wir hoch.

Das alles nennt sich „Eseltreiber“, die gemeinsame Seele, die gemeinsame Hilfe, um unseren „Esel“ (Material, Materie) zu korrigieren.

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Die Handlung plus die Absicht

„Der Schöpfer – ist barmherzig und schafft nur das Gute“. Wir müssen es als das einzige Axiom der Spiritualität annehmen.Denn von oben kommt nichts Schlechtes, und es wird uns nur das absolut Gute offenbart, weil das Licht sich in der absoluten Ruhe befindet- das ganze Problem ist nur im Gefäß, im Wunsch der Schöpfung.

Folglich hängt alles vom Menschen ab, von seiner Bemühung und Vorbereitung. Die Handlung kann sowohl das Erhalten als auch das Geben sein, und die Absicht kann auf sich oder auf den anderen gerichtet sein.

Wir beginnen unsere Entwicklung mit dem „Erhalten für sich“, aus der doppelten Verhüllung, aus Lo Lishma. Die Handlung ist hier – das Erhalten, die Absicht – für sich. Dann kommen wir, dank unseren Bemühungen, zur Stufe „das Geben für sich“.

Beim Übergang vom „Erhalten für sich“ zum „Geben für sich“ hat sich nur die mechanische Handlung geändert. Wir sind in der Lage, diesen Zustand zu erreichen!

Wir sind aber nicht in der Lage, die Absicht zu verändern, denn nur das Licht kann sie korrigieren, dafür können wir die Handlung vom Erhalten auf das Geben umstellen – weil dies auch in unserem Sinne ist!

Und wir geben – um sich besser zu fühlen! Diese Arbeit heißt „sich den Freund zu kaufen“.

Um aber vom „Geben für das Erhalten“ zum „Geben für das Geben“ zu kommen – muss man die Absicht verändern, wofür die Einwirkung des Lichtes, das zur Quelle zurückführt, notwendig ist.

Ich strenge mich an und begehe die Handlungen, ich bemühe mich, alles in der Gruppe und im Studium zu machen, dennoch erfolgt die Veränderung in der Absicht nur mittels der Kraft des Lichtes.

Und wenn wir zum „Geben für das Geben“ kommen, zur Stufe des Glaubens, Lishma, zur Stufe der Belohnung und der Bestrafung, zur ersten Enthüllung – dann erheben wir uns bewusst zur Stufe „das Erhalten für das Geben“ hinauf, sowohl in der Handlung als auch mittels der Einwirkung des Lichtes (in der Absicht).

Aus dem Unterricht nach dem Artikel Rabasch, 09.06.2010

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Der Fall, wenn 7 stärker als 7.000.000.000 sind

Das Einzige, wozu wir in unserer spirituellen Arbeit fähig sind, ist, uns in die Gruppe einzuschließen und uns dem Einfluss der Umgebung auszusetzen.

Die Umgebung verfügt über eine Kraft, wobei die Größe der Umgebung nicht von besonderer Bedeutung ist. Es ist aber wichtig, inwiefern ich diese Umgebung für „meine eigene“ halte.

Angenommen, die Menschen, die mir nahe stehen, beeinflussen mich stärker als diejenigen, die mir fern sind. Es gibt sieben Milliarden Menschen, aber ich bin nicht so ihrem Einfluss unterworfen wie dem Einfluss der Menschen, die mir nahe sind, von denen es vielleicht nur sieben gibt.

Deshalb, wenn ein Mensch sich bemüht, eine Umgebung für sich zu organisieren und sich wünscht, von seiner Umgebung beeinflusst zu werden, übt die Umgebung auf ihn einen Einfluss aus und annulliert somit den Einfluss der ganzen übrigen Menschheit, als ob er nicht existiert.

Demzufolge erhält der Mensch Kräfte, Aufklärungen, einen größeren Wunsch. Er bekommt ein Mittel, mit dessen Hilfe er fortschreiten kann..

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Wie funktioniert der Korrekturmechanismus?

Eine Frage die ich erhielt: Wie kann man seinen Punkt im Herzen durch die Gruppe, die als spiritueller Verstärker dient, realisieren ?

Meine Antwort: Es gibt äußere Mittel, die wir benutzen: Bücher, Gruppe, Lehrer, unsere Bildungs und Verbindungssysteme in der ganzen Welt. Solche Bedingungen haben für uns die Kabbalisten bestimmt.

Wenn wir sie benutzen, indem wir für uns äußere Rahmen bilden und unsere Verlangen zum Spirituellen in dieses System hineinbringen, beginnt das Verlangen zu wachsen.

Ursprünglich habe ich nur einen Punkt im Herzen und ich gebe ihn an meine Freunden weiter, wobei ich alle ihre Punkte bekomme! Und dieses System der Verbindung zwischen uns, den Seelen, existiert schon.

Alles wurde bei dem Abstieg der Welten von oben nach unten vorbereitet, für unseren Aufstieg von unserer Welt bis zu der Welt der Unendlichkeit.

Ich muss es nur schaffen mich diesem System anzuschließen: mich annulieren, alle anderen als korrigiert sehen und durch sie das Licht der Korrektur empfangen wollen.

Dann bekomme ich von allen ihre Verlangen zur Korrektur, die mein eigenes Verlangen verstärken. Obwohl ich am Anfang nur einen kleinen Punkt im Herzen hatte, und man weiß nicht mal wohin er gerichtet war.

Aber ich investiere in die Gruppe, ich möchte mich an sie anschließen, das heißt ich habe eine Handlung des Gebens vollbracht! Und als eine Antwort habe ich eine tatsächliche Kraft von den anderen bekommen, ein wahres Verlangen zu geben!

Du siehst plötzlich, dass du dies wirklich haben möchtest und schätzt. Und dann kommt zu dir eine Angst: “ Wird es mir gelingen die Eigenschaft des Gebens zu erlangen oder bleibe ich mein ganzes Leben so wie jetzt?… “

Das sind noch egoistische Gedanke, aber es geht schon darum, wie man die Eigenschaft des Gebens erreicht! Das nennt man „Lo Lishma„: a) das Geben um des Gebens willen erreichen wollen b) davon profitieren wollen

So bekommst du durch die Gruppe eine innere Ausrichtung, zum Schöpfer.

Und wenn du nach dem Schöpfer strebst, näherst du dich dem Glauben an, und du beginnst ein anderes umgebendes Licht anzuziehen.

Das Licht hat sich nicht geändert, aber Du bist jetzt anders und deshalb wirkt das Licht anders auf dich. Jetzt kann er dir die Eigenschaft des Gebens schenken.

Und wenn du die Eigenschaft des Gebens gewinnst, dann beginnst du dich über deinen Egoismus zu erheben…

Das wolltest du doch von Anfang an erreichen, aber das Licht hat es so gemacht, dass dies nicht aus Zwang sondern nach deinem eigenen freien Willen geschehen ist.

Und plötzlich spürst du, wie dich die Eigenschaft des Glaubens, das heißt die Eigenschaft des Gebens auffüllt, denn der Glaube ist nichts anderes als das Geben, Bina.

Sie gibt dir die Freiheit von deinem Ego! Es ist nicht so, dass sie dich von deinem Egoismus völlig befreit, aber sie gibt dir die Kraft, sich darüber zu erheben. Das ist schon über dem Machsom.

Aus einem Unterricht zu Artikel von RaBaSH „Die Liebe zu Freunden“, 27.05.2010

 

Wie man den „Verdienst der Väter“ erben kann

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet „Verdienst der Väter“?

Meine Antwort: In dem Gesamtsystem der Seelen gibt es einen Teil, der seine Korrektur bereits durchlaufen hat. Das sind die Stammväter.

Dieser Teil befindet sich bereits in dem korrigierten Zustand, der mit Licht erfüllt ist. Diese Seelen waren sehr hell, deshalb konnten sie ihre Teile in dem Gesamtsystem des Adam HaRishon vollständig korrigieren. Doch wie können wir uns jetzt korrigieren?

Wir können die Korrektur dadurch erreichen, dass wir uns ihnen anschließen. Wenn ich versuche, das zu tun, dann bin ich ein Gerechter. Denn ich will den gleichen Zustand wie sie erlangen und den Schöpfer sowie die Schöpfung rechtfertigen.

Dann beginnt der „Verdienst der Väter“ auf mich zu wirken (anders wirkt er nicht), und ich empfange von ihnen das Licht, das zur Quelle zurückführt.

Dafür brauche ich ein System, das sich kabbalistische Gruppe nennt, um innerhalb dessen die Empfehlungen umzusetzen, die mir diese Kabbalisten (Väter) gegeben haben.

Sie erzählen mir, was ich mit mir machen muss, um mich in ihren korrigierten Teil im Gesamtsystem der Seelen einordnen zu können.

Das bedeutet, „von dem Verdienst der Väter Gebrauch zu machen“. Sie haben mir die Kabbala (die Tora) gegeben, haben erzählt, wie die Korrektur zu erreichen ist sowie wie die von ihnen im Gesamtsystem bereits durchgeführte Korrektur benutzt werden soll.

Ich muss meinen Körper nicht mehr quälen, es reicht, lediglich das umgebende Licht durch ihr korrigiertes System anzuziehen.

Meine Wahl besteht nur darin, mich in die Gruppe einzuordnen, durch die ich mich auf das korrigierte System, das sich „Väter“ nennt, ausrichten kann.

Die „Väter“ haben Korrekturen im zerbrochenen System von Adam HaRishon durchgeführt, mit deren Hilfe alle, jederzeit und in jeder Situation, sich durch die richtige Umgebung den Vätern angleichen und sich somit ihnen anschließen und von ihnen Licht, das zur Quelle zurückführt, empfangen können, – die Kraft des von ihnen erfassten Lichtes kann genutzt werden.

Wir in unserer kabbalistischen Gruppe wollen uns jener korrigierten Gruppe der Seelen angleichen, die sich „Väter“ nennt.

Deshalb muss jeder fragen: „Wann werden meine Taten den Taten der Väter gleich sein?“ Auf diese Weise haben wir ein Beispiel, wie wir uns mit unserer Gruppe in ihre Gruppe einordnen können. Darin besteht unsere ganze Wahl und die Nachfolge der Verdienste der Väter.

Wenn unsere Gruppe sich in den korrigierten Teil des Adam haRishon, der sich „Väter“ nennt, einordnet, sich ihren Eigenschaften angleicht und sich mit ihnen vereint, dann machen wir von ihrem „Verdienst“ Gebrauch und kehren zu jenem korrigierten Zustand zurück, der dort existiert.

Aus einem Unterricht nach Artikel von RaBaSH „Verdienst der Väter“, 03.06.2010

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Was nehme ich in die Ewigkeit mit?

Eine Frage, die ich erhielt: Wird sich meine Seele an alles erinnern, was ich in diesem Leben gelernt habe? Werde ich im nächsten Leben das Kabbalastudium fortsetzen und wieder die Gruppe aufsuchen?

Meine Antwort: Das einzige, was der Mensch aus diesem Leben mitnimmt, ist sein spiritueller Weg. Er geht ihm nicht verloren.

Denn wir bleiben in derselben Realität im Hinblick auf die Spiritualität, sie ist uns ein wenig verborgen. Ich befinde mich ununterbrochen innerhalb meiner Seele, auch wenn ich sie nicht spüre. Aber ich arbeite sogar heute mit ihr und gehe verschiedene Zustände durch.

Das alles geschieht in meiner ewigen Seele. Die physischen Körper und diese Welt, die ich jetzt sehe, sind ein „Trugbild“ meines geistigen Zustandes. Und wenn ich heute innerlich arbeite, dann werde ich mein nächstes Leben aus dem mehr fortgeschrittenen spirituellen Zustand heraus beginnen: das heißt schneller eine kabbalistische Gruppe aufsuchen und erfolgreicher studieren. Der gesamte vorige Weg bleibt in mir in Form der geistigen Gene (Reshimot) erhalten – er wird nicht verloren gehen. In der höheren Welt verschwindet überhaupt nichts – nur in unserer Welt verschwindet alles, weil sie selbst auch verschwindet.

Und von allem, was ich für den egoistischen Wunsch erworben habe, wird nichts übrig bleiben, denn dieser Wunsch auch verloren gehen wird. Es bleibt nur das äußere Gewand erhalten. Jedes Mal, wenn die Seele den neuen Gilgul durchlebt, baut sie sich ihre Umgebung, entsprechend der Fähigkeit und der Notwendigkeit, sich zu korrigieren.

Warum befinde ich mich gerade in solcher Umgebung, und nicht woanders? Weil diese für meine Seele erforderlich ist. Die Körper spielen dabei keine Rolle – sie befinden sich in der Verbindung miteinander, innerhalb dieser Welt mit allen ihren Ereignissen, nur im Maß der Notwendigkeit der Korrektur der Seele.

Und der Körper ist unwichtig. Er existiert eigentlich nicht und ist eine virtuelle Illusion, die vor uns in solcher Form erscheint. In Wirklichkeit existiert nur die Seele – aber wir fühlen sie gerade nicht… Und ihre Entwicklung bestimmt eindeutig, was mit dem Körper geschieht.

Deshalb schreibt Baal HaSulam am Ende des “ Vorwort zum Buch Sohar„, dass nur die Korrektur der Seelen uns helfen wird, unsere Welt zu korrigieren und, auch dieses Leben als besser zu empfinden.

Alle Verbrechen, die in dieser Welt geschehen sind Folgerungen einer unkorrigierten Seele. Und in dieser Welt gibt es keine Handlungen und keine Korrektur – alle Veränderungen sind nur innerhalb der Seele möglich…

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Das Grundprinzip der spirituellen Entwicklung

Ohne sich vor der Gruppe zu annullieren erhält man kein spirituelles Gefäß, das Verlangen, von oben die Eigenschaft des Gebens zu empfangen. Das heißt, man wird studieren, aber keine Ergebnisse erzielen.

Eher im Gegenteil, wenn man sich über die anderen stellt, wird das Studium zu einer tödlichen Droge und man verwandelt sich in eine „Fledermaus“. Wenn man sich aber kleiner als Freunde macht, wird man durch das Studium zu einem „Hahn“, der die Morgendämmerung begrüßt. Alles hängt nur von der Einstellung gegenüber der Gruppe und den Freunden ab. Wichtig sind nicht die äußeren Handlungen, sondern das, was im Herzen eines Menschen geschieht:

1)inwiefern er spürt, dass er ohne sie das Ziel nicht erreichen kann (erstmal egoistisch).

2)dann fängt er an, daran zu arbeiten, um sie groß zu sehen. Und das ist in der Tat sehr schwer. Man sollte wenigstens begreifen, dass der Schöpfer diese für ihn ausgesucht hat.

Solange er nicht spürt, dass sie ihm nahestehen, für ihn wichtig und unverzichtbar sind, wird das Licht nicht richtig auf ihn einwirken können. Meinen ersten Schritt nach oben mache ich dann, wenn ich alle als eine „Eins“ und mich selbst als eine „Null“ wahrnehme – im Verhältnis „0,1″, wenn ich mich zehnmal kleiner als sie empfinde.

Doch auf der zweiten Stufe belastet der Egoismus mein Herz noch mehr, und ich werde sie 100mal wichtiger als mich selbst nehmen müssen, und auf der dritten Stufe 1000mal wichtiger. Sonst werde ich nicht um die Einwirkung des korrigierenden Lichtes bitten können. Und jedes Mal, wenn ich höher steigen will, muss ich erst tiefer gehen. Deshalb werde ich jedes Mal einen noch größeren Bruch zwischen mir selbst und der Gemeinschaft spüren müssen: 10mal, 100mal, 1000mal größer.

Und das ist ohne die Unterstützung der Umgebung nicht möglich, ohne eine gemeinsame Idee, von der alle so angefeuert werden, dass jeder Begeisterung, Inspiration, Wichtigkeit der Spiritualität, Verständnis verspürt, dass das die einzige anstrebenswerte Arbeit im Leben ist.

Wir fangen mit der Liebe zu Freunden an, die uns hilft, das umgebende Licht anzuziehen, das uns korrigiert und uns wahre Nächstenliebe schenkt, von der wir zur Liebe zum Schöpfer gelangen. Das heißt, dieses Prinzip greift während des ganzen spirituellen Aufstiegs, bei jeder Handlung, vom Anfang des Weges bis zum Ende.

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Den Reschimot entlang die Treppe hinauf zur Unendlichkeit

Eine Frage, die ich erhielt: Warum haben wir seit Beginn des Studiums des Sohar so viele Aufstiege und Abstiege, und warum sind sie so stark?

Meine  Antwort: Jetzt gehen wir in den Prozess der Heilung ein, und deshalb empfinden wir solche Schwingungen der Zustände.

Jedes Mal, wenn ich den Aufstieg und den Abstieg fühle, ist es ein Merkmal, dass ich ein weiteres Reschimo realisiert habe. Und wie viele Reschimot gibt es bei mir? Ich weiß es nicht. Doch bin ich verpflichtet, all diese Reschimot nacheinander durchzugehen und kann keines von ihnen überspringen bzw. auslassen. Die komplette Kette der Reschimot von hier aus bis zur Unendlichkeit muss ich realisieren. Und der Weg von hier aus bis zur Unendlichkeit ist ein Weg meiner Vereinigung mit den anderen Seelen in ein Ganzes, um dort den einzigen Schöpfer zu finden.

Deshalb sind alle Zustände, die ich durchgehe, Merkmale der Realisierung meiner Reschimot. Und je höher die Geschwindigkeit des Zustandswechsels ist, desto besser. Die Hauptsache dabei ist, weiterzumachen.

Hier sollen wir über den Verstand handeln. Die Zeiten für das Studium, die Verbreitung, die Arbeit in der Gruppe und die Vereinigung mit den Freunden müssen festgelegt sein.

Im Laufe des Tages muss man das Ziel vor Augen behalten. Eventuell sich zur Erinnerung den Wecker stellen, SMS-Dienst nutzen, alle mögliche Mittel einsetzen, die uns helfen könnten, ein Reschimot nach dem anderen zu realisieren. So „sammeln sich ein Cent nach dem anderen zum großen Guthaben“ an.

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